
Die psychologischen Testverfahren ermitteln deine persönliche Eignung.
Der psychologische Test im Auswahlverfahren der Bundeswehr hat großen Einfluss darauf, ob sich der Traum von einer militärischen Karriere erfüllt. Dabei geht es nicht um Wissen, Intelligenz oder körperliche Fitness – sondern um deine Persönlichkeit, deinen Charakter, deine mentale Belastbarkeit und deine Haltung. Wenn du verstehst, was wirklich geprüft wird, gewinnst du Sicherheit und kannst selbstbewusst zum Eignungstest antreten.
Eignungsprüfung der Bundeswehr als Online Training
Entscheidest du dich für eine Laufbahn bei der Bundeswehr, brauchst du einen gefestigten Charakter und eine starke Persönlichkeit. Denn der Soldatenberuf fordert dich nicht nur körperlich, sondern bringt auch hohe mentale Belastungen mit sich. Du kannst in Situationen geraten, die gefährlich sind und blitzschnelle Entscheidungen, aber zugleich viel Verantwortungsbewusstsein verlangen.
Gleichzeitig bist du kein Einzelkämpfer. Kameradschaft, Verlässlichkeit und Teamfähigkeit sind Grundwerte im militärischen Alltag. Deshalb sind psychologische Tests ein fester Bestandteil im Auswahlverfahren der Bundeswehr. Sie ermitteln, ob du zur Truppe passt – und in der angestrebten Laufbahn richtig aufgehoben bist.
Viele Bewerber/-innen haben Bedenken, weil sie diesen Teil des Einstellungstests nur schwer einschätzen können. In diesem Beitrag geben wir dir Orientierung: Du erfährst, wie der psychologische Test abläuft, welche Verfahren eingesetzt werden und worauf es tatsächlich ankommt.
Darum geht es im psychologischen Test der Bundeswehr wirklich
Die psychologischen Testverfahren zielen nicht darauf ab, Bewerber/-innen zu durchleuchten oder rigoros auszusortieren. Die Bundeswehr sucht nicht nach perfekten, idealen Menschen – sondern nach Leuten mit einer Persönlichkeit, die zur militärischen Realität passt.
Zu den Kriterien, die geprüft werden, zählen:
- Stabilität und Reife
- Belastbarkeit und Umgang mit Stress
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamgeist und soziale Kompetenzen
- Motivation für den Dienst bei der Bundeswehr
Wichtig ist die Abgrenzung: Die psychologischen Tests sind keine Wissens- und Intelligenztests. Deine kognitiven Fähigkeiten testet die Bundeswehr im CAT-Test.
Der Ablauf des psychologischen Tests im Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren beinhaltet mehrere psychologische Tests.
Der ganze Einstellungstest verteilt sich auf zwei Tage. In dieser Zeit hast du verschiedene Stationen vor dir, darunter den CAT-Test am Computer, den Sporttest und die ärztliche Untersuchung.
Der psychologische Test ist kein separater Prüfungsabschnitt. Stattdessen umfasst er mehrere Testverfahren, die in das Auswahlverfahren integriert sind. Ihr Umfang richtet sich nach der Laufbahn, die du anstrebst:
- Freiwilliger Wehrdienst und Mannschaften: biometrischer Fragebogen, computergestützter Persönlichkeitstest und psychologisches Gespräch
- Unteroffiziere: gleiche Bestandteile, aber höhere Anforderungen
- Feldwebel und Offiziere: zusätzlich Assessment-Center mit Gruppenaufgaben und Kurzvortrag
Der biometrische Fragebogen
Der Einstellungstest beginnt mit Organisatorischem. Zusammen mit deinen Mitbewerber/-innen wirst du begrüßt, in die Abläufe des Tests eingewiesen und in einem Info-Vortrag über die Bundeswehr und deine Verwendung informiert.
Außerdem bekommst du neben deinem Laufzettel einen Fragebogen zum Ausfüllen. Viele Bewerber/-innen glauben, der Fragebogen wäre nur eine Art Personalbogen und damit organisatorischer Papierkram. Das ist falsch!
In dem Formular werden unter anderem abgefragt:
- Schulbildung und Noten
- bisherige Jobs, Praktika und Ehrenämter
- berufliche Ziele
- Motivation
Die Fragen lauten zum Beispiel:
- Warum wollen Sie zur Bundeswehr?
- Wieso bewerben Sie sich für diese Laufbahn?
- Welche alternativen Verwendungen können Sie sich vorstellen?
- Haben Sie bereits Führungsverantwortung übernommen?
- Was bezeichnen Sie als Ihre Stärken und Schwächen?
Zum Ausfüllen hast du nur ein begrenztes Zeitfenster. Deine Angaben fließen in die Bewertung ein und können im Vorstellungsgespräch aufgegriffen werden. Deshalb solltest du dir vorher schon Gedanken machen – und den Fragebogen sowohl sorgfältig als auch ehrlich ausfüllen.
Der computergestützte Persönlichkeitstest (Fragebogenverfahren)
Als schriftlichen Teil enthält der Einstellungstest den CAT-Test. Dabei handelt es sich um einen Computertest, der aus mehreren Modulen besteht. Zu den gängigen Testbereichen gehören:
- Deutsch und je nach Laufbahn auch Englisch
- Mathematik
- logisches und räumliches Denken
- Technik und Physik
- Allgemeinwissen
- Konzentration und Reaktion
Ein weiteres Testmodul ist der Persönlichkeitstest, auch Fragebogenverfahren genannt. Hier geht es um deine Eigenschaften, Verhaltensweisen und Ansichten.
Die Fragen im Persönlichkeitstest
Im Fragebogenverfahren werden dir verschiedene Aussagen genannt. Sie lauten zum Beispiel:
- Ich habe einen großen und bunt gemischten Freundeskreis.
- Ohne Kompromissbereitschaft kann Teamarbeit nicht funktionieren.
- Es langweilt mich, wenn sich Abläufe ständig wiederholen.
- Wenn ich einen Fehler mache, übernehme ich dafür die Verantwortung.
- Auch unter Druck agiere ich ruhig und besonnen.
Du ordnest jede Aussage auf einer Skala danach ein, wie sehr sie auf dich zutrifft oder du ihr zustimmst. Auf deinem Bildschirm sieht das in etwa so aus:
„Manchmal ist schnelles und entschlossenes Handeln sinnvoller als gründliches Abwägen.“
Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center
- Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
- Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
- Bundeswehr Fachwissen
- Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
- Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr
- Detaillierte Auswertung
- Von Experten erstellt
- Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
- Einmalzahlung, kein Abo!
Ο Trifft vollkommen zu.
Ο Trifft eher zu.
Ο Teils, teils.
Ο Trifft eher nicht zu.
Ο Trifft überhaupt nicht zu.
Im Persönlichkeitstest gibt es keine richtigen oder falschen, besseren oder schlechteren Antworten. Schließlich geht es um dich als Mensch und Persönlichkeit. Versuche auch nicht, die Aussagen zu analysieren und ein Idealbild zu kreieren.
Das psychologische Gespräch
Viele Bewerber/-innen empfinden das persönliche Interview als anspruchsvollsten Abschnitt der psychologischen Tests. Dass das Interview auch als psychologisches Gespräch bezeichnet wird, hat drei Gründe:
- Dein Gesprächspartner ist meist ein Psychologe, oft unterstützt von einem hochrangigen Bundeswehrangehörigen.
- Im Gespräch beantwortest du auch psychologische Fragen.
- Nach dem Gespräch werden deine Testergebnisse zusammengeführt und der Psychologe erstellt dein Persönlichkeitsprofil. Dieses bildet die Basis für die Beurteilung deiner Eignung und die Empfehlung einer Laufbahn.
Trotzdem ist das Interview letztlich ein klassisches Bewerbungsgespräch. Die Prüfer erkundigen sich nach deinem Werdegang, deinen Zielen und deinen Interessen. Auch Allgemeinwissen und Wissen zur Bundeswehr fragen sie ab. Die Fragen, die für dein psychologisches Profil besonders relevant sind, lassen sich grob in vier Gruppen einteilen:
Fragen zur Motivation
Hier geht es im Wesentlichen darum, ob du ein realistisches Bild vom Soldatenberuf und der Arbeit im militärischen Umfeld hast. Mögliche Fragen sind zum Beispiel:
- Warum wollen Sie Soldat/-in werden?
- Worin sehen Sie die größten Vor- und Nachteile des Soldatenberufs?
- Wie stehen Sie zu Auslandseinsätzen?
Fragen zur Persönlichkeit
Diese Fragen sollen einerseits dazu beitragen, dich besser kennenzulernen. Andererseits zielen sie darauf ab, wie reflektiert du bist und dich selbst einschätzt. Also etwa:
- Was ist der größte Erfolg, den Sie bisher erzielt haben?
- Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie so nicht noch einmal machen würden?
- Welchen Charakterzug würden Sie gerne ändern, wenn Sie könnten?
- Mit welchen drei Wörtern würde Ihr bester Freund Sie beschreiben?
Rückfragen zu Fragebogen und Persönlichkeitstest
Die Prüfer werden einige deiner Angaben aus dem biometrischen Fragebogen und dem Computertest aufgreifen. Das ist deine Gelegenheit, deine Einschätzungen zu erklären und zu begründen.
Situative Fragen
Bei diesen Fragen schildern dir die Prüfer Situationen, die oft kritisch oder moralisch schwierig sind. Zum Beispiel:
- Jemand, der Ihnen sehr nahesteht, kritisiert Sie heftig für Ihre Entscheidung, Soldat/-in zu werden. Was entgegnen Sie ihm?
- Warum wollen Sie Ihre Gesundheit und vielleicht sogar Ihr Leben für Fremde riskieren?
- Stellen Sie sich vor, bei einem gemeinsamen Einsatz mit Bündnispartnern wurde ein Kamerad aus Ihrer Einheit verletzt. Ein anderer Soldat, den Sie nicht kennen und der kein Angehöriger der Bundeswehr ist, wurde schwer verwundet. Wem helfen Sie zuerst?
Das Ziel ist, deinen Umgang mit Druck und Verantwortung zu testen. Deshalb zählt auch weniger, was du inhaltlich antwortest, sondern in erster Linie, dass du ruhig bleibst und souverän reagierst.
Aber: Du musst sehr genau hinhören. Denn während sich manche Fragen auf deine persönlichen Ansichten beziehen, prüfen andere das Verständnis militärischer Strukturen.
Die beste Strategie fürs Interview
Das Vorstellungsgespräch dauert ungefähr eine Stunde. Die Prüfer beobachten dich genau und machen sich Notizen. Aber sie wissen auch, dass du nervös bist. Und sie wollen dir nichts Böses, sondern machen nur ihren Job.
Das Assessment-Center
Als Bewerber/-in für die Feldwebel- oder Offizierslaufbahn nimmst du an einem Assessment-Center teil. Auch dieser Abschnitt gehört zum psychologischen Test. Geprüft werden Aspekte wie:
- Teamgeist
- Durchsetzungsvermögen
- Kompromissbereitschaft
- Konfliktfähigkeit
- Kommunikationsstärke
- Führungsqualitäten
Im Assessment-Center stehen Gruppenaufgaben an, bei denen du gemeinsam mit anderen Bewerber/-innen ein Problem löst, eine Entscheidung triffst oder über ein Thema diskutierst. Danach hältst du einen Kurzvortrag, den du nach einer kurzen Vorbereitungszeit präsentierst.
Die optimale Vorbereitung auf den psychologischen Test der Bundeswehr
Ein klassisches Übungsprogramm für die psychologischen Testverfahren gibt es nicht. Eine sinnvolle Vorbereitung heißt in erster Linie:
- Informiere dich gründlich über die Bundeswehr und ihre Aufgaben.
- Eigne dir Wissen über die Laufbahn und Verwendung an, für die du dich bewirbst.
- Setze dich ehrlich mit deiner Motivation für eine militärische Karriere auseinander.
- Reflektiere realistisch deine Eigenschaften, Stärken und Schwächen.
Letztlich bereitest du dich so vor, wie auf ein wichtiges Vorstellungsgespräch. Aber lerne keine Antworten (aus Bewerbungsratgebern) auswendig.
Fazit
Der psychologische Test der Bundeswehr soll gewährleisten, dass Persönlichkeit, Motivation und Laufbahn zusammenpassen. Es geht darum, die berufliche Richtung realistisch zu bestimmen – in deinem Interesse und dem der Truppe.
Eine bewusst getroffene Entscheidung, die du schlüssig kommunizieren kannst, ermöglicht dir das, was wirklich zählt: ein glaubwürdiges Auftreten. Dadurch unterscheidest du dich nicht nur von schlecht vorbereiteten Bewerber/-innen, sondern strahlst die Sicherheit und Klarheit aus, die die Bundeswehr sehen will.
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