Bundeswehr Sanitätsdienst: Darauf kommt es an

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Jobs Bundeswehr Sanitätsdienst

Der Bundeswehr Sanitätsdienst ist sehr vielseitig.

Die wesentliche Aufgabe des Sanitätsdienstes ist, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, wiederherzustellen und zu erhalten. Und das gilt nicht nur im Inland, sondern auch und vor allem bei Auslandseinsätzen. Schließlich gibt es hier Gefahren, die in Deutschland nicht gegeben sind.

Nun besteht der Sanitätsdienst aber keineswegs nur aus Ärzten und Krankenschwestern. Vielmehr bietet Dir die Bundeswehr eine Vielzahl an verschiedenen Berufen und Möglichkeiten, wenn Du im Bereich der Medizin arbeiten möchtest.

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Der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr ist ein militärischer Organisationsbereich innerhalb der Bundeswehr. Er ist für die medizinische Betreuung aller Teilbereiche zuständig. Er kümmert sich also um das Heer und die Streitkräftebasis genauso wie um die Luftwaffe und die Marine. Dabei ist das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr eine höhere Kommandobehörde. Als solche ist sie dem Bundesverteidigungsministerium unmittelbar nachgeordnet.

Ergänzt wird der Zentrale Sanitätsdienst durch die anderen Kräfte, die unter dem Kommando der Teilstreitkräfte stehen. Zu diesen Kräften gehören beispielsweise der Bordsanitätsdienst und der Sanitätsdienst des Heeres. Oder auch das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine und das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe. Sie alle zusammen ergeben fachlich den Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Nur: Was macht der Sanitätsdienst eigentlich genau? Welche Berufe umfasst er? Welche Möglichkeiten bietet er? Und was musst Du mitbringen, wenn Du in diesem Bereich tätig werden willst? Um diese Fragen soll es im Folgenden gehen!

Wusstest Du, dass …

Fakten zu Bundeswehr Sanitätsdienst

Die Aufgaben des Bundeswehr Sanitätsdienstes

Der zentrale Auftrag des Bundeswehr-Sanitätsdienstes besteht darin, die Gesundheit der Soldaten zu schützen, wiederherzustellen und zu erhalten. Und das bezieht sich auf alle medizinischen Versorgungsleistungen im In- und im Ausland sowie im Frieden, bei Übungen und im Einsatz. Als Vorgabe gilt, dass die Soldaten immer und überall auf der Welt nach den Standards versorgt werden sollen, die in Deutschland gelten. Dazu wiederum kann auch gehören, verletzte oder erkrankte Soldaten für eine Behandlung nach Hause zu holen.

Der Fachdienst ist also Retter in Notlagen und gibt den Kameraden die notwendige Sicherheit für ihre Gesundheit. Aber damit ist es noch längst nicht getan. Denn auch wenn die sanitätsdienstliche Versorgung der Kameraden die Hauptaufgabe ist, ist der Sanitätsdienst noch für viele andere Dinge zuständig. So gehört zu seinem Aufgabenbereich unter anderem auch:

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  • Aus- und Weiterbildung des gesamten Sanitätspersonals
  • Hilfeleistungen für zivile Einsatzdienste, etwa bei Katastrophen oder in besonderen Notfällen
  • Beteiligung im öffentlichen Rettungsdienst, zum Beispiel indem Notärzte, Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter, aber auch Fahrzeuge oder Rettungshubschrauber zur Verfügung gestellt werden
  • humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz im Ausland im Auftrag der Bundesregierung
  • Medikamente und Heilmittel herstellen, lagern und verteilen
  • Forschung im Bereich der Wehrmedizin
  • Laboruntersuchungen im Rahmen von öffentlich-rechtlichen Aufgaben
  • Mitwirkung bei Tauglichkeitsprüfungen wie Musterungen oder speziellen Eignungsprüfungen und der betriebsärztlichen Betreuung
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Deine Möglichkeiten im Sanitätsdienst

Je nachdem, welchen Schulabschluss Du hast, was Dich persönlich auszeichnet und was Deine beruflichen Ziele sind, bietet Dir der Sanitätsdienst der Bundeswehr viele verschiedene Möglichkeiten. Einen ersten Überblick kannst Du Dir auf der Internetseite des Sanitätsdienstes der Bundeswehr verschaffen. Aber natürlich haben auch wir für Dich zusammengestellt, welche Berufe zur Auswahl stehen.

Ein kleiner Hinweis vorab

Alle Berufe im Sanitätsdienst stehen, ebenso wie übrigens in allen anderen Bereichen auch, Frauen und Männern gleichermaßen offen. Wenn wir im Folgenden nur die männliche Form verwenden, hat das nichts mit einer Wertung zu tun. Wir haben uns nur deshalb dafür entschieden, es bei einer Form zu belassen, weil wir den Text lesefreundlich halten möchten. Würden wir ständig von „Soldatinnen und Soldaten“, „Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern“ oder „Fachwirtinnen und Fachwirten“ sprechen, würde das Ganze ziemlich umständlich und sperrig klingen, oder?! Also noch mal: Durch die männliche Form wollen wir die Infos klar und verständlich halten. Aber das heißt keineswegs, dass Du als Frau den Job nicht mindestens genauso gut kannst wie Deine männlichen Kameraden.

Sanitätsdienstliche Berufe im militärischen Bereich

Entscheidest Du Dich für eine militärische Laufbahn, kannst Du zwischen vielen Berufsbildern auswählen. Vom Notfallsanitäter über den Medizintechniker bis hin zum Tierarzt ist alles vertreten. Aber sieh selbst!

Gesundheits- und Krankenpfleger in der Laufbahn Feldwebel

Als Gesundheits- und Krankenpfleger versorgst und betreust Du Kameraden, die stationär oder ambulant behandelt werden müssen. Du pflegst Deine Patienten und begleitest ihren Genesungsweg. Dein Arbeitsplatz kann ein Bundeswehrkrankenhaus oder eine regionale Sanitätseinrichtung sein. Genauso kannst Du aber auch bei Auslandseinsätzen tätig werden. Du bist der Ansprechpartner für Deine Patienten und unterstützt die Arbeit der Ärzte und Therapeuten. Gleichzeitig bist Du das Bindeglied zwischen den Patienten, deren Angehörigen und den Ärzten. Später übernimmst Du eine Führungsposition und kümmerst Dich auch um organisatorische Aufgaben. Außerdem gibst Du Dein Fachwissen an neue Pflegekräfte weiter, die gerade ihre Ausbildung machen.

Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung in der Laufbahn Feldwebel

Wenn Du einen Beruf suchst, bei dem Du Patienten betreust und verwaltend arbeitest, könnte der Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung gut zu Dir passen. Denn in diesem Beruf versorgst Du einerseits Kameraden. Du stimmst die Behandlungen mit den Ärzten ab und stellst die Pflege der Patienten sicher. Andererseits arbeitest Du Patientendaten auf, kümmerst Dich um Verwaltungsaufgaben und organisierst die Arbeitsabläufe. Die Leitung Deines Teams und das Planen von Fort- und Ausbildungen gehört ebenfalls in Deinen Aufgabenbereich. Du bist also Fachkraft für die Organisation, Ausbildungsleiter, Notfallmanager, Teamleiter und Pflegekraft in einem. Deinen Arbeitsplatz findest Du in den verschiedenen Sanitätsbereichen der Bundeswehr.

Notfallsanitäter in der Laufbahn Feldwebel

Ob im Bundeswehrkrankenhaus, in einer regionalen Sanitätseinrichtung oder im Auslandseinsatz: Als Notfallsanitäter bist Du für die Erstversorgung im Notfall zuständig. Du leitest lebensrettende Sofortmaßnahmen an und versorgt einen verletzten oder kranken Patienten eigenständig, bis der Notarzt da ist. Du führst Schritte durch, die der Arzt veranlasst hat. Und Du begleitest den fachgerechten und sicheren Transport des Notfallpatienten bis zur Übergabe an die weiterbehandelnde Einrichtung. Die Pflege der Rettungsfahrzeuge und medizinischen Geräte fällt ebenfalls in Deinen Aufgabenbereich. Außerdem bildest Du Kameraden in Erste-Hilfe-Maßnahmen aus.

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Pharmazeutisch-technischer Assistent in der Laufbahn Feldwebel

Als pharmazeutisch-technischer Assistent kümmerst Du Dich um die Herstellung und die richtige Anwendung von Arzneimitteln. So stellst Du zum Beispiel Lösungen und Salben her. Außerdem nimmst Du Arzneimittel-Lieferungen an, kontrollierst und sortiert sie. Du füllst Medikamente ab und sorgst für die korrekte Lagerung. Im Labor führst Du Arzneimittelprüfungen durch, im Lager überwachst und verwaltest Du den Bestand und sorgst eigenständig für Nachschub. Dein Arbeitsplatz ist meist eine Bundeswehrapotheke. Und hier arbeitest Du im Büro, im Lager und im Labor.

Operationstechnischer Assistent in der Laufbahn Feldwebel

Entscheidest Du Dich für die Tätigkeit als Operationstechnischer Assistent, ist der OP-Bereich Dein Arbeitsplatz. Du bereitest Operationen vor, indem Du die notwendigen Instrumente und Materialien für die Ärzte bereit legst. Bei einem Eingriff unterstützt Du die Ärzte und betreust den Patienten vor, während und nach seinem Aufenthalt im OP. Die Dokumentation der Operationen und der Vorgänge, die damit zusammenhängen, gehört ebenfalls zu Deinem Job. Außerdem leitest Du neue Kollegen an. Arbeiten kannst Du in OP-Abteilungen, aber auch in Ambulanzen und in Bereichen, die Tätigkeiten rund um Operationen durchführen. Das können beispielsweise Abteilungen sein, die chirurgische Instrumente sterilisieren.

Zahnmedizinscher Fachassistent in der Laufbahn Feldwebel

Als Zahnmedizinischer Fachassistent betreust Du Kameraden vor, während und nach einer zahnärztlichen Behandlung. Du assistierst dem Truppenzahnarzt, erstellst Röntgenaufnahmen und führst eigenständig einfachere Untersuchungen durch. Neben der Patientenbehandlung bist Du für administrative und organisatorische Aufgaben zuständig. So führst Du beispielsweise Patientenakten und organisiert die Terminvergaben und Abläufe am Empfang. In der Verwaltung stellst Du sicher, dass die notwendigen Materialien zur Verfügung stehen. Zunächst hilfst Du der zahnärztlichen Behandlungseinrichtung bei der Organisation und Verwaltung. Später kannst Du den Innendienst selbst leiten.

Medizintechniker in der Laufbahn Feldwebel

Interesse an Technik und an Medizin und dazu Organisationstalent sind gute Voraussetzungen für die Tätigkeit als Medizintechniker. In diesem Beruf bist Du dafür zuständig, dass medizintechnische Geräte wie zum Beispiel Beatmungsgeräte, Überwachungsmonitore oder Defibrillatoren voll funktionsfähig und einsatzbereit sind. Du bedienst, wartest, pflegst und hältst die Geräte nämlich instand. Gleichzeitig bist Du ein wichtiger Ansprechpartner für Pflegepersonal. Denn Du berätst Ärzte und Verwaltungsmitarbeiter, wenn es darum geht, Geräte zu beschaffen und zu betreiben. Und Du kümmerst Dich um die Einweisung, die Schulung und die Fortbildung von Pflegekräften, die die Geräte bedienen. Als Führungskraft bist Du auch für die fachliche Ausbildung von Soldaten zuständig.

Sanitäter in der Laufbahn der Mannschaften oder in der Laufbahn der Feldwebel

Möchtest Du Sanitäter bei der Bundeswehr werden, kannst Du Dich zwischen zwei Laufbahnen entscheiden. Den Beruf gibt es nämlich sowohl in der Laufbahn der Mannschaften als auch in der Laufbahn der Feldwebel.

Als Sanitäter in der Laufbahn der Mannschaften bist Du Sanitätssoldat und kümmerst Dich um die medizinische Versorgung Deiner Kameraden bei Übungen und in Einsätzen. Du erkennst Verletzungen, Verwundungen und Erkrankungen und behandelst diese. Da Du zum Ersthelfer ausgebildet bist, bist Du zur Stelle, wenn es gilt, Kameraden zu bergen, Leben zu retten und die Gesundheit aufrechtzuerhalten. Dein Arbeitsplatz ist entweder ein Bundeswehrkrankenhaus oder ein Rettungszentrum im Einsatz. Dabei gehört zu Deiner Arbeit auch, Patrouillen und Evakuierungsflüge zu begleiten und dabei die medizinische Notfallversorgung sicherzustellen.

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In der Laufbahn der Feldwebel hängt Dein Aufgabenbereich von Deinem Schwerpunkt ab. So kannst Du eher militärisch als Führungskraft oder eher fachlich im Pflegebereich arbeiten. Generell hast Du eine Vorbildfunktion und leitest das Team aus den Soldaten, die Dir unterstellt sind. Je nach Einsatzbereich befindet sich Dein Arbeitsplatz in einem Amt oder einem Stab, im Labor, in einem Institut, in einer Sanitätseinrichtung oder in einem Bundeswehrkrankenhaus. Dort bist Du dafür zuständig, Soldaten auszubilden und zu führen. Damit trägst Du einen wichtigen Beitrag dazu bei, dass die Notfallversorgung Deiner Kameraden jederzeit gewährleistet ist.

Medizinischer Fachangestellter in der Laufbahn der Unteroffiziere

Als Medizinischer Fach­angestellter in der Laufbahn der Unteroffiziere wirkst Du an den organisatorischen Abläufen in den medizinischen Einrichtungen der Bundeswehr mit. Du bist der erste Ansprechpartner für Patienten und vergibst Termine, betreust die Patienten und assistierst bei ärztlichen Behandlungen. Gleichzeitig kümmerst Du Dich um die Abläufe im Praxisbetrieb, erledigst den Schriftverkehr und führst Laboruntersuchungen durch. Du bist dafür zuständig, Patientenakten zu führen, verwaltende Arbeiten zu erledigen und Abrechnungen zu erstellen. Du bist also ein echter Allrounder, der sich um die Patienten kümmert und dafür sorgt, dass auch im Hintergrund alles reibungslos abläuft.

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Helfer im Pflege- und Funktionsdienst in der Laufbahn der Mannschaften

Als Helfer im Pflege- und Funktionsdienst übernimmst Du in erster Linie Aufgaben im Bereich der Grundpflege. Du arbeitest eng mit Ärzten und examinierten Pflegekräften zusammen. Sie unterstützt Du dabei, Patienten zu versorgen, zu betreuen, zu behandeln und zu pflegen. Dazu kann gehören, dass Du Patienten bei Untersuchungen begleitest, ihnen bei der Körperpflege hilfst und ihre Betten herrichtest. Außerdem bereitest Du Behandlungen vor und assistiert bei deren Durchführung. Im Prinzip bist Du also immer dann zur Stelle, wenn eine helfende Hand gebraucht wird.

Truppenarzt, Truppenzahnarzt, Veterinär oder Apotheker in der Laufbahn der Offiziere

Die Laufbahn der Offiziere bietet Dir im Sanitätsdienst der Bundeswehr vier Studiengänge. Du kannst nämlich zwischen der Humanmedizin, der Zahnmedizin, der Veterinärmedizin und der Pharmazie wählen. Und wenn Du diesen Weg wählst, qualifizierst Du Dich nicht nur als Arzt oder Apotheker. Denn neben dem Hochschulstudium absolvierst Du eine breit aufgestellte Militärausbildung, durch die Du zu einer militärischen Führungskraft wirst. Dein Studium machst Du dabei an einer zivilen, öffentlichen Uni. In den Semesterferien wiederum stehen die militärische Ausbildung und Truppenpraktika auf dem Programm.

Als Sanitätsoffizier arbeitest Du hauptsächlich in Krankenhäusern der Bundeswehr oder in den Sanitätsbereichen der Truppe. Hast Du Dich für Humanmedizin entschieden, wirst Du Truppenarzt. Dann bist Du dafür zuständig, dass die Soldaten gesund werden, sind und bleiben. Du behandelst Soldaten, veranlasst Therapien und erstellst Gutachten. Bei Auslandseinsätzen übernimmst Du auch die notfallmedizinische Versorgung. Nach einem zahnmedizinischen Studium wirst Du Truppenzahnarzt. Die Versorgung der Soldaten im Bereich der Zahnmedizin ist dann Dein Aufgabengebiet.

Als Veterinär bei der Bundeswehr untersuchst Du Lebensmittel- und Trinkwasserproben und überwachst den Umgang mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Du erstellst Gutachten und forschst im Bereich des Veterinärwesens. Aber Du bist auch ganz klassisch als Tierarzt tätig und kümmerst Dich um die Gesundheit von Diensthunden und anderen Tieren der Bundeswehr. Außerdem sorgst Du dafür, dass der Tierschutz eingehalten wird und Tierseuchen verhindert oder bekämpft werden.

Als Apotheker wiederum bist Du dafür verantwortlich, dass die Versorgung mit Lebensmitteln, Arzneimitteln und Medizinprodukten gewährleistet ist. Du sorgst dafür, dass Medikamente und Hilfsmittel aller Art in ausreichender Menge vorhanden sind, fachgerecht gelagert und herausgegeben werden. Bei Bedarf stellst Du auch selbst Arzneimittel her.

Zusätzlich zu den Tätigkeiten als Arzt oder Apotheker bist Du Offizier. In dieser Funktion gehört es zu Deinem Job, Deinen Verantwortungsbereich zu managen, Dein Team zu führen und Personal auszubilden.

Sanitätsdienstliche Berufe im zivilen Bereich

Du musst nicht unbedingt eine militärische Laufbahn wählen, wenn Du im Sanitätsdienst der Bundeswehr tätig werden willst. Denn auch im zivilen Bereich gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei kannst Du eine Ausbildung absolvieren. Genauso kannst Du mit abgeschlossener Berufsausbildung einsteigen. In diesem Fall bewirbst Du Dich auf eine freie Stelle. Im Verlauf Deiner Tätigkeit wirst Du dann immer wieder Weiterbildungen machen.

Gesundheits- und Krankenpfleger

Als Gesundheits- und Krankenpfleger bist Du das Bindeglied zwischen Patienten und Ärzten. Du versorgst, betreust und pflegst Kranke und Pflegebedürftige. In den jeweiligen Fachabteilungen unterstützt Du das Pflegepersonal, verabreichst Medikamente und assistierst bei Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffen. Außerdem führst Du Krankenakten und erstellst Pflegepläne.

Deine Ausbildung findet im dualen System statt. Du besuchst also die Berufsschule und lernst in den Betriebsstätten der Bundeswehr. Bei den Betriebsstätten kann es sich um Bundeswehrkrankenhäuser oder regionale Versorgungseinrichtungen handeln. Die Ausbildung dauert drei Jahre und Du beendest sie mit einer Abschlussprüfung vor der Ärztekammer.

Medizinischer Fachangestellter

Für einen reibungslosen Praxisbetrieb zu sorgen, ist Deine Hauptaufgabe als medizinischer Fachangestellter. Dafür erledigst Du zahlreiche organisatorische Arbeiten. Dazu gehört, dass Du Termine vergibst, eigenständig Verwaltungsaufgaben übernimmst, erbrachte Leistungen abrechnest und Patientenakten führst. Genauso betreust Du aber auch Patienten, assistierst bei ärztlichen Behandlungen und führst Laborarbeiten durch.

Die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten lernst Du während Deiner Ausbildung. Sie dauert drei Jahre und ist eine duale Ausbildung. Dual bedeutet, dass Du in den Ausbildungsstätten der Bundeswehr lernst und in die Berufsschule gehst. Die Abschlussprüfung nimmt die Ärztekammer ab.

Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter

Die Bundeswehrapotheke ist Dein Wirkungskreis, wenn Du pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter bist. In diesem Beruf führst Du den Bestand an Medizinprodukten und organisierst deren korrekte Lagerung. Du kaufst Waren ein, kontrollierst Lieferungen und zeichnest die Waren mit Preisen aus. Die Präsentation der Produkte fällt ebenso in Deinen Aufgabenbereich wie die Beratung, die Ausgabe und der Verkauf. Administrative Tätigkeiten, beispielsweise den Schriftverkehr, erledigst Du ebenfalls.

Die dreijährige Ausbildung erfolgt im dualen System. Am Ende legst Du Deine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.

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Zahnmedizinischer Fachangestellter

Die zahnmedizinische Versorgung ist Dein Tätigkeitsfeld, wenn Du als zahnmedizinischer Fachangestellter arbeitest. Du betreust Patienten, bereitest zahnmedizinische Behandlungen vor und assistierst dem Zahnarzt. Außerdem kümmerst Du Dich um die zahnmedizinische Vorsorge. Hier erklärst Du den Patienten beispielsweise eigenständig, wie sie die Mundhygiene richtig umsetzen und was sie für ihre Zahngesundheit tun können. Neben den praktischen Arbeiten übernimmst Du auch administrative und organisatorische Aufgaben. So bist Du unter anderem dafür zuständig, einen reibungslosen Praxisbetrieb zu organisieren. Dazu vergibst Du zum Beispiel Termine, erledigst den Schriftverkehr und erstellst Abrechnungen.

Machst Du eine Ausbildung, findet sie im dualen System statt. Nach drei Jahren beendest Du die Ausbildung mit einer Abschlussprüfung vor der Zahnärztekammer.

Tiermedizinischer Fachangestellter

Die Gesundheit von Mensch und Tier liegt Dir am Herzen, wenn Du als tiermedizinischer Fachangestellter tätig bist. In einer tierärztlichen Praxis oder auf einer Krankenstation versorgst Du Tiere, bereitest Behandlungen vor und assistierst dem Tierarzt. Außerdem betreust Du die Halter der Tiere und berätst in Fragen rund um die Tiergesundheit. Darüber hinaus übernimmst Du Verwaltungsaufgaben und organisierst die Abläufe in der Praxis.

Die Ausbildung wird als duale Ausbildung durchgeführt und dauert drei Jahre. Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer an.

Darauf kommt es an, wenn Du in den Sanitätsdienst willst

Wie Du siehst, ist das Angebot an Berufen und Einsatzmöglichkeiten im Sanitätsdienst groß. Ihnen allen gemeinsam ist, dass Du in einem modernen Umfeld tätig wirst. Die Bundeswehr als anerkannter Arbeitgeber wiederum garantiert Dir eine gute Berufsausbildung und eine sichere berufliche Zukunft mit vielen Karrieremöglichkeiten. Doch eine Frage bleibt: Was muss ich mitbringen, wenn ich in den Sanitätsdienst einsteigen will? Worauf kommt es an?

Die genauen Voraussetzungen hängen natürlich immer auch davon ab, welchen Beruf und welche Laufbahn Du anstrebst. Allerdings gibt es ein paar grundlegende Anforderungen, die Du auf jeden Fall erfüllen solltest. Für Dich heißt das, dass Du

  • mindestens 17 Jahre alt sein musst.
  • die deutsche Staatsbürgerschaft hast.
  • bereit bist, bundesweit eingesetzt zu werden. Das kann auch bedeuten, dass Du immer mal wieder umziehen wirst, wenn Du versetzt wirst.
  • Dich bereiterklärst, an Auslandseinsätzen teilzunehmen.
  • Dich für eine bestimmte Zeit verpflichtest. Je nach Deiner Qualifikation und Deinen beruflichen Zielen fällt die Verpflichtungszeit aber sehr unterschiedlich aus. So bewegt sie sich insgesamt in einem Rahmen zwischen 2 und 17 Jahren. Leistet Du freiwillig den Wehrdienst, musst Du Dich nur für ein paar Monate verpflichten.
  • gerne mit Menschen zusammenkommst und einen ausgeprägten Teamgeist mitbringst.
  • gewissenhaft arbeitest und über Organisationstalent verfügst.
  • einfühlsam mit Menschen umgehst.
  • physisch und physisch belastbar bist.
  • Engagement und Lernbereitschaft mitbringst.
  • die Vollzeitschulpflicht abgeschlossen hast. Welchen Schulabschluss Du brauchst, richtet sich nach Deinem Wunschberuf und dem Dienstgrad, den Du erreichen willst. So gibt es Tätigkeiten, die Du auch ohne Schulabschluss ausüben kannst. Für andere Laufbahnen wiederum brauchst Du einen Hauptschulabschluss, einen Realschulabschluss oder Abitur.

Nutze Die Info-Angebote!

Auf der Internetseite www.bundeswehrkarriere.de kannst Du Dich über die verschiedenen Berufe informieren. Dort findest Du außerdem den Link zur Karriereberatung und zum Bewerbungsportal. Doch bevor Du Deine Bewerbung online abgibst, solltest Du das Informationsangebot nutzen. So führt die Bundeswehr regelmäßig Veranstaltungen durch, bei denen Du weitere Informationen bekommst. Tage der offenen Tür in den Kasernen und den Bildungseinrichtungen zählen zu solchen Veranstaltungen. Auf Messen stellt sich die Bundeswehr als Arbeitgeber ebenfalls vor. Hast Du konkrete Fragen zu Deinen Möglichkeiten, solltest Du Dich mit einem Karriereberater zusammensetzen. Er kann Dir nämlich genau sagen, wie Du Deine Laufbahn im sanitätsdienstlichen Bereich starten kannst. Und er ist der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, Deine Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen.

Und dann gibt es da noch einen wichtigen Punkt

Wenn Du die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllst und eine vollständige Bewerbung abgegeben hast, ist das schon mal ein guter Anfang. Aber damit ist es noch nicht getan. Denn eine große Hürde hast Du noch vor Dir: den Einstellungstest. Ähnlich wie die Polizei führt auch die Bundeswehr ein sogenanntes Eignungsfeststellungsverfahren durch. Dieses Verfahren ist ein Test, durch den ermittelt wird, ob Du alles mitbringst, was Du für eine Tätigkeit bei der Bundeswehr brauchst. Bewirbst Du Dich für eine militärische Laufbahn, umfasst der Einstellungstest

Bei der zivilen Laufbahn beinhaltet das Auswahlverfahren einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Manchmal kommt noch eine praktische Prüfung dazu.

Den Einstellungstest musst Du bestehen. Anders ist eine Zusage nicht möglich. Aber keine Sorge: Auf das Testverfahren kannst Du Dich gezielt vorbereiten. Wir bieten Dir dazu jede Menge Informationen und Tipps. Und natürlich haben wir auch Übungsaufgaben und Tests zu allen Themenbereichen für Dich vorbereitet. Viele Module davon kannst Du kostenfrei nutzen. Für eine intensive Vorbereitung mit sehr ausführlichen Tests, genauen Erklärungen und stets aktuellen Fragen stehen Dir kostenpflichtige Versionen zur Verfügung.

Deine Ausbildung zum Einsatzersthelfer A

Egal, ob Du in den Sanitätsbereich einsteigst oder eine militärische Laufbahn in einem anderen Bereich beginnst: Eine Erste-Hilfe-Ausbildung zum Einsatzersthelfer A machst Du immer. Denn diese Ausbildung erfolgt während der allgemeinen Grundausbildung und ist für jeden Bundeswehrsoldat Pflicht. Dabei dauert die Grundausbildung im Sanitätsdienst drei Monate. In den beiden ersten Monaten erwirbst Du allgemeine Grundfähigkeiten. Die Innere Führung, Sport, Grundlagen im Gefechtsdienst, eine Ausbildung am Funkgerät und die Schießausbildung stehen dann unter anderem auf dem Lehrplan.

Im dritten Monat wiederum ist der Sanitätsdienst das zentrale Thema. Hier wirst Du theoretisch und praktisch in die speziellen Aufgaben als Sanitätssoldat eingewiesen. Die Ausbildung beendest Du mit einer Prüfung. Damit bist Du befähigt, im Rahmen der Selbst- und der Kameradenhilfe eine Erstversorgung durchzuführen. Bei Bedarf kannst Du außerdem die Sanitätstruppen bei ihrer Arbeit unterstützen. Die dreimonatige Grundausbildung kannst Du noch um eine Zusatzausbildung ergänzen. Dann wirst Du zum Einsatzersthelfer B und hast erweiterte Kompetenzen. Sie beziehen sich hauptsächlich auf Gefahren im Einsatz.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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