
Um deine Chancen auf ein gutes Abschneiden zu erhöhen, solltest du für den Einstellungstest üben.
Neben verschiedensten Tätigkeiten als Soldat/-in oder zivile/r Angestellte/r kannst du dich bei der Bundeswehr auch für eine Beamtenlaufbahn entscheiden. Hier gibt es mit dem mittleren, dem gehobenen und dem höheren Dienst gleich drei Laufbahngruppen. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über den gehobenen Dienst bei der Bundeswehr wissen musst – von den Voraussetzungen bis zum Einstellungstest.
Einstellungstest gehobener Dienst bei der Bundeswehr
Du interessierst dich für eine Beamtenlaufbahn bei der Bundeswehr? Aber du weißt nicht genau, ob der gehobene Dienst das Richtige für dich ist, welche Anforderungen gelten oder wie der Einstellungstest abläuft? Hier bekommst du Antworten!
Was bedeutet gehobener Dienst bei der Bundeswehr?
Die zivilen Kräfte der Bundeswehrverwaltung unterstützen die tägliche Arbeit der Soldat/-innen wie eine Art Dienstleister im Hintergrund und sorgen so dafür, dass die Streitkräfte handlungsfähig sind und bleiben.
Neben Tarifbeschäftigten arbeiten in der Wehrverwaltung drei verbeamtete Laufbahngruppen: der mittlere, der gehobene und der höhere Dienst. Dabei bildet der gehobene Dienst das mittlere Führungsmanagement. Beamtinnen und Beamte des gehobenen Dienstes sind für verantwortungsvolle Fach- und Führungsaufgaben in unterschiedlichsten Bereichen zuständig, etwa als Sachbearbeiter/-innen, Informatiker/-innen, Meteorolog/-innen, Ingenieur/-innen oder Feuerwehrleute.
Gehobener technischer Dienst
Im gehobenen technischen Dienst bist du hauptsächlich für Rüstungs- und Wehrtechnik zuständig. Mit Ingenieurwissen stellst du sicher, dass die Truppe mit moderner und einsatzfähiger Technik ausgestattet ist. Zu deinen Aufgaben können unter anderem gehören:
- Projektmanagement
- Beschaffung
- Forschung, Erprobung oder Instandhaltung
- Betreuung von Fahrzeugen aller Art, Waffen oder IT-Systemen
Dein Arbeitsplatz sind einerseits das Büro und andererseits die Schnittstellen zwischen Technik, Verwaltung und Truppe.
Gehobener nichttechnischer Dienst
Der gehobene nichttechnische Verwaltungsdienst umfasst klassische Aufgaben in Verwaltung und Organisation. Mögliche Einsatzbereiche sind zum Beispiel:
- Personalmanagement
- Sachbearbeitung
- IT und EDV
- Logistik
- Finanzwesen und Controlling
- Umweltschutz
- Liegenschaftsverwaltung
Du hast die Funktion als Diplom-Verwaltungswirt/-in und übernimmst Führungsverantwortung.
Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst
Mit rund 3.000 Mitarbeitern an 62 Standorten ist die Bundeswehr-Feuerwehr eine der größten Berufsfeuerwehren in Deutschland. Die Kernaufgaben sind die Rettung von Menschen, der Brandschutz und die Brandbekämpfung.
Im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst kannst du die Einsatzleitung übernehmen, eine Wache leiten und Feuerwehrleute ausbilden.
Spezialdienste
Zusätzlich gibt es im gehobenen Dienst spezielle Fachverwendungen, darunter:
- Fernmelde- und Elektronische Aufklärung des Bundes → Auswerten von Signalen (Sprachnachrichten, Morse-Codes, Radarsignale) und Erstellen von Lagebildern für politische und militärische Entscheidungsträger
- Sprachendienst → Sprachkurse, Übersetzungen
- Naturwissenschaftlicher Dienst → zum Beispiel Meteorologie
Die Voraussetzungen für den gehobenen Dienst bei der Bundeswehr
Damit deine Bewerbung für die Beamtenlaufbahn überhaupt berücksichtigt werden kann, müssen ein paar formale Anforderungen erfüllt sein:
- deutsche Staatsangehörigkeit
- Alter unter 50 Jahre
- Fachhochschulreife oder Abitur (abgeschlossenes Bachelor- oder Diplomstudium in einem passenden Fach für einen Direkteinstieg)
- Bereitschaft zu bundesweiten Versetzungen und berufsbezogenen Auslandseinsätzen
Für die Spezialdienste ist ein einschlägiges Studium unbedingt notwendig. Führerschein Klasse B brauchst du für den feuerwehrtechnischen Dienst.
Die Bewerbung und das Auswahlverfahren
Für deine Bewerbung rufst du das Bewerbungsportal der Bundeswehr auf. Dort findest du die aktuellen Stellenanzeigen für den gehobenen Dienst und kannst dich gleich online bewerben. Zuständig für das Auswahlverfahren ist das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Dort wird auch der Einstellungstest durchgeführt.
Das Auswahlverfahren ist mehrstufig aufgebaut:
- Bewerbung (Achte auf die Bewerbungsfrist, die du für den jeweiligen Einstellungstermin einhalten musst!)
- Prüfung der Bewerbungsunterlagen → Einladung zum Einstellungstest bei positiver Vorauswahl
- Einstellungstest mit
- schriftlicher Prüfung (Aufsatz, Computertest)
- mündlicher Prüfung (Gruppensituation, Interview)
- Sporttest für den feuerwehrtechnischen Dienst
- Zusage und Beginn der Laufbahnausbildung mit Studium oder des Vorbereitungsdienstes
Der Ablauf und die Inhalte des Einstellungstests für den gehobenen Dienst bei der Bundeswehr im Detail

Verschiedene Einzeltests überprüfen deine Eignung für eine Tätigkeit im gehobenen Dienst.
Je nachdem, wofür du dich bewirbst, unterscheidet sich der genaue Ablauf des Einstellungstests etwas. Grundsätzlich verteilt sich der Eignungstest aber auf zwei Prüfungstage. Den Anfang machen die schriftlichen Tests. Erreichst du dabei gute Leistungen, lädt dich die Bundeswehr einige Zeit später zu den mündlichen Abschnitten ein.
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Computerbasierter Test (CAT-Test)
CAT steht für Computer-Assistiertes Testen. Dahinter steckt ein computergestütztes Testverfahren mit mehreren Modulen, das vor allem deine fachliche Eignung prüft. Die Inhalte berücksichtigen den angestrebten Tätigkeitsbereich. Zu den gängigen Testfeldern gehören:
- Deutsch und Englisch
- Mathematik
- Allgemeinwissen
- technisches Verständnis
- logisches, visuelles und räumliches Denken
- Konzentration und Merkfähigkeit
Alle Aufgaben sind Auswahlfragen mit mehreren Lösungsvorschlägen, aus denen du die richtige Antwort auswählst. Dabei passt sich der Schwierigkeitsgrad an deine Fähigkeiten an: Richtige Antworten führen zu schwereren Aufgaben, falsche zu leichteren. Dieses adaptive Verfahren ermöglicht ein präzises Leistungsprofil.
Ein weiteres Testmodul ist das Fragebogenverfahren mit psychologischen Fragen, bei dem du verschiedene Aussagen für dich einordnest (z. B. „Nicht alle Aufgaben eignen sich für Teamarbeit.“). Hier zählt vor allem Ehrlichkeit, damit ein rundes Gesamtbild entsteht.
Aufsatz
Ein fester Baustein im Auswahlverfahren ist der Aufsatz. Aus meist drei Aufgabenstellungen wählst du ein Thema aus und und erstellst handschriftlich und ohne weitere Hilfsmittel deinen Text. Die Bewertung des Aufsatzes berücksichtigt:
- klare Struktur
- schlüssige und nachvollziehbare Argumentation
- ordentliche und aufmerksame Arbeitsweise
- Ausdrucksvermögen und sicherer Umgang mit Rechtschreibung und Grammatik
- Allgemeinwissen
Gruppensituation
Zu den mündlichen Tests gehört die Gruppensituation. Hier löst du gemeinsam mit anderen Bewerber/-innen Aufgaben, zum Beispiel indem ihr eine Problemlösung erarbeitet oder über ein Thema diskutiert.
Für die Bewertung zählen Dinge wie:
- Verhalten und Auftreten im Team
- Zusammenarbeit
- Kompromissbereitschaft und Durchsetzungsvermögen
- Kommunikation und Entscheidungsfreude
- Führungspotenzial
Anschließend hältst du noch einen kurzen Vortrag (5 bis 10 Minuten) zu einem vorgegebenen Thema.
Interview
Für alle Bewerber/-innen obligatorisch ist das Bewerbungsgespräch. Es zielt darauf ab, dich näher kennenzulernen und deine persönliche Eignung einzuschätzen. Inhaltlich geht es um die klassischen Themen in einem Vorstellungsgespräch:
- Werdegang und berufliche Ziele
- Motivation für eine Laufbahn im gehobenen Dienst bei der Bundeswehr
- Eigenschaften, Stärken, Schwächen und Interessen
- Auslandseinsätze und andere kritische Themen
Wichtig ist, dass du authentisch bleibst und dich offen auf das Gespräch einlässt. Glaubwürdigkeit zählt mehr als vermeintlich perfekte Antworten.
Sporttest (nur Feuerwehr)
Möchtest du in den feuerwehrtechnischen Dienst einsteigen, nimmst du an einem Sporttest teil. Der Basis-Fitness-Test (BFT) prüft deine körperliche Eignung und besteht aus drei Disziplinen:
11 x 10 Meter Sprinttest → Durchgang in unter 60 Sekunden
Klimmhang-Test → Haltedauer mindestens 5 Sekunden
3.000 Meter Fahrrad-Ergometer-Test → Distanz in maximal 6:30 Minuten
Du hast bestanden, wenn du in allen drei Übungen die Mindestvorgaben schaffst. Je besser du bist, desto mehr Punkte bekommst du.
Deine Vorbereitung auf den Eignungstest
Viele Bewerber/-innen scheitern nicht, weil sie ungeeignet sind, sondern weil sie den Test unterschätzen oder mit falschen Vorstellungen antreten. Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- fehlende Übung der Aufgabenformate
- schlechtes Zeitmanagement
- Nervosität und Hektik durch Probleme bei der Fokussierung
- unrealistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
- unklare Motivation
Eine systematische Vorbereitung hilft, solche Fehler zu vermeiden. Dabei heißt sich systematisch vorzubereiten nicht, dass du wochenlang irgendwelche Inhalte auswendig lernen musst. Entscheidend ist ein strukturiertes Training:
- Lernplan aufstellen und in den Alltag integrieren → regelmäßige, kurze Lerneinheiten sind effektiver als wenige lange Sitzungen
- mit Aufgaben üben, wie sie im Test vorkommen
- ganze Testmodule unter Zeitdruck bearbeiten → Testsituation möglichst realitätsnah simulieren
- Schulwissen in Deutsch, Mathematik und berufsrelevanten Fächern auffrischen
- eigene Motivation und Selbstbild reflektieren
Fazit
Der Einstellungstest für den gehobenen Dienst bei der Bundeswehr ist anspruchsvoll, mit einer soliden Vorbereitung aber gut machbar. Er fragt nicht reines Schulwissen ab, sondern prüft dein Potenzial für die Beamtenlaufbahn.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Was zählt ist, dass du fokussiert bist, sauber arbeitest und glaubwürdig aufzeigst, was du zu bieten hast. Wenn du rechtzeitig mit einer gezielten Vorbereitung beginnst, gehst du mit mehr Sicherheit und Selbstvertrauen in die Prüfung – und erhöhst so deine Erfolgschancen deutlich.
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