Bundeswehr Studiengänge: Deine Möglichkeiten

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zu Bundeswehr Studiengängen

Akademiker und Offizier: Das wirst Du, wenn Du bei der Bundeswehr studierst.

Mit einem Studium bei der Bundeswehr schlägst Du gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn zum einen studierst Du einen Beruf. Das Studium schließt Du mit einem akademischen Titel ab, der international anerkannt ist. So hast Du eine vollwertige Berufsausbildung, die Dir auch nach der regulären Dienstzeit viele Möglichkeiten eröffnet. Zum anderen durchläufst Du die Ausbildung als Offizier. Damit wirst Du zu einer Führungskraft. Und die Auswahl ist groß: An den beiden Bundeswehr-Unis und an mehreren zivilen Hochschulen kannst Du aus über 60 verschiedenen Studiengängen wählen.

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Damit Du optimal für die Herausforderungen in Deinem Beruf gewappnet bist, durchläufst Du als Offizier neben Deinem Studium eine praxisorientierte Ausbildung. Im Studium stehen die Themen im Vordergrund, die Deinen akademischen Beruf ausmachen. Gleichzeitig wirst Du gezielt auf Deinen akademischen Abschluss vorbereitet. In Dein Studium ist die Offiziersausbildung integriert. Sie vermittelt Dir das Wissen und Können, das Du als Führungskraft in der Truppe brauchst. Es handelt sich also um eine Art duales Studium. Und Du hast als Akademiker und als Offizier gleich zwei Berufe in der Tasche. Einer erfolgreichen beruflichen Karriere, die Du nach dem Ende Deiner Dienstzeit auch außerhalb der Bundeswehr fortsetzen kannst, steht damit nichts mehr im Wege.

Aber was kannst Du eigentlich studieren? Wie lange dauern die Studiengänge? Wo studierst Du? Welche Voraussetzungen musst Du erfüllen? Und wie bewirbst Du Dich um einen Studienplatz? Diese Fragen beantworten wir Dir in diesem Beitrag!

Wo kann ich studieren?

Ein Bundeswehr-Studium gibt Dir die Möglichkeit, die Ausbildung als Offizier mit einer Qualifizierung als Akademiker und einem anerkannten Studienabschluss zu verknüpfen. Dabei erfolgt die Ausbildung auf höchstem Niveau. Die Inhalte folgen der Idee des lebenslangen Lernens. Für Dich heißt das, dass Du Dein Wissen stets auf dem neuesten Stand der Forschung ausbauen und vertiefen kannst.

Die Bundeswehr selbst hat zwei eigene Universitäten. Das sind zum einen die Universität der Bundeswehr München und zum anderen die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Im technischen Bereich gibt es außerdem Hochschulen in München, Mannheim, Ravensburg, Wilhelmshaven, Bremen und Konstanz. Insgesamt kannst Du hier aus je 30 verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen wählen. Doch das ist noch nicht alles. Denn bei einigen Studienfächern arbeitet die Bundeswehr mit zivilen Universitäten zusammen. Das ist beispielsweise in den Bereichen Medizin und Nautik der Fall. Entscheidest Du Dich für ein Nautik- oder Medizinstudium, besuchst Du also eine öffentliche Uni.

Was kann ich studieren?

Grundsätzlich decken die Bundeswehr Studiengänge fünf Bereiche ab, nämlich

  • Geisteswissenschaften,
  • Ingenieurwissenschaften,
  • Sozialwissenschaften,
  • Wirtschaftswissenschaften und
  • Medizin.

Welche Studienfächer angeboten werden, hängt aber vom Bedarf der Streitkräfte ab. Das Angebot an Studiengängen wird also regelmäßig an die Bedürfnisse der Streitkräfte angepasst und entsprechend erweitert. Derzeit kannst Du an den beiden Bundeswehr-Universitäten in München und Hamburg zwischen je 30 Bachelor- und Masterstudiengängen wählen. Welche Studienfächer das sind, haben wir in der folgenden Tabelle für Dich aufgelistet.

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Universität der Bundeswehr München Universität der Bundeswehr Hamburg
Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften (B.Sc. und M.Sc.)
Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Bildungswissenschaft (B.A. und M.A.)

Cyber Sicherheit (M.Sc.)

Elektrotechnik und Informationstechnik (B.Sc. und M.Sc.)

Informatik (B.Sc. und M.Sc.)

Intelligence and Security Studies (M.A. oder M.Sc.) – ab Januar 2019

Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc. und M.Sc.)

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Mathematical Engineering (B.Sc. und M.Sc.)

Psychologie (B.Sc. und M.Sc.)

Sportwissenschaft (B.Sc. und M.Sc.)

Staats- und Sozialwissenschaften (B.A. und M.A.)

Wirtschaftsinformatik (B.Sc. und M.Sc.)

Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (B.Sc. und M.Sc.)

Bauingenieurwesen (B.Sc. und M.Sc.)

Betriebswirtschaftslehre (B.Sc. und M.Sc.)

Bildungs- und Erziehungswissenschaft (B.A. und M.A.)

Elektrische Energietechnik (M.Sc.)

Elektrotechnik und Informationstechnik (B.Sc.)

Energie- und Umwelttechnik (M.Sc.)

Engineering Science (B.Sc.)

Engineering Science: Defence Systems (M.Sc.)

Erneuerbare Energien und intelligente Netze (M.Sc.)

Fahrzeugtechnik (M.Sc.)

Geschichtswissenschaft (B.A. und M.A.)

Informatik-Ingenieurwesen (M.Sc.)

Informationstechnik (M.Sc.)

Internationale Beziehungen (M.A.)

Maschinenbau (B.Sc.)

Mechatronik (M.Sc.)

Politikwissenschaft (B.A.)

Produktentstehung und Logistik (M.Sc.)

Psychologie (B.Sc. und M.Sc.)

Vergleichende Demokratieforschung (M.A.)

Volkswirtschaftslehre (B.Sc. und M.Sc.)

Wirtschaftsingenieurwesen (B.Sc. und M.Sc.)

Hochschulbereich für angewandte Wissenschaften/ Fachhochschulbereich

Aeronautical Engineering (B. Eng.)

Computer Aided Engineering (M. Eng.)

Management und Medien (B.A. und M.A.)

Maschinenbau (B. Eng.)

Technische Informatik und Kommunikationstechnik (B. Eng.)

Wehrtechnik (B. Eng.)

Die Studiengänge an den Bundeswehr-Universitäten werden durch weitere Studienfächer ergänzt. Dafür arbeitet die Bundeswehr mit anderen Universitäten und Hochschulen zusammen. So bekommst Du einen Studienplatz an einer Partner-Uni, wenn Du Medizin oder Pharmazie, Nautik, Seeverkehr- und Hafenwirtschaft oder Internationales Logistikmanagement studieren willst. Dazu kommen dann noch vier Ausbildungsgänge im Ausland. Sie werden im Rahmen des deutsch-französischen Austauschs an Akademien in Frankreich durchgeführt.

Mit welchem Titel schließe ich mein Studium ab?

Die Studiengänge an den Universitäten der Bundeswehr wurden auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt. Für Dich bedeutet das, dass Du durch Dein Studium einen der folgenden akademischen Titel erwirbst:

  • Bachelor of Arts = B.A.
  • Master oder Arts = M.A.
  • Bachelor of Science = B.Sc.
  • Master of Seiende = M.Sc.
  • Bachelor of Engineering = B. Eng.
  • Master oder Engineering = M. Eng.

Durch die Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge erreicht die Bundeswehr eines der wichtigsten Ziele der sogenannten Bologna-Erklärung. Durch diese Erklärung soll ein Hochschulraum entstehen, der in ganz Europa einheitlich ist. Als studierender Offizier erwirbst Du somit einen Abschluss, der staatlich anerkannt ist. Gleichzeitig ist Dein Abschluss gleichwertig mit einem Abschluss an einer öffentlichen Hochschule und wird international akzeptiert. Auch wenn Du die Bundeswehr irgendwann verlässt, bist Du also ein vollwertiger Akademiker und kannst Deinen beruflichen Weg in der freien Wirtschaft genauso fortsetzen wie in der öffentlichen Verwaltung.

Wie lange dauert ein Studium bei der Bundeswehr?

An öffentlichen Universitäten ist ein Studienjahr in Semester eingeteilt. An den Bundeswehr-Unis ist das anders. Hier gliedert sich ein Studienjahr in Trimester. Ein Trimester umfasst zwölf Wochen. Ein Studienjahr teilt sich dadurch in drei Trimester, also in drei Blöcke zu je zwölf Wochen auf. Danach folgt eine dreimonatige Phase ohne Vorlesungen und Lehrveranstaltungen. Und in dieser vorlesungsfreien Zeit absolvierst Du Deine Offizierausbildung.

Die Einteilung in Trimester führt zu einem intensiven Studium. Die Regelstudienzeit bei einem Bachelor-Studiengang beträgt dadurch nur drei Jahre. Den Abschluss als Master kannst Du innerhalb von vier Jahren schaffen.

Dabei wechseln sich bei Deinem Studium theoretische und praktische Abschnitte ab. Die Theorieteile werden in erster Linie in Unterrichtseinheiten durchgeführt, die wie Seminare aufgebaut sind. Gleichzeitig arbeiten die Unis im Kleingruppenprinzip. Ein Professor betreut nicht mehr als 18 Studenten. Du profitierst dadurch von einer intensiven Betreuung, die Dir dabei hilft, Dein Studium erfolgreich abzuschließen. Die praktischen Abschnitte wiederum verstehen sich als anwendungsbezogene Lehre. Das heißt: Die Inhalte und wissenschaftlichen Methoden, die Du gelernt hast, kannst Du in der Praxis selbstständig anwenden. So sammelst Du praktische Berufserfahrung und verfestigst Dein Wissen gleichzeitig.

Und die militärische Ausbildung?

Parallel zu Deinem Studium durchläufst Du die Ausbildung als Offizier. Sie beginnt mit der allgemeinen Grundausbildung. Danach versiehst Du einen kurzen Dienst in Deiner Stammeinheit. Anschließend stehen verschiedene militärische und fachliche Ausbildungsmodule auf dem Programm. Je nach Laufbahn und Deiner späteren Verwendung sind sie aber sehr unterschiedlich. Am besten erkundigst Du Dich bei Deinem Karriereberater. Er kann Dir ganz genau erklären, wie die militärische Ausbildung in Deinem Fall ablaufen wird.

Welche Vorteile bietet mir ein Studium bei der Bundeswehr?

Auf den ersten Blick gibt es keine großen Unterschiede zwischen einem Studium bei der Bundeswehr und einem Studium an einer normalen, zivilen Hochschule. Denn die Lehrinhalte sind gleich. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich die Besonderheiten, die mit echten Vorteilen für Dich einhergehen:

Kurze Studienzeit

Die Einteilung in Trimester hat ein Intensivstudium zur Folge. Dadurch wiederum verkürzt sich Deine Studienzeit. So hast Du Deinen Bachelor-Abschluss im Regelfall nach sieben Trimestern in der Tasche. Für Deinen Master-Abschluss kommen noch einmal fünf Trimester dazu. Insgesamt hast Du Dein Studium damit nach rund vier Jahren abgeschlossen.

Ausbildung auf höchstem Niveau

Das Studium an einer Uni der Bundeswehr oder einer öffentlichen Hochschule in Kombination mit der militärischen Ausbildung als Offizier bereitet Dich umfassend auf Deine künftige Tätigkeit vor. Als angehende Führungskraft bietet Dir die Bundeswehr eine sehr hochwertige Ausbildung. Die Universitäten achten sehr darauf, dass die fachspezifischen Inhalte immer dem neusten Stand der Forschung entsprechen und stetig ausgebaut werden. Die Vorlesungen in Seminarform werden durch praktische Abschnitte ergänzt. So lernst Du nicht nur die Theorie, sondern erwirbst auch Qualifikationen in der Praxis.

Intensive Betreuung

Ähnlich wie an einer privaten Hochschule studierst Du auch an den Bundeswehr-Unis in Kleingruppen. Je nach Studiengang betreut ein Professor zwischen zwölf und 18 Studenten. Diese kleinen Gruppen stellen sicher, dass Du intensiv unterstützt wirst. Zudem hast Du mit den Professoren und den wissenschaftlichen Mitarbeitern Ansprechpartner an Deiner Seite, die Dich begleiten und Dir bei allen Fragen zur Seite stehen. Mentorenprogramme, hervorragend ausgestattete Bibliotheken, moderne Labore, hochwertige Rechenzentren und vernetzte Hörsäle machen die optimalen Studienbedingungen komplett.

Wohnen auf dem Campus

Während Deines Studiums wohnst Du kostenfrei auf dem Campus oder in einem campusnahen Wohnheim. Dadurch hast Du kurze Wege und eine ideale Ausgangssituation für Dein Studium. Doch damit Du Dein Studentenleben auch genießen kannst, bieten Dir die Unis ein abwechslungsreiches Programm. So kannst Du beispielsweise Sport treiben, entweder für Dich alleine oder in einem Verein Deiner Universität. Außerdem werden viele verschiedene Freizeitaktivitäten organisiert, bei denen Du mitmachen kannst.

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  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
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Finanzielle Absicherung

Als studierender Soldat ist das Studium für Dich gebührenfrei. Du musst Dir also keine Gedanken darüber machen, wie Du Deine akademische Laufbahn finanzieren sollst. Die Kosten übernimmt die Bundeswehr, so dass Du Dich ganz auf Deine Ausbildung konzentrieren kannst. Und nicht nur das: Schon während Deines Studiums bist Du finanziell abgesichert. Denn Du bekommst das volle Gehalt, das Deinem Dienstgrad entspricht. Du verdienst also bereits als studierender Offizier Geld.

Sicherer Job

Studierst Du ganz normal an einer öffentlichen Uni oder zivilen Hochschule, musst Du Dich danach auf Jobsuche machen. Bei der Bundeswehr hast Du Deine Stelle bereits sicher. Sobald Du Dein duales Studium mit Offiziersausbildung beendet hast, steigst Du direkt als Führungskraft in Deinem Fachbereich ein. Und Du kannst Dich im Rahmen Deiner Laufbahn regelmäßig weiterbilden und so die Karriereleiter nach oben klettern. Genauso kannst Du Dich aber auch spezialisieren oder in einen anderen Fachbereich wechseln.

Doch Deine Ausbildung bereitet Dich nicht nur auf die Verwendung in der Truppe vor. Denn die Bundeswehr pflegt enge Kontakte zur Wirtschaft, zu Verbänden und zu wissenschaftlichen Einrichtungen. Die Ausbildung wird deshalb auch den Anforderungen gerecht, die zivile Arbeitgeber stellen. Für Dich heißt das, dass Du eine solide Basis hast, wenn Du Dich nach Deinem Dienst als Zeit- oder Berufssoldat für eine zivile Karriere entscheidest. Und auch an diesem Punkt unterstützt Dich die Bundeswehr. So gibt es für ausscheidende Offiziere spezielle Weiterbildungsangebote. Sie ermöglichen Dir beispielsweise, Dein Erststudium zu ergänzen, Deine Kenntnisse aufzufrischen, eine Zusatzausbildung zu machen oder Dich in einem speziellen Bereich weiterzubilden.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Die Studienplätze an den beiden Bundeswehr-Unis sind in erster Linie für Soldaten in der Laufbahn der Offiziere vorgesehen. Unter bestimmten Bedingungen und sofern Studienplätze frei sind, werden zwar auch Zivilisten aufgenommen. Vorrangig werden die Plätze aber an Bundeswehrsoldaten vergeben. Das Studium selbst ist ein Bestandteil der Offiziersausbildung. Deshalb musst Du nicht nur die Voraussetzungen als Student erfüllen. Sondern Du musst auch unter Beweis stellen, dass Du für den Offizierberuf geeignet bist. Konkret bedeutet das Folgendes:

Hochschulzugangsberechtigung

Damit Du an einer Universität studieren kannst, brauchst Du eine Zugangsberechtigung. Das ist immer so, also egal, ob Du an einer öffentlichen Hochschule oder einer Bundeswehr-Uni studieren willst. Die schulischen Voraussetzungen für eine akademische Ausbildung hast Du durch

  • die allgemeine Hochschulreife = Abitur,
  • eine einschlägige fachgebundene Hochschulreife = Fachabitur,
  • einen gleichwertigen, anerkannten Bildungsabschluss oder
  • eine Qualifikation als Berufstätiger, die zu einer Studienberechtigung führt.

Bei einigen Studiengängen musst Du außerdem vorher ein Grund- oder ein Vorpraktikum gemacht haben. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Abschluss für ein Studium ausreicht, frag ruhig bei einem Karriereberater der Bundeswehr nach. Er kann Dir genau sagen, welche Möglichkeiten Du hast.

Eignungstest

Ob Du charakterlich, geistig und körperlich für den Offizierberuf geeignet bist, musst Du bei einem Eignungstest unter Beweis stellen. Der Test dauert zweieinhalb Tage und umfasst verschiedene Prüfungs-Bausteine. Durchgeführt wird der Test vom Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Diese Stelle ist für das gesamte Auswahlverfahren zuständig und dort gibst Du auch Deine Bewerbung ab. Auf den Eignungstest gehen wir aber gleich noch ausführlicher ein.

Dienstverpflichtung

Das Studium bei der Bundeswehr ist an eine Dienstverpflichtung gebunden. So musst Du Dich in der Offizierslaufbahn für mindestens 13 Jahre verpflichten. Im fliegerischen Dienst ist die Verpflichtungsdauer auf mindestens 16 Jahre festgelegt, im Sanitätsdienst sind es sogar 17 Jahre. In dieser Zeit absolvierst Du Dein Studium und durchläufst die Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes.

Die Zeit, für die Du Dich verpflichten musst, wird aber in mehreren Stufen festgelegt. Die Grundlage dafür sind die Fortschritte, die Du in den einzelnen Ausbildungsabschnitten machst. Abschnitte, die dabei zählen, sind zum Beispiel, dass Du den Offizierlehrgang erfolgreich bestehst und Dein Studium beendest. Die endgültige Verpflichtung für den Zeitraum, der mindestens vorgeschrieben ist, erfolgt, wenn Du Deinen Studienabschluss in der Tasche hast.

Weitere Informationen zum Offizierberuf und den verschiedenen Truppengattungen findest Du auf der Karriere-Seite der Bundeswehr. Dort kannst Du Dich natürlich auch über die Bundeswehr Studiengänge im Allgemeinen informieren.

Außerdem

Zu den weiteren allgemeinen Voraussetzungen gehört, dass Du die deutsche Staatsangehörigkeit hast. Außerdem musst Du mindestens 17 Jahre alt sein. Das Höchstalter zum Zeitpunkt der Einstellung liegt bei 29 Jahren.

Wie bewerbe ich mich um einen Studienplatz?

Wenn Du bei der Bundeswehr studieren willst, bewirbst Du Dich nicht direkt an der Uni um einen Studienplatz. Für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ist in diesem Fall nämlich das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zuständig. Dieses Bundesamt befindet sich in Köln. Und zum Bundesamt gehört das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr. Dorthin schickst Du Deine Bewerbung. Wenn Deine Unterlagen geprüft wurden und Du die formalen Voraussetzungen erfüllst, lädt Dich das Assessmentcenter zum Eignungstest nach Köln ein.

Wann kann ich mich bewerben?

Deine Bewerbung kannst Du grundsätzlich das ganze Jahr über einreichen. Allerdings werden Offiziere jeweils zum 1. Juli eines Jahres eingestellt. Wenn Du noch im selben Jahr mit Deinem Studium beginnen willst, muss Deine Bewerbung deshalb spätestens Ende Februar vorliegen. Je näher der Bewerbungsschluss für das Einstellungsjahr rückt, desto schneller musst Du dafür sorgen, dass die Bundeswehr alle notwendigen Unterlagen bekommt. Denn nur so bleibt noch genug Zeit, um Dich zum Eignungstest einzuladen und als Student einzuplanen. Besser ist deshalb, wenn Du Deine Bewerbung mit sechs bis zwölf Monaten Vorlauf abgibst. Dadurch bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Woher bekomme ich die Bewerbungsunterlagen?

Die Bewerbungsunterlagen kannst Du Dir online herunterladen. Und auch Deine Bewerbung kannst Du über das Bewerbungsportal abgeben. Besser ist aber, wenn Du Dich mit einem Karriereberater zusammensetzt. Er kann Dir nicht nur die notwendigen Unterlagen aushändigen. Sondern er hat bestimmt auch ein paar Tipps für Dich parat und hilft Dir bei Deiner Bewerbung. Zudem nimmt er Deine Bewerbungsmappe entgegen und leitet sie nach Köln weiter.

Wie läuft der Eignungstest ab?

Der Auswahldienst prüft Deine Bewerbung. Erfüllst Du die Voraussetzungen, wirst Du ins Assessmentcenter für Führungskräfte nach Köln eingeladen. Dort absolvierst Du einen Eignungstest. Der Test erstreckt sich über zweieinhalb Tage und soll ermitteln, ob Du charakterlich, geistig und körperlich das Zeug zum Offizier hast. Während Du am Test teilnimmst, stellt Dir die Bundeswehr eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Für Deine Verpflegung ist ebenfalls gesorgt.

Der Eignungstest selbst setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

Computergestützter Eignungstest

Der PC-Test heißt auch CAT-Test. CAT ist das Kürzel für Computer-Assistierte Testung. Das bedeutet nichts anderes, als dass Du ein Testverfahren durchläufst, das am Computer stattfindet. Und durch den Test werden Deine Fähigkeiten und Kenntnisse überprüft. Die Fragen, die Dir gestellt werden, sind sogenannte Multiple-Choice-Aufgaben. Du bekommst dabei zu jeder Frage mehrere Antwortmöglichkeiten und musst daraus die richtige Lösung auswählen. Eigene Antworten musst Du nicht geben. Inhaltlich beschäftigen sich die Fragen mit Themen wie beispielsweise:

  • Fachkenntnisse zu dem Bereich, für den Du Dich bewirbst (also z.B. Mechanik, Elektrotechnik, Medizin usw.)
  • Allgemeinwissen
  • Deutsch
  • Mathe
  • logisches Denken
  • Konzentrationsvermögen
  • Reaktionsgeschwindigkeit

Zusätzlich dazu kommen sogenannte Fragebogenverfahren vor. Dabei werden Dir verschiedene Aussagen genannt und Du musst einordnen, inwieweit Du der jeweiligen Aussage zustimmst. So eine Aussage kann beispielsweise sein „Ich gehe gerne auf andere Menschen zu.“ Anhand einer Skala musst Du dann abstufen, wie sehr die Aussage auf Dich zutrifft. Bei diesen Fragen gibt es natürlich kein Richtig oder Falsch. Vielmehr möchte sich die Bundeswehr dadurch ein Bild von Deiner Persönlichkeit machen.

Einen ersten Eindruck vom schriftlichen Test kannst Du Dir über den Assessment Trainer verschaffen. Und auch auf unserer Seite halten wir Übungsfragen und Tests für Deine Vorbereitung bereit.

Sporttest

Der Sporttest umfasst drei Disziplinen, die Du nacheinander meistern musst. Den Anfang macht dabei ein Sprinttest. Dafür liegst Du in Bauchlage auf einer Turnmatte. Sobald Dir der Prüfer das Startkommando gegeben hat, richtest Du Dich auf und sprintest zu einer zehn Meter entfernten Pylone. Um die Pylone läufst Du herum und rennst zurück zur Turnmatte. Auch dort steht eine Pylone, die Du umläufst. Dann legst Du Dich wieder in Bauchlage auf die Turnmatte. Diesen Ablauf wiederholst Du fünf Runden lang. Zum Schluss läufst Du ein letztes Mal zur Wendepylone. Dort angekommen, wird Deine Zeit gestoppt. Insgesamt solltest Du die Übung in weniger als einer Minute schaffen.

Die zweite Übung ist der Klimmzughang. Dafür umfasst Du eine Reckstange und ziehst Dich soweit nach oben, bis Dein Kinn auf Höhe der Reckstange ist. Diese Position musst Du so lange wie möglich halten. Die Mindestanforderung liegt bei fünf Sekunden.

Als dritte Disziplin hast Du einen Fahrrad-Ergometer-Test vor Dir. Hier musst Du die vorgegebene Strecke so schnell wie möglich zurücklegen. Die Mindestanforderung liegt bei 130 Watt und 80 Umdrehungen pro Minute über eine Dauer von 6:30 Minuten. Die Wattzahl kannst Du aber einstellen. Erhöhst Du die Wattzahl, bist Du schneller am Ziel. Senkst Du hingegen die Wattzahl, musst Du die Umdrehungen deutlich steigern, damit Du die Strecke in der vorgegebenen Zeit schaffst.

Übrigens: Solltest Du nur am Sporttest scheitern, kannst Du diesen Prüfungsteil innerhalb von sechs Monaten noch einmal wiederholen.

Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist ein klassisches Bewerbungsgespräch. Du führst es mit einem oder zwei Prüfern in einer lockeren Atmosphäre. Die Absicht hinter dem Interview ist, Dich besser kennenzulernen. Du wirst Dich deshalb mit den Prüfern über Dich und Deinen Werdegang, Deine Motivation und deine beruflichen Ziele unterhalten. Am besten ist, wenn Du offen und authentisch bleibst. Die Prüfer werden es sehr schnell durchschauen, wenn Du Dich verstellst.

Gruppensituationsgespräch mit Kurzvortrag

Die mündliche Prüfung sieht ein Gespräch vor, das Du in der Gruppe führst. Dafür wird Dir zuerst ein Thema vorgegeben, zu dem einen kurzen Vortrag hältst. Anschließend tauschst Du Dich mit den anderen Mitgliedern Deiner Gruppe über den Vortrag aus. Deine kommunikativen Fähigkeiten, Dein Auftreten und Dein Verhalten gegenüber anderen stehen dabei auf dem Prüfstand.

Studienberatung

Den Abschluss Deines Tests bildet eine Studienberatung. Dabei geht es zum einen darum, inwieweit Du die notwendige Eignung für ein Studium bei der Bundeswehr mitbringst. Zum anderen wird mit Dir besprochen, ob ein Studienplatz in Deinem gewünschten Studiengang zur Verfügung steht. Die Prüfer werden Dir mitteilen, wie deine Chancen stehen und welche passenden Fächer sie als Alternativen für Dich sehen.

Hast Du den Eignungstest erfolgreich gemeistert, kannst Du Dich über eine Zusage freuen!
 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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