Bundeswehr Einstellungstest Medizin: Was wirklich zählt

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Einstellungstest Medizin

Du kannst nach erfolgreicher Teilnahme am Bundeswehr Einstellungstest Medizin studieren oder einen Job im Gesundheitswesen ergreifen.

Für Dich steht fest, dass Du beruflich etwas mit Medizin machen möchtest? Doch eine militärische Karriere würde Dich auch reizen? Dann verbinde doch einfach beides miteinander! Bei der Bundeswehr gibt es medizinische Berufe in allen Laufbahnen. Und als Soldatin oder Soldat absolvierst Du eine militärische Ausbildung und gleichzeitig die zivilberufliche Lehre. Im Prinzip lernst Du also gleich zwei Berufe auf einmal. Deine berufliche Zukunft steht so auf einem soliden Fundament. Allerdings gibt es an der ganzen Sache einen kleinen Haken: Damit Du eingestellt werden kannst, musst Du den Eignungstest bestehen.

Eignungsauswahltest der Bundeswehr als Online Training

Wenn es um Jobs im medizinischen Bereich geht, führt praktisch kein Weg am Sanitätsdienst vorbei. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist ein militärischer Organisationsbereich. Und er kümmert sich um die medizinische Betreuung aller Teilbereiche, also etwa um Heer, Luftwaffe, Marine und Streitkräftebasis.

Die Hauptaufgabe vom Sanitätsdienst ist, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen. Und das sowohl im Inland als auch bei Auslandseinsätzen.

Damit die medizinische Versorgung gewährleistet werden kann, gibt es beim Bund viele verschiedene Tätigkeiten quer durch alle Laufbahnen. So zum Beispiel

  • Ärzte, Zahnärzte und Apotheker in der Offizierlaufbahn,
  • Gesundheits- und Krankenpfleger oder Medizintechniker in der Feldwebel-Laufbahn,
  • Medizinische Fachangestellte in der Laufbahn der Unteroffiziere oder
  • Sanitäter in der Laufbahn der Mannschaften.

Doch so unterschiedlich die Tätigkeiten auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: Der erste Schritt auf dem Weg in die berufliche Zukunft ist ein erfolgreiches Abschneiden beim Einstellungstest. Und worauf es dabei ankommt, erklären wir Dir in diesem Beitrag.

Wo und wie Du Dich bewerben kannst

Bevor Du Dich um Deine Bewerbung kümmerst, gehst Du am besten erst einmal auf die Karriere-Seite der Bundeswehr. Dort kannst Du Dir einen Überblick über die verschiedenen Berufe verschaffen, die es im Medizinbereich gibt. In den einzelnen Beschreibungen der Tätigkeiten findest Du Informationen darüber, welche Voraussetzungen Du jeweils mitbringen musst. Denn je nach Laufbahn gibt es Unterschiede. Daneben kann sich ein Blick in das Bundeswehr-Jugendportal lohnen. Auf dieser Webseite gibt es Infos über die Bundeswehr, Erfahrungsberichte von Soldaten, Veranstaltungstipps, Tests und andere nützliche Inhalte.

Erst die Karriereberatung …

Wenn Du ungefähr weißt, in welche Richtung es gehen soll, ist der nächste Schritt, dass Du Dich an die Karriereberatung wendest. Dafür kannst Du entweder das Online-Kontaktformular nutzen oder Du rufst die kostenfreie Hotline 0800 9800880 an. Eine weitere Möglichkeit ist Facebook. Hast Du eine Beratungsstelle in Deiner Nähe, kannst Du natürlich auch persönlich und direkt vor Ort einen Termin vereinbaren.

Beim Beratungsgespräch zeigt Dir der Berater auf, wie Deine Karriere bei den Streitkräften aussehen könnte. Dafür fragt er Deine Wünsche und Vorstellungen ab und schaut sich an, welche Voraussetzungen Du mitbringst. Auf dieser Basis nennt er Dir mögliche Laufbahnen und passende Verwendungen. Außerdem erzählt Dir der Berater über die Bundeswehr als Arbeitgeber und informiert Dich über den Soldatenberuf. Natürlich beantwortet er Dir auch Deine Fragen. Neben Info-Material bekommst Du vom Berater zudem die Formulare, die Du für Deine Bewerbung brauchst. Und bestimmt hat er auch den einen oder anderen Tipp in Sachen Einstellungstest für Dich.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.
Übrigens: Das Gespräch mit dem Berater ist wirklich nur ein reines Beratungsgespräch. Du führst kein Vorstellungsgespräch und der Berater entscheidet nicht darüber, ob und als was Du eingestellt wirst. Diese Entscheidung fällt beim Eignungstest. Die Aufgabe des Beraters besteht darin, Dich ausführlich zu informieren. Außerdem steht er Dir bei Deiner Bewerbung als Ansprechpartner zur Seite.

… dann die Bewerbung

Entscheidest Du Dich nach dem Beratungsgespräch für eine Bewerbung, füllst Du die Bewerbungsbögen aus. Außerdem stellst Du die Unterlagen zusammen, die Du sonst noch brauchst. Ist alles fertig, kannst Du Deine Bewerbung beim Karriereberater abgeben. Er leitet sie an die richtige Stelle weiter. Du kannst sie aber auch per Post verschicken. Oder Du nutzt das Bewerber-Portal und bewirbst Dich online.

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Bewerben kannst Du Dich das ganze Jahr über. Denn in den Laufbahnen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Feldwebel gibt es keine festen Einstellungstermine. Deine Dienstzeit beginnt so oder so mit der militärischen Grundausbildung. Sie dauert drei Monate. Und seit einiger Zeit starten die Grundausbildungen jeden Monat.

Eine Ausnahme gilt nur für die Laufbahn der Offiziere. Hier gibt es nämlich einen festen Einstellungstermin. Das ist der 1. Juli eines Jahres. Und Deine Bewerbung muss spätestens vier Monate vorher vorliegen. Besser ist zwar, wenn Du Dich eine ganze Zeit früher bewirbst. Das kann ruhig ein halbes Jahr oder sogar noch länger sein. So bleibt einfach mehr Zeit für das Auswahlverfahren und Deine Vorbereitung darauf. Aber spätestens Ende Februar musst Du Deine Bewerbung eingereicht haben, wenn noch im selben Jahr als Offiziers-Anwärter eingestellt werden möchtest.

Wie es nach der Bewerbung weitergeht

Liegt Deine vollständige Bewerbung vor, schaut sich die Bundeswehr Deine Unterlagen an. Dabei achtet sie zunächst einmal darauf, ob Du die formalen Kriterien erfüllst. Je nachdem, für welche Laufbahn Du Dich bewirbst, spielen zum Beispiel Deine Alter und Dein Schulabschluss eine Rolle.

Ein anderer wichtiger Punkt sind Deine Noten. Die Bundeswehr erwartet grundsätzlich einen ordentlichen Gesamtschnitt. Außerdem möchte sie gute Noten in Deutsch und Mathematik sehen. Denn diese beiden Hauptfächer sind die Basis für alles andere. Zusätzlich dazu solltest Du in den Fächern ganz gute Leistungen haben, die für die Tätigkeit von Bedeutung sind. Für einen Job im medizinischen Bereich sind das zum Beispiel Biologie und Chemie.

Und nicht zuletzt zählt der Eindruck, den Deine Bewerbung im Ganzen macht. Die Bundeswehr führt also anhand der Bewerbungsunterlagen eine erste Vorauswahl durch – genauso, wie es jedes andere Unternehmen auch macht. Konntest Du mit Deiner Bewerbung überzeugen und scheinst Du ein geeigneter Kandidat zu sein, bekommst Du eine Einladung zum Einstellungstest.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Der Prüfungsort

Dein Eignungstest wird in den meisten Fällen in einem Karrierecenter stattfinden. Dabei ist für jedes Bundesland ein bestimmtes Karrierecenter zuständig. Im Normalfall wirst Du deshalb Deinen Eignungstest in dem Karrierecenter machen, das die Auswahlverfahren für das Bundesland durchführt, in dem Du wohnst. Mit einer Ausnahme: Willst Du die Offizierslaufbahn einschlagen, fährst Du für den Einstellungstest nach Köln. In der Mudra-Kaserne befindet sich das Assessment-Center für Führungskräfte. Und hier werden alle angehenden Offiziere geprüft. Dein Wohnort spielt dabei keine Rolle.

Der Bundeswehr Einstellungstest besteht aus mehreren Stationen, die Du an zwei Tagen durchläufst. Damit Du nicht zweimal hin- und herfahren musst, übernachtest Du während der Testteilnahme in der Kaserne. Die Unterkunft und auch die Verpflegung sind für Dich kostenfrei. Und für Deine Anreise bekommst Du einen Gutschein für eine Zugfahrkarte. Dieser Gutschein liegt der Einladung bei. In dem Schreiben steht auch, was Du zum Beispiel an Unterlagen zum Test mitbringen musst.

Was Dich beim Bundeswehr Einstellungstest erwartet

Grafik zum Bundeswehr Einstellungstest Medizin

Der Einstellungstest prüft durch verschiedene Einzeltests Deine Eignung für eine militärische Karriere.

Mit der Einladung zum Eignungstest bist Du mit Blick auf Deine beruflichen Ziele schon mal auf einem guten Weg. Doch die Weichen für eine militärische Karriere werden erst jetzt gestellt. Denn beim Eignungstest musst Du verschiedene Prüfungen meistern. Und Deine Leistungen entscheiden darüber, ob und als was Du eingestellt werden kannst.

Einen speziellen Test, der sich ausschließlich auf das Thema Medizin konzentriert, gibt es nicht. Denn der Bundeswehr Einstellungstest soll generell feststellen, in welche berufliche Richtung es für Dich gehen kann. Aber wenn Du Dich für eine Verwendung im Medizin-Bereich beworben hast, sind die inhaltlichen Schwerpunkte etwas anders als zum Beispiel bei einem technischen Beruf.

Der genaue Ablauf vom Einstellungstest hängt davon ab, was Du beim Bund machen willst. Hast Du Dich zum Beispiel für die Laufbahn der Mannschaften beworben, beinhaltet der Einstellungstest weniger Bausteine als der Eignungstest für Offiziers-Anwärter. Doch inhaltlich sind die Prüfungen ähnlich.

Die einzelnen Stationen vom Bundeswehr Test schauen wir uns jetzt gleich in aller Ruhe an. Zuvor aber noch ein Hinweis: In welcher Reihenfolge Du die einzelnen Abschnitte durchläufst, ist unterschiedlich. Damit die Wartezeiten nicht allzu lang werden, teilt die Bundeswehr die Bewerber in verschiedene Gruppen ein. Und so kann es sein, dass Du zum Beispiel mit dem CAT-Test anfängst, während der Test für andere Bewerber mit der ärztlichen Untersuchung oder dem Sporttest beginnt.

Info-Runde

Nach Deiner Ankunft meldest Du Dich an und bringst Deine Sachen auf die Stube. Danach kommst Du zu einem Treffpunkt. Dort begegnest Du auch den übrigen Bewerbern, die zusammen mit Dir am Einstellungstest teilnehmen. Nun folgt zunächst die Begrüßung. Anschließend erklären die Prüfer die Abläufe und Inhalte vom Eignungstest. Oft gibt es danach noch einen Info-Vortrag über die Bundeswehr und den angestrebten Tätigkeitsbereich. In Deinem Fall wird das der Sanitätsdienst sein.

Während der Informationsrunde bekommst Du zudem eine Mappe. In der Mappe befinden sich neben Infomaterial ein paar Fragebögen. Diese Formulare füllst Du aus. Inhaltlich geht es dabei um Deinen bisherigen Werdegang, aber auch darum, warum Du Soldatin oder Soldat bei der Bundeswehr werden willst.

Die Fragebögen solltest Du sorgfältig ausfüllen und Dir gut überlegen, was Du schreibst. Denn die Formulare sind nicht einfach nur Papierkram. Vielmehr ist das schon ein erster kleiner Test. Und Deine Angaben werden später noch eine Rolle spielen.

Die Mappe enthält dann noch den sogenannten Laufzettel. Auf dem Laufzettel steht, wann Du wo welchen Test machst. Und für Dich geht es nach der Info-Runde mit der ersten Station von Deinem Laufzettel weiter.

Aufsatz (nur Bewerber für die Offizierslaufbahn)

Hast Du Dich für die Laufbahn der Offiziere beworben, schreibst Du beim Einstellungstest einen Aufsatz. Meist gibt es dabei drei Themenvorschläge, aus denen Du Dir ein Aufsatzthema aussuchen kannst. Je nach Aufgabenstellung ist dann eine Erörterung oder eine Stellungnahme zu einem Thema gefragt, das sich zum Beispiel mit dem aktuellen Zeitgeschehen, der Bundeswehr oder dem alltäglichen Leben beschäftigt.

Eine andere ganz typische Aufgabenstellung dreht sich um ein Wortpaar. Dabei sind die beiden Begriffe so gewählt, dass sie zwar eine ähnliche, aber nicht die gleiche Bedeutung haben. Ein Beispiel für so ein Wortpaar ist „Empfehlung und Ratschlag“. Du musst die beiden Begriffe dann zuerst definieren. Anschließend vergleichst Du sie miteinander und zeigst sowohl die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten auf. Zum Schluss ziehst Du ein Fazit.

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Den Aufsatz schreibst Du von Hand und ohne Hilfsmittel wie Bücher oder das Internet. Bei dieser Prüfung geht es natürlich um Deine Deutschkenntnisse. Aber die Bundeswehr will auch sehen, wie sorgfältig Du arbeitest. Außerdem soll der Text zeigen, ob Du logisch denkst und Deine Überlegungen nachvollziehbar vermitteln kannst. Und nicht zuletzt steht auch Dein Allgemeinwissen auf dem Prüfstand.

CAT-Test

Ein fester Baustein beim Bundeswehr Einstellungstest ist der sogenannte CAT-Test. CAT steht für Computer-Assistierte Testung. Damit ist ein Test gemeint, der computergestützt durchgeführt und ausgewertet wird. Genau genommen, ist der CAT-Test aber nicht nur ein Computertest. Es handelt sich vielmehr um ein Testsystem, das verschiedene Einzeltests bündelt. Dazu zählen Wissenstests, Logiktests und auch ein Persönlichkeitstest.

Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

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Bei den Computertests geht es in erster Linie um Deine fachliche Eignung. Spezielles Fachwissen, das tief ins Detail geht, wird aber nicht abgefragt. Die Fragen und Übungen zielen eher auf Deine Kenntnisse und Fähigkeiten im Allgemeinen ab. Der CAT-Test soll ermitteln, ob Du die notwendigen Grundlagen für die Ausbildung mitbringst. Außerdem stellt er fest, welche Bereiche Dir besonders liegen und welche weniger. Du solltest jedenfalls mit Fragen und Übungen aus beispielsweise folgenden Themenfeldern rechnen:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Biologie und Chemie
  • Technik und Physik
  • Allgemeinwissen
  • logisches Denken
  • visuelles und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Reaktion

Die einzelnen Tests laufen nicht ganz gleich ab. So hast Du meist für den ganzen Abschnitt eine bestimmte Bearbeitungszeit. Es gibt aber auch Abschnitte, in denen die Bearbeitungsdauer pro Aufgabe festgelegt ist. Und teilweise sind das nur wenige Sekunden. Sobald die Zeit abgelaufen ist, wird die Frage ausgeblendet und die nächste Aufgabe erscheint auf dem Bildschirm. Jedenfalls kann es sein, dass Du die Fragen schneller durchgearbeitet hast oder andersherum länger brauchst als andere Bewerber. Das ist normal und muss nichts heißen. Mache Dir deswegen also keine Sorgen!

Das adaptive Testverfahren

Beim CAT-Test gibt es nur Auswahlfragen. Du musst selbst also keine Antworten finden und formulieren. Stattdessen stehen bei jeder Frage mehrere Lösungsvorschläge zur Auswahl. Daraus wählst Du die richtige Lösung aus und klickst sie an.

Dass das Testsystem nur Auswahlfragen vorsieht, hat einen Grund. Bei den Computertests wird nämlich das sogenannte adaptive Testverfahren angewendet. Dieses Verfahren verändert den Schwierigkeitsgrad der Fragen – und zwar angepasst an Deine Fähigkeiten. Das funktioniert so: Auf eine richtige Antwort folgt eine etwas schwerere Frage. Hast Du hingegen eine falsche Antwort gegeben, wird die nächste Frage ein bisschen leichter. Möglicherweise wirst Du das gar nicht großartig bemerken. Der Test zeigt auf diese Weise aber ziemlich präzise auf, wie gut Deine Kenntnisse und Fähigkeiten in den verschiedenen Bereichen sind.

Ein Wort zum Persönlichkeitstest

Wie schon erwähnt, beinhaltet der CAT-Test auch einen Persönlichkeitstest. Er besteht aus psychologischen Fragen und wird auch Fragebogenverfahren genannt. Jedenfalls werden Dir hier verschiedene Aussagen genannt, zum Beispiel “Wenn jemand aus meinem Umfeld Hilfe braucht, kann er immer auf mich zählen.” Durch die Antwortmöglichkeiten musst Du dann einordnen, ob und wie sehr die Aussage auf Dich zutrifft.

Beim Persönlichkeitstest geht es um Dich, Deine Eigenschaften und Deine persönliche Haltung. Deshalb gibt es hier keine richtigen oder falschen Antworten. Und Du solltest auch bei der Wahrheit bleiben. Antworte ruhig spontan. Denn nur so entsteht am Ende ein in sich stimmiges Gesamtbild.

Alles in allem dauert der CAT-Test – je nach Laufbahn – zwischen zweieinhalb und vier Stunden. Dazwischen gibt es aber Pausen. Und Du machst den Test meist nicht an einem Stück, sondern im Verlauf des Auswahlverfahrens immer mal wieder einen Einzeltest davon.

Auf der Karriere-Seite der Bundeswehr gibt es einen Assessment-Trainer. Das ist ein Online-Test mit ein paar Prüfungsfragen. Der Computertest im Auswahlverfahren ist natürlich sehr viel umfangreicher. Damit Du Dir ungefähr vorstellen kannst, was auf Dich zukommt, und ein bisschen üben kannst, ist der Online-Test aber gut geeignet. Bei uns findest Du separate Beiträge, die Dich ausführlich über den CAT-Test und die anderen Bausteine vom Eignungstest informieren. Natürlich geben wir Dir auch Tipps für die Vorbereitung und haben Übungsaufgaben für Dich vorbereitet. Und für ein intensives Training bieten wir Dir ganze Test-Pakete an.

Sporttest

Ohne körperliche Fitness geht es als Soldatin oder Soldat nicht. Zudem solltest Du Dich für Sport begeistern können, denn Sport gehört zum Dienstalltag dazu. Wie fit Du bist, wird durch einen Sporttest überprüft. Der offizielle Name vom Sporttest lautet Basis Fitness Test oder kurz BFT. Er besteht aus drei Stationen.

  • Die erste Disziplin ist ein Sprinttest, bei dem Du elfmal eine Strecke von zehn Metern zurücklegst. Allerdings sprintest Du nicht wie bei einem klassischen Wende- oder Pendellauf hin und zurück. Sondern Du legst Dich zwischendurch bäuchlings ab und startest aus der Bauchlage in die nächste Runde. Deinen Durchgang musst Du in unter einer Minute laufen. Denn 60 Sekunden sind die Mindest-Vorgabe, um den Test zu bestehen.
  • Die zweite Station ist der Klimmhang-Test. Dafür nimmst Du an einer Reckstange die Endposition von einem normalen Klimmzug ein. Diese Position musst Du dann solange wie möglich halten. Als minimale Anforderungen bei diesem Test sind fünf Sekunden festgelegt.
  • Die dritte und letzte Übung ist der Fahrrad-Ergometer-Test. Du sitzt dafür auf dem Sportgerät und hast maximal 6:30 Minuten Zeit, um eine Strecke von drei Kilometern zurückzulegen.

Um den Sporttest zu bestehen, musst Du bei allen drei Disziplinen wenigstens die Mindest-Anforderungen schaffen. Doch je besser Du bist, desto höher ist Deine Wertung. Deine Leistungen werden zuerst in Punkte umgerechnet und danach in eine Schulnote übertragen.

Übrigens: Der BFT ist der Standard-Sporttest beim Bund. Als Nachweis für die körperliche Leistungsfähigkeit legen ihn alle aktiven Soldatinnen und Soldaten einmal pro Jahr ab. Nur ist die dritte Disziplin dann ein Ausdauer-Lauf über 1.000 Meter. Hier ist ein Video davon. Den Fahrrad-Ergometer-Test machen nur Bewerber.

Ärztliche Untersuchung

Neben der fachlichen Eignung, einer starken Persönlichkeit und körperlicher Fitness brauchst Du als Soldatin oder Soldat auch eine gute und stabile Gesundheit. Deine körperliche Verfassung wird beim Einstellungstest durch eine ärztliche Untersuchung überprüft. Und weil diese Untersuchung Deine gesundheitliche Eignung feststellen soll, wird auch von der medizinischen Eignungsuntersuchung gesprochen.

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Bei der Untersuchung durchläufst Du mehrere Stationen. So machst Du unter anderem einen Sehtest und einen Hörtest. Ein Drogentest wird durchgeführt und anhand von Körpergröße und Gewicht wird Dein BMI ausgerechnet. Der ärztliche Dienst misst Deinen Blutdruck, hört Deine Lunge ab, testet Deine Reflexe und schaut sich Deine Körperhaltung und Deine Gelenke an. Um Dein Gleichgewicht und Deine Koordination zu kontrollieren, machst Du Übungen wie Kniebeugen oder gehst gerade auf einer Linie.

Die ganzen Untersuchungen werden dann noch durch ein Gespräch mit dem Arzt abgerundet. Bei diesem Gespräch befragt Dich der Arzt zu Allergien, früheren Verletzungen, vorhandenen Erkrankungen und anderen Punkten in Deiner Krankengeschichte.

Insgesamt verfolgt die ärztliche Untersuchung zwei Ziele. So stellt der Arzt zum einen fest, ob Du aus medizinischer Sicht grundsätzlich für den Dienst bei den Streitkräften geeignet bist. Zum anderen beurteilt er, ob es bestimmte Verwendungen gibt, für die Du nicht in Frage kommst.

Gruppensituation (nur für angehende Feldwebel und Offiziere)

Willst Du Feldwebel oder Offizier werden, gehört die sogenannte Gruppensituation zu Deinem Einstellungstest dazu. Für die Gruppensituation bearbeitest Du zusammen mit zwei oder drei anderen Bewerbern zwei Aufgaben. Eine Aufgabe kann darin bestehen, dass ihr über ein vorgegebenes Thema diskutieren sollt. Eventuell sagen Dir die Prüfer dabei, welchen Standpunkt Du in der Diskussion vertreten sollst.

Eine andere Aufgabenstellung kann beinhalten, dass ihr als Gruppe ein Problem lösen oder eine Entscheidung treffen müsst. Das kann zum Beispiel so aussehen: Ihr habt euch als Gruppe bei einer Fernsehshow beworben. Nun teilt euch der Sender mit, dass statt vier nur drei Personen teilnehmen können. Also müsst ihr euch einigen, wer warum zu Hause bleibt.

Bei der Gruppensituation geht es darum, wie Du Dich verhältst und innerhalb der Gruppe auftrittst. Beteiligst Du Dich aktiv? Wie vermittelst Du Deine Ansichten? Kannst Du Dich durchsetzen? Bleibst Du fair und kompromissbereit? All das sind Dinge, auf die die Prüfer achten. Denn als Führungskraft – und das bist Du als Feldwebel oder Offizier – brauchst Du solche Eigenschaften.

Nach den Gruppenaufgaben folgt ein Kurzvortrag. Dafür geben Dir die Prüfer ein Thema vor. Dann hast Du eine gewisse Vorbereitungszeit, um Dir Gedanken zu machen und Argumente zu überlegen. Anschließend hältst Du einen kurzen Vortrag vor Deiner Gruppe und den Prüfern.

Studienberatung (nur in der Laufbahn der Offiziere)

Die Offizierslaufbahn beinhaltet nicht nur die militärische Ausbildung. Sondern sie umfasst auch ein Studium. Dazu gibt es beim Einstellungstest eine Studienberatung. Der Berater schaut sich dafür in erster Linie Deine Schulnoten und Deine Leistungen beim CAT-Test an. Natürlich berücksichtigt er auch Deine Wünsche. Gleichzeitig hat er im Blick, in welchen Fächern Studienplätze frei sind. Jedenfalls schlägt er Dir Studiengänge vor, die passen könnten.

Im Idealfall klappt es mit einem Medizinstudium oder einem anderen Beruf im Gesundheitswesen. Aber es kann eben auch sein, dass es keine freien Plätze gibt – oder dass Deine Leistungen dafür nicht ausreichen. In diesem Fall wird der Berater versuchen, eine Alternative für Dich zu finden.

Vorstellungsgespräch

Ein obligatorischer Baustein beim Einstellungstest ist das Vorstellungsgespräch. Die Bundeswehr möchte Dich im persönlichen Gespräch näher kennenlernen und etwas über Deine Motivation wissen.

Deine Gesprächspartner sind meist ein Psychologe und ein ranghoher Soldat. Weil Du das Gespräch mit einem Psychologen führst und es um Deine persönliche Eignung geht, ist manchmal von einem psychologischen Gespräch die Rede. Unterm Strich ist das Interview aber ein typisches Vorstellungsgespräch mit den üblichen Fragen. Nur eben bezogen auf die Bundeswehr als Arbeitgeber. Du solltest also zum Beispiel mit folgenden Fragen rechnen:

  • Warum möchten Sie zur Bundeswehr?
  • Wieso wollen Sie im medizinischen Bereich arbeiten?
  • Weshalb soll es ausgerechnet diese Laufbahn werden?
  • Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag vor?
  • Was erhoffen Sie sich von einer militärischen Karriere?
  • Wo möchten Sie beruflich in fünf Jahren stehen?
  • Worin sehen Sie Ihre größte Stärke? Und was ist Ihre größte Schwäche?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Viele Fragen werden sich auf die Fragebögen beziehen, die Du bei der Info-Runde ausgefüllt hast. Möglich ist auch, dass die Prüfer ein paar Deiner Antworten vom Persönlichkeitstest ansprechen werden. Und sie werden kritische Themen auf den Tisch bringen. Auslandseinsätze, den Gebrauch von Schusswaffen, die Risiken des Soldatenberufs oder auch Lücken in Deinem Lebenslauf, beispielsweise.

Wichtig für Dich ist, dass Du Dich gut über die Bundeswehr, Deine angestrebte Laufbahn und Deine gewünschte Verwendung informierst. Denn die Erfahrung zeigt, dass die Prüfer großen Wert darauf legen, dass Du weißt, was den Job ausmacht und dabei auf Dich zukommt. Und dass Du wirklich Soldatin oder Soldat werden willst.

Ansonsten solltest Du möglichst natürlich bleiben. Die Prüfer wollen Dir nichts Böses. Aber sie müssen herausfinden, ob Du bei der Truppe gut aufgehoben bist und was der optimale Weg für Dich ist. Lasse Dich deshalb offen auf das Gespräch ein. Damit fährst Du am besten.

Einplanung

Hast Du den Bundeswehr Eignungstest komplett hinter Dich gebracht, geht es für Dich zur Einplanungsstelle. Der Einplaner hat alle Daten vor sich: Deine Bewerbung, die Ergebnisse vom CAT-Test, die Note vom Sporttest, die Bewertung vom Arzt, die Empfehlung vom Psychologen nach dem Bewerbungsgespräch und die Beurteilung von der Gruppensituation. Mit allen diesen Daten erstellt der Einplaner Dein Profil – und macht Dir auf dieser Basis ein Angebot.

Optimal ist natürlich, wenn er Dir genau die Verwendung anbieten kann, für die Du Dich beworben hast. Aber es kann sein, dass es in Deiner Wunsch-Verwendung keine freien Dienstposten gibt. Oder dass Deine Leistungen beim Eignungstest für die angestrebte Tätigkeit nicht ausreichen. Vielleicht empfiehlt der Psychologe auch eine andere Laufbahn für Dich. In allen diesen Fällen wird der Einplaner versuchen, eine passende Alternative zu finden. Entscheidest Du Dich für ein Angebot, kannst Du mit einer Zusage in der Tasche die Heimfahrt antreten. Und dann geht es auch schon bald mit der Grundausbildung los.

Der zivile Bereich als Alternative

Die ärztliche Untersuchung kann zu dem Ergebnis führen, dass Du aus gesundheitlichen Gründen für den Soldatenberuf nicht geeignet bist. Vielleicht hast Du auch von Anfang an mit dem Gedanken gespielt, als ziviler Mitarbeiter bei der Bundeswehr einzusteigen. In diesem Fall hält die Bundeswehr ebenfalls viele verschiedene Möglichkeiten für Dich bereit. In einigen Ausbildungsberufen bildet sie nämlich zivile Azubis aus. Medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und Krankenpfleger oder pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sind ein paar Beispiele.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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