Bundeswehr verpflichten: So gehst Du am besten vor

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
bei der Bundeswehr verpflichten Infos

Du kannst Dich als Soldat bei der Bundeswehr verpflichten – oder eine zivile Karriere starten.

Wie kann ich Zeitsoldat werden? Welche Laufbahnen kommen für mich in Frage? Für wie lange muss ich mich bei der Bundeswehr verpflichten? Kann ich auch Berufssoldat werden? Habe ich als Frau die gleichen Chancen wie als Mann? Und was ist, wenn ich im zivilen Bereich eine Ausbildung machen will? – Fragen über Fragen!

Wenn Du über eine Karriere bei der Bundeswehr nachdenkst und Dir solche Fragen durch den Kopf gehen, bist Du hier richtig. Denn wir haben die Antworten!

Online Testfragen aus der Eignungsprüfung der Bundeswehr

Mit über 250.000 Angehörigen ist die Bundeswehr einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Gleichzeitig bieten die Streitkräfte eine riesige Jobvielfalt. Über 1.000 verschiedene Berufe an Land, zu Wasser und in der Luft stehen zur Auswahl – und decken damit so ziemlich alle Tätigkeitsbereiche ab, die es gibt. Nun fragst Du Dich aber vielleicht, welche Möglichkeiten Du hast, wenn Du Dich in einer militärischen Laufbahn bei der Bundeswehr verpflichten willst. Was Du dazu wissen musst, erklären wir Dir im Folgenden!

Eines aber gleich vorweg: Der Bund ist längst keine Männerdomäne mehr. Als Frau kannst Du ganz genauso Karriere machen wie als Mann – in allen Laufbahnen und in allen Organisationsbereichen. Tatsächlich sind in den letzten Jahren auch immer mehr junge Frauen zur Truppe gestoßen.

In welche Laufbahnen kann ich bei der Bundeswehr einsteigen?

Im militärischen Bereich gibt es verschiedene Laufbahnen. Von diesen Laufbahnen hängt nicht nur ab, welche Aufgaben Du übernimmst. Vielmehr richten sich danach auch die Dienstgrade, die Du als Soldat oder Soldatin auf Zeit hast und im Verlauf Deines Dienstes erreichen kannst.

Welche Möglichkeiten Du für Deinen Einstieg hast, hängt davon ab, welchen Schulabschluss Du mitbringst. Klar, dass die Auswahl umso größer ist, je höher Dein Abschluss ist. Andererseits sind mit jedem Abschluss verschiedene Tätigkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen möglich. Und selbst wenn Du die Schule ohne Abschluss verlassen hast, kannst Du Deine berufliche Zukunft bei und mit der Bundeswehr beginnen. Aber was heißt das konkret?

  • Ohne Schulabschluss steht Dir die Laufbahn der Mannschaften offen.
  • Bringst Du den Hauptschulabschluss mit, kannst Du in die Laufbahn der Mannschaften einsteigen. Oder Du schlägst die Laufbahn der Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes ein.
  • Die mittlere Reife ermöglicht Dir, Feldwebel zu werden. Dabei hast Du die Wahl zwischen dem allgemeinen Fachdienst und dem Truppendienst.
  • Mit dem Abitur in der Tasche kannst Du in die Laufbahn der Offiziere eingestellt werden.

Du musst Dich aber nicht für die höchste Laufbahn entscheiden, die mit Deinem Abschluss möglich ist. Das heißt: Angenommen, Du hast Abitur. Damit könntest Du Offizier werden und bei der Bundeswehr studieren. Wenn Du das aber gar nicht willst, kannst Du Dich genauso gut als Feldwebel oder für die Laufbahn der Mannschaften bewerben.

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Und wenn ich schon eine abgeschlossene Berufsausbildung habe?

Voraussetzung für eine Bewerbung als Zeitsoldat ist immer, dass Du die deutsche Staatsbürgerschaft hast und mindestens 17 Jahre alt bist. Außerdem musst Du die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Nun kann es aber natürlich sein, dass Du nach der Schule erst einmal eine Ausbildung gemacht hast. Oder dass Du Dir einen Job gesucht und gearbeitet hast. Bringst Du eine Ausbildung und Berufserfahrung in einem Beruf mit, den es in ähnlicher Form auch bei der Bundeswehr gibt, kannst Du Deinen beruflichen Weg fortsetzen. Der Bund spricht in diesem Zusammenhang von einem verwertbaren Beruf. Und wenn Du als Profi eingestellt wirst, kannst Du sogar direkt in einem höheren Dienstgrad einsteigen.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Andersherum musst Du aber natürlich nicht in Deinem Berufsbereich bleiben. Wenn Du etwas anderes machen möchtest, kannst Du Dich für Deine angestrebte Laufbahn bewerben. Und als Zeitsoldat lernst Du dann Deinen neuen Beruf. Möglich ist das, solange Du noch keine 29 Jahre alt bist.

Wie lange muss sich mich als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichten?

Entscheidest Du Dich für eine Karriere als Soldatin oder Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr, musst Du Dich für eine bestimmte Dienstzeit verpflichten. Denn Du machst ja nicht nur irgendeinen Job. Vielmehr investiert die Bundeswehr in Deine Ausbildung – als Soldat und als zivilberuflicher Arbeitnehmer. Damit Du Deine Ausbildung oder Dein Studium abschließen und danach in der vorgesehenen Verwendung eingesetzt werden kannst, ist ein gewisses Zeitfenster notwendig. Auf wie viele Jahre die Dienstzeit angelegt ist, hängt von der Laufbahn ab:

Laufbahn Verpflichtungsdauer mindestens
Mannschaften 2 Jahre
Unteroffiziere 8 Jahre
Feldwebel 12 Jahre
Offiziere

Wie Du vielleicht weißt, kannst Du Dich während Deiner Dienstzeit auch für eine andere Laufbahn bewerben. Stimmen Deine Eignung und Deine Leistungen und erfüllst Du auch die sonstigen Voraussetzungen, ist ein Wechsel – und damit verbunden meist auch ein Aufstieg in eine höhere Laufbahn – möglich. Je nachdem, in welche Laufbahn Du wechselst, kann das aber gleichzeitig für Dich bedeuten, dass Du Deine Verpflichtungsdauer verlängern musst.

Kleine Info am Rande: Bei der Bundeswehr gibt es jede Menge Abkürzungen. Eine davon ist SaZ. Dieses Kürzel steht für Soldat auf Zeit. Und hinter diesem Kürzel steht meist eine Zahl, zum Beispiel SaZ 4, SaZ 12 oder SaZ 25. Die Zahl gibt an, für wie viele Jahre sich der Soldat verpflichtet hat. SaZ 4 heißt demnach, dass sich der Zeitsoldat für vier Jahre verpflichtet hat. Will der Soldat zwölf Jahre dienen, ist er SaZ 12. SaZ 25 beschreibt eine Verpflichtung auf 25 Jahre. Das ist dann gleichzeitig auch die längste Dauer, für die Du Dich bei der Bundeswehr verpflichten kannst.

Übrigens

Auch bei der Bundeswehr gibt es so etwas wie eine Probezeit. Dabei wird zwischen der sogenannten Eignungsübung und der widerruflichen Verpflichtungserklärung unterschieden. Die Eignungsübung kommt zum Tragen, wenn Du schon eine abgeschlossene Berufsausbildung hast und bei der Bundeswehr in Deinem erlernten Beruf eingestellt wirst. Während der Eignungsübung kannst Du jederzeit einen Antrag auf Deine Entlassung stellen.

In allen anderen Fällen greift die widerrufliche Verpflichtungserklärung. Das heißt: Wenn Du Deinen Dienst antrittst, verpflichtest Du Dich für eine bestimmte Zeit. Dazu gibst Du eben jene Verpflichtungserklärung ab. Diese Erklärung ist aber widerruflich. Überlegst Du es Dir anders, kannst Du Deine Erklärung also widerrufen. Dadurch endet Dein Verpflichtungsverhältnis und Du verlässt die Bundeswehr wieder.

Welche Ausbildungen kann ich beim Bund machen?

Damit Du für Deine Aufgaben gut gerüstet bist, absolvierst Du als Zeitsoldat zum einen eine militärische Ausbildung. Sie beginnt immer mit der Grundausbildung, die drei Monate dauert. Die allgemeinmilitärische Grundausbildung vermittelt Dir die wichtigsten Grundlagen, die Du als Soldat bei der Bundeswehr so brauchst. Nach der Grundausbildung dienst Du kurz bei Deiner Stammeinheit. Anschließend durchläufst Du verschiedene Ausbildungsmodule, bei denen Du Dir militärisches und fachliches Wissen aneignest. Wie genau Deine militärische Ausbildung abläuft, hängt aber natürlich von Deiner Verwendung und der Laufbahn ab.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Zum anderen kannst Du beim Bund im Rahmen Deiner Dienstzeit eine zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (kurz ZAW) absolvieren. Dahinter verbirgt sich eine ganz normale Berufsausbildung, wie Du sie auch auf dem zivilen Arbeitsmarkt machen würdest. Weil die Bundeswehr mit der IHK, der HWK und anderen Kammern zusammenarbeitet, legst Du am Ende dort Deine Prüfung ab. Warst Du erfolgreich, hast Du dann einen anerkannten Berufsabschluss in der Tasche. Verlässt Du die Bundeswehr irgendwann, kannst Du Dich damit wie jeder andere Arbeitnehmer als ausgebildete Fachkraft in der freien Wirtschaft bewerben.

Schlägst Du die Laufbahn der Offiziere ein, kommt zu Deiner militärischen Ausbildung als Soldat ein Studium dazu. Je nach Studiengang studierst Du dabei entweder an einer der beiden Bundeswehr-Universitäten. Sie befinden sich in Hamburg und in München. Oder Du bekommst einen Studienplatz an einer zivilen Uni, mit der die Bundeswehr zusammenarbeitet. Das Studium bei der Bundeswehr gliedert sich in Trimester – nicht in Semester. Bis zum Masterabschluss dauert es üblicherweise vier Jahre.

Wie gehe ich am besten vor, wenn ich mich bei der Bundeswehr verpflichten will?

Interessierst Du Dich für eine Karriere bei den Streitkräften, kannst Du Dir auf der Karriereseite einen ersten Überblick verschaffen. Dort findest Du viele Informationen über die Bundeswehr als Arbeitgeber. Außerdem gibt es auf der Seite einen sogenannten Berufefinder. Du kannst zuerst auswählen, ob es eine Tätigkeit im militärischen oder im zivilen Bereich werden soll. Nachdem Du Deinen Schulabschluss und Deine Interessen markiert hast, siehst Du eine Übersicht mit allen Berufen, die zu Deiner Auswahl passen. Schaust Du Dir dann die verschiedenen Berufsbeschreibungen an, erfährst Du, welche Aufgaben die Tätigkeit mit sich bringt und welche Voraussetzungen Du dafür mitbringen musst.

Dein nächster Weg sollte Dich dann zu einem Karriereberatungsbüro führen. Wo die nächste Beratungsstelle ist, kannst Du online herausfinden. Oder Du rufst die kostenfreie Hotline an. Die Nummer lautet 0800 9800880. Über Facebook kannst Du ebenfalls Kontakt aufnehmen.

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In einem persönlichen Gespräch wird der Berater Deine Wünsche und Vorstellungen abfragen. Er wird mit Dir aber auch die Risiken und Gefahren besprechen, die der Soldatenberuf mit sich bringt. Immerhin riskierst Du bei Einsätzen Dein Leben. Das muss Dir klar sein. Außerdem wird es um Themen wie Auslandseinsätze, die soziale Absicherung und Deine Bereitschaft, Dich bundesweit versetzen zu lassen, gehen.

Sind alle wichtigen Punkte geklärt, wird Dir der Karriereberater aufzeigen, welche beruflichen Möglichkeiten für Dich in Frage kommen. Und er wird Dir genau erklären, wie die nächsten Schritte aussehen, wenn Du Dich bei der Bundeswehr verpflichten willst. Auch bei der Bewerbung und im Auswahlverfahren hilft Dir der Karriereberater als Ansprechpartner weiter.

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  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
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Aber keine Angst!

Das Beratungsgespräch ist völlig unverbindlich. Ob Du Dich danach bei den Streitkräften bewirbst oder ob nicht, entscheidest Du ganz alleine. Und der Beratungstermin hat auch nichts mit einem Vorstellungsgespräch zu tun. Der Karriereberater hat keinen Einfluss darauf, ob Du eingestellt wirst. Seine Aufgabe ist, Dich umfassend zu informieren und Dir Deine Möglichkeiten aufzuzeigen. Es geht also wirklich nur um eine ausführliche Beratung. Dieses Angebot solltest Du aber in Anspruch nehmen. Denn die Karriereberater sind Profis in Sachen Nachwuchsgewinnung. Sie kennen den Personalbedarf und können Deine Chancen realistisch einschätzen. Gleichzeitig hast Du die Möglichkeit, alle Deine Fragen loszuwerden. Zudem bekommst Du aktuelle Informationen aus erster Hand. Für eine erfolgreiche Bewerbung ist das sicher hilfreich.

Wie läuft das Auswahlverfahren ab?

Wenn Du weißt, in welche Richtung es für Dich gehen soll, kannst Du Deine Bewerbung abgeben – entweder bei Deinem Karriereberater oder als Online-Bewerbung. Möchtest Du die Laufbahn der Mannschaften, der Unteroffiziere oder der Feldwebel einschlagen, musst Du dabei keine besonderen Bewerbungsfristen beachten. Hier kannst Du Deine Bewerbung nämlich das ganze Jahr über einreichen. Anders sieht es aus, wenn Du die Offizierslaufbahn anstrebst. Offiziere werden in aller Regel zum 1. Juli eines Jahres eingestellt. Bewerbungsschluss ist deshalb der 1. März eines Jahres.

Liegen Deine Bewerbungsunterlagen vor, prüft die Bundeswehr, ob Du die notwendigen Voraussetzungen mitbringst. Je nachdem, welche Laufbahn und welchen Tätigkeitsbereich Du anstrebst, spielen Deine Noten in bestimmten Schulfächern eine Rolle. In Deutsch und Mathe solltest Du grundsätzlich ganz gute Leistungen vorweisen können. Dazu kommen die Fächer, die für Deinen Wunschbereich wichtig sind. Das können zum Beispiel Biologie, Technik und Physik oder Englisch sein.

Hat Deine Bewerbung überzeugt, bekommst Du eine Einladung zum Einstellungstest. Der Einstellungstest findet in dem Karrierecenter statt, das für Dein Bundesland zuständig ist. Es sei denn, Du willst Offizier werden. Dann nimmst Du im Assessment-Center für Führungskräfte in Köln am Auswahlverfahren teil. Möchtest Du hingegen zur Marine, wirst Du in Wilhelmshaven geprüft.

Die Inhalte vom Eignungstest

Der Bundeswehr Einstellungstest dauert zwei Tage. Der genaue Ablauf richtet sich danach, was Du beim Bund machen willst. Grundsätzlich setzt sich der Eignungstest aber aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen. Dazu kommen ein Sporttest und die ärztliche Untersuchung.

Der schriftliche und der mündliche Teil

Als schriftliche Prüfung erwartet Dich der sogenannte CAT-Test. Das ist ein Computertest, bei dem Du Fragen aus verschiedenen Bereichen lösen musst. Deutsch und Mathe stehen dabei genauso auf dem Programm wie logisches Denken, Konzentrationsvermögen und Reaktionsschnelligkeit. Als angehender Offizier schreibst Du im Rahmen der schriftlichen Prüfung außerdem noch einen Aufsatz.

Die mündliche Prüfung besteht in erster Linie aus einem psychologischen Gespräch. Psychologisches Gespräch deshalb, weil Du ein persönliches Gespräch mit einem Psychologen führst. Meist ist außerdem ein Offizier anwesend. Dieses Interview ist aber letztlich nichts anderes als ein ganz normales Vorstellungsgespräch. Willst Du Feldwebel oder Offizier werden, wird Deine mündliche Prüfung durch ein Gruppenverfahren ergänzt. Dabei musst Du zusammen mit anderen Bewerbern Gruppenaufgaben bearbeiten und einen Kurzvortrag halten.

Der Sporttest und die ärztliche Untersuchung

Der Sporttest beim Einstellungstest heißt Basis Fitness Test. Er besteht aus drei Disziplinen. Die erste Station ist ein Pendellauf, bei dem Du elfmal eine Strecke von zehn Metern sprintest. Als zweite Station folgt der Klimmhang-Test. Hier hängst Du in der Endposition von einem klassischen Klimmzug möglichst lange an einer Reckstange. Den Abschluss macht eine Ausdauerübung. Dafür legst Du auf einem Fahrrad-Ergometer eine Strecke von drei Kilometern zurück.

Die ärztliche Untersuchung soll feststellen, ob Du aus medizinischer Sicht für den Soldatenberuf geeignet bist. Der Arzt hat dabei einerseits Deine gesundheitliche und körperliche Verfassung im Allgemeinen im Blick. Andererseits prüft er, ob Du die speziellen Anforderungen erfüllst, die Du für Deine gewünschte Verwendung brauchst.

Den Einstellungstest musst Du bestehen. Sonst kannst Du nicht eingestellt werden. Von Deinen Ergebnissen wiederum hängt ab, wie und als was Du beim Bund einsteigen kannst. Bereite Dich deshalb gut auf das Auswahlverfahren vor!

Kann ich mich eigentlich auch als Berufssoldat bewerben?

Nein! Du kannst Dich nicht als Berufssoldat bewerben. Und während Deiner Dienstzeit als SaZ bist Du auch kein Berufssoldat, sondern eben tatsächlich Zeitsoldat. Wenn Du Berufssoldat werden möchtest, musst Du Dich aus Deiner Position als Zeitsoldat heraus um die Übernahme in dieses Dienstverhältnis bewerben. Möglich ist das, wenn Du mindestens den Dienstgrad Feldwebel erreicht hast. Ob Du als Berufssoldat weitermachen kannst, hängt dann – wie bei der Einstellung und jeder Beförderung bei der Bundeswehr – von den drei Faktoren Eignung, Leistung und Befähigung ab.

Wie geht es nach meiner Zeit als SaZ weiter?

Irgendwann neigt sich Deine Dienstzeit als Zeitsoldat ihrem Ende zu. Meist wirst Du dann aber in einem Alter sein, in dem Du von der Rente noch ein ganzes Stück entfernt bist. Also stellt sich die Frage, wie es für Dich weitergeht. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Es kann sein, dass Du Deine Dienstzeit verlängern kannst. In diesem Fall bleibst Du Zeitsoldat, eventuell aber in einer anderen Laufbahn.
  • Du kannst Dich – wenn Du mindestens Feldwebel bist – als Berufssoldat bewerben.
  • Oft besteht die Möglichkeit, in den zivilen Bereich zu wechseln. Du bist dann zwar kein aktiver Soldat mehr. Aber Du bleibst als ziviler Mitarbeiter bei der Truppe.
  • Du kannst die Bundeswehr verlassen und Dir einen Arbeitsplatz bei einem Unternehmen der freien Wirtschaft suchen. Während Deiner Dienstzeit hast Du nicht nur eine militärische Ausbildung absolviert, sondern Dir in Deinem Tätigkeitsbereich auch entsprechendes Fachwissen angeeignet und praktische Berufserfahrung gesammelt. Deshalb kannst Du als Fachkraft auf dem zivilen Arbeitsmarkt weitermachen.
Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Ärztliche Untersuchung: Was wirklich zählt

Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Nun lässt Dich der Bund aber nicht im Regen stehen. Vielmehr gibt es den Berufsförderungsdienst (kurz BFD). Schon während Deiner Dienstzeit, vor allem aber gegen Ende Deiner militärischen Karriere unterstützt Dich der BFD mit einem sehr breitgefächerten Förderungs- und Dienstleistungsangebot. In diesem Zuge kannst Du zum Beispiel verschiedene Weiterbildungen machen, Abschlüsse nachholen, Praktika absolvieren oder Seminare wie Sprach- und Computerkurse besuchen. Die Fachkräfte des BFD beraten Dich bei der Berufswahl und beim Erwerb der dafür notwendigen Qualifikationen. Außerdem zeigen sie Dir die Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung auf – bis Du einen neuen Job gefunden hast.

Und dann gibt es da noch den sogenannten Binnenarbeitsmarkt der Bundeswehr. Er ermöglicht Dir, nach Deiner Dienstzeit als Soldat eine zivile Karriere beim Bund zu machen. Je nachdem, was Du vorher gemacht hast, kannst Du dabei entweder direkt in einen zivilen Beruf eingestellt werden. Oder Du durchläufst eine Laufbahnausbildung oder eine duale Berufsausbildung. Auch bei diesem Wechsel ist der Berufsförderungsdienst der richtige Ansprechpartner. Und wenn Du die Möglichkeiten ausschöpfst, kannst Du im Idealfall bis zum Rentenalter bei der Bundeswehr bleiben.

Ein Wort zu den Rentenbeiträgen

Wie Du vielleicht weißt, musst Du als Zeitsoldat keine Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung bezahlen. Vielmehr steht Dir kostenfrei eine medizinische Versorgung durch den truppenärztlichen Dienst zu. Und auch an die Rentenkasse zahlst Du keine Beiträge. Damit Du im Alter dann aber nicht mit leeren Händen dastehst, zahlt die Bundeswehr nach Deinem Dienstende den Grundbetrag für die gesetzliche Rentenversicherung nach. Und das für den Zeitraum, in dem Du als Zeitsoldat gedient hast.

Was ist, wenn ich noch gar nicht weiß, ob ich mich bei der Bundeswehr verpflichten will?

Es ist gut möglich, dass die Bundeswehr als Arbeitgeber für Dich zwar attraktiv ist. Aber vielleicht bist Du Dir nicht sicher, ob das Militär das Richtige für Dich ist. Oder Du möchtest Dich noch nicht für mehrere Jahre festlegen. In diesem Fall kann der Freiwillige Wehrdienst (kurz FWD) eine gute Lösung für Dich sein. Dieser freiwillige Dienst ist gewissermaßen der Nachfolger von der Wehrpflicht. Und als freiwillig Wehrdienstleistender hast Du die Möglichkeit, die Truppe kennenzulernen – ohne dass Du Dich gleich für mehrere Jahre bei der Bundeswehr verpflichten musst.

Beim freiwilligen Wehrdienst kannst Du eine Dauer zwischen sieben und 23 Monaten wählen. Du versiehst den Dienst dabei in der Laufbahn der Mannschaften. Auch der FWD beginnt mit der dreimonatigen Grundausbildung. Danach kommst Du in Deine Einheit. Dort übernimmst Du Deine Aufgaben, nimmst aber regelmäßig auch an Lehrgängen und Seminaren teil. Je nachdem, wie lange Du als Freiwilliger Wehrdienst leistest, kannst Du auch an einem Einsatz im Ausland teilnehmen.

Das erste halbe Jahr gilt als Probezeit. Wenn Du feststellst, dass der Bund nichts für Dich ist, kannst Du den freiwilligen Wehrdienst jederzeit abbrechen. Andersherum kannst Du Dich, während Du freiwillig Wehrdienstleistender bist, als Zeitsoldat verpflichten. Die Chancen auf eine Einstellung stehen dabei gut. Denn Du kennst die Truppe schon und auch die Bundeswehr hat bereits einen Eindruck von Dir. Machst Du als Zeitsoldat weiter, musst Du die Grundausbildung nicht wiederholen. Stattdessen setzt Du Deine militärische Karriere nahtlos fort.

Wie werde ich freiwillig Wehrdienstleistender?

Der Einstieg in den freiwilligen Wehrdienst läuft im Prinzip genauso wie als Zeitsoldat. Zunächst solltest Du Dich mit einem Karriereberater zusammensetzen. Anschließend gibst Du Deine Bewerbung ab. Bewerben kannst Du Dich das ganze Jahr über.

Passt alles, lädt Dich die Bundeswehr zur sogenannten Eignungsuntersuchung und Eignungsfeststellung (kurz EUF) ein. Dieser Test beinhaltet zum einen eine ärztliche Untersuchung. Sie soll feststellen, ob Du die gesundheitliche Eignung für den Dienst mitbringst. Zum anderen nimmst Du an einem Computertest teil. Zum Schluss führst Du ein persönliches Gespräch mit einem Psychologen. Hast Du alle Abschnitte vom Eignungstest erfolgreich gemeistert, bekommst Du Deine Zusage. Und Du erfährst, wann es losgeht. Dabei beginnt der freiwillige Wehrdienst monatlich, immer zum 1. eines Monats.

Wie sieht es mit einer zivilen Karriere aus?

Natürlich musst Du Dich nicht unbedingt als Soldat bei der Bundeswehr verpflichten. Wenn Du keine Uniform tragen willst, kannst Du nämlich auch in zivil beim Bund arbeiten. Und auch im zivilen Bereich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. So kannst Du zum Beispiel als Azubi anfangen und eine ganz normale, zivile Berufsausbildung absolvieren. Oder Du bewirbst Dich als Profi mit abgeschlossener Berufsausbildung für eine Direkteinstellung. Daneben kannst Du Dich für ein duales Studium entscheiden. Eine Laufbahn als Beamter steht Dir ebenfalls offen.

Am besten wirfst Du einen Blick in den Berufefinder auf der Bundeswehr-Karriereseite. Dort findest Du alle Berufsbeschreibungen und auch den Stellenmarkt, in dem freie Stellen veröffentlicht werden. In den Stellenanzeigen steht, welche Voraussetzungen Du mitbringen musst – und bis wann Deine Bewerbung vorliegen muss. Anders als im militärischen Bereich gibt es im zivilen Bereich nämlich feste Stichtage.

Als ziviler Mitarbeiter bist Du ein Arbeitnehmer und die Bundeswehr ist Dein Arbeitgeber. Du musst Dich deshalb nicht für eine bestimmte Dienstzeit verpflichten. Stattdessen hast Du einen Arbeitsvertrag und kannst – wie in jeder anderen Firma auch – ganz normal kündigen, wenn Du etwas anderes machen willst.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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