
Gewusst wie, sind Matrizen gar nicht so schwer zu lösen.
Muster erkennen, schlussfolgern, logisch weiterdenken und die Regeln anwenden: Solche Fähigkeiten sind im Einstellungstest gefragt. Dazu begegnet dir im CAT-Test mit den Matrizen ein echter Klassiker des logischen Denkens. Wenn du diesen Aufgabentyp verstehst und richtig übst, kannst du beim Eignungstest wertvolle Punkte sammeln.
Der Matrizen Einstellungstest der Bundeswehr
Logisches Denken ist in jedem Beruf wichtig. Deshalb sind Logiktests ein fester Bestandteil von Auswahlverfahren – und auch im Einstellungstest der Bundeswehr ist das nicht anders. Eine Aufgabenart, die dabei besonders oft vorkommt, sind Matrizen.
Aber was hat es mit diesem Aufgabentyp auf sich? Wie sehen Matrizen im Einstellungstest der Bundeswehr aus? Und vor allem: Wie kannst du solche Testfragen sicher und schnell beantworten? Das erfährst du jetzt!
Warum es bei der Bundeswehr einen Einstellungstest gibt
Die Bundeswehr bietet eine große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten – von Ausbildung oder Studium bis hin zum Direkteinstieg in den Job. Außerdem kannst du wählen zwischen:
- einer militärischen Laufbahn als Mannschaftssoldat/-in, Fachunteroffizier, Feldwebel oder Offizier,
- einer zivilen Karriere als Angestellte/r oder Beamter/Beamtin
- oder dem freiwilligen Wehrdienst, wenn du dich nicht gleich festlegen willst.
Verschiedenste Berufsbilder, eine faire Bezahlung und sichere Perspektiven mit guten Aufstiegschancen machen die Bundeswehr zu einem attraktiven Arbeitgeber.
Wer tatsächlich geeignet ist, zeigt sich spätestens im Einstellungstest. Um ein umfassendes Bild zu gewinnen, setzt sich der anspruchsvolle Eignungstest aus mehreren Bausteinen zusammen:
- Sporttest
- ärztliche Untersuchung
- psychologisches Interview
- teils Assessment-Center mit Gruppenaufgaben und Kurzvortrag
- computergestützte Tests (CAT-Test)
Und im CAT-Test begegnen dir auch die Matrizen.
Der CAT-Test der Bundeswehr im Überblick
Für einige Verwendungen schreibst du im Auswahlverfahren einen Aufsatz. Das Herzstück des schriftlichen Testteils ist aber immer der CAT-Test.
CAT steht für Computer-Assistierte Testung und bezeichnet ein Testverfahren am Computer. Die genauen Inhalte sind zwar auf die Laufbahn und Verwendung abgestimmt. Zu den gängigen Testbereichen gehören aber:
- Deutsch (Rechtschreibung, Grammatik und Wortschatz) und teils Englisch
- Mathematik
- Wissen (Allgemeinwissen, Fachwissen und Grundwissen zur Bundeswehr)
- Intelligenz
- Konzentration und Reaktion
- Persönlichkeit (Aussagen zu Eigenschaften und Ansichten)
Alle Fragen sind Multiple-Choice mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, offene Fragen kommen nicht vor. Dabei arbeitet der Test adaptiv: Richtige Lösungen führen zu schwereren Aufgaben, auf falsche Antworten folgen leichtere Fragen. Durch die Anpassung des Schwierigkeitsgrads kann das Testverfahren dein Leistungsniveau zuverlässig messen.
Matrizen im Einstellungstest der Bundeswehr
Der Matrizentest gehört zum Intelligenztest. Dieser überprüft in erster Linie:
- logisches Denken
- abstraktes und visuelles Denkvermögen
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Fähigkeit, Lösungen für unbekannte Probleme zu entwickeln
Dazu können verschiedene Aufgaben vorkommen, etwa Zahlen- und Buchstabenreihen, gedrehte und gespiegelte Symbole, Faltvorlagen, Würfel und Dominosteine – und eben Matrizen.
Der Ursprung der Matrizen
Die Matrizen im Eignungstest sind sogenannte Progressive Matrizen. Sie werden auch Ravens Matrizen genannt, weil der britische Psychologe John C. Raven sie in den 1930er-Jahren entwickelt hat.
Der Matrizentest ist:
- ein sprachfreier Intelligenztest
- unabhängig von Schulbildung und Fachwissen
- rein auf die kognitive Leistung ausgelegt
Schon im Zweiten Weltkrieg setzte die britische Armee Matrizen ein, um die geistige Leistungsfähigkeit von Wehrpflichtigen objektiv zu bewerten – und das ganz unabhängig davon, ob der jeweilige Rekrut lesen und schreiben konnte.
Infobox zu Matrizen
Der Begriff Matrix hat seine Wurzeln in der Mathematik und beschreibt dort die Anordnung von Elementen in einem Rechteck.
Im Einstellungstest gilt für Matrizen:
- Sie bestehen meist aus 3 × 3, seltener 4 × 4 Feldern.
- In jedem Feld stehen Zahlen, Buchstaben, Symbole oder Figuren.
- Es gibt ein leeres Feld, das du logisch ergänzen musst.
- Die ganze Matrix basiert auf einer Regel und ist dadurch in sich logisch aufgebaut.
Die Matrizen-Aufgaben im CAT-Test
Im Einstellungstest der Bundeswehr triffst du vor allem auf drei Varianten von Matrizen:
1. Figurenmatrizen
Am häufigsten kommen Matrizen mit Figuren oder Symbolen vor:
- Du siehst eine Matrix mit 9 Fehlern.
- 8 Felder enthalten Figuren, eines ein Fragezeichen.
- Neben oder unter der Matrix stehen mehrere Antwortmöglichkeiten.
Deine Aufgabe: Du musst die Regel erkennen, nach der die Matrix aufgebaut ist. Anschließend wählst du das Symbol, das in das leere Feld gehört.
2. Zahlen- und Buchstabenmatrizen
Bei dieser Variante sind die Felder nicht mit Figuren oder Symbolen, sondern mit Zahlen oder Buchstaben gefüllt. Ansonsten bleibt das Prinzip gleich: Du analysierst die Reihen und Spalten, erkennst die Regel und ergänzt das leere Feld.
Manchmal ist zusätzlich ein Pfeil abgebildet. Er zeigt die Richtung an, in der du die Matrix betrachten sollst.
3. Symbolreihen
Eine Abwandlung der klassischen Matrizen sind Figurenreihen:
- Die Symbole stehen nebeneinander in einer Reihe.
- Ein Element fehlt.
- Du musst das fehlende Element aus den Antwortmöglichkeiten auswählen.
Die Aufgabenstellung ändert sich also nicht – nur das Layout ist anders.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Lösen von Matrizen im Einstellungstest
Dein Ziel ist immer, das Schema hinter einer Matrix zu erkennen und diese Regel anzuwenden, um das fehlende Element zu bestimmen. Dafür hat sich eine Vorgehensweise in drei Schritten bewährt:
Schritt 1: Gemeinsamkeiten suchen
Prüfe, ob es etwas gibt, was die Figuren miteinander verbindet:
- Stimmt die Anzahl der Elemente, aus denen die Figuren bestehen, überein?
- Gibt es ein Element, das in jeder Figur vorkommt?
- Bleibt etwas durchweg gleich (z. B. die Position, Form oder Farbe eines Elements)?
Schritt 2: Veränderungen prüfen
Analysiere, ob sich etwas verändert:
- Kommen bei den Figuren Elemente dazu oder fallen welche weg?
- Drehen sich die Figuren oder Teile davon?
- Wechseln einzelne Elemente ihre Farbe, Form oder Position?
Schritt 3: Reihen und Spalten getrennt betrachten
Findest du weder Gemeinsamkeiten noch Veränderungen, zerlegst du das Feld gedanklich. Schau dir
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- erst die waagerechten Reihen,
- danach die senkrechten Spalten
an.
Beispielaufgaben mit Matrizen wie im Einstellungstest der Bundeswehr
1.

Lösung: d
Erklärung: Betrachte die senkrechten Spalten. Legst du das obere Feld und das untere Feld einer Spalte übereinander, entsteht die Figur im mittleren Feld.
2.

Lösung: a
Erklärung: Schau dir die waagerechten Zeilen an. Im ersten Feld befinden sich die kleinen Quadrate nah an einer Kante, im zweiten Feld sind sie in die Mitte gerückt und im dritten Feld sind sie an die gegenüberliegende Kante gewandert.
3.

Lösung: h
Erklärung: Entscheidend sind die waagerechten Reihen und hier der Pfeil. Er dreht sich von Feld zu Feld jeweils um eine Vierteldrehung im Uhrzeigersinn. Die drei anderen Symbole verändern sich nicht.
4.

Lösung: c
Erklärung: In diesem Figurenfeld kommt es auf die waagerechten Reihen an. Das Symbol dreht sich jeweils um 90 Grad nach rechts – also im Uhrzeigersinn – weiter.
5.

Lösung: b
Erklärung: Entscheidend in diesem Zahlenfeld sind die senkrechten Spalten. Multiplizierst du eine Zahl mit 4, kommst du auf die Zahl im Feld darunter. Und 6 × 4 = 24.
6.

Lösung: a
Erklärung: Dieses Zahlenfeld ist so aufgebaut: Du addierst die beiden benachbarten Zahlen. Die Summe davon steht im Feld über der 2. Zahl der Rechnung. Am Ende der Reihe addierst du die letzte und die erste Zahl. Diese Summe ist die Ziffer im ersten Feld der Reihe darüber. Für die gesuchte Lösung rechnest du also 2 + 4 = 6.
7.

Lösung: b
Erklärung: Der Pfeil zeigt, dass du die Spalten von unten nach oben betrachten musst. Gehst du das Alphabet durch, erkennst du, dass immer drei Buchstaben übersprungen werden.
8.

Lösung: c
Erklärung: Durch den Pfeil weißt du, dass du erst von links nach rechts und in der nächsten Zeile von rechts nach links vorgehen musst. Das Prinzip vom Buchstabenfeld wiederum lautet so: Du gehst im Alphabet erst fünf Schritte vor und danach wieder drei Schritte zurück.
Typische Stolperfallen bei Matrizen-Aufgaben
Bei vielen Bewerber/-innen sind nicht Logik oder Intelligenz das Problem, sondern klassische Denkfehler. Wenn du weißt, wo die Fallen lauern, hast du einen großen Vorteil – denn du kannst sie umgehen.
Falle 1: Zu kompliziert denken
Gut möglich, dass du eine eher komplexe Regel oder gleich mehrere Regeln auf einmal vermutest. Aber bei Matrizen gilt grundsätzlich: Es gibt nur eine klare und logische Regel.
Versuche, nicht zu sehr um die Ecke zu denken. Wenn deine Erklärung sehr kompliziert ist, liegst du meistens falsch.
Falle 2: Von den Antwortmöglichkeiten ausgehen
Die Lösungsvorschläge sind oft so zusammengestellt, dass auf den ersten Blick alle stimmen könnten. Besser ist deshalb, wenn du so vorgehst:
- die Matrix analysieren
- überlegen, wie das leere Feld aussehen muss
- deine Lösung mit den Antwortmöglichkeiten abgleichen
Dadurch ist es viel einfacher, auf die richtige Lösung zu kommen.
Falle 3: Zu lange mit einer Aufgabe aufhalten
Generell hast du für Matrizen-Aufgaben wenig Zeit, oft sind es unter 60 Sekunden pro Aufgabe. Verbeißt du dich an einer Matrix, kostet dich das nicht nur wertvolle Sekunden. Stattdessen steigt auch dein Stresspegel – und am Ende geht gar nichts mehr, obwohl die Aufgaben lösbar wären.
Eine bewährte Strategie ist deshalb:
- Erkennst du nach maximal 30 Sekunden keine Regel → weiter mit der nächsten Aufgabe
- Lieber eine Aufgabe überspringen, als später viele nicht mehr zu schaffen
- Kurz wegschauen, durchatmen und neu ansetzen – das löst den Knoten im Kopf
Und: Du musst dir keine Sorgen machen: Beim CAT-Test wird die Gesamtleistung bewertet – nicht einzelne Aufgaben.
Falle 4: Details übersehen
Bei Figurenmatrizen sind es überwiegend kleine Unterschiede, die zur Lösung führen:
- Anzahl der Elemente einer Figur
- Positionen
- Farben
- Drehrichtungen
Schau also genau hin!
Falle 5: Rechenregeln falsch einschätzen
Achte bei Zahlenmatrizen auf die Ziffern:
- Werden die Zahlen kleiner oder größer?
- Sind es gerade oder ungerade Zahlen oder beides?
- Kannst du an den letzten Ziffern ablesen, ob die Zahlen zu einer Zahlenreihe gehören?
Kleine Abstände deuten auf Plus oder Minus hin, große Zahlensprünge auf Multiplikation oder Division. Prüfe erst einfache Rechenarten, bevor du zu kompliziert denkst!
Und: Schreibe dir bei Buchstabenmatrizen das ABC auf einen Zettel. So kannst du die Abstände zwischen den Buchstaben schnell und einfach ermitteln – ohne jedes Mal das ganze Alphabet aufsagen zu müssen.
Übungsmöglichkeiten für Matrizen
Matrizen kannst du sehr effektiv trainieren. Denn es geht dabei nicht um ein natürliches Talent, sondern um Denkstrategien und das Erkennen von Mustern. Bearbeitest du Übungsaufgaben, erkennst du immer schneller:
- typische Regeln
- gängige Muster
- häufige Fallen
Nebenbei gewöhnst du dich an das Arbeiten unter Zeitdruck – in der Prüfungssituation ist das ein echter Vorteil.
Fazit
Die Matrizen im Einstellungstest der Bundeswehr sind kein Hexenwerk. Aber sie erfordern:
- strukturiertes Vorgehen
- sorgfältige Analyse
- gutes Zeitmanagement
Wenn du dich mit der Aufgabenart vertraut gemacht hast und immer wieder übst, kannst du im CAT-Test gute Ergebnisse erzielen. Entscheidend beim Training ist aber, systematisch vorzugehen und mit solchen Matrizen zu üben, wie sie im Einstellungstest tatsächlich vorkommen.
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