Bundeswehr Einstellungstermine: Das sind Deine Glückstage

Aktualisiert am 24. September 2026 von Ömer Bekar

Kurz beantwortet

Für Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel veröffentlicht die Bundeswehr keine festen Einstellungstermine, bewerben kannst du dich das ganze Jahr. Beim Wehrdienst ist der Dienstantritt grundsätzlich zu jedem Monatsbeginn möglich. Offizieranwärter beginnen in der Regel im Juli, bei Luftwaffe und Marine gibt es zusätzliche Termine im August und Oktober (Stand 2021). Der Freiwillige Wehrdienst dauert seit 2026 sechs bis elf Monate.

Infos zu Bundeswehr Einstellungstermine

Es gibt auch bei der Bundeswehr Einstellungstermine und Bewerbungsfristen. Wir sagen Dir, welche.

Die Bundeswehr zählt zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Und mit mehr als 1.000 verschiedenen Berufen bietet sie eine Jobvielfalt wie kaum ein anderes Unternehmen. Ob Du eine militärische Laufbahn einschlagen, im zivilen Bereich arbeiten, Beamter werden oder als Azubi im öffentlichen Dienst einsteigen willst – die Chancen, dass Du einen Job ganz nach Deinen Wünschen findest, sind ziemlich groß.

Aber wie ist das eigentlich? Wann kann ich mich bewerben? Muss ich Bewerbungsfristen einhalten? Und zu welchen Terminen stellt die Bundeswehr überhaupt ein? Solche und ähnliche Fragen beantworten wir Dir in diesem Beitrag!

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Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft: Bei der Bundeswehr gibt es Berufsbilder in allen möglichen Tätigkeitsbereichen. Doch die Jobvielfalt ist nur ein Pluspunkt. Mindestens genauso spannend sind die vielen Möglichkeiten, Dich weiterzuentwickeln. Du kannst Dich stetig weiterbilden und eine echte Karriere machen – und das sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich.

Doch bei einem Großunternehmen wie der Bundeswehr ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren. Deshalb zeigen wir Dir in diesem Beitrag auf, welche Laufbahnen es gibt und welche Einstellungsvoraussetzungen jeweils gelten. Außerdem nennen wir Dir die Einstellungstermine und die Bewerbungsfristen.

Die militärischen Laufbahnen

Bei den Streitkräften gibt es vier verschiedene Laufbahnen. Welche Laufbahn für Dich die beste Wahl ist, hängt zum einen von Deinen beruflichen Zielen ab. Zum anderen spielt eine Rolle, welchen Bildungsabschluss Du mitbringst. Denn je nach Laufbahn musst Du einen bestimmten Schulabschluss haben. Andererseits hast Du bei der Bundeswehr nicht nur die Möglichkeit, innerhalb Deiner Laufbahn aufzusteigen. Vielmehr kannst Du während Deiner Dienstzeit auch in eine höhere Laufbahn wechseln – wenn Du mit guten Leistungen überzeugst.

Die Laufbahn der Mannschaften

Soldatinnen und Soldaten in der Laufbahn der Mannschaften sind in allen Bereichen der Streitkräfte vertreten. Klar, dass dadurch sehr viele verschiedene Tätigkeiten möglich sind. Die Mannschaftslaufbahn ist die niedrigste militärische Laufbahn. Deshalb übernimmst Du in dieser Laufbahn auch keine Führungsverantwortung. Dafür kannst Du nach einer vergleichsweise kurzen Ausbildung gleich an Deinem Arbeitsplatz durchstarten. Innerhalb der Laufbahn kannst Du bis zum Stabskorporal befördert werden.

Die Laufbahn der Unteroffiziere

Unteroffiziere des Fachdienstes – oder kurz Fachunteroffiziere – sind Spezialisten in ihrem Fachbereich. Als Fachunteroffizier übernimmst Du meist keine militärische Führungsverantwortung. Stattdessen bringst Du Dein Expertenwissen ein und stellst dadurch sicher, dass die Bundeswehr ihren Auftrag sachgerecht und professionell erfüllen kann. Deinen Dienst kannst Du in allen Bereichen der Streitkräfte leisten. Dabei hast Du einen Status, der mit einem Gesellen oder Facharbeiter in der zivilen Wirtschaft vergleichbar ist.

Bringst Du bei Deiner Einstellung schon eine abgeschlossene Berufsausbildung mit, kannst Du von Anfang an in einem höheren Dienstgrad beginnen. Wenn nicht, machst Du im Rahmen Deines Dienstes eine zivilberufliche Ausbildung. Du wirst also Soldat und lernst gleichzeitig einen Ausbildungsberuf.

Die Laufbahn der Feldwebel

Die Feldwebellaufbahn ist sehr breit aufgestellt. Denn hier hast Du die Wahl, ob es der Feldwebel des Truppendienstes, des Sanitätsdienstes, des Militärmusikdienstes, des Geoinformationsdienstes oder des allgemeinen Fachdienstes werden soll. Die Einstellungsvoraussetzungen sind in allen Bereichen gleich. Nur die Aufgaben und Deine Funktion unterscheiden sich voneinander.

Generell bist Du als Feldwebel ein militärischer Vorgesetzter. Du führst das Personal, das Dir unterstellt ist, bildest es aus und leitest es an. Zusammen mit Deiner Truppe sorgst Du dafür, dass die Aufträge in Deinem Verantwortungsbereich erfüllt werden. Als Feldwebel in einem der Fachdienste ist vor allem Dein Expertenwissen gefragt. Das Aufgabenspektrum ist in etwa mit dem vergleichbar, was ein Meister in einem zivilen Betrieb macht. Deshalb ist der Fachdienst vor allem dann eine gute Wahl, wenn Du schon einen Berufsabschluss mitbringst und Deinen beruflichen Weg auf dieser Grundlage bei der Bundeswehr fortsetzen kannst. Während Deiner Dienstzeit kannst Du Dich weiterbilden und zusätzliche Qualifikationen erwerben.

Als Feldwebel des Truppendienstes wirst Du zu einer echten Führungsperson. Zu Deinen Kernaufgaben gehört, junge Soldatinnen und Soldaten zu führen und auszubilden. Dafür brauchst Du neben militärischem Fachwissen ein gutes Gespür für Menschen und pädagogisches Geschick. Denn Du bist Ausbilder, Ansprechpartner, Vorgesetzter und Vorbild in einem.

Die Laufbahn der Offiziere

Offiziere sind Führungskräfte, ähnlich wie Manager in einem zivilen Unternehmen. Je nach Tätigkeitsbereich arbeitest Du als Offizier entweder als Vorgesetzter oder als Spezialist auf Deinem Gebiet. Dabei gibt es Offiziere natürlich in allen militärischen Organisationsbereichen.

Damit Du Deine Aufgaben optimal erfüllen kannst, lernst Du als Offizier gleich zwei Berufe. Zum einen ist das der Beruf als Offizier. Dafür durchläufst Du eine militärische Ausbildung. Zum anderen absolvierst Du ein Studium und wirst so auch zu einem Akademiker. Studieren kannst Du entweder an einer der beiden Bundeswehr-Universitäten. Sie befinden sich in München und Hamburg. Oder Du besuchst eine zivile Hochschule, mit der die Bundeswehr zusammenarbeitet.

Der freiwillige Wehrdienst

Vielleicht weißt Du noch gar nicht so genau, ob der Soldatenberuf das Richtige für Dich ist. Oder ob Du Dich auf Dauer bei der Truppe wohlfühlen würdest. Genauso ist möglich, dass Du einen bestimmten Zeitraum überbrücken willst, zum Beispiel bis Deine Ausbildung oder Dein Studium beginnt. In diesen Fällen kann der Freiwillige Wehrdienst für Dich interessant sein. Diesen Dienst leistest Du in der Laufbahn der Mannschaften. Dabei bildest Du mit Zeit- und Berufssoldaten ein Team und arbeitest voll mit, ohne dass Du Dich als Zeitsoldat verpflichtest. Vielmehr entscheidest Du selbst, wie lange Dein Dienst andauern soll. Seit dem Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, das am 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, sind sechs bis elf Monate möglich, monatlich abgestuft. Wer länger bleiben will, steigt ab zwölf Monaten als Soldatin oder Soldat auf Zeit ein. Der Wehrsold liegt bei 2.600 Euro brutto im Monat.

Die Voraussetzungen für eine militärische Karriere

Es gibt ein paar formale Kriterien, die Du immer erfüllen musst. Andernfalls kannst Du keine militärische Laufbahn einschlagen. Die Grundvoraussetzungen gelten für alle Laufbahnen und Verwendungen. Und es sind folgende:

  • deutsche Staatsangehörigkeit: Du bist Deutsche oder Deutscher im Sinne von Artikel 116 des Grundgesetzes.
  • Alter: Du bist mindestens 17 Jahre alt. Mit 17 brauchst Du die schriftliche Einwilligung Deiner Eltern.
  • Versetzungen: Du bist damit einverstanden, dass Du bundesweit versetzt werden kannst.
  • Auslandseinsätze: Du erklärst Dich grundsätzlich dazu bereit, an Einsätzen der Bundeswehr im Ausland teilzunehmen.

Zu den allgemeinen Anforderungen kommen noch die Voraussetzungen dazu, die speziell für die jeweilige Laufbahn gelten. Dabei geht es in erster Linie um Deinen Schulabschluss:

Laufbahn Schulabschluss
Mannschaften Vollzeitschulpflicht erfüllt
Unteroffiziere Hauptschulabschluss
Feldwebel Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung
Offiziere Abitur, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife

Wichtig: Wie lange Du Dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichtest, hängt vom jeweiligen Beruf ab. Möglich sind zwölf Monate bis 25 Jahre, als Offizier mit Studium sind es in der Regel 13 Jahre. Die genannten Schulabschlüsse sind die Mindestanforderung. Das heißt: Wenn Du zum Beispiel Fachabitur hast, musst Du Dich nicht für die Offizierslaufbahn bewerben. Sondern Du kannst Dich genauso für die Laufbahn der Feldwebel, der Unteroffiziere oder der Mannschaften entscheiden.

Die Einstellungstermine

Für eine militärische Karriere kannst Du Dich im Prinzip das ganze Jahr über bewerben. Am Anfang Deiner Dienstzeit steht immer die Grundausbildung, die seit 2026 Heimatschutzausbildung heißt. Jede Soldatin und jeder Soldat macht sie – unabhängig von der Laufbahn und der späteren Verwendung. Sie dauert drei Monate. Für Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel veröffentlicht die Bundeswehr keine festen Einstellungstermine; Deinen Dienstantritt erfährst Du bei der Einplanung am Ende des Auswahlverfahrens. Beim Wehrdienst ist der Dienstantritt grundsätzlich zu jedem Monatsbeginn möglich, der Termin wird individuell abgestimmt.

Aber: Zwischen Deiner Bewerbung und Deinem Dienstantritt erwartet Dich eine große Herausforderung. Du musst nämlich erst einmal den Einstellungstest bestehen. Und weil das Auswahlverfahren etwas Zeit in Anspruch nimmt, solltest Du Dich mit ausreichend Vorlauf bewerben. Das kann ruhig auch ein ganzes Jahr sein. Denn so kannst Du Deine Bewerbungsunterlagen ohne Stress vervollständigen und Dich in aller Ruhe auf den Eignungstest vorbereiten.

Die Offizierslaufbahn bildet eine Ausnahme!

Im Unterschied zu den anderen Laufbahnen gibt es in der Offizierslaufbahn feste Einstellungstermine. Offizieranwärterinnen und -anwärter beginnen in der Regel im Juli. Luftwaffe und Marine bieten nach Angaben der Bundeswehr zusätzlich Termine im August und Oktober an (Stand 2021). Für Dich heißt das:

Wenn Du Offizier werden willst, musst Du das Auswahlverfahren vor dem Einstellungstermin durchlaufen haben. Bewirb Dich deshalb lieber sechs bis zwölf Monate vorher.

Deine Bewerbung

Die vielen beruflichen Möglichkeiten, die die Bundeswehr für Soldatinnen und Soldaten bereithält, lassen sich kaum in wenigen Worten beschreiben. Dazu gibt es einfach zu viele Berufe. Auf der anderen Seite ist der Soldatenberuf ein Job, bei dem Du viel Verantwortung trägst.

Deshalb wird Dich Dein erster Weg zur Karriereberatung führen. Der Berater kann Dir aufzeigen, welche Laufbahnen und welche Tätigkeitsbereiche für Dich in Frage kommen. Außerdem beantwortet er Dir natürlich alle Deine Fragen. Von ihm bekommst Du aber nicht nur Informationen und Tipps. Sondern er gibt Dir auch die Bewerbungsunterlagen.

Über die Bundeswehr-Karriereseite kannst Du herausfinden, wo es eine Beratungsstelle in Deiner Nähe gibt. Ein Kontaktformular ist online ebenfalls hinterlegt. Oder Du rufst die Hotline an. Sie ist kostenfrei unter der Rufnummer 0800 / 9 80 08 80 erreichbar.

Übrigens: Wenn Du Dir vorab schon einen Überblick verschaffen willst, dann dürfte diese Info-Broschüre ziemlich interessant für Dich sein. Denn darin stellt sich die Bundeswehr als Arbeitgeber vor.
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Die Beamtenlaufbahnen

Das Aufgabenspektrum der Armee ist breit gefächert. Doch alleine könnten die Soldatinnen und Soldaten ihre Arbeit nicht machen. Vielmehr brauchen sie Unterstützung von zivilen Kräften. Sie arbeiten in der Verwaltung und sorgen dafür, dass alles vorhanden ist, was die Truppe braucht. In der Verwaltung wiederum gibt es zum einen Angestellte und Azubis. Zum anderen sind dort Beamte tätig. Möchtest Du gerne Beamtin oder Beamter werden, hast Du bei der Bundeswehr mehrere Laufbahnen zur Auswahl.

Nichttechnischer Verwaltungsdienst

Als Beamtin oder Beamter im nichttechnischen Dienst erbringst Du verschiedenste Dienstleistungen für die Streitkräfte. Dazu kann gehören, dass Du im Personalwesen tätig bist. Hier erledigst Du Aufgaben bei der Auswahl und der Einstellung von Mitarbeitern. Außerdem bearbeitest Du Angelegenheiten, die mit dem Tarif-, Arbeits-, Soldaten- und Beamtenrecht zusammenhängen.

Ein anderer Einsatzbereich kann das Beschaffungswesen sein. In diesem Bereich kümmerst Du Dich um den Einkauf von Ausrüstung und anderen Gegenständen, die die Truppe und die Verwaltung brauchen. Daneben kannst Du im öffentlichen Haushaltswesen tätig werden. Dann kontrollierst Du zum Beispiel Rechnungen, zahlst Reisekosten aus oder sorgst dafür, dass Bestellungen und Einkäufe beglichen werden. Auch die Informationstechnik, der Umweltschutz, die Logistik oder das Infrastrukturmanagement können zu Deinem Tätigkeitsbereich gehören.

Im nichttechnischen Verwaltungsdienst gibt es den mittleren und den gehobenen Dienst. In beiden Laufbahnen ist Dein Arbeitsplatz eine Dienststelle der Bundeswehr-Verwaltung. Das kann unter anderem das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr sein, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr oder das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Das Bundessprachenamt und das Verteidigungsministerium kommen ebenso in Frage.

Technischer Verwaltungsdienst

Im technischen Dienst entscheidest Du mit, welche Technologien beim Bund eingesetzt werden sollen. Denn Dein Aufgabenbereich ist die Wehrtechnik. Und hier begleitest Du die Entwicklung von neuem Wehrmaterial. Dazu testest Du Prototypen, bewertest sie und überwachst die Testläufe, die die Industrie durchführt. Du wirkst mit, wenn die Produktion startet, und nimmst die fertigen Produkte mit ab.

Außerdem hast Du die Waffensysteme und Fahrzeuge der Streitkräfte im Blick. Dabei begutachtest Du das Material, prüfst die Qualität und bewertest den Zustand. Deine Ergebnisse bilden die Grundlage für künftige Anschaffungen.

Dein Arbeitsplatz wird sich meist im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung oder in einer Dienststelle dieses Bundesamtes befinden. Möglich ist aber auch, dass Du im Cyber- und Informationsraum arbeitest. Genauso kannst Du als Ausbilder oder als technische Fachkraft tätig werden. Eine Beamtenlaufbahn ist sowohl im mittleren als auch im gehobenen Dienst möglich.

Feuerwehrtechnischer Dienst

Die Bundeswehr hat eine eigene Feuerwehr. Als Beamtin oder Beamter kannst Du eine Laufbahn im mittleren und im gehobenen Dienst einschlagen. Dein Einsatzort wird in aller Regel eine Bundeswehr-Feuerwache sein. Welche Position Du bekleidest und was Deine konkreten Aufgaben sind, hängt von Deiner Ausbildung und Deiner Berufserfahrung ab. Klar, dass Du im Verlauf Deines Dienstes stetig mehr Verantwortung übernehmen kannst.

Insgesamt erledigt die Bundeswehr-Feuerwehr ähnliche Aufgaben wie eine zivile Feuerwehr. Die Rettung von Menschen, der vorbeugende Brandschutz und die Brandbekämpfung sind somit die wesentlichen Tätigkeitsfelder. Allerdings rückt die Feuerwehr der Bundeswehr längst nicht nur bei Gebäudebränden oder Zwischenfällen in Wäldern aus. Stattdessen ist sie auch in Häfen, auf Schiffen und in Munitionslagern zur Stelle. Und sie sichert den Flugverkehr auf militärischen Flughäfen. Außerdem sind Feuerwehrleute der Bundeswehr bei Katastrophen im Einsatz und leisten Unterstützung und technische Hilfe.

Mittlerer naturwissenschaftlicher Dienst

Arbeitest Du im mittleren naturwissenschaftlichen Verwaltungsdienst, setzt Du moderne Technik ein, um Geoinformationen verschiedener Art zu sammeln. Diese Daten wertest Du aus und bereitest sie auf. Auf diese Weise wirst Du zum Berater und Ansprechpartner, wenn militärische Vorgesetzte Vorhaben planen und Fragen zu den Umweltbedingungen und deren Einflüssen haben. Außerdem lieferst Du aktuelle Wettermeldungen. Diese sind beispielsweise für die Luftwaffe wichtig, damit die Flugsicherheit gewährleistet ist.

Die Voraussetzungen für eine Beamtenlaufbahn

Wenn Du Deine Laufbahnausbildung beginnst, wirst Du zunächst zum Beamtenanwärter. Damit bist Du Beamtin oder Beamter auf Widerruf. Hast Du die Ausbildung abgeschlossen und die Laufbahnprüfung bestanden, folgt eine Probezeit. Du arbeitest dann in Deiner Dienststelle als Beamtin oder Beamter auf Probe. Die Probezeit dauert drei Jahre. Anschließend wirst Du zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Doch damit Deine Bewerbung berücksichtigt werden kann, müssen die formalen Voraussetzungen erfüllt sein. Und für eine Beamtenlaufbahn sind das folgende:

  • Staatsangehörigkeit: Du bist Deutsche oder Deutscher oder besitzt die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates, eines EWR-Vertragsstaates oder eines Drittstaates mit entsprechendem Abkommen (§ 7 Bundesbeamtengesetz). Erfordern es die Aufgaben, kommen nur Deutsche in Frage.
  • Alter: Du bist jünger als 50 Jahre.
  • Abschluss: Für den mittleren Dienst brauchst Du entweder die Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. In den gehobenen Dienst kannst Du eingestellt werden, wenn Du Abitur oder Fachhochschulreife hast oder durch Deine Berufsausbildung an einer Hochschule studieren kannst. Das ist üblicherweise der Fall, wenn Du Dich als Meister qualifiziert hast.
  • Versetzungsbereitschaft: Du bist bereit, bundesweit eingesetzt zu werden.
  • Auslandseinsätze: Im Rahmen Deiner Berufstätigkeit bist Du grundsätzlich dazu bereit, an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen. Auf freiwilliger Basis kannst Du auch an Einsätzen im Ausland teilnehmen, die nicht berufsbezogen erfolgen.
  • Eignung: Du bist sowohl fachlich als auch persönlich für den Beruf geeignet. Ob das der Fall ist, zeigt sich beim Einstellungstest.

Außerdem muss es für Dich selbstverständlich sein, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten.

Die Einstellungstermine

Interessierst Du Dich für eine Beamtenlaufbahn, musst Du Bewerbungsfristen beachten. Denn die Einstellungen sind an feste Termine geknüpft. Die Termine und Bewerbungsfristen nennt die jeweilige Stellenausschreibung.

Deine Bewerbung

Auf der Karriere-Seite der Bundeswehr kannst Du Dich über die Laufbahnen informieren. Bei den Beschreibungen findest Du dann auch mehrere Links. Ein Link führt Dich zur Karriereberatung. Bei einem persönlichen Gespräch mit dem Karriereberater erfährst Du alles, was Du zur Laufbahn und zur Bewerbung wissen musst. Außerdem gibt es einen Link zum Bewerbungsportal. Dort findest Du weitere Informationen über die jeweilige Laufbahn. Außerdem kannst Du Dich auf dem Portal registrieren und anschließend Deine Online-Bewerbung abgeben.

Eine Berufsausbildung oder ein Job im zivilen Bereich

Weder Soldat noch Beamter ist das Richtige für Dich? Macht nichts! Denn Du kannst bei der Bundeswehr auch als ziviler Mitarbeiter tätig werden. Genaugenommen gibt es sogar zwei Möglichkeiten. Zum einen kannst Du nämlich eine Berufsausbildung machen. Dann bist Du ein ganz normaler Azubi – und die Bundeswehr wird zu Deinem Ausbildungsbetrieb. Zum anderen kannst Du Dich für eine ausgeschriebene Stelle bewerben. Bringst Du die notwendigen Qualifikationen mit, wirst Du als Arbeitnehmer in Deinem Beruf eingestellt. Dann bist Du Angestellter im öffentlichen Dienst.

Die Voraussetzungen

Möchtest Du eine Berufsausbildung beim Bund absolvieren, kannst Du aus einer ganzen Reihe von Berufen auswählen. Ob Verwaltung, IT, Handwerk, Technik oder Medizin: Die Auswahl ist groß. Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Beruf, in der Regel wird ein passender Schulabschluss erwartet. Welche Anforderungen genau gelten, steht in der jeweiligen Stellenausschreibung.

Das Mindestalter liegt bei 16 Jahren. Ein pauschales Höchstalter gibt es nicht.

Bewirbst Du Dich auf eine ausgeschriebene Stelle, steht in der Stellenanzeige, welches Profil Du brauchst.

Die Einstellungstermine

Wann eine zivile Berufsausbildung beginnt und bis wann Du Dich bewerben kannst, steht in der jeweiligen Stellenausschreibung. Ausgeschrieben wird meist ab 1. Oktober für den Ausbildungsjahrgang im übernächsten Jahr, Bewerbungsschluss ist häufig der 30. September des Vorjahres.

Manchmal kommt es vor, dass die Bundeswehr die Bewerbungsfrist verlängert. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn noch nicht alle Ausbildungsplätze besetzt sind. Oder wenn zusätzliche Lehrstellen hinzugekommen sind. Du solltest Dir den in der Ausschreibung genannten Stichtag aber fest vormerken. Dann bist Du auf der sicheren Seite.

Deine Bewerbung

Auf der Bundeswehr-Karriereseite findest Du Beschreibungen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen. Wenn Du schon weißt, welcher Beruf es werden soll, kannst Du aber auch direkt das Bewerbungsportal aufrufen. Dort sind alle freien Lehrstellen und Arbeitsplätze ausgeschrieben.

Auf dem Portal kannst Du Dich registrieren und Dein Bewerberprofil anlegen. Anschließend kannst Du Deine Bewerbungsunterlagen hochladen und eine Online-Bewerbung einreichen. Möchtest Du Dich zuvor beraten lassen, steht Dir die Karriereberatung natürlich gerne Rede und Antwort. Genauso kannst Du Dich direkt an den Ansprechpartner wenden, der in der Stellenanzeige genannt ist.

Und was passiert nach der Bewerbung?

Nachdem Deine Unterlagen vollständig vorliegen, schaut sich die Bundeswehr die Bewerbung an. Erfüllst Du die formalen Einstellungskriterien? Welchen Eindruck macht Deine Bewerbung? Sieht hier alles gut aus, bekommst Du eine Einladung zum Einstellungstest. Je nachdem, was Du beim Bund machen willst, fällt er unterschiedlich aus.

Bei militärischen Laufbahnen gehören der Computertest (CAT), die ärztliche Untersuchung und ein Eignungsgespräch dazu, für alle militärischen Laufbahnen außer dem Freiwilligen Wehrdienst außerdem der Sporttest (Basis-Fitness-Test). Offizierbewerber und Bewerber für den gehobenen zivilen Dienst durchlaufen zusätzlich ein Gruppensituationsverfahren. Einen Aufsatz schreibst Du nur im Auswahlverfahren für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Bei zivilen Ausbildungsberufen organisiert meist das zuständige Bundeswehr-Dienstleistungszentrum das Auswahlverfahren, die Bestandteile unterscheiden sich je nach Standort.

Ausführliche Infos zum Auswahlverfahren mit Tipps für Deine Vorbereitung und Übungsaufgaben haben wir in separaten Beiträgen für Dich zusammengestellt.

Verantwortlich: Ömer Bekar  |  Fachliche Prüfung: Werner von Rappard, Sebahat Günsch  |  Letzte Prüfung: September 2026  |  Methodik
Ömer Bekar, Herausgeber von bundeswehrtest.de

Wer diesen Beitrag geschrieben hat

Ömer Bekar

Ömer Bekar ist Performance-Marketing-Manager und SEO-Spezialist aus Bremen. Seit 2006 arbeitet er im Suchmaschinenmarketing und hat vier Führungsrollen als Head of SEO beziehungsweise Head of Performance Marketing verantwortet, inhouse wie auf Agenturseite, zuletzt für die Sit&Watch Media Group und Best Placed Media. Parallel konzipiert und betreibt er seit 2006 digitale Eignungsauswahlverfahren und Vorbereitungsportale für Behörden, Unternehmen und Bewerber, darunter polizeitest.de, bundeswehrtest.de und einstellungstest.de. Die technische Umsetzung übernimmt er selbst, von der Testplattform und der Auswertung bis zu strukturierten Daten und Tracking. Die fachliche Prüfung der Testinhalte liegt bei Diagnostikerinnen und erfahrenen Praktikern.

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