Bundeswehr Einstellungstest Vorbereitung: So klappt es

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos Bundeswehr Einstellungstest Vorbereitung

Der Einstellungstest ist anspruchsvoll und umfangreich. Aber Du kannst Dich gezielt darauf vorbereiten.

Ob an Land, zu Wasser oder in der Luft: Bei der Bundeswehr stehen über 1.000 verschiedene Berufe zur Auswahl. Und mit rund 250.000 Angehörigen im militärischen und im zivilen Bereich zählt der Bund zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Die Chancen, dass Du genau die Tätigkeit findest, die prima zu Dir passt, stehen also ziemlich gut. Zumal Du eine Ausbildung machen oder studieren, genauso aber auch freiwilligen Wehrdienst leisten kannst. Und auch wenn Du schon eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, ist ein Einstieg möglich. Doch vor einer Karriere bei der Bundeswehr steht erst einmal der Einstellungstest an. Wir sagen Dir, wie der Eignungstest abläuft – und geben Dir Tipps für Deine Vorbereitung.

Testfragen als Online Training für den Einstellungstest der Bundeswehr

Zunächst einmal läuft es wie bei jedem anderen Arbeitgeber auch: Du schaust Dir die Jobmöglichkeiten und die Stellenanzeigen an. Anschließend suchst Du Deine Bewerbungsunterlagen zusammen und gibst Deine Bewerbung ab. Das kannst Du online über das Bewerbungsportal machen. Oder Du übergibst Deine Unterlagen einem Karriereberater der Bundeswehr.

Doch dann kommt der entscheidende Schritt: Wenn Deine Bewerbung überzeugt hat und die formalen Voraussetzungen passen, lädt Dich die Bundeswehr zum Einstellungstest ein. Bei diesem Test wirst Du gründlich geprüft. Denn der Eignungstest setzt sich aus mehreren einzelnen Testverfahren zusammen, die Du alle erfolgreich meistern musst. Und nur wenn Du den Einstellungstest bestehst, hast Du eine Zusage in der Tasche. Aber: Wie läuft der Eignungstest ab? Welche Prüfungen erwarten Dich? Und wie solltest Du Dich auf das Auswahlverfahren vorbereiten? Das beantworten wir Dir in diesem Beitrag!

Warum führt die Bundeswehr eigentlich einen Einstellungstest durch?

Egal, ob Du eine Ausbildung machst, studierst oder freiwillig Wehrdienst leistet: Die Bundeswehr bringt Dir alles bei, was Du brauchst, damit Du Deine Aufgaben bewältigen kannst. Den Anfang macht dabei immer die Grundausbildung. In diesen ersten drei Monaten eignest Du Dir die militärischen Grundfähigkeiten an. Danach geht es dann auf dem Weg weiter, für den Du Dich entschieden hast.

Doch auch mit einer soliden Ausbildung und einer guten Portion Fachwissen ist der Dienst bei den Streitkräften anspruchsvoll. Schon der alltägliche Dienst bringt Herausforderungen mit sich. Bei Auslandseinsätzen können die Bedingungen richtig schwierig werden. Immerhin bist Du in einem Umfeld fernab von daheim im Einsatz, wo Du Dich nicht nur auf ein ungewohntes Klima einstellen musst. Stattdessen wirst Du oft auch Situationen erleben, die Du so nicht kennst.

Ob Du das Gesamtpaket mitbringst, das Du für den Dienst beim Bund brauchst, zeigt sich beim Einstellungstest. Es reicht nämlich nicht aus, dass Du Allgemeinwissen hast und schreiben, rechnen und logisch denken kannst. Genauso wichtig ist, dass Du einen starken Charakter hast und mental belastbar bist. Auch körperliche Fitness und eine gute Gesundheit gehören zu den Voraussetzungen. All das kann die Bundeswehr aber nicht beurteilen, wenn sie sich nur Deine Bewerbungsunterlagen anschaut und ein kurzes Vorstellungsgespräch mit Dir führt. Deshalb musst Du – übrigens ähnlich wie bei der Polizei – in einem speziellen Eignungstest zeigen, was Du kannst.

Die Dauer und der Ort von der Eignungsprüfung

Der Bundeswehr-Einstellungstest setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Auf die einzelnen Prüfungen gehen wir gleich noch genauer ein. Jedenfalls dauert der ganze Test zweieinhalb Tage.

Während Deiner Teilnahme am Test kannst Du in der Kaserne übernachten. Die Unterkunft ist für Dich kostenlos, ebenso wie auch die Verpflegung. Für Deine Anreise bekommst Du einen Gutschein für eine Zugfahrkarte. Kosten entstehen Dir also keine.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Wo Du Deinen Einstellungstest absolvierst, hängt davon ab, wo Du wohnst. Denn für jedes Bundesland ist ein Karrierecenter mit Assessment zuständig. Und das Karrierecenter, das Deinem Bundesland zugeordnet ist, lädt Dich ein. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn Du die Offizierslaufbahn anstrebst oder zur Marine willst. Angehende Offiziere werden nämlich im Assessmentcenter für Führungskräfte in Köln geprüft. Das Auswahlverfahren für die Marine wiederum findet in Wilhelmshaven statt.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Einstellungstest Bundeswehr Offizier: Schritt für Schritt

Die Bausteine vom Eignungstest der Bundeswehr

Die Bundeswehr setzt bei ihrem Auswahlverfahren auf standardisierte Tests. Dadurch ist sichergestellt, dass die Bedingungen für alle Bewerber gleich sind. Und weil die Tests computergestützt durchgeführt werden, sind Fehler bei der Durchführung und bei der Auswertung praktisch ausgeschlossen.

Tipps zur Bundeswehr Einstellungstest Vorbereitung

Der Eignungstest setzt sich aus mehreren Einzeltests zusammen.

Im Detail kann es zwar kleinere Unterschiede geben. Denn je nach Laufbahn und Beruf sind die inhaltlichen Schwerpunkte mitunter etwas verschieden. In welcher Reihenfolge Du die einzelnen Prüfungen ablegst, kann ebenfalls variieren. Das liegt daran, dass die Bewerber beim Test in kleine Gruppen eingeteilt werden. Die Kleingruppen durchlaufen die Stationen dann in unterschiedlichen Reihenfolgen. Es kann also sein, dass Du beispielsweise zuerst zum medizinischen Dienst gehst, während andere Bewerber mit dem Sporttest beginnen und die übrigen Bewerber mit dem Computertest starten. Auf diese Weise sollen jedenfalls lange Wartezeiten vermieden werden. Die Bausteine vom Einstellungstest sind aber gleich.

Übrigens: Den Einstellungstest müssen alle Bewerber meistern. Ob Du eine militärische oder eine zivile Laufbahn anstrebst oder ob Du freiwillig Wehrdienst leisten willst, spielt keine Rolle. Und auch Dein Geschlecht ist egal. Als Frau hast Du den gleichen Test vor Dir wie als Mann.

CAT-Test

Ein wichtiger Baustein vom Bundeswehr-Eignungstest ist der sogenannte CAT-Test. CAT ist das Kürzel für Computer-Assistierte Testung. Hinter CAT stehen verschiedene Testverfahren, die alle am Computer stattfinden. Der CAT-Test ist also ein PC-Test, der mehrere Einzeltests umfasst. Dazu zählen Wissenstests, Intelligenztests, Reaktionstests und psychologische Tests. Das Ziel vom CAT-Test ist in erster Linie, Deine intellektuellen Fähigkeiten zu ermitteln.

Wie umfangreich der CAT-Test wird, hängt von der Laufbahn ab, die Du anstrebst. Alles in allem solltest Du Dich auf eine Dauer zwischen zweieinhalb und vier Stunden einstellen. Dazwischen gibt es aber Pausen.

Was die Inhalte angeht, werden Aufgaben und Fragen zu verschiedenen Themen gestellt. Typische Bereiche dabei sind:

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.
  • Deutsch
  • Mathe
  • Technik, Physik, Chemie, Elektrotechnik und Mechanik
  • Allgemeinwissen, vor allem zu Politik, Geschichte und Gesellschaft
  • Wissen rund um die Bundeswehr
  • visuelles, räumliches und logisches Denken
  • Reaktionsvermögen und Konzentrationsfähigkeit

Bei den Aufgaben handelt es sich um Multiple-Choice-Fragen. Du siehst dabei zu jeder Frage vier Antwortmöglichkeiten und musst die richtige Lösung markieren. Eigene Antworten musst Du nicht formulieren.

Adaptives Testverfahren

Beim Computertest wird ein sogenanntes adaptives Testverfahren angewendet. Damit ist gemeint, dass die Fragen an Deine persönlichen Fähigkeiten angepasst werden. Und das geht so: Gibst Du eine richtige Antwort, wird die nächste Aufgabe etwas schwerer. Löst Du eine Aufgabe falsch, ist die folgende Frage ein bisschen leichter. Durch diese Vorgehensweise kann die Bundeswehr Dein Fähigkeitsniveau ziemlich schnell und recht genau einstufen.

Psychologische Fragen

Zum CAT-Test gehört auch ein psychologisches Testverfahren. Eine andere Bezeichnung dafür lautet Fragebogenverfahren. Bei diesem Test werden Dir verschiedene Aussagen vorgegeben, zum Beispiel „Ich diskutiere Dinge gerne aus.“ Du musst bei jeder Aussage angeben, ob und in welchem Umfang sie auf Dich zutrifft. Dafür gibt es mehrere Abstufungen.

Anders als bei den Wissensfragen gibt es beim Fragebogenverfahren natürlich keine richtigen oder falschen Lösungen. Vielmehr möchte die Bundeswehr durch diese Fragen etwas über Dich und Deinen Charakter erfahren. Du solltest deshalb ehrlich antworten. Denn später beim Vorstellungsgespräch werden die Prüfer Deine Antworten zum Teil hinterfragen.

5 Tipps für Deine Vorbereitung auf den schriftlichen Teil vom Einstellungstest

Mit einer vernünftigen Vorbereitung ist der CAT-Test gut zu schaffen. Natürlich wirst Du beim Test nervös sein. Und vermutlich wirst Du ziemlich in Zeitdruck geraten. Vielleicht wird es Dich auch irritieren, dass andere Bewerber schon fertig sind, während Du noch mittendrin bist. Das ist aber nicht nur normal, sondern sogar so gewollt. Lass Dich also nicht verunsichern. Klar sollte Dein Ziel sein, so viele Aufgaben wie möglich richtig zu lösen. Aber um den Test zu bestehen, reicht eine gewisse Quote aus.

Sehr viel ruhiger und sicherer wirst Du in die Prüfung gehen, wenn Du vorher gezielt geübt hast. Es kann zwar gut sein, dass beim Test etwas andere Aufgaben gestellt werden. Aber das macht nichts. Denn entscheidend ist, dass Du den jeweiligen Aufgabentyp kennst. Letztlich ist es wie in Mathe: Wenn Du zum Beispiel weißt, wie das Addieren funktioniert, kannst Du jede Rechenaufgabe dieser Art lösen. Welche Zahlen Du dabei konkret zusammenzählst, ist egal.

Bleibt aber die Frage, wie Du Dich denn nun auf den schriftlichen Test vorbereiten kannst. Dafür haben wir fünf Tipps für Dich:

1. Assessment Trainer der Bundeswehr

Der Bund stellt Dir online einen Assessment Trainer zur Verfügung. Er enthält eine Mischung aus verschiedenen Aufgaben, die beim Test drankommen. Der echte Test ist natürlich sehr viel umfangreicher. Aber um Dir einen ersten Eindruck zu verschaffen, ist der Online-Test gut geeignet.

2. Übungsaufgaben und Testmodule

Wir haben ausführliche Beiträge zum CAT-Test mit Informationen, Tipps und Beispielaufgaben für Dich zusammengestellt. Außerdem findest Du auf unserer Internetseite Übungsaufgaben zu allen Themenbereichen. Viele Tests sind kostenfrei. Für eine intensive Vorbereitung möchten wir Dir unsere kostenpflichtigen Testpakete empfehlen. Sie sind nicht nur umfangreicher, sondern enthalten stets Aufgaben aus dem aktuellen Test. Außerdem bekommst Du ein Feedback, so dass Du weißt, wo Du stehst, wo Du Fortschritte gemacht hast und in welchen Bereichen Du noch etwas arbeiten solltest.

3. Fachliteratur

Der Handel hält Bücher bereit, mit denen Du für den Eignungstest üben kannst. Wenn Du Dir solche Literatur besorgst, solltest Du aber darauf achten, dass es tatsächlich um das Auswahlverfahren der Bundeswehr geht. Denn die Einstellungstests von der Polizei, dem Zoll und der Feuerwehr sind zwar ähnlich. Und was die Aufgaben zum Allgemeinwissen, zu Mathe und Deutsch oder zum logischen Denkvermögen angeht, eignen sich die Ratgeber zum Üben genauso gut. Allerdings hat der Eignungstest von der Bundeswehr eben auch seine Besonderheiten, zum Beispiel mit Blick auf das Fachwissen zum Bund oder die Reaktionstests. Mit spezieller Fachliteratur bist Du deshalb besser beraten.

4. Rätsel und Quizsendungen

Kreuzworträtsel, Ratespiele und Quizsendungen sind eine gute Möglichkeit, um Deine Allgemeinbildung zu erweitern. Schließlich sind die Fragen hier eine bunte Mischung aus allen möglichen Themenfeldern. Und Spaß macht das Lernen auf diese Weise auch.

5. Schulwissen und Nachrichten

Kannst Du die Regeln zur Groß- und Kleinschreibung? Weißt Du, wie Bruchrechnen geht? Erinnerst Du Dich an die physikalischen Formeln? Es kann nicht schaden, wenn Du Dein Schulwissen etwas auffrischst. Denn Fragen dazu wirst Du beantworten müssen. Außerdem solltest Du Dich über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden halten. Was sich in Deutschland und in der Welt tut, wird nämlich auch gerne in Fragen verarbeitet.

Sporttest

Körperliche Fitness ist für Soldatinnen und Soldaten Pflicht. Außerdem musst Du für alle Ausbildungen bei den Streitkräften über gewisse militärische Grundfertigkeiten verfügen. Zu diesen Fähigkeiten gehören unter anderem die Schießausbildung, ein Erste-Hilfe-Kurs, die ABC-Ausbildung, Märsche, Ausdauersport und Schwimmen. Der Basis-Fitness-Test, kurz BFT, zählt ebenfalls dazu. Als Teil der Truppe wiederholst Du den BFT jedes Jahr. Und in einer etwas abgewandelten Form gehört der Basis-Fitness-Test auch zum Einstellungstest. Damit hat dieser Sporttest den früheren Physical Fitness Test abgelöst. Die Sportprüfung beim Test besteht aus drei Stationen.

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Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

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1. 11 x 10 Meter Sprint-Test

An der ersten Station musst Du elfmal zehn Meter sprinten. Allerdings rennst Du nicht einfach nur hin und zurück. Als zusätzliche Schwierigkeit kommt dazu, dass Du jede Runde aus der Bauchlage heraus beginnst. Das heißt:

  • In der Ausgangsposition liegst Du auf dem Bauch auf einer Turnmatte. Deine Arme legst Du neben Deinem Körper ab.
  • Sobald Dir der Prüfer das Startkommando gibt, stehst Du auf und rennst zur zehn Meter entfernten Wendepylone.
  • Nachdem Du um die Pylone herumgelaufen bist, sprintest Du zurück zur Turnmatte.
  • Dort angekommen, legst Du Dich wieder auf den Bauch. Und Du klatscht Deine Hände auf dem Rücken einmal zusammen.
  • Danach beginnst Du die nächste Runde. Und das Ganze wiederholst Du vier weitere Male.
  • Wenn Du fünf Runden gedreht hast – und somit nach dem sechsten Aufstehen – rennst Du noch einmal zur Wendepylone. Dann wird Deine Zeit gestoppt.

Beim Sprinttest geht es also zum einen um Deine Geschicklichkeit. Zum anderen zählt, wie schnell Du bist. Du hast den Sprinttest bestanden, wenn Du die fünfeinhalb Runden in weniger als einer Minute läufst.

2. Klimmhang-Test

Die zweite Übung ist eine Kraftübung. Du umfasst dazu eine Reckstange und ziehst Dich wie für einen normalen Klimmzug nach oben. Hast Du die Endposition erreicht, so dass Dein Kinn auf Höhe der Reckstange ist, versuchst Du, so lange wie möglich in dieser Position zu bleiben.

Sobald Dein Kinn unter die Stange absinkt, ist die Übung vorbei. Um den Klimmhang-Test zu bestehen, musst Du die Position mindestens fünf Sekunden lang halten.

3. 3.000-Meter-Fahrrad-Ergometer-Test

Als dritte und letzte Station beim Bundeswehr Sporttest musst Du eine Ausdauer-Disziplin meistern. Konkret geht es darum, dass Du eine Strecke von drei Kilometern auf dem Fahrrad-Ergometer zurücklegen musst. Und das in möglichst kurzer Zeit.

Als Mindestanforderung gelten 6:30 Minuten. Das schaffst Du, wenn Du bei 130 Watt und mit 80 Umdrehungen pro Minute in die Pedale trittst. Den Widerstand kannst Du Dir aber selbst einstellen. Bleibst Du bei den 80 Umdrehungen, erhöhst aber die Wattzahl, legst Du die Distanz schneller zurück. Senkst Du hingegen die Wattzahl, musst Du Deine Umdrehungen deutlich erhöhen. Sonst schaffst Du die drei Kilometer in der geforderten Zeit nicht.

Übrigens: Später, als Soldatin oder Soldat, begegnet Dir der Fahrrad-Ergometer-Test nicht mehr. Stattdessen absolvierst Du beim jährlichen Basis-Fitness-Test einen 1.000-Meter-Lauf.

So kannst Du für den Sporttest trainieren

Damit Du den Sporttest bestehst, musst Du bei allen drei Übungen wenigstens die Mindestanforderungen schaffen. Solltest Du nur am Sporttest scheitern, kannst Du diesen Testteil zwar innerhalb von sechs Monaten wiederholen. Das gilt aber wirklich nur dann, wenn Du die anderen Teile vom Einstellungstest bestanden hast. Doch besser ist natürlich, wenn eine Wiederholung erst gar nicht notwendig wird und Du den Sporttest gleich beim ersten Ablauf meistert. Und mit einer vernünftigen Vorbereitung sollte das auch kein Problem sein.

Andersherum solltest Du auf jeden Fall für den Sporttest trainieren – auch wenn Du fit und sportlich bist. Denn bei den Disziplinen kommt es auf Fertigkeiten an, die so vielleicht nicht unbedingt zu Deinem gewohnten Training gehören. Und beim Eignungstest spielt zusätzlich die Prüfungssituation eine Rolle. Es kann gut sein, dass Dir Deine Nervosität einen Strich durch die Rechnung macht und Du Deine Leistungen nicht richtig abrufen kannst. Wenn Du dann weißt, was Du kannst und im Training regelmäßig erreichst hast, wirst Du sicherer. Bei Deiner Vorbereitung solltest Du folgende Tipps beherzigen:

Plane genug Zeit ein.

Wann Du mit dem Training beginnen solltest, hängt natürlich davon ab, wie fit Du bist. Treibst Du regelmäßig Sport, sollten sechs Wochen für die Vorbereitung ausreichen. Bist Du weniger sportlich, ist ein längerer Zeitraum besser. Es macht nur keinen Sinn, wenn Du kurz vor dem Test anfängst und hoffst, Deine Kondition in ein paar Tagen auf Vordermann zu bringen. Denn Dein Körper braucht Pausen, damit er sich regenerieren und die Fortschritte verbuchen kann.

Bewährt hat es sich, wenn Du zwei Tage trainierst und dann einen Tag Pause machst. Und die trainingsfreien Tage kannst Du ja nutzen, um Dich auf die anderen Teile des Einstellungstests vorzubereiten.

Bringe Deine Ausdauer auf Vordermann.

Eine ideale Basis für Deine Vorbereitung ist ein regelmäßiges Lauftraining. Durch das Laufen arbeitest Du nämlich wirksam an Deiner Ausdauer. Am besten suchst Du Dir dafür eine längere Strecke, zum Beispiel über drei Kilometer. Am Anfang sollte Dein Ziel sein, die ganze Distanz zu schaffen. Vielleicht wirst Du zu Beginn immer wieder Phasen einlegen müssen, in denen Du gehst. Das macht nichts. Nur solltest Du zwischendurch nicht stoppen, sondern durchgehend in Bewegung bleiben. Das richtige Lauftempo für Dein Ausdauertraining hast Du übrigens gefunden, wenn Du Dich beim Laufen gerade eben noch unterhalten könntest.

Schaffst Du es, die Strecke komplett durchzulaufen, kannst Du anfangen, am Tempo zu arbeiten. Dafür erhöhst Du Deine Geschwindigkeit gegen Ende des Laufs. Oder Du legst zwischendurch immer mal wieder Phasen ein, in denen Du die Geschwindigkeit anziehst. Dadurch trainierst Du Deine Ausdauer und lernst nebenbei, Dir Deine Kraftreserven richtig einzuteilen.

Damit Dein Trainingsplan nicht zu langweilig und zu einseitig wird, kannst Du schwimmen gehen und Fahrrad fahren. Beides ist ein effektives Ausdauertraining und bezieht fast alle Muskeln ein. Schwimmen wird während Deiner Dienstzeit ohnehin auf dem Programm stehen. Und durch das Fahrradfahren übst Du nebenbei für den Fahrrad-Ergometer-Test. Hast Du ein Fahrrad-Ergometer zur Verfügung, kannst Du es selbstverständlich gleich als Trainingsgerät nutzen.

Optimal ist außerdem Seilspringen. Denn auch Seilspringen ist eine wirksame Übung, um die Kondition zu verbessern. Nebenher tust Du etwas für Deine Geschicklichkeit.

Trainiere Schnelligkeit und Kraft.

Eine sehr gute Methode, um an Deiner Schnelligkeit zu feilen, ist ein Intervalltraining. Dazu wählst Du verschiedene Strecken, zum Beispiel 10, 25 und 50 Meter. Die jeweilige Strecke sprintest Du fünfmal hintereinander und legst zwischen jedem Sprint eine Gehpause von zwei Minuten ein. Nach einem Sprint gehst Du also zügig weiter und startest den nächsten Sprint dann wieder aus dem Gehen heraus. Im weiteren Trainingsverlauf kannst Du die Anzahl der Sprints erhöhen oder die Dauer der Gehpausen kürzen.

Ein Krafttraining ist sinnvoll, weil mit dem Klimmzughang beim Sporttest ja eine Kraftübung ansteht. Klimmzüge und den Klimmzughang kannst Du gezielt trainieren. Als Trainingsgeräte eignen sich beispielsweise ein Türrahmen, eine Teppichstange oder das Klettergerüst auf dem Kinderspielplatz. Eine andere Möglichkeit geht so: Du setzt Dich unter den Esstisch, streckst Deine Beine gerade nach vorne und ziehst Dich an der Tischkante nach oben.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Einstellungstest Beamter: Komplette Online Vorbereitung

Liegestütze sind eine gute Ergänzung für Dein Krafttraining. Um Deine Muskulatur zu stärken, kannst Du Sit-ups und ein Handeltraining machen. Hast Du keine Hanteln, funktionieren Flaschen genauso gut. Bewährt hat sich außerdem folgende Übung: Du hockst Dich rücklings vor einen Stuhl. Dann stützt Du Deine Hände an der Kante ab und drückst Dich nach oben. Anschließend senkst Du Dich ab, indem Du Deine Arme wieder beugst. Diesen Ablauf wiederholst Du ein paar Mal hintereinander.

Arbeite an Deiner Geschicklichkeit.

Beim Sprint-Test besteht die besondere Herausforderung darin, dass Du nicht nur schnell sein, sondern Dich nach jeder Runde ablegen und aus der Bauchlage heraus wieder aufrichten musst. Diese Belastung kannst Du aber trainieren. Und das geht so: Du legst Dich in Bauchlage hin. Dann richtest Du Dich auf, machst einen Strecksprung und legst Dich wieder ab. Das Ganze wiederholst Du möglichst schnell und ohne Pausen dazwischen eine Minute lang. Auf diese Weise trainierst Du Deine Geschicklichkeit und Deine Bewegungsschnelligkeit.

Führe den Sporttest am Stück durch.

Beim Einstellungstest durchläufst Du die drei Stationen hintereinander. Zwischendurch hast Du zwar kurze Verschnaufpausen und kannst etwas trinken. Lange Phasen, in denen Du Dich erholen kannst, wird es aber nicht geben. Wenn Du die Disziplinen drauf hast, solltest Du den Basis-Fitness-Test deshalb am Stück üben. Dann kannst Du die Belastung gut einschätzen und weißt, wie Du Dir Deine Energiereserven am besten einteilst.

Interview

Das Interview ist ein klassisches Vorstellungsgespräch. Die Bundeswehr will Dich als Person kennenlernen und etwas über Deinen Charakter und Deine Motivation erfahren. Außerdem wollen die Prüfer die Erkenntnisse, die sie bislang aus Deinen Unterlagen und Deinen Testergebnissen über Dich gewonnen haben, bestätigen und richtig einordnen. Das Gespräch wirst Du meist mit einem Offizier und einem Psychologen führen. Doch die Prüfer werden sich darum bemühen, eine angenehme und recht lockere Atmosphäre zu schaffen. Denn sie wollen etwas über Deine Persönlichkeit wissen. Und das setzt voraus, dass Du offen antwortest und authentisch bleibst.

Die Fragen ähneln den Fragen, die bei Bewerbungsgesprächen typisch sind. Stell Dich also darauf ein, dass Du unter anderem gefragt wirst:

  • Warum wollen Sie zum Bund?
  • Wieso haben Sie sich ausgerechnet für diese Teilstreitkraft, diese Laufbahn und diesen Beruf entschieden?
  • Wie soll Ihre berufliche Karriere bei der Bundeswehr aussehen?
  • Was würden Sie als Ihre größten Stärken bezeichnen? Und was als Ihre größten Schwächen?
  • Wie stehen Sie Auslandseinsätzen gegenüber?
  • Was sagt Ihre Familie zu Ihren beruflichen Plänen?

Außerdem werden die Prüfer ein paar Deiner Antworten, die Du bei den psychologischen Fragen vom CAT-Test gegeben hast, ansprechen. Nach dem persönlichen Gespräch werden die Prüfer Deine Antworten und Dein Auftreten auswerten. Der Psychologe gibt dann seine Einschätzung dazu ab, in welcher Laufbahn und welcher Verwendung er Dich sieht.

So schneidest Du beim Interview gut ab

Das Wichtigste ist, dass Du Dich natürlich gibst und ehrlich antwortest. Es bringt nichts, wenn Du Dich verstellst. Oder wenn Du Antworten gibst, von denen Du glaubst, dass sie gut ankommen werden. Die Prüfer sind gut geschult und durchschauen Deine Taktik sofort. Außerdem geht es um Deine berufliche Zukunft. Und Du hast nichts davon, wenn Du selbst nicht hinter dem stehst, was Du sagst und machst. Dazu kommt, dass die Prüfer Deine Unterlagen und Deine Testergebnisse vor sich haben und mit Deinen Antworten abgleichen. Verstrickst Du Dich in Widersprüche, führt das nur zu unangenehmeren Nachfragen.

Insgesamt solltest Du ausblenden, dass das Interview ein Stück weit ein psychologisches Gespräch ist. Bereite Dich stattdessen ganz normal, wie auf ein herkömmliches Bewerbungsgespräch vor. Überlege Dir also, was Dich als Person ausmacht und was Du zu bieten hast. Außerdem solltest Du Dich über die Bundeswehr und Deinen Berufsweg informieren. Wie ist die Bundeswehr organisiert? Welche Aufgaben hat der Bund? Wo auf der Welt sind deutsche Soldaten im Einsatz? Was sind typische Tätigkeiten in der Laufbahn, die Du anstrebst? Solche Fragen musst Du beantworten können, wenn Du glaubhaft und überzeugend vermitteln willst, dass Du wirklich zur Bundeswehr möchtest.

Ärztliche Untersuchung

Bei der medizinischen Eignungsuntersuchung geht es um die Feststellung, ob Du die Gesundheit mitbringst, die Du für den Dienst brauchst. Dazu durchläufst Du mehrere Tests. Ein Seh- und ein Hörtest zum Beispiel stehen genauso auf dem Programm wie ein Drogentest und eine allgemeine Untersuchung.

Der ärztliche Dienst achtet bei der Musterung auf zwei Dinge. So steht zum einen Deine körperliche und psychische Gesundheit als solches auf dem Prüfstand. Zum anderen berücksichtigt der Bundeswehrarzt die Anforderungen, die speziell die Verwendung, die Du anstrebst, mit sich bringt.

Bist Du rundum gesund und körperlich geeignet, gibt der medizinische Dienst sein Okay. Allerdings kann der Bundeswehrarzt auch feststellen, dass Du für bestimmte Verwendungen nicht in Frage kommst. Schlimmstenfalls kann er für Dich den Dienst als Soldatin oder Soldat sogar komplett ausschließen. In diesem Fall kommt vielleicht noch ein Job im zivilen Bereich in Betracht. All das werden Dir die Prüfer aber genau erklären.

Gruppensituation mit Kurzvortrag und Studienberatung

Möchtest Du in die Laufbahn der Feldwebel oder der Offiziere einsteigen, umfasst Dein Eignungstest noch einen mündlichen Testteil. Gleiches gilt, wenn Du Dich für eine zivile Laufbahn bewirbst. Der mündliche Test besteht aus einer Gruppensituation. Dazu bildest Du mit ein paar anderen Bewerbern eine Gruppe. Anschließend werden Euch zwei oder drei Aufgaben vorgegeben, die Ihr gemeinsam lösen müsst.

Eine typische Aufgabe ist beispielsweise, dass Ihr zu Viert seid, aber nur drei Karten für eine Veranstaltung habt. Und nun müsst Ihr entscheiden, wer zu Hause bleibt. Eine andere Aufgabe besteht darin, dass ein Diskussionsthema vorgegeben wird. Gleichzeitig werden die Bewerber in Befürworter und Kritiker der These eingeteilt. In der Diskussion müsst Ihr dann die zugewiesenen Standpunkte vertreten.

Bei den Gruppenaufgaben geht es gar nicht unbedingt darum, welche Lösung Ihr am Ende erarbeitet. Wichtiger ist, wie Ihr zusammenarbeitet. Für Dich heißt das: Bringe Dich aktiv ins Gespräch ein. Beteilige Dich und mache Vorschläge. Achte aber gleichzeitig auf gute Manieren und einen höflichen Ton.

Abgerundet wird die Gruppensituation durch einen Kurzvortrag. Dafür bekommst Du ein Thema vorgegebenen. Dann hast Du ein paar Minuten Zeit, um Deinen Vortrag vorzubereiten. Anschließend führst Du Deine Überlegungen vor der Gruppe und den Prüfern aus.

Studienberatung für Offiziere

Willst Du als angehender Offizier bei der Bundeswehr studieren, findet eine Studienberatung statt. Bei diesem Gespräch gleicht die Bundeswehr Deine Wünsche und Vorstellungen mit Deiner Eignung, dem Personalbedarf und den freien Studienplätzen ab. Anschließend erfährst Du, ob Dein gewünschtes Studium möglich ist und welche anderen Alternativen in Frage kommen.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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