Bundeswehr Einstellungstest Ergometer: Was Dich dabei erwartet

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zu Bundeswehr Einstellungstest Ergometer

Als Bewerber radelst Du beim Sporttest auf dem Fahrrad-Ergometer.

Wenn Du am Auswahlverfahren der Bundeswehr teilnimmst, steht im Verlauf der Prüfung auch ein Sporttest auf dem Programm. Bei dem Sporttest handelt es sich um den Basis Fitness Test der Personalgewinnung. Und er umfasst drei Disziplinen. Nämlich einen Sprinttest und den sogenannten Klimmhang-Test. Als dritte Übung kommt der Fahrrad-Ergometer-Test dazu. Er ist die Ausdauer-Disziplin bei der sportlichen Prüfung. Doch worum geht es auf dem Ergometer? Und welche Leistungen sind gefordert? Das erklären wir Dir in diesem Beitrag!

Online Eignungsauswahltest der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr hast Du viele verschiedene Möglichkeiten. So kannst Du eine Ausbildung machen, studieren oder als ausgebildete Fachkraft einsteigen. Und du kannst zwischen einer militärischen Laufbahn und dem zivilen Bereich wählen. Vielleicht möchtest Du die Bundeswehr aber erst einmal nur unverbindlich und für einen begrenzten Zeitraum kennenlernen. Dann kannst Du freiwillig Wehrdienst leisten.

Doch bevor es losgehen kann, musst Du eine große Hürde nehmen: den Einstellungstest. In einem umfangreichen Auswahlverfahren prüft die Bundeswehr nämlich, ob Du charakterlich, körperlich und vom Köpfchen her für den Dienst bei den Streitkräften geeignet bist. Dazu wirst Du – wenn Deine Bewerbung überzeugt hat – zum Eignungstest eingeladen. Verteilt auf zwei, manchmal auch drei Tage durchläufst Du dabei mehrere Abschnitte. So nimmst Du zum Beispiel an einem Computertest teil. Auch ein Vorstellungsgespräch und eine ärztliche Untersuchung gehören dazu. Je nach Laufbahn folgen dann noch weitere Tests.

Deine sportliche Leistungsfähigkeit und Deine Fitness wiederum sind beim Sporttest gefragt. Und eine Übung, die Dich als Bewerber dabei erwartet, ist der 3.000-Meter-Test auf dem Fahrradergometer.

Der Sporttest für Bewerber

Eine sportliche Prüfung gehörte schon immer zum Bundeswehr Einstellungstest dazu. Denn Soldatinnen und Soldaten müssen einfach körperlich fit sein. Deshalb steht Sport während der Dienstzeit regelmäßig auf dem Programm. Und während Deiner Dienstzeit wirst Du immer wieder auch den Sporttest absolvieren. Doch zurück zum Auswahlverfahren. Hier mussten sich Bewerber früher im sogenannten Physical Fitness Test beweisen. Diese Prüfung, die kurz PFT hieß, bestand aus fünf Disziplinen:

  • Pendellauf
  • Sit-ups
  • Standweitsprung
  • Liegestütze
  • Cooper-Test

2010 führte die Bundeswehr dann einen neuen Sporttest ein. Er heißt Basis Fitness Test. Zunächst war er aber nur für aktive Soldaten vorgesehen. Bewerber absolvierten weiterhin den PFT. Der Wechsel erfolgte 2014. Damals nahmen die Karrierecenter den Basis-Fitness-Test ins Auswahlverfahren auf. Bewerber für die Laufbahn der Mannschaften, angehende Unteroffiziere und künftige Feldwebel legten somit ab jetzt den BFT ab. Ein paar Monate später stellte auch das Assessment Center für Führungskräfte in Köln seinen Bundeswehr Eignungstest um. Bewerber für die Laufbahn der Offiziere hatten nun ebenfalls den BFT vor sich. Seitdem ist der Basis Fitness Test der Standard-Sporttest der Bundeswehr. Er wird in den letzten Jahren flächendeckend eingesetzt – für Bewerber und Soldaten.

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Die Disziplinen vom Bundeswehr Sporttest

Im Unterschied zum Physical Fitness Test umfasst der Basis Fitness Test keine fünf, sondern nur noch drei Stationen.

Den Anfang macht dabei ein Sprinttest.

Hier startest Du aus der Bauchlage von einer Matte und sprintest zu einer Pylone, die zehn Meter entfernt steht. Um die Pylone läufst Du herum, rennst zurück zur Matte und legst Dich dort erneut auf den Bauch. Nachdem Du Deine Hände auf dem Rücken zusammengeklatscht hast, beginnst Du die nächste Runde. Das Ganze wiederholst Du insgesamt fünf Mal.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Nach dem sechsten Aufstehen sprintest Du ein letztes Mal bis zur Pylone. Damit bist Du fünfeinhalb Runden und eine Strecke von insgesamt 110 Metern gesprintet. Jeweils mit dem Ablegen auf dem Bauch dazwischen. Und Deinen Durchgang musst Du in unter einer Minute schaffen, um die Station zu bestehen.

Als nächstes kommt der Klimmhang-Test.

An einer Reckstange nimmst Du hier die Endposition von einem klassischen Klimmhang ein und versuchst, diese Position so lange wie möglich zu halten. Deine Zeit läuft solange, wie sich Dein Kinn oberhalb der Reckstange befindet. Als Anforderung gilt, dass Du mindestens fünf Sekunden durchhalten musst. Sonst hast Du die Übung nicht bestanden. Aber natürlich ist Deine Wertung umso besser, je länger Du die Position hältst.

Zusatzübung bei der Feuerwehr

Bewirbst Du Dich bei der Bundeswehr-Feuerwehr, kommt eine vierte Übung dazu. Bei dieser Übung musst Du über einen Schwebebalken gehen, auf dem Balken drehen, in der Mitte drei Schritte rückwärts laufen und gerade vom Balken herunter springen. Und das Ganze in höchstens 31 Sekunden.

Die Schwebebalken-Übung machen aber wirklich nur Bewerber, die zur Feuerwehr möchten. Für alle anderen bleibt es beim Sprinttest und beim Klimmhang. Die dritte Übung ist dann noch der Fahrrad-Ergometer-Test. Und den schauen wir uns jetzt genauer an.

Der 3.000-Meter-Fahrrad-Ergometer-Test

Beim früheren Physical Fitness Test war der Cooper-Test die Ausdauer-Disziplin. Der Cooper-Test ist auch als 12-Minuten-Lauf bekannt. Denn bei diesem Lauf gilt es, zwölf Minuten lang durchzulaufen und innerhalb dieser zwölf Minuten eine bestimmte Strecke zurückzulegen. Gefordert waren mindestens 1.476 Meter bei Frauen und 1.901 Meter bei Männern.

Beim aktuellen Sporttest für Bewerber prüft die Bundeswehr die Kondition durch den Fahrradergometer-Test. Du sitzt dafür auf einem Ergometer und radelst – ähnlich wie auf einem Fahrrad – eine Strecke von drei Kilometern. Und das möglichst schnell. Insgesamt darfst Du für die Distanz höchstens 6:30 Minuten brauchen. Bist Du schneller, bekommst Du natürlich mehr Punkte.

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Der Ablauf vom Ergometer-Test

Der Fahrrad-Ergometer-Test – oder kurz FET – gliedert sich in drei Phasen. Für Dich und Dein Testergebnis ist die mittlere Phase entscheidend. Denn in der Phase erfolgt die Messung. Aber der Reihe nach!

Das Aufwärmen

Den Anfang vom FET macht eine Aufwärmphase. Sie dauert eine Minute lang. Während der Aufwärmphase radelst Du bei 70 Watt. Ist die Aufwärm-Minute abgelaufen, beginnt der eigentliche Test. Dann startet auch die Messung. Du bemerkst das daran, dass sich die Wattzahl erhöht.

Der eigentliche Test

Voreingestellt ist ein Widerstand von 130 Watt. Bleibst Du dabei und trittst mit gut 80 bis 90 Umdrehungen pro Minute in die Pedale, kommst Du rechtzeitig ins Ziel. Du kannst die Wattzahl aber auch anders einstellen. Belässt Du es bei gut 80 Umdrehungen und wählst gleichzeitig eine höhere Wattzahl, schaffst Du die Strecke schneller. Denn Du legst dann mit jeder Umdrehung mehr Meter zurück. Allerdings wird das Radeln durch den höheren Widerstand auch entsprechend anstrengender. Genauso kannst Du natürlich auch bei den 130 Watt bleiben und schneller in die Pedale treten. Auch dann brauchst Du kürzer für die Distanz.

Stellst Du die Wattzahl hingegen kleiner ein, musst Du die Anzahl Deiner Umdrehungen deutlich erhöhen. Denn durch die kleinere Leistung ist auch die Strecke, die Du pro Umdrehung machst, kleiner. Du musst also sehr viel schneller in die Pedale treten. Sonst schaffst Du es in der vorgegebenen Zeit nicht ins Ziel.

Was die Einstellungen angeht, hast Du freie Hand. Du kannst die Leistung so einstellen, wie Du das möchtest. Und Du kannst die Wattzahl auch jederzeit wieder verändern. Es gibt nur eine Bedingung: Langsamer als 30 Umdrehungen pro Minute darfst Du nicht werden.

Das Abkühlen

Sobald Du die drei Kilometer geschafft hast, endet die Messung. Du steigst aber nicht gleich vom Sportgerät. Stattdessen radelst Du noch eine weitere Minute weiter. Jetzt aber ganz locker. Denn die Extra-Minute ist als Abkühlphase gedacht und soll verhindern, dass es zu Kreislaufproblemen kommt. Das Prinzip ist also das Gleiche wie bei einem lockeren Auslaufen nach einer Laufdisziplin.

Dein Ziel beim Ergometer-Test

Der FET prüft einerseits Deine Ausdauer und andererseits Deine Schnelligkeit. Dein Ziel ist, die drei Kilometer so schnell wie möglich zurückzulegen. Je schneller Du die Strecke bewältigst, desto besser ist Dein Ergebnis. Länger als sechseinhalb Minuten darfst Du aber auf keinen Fall brauchen. Denn wenn Du diese Mindestanforderung nicht schaffst, bist Du beim Ergometer-Test durchgefallen.

Die Bewertung vom Fahrradergometer-Test

Zunächst einmal musst Du die drei Kilometer in höchstens 6:30 Minuten schaffen. Diese Vorgabe ist als Mindestanforderung festgelegt, um den Ergometertest zu bestehen. Und sie gilt für alle Bewerber. Das Geschlecht und das Alter spielen dabei keine Rolle.

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Brauchst Du länger als sechseinhalb Minuten oder brichst Du die Übung ab, bevor Du die drei Kilometer geradelt bist, hast Du den Test auf dem Fahrrad-Ergometer nicht bestanden. Dadurch bist Du gleichzeitig durch den kompletten Sporttest gefallen. Schaffst Du die Strecke in der vorgegebenen Zeit, wird Deine Leistung erst in Punkte übertragen und dann in eine Note umgerechnet.

Basispunkte, Zuschläge und Disziplinpunkte

Dein Testergebnis wird zuerst in die sogenannten Basispunkte übertragen. Für die Mindestleistung, also wenn Du die drei Kilometer in 6:30 Minuten schaffst, bekommst Du 100 Basispunkte. Bist Du schneller, steigt die Punktzahl natürlich entsprechend.

Das Testverfahren sieht vor, dass die Bedingungen für alle Teilnehmer gleich sein sollen. Allerdings ergeben sich sowohl durch das Alter als auch durch das Geschlecht Unterschiede. So nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit ungefähr ab dem 36. Lebensjahr ab. Um diesen altersbedingten Unterschied auszugleichen, erhalten Teilnehmer ab dem 36. Lebensjahr einen sogenannten Alterszuschlag. Er wird mit 0,5 Prozent pro Lebensjahr eingerechnet.

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Der Körperbau von Frauen und Männern ist ebenfalls nicht gleich. Durch die Anatomie haben Männer beispielsweise oft mehr Kraft als Frauen. Jedenfalls werden Leistungsunterschiede, die sich durch die Biologie ergeben, durch den sogenannten Geschlechtszuschlag ausgeglichen. Bei weiblichen Testpersonen fließt deshalb ein Zuschlag von 15 Prozent in die Leistung ein.

Im zweiten Schritt rechnet die Bundeswehr die Basispunkte und die eventuellen Zuschläge zusammen. Die Punktzahl, die dabei herauskommt, ergibt die Disziplinpunkte. Die Disziplinpunkte sind somit die Punkte, die Du für den Ergometer-Test bekommst. Die Formeln dazu lauten:

  • Alterszuschlag = Basispunkte x (Alter – 35 Jahre) x 0,005
  • Geschlechtszuschlag = Basispunkte x 0,15
  • Disziplinpunkte = Basispunkte + ggf. Alterszuschlag + ggf. Geschlechtszuschlag

Das Endergebnis

Für die beiden anderen Stationen vom Sporttest ermittelt die Bundeswehr Deine Disziplinpunkte nach dem gleichen Prinzip. Wobei die Rechenformeln ein bisschen anders sind. Jedenfalls werden Deine Disziplinpunkte dann zusammengezählt und das Ergebnis durch 3 geteilt. Diese Punktzahl wird anschließend in eine Schulnote übertragen. Hier reicht die Skala von einer 1 bei sehr guten Leistungen bis zu einer 4 bei ausreichenden Leistungen. Gleichzeitig sind Deine Endpunktzahl und die Schulnote das Endergebnis, das Du bei der Sportprüfung erzielt hast.

Ein Wort zum 1.000-Meter-Lauf

Wenn Du Dich auf den Einstellungstest der Bundeswehr vorbereitest und Dich speziell über den Sporttest informierst, wird Dir auffallen, dass als dritte Disziplin nicht der Fahrrad-Ergometer-Test, sondern stattdessen ein 1.000-Meter-Lauf genannt wird. Dass das so ist, hat durchaus seinen Grund. Genau genommen gibt es sogar zwei Gründe.

Der erste Grund ist, dass der Fahrrad-Ergometer-Test nur beim Sporttest für Bewerber auf dem Programm steht. In dieser Form absolvierst Du den Basis Fitness Test also nur ein einziges Mal. Den BFT wirst Du zwar immer wieder ablegen. Nämlich als Eingangstest zu Beginn Deiner Grundausbildung, als Ausgangstest am ihrem Ende und während Deiner Dienstzeit einmal pro Jahr. Doch dann steht für Dich als Ausdauerdisziplin ein Lauf über einen Kilometer an.

Der zweite Grund ist, dass der 1.000-Meter-Lauf anfangs auch für Bewerber vorgesehen war. Doch nachdem der BFT die Erprobungsphase abgeschlossen und sich als neuer Sporttest bewährt hatte, wurde der Lauf durch den Test auf dem Fahrradergometer ersetzt.

Wenn Du also etwas davon liest, dass Du beim Eignungstest einen Lauf über einen Kilometer machen musst, dann hast Du entweder Informationen über den Basis Fitness Test für aktive Soldaten vor Dir. Oder aber Du liest einen Beitrag aus der Zeit, als der BFT noch erprobt wurde. Beides stimmt für Dich als Bewerber so aber nicht.

Warum der Austausch?

Dass der 3.000-Meter-Fahrradergometer-Test den 1.000-Meter-Lauf ersetzt, begründet sich zum einen darin, dass die Testbedingungen für alle Testpersonen gleich sein müssen. Für den Lauf wiederum ist eine 400-Meter-Bahn optimal. Allerdings verfügen nicht alle Karrierecenter über eine Stadionlaufbahn. Die Folge davon wäre, dass einige Bewerber draußen auf einer echten Bahn laufen, während andere Testteilnehmer ihre Runden in der Turnhalle drehen müssten. Damit wären die Bedingungen aber nicht mehr identisch.

Der andere – und wichtigere – Grund ist, dass der Fahrrad-Ergometer-Test computergestützt abläuft. Alle Ergometer sind an einen Computer angeschlossen, der die Daten aufzeichnet und auswertet. Messfehler sind damit äußerst unwahrscheinlich. Gleichzeitig liegen Ergebnisse vor, die transparent, wissenschaftlich korrekt und nachweisbar sind. Für Dich heißt das, dass Dein Ergebnis genauer ermittelt und absolut objektiv ausgewertet wird.

Der Fahrrad-Ergometer-Test ist kein Belastungs-EKG!

Das Ergometer ist nicht nur ein Sportgerät, das Du zum Beispiel im Fitnessstudio findest. Vielmehr kann Dir ein Fahrrad-Ergometer auch in einer Arztpraxis begegnen. Denn wenn im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung ein Belastungs-EKG durchgeführt wird, findet das meist auf einem Ergometer statt.

Ein Ergometer-Test bei einer medizinischen Untersuchung verfolgt aber ein anderes Ziel. Er dient nämlich als Test für die körperliche Leistungsfähigkeit. Ganz konkret geht es darum, wie fit und leistungsfähig das Herz-Kreislauf-System ist. Denn durch die Belastung steigen der Puls und der Blutdruck. Und wenn diese Anstiege mit der Wattzahl abgeglichen werden, kann der Arzt gut bestimmen, wie es mit der Leistungsfähigkeit und körperlichen Fitness aussieht. Manchmal wird in diesem Zuge auch gemessen, wie gut die Sauerstoffsättigung in der Atemluft ist.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Einstellungstest Sit-ups: Das perfekte Training

Der Bundeswehr Einstellungstest Ergometer Test im Rahmen der Sport-Prüfung verfolgt aber ein anderes Ziel. Er misst nicht, wie sich Dein Puls und Dein Blutdruck verhalten. Stattdessen zählt hier tatsächlich Deine Kondition. Durch das Strampeln auf dem Fahrrad-Ergometer will die Bundeswehr also wissen, ob Du drei Kilometer zurücklegen kannst – und wie lange Du für die Strecke brauchst.

Deine Vorbereitung auf den Ergometer-Test

Grundsätzlich ist der Basis Fitness Test gut machbar. Selbst wenn Du nicht ganz so gut trainiert bist, sollten die Anforderungen zu schaffen sein. Packst Du den Test nur gerade so, wirst Du aber spätestens mit Beginn der Grundausbildung eine Schippe drauflegen müssen. Denn Soldaten müssen körperlich fit sein. Sport ist deshalb ein großes Thema bei der Bundeswehr. Davon abgesehen, gibt es effektive Methoden, wie Du gezielt für den Fahrrad-Ergometer-Test trainieren kannst. Hier ein paar Tipps:

1. Konditions- und Intervalltraining auf einem Fahrrad-Ergometer

Optimal ist natürlich, wenn Du auf einem Ergometer trainieren kannst. Denn so kannst Du Dich ganz gezielt auf den Bundeswehr Sporttest vorbereiten. Und dabei solltest Du zwischen Ausdauereinheiten und einem Belastungstraining abwechseln.

Als Ausdauertraining hat es sich bewährt, wenn Du etwa 45 Minuten lang bei lockerem Tempo und mäßigem Widerstand in die Pedale trittst. Je nachdem, wie fit Du schon bist, kannst Du die Leistung auf 50 oder 75 Watt einstellen. Und dann radelst Du eben eine Dreiviertelstunde lang vor Dich hin. Bei diesen Trainingseinheiten geht es in erster Linie darum, Deine Kondition aufzubauen und zu verbessern. Ähnlich, wie wenn Du mehrmals pro Woche joggen gehen würdest. Deshalb kannst Du die Ausdauereinheiten ruhig so belassen. Du musst also nicht unbedingt die Länge oder die Belastung erhöhen.

Um Deine Leistungsfähigkeit zu verbessern, solltest Du Deine Ausdauereinheiten um ein Intervalltraining ergänzen. Beim Intervalltraining erhöhst Du die Belastung für drei bis fünf Minuten deutlich. Danach legst Du eine zweiminütige Erholungsphase ein, bei der Du die Belastung wieder spürbar senkst. Und diese Abfolge wiederholst Du fünfmal hintereinander.

Das Intervalltraining basiert auf folgender Idee: Durch den Wechsel zwischen Belastung und Entlastung kann sich Dein Körper kurzzeitig erholen. Gleichzeitig ist er dazu gezwungen, sich auf die Tempowechsel einzustellen. Weil das anstrengend ist, tritt ein Sauerstoffmangel ein, der zu einer Stresssituation führt. Der Körper reagiert darauf, indem er den Stoffwechsel optimiert. Das Ergebnis ist, dass die Leistungsfähigkeit immer besser wird.

Ein Intervalltraining macht aber nur dann Sinn, wenn Deine Kondition schon recht gut ist. Fange also erst mit den Intervallen an, wenn Du Dir eine solide Ausdauer antrainiert hast. Doch dann kannst Du die Anzahl der Intervalle im weiteren Trainingsverlauf stetig erhöhen. Nebenbei lernst Du so übrigens auch, Dir Deine Kraftreserven richtig einzuteilen.

2. Laufen als Alternative

Aber natürlich musst Du Dich für Deine Vorbereitung nicht extra in einem Fitnessstudio einschreiben oder Dir einen Heimtrainer besorgen. Ein regelmäßiges Lauftraining ist genauso effektiv, um Deine Ausdauer auf Vordermann zu bringen. Am besten suchst Du Dir dafür eine Laufstrecke von rund drei Kilometern. Und diese Strecke läufst Du dann regelmäßig. Wichtig ist nur, dass Du die ganze Distanz über in Bewegung bleibst. Wenn Du zwischendurch nicht mehr kannst, dann gehe zügig weiter. Sobald Du Dich ein bisschen erholt hast, setzt Du Deinen Lauf im Joggen fort.

Auch Deine Laufeinheiten kannst Du um ein Intervalltraining erweitern. Dazu suchst Du Dir eine Sprintdistanz aus. Das können zum Beispiel zehn oder 25 Meter sein. Nach einem Sprint gehst Du zwei Minuten lang zügig und startest dann aus dem Gehen heraus den nächsten Sprint. Und das Ganze machst Du fünfmal. Später kannst Du die Belastung steigern, indem Du mehr Sprints läufst oder kürzere Geh-Pausen machst.

3. Schwimmen, Seilspringen und Fahrrad fahren

Damit Dein Training nicht zu eintönig wird, kannst Du schwimmen gehen. Beim Schwimmen sind viele verschiedene Muskelgruppen gefragt. Und Du verbesserst nicht nur Deine Kondition, sondern arbeitest auch an Deiner Atemtechnik. Außerdem übst Du gleich für später. Denn im Dienst wirst Du auch immer mal wieder ein Schwimmtraining absolvieren.

Mit Blick auf die Kondition ist auch Seilspringen sehr effektiv. Nebenbei trainierst Du so gleich Deine Geschicklichkeit. Das wird Dir beim Sprinttest, der ja ebenfalls zum Sporttest gehört, zugutekommen.

Und nicht zuletzt solltest Du Fahrrad fahren. Denn die Bewegungsabläufe auf dem Fahrrad sind im Prinzip die gleichen wie auf dem Ergometer. Und wenn Du in verschiedene Gänge schaltest, kannst Du nachahmen, wie sich der Pedalwiderstand verändert, wenn Du am Ergometer die Wattzahl veränderst.

Ein Hinweis noch

Damit Du Deine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr starten kannst, musst Du den Einstellungstest bestehen. Und das gilt für alle einzelnen Tests, die das Auswahlverfahren beinhaltet. Schaffst Du einen Test nicht, bist Du automatisch bei der gesamten Aufnahmeprüfung durchgefallen.

Beim Sporttest gibt es aber eine Ausnahme: Wenn Du nur die sportliche Leistungsprüfung nicht bestehst, kannst Du diesen Teil einmal wiederholen. Diese zweite Chance musst Du innerhalb von sechs Monaten nutzen.

Klappt es im zweiten Anlauf, hast Du den Einstellungstest doch noch bestanden. Diese Regelung gilt aber wirklich nur für den Sporttest. Und nur dann, wenn Du die anderen Abschnitte vom Einstellungstest erfolgreich gemeistert hast.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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