Bundeswehr Wiedereinsteller: Beachte diese 5 Tipps

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos für Bundeswehr Wiedereinsteller

Zieht es Dich zur Truppe zurück, kannst Du Dich als Wiedereinsteller bewerben.

Früher konnte der Bedarf an Zeitsoldaten zumindest zum Teil durch die allgemeine Wehrpflicht gedeckt werden. Doch seit die Wehrpflicht ausgesetzt ist, wird es für die Bundeswehr immer schwerer, Fachleute für sich zu gewinnen. In vielen Bereichen fehlt es an Spezialisten.

Also musste die Bundeswehr neue Wege finden. Eine Maßnahme dabei war, die mögliche Verpflichtungszeit auf 25 Jahre zu erhöhen. Auf diese Weise kann der Bund Fachkräfte nicht nur länger in seinen Reihen halten. Genauso profitieren auch ehemalige Soldaten und Reservisten von dieser Regelung. Sie können dadurch nämlich als Wiedereinsteller zur Truppe zurückkehren.

Bundeswehr Wiedereinsteller Einstellungstest

Vielleicht hast Du Dich aus familiären Gründen dafür entschieden, die Bundeswehr zu verlassen. Möglicherweise wolltest Du Deinen beruflichen Weg lieber in einem zivilen Beruf und in der freien Wirtschaft fortsetzen. Oder Du wärst eigentlich gerne geblieben. Doch es gab für Dich keine Möglichkeit, Dich weiter zu verpflichten oder als Berufssoldat übernommen zu werden. – Ob auf eigenen Wunsch oder aus der Situation heraus: Für das Ausscheiden aus der Truppe kann es die unterschiedlichsten Gründe geben.

Doch so oder so ist das Ende der Dienstzeit für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit ein ziemlicher Einschnitt im Leben. Und manch einer bereut seine Entscheidung und sehnt sich früher oder später nach seiner Zeit beim Militär zurück. Dabei gibt es durchaus die Möglichkeit, wieder Teil der Truppe zu werden. Als sogenannter Wiedereinsteller kannst Du Deinen Dienst nämlich fortsetzen. Doch damit Deine Rückkehr klappt, solltest Du ein paar Dinge beachten. Was Du wissen solltest, wenn Du über einen erneuten Einsatz als Soldat nachdenkst, haben wir in diesem Beitrag für Dich zusammengestellt.

Verpflichtung für bis zu 25 Jahre möglich

Zeitsoldatinnen und -soldaten in allen Dienstgradgruppen können sich seit einiger Zeit für bis zu 25 Jahre verpflichten. Diese Regelung wurde eingeführt, weil die Bundeswehr mit dem Wegfall der Wehrpflicht zunehmend Schwierigkeiten hatte, ihren Bedarf an Fachkräften zu decken. Durch die längere Verpflichtungszeit sollte die Möglichkeit geschaffen werden, Fachpersonal zu binden. Die Regelung gilt aber eben nicht nur für aktive Soldatinnen und Soldaten. Auch Rückkehrer, die die Bundeswehr nach dem Ende ihrer Dienstzeit verlassen haben, können die Regelung nutzen. Solange die maximale Verpflichtungsdauer noch nicht erreicht ist, können sie ihre Karriere bei den Streitkräften nämlich fortsetzen.

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Wiedereinsteller verfügen über wertvolles Wissen

Dabei stehen die Chancen für Wiedereinsteller ziemlich gut. Der Bund sieht in den Ehemaligen nämlich großes Potenzial. Schließlich haben die ehemaligen Soldatinnen und Soldaten Kompetenzen im Gepäck, von denen beide Seiten profitieren. So haben frühere Zeitsoldaten in aller Regel die Grundausbildung hinter sich, weiterführende Ausbildungen absolviert und das notwendige Know-how für eine spezifische Aufgabe erworben. Dieses Fachwissen ist vor dem Hintergrund, dass sich die Gesellschaft demographisch wandelt und weniger Nachwuchs nachrückt, während die sicherheitspolitischen Herausforderungen immer größer werden, äußerst wertvoll.

Außerdem kennen die Wiedereinsteller die Bundeswehr als Arbeitgeber und wissen, was in der Truppe auf sie zukommt. Die Gefahr von falschen Vorstellungen besteht damit nicht. Und auch lange Eingewöhnungs- und Einarbeitungszeiten entfallen. Ganz im Gegenteil haben viele Rückkehrer sehr schnell das Gefühl, wieder „zu Hause“ zu sein. Gleichzeitig können sie die Chance nutzen, ihre militärische Karriere fortzuführen oder sogar noch einmal ganz neu durchzustarten.

Bedarf und Eignung müssen übereinstimmen

Grundsätzlich sind bei einer Wiedereinstellung als SaZ 25 – also als Soldat auf Zeit mit 25-jähriger Verpflichtungszeit – alle Verwendungen und Ausbildungen in allen Teilstreitkräften möglich. Am Ende bestimmen aber der Bedarf der Bundeswehr und die Eignung des Wiedereinstellers. So sucht der Bund beispielsweise in den technischen Berufen dringend Fachpersonal. Doch nicht jeder Wiedereinsteller bringt die Fähigkeiten mit, um als IT-Soldat, Elektrotechniker oder Teil der Instandsetzungstruppe seinen Dienst zu versehen. Wie überall im Leben muss es halt auch bei einer Rückkehr zur Truppe passen. Und jede Wiedereinstellung ist eine Prüfung im Einzelfall.

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Besondere Altersgrenzen gibt es aber nicht. Bist Du älter als 40 Jahre, muss zwar das Verteidigungsministerium darüber entscheiden, ob Deine Bewerbung berücksichtigt und Du eingestellt werden kannst. Doch allein das Lebensalter ist kein Grund, der einer Rückkehr in die Truppe entgegensteht.

Keine Sonderbehandlung für Rückkehrer

Auf einen Bonus als Ehemaliger kannst Du nicht hoffen. Als Wiedereinsteller wirst Du genauso behandelt wie alle anderen Bewerber. Das bedeutet: Du musst das gleiche Auswahlverfahren durchlaufen wie Ungediente. Und Du musst das Auswahlverfahren erfolgreich meistern. Eine vollständige Bewerbung mit lückenlosem Lebenslauf ist dabei genauso Pflicht wie das Bestehen des CAT-Tests. Du musst Dich dem Interview mit dem Psychologen stellen und den Sporttest ablegen. Auch bei der ärztlichen Untersuchung dürfen keine gravierenden Einschränkungen auftauchen. Als Wiedereinsteller kommt aber noch dazu, dass Deine frühere Dienstakte möglichst keine Makel haben sollte.

Wie bei allen anderen Bewerbern auch, entscheiden Deine Ergebnisse vom Einstellungstest darüber, ob Deine Wiedereinstellung möglich ist – und wenn ja, in welcher Verwendung und bei welcher Teilstreitkraft. Damit trägt die Bundeswehr ihrem Anspruch Rechnung, eine faire Chancengleichheit für alle Bewerber zu schaffen.

Wiedereinstellung mit gleichem Dienstgrad

Eine Besonderheit gibt es für Wiedereinsteller dann aber doch: Du behältst Deinen Dienstgrad. Kehrst Du zur Truppe zurück, steigst Du also mit dem Dienstgrad ein, den Du bei Deinem Ausscheiden hattest. Hast Du nach dem Ende Deiner Dienstzeit als Zeitsoldat Reservedienst geleistet und wurdest Du als Reservist befördert, wirst Du bei Deiner Rückkehr im höheren Dienstgrad eingestellt.

Möglich ist sogar, dass Du bei Deiner Wiedereinstellung in einen höheren Dienstgrad eingruppiert wirst als bei Deiner Entlassung. Das ist der Fall, wenn Du in der Zwischenzeit entsprechende Qualifikationen erworben hast. Ein Beispiel: Du hast den Bund als Feldwebel verlassen. Anschließend hast Du studiert und warst in diesem Beruf beschäftigt. Kehrst Du nun zu den Streitkräften zurück, ist auch eine Einstellung in der Laufbahn der Offiziere denkbar.

Frühere Zeiten werden angerechnet

Deine frühere Dienstzeit als SaZ wird auf die maximale Verpflichtungsdauer angerechnet. Gleiches gilt für den Reservedienst und auch für Berufsförderungsmaßnahmen und Abfindungen, die Du erhalten hast. Spätestens, wenn Du Dein 62. Lebensjahr vollendet hast – in Ausnahmefällen an Deinem 65. Geburtstag – wirst Du in den Ruhestand versetzt. Diese Altersgrenzen ergeben sich aus § 45 des Soldatengesetzes und gelten auch für Wiedereinsteller. Danach hast Du aber in aller Regel noch Anspruch auf den Berufsförderungsdienst, kurz BFD. Nutzt Du Deinen BFD-Anspruch, kannst Du eine ganze Zeit überbrücken. Im Idealfall solange, bis Du das Rentenalter erreichst hast.

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Bundeswehr Wiedereinsteller: 5 Tipps für eine erfolgreiche Rückkehr

Die Bundeswehr ist ein ganz besonderer Arbeitgeber. Und die meisten, die einmal Teil der Truppe waren, denken gerne an ihre Zeit beim Bund zurück. Natürlich ist nicht alles toll und zweifelsohne gibt es viele Dinge, die kritisiert werden können. Doch die Arbeit beim Bund ist nicht mit einem Job in einem Unternehmen der freien Wirtschaft zu vergleichen. Ob berufliche Möglichkeiten, Karrierechancen, der Verdienst oder die gelebte Kameradschaft: Die Bundeswehr kann an vielen Stellen punkten.

Viele ehemalige Soldatinnen und Soldaten würden heute nicht noch einmal entscheiden, die Truppe zu verlassen. Und einige von ihnen wagen den Schritt und bewerben sich erneut. Allerdings ist ihnen manchmal nicht klar, dass die Wiedereinstellung kein Spaziergang wird. Und nicht jeder Rückkehrer weiß, wie eine Wiedereinstellung eigentlich abläuft. Falls es Dir auch so geht, haben wir fünf Tipps für Dich, die Dir bei Deinem Wiedereinstieg helfen.

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Tipp Nr. 1: Setze Dich mit der Karriereberatung zusammen.

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, zur Bundeswehr zurückzukehren, sollte Dich Dein erster Weg zur Karriereberatung führen. Der Berater wird sich Deinen Werdegang anschauen und Dir erklären, welche Möglichkeiten Du hast. Er kann Dir allgemeine Fragen beantworten und konkrete Informationen geben. Außerdem kann er einschätzen, wie Deine Chancen auf eine Wiedereinstellung stehen. Denn auch wenn die Bundeswehr Personal sucht, heißt das noch lange nicht, dass sie jeden Bewerber einstellt. Vielmehr prüft sie recht genau, wie es um die fachliche und persönliche Eignung steht. Das gilt für Dich als Rückkehrer genauso wie für jeden anderen, ungedienten Bewerber auch.

Der Karriereberater informiert und berät Dich umfassend. Von ihm bekommst Du außerdem Info-Material und die Formulare, die Du für Deine Bewerbung brauchst. Beim Bewerbungsverfahren selbst unterstützt Dich der Karriereberater ebenfalls. Er wird also zu Deinem Ansprechpartner, bis es mit der Wiedereinstellung geklappt hat.

Tipp Nr. 2: Stelle Deine Bewerbungsunterlagen sorgfältig zusammen.

Ob Wiedereinsteller oder nicht: Der nächste Schritt nach dem Beratungsgespräch ist Deine Bewerbung. Und Deine Unterlagen müssen vollständig sein. Verlasse Dich nicht darauf, dass die Bundeswehr noch Deine Dienstakte hat und ihr somit die wichtigsten Daten schon vorliegen. Denn zum einen ist seit Deinem Ausstieg schon etwas Zeit vergangen. Dadurch sind neue Stationen in Deinem Lebenslauf dazugekommen und auch Deine persönlichen Daten können sich verändert haben. Und zum anderen behandelt Dich der Bund im Auswahlverfahren nicht als Rückkehrer, sondern als ganz normalen Bewerber.

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Stelle also Deine Bewerbungsunterlagen sorgfältig zusammen. Dabei brauchst Du:

  • Bewerbungsbogen und Zusatzfragebogen
  • tabellarischer Lebenslauf – und diesen lückenlos!
  • Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde oder Auszug aus dem Familienstammbuch
  • Nachweis über Deinen Schulabschluss (oder das letzte Schulzeugnis, das Du bekommen hast)
  • sofern vorhanden: Studiennachweise, Arbeitszeugnisse und Belege über Qualifikationen (z.B. Ausbildungszeugnis oder Meisterbrief)
  • Belege über finanzielle Verpflichtungen wie Kreditverträge und Ratenkäufe

Deine Bewerbung kannst Du dann bei Deinem Karriereberater abgeben. Er wird die Unterlagen mit Dir durchgehen und sie, wenn alles vollständig ist, an die zuständige Stelle weiterreichen. Die andere Möglichkeit ist, dass Du Deine Unterlagen als Online-Bewerbung über das Bewerbungsportal übermittelst.

Tipp Nr. 3: Überlege Dir genau, warum Du zum Bund zurückkehren willst.

Natürlich solltest Du auch für Dich selbst klären, warum Du eigentlich zum Militär zurückkehren willst. Spätestens beim Gespräch mit dem Psychologen im Rahmen des Einstellungstests wirst Du aber auf jeden Fall Gründe und Erklärungen brauchen. Denn der Psychologe wird Dir Fragen stellen wie:

  • Warum haben Sie sich seinerzeit entschieden, die Bundeswehr zu verlassen?
  • Weshalb möchten Sie ihre Entscheidung von damals rückgängig machen und wieder zu uns zurückkommen?
  • Wiese bewerben Sie sich ausgerechnet jetzt wieder?
  • Welche Kenntnisse und Erfahrungen haben Sie in der Zwischenzeit gesammelt?
  • Was erhoffen Sie sich von Ihrer Rückkehr zur Bundeswehr?
  • Was ist Ihrer Meinung nach heute anders als vor … Jahren?
  • Wie steht Ihr Umfeld zu Ihren Plänen?
  • Ist Ihnen bewusst, dass Sie – auch als Vater/Mutter – bei Auslandseinsätzen eingesetzt werden können und dabei möglicherweise Ihr Leben aufs Spiel setzen?
  • Was macht Sie so sicher, dass Sie dieses Mal beim Bund bleiben?

Wenn Du Dich in erster Linie deshalb als Wiedereinsteller bewirbst, weil Du keine Lust mehr auf Deinen zivilen Beruf hast oder schon länger arbeitslos bist, wirst Du am psychologischen Gespräch scheitern. Gleiches gilt, wenn Du selbst nicht so genau weißt, was Du eigentlich willst. Wie bei jedem anderen Bewerber wird der Psychologe Deine Motivation und Deine Beweggründe sehr genau unter die Lupe nehmen und hinterfragen. Und wenn er den Eindruck hat, dass Deine Rückkehr lediglich eine Notlösung ist oder Du nur irgendwelchen Erinnerungen an früher nachhängst, wird er Deine Bewerbung ablehnen.

Tipp Nr. 4: Bereite Dich auf den Einstellungstest vor.

Konnte Deine Bewerbung überzeugen, lädt Dich die Bundeswehr zum Einstellungstest ein. Die Prüfung legst Du in dem Karrierecenter ab, das für Dein Bundesland zuständig ist. Als Offizier durchläufst Du ein verkürztes Auswahlverfahren im Assessmentcenter für Führungskräfte in Köln.

Der Einstellungstest ist für alle Bewerber gleich, egal ob Ungedienter oder Wiedereinsteller und egal ob Mann oder Frau. Er dauert gut zwei Tage und setzt sich aus verschiedenen Einzelprüfungen zusammen.

CAT-Test

Ein Baustein vom Bundeswehr Eignungstest ist der Computertest. Bei diesem schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens musst Du Fragen aus verschiedenen Themenbereichen beantworten. Deutsch und Mathe oder Technik und Physik stehen dabei genauso auf dem Programm wie Fragen zum logischen Denkvermögen. Dazu kommen ein Konzentrations- und ein Reaktionstest. Und auch ein psychologischer Test ist enthalten.

Sporttest

Um Deine körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, nimmst Du am Sporttest teil. Dabei handelt es sich beim Sporttest um den Basis-Fitness-Test (BFT). Er ist inzwischen Standard bei der Bundeswehr. Den Physical Fitness Test als Bundeswehr Sporttest gibt es nicht mehr.

Der BFT umfasst drei Stationen. Den Anfang macht der Sprinttest über 11 x 10 Meter. Danach folgt der Klimmhang-Test. Als dritte Disziplin steht ein Fahrrad-Ergometer-Test über 3.000 Meter an. Den 1.000-Meter-Lauf, den Du vielleicht noch als Baustein vom jährlichen BFT kennst, machen nur aktive Soldaten. Bewerber strampeln hingegen auf dem Fahrrad-Ergometer.

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Vorstellungsgespräch

Für das Bewerbungsgespräch setzt Du Dich mit einem Psychologen und meist einem Offizier zusammen. Bei dem Gespräch geht es darum, Dich als Person kennenzulernen und etwas über Deine Beweggründe zu erfahren. Deshalb werden Dich die Prüfer zu Deinem Werdegang befragen. Dazu kommen Fragen zu Dir als Person und Deinem Charakter. Dabei werden gerne auch Antworten aufgegriffen, die Du beim CAT-Test gegeben hast. Und natürlich wird der Psychologe auch darauf zu sprechen kommen, warum Du zur Truppe zurückkehren willst und wie Du Dir Deine berufliche Zukunft vorstellst.

Ärztliche Untersuchung

Ein weiterer Bestandteil vom Bundeswehr Einstellungstest ist die ärztliche Untersuchung. Vom Seh- und Hörtest über einen Drogentest bis hin zur allgemeinärztlichen Untersuchung wirst Du dabei umfassend durchgecheckt. Die Musterung musst Du ohne nennenswerte Einschränkungen überstehen. Kleinere Beschwerden, die behoben werden können, sind natürlich kein Problem. In diesem Fall wirst Du eventuell vorübergehend als T4 gemustert und später noch einmal nachuntersucht. Ansonsten brauchst Du aber schon T1 oder T2. Denn wenn der Arzt zu viele Einschränkungen sieht und Deinen Einsatz in zu vielen Verwendungen ausschließt, ist Deine Rückkehr zum Bund nicht möglich.

Gruppensituation mit Kurzvortrag

In der Laufbahn der Feldwebel und der Offiziere gehört ein mündlicher Testteil zum Auswahlverfahren. In der Gruppensituation bildest Du mit anderen Bewerbern eine Gruppe. Als Team müsst ihr dann zwei, drei Aufgaben bearbeiten. Anschließend hältst Du noch einen kurzen Vortrag zu einem vorgegebenen Thema.

Einplanung

Hast Du alle Teile vom Einstellungstest bestanden, geht es für Dich zur Einplanung. Der Einplaner gleicht Deine Testergebnisse, die Beurteilung vom Bundeswehrarzt und die Einschätzung vom Psychologen mit Deinen Wünschen und dem Bedarf ab. Anschließend schlägt er Dir vor, wie und als was Du wiedereingestellt werden kannst.

Auch wenn Du den Einstellungstest schon einmal erfolgreich gemeistert hattest und ungefähr weißt, was auf Dich zukommt, solltest Du Dich gezielt auf den Eignungstest vorbereiten. Denn dass Du besteht, ist die Voraussetzung für Deine erneute Einstellung. Und ein gutes Abschneiden sichert Dir gute Chancen auf Deine gewünschte Verwendung.

Tipp Nr. 5: Betrachte Deine Rückkehr als Neuanfang.

Es hat seinen Grund, dass Du die Bundeswehr seinerzeit verlassen hast. Und in der Zwischenzeit hast Du Erfahrungen gesammelt, Dir neues Wissen angeeignet und Deine Fähigkeiten erweitert. Auch als Mensch hast Du Dich weiterentwickelt. Gleichzeitig ist auch die Bundeswehr nicht stehengeblieben. Die Reformen und die Neuausrichtung haben dazu geführt, dass sich der Bund an vielen Stellen verändert hat.

Du bist deshalb gut beraten, wenn Du einen Strich unter die alten Zeiten ziehst und Deine Rückkehr als Neuanfang betrachtest. Verfalle nicht in die alten Gewohnheiten und ruhe Dich nicht auf Deinen früheren Erfolgen aus. Nutze stattdessen die Chance, Deine Weiterentwicklung fortzuführen und Deiner Karriere neuen Schub zu verleihen.

Wiedereinstellung – und was danach?

25 Jahre sind zwar eine lange Zeit. Ein Berufsleben dauert aber noch ein ganzes Stück länger. Vielleicht wirst Du Dir Gedanken darüber machen, wie es für Dich weitergehen soll, wenn Deine Dienstzeit abgelaufen ist. Schließlich wirst Du dann vielleicht in einem Alter sein, in dem es nicht mehr so einfach ist, einen Job zu finden.

Ein Beispiel: Du warst acht Jahre lang Zeitsoldat. Bei Deiner Entlassung warst Du 28 Jahre alt. Jetzt, zum Zeitpunkt Deiner Wiedereinstellung, bist Du 35. Selbst wenn Du Dich für die vollen 25 Jahre verpflichtest, dauert Dein Dienst noch 17 Jahre. Denn Deine frühere Dienstzeit wird angerechnet. In 17 Jahren bist Du aber erst 52 Jahre alt – und damit zu jung, um in Rente zu gehen. Gleichzeitig wird es nicht so leicht, mit über 50 auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Doch für solche Fälle gibt es den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, kurz BFD. Er bietet an breites Angebot an Förderungen und Dienstleistungen, die Dich bei der Berufswahl, dem Erwerb von notwendigen Qualifikationen, der Jobsuche und der finanziellen Absicherung unterstützen. Je nach Rechtsgrundlage hast Du schon während oder nach Deiner militärischen Dienstzeit Anspruch auf den BFD. Und dabei kannst Du aus über 2.200 verschiedenen Aus- und Weiterbildungsangeboten wählen. Zudem gibt es eine bundesweite Stellenbörse und der Job-Service hilft Dir dabei, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

Andererseits musst Du die Bundeswehr nicht ein zweites Mal verlassen. Über den Binnenarbeitsmarkt kannst Du als SaZ nämlich als ziviler Mitarbeiter oder Beamter in die Verwaltung wechseln. Je nach Qualifikation kannst Du Dich dabei für eine Direkteinstellung bewerben. Freie Stellen werden in der Jobbörse der Bundeswehr ausgeschrieben. Oder Du hängst eine Laufbahnausbildung oder eine duale Berufsausbildung dran. Auch dabei unterstützt Dich der BFD. Schließlich kennst Du den Bund als Arbeitgeber und kannst Deine Erfahrungen als Soldatin oder Soldat in Deinen neuen Aufgabenbereich einbringen.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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