
Erst wenn du den Einstellungstest bestanden hast, kannst du Feldwebel bei der Bundeswehr werden.
Bei der Bundeswehr hast du verschiedenste Möglichkeiten für eine berufliche Karriere, sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich. Entscheidest du dich für den Soldatenberuf, stehen dir mehrere Laufbahnen offen – darunter die Laufbahn der Feldwebel. Diese hat eine besondere Rolle. Denn als Feldwebel bist du Fachkraft, Ausbilder und Führungskraft in einem. Deshalb sind die Anforderungen an Feldwebel hoch – und genau hier kommt der Einstellungstest der Bundeswehr ins Spiel.
Der Feldwebel Einstellungstest bei der Bundeswehr
Bei der Bundeswehr arbeiten Feldwebel im Truppendienst und im allgemeinen Fachdienst. Dadurch ergeben sich unterschiedlichste Aufgabenbereiche.
Doch zunächst einmal steht der Eignungstest an. Er entscheidet darüber,
- ob du überhaupt für den Soldatenberuf geeignet bist,
- welche Laufbahn zu dir passt
- und welche Verwendung für dich infrage kommt.
Weil du als Feldwebel Verantwortung für Menschen, Aufträge und Material trägst, ist das Auswahlverfahren umfangreich. Aber wenn du weißt, was auf dich zukommt, kannst du dich gezielt vorbereiten und so die Grundlage für eine erfolgreiche Teilnahme am Einstellungstest schaffen.
Die Laufbahn der Feldwebel im Überblick
Feldwebel sind Unteroffiziere mit Portepee. Je nach Verwendung sind sie militärische Vorgesetzte oder Fachleute für spezielle Bereiche. Dabei gibt es in der Feldwebel-Laufbahn fünf Fachrichtungen:
- Truppendienst
- Allgemeiner Fachdienst
- Geoinformationsdienst
- Militärmusikdienst
- Sanitätsdienst
Während der Dienstzeit nimmst du regelmäßig an Lehrgängen, Schulungen und Weiterbildungen teil, zum Beispiel in Führung, Technik, EDV und IT oder Sprachen. Langfristig eröffnen sich so weitere Karrieremöglichkeiten, etwa durch einen Wechsel in die Offizierslaufbahn oder die Ernennung zum/r Berufssoldat/-in.
Feldwebel im Truppendienst
Als Feldwebel des Truppendienstes bist du militärische Führungskraft. Du bildest Soldat/-innen aus, schulst sie bei Übungen und führst sie in Einsätzen. Dabei kann der Zug, für den du die Verantwortung hast, bis zu 60 Mann stark sein.
Damit du deinen Aufgaben gerecht werden kannst, brauchst du neben Fachwissen und körperlicher Fitness:
- Führungsstärke
- Verantwortungsbewusstsein
- Durchsetzungsvermögen
- Teamgeist
- pädagogisches Geschick
- Belastbarkeit und mentale Stärke
Feldwebel im allgemeinen Fachdienst
Als Feldwebel im allgemeinen Fachdienst bist du Experte für ein Fachgebiet. Das kann ein Bereich wie Technik, Medizin, IT, Logistik oder Verwaltung sein. Die Tätigkeit entspricht ungefähr der eines Meisters, Technikers oder Fachassistenten auf dem zivilen Arbeitsmarkt.
Bringst du schon eine verwertbare Berufsausbildung mit, kannst du oft daran anknüpfen und auch gleich in einem höheren Dienstgrad einsteigen. Andernfalls machst du die Ausbildung in deiner Dienstzeit – du lernst also den Soldatenberuf und gleichzeitig einen zivilen Ausbildungsberuf.
Die Ausbildung zum Feldwebel
Die Feldwebel-Ausbildung dauert ungefähr drei Jahre und beinhaltet:
- allgemeine Grundausbildung (3 Monate)
- Feldwebel-Lehrgänge
- Fachausbildung für deine Verwendung
- Praktika in der Truppe
- Englischkurs
Mindestens drei Jahre brauchst du auch, um den Dienstgrad Feldwebel zu erreichen. Klappt alles, trittst du also tatsächlich als Feldwebel deinen Dienstposten an.
Die Dienstgrade in der Feldwebel-Laufbahn
In der Laufbahn der Unteroffiziere gibt es fünf Dienstgrade, wobei sich die Bezeichnungen bei Heer und Luftwaffe von der Marine unterscheiden:
Es gibt zwar auch die Dienstgrade Fähnrich und Oberfähnrich (bei der Marine mit dem Zusatz „zur See“). Sie durchlaufen aber nur Offiziersanwärter/-innen.
Dein Weg beginnt mit dem niedrigsten Dienstgrad, je nach Teilstreitkraft also etwa Schütze, Flieger oder Matrose. Die erste Beförderung zum Gefreiten erfolgt nach der dreimonatigen Grundausbildung. Der Aufstieg zum Feldwebel dauert rund drei Jahre.
Die Voraussetzungen für die Laufbahn der Feldwebel
Damit du Feldwebel werden kannst, musst du ein paar grundlegende Anforderungen erfüllen:
- Alter zwischen 17 und 29 Jahre
- deutsche Staatsbürgerschaft
- mittlerer Bildungsabschluss (Realschule) oder Hauptschulabschluss plus abgeschlossene Berufsausbildung
- Bereitschaft zu bundesweiten Versetzungen und Auslandseinsätzen
- Verpflichtungszeit regulär 12 Jahre (Je nach Verwendung kann die Dienstzeit auch nur 8 Jahre oder bis maximal 25 Jahre betragen.)
Die Bewerbung bei der Bundeswehr
Dein erster Weg führt zur Karriereberatung. Der Karriereberater
Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center
- Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
- Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
- Bundeswehr Fachwissen
- Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
- Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr
- Detaillierte Auswertung
- Von Experten erstellt
- Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
- Einmalzahlung, kein Abo!
- informiert dich über die Laufbahn der Feldwebel und die Einsatzmöglichkeiten.
- zeigt dir deine beruflichen Optionen auf.
- erklärt dir das Auswahlverfahren.
- händigt dir die Bewerbungsunterlagen aus.
- unterstützt dich bei der Bewerbung.
Liegen deine vollständigen Unterlagen vor und scheinst du geeignet, lädt dich die Bundeswehr zum Einstellungstest ein.
Der Eignungstest der Bundeswehr für Feldwebel
Der Einstellungstest erstreckt sich über zwei Tage. Er findet in dem Karrierecenter statt, das für dein Bundesland zuständig ist. Einzige Ausnahme: Für die Marine fährst du ins Karrierecenter Wilhelmshaven. Die Kosten für die Anreise mit dem Zug sowie für die Unterkunft und die Verpflegung in der Kaserne übernimmt die Bundeswehr.

Die Reihenfolge der Stationen variiert aus organisatorischen Gründen.
Informationsrunde
Der Eignungstest beginnt mit einer Info-Runde. Dort
- wirst du zusammen mit deinen Mitbewerber/-innen begrüßt.
- werden die Inhalte und Abläufe des Tests ausführlich erklärt.
- bekommst du eine Mappe mit Formularen (Laufzettel und Fragebögen).
Weiter geht es mit den Stationen in der Reihenfolge, die auf deinem Laufzettel steht.
CAT-Test (Computertest)
Der computergestützte Test prüft deine fachlichen und intellektuellen Fähigkeiten, aber auch deine Belastbarkeit und dein Konzentrationsvermögen. Er umfasst mehrere Abschnitte, die Bereiche testen wie:
- Deutsch und Englisch
- Mathematik
- Physik und technisches Verständnis
- Allgemeinwissen (z.B. Geschichte, Politik, Gesellschaft und Erdkunde)
- logisches Denken
- Reaktion
Der Test enthält nur Multiple-Choice-Fragen, bei denen du die richtige Lösung aus den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten auswählst. Dabei ist das Verfahren adaptiv: Richtige Antworten führen zu schwereren Aufgaben, auf falsche Antworten folgen leichtere Fragen. So lässt sich dein Leistungsniveau präzise ermitteln.
Sporttest (Basis-Fitness-Test)
Der Basis-Fitness-Test (BFT) ermittelt deine körperliche Eignung für den Dienst bei den Streitkräften. Er besteht aus drei Übungen:
- Sprinttest: Diese Übung testet Schnelligkeit und Koordination. Du läufst elfmal eine 10-Meter-Sprintstrecke und gehst nach jeder Runde in Bauchlage. Den Durchlauf musst du in unter 60 Sekunden schaffen.
- Klimmhang: Hier geht es um Griffkraft. Du hältst die Endposition eines Klimmzugs an der Reckstange. Die Mindestzeit beträgt 5 Sekunden.
- Fahrrad-Ergometer: Als Ausdauerübung legst du 3 Kilometer in höchstens 6:30 Minuten zurück.
In allen drei Disziplinen musst du die Mindestleistung schaffen, um zu bestehen. Je besser deine Leistungen sind, desto besser ist auch deine Wertung.
Ärztliche Untersuchung
Als Feldwebel müssen auch die körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen stimmen. Dazu findet eine Eignungsuntersuchung statt. Sie überprüft unter anderem:
- Größe, Gewicht und BMI
- Seh- und Hörvermögen
- Herz-Kreislauf-System und Lungenfunktion
- Beweglichkeit und Reflexe
- Vorerkrankungen
Im Ergebnis stellt der Arzt deine grundsätzliche Tauglichkeit und mögliche Ausschlüsse für bestimmte Verwendungen fest.
Assessment (Gruppensituation)
Zusammen mit zwei oder drei Mitbewerber/-innen nimmst du an einer Art Assessment-Center teil. Dieses beinhaltet:
- Gruppenaufgaben (Lösung für ein Problem finden)
- Diskussionsrunde (teils mit zugewiesenen Rollen)
- Kurzvortrag zu einem vorgegebenen Thema
In die Wertung fließen Aspekte wie Führungsverhalten, Kommunikation, Teamgeist und Durchsetzungsvermögen ein.
Interview (psychologisches Gespräch)
Das Vorstellungsgespräch führt meist ein Psychologe gemeinsam mit einem ranghohen Soldat. Zu den typischen Themen gehören:
- deine Motivation für eine berufliche Karriere bei der Bundeswehr
- deine Gründe für die jeweilige Verwendung in der Feldwebel-Laufbahn
- dein Umgang mit den Risiken des Soldatenberufs und Auslandseinsätzen
- deine persönlichen Eigenschaften, Stärken und Schwächen
Oft werden die Prüfer auch deine Angaben in den Fragebögen ansprechen. Nach der Auswertung des Gesprächs gibt der Psychologe eine Laufbahnempfehlung für dich ab.
Einplanung
Hast du den ganzen Eignungstest erfolgreich gemeistert, führt der Einplaner deine Ergebnisse zusammen und erstellt ein Gesamtprofil. Bist du für die Laufbahn der Feldwebel geeignet, klärst du gemeinsam mit dem Einplaner deine konkrete Tätigkeit. Andernfalls bietet er dir alternative Dienstposten an. Du entscheidest daraufhin, ob du das Angebot annimmst.
Fazit zum Einstellungstest für Feldwebel bei der Bundeswehr
Obwohl dich der Eignungstest vor verschiedene Herausforderungen stellt, ist er absolut machbar. Worauf es ankommt, sind:
- realistische Vorstellungen vom Berufsbild und der Soldatenrolle
- eine gezielte Vorbereitung
- ein authentisches Auftreten
Ein systematisches und strukturiertes Training sorgt dafür, dass du keine Überraschungen fürchten musst und selbstsicher zur Eignungsprüfung antreten kannst. Also warte nicht ab, sondern beginne frühzeitig mit deiner Vorbereitung!
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