Bundeswehr Freiwilliger Wehrdienst: Von A bis Z

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Freiwilliger Wehrdienst

Der Freiwillige Wehrdienst wurde schon eingeführt, als es noch die Wehrpflicht gab.

Durch den freiwilligen Wehrdienst kannst Du gewissermaßen ausprobieren, ob die Bundeswehr der richtige Arbeitgeber für Dich ist. Denn Du verpflichtest Dich für eine recht kurze Zeit.

In dieser Zeit durchläufst Du zuerst die Grundausbildung. Anschließend folgt die Ausbildung für Deinen Dienstposten. Dann versiehst Du Deinen Dienst. Und wenn das Ende Deiner Dienstzeit näher rückt, kannst Du Dich entscheiden, ob Du weiterhin als Soldatin oder Soldat bei der Bundeswehr bleibst – oder ob Du die Streitkräfte wieder verlässt.

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Als es in Deutschland noch die allgemeine Wehrpflicht gab, konnten Wehrpflichtige ihren Dienst freiwillig verlängern. Diese Möglichkeit bestand ab dem 1. Januar 1996. Die Wehrpflichtigen wurden damit zu Freiwillig Wehrdienstleistenden, kurz FWDL. Bis zu 23 Monate lang konnten sie dann ihren Dienst versehen und erhielten dafür einen erhöhten Sold.

Seit die Wehrpflicht ausgesetzt ist, heißt dieser Status nun Freiwilliger Wehrdienst, kurz FWD. Der Freiwillige Wehrdienst steht allen Frauen und Männern offen. Seine Dauer beträgt mindestens sieben und höchstens 23 Monate. Die rechtliche Grundlage dafür schafft § 58b des Soldatengesetzes.

Du spielst mit dem Gedanken, Freiwilligen Wehrdienst zu leisten? Aber Du weißt nicht so genau, was Dich erwartet und wie Du Deinen Plan in die Tat umsetzen sollst? In diesem Beitrag beantworten wir Dir alle wichtigen Fragen zum FWD!

Wie lange kann ich Freiwilligen Wehrdienst leisten?

Die Zeit, für die Du Dich im Freiwilligen Wehrdienst mindestens verpflichten musst, beträgt sieben Monate. Maximal kannst Du 23 Monate lang freiwillig Wehrdienst leisten.

Das erste halbe Jahr Deiner Dienstzeit gilt als Probezeit. Wie bei einem normalen Arbeitsverhältnis in der freien Wirtschaft kannst Du auch bei der Bundeswehr während der Probezeit jederzeit kündigen. Das ist übrigens der Grund, warum im Gesetz steht, dass der Freiwillige Wehrdienst aus einer sechsmonatigen Probezeit und einem bis zu 17 Monate andauernden Wehrdienst besteht.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wenn Du freiwillig Wehrdienst leisten möchtest, musst Du zunächst einmal drei grundlegende Voraussetzungen erfüllen. So musst Du nämlich

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Wenn Du noch nicht volljährig bist, müssen Deine Erziehungsberechtigen – das werden meist Deine Eltern sein – ihr Einverständnis erklären.

Die Vollzeitschulpflicht hast Du erfüllt, wenn Du die Schule abgeschlossen hast und nicht mehr dazu verpflichtet bist, weiterhin eine Schule zu besuchen. Ob Du einen Hauptschulabschluss, die mittlere Reife oder Abitur hast, spielt keine Rolle. Selbst wenn Du durch die Abschlussprüfung gerasselt bist und die Schule deshalb ohne Abschluss verlassen hast, macht das nichts. Denn mit Blick auf den Freiwilligen Wehrdienst zählt nur, dass Du nicht mehr schulpflichtig bist.

Und: Dein Geschlecht ist egal. Der FWD steht jungen Frauen nämlich genauso offen wie jungen Männern.

Gibt es einen Einstellungstest?

Um herauszufinden, ob Du körperlich fit, psychisch stark und von Deiner Persönlichkeit her für den Dienst bei der Bundeswehr geeignet bist, lädt Dich die Bundeswehr zum Eignungstest ein. Schließlich hast Du eine interessante Zeit vor Dir und wirst sicher Erfahrungen machen, die Dich im Leben weiterbringen werden. Aber Du wirst eben auch große Herausforderungen meistern müssen. Der Einstellungstest prüft deshalb verschiedene Bereiche. Dazu setzt er sich aus mehreren Einzelprüfungen zusammen.

Ärztliche Untersuchung

Den Anfang macht eine Eignungsuntersuchung. Dabei prüft der ärztliche Dienst, wie es um Deine körperliche und geistige Gesundheit steht. Bei der ärztlichen Untersuchung stehen verschiedene Einzeluntersuchungen an, zu denen unter anderem ein Seh- und ein Hörtest, ein Drogentest und eine allgemeinärztliche Untersuchung gehören. Der Bundeswehrarzt achtet dabei einerseits auf Deine körperliche Verfassung im Allgemeinen. Auf der anderen Seite schaut er sich an, ob Du die Anforderungen erfüllst, die bestimmte Verwendungen erfordern. Im Ergebnis kann es sein, dass Du für einige Einsatzbereiche ausgeschlossen wirst.

Computertest

Ein weiterer Baustein vom Auswahlverfahren ist ein computergestützter Eignungstest. Er wird auch CAT-Test genannt. Das Kürzel CAT steht für Computer-Assistierte Testung. Genau genommen, ist der Computertest nicht nur ein Test. Vielmehr umfasst er mehrere Testverfahren, die Du aber alle am Computer durchläufst. Themen, die abgefragt werden, sind zum Beispiel:

  • Rechtschreibung und Grammatik
  • Wortanalogien
  • Allgemeinbildung und Fachwissen
  • Mathe
  • Technik und Physik
  • Matrizen
  • logisches Denken

Ergänzt werden die Aufgaben durch Reaktionstests und psychologische Fragen. Die Antworten musst Du beim CAT-Test nicht selbst formulieren und aufschreiben. Stattdessen hast Du mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl und musst nur die richtige Lösung markieren.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.
Einen ersten Eindruck vom Computertest kannst Du Dir online durch den Assessment-Trainer verschaffen. Auf unserer Seite haben wir ebenfalls Übungsaufgaben und Testmodule für Dich vorbereitet.

Sporttest

Deine körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit stehen beim Sporttest auf dem Prüfstand. Der Sporttest heißt auch Basis Fitness Test, kurz BFT. Er wird Dir übrigens – wenn auch in leicht abgewandelter Form – immer wieder begegnen. Denn der BFT ist der Standard-Sporttest der Bundeswehr. Nicht nur Bewerber, sondern auch aktive Soldaten legen diesen Test einmal pro Jahr ab. Bei der Eignungsprüfung umfasst der Sporttest drei Disziplinen:

  • 11 x 10 Meter Sprint-Test: Beim Sprinttest muss die eine Strecke von zehn Metern elfmal laufen. Dabei startest Du jede Runde aus der Bauchlage heraus und läufst um eine Pylone herum. Für die Übung hast Du maximal 60 Sekunden Zeit.
  • Klimmhang-Test: Für den Klimmhang-Test gehst Du in die Endposition von einem normalen Klimmzug. Und diese Position musst Du so lange wie möglich halten. Die Mindestanforderung liegt bei fünf Sekunden.
  • 3.000 Meter Fahrrad-Ergometer-Test: Hierbei handelt es sich um eine Ausdauer-Prüfung. Du musst auf dem Fahrrad-Ergometer nämlich eine Strecke von drei Kilometern zurücklegen. Dafür hast Du maximal 6:30 Minuten Zeit.

Den Sporttest hast Du bestanden, wenn Du bei allen drei Übungen wenigstens die Mindestanforderungen geschafft hast. Solltest Du nur am BFT scheitern und sonst alle anderen Prüfungs-Bausteine bestehen, kannst Du den Sporttest aber wiederholen.

Interview

Den Abschluss der Eignungsuntersuchung und Eignungsfeststellung bildet ein persönliches Gespräch. Bei dem Gespräch ist ein Psychologe anwesend. Insgesamt ist das Interview aber ein ganz normales Bewerbungsgespräch.

Wie in einem Vorstellungsgespräch üblich, wirst Du über Dich, Deinen bisherigen Werdegang und Deine Motivation berichten. Daneben werden die Prüfer die eine oder andere Antwort, die Du beim CAT-Test gegeben hast, ansprechen. Letztlich geht es bei dem Interview darum, Dich als Person näher kennenzulernen. Außerdem wollen die Prüfer ihre bisherigen Erkenntnisse über Dich vervollständigen und einordnen.

Der Psychologe wird dann seine Einschätzung dazu geben, ob Du für den militärischen Dienst bei der Bundeswehr geeignet bist und in welcher Verwendung er Dich sieht.

Einplanung

Hast Du den Einstellungstest bestanden, gehst Du zur Einplanungsstelle. Dort wird der Einplaner Deine Ergebnisse vom Test, die Erkenntnisse vom ärztlichen Dienst und vom Psychologen und Deine Wünsche miteinander abgleichen. Anschließend wird er Dir passende Stellen vorschlagen. Nimmst Du das Angebot an, kannst Du schon bald Deinen freiwilligen Dienst antreten.

Wie läuft der FWD ab?

Deine Zeit bei der Bundeswehr beginnt mit der dreimonatigen Grundausbildung. Dabei erlangst Du die soldatische Grundbefähigung. Letztlich lernst Du hier also die Grundlagen, die Du als Soldatin oder Soldat brauchst. Die Grundausbildung ist für alle gleich. Welcher Teilstreitkraft Du angehörst, spielt keine Rolle. Und es wird auch nicht zwischen Dir und Rekruten, die eine Ausbildung oder ein Studium anstreben, unterschieden.

Gut, eine Ausnahme gibt es doch: Im Sanitätsdienst dauert die allgemeinmilitärische Grundausbildung nur zwei Monate. Im dritten Monat findet eine sanitätsdienstliche Ausbildung statt.

Hast Du die Grundausbildung geschafft, beginnt die Dienstpostenausbildung. Sie dauert in aller Regel ebenfalls drei Monate. Im Verlauf der Dienstpostenausbildung lernst Du alles, was Du wissen und können musst, um Deine Fachtätigkeit auszuführen. Klar, dass die Inhalte je nach Teilstreitkraft und Verwendung sehr unterschiedlich ausfallen. An die Grund- und die Dienstpostenausbildung schließt sich dann Dein Wehrdienst an. Und das für die Zeit, für die Du Dich verpflichtet hast.

Die Bundeswehr hat eine Infoseite zum FWD eingerichtet. Hier findest Du zum Beispiel Erfahrungsberichte.

In welchen Laufbahnen ist der Freiwillige Wehrdienst möglich?

Der Freiwilligendienst wird ausschließlich in der Laufbahn der Mannschaften geleistet. Welchen Dienstgrad Du am Anfang hast, hängt beim Heer von der Truppengattung und bei der Luftwaffe vom Dienstbereich ab. So kannst Du beispielsweise Grenadier, Jäger, Pionier, Funker, Schütze, Flieder oder Sanitätssoldat sein. Leistet Du Deinen Dienst bei der Marine, beginnst Du als Matrose.

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Frühestens nach dem dritten Dienstmonat kann dann schon die erste Beförderung erfolgen. Dadurch wirst Du zum Gefreiten. Die nächste Beförderung zum Obergefreiten kann frühestens nach dem sechsten Monat stattfinden. Und nach frühestens zwölf Monaten ist eine Beförderung zum Hauptgefreiten möglich.

Zum Ende Deiner Dienstzeit kannst Du als Zeitsoldat übernommen werden. In diesem Zuge ist bei entsprechender Eignung auch ein Wechsel in eine höhere Laufbahn möglich. Verlässt Du hingegen die Bundeswehr, bleibst aber als Reservist in der Laufbahn der Reserveunteroffiziere, der Reservefeldwebel oder der Reserveoffiziere, wirst Du am Ende Deiner Dienstzeit zum Unteroffizier oder Fahnenjunker der Reserve befördert.

Wo kann ich mich über mögliche Verwendungen als Freiwillig Wehrdienstleistender informieren?

Ob Heer, Luftwaffe, Marine, Sanitätsdienst oder Streitkräftebasis: Wenn Du Dich für den Freiwilligen Wehrdienst entscheidest, gibt es in allen Teilstreitkräften eine Vielzahl an möglichen Verwendungen. Einen ersten Überblick kannst Du Dir mit dem Berufefinder auf der Karriereseite der Bundeswehr verschaffen. Dabei gehst Du am besten so vor:

  • Zunächst rufst Du den Berufefinder auf.
  • Dann wählst Du die militärische Laufbahn aus.
  • Anschließend gibst Du Deinen Schulabschluss an. (Für den Freiwilligendienst spielt der Schulabschluss eigentlich keine Rolle. Hier zählt nur, dass Du die Vollzeitschulpflicht erfüllt hast. Trotzdem musst Du den Schulabschluss markieren, denn das ist ein Pflichtfeld.)
  • Jetzt wählst Du noch die Laufbahn der Mannschaften aus.

Als Ergebnis werden Dir die Berufe und Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt, die für den Freiwilligen Wehrdienst in Frage kommen. Weitere Informationen bekommst Du zudem vom Karriereberater. Mit ihm setzt Du Dich zusammen, wenn es um Deine Bewerbung geht.

Wann beginnt der Freiwillige Wehrdienst?

Möchtest Du Dich bewerben, kannst Du das das ganze Jahr über tun. Die notwendigen Bewerbungsunterlagen kannst Du Dir online herunterladen. Besser ist aber, wenn Du zum einem Karriereberatungsbüro gehst. Der Berater dort erklärt Dir Deine Möglichkeiten. Von ihm bekommst Du auch die Unterlagen. Und bei ihm kannst Du Deine Bewerbung später abgeben.

Hat alles geklappt, erfolgt Dein freiwilliger Dienstantritt immer und ausnahmslos zum Ersten eines Monats. In welchem Monat das bei Dir der Fall ist, steht in der Einladung, durch die Du zum Dienstantritt aufgefordert wirst. Das wird aber immer ein Monatsanfang sein. An einem anderen Termin, beispielsweise am 15. eines Monats, kannst Du den Dienst nicht antreten.

Kann ich mitentscheiden, an welchem Standort ich stationiert werde?

Du kannst schon bei Deiner Bewerbung angeben, wo und als was Du gerne eingesetzt werden möchtest. Wenn Du dann den Einstellungstest erfolgreich hinter Dich gebracht hast, setzt Du Dich mit einem Mitarbeiter der Einplanungsstelle zusammen. Bei diesem Gespräch kannst Du Deine Wünsche noch einmal äußern. Der Einplaner wird versuchen, eine passende Stelle für Dich zu finden. Allerdings kann er dabei nicht nur Deine Wünsche berücksichtigen. Denn neben Deiner Eignung, die sich aus Deinen Ergebnissen vom Einstellungstest ergibt, muss er auch den Personalbedarf beachten. Mitunter wird es deshalb auf einen Kompromiss hinauslaufen müssen.

Die Grundausbildung in den ersten drei Monaten Deiner Dienstzeit durchläufst Du in aller Regel ohnehin an einem anderen Ausbildungsort. Erst danach kommst Du an den Standort, wo Du den Rest Deiner Verwendungszeit bleibst. Dabei richtet sich der Standort natürlich immer auch nach der Teilstreitkraft, also ob Du zum Heer, zur Luftwaffe, in den Sanitätsdienst oder zur Marine gehst.

Muss ich die ganze Zeit über in der Kaserne bleiben?

Leistet Du bei der Bundeswehr Freiwilligen Wehrdienst, wohnst Du unter der Woche in der Kaserne. Dabei ist die Unterkunft für Dich kostenlos und auch für die Verpflegung musst Du nichts bezahlen.

Am Wochenende hast Du normalerweise dienstfrei. Sofern kein Sonderdienst ansteht, musst Du deshalb nicht in der Kaserne bleiben. Stattdessen kannst Du übers Wochenende nach Hause fahren. Und bei bis zu fünf Familienheimfahrten pro Monat übernimmt die Bundeswehr sogar die Kosten. Vorgesehen dabei ist, dass Du mit der Bahn fährst. Sofern das bei Dir nicht möglich ist und Du auf ein anderes Transportmittel zurückgreifen musst, prüft Dein Truppenteil, ob und in welcher Höhe die Kosten erstattet werden können.

Neben den dienstfreien Tagen hast Du auch Anspruch auf Urlaub. Dabei erwirbst Du mit jedem vollen Monat Deiner Dienstzeit Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Nach beispielsweise sechs Monaten steht Dir also der halbe Jahresurlaub zu.

Nehme ich als Freiwillig Wehrdienstleistender an Auslandseinsätzen teil?

Möchtest Du Dich für ein Jahr oder länger verpflichten, musst Du schriftlich erklären, dass Du grundsätzlich bereit bist, an einem Auslandseinsatz teilzunehmen. Ob Du tatsächlich ins Ausland gehst, hängt aber von Deinem Dienstposten, der aktuellen Situation, dem Bedarf und Deinem Ausbildungsstand ab. Es kann also sein, dass Dich die Truppe im Ausland braucht. Genauso ist aber möglich, dass keine Auslandsverwendung erfolgt.

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Du kannst beantragen, dass Du nicht im Ausland eingesetzt wirst. Solche Ausnahmen lässt die Bundeswehr zu, wenn ein Auslandseinsatz für Dich aus persönlichen oder familiären Gründen eine besondere Härte darstellen würde. Grundsätzlich wird aber erwartet, dass Du zur Teilnahme an Auslandseinsätzen bereit bist. Andersherum hast Du jedoch keinen Anspruch darauf, ins Ausland zu gehen.

Wie sieht die Besoldung aus?

Als Soldatin oder Soldat, die oder der freiwillig den Wehrdienst leistet, bekommst Du einen Wehrsold. Er beginnt bei 11,41 Euro pro Tag. Mit jeder Beförderung fällt dann auch der Tagessatz vom Wehrsold etwas höher aus. Bist Du im Ausland im Einsatz, erhöht sich Dein Wehrsold auf das Doppelte.

Zusätzlich zum Wehrsold erhältst Du einen Wehrdienstzuschlag. Auch er wird nach Tagessätzen berechnet. Wie hoch der Zuschlag ausfällt, hängt von Deiner Dienstzeit ab. So beläuft sich der Wehrdienstzuschlag

  • in den ersten sechs Dienstmonaten auf 16,50 Euro,
  • ab dem siebten bis zum zwölften Dienstmonat auf 22,50 Euro,
  • vom 13. bis zum 18. Dienstmonat auf 24,50 Euro und
  • ab dem 19. bis zum 23. Dienstmonat auf 26,50 Euro pro Tag.

Am Anfang Deiner Dienstzeit kommst Du so auf einen Sold von 837,30 Euro pro Monat. Hast Du die sechsmonatige Probezeit erfolgreich absolviert, hast Du zudem Anspruch auf Weihnachtsgeld. Und Du bekommst am Ende Deiner Dienstzeit das sogenannte Entlassungsgeld. Es beträgt für jeden vollen Monat, den Du abgeleistet hast, 96 Euro.

Neben dem Sold stellt Dir die Bundeswehr auch unentgeltliche Leistungen zur Verfügung. Neben der kostenfreien Unterkunft und Verpflegung in der Kaserne gehören hierzu die Bekleidung und die truppenärztliche Versorgung. Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlt der Bund ebenfalls für Dich.

Ein Wort zum Kindergeld

In den ersten vier Monaten als Freiwillig Wehrdienst Leistender bekommen Deine Eltern automatisch weiterhin Kindergeld für Dich. Danach müssen sich Deine Eltern an die zuständige Familienkasse wenden und dort einen Antrag auf Kindergeld stellen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird der Antrag bewilligt und das Kindergeld auch während Deiner Dienstzeit weitergezahlt.

Kann ich meinen Führerschein bei der Bundeswehr machen?

Generell ist es nicht (mehr) möglich, dass Du bei der Bundeswehr Deinen Führerschein machst. Eine Ausnahme gilt aber dann, wenn Du als Fahrer eingeplant wirst. In diesem Fall hast Du die Möglichkeit, den Pkw-, Lkw- oder Motorradführerschein zu machen. Neben Deinem Dienstposten spielt in diesem Zusammenhang aber auch eine Rolle, für wie lange Du Dich verpflichtet hast.

Gibt es im Rahmen des Freiwilligen Wehrdienstes Weiterbildungsmöglichkeiten?

Im Rahmen des FWD durchläufst Du eine militärische Ausbildung. Die Inhalte, die Du dabei lernst, sind zum Teil aber auch in zivilen Berufen nutzbar. Zusätzlich dazu gibt es den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, kurz BFD. Er bietet Dir als Freiwillig Wehrdienstleistender die Möglichkeit, an verschiedenen internen und externen Maßnahmen teilzunehmen. Bei diesen Maßnahmen kann es sich zum Beispiel um einen Sprachkurs in Englisch, ein Bewerbungstraining oder ein Rhetorik-Seminar handeln. Auf diese Weise erwirbst Du Wissen und Können, das Dir auf Deinem weiteren Berufsweg – egal ob bei der Bundeswehr oder in der freien Wirtschaft – zugutekommen wird.

Bin ich während des FWD Soldatin oder Soldat auf Zeit?

Leistet Du bei der Bundeswehr Freiwilligen Wehrdienst, ist Dein Dienst, wie der Name schon sagt, freiwillig. Damit ergibt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu Zeitsoldaten. Im Unterschied zu Soldatinnen und Soldaten auf Zeit wirst Du als Freiwillig Wehrdienstleistender aber nicht vereidigt. Außerdem richten sich die Leistungen, die Du bekommst, ausschließlich nach dem Wehrsoldgesetz und dem Unterhaltssicherungsgesetz.

Allerdings hast Du die Möglichkeit, schön während des FWD in ein Dienstverhältnis als Soldatin oder Soldat auf Zeit zu wechseln. Eine entsprechende Eignung natürlich vorausgesetzt. Der Vorteil bei einem solchen Wechsel ist, dass Du die Truppe schon kennst und umgekehrt. Entscheidest Du Dich für eine Verpflichtung als Zeitsoldatin oder Zeitsoldat setzt Du Dein Dienstverhältnis nahtlos fort. Die dreimonatige Grundausbildung musst Du dann nicht mehr wiederholen.

Was passiert mit meinem Arbeitsverhältnis, wenn ich zur Bundeswehr gehe?

Vielleicht hast Du ja schon einen Job und stehst in einem Arbeitsverhältnis. Wie früher beim Grundwehrdienst gilt in diesem Fall auch beim Freiwilligen Wehrdienst ein Arbeitsplatzschutz. Das bedeutet: Während Du den FWD leistet, bleibt Dein Arbeitsverhältnis als ruhendes Rechtsverhältnis bestehen. Du bist somit auch weiterhin Angehöriger der Firma.

Außerdem gibt es einen zusätzlichen Arbeitsschutz. So darf Dein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis in dem Zeitraum ab der Zustellung Deiner Aufforderung zum Dienstantritt bis zum Ende Deines Wehrdienstes grundsätzlich nicht kündigen. Und es dürfen Dir dadurch, dass Du wehrdienstbedingt abwesend warst, weder betriebliche noch berufliche Nachteile entstehen.

Für Dich heißt das: Sobald Du Deine Dienstantrittsaufforderung bekommen hast, musst Du Deinen Arbeitgeber darüber informieren. Und direkt nach Deiner Entlassung aus dem Dienst musst Du Dich im Betrieb zurückmelden.

Ausführliche Informationen dazu bekommst Du aber zusammen mit Deiner Aufforderung zum Dienstantritt.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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