Bundeswehr Grundausbildung: Das erwartet Dich

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Ablauf und Dauer Bundeswehr Grundausbildung

Während der Bundeswehr Grundausbildung erlernst Du die militärischen Tugenden.

Egal ob freiwillig Wehrdienstleistender, angehender Zeitsoldat oder künftiger Berufssoldat: Alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr durchlaufen sie. Und auch alle Soldaten, die heute Admiral, General oder Major sind, haben sie erfolgreich hinter sich gebracht. Die Rede ist von der Grundausbildung, kurz GA.

Anders als früher heißt die dreimonatige Grundausbildung heute nicht mehr Allgemeine Grundausbildung. Und ihre Inhalte haben sich verändert. Doch die drei Monate legen den Grundstein für Deinen weiteren Weg bei der Bundeswehr. Das war damals so und hat sich bis heute nicht verändert. Und noch etwas ist gleichgeblieben: Rückblickend beschreiben viele Soldatinnen und Soldaten die Grundausbildung als die intensivste und schönste Zeit bei der Bundeswehr. Grund genug, sich diesen Ausbildungsabschnitt einmal näher anzuschauen.

Bundeswehr Fragen aus dem Auswahlverfahren als Online Vorbereitung

Um die ersten drei Monate bei der Bundeswehr ranken sich viele Mythen und Legenden. Es wird von tagelangen Ausbildungen im Gelände, kilometerlangen Märschen, strengen Vorgesetzten und fragwürdigen Übungen berichtet. Und auch wenn die Erzählungen manchmal nach sinnlosem Drill klingen, sagen sehr viele Soldatinnen und Soldaten im Nachhinein, dass die Grundausbildung zu den schönsten Erlebnissen ihrer militärischen Karriere gehört.

Und eigentlich ist das auch nicht verwunderlich. Schließlich sind viele Rekruten während der Grundausbildung zum ersten Mal für längere Zeit weg von zu Hause und ganz auf sich alleine gestellt. Sie erfahren, was es heißt, Kameradschaft zu leben. Und nicht selten entstehen während der Grundausbildung Freundschaften, die ein Leben lang halten und die Dienstzeit maßgeblich prägen. Aber natürlich wäre es falsch, die Grundausbildung als lockeren Spaziergang zu beschreiben. Die Zeit ist nämlich interessant und spannend, aber auch ganz schön anstrengend. Die Grundausbildung stellt so manchen Rekruten vor große Herausforderungen und bringt ihn an seine Grenzen.

Aber: Wie läuft die Grundausbildung denn nun ab? Was steht auf dem Lehrplan? Gibt es eine Abschlussprüfung? Und warum dauert die GA nur drei Monate? Diese und weitere Fragen beantworten wir Dir in diesem Beitrag. Und wir verraten Dir, was Dich bei der Bundeswehr Grundausbildung erwartet.

Die Bundeswehr Grundausbildung beginnt monatlich

Als es noch die Wehrpflicht gab, war die Zeit zwischen dem Erhalt des Einrufungsbescheids und dem Dienstantritt oft eine verlorene Zeit. Denn für eine Ausbildung oder ein Studium war die Spanne zu kurz. Inzwischen ist die Wehrpflicht ausgesetzt und die Bundeswehr ist eine Freiwilligenarmee. Und um die Bundeswehr für Freiwillige interessanter zu machen, wurden die Einstellungstermine erweitert. Die Haupteinstellungstermine, jeweils zu Beginn eines Quartals, gibt es zwar nach wie vor. Zusätzlich dazu wurden aber monatliche Termine geschaffen. Das ist seit 2016 so.

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Die monatlichen Sondertermine führte als erste die Luftwaffe ein. Das Heer, die Marine, die Streitkräftebasis und der Sanitätsdienst zogen nach. Dabei entscheiden die Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche selbst darüber, wann, wo und wie viele Kapazitäten für die Grundausbildung sie bereitstellen. Abhängig ist das von der Personallage, der Infrastruktur und der Auftragslage. Für Dich heißt das unterm Strich folgendes:

Weil die Grundausbildung jeden Monat starten kann, ist die Wartezeit zwischen Deiner Zusage und dem Zeitpunkt Deiner Einstellung kürzer.

Das Ziel der Bundeswehr Grundausbildung: die allgemeine militärische Grundbefähigung

Du marschierst, schießt und wohnst zeitweise im Biwak. Du erfährst, welche Rechte und Pflichten Du als Soldat hast und auf welchen Grundlagen der Wehrdienst beruht. Und Du bekommst einen Eindruck von der besonderen Kameradschaft, die unter Soldaten herrscht. All das gehört zur Bundeswehr Grundausbildung dazu. Und dabei muss jeder, der später einmal eine Bundeswehr-Uniform tragen will, durch die Grundausbildung. An der GA führt für Nachwuchssoldaten also kein Weg vorbei.

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Für die Grundausbildung bilden die angehenden Soldaten sogenannte Rekrutenkompanien. Sowohl die Inhalte als auch die Ziele der Ausbildung basieren auf klaren Standards. Dadurch erwirbt jeder Rekrut die gleichen Kenntnisse. Und das unabhängig davon, welcher Teilstreitkraft er angehört. Die Idee hinter der Grundausbildung ist nämlich, dass die militärische Leistungsfähigkeit der Rekruten ein gemeinsames Level erreichen soll.

Dabei wird der Ausbilder aber Deine individuellen Fähigkeiten berücksichtigen. Denn wie gut Du am Anfang bist, ist nicht entscheidend. Was zählt ist vielmehr, dass Du das Ausbildungsziel erreichst. Dieses Ausbildungsziel ist die Allgemeinmilitärische Grundbefähigung. Und damit das klappt, wird Dich der Ausbilder auf Basis Deiner Möglichkeiten fördern.

Das kleine 1×1 des Soldatenberufs

Zur allgemeinen militärischen Grundbefähigung gehört unter anderem, dass Du weißt, warum es die Bundeswehr überhaupt gibt und welchen Auftrag sie hat. Du lernst, Dich als Staatsbürger in Uniform zu verstehen. Außerdem wird Dir vermittelt, dass Du die Truppe repräsentierst und deshalb ein vorbildliches Verhalten während Deiner Dienstzeit selbstverständlich sein sollte.

Im sogenannten Formaldienst übst Du militärische Umgangsformen. Wie Du richtig antrittst und marschierst oder welche Dienstgrade es gibt, ist dann Thema. Oder auch, wie Du Dich korrekt meldest, wenn beispielsweise ein Vorgesetzter die Stube betritt. Der Bettenbau oder Sauberkeit und Ordnung auf der Stube sind ebenfalls Inhalte. In der Allgemeinen Truppenkunde wiederum geht es um die gesetzlichen Grundlagen des Soldatenberufs.

Gleiche Standards für alle Rekruten

Grundsätzlich ist die dreimonatige Grundausbildung für alle Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte gleich. Und in den beiden ersten Monaten durchlaufen alle Rekruten einheitliche Trainings. Den dritten Monat hingegen können die Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche nutzen, um Dich gezielt auf Deine künftigen Aufgaben vorzubereiten. Schließlich hat das Heer andere Bedürfnisse als die Luftwaffe, die Marine oder die Streitkräftebasis.

Im Sanitätsdienst musst Du nicht die komplette Gefechts-, Waffen- und Schießausbildung absolvieren. Deshalb beträgt die Dauer der Grundausbildung hier auch nur zwei Monate. Die restliche Zeit lernst Du Sanitätsgrundlagen. In der Marine läuft die GA ebenfalls ein bisschen anders ab. Denn mit Ausnahme vom Marinesicherungsdienst ist die Grundausbildung hier zweigeteilt. In den sechs ersten Wochen erfolgt die allgemeinmilitärische Ausbildung. Und in den nächsten Wochen stehen marinespezifische Ausbildungsinhalte auf dem Lehrplan.

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Die Bundeswehr Grundausbildung als Fundament

Doch auch wenn es im Detail Unterschiede gibt, ist das Prinzip der Ausbildung, dass Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden. Unterricht und politische Bildung wechseln sich mit Waffen- und Schießübungen, Gefechtsdienst und Sport ab. Und es werden die Grundsteine für Deine weitere Ausbildung gelegt. Die Grundausbildung ist also gewissermaßen das Fundament für Deine Bundeswehr-Karriere – egal ob Du freiwillig Wehrdienst leistet, Unteroffizier werden willst oder die Offizierlaufbahn anstrebst. Für mögliche Einsätze im Ausland wirst Du während der GA ebenfalls ausgebildet.

Übrigens: In dieser Form gibt es die Grundausbildung seit Anfang 2015. Vorher waren die Abläufe und Inhalte starrer. Jedenfalls ermöglicht die GA jetzt, Dich einerseits schneller und andererseits zielgerichteter auf Deine künftige Verwendung vorzubereiten.

Ausbildung auch außerhalb der Kaserne

Natürlich verbringst Du die Zeit während Deiner Grundausbildung nicht nur in der Kaserne. Damit Du Dir die Grundlagen des Gefechtsdienstes aneignest, bist Du auch im Feld unterwegs. Bei den Übungen lernst Du, Dich im Gelände zu orientieren und Behelfsunterkünfte zu bauen. Tarnung und Täuschung sind ebenso Inhalte wie verschiedene Bewegungsarten. Du übst, Feldmahlzeiten zuzubereiten und mit den Standardwaffen der Truppe, der Pistole P8 und dem Gewehr G36, umzugehen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Grundausbildung ist auch die Erste Hilfe. Vor allem die Erstversorgung von Gefechtsverletzungen spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn als Soldatin oder Soldat musst Du in der Lage sein, im Ernstfall Dir selbst und einem verwundeten Kameraden zu helfen. Die ABC-Einführung und eine Einweisung am Funkgerät machen die Grundausbildung komplett.

Insgesamt hat die Grundausbildung einen Umfang von ungefähr 450 Ausbildungsstunden und erstreckt sich dabei über zehn verschiedene Themengebiete.

Sport und Fitness während der Bundeswehr Grundausbildung

Jede Ausbildungswoche hat einen eigenen thematischen Schwerpunkt. Und zusätzlich dazu arbeitest Du an Deiner körperlichen Fitness und Leistungsfähigkeit. Bevor die Grundausbildung beginnt, geht es für Dich zur ärztlichen Untersuchung. Außerdem musst Du sowohl in Deiner ersten Dienstwoche als auch gegen Ende der GA den sogenannten Basis Fitness Test, kurz BFT, meistern.

Der BFT ist Standard

Der Basis Fitness Test dauert insgesamt 90 Minuten und besteht aus drei Übungen:

  • Zuerst steht der 11 x 10-Meter-Sprinttest auf dem Programm. Für den Sprinttest ist ein Übungsfeld aufgebaut. Auf einer Seite liegt eine Turnmatte, neben der zwei Pylonen stehen. Gegenüber, mit zehn Metern Abstand, ist eine Wendepylone aufgestellt. Du legst Dich auf der Turnmatte flach auf den Bauch. Auf Startkommando richtest Du Dich auf, rennst um die Wendepylone herum und sprintest zurück zur Matte. Dort legst Du Dich wieder in Bauchlage und klatscht Deine Hände auf dem Rücken zusammen. Damit ist eine Runde geschafft. Das Ganze wiederholst Du dann vier weitere Runden lang. Nach dem sechsten Aufstehen sprintest Du ein letztes Mal. Den Sprinttest musst Du in unter einer Minute schaffen.
  • Die zweite Disziplin ist der Klimmhang. Dabei gehst Du in die Endposition von einem Klimmzug und versuchst, die Position so lange wie möglich zu halten. Als Mindestanforderung gelten fünf Sekunden.
  • Den Abschluss bildet ein Lauf über 1.000 Meter. Er findet, sofern möglich, auf einer 400-Meter-Bahn statt. Die Strecke musst Du in höchstens 6:30 Minuten schaffen.
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Deine Testergebnisse werden in einem recht aufwändigen Verfahren in Punkte umgerechnet. Dadurch können Deine Fitness und Deine körperlich Belastbarkeit sehr genau beurteilt werden. Gleichzeitig kann der Ausbilder Dein weiteres Training gezielt abstimmen. Und am Ende der Grundausbildung kann er ablesen, welche Fortschritte Du gemacht hast.

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Übrigens: Den BFT wiederholst Du als Soldatin oder Soldat jedes Jahr einmal. Denn er ist der Standard-Sporttest. Und die Bundeswehr nutzt den Basis Fitness Test, um Deine körperliche Leistungsfähigkeit zu überprüfen.

Als Soldat musst Du fit sein.

Deine körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und stetig zu verbessern, ist ein wichtiger Schwerpunkt der Grundausbildung. Denn eine gute Kondition brauchst Du nicht nur beim Sport. Sondern auch und vor allem beim Gefechtsdienst. Der technische Fortschritt macht heutzutage zwar vieles leichter. Doch trotzdem zählt Fitness zu den Grundvoraussetzungen für den Dienst in den Streitkräften. Bist Du sportlich fit, kommst Du mit den teils extremen Klimabedingungen, die bei Auslandseinsätzen herrschen können, nämlich wesentlich besser zurecht.

Deshalb steht während der GA regelmäßig ein Lauftraining an. Aber auch Krafttraining und Ballsportarten gehören zum Sportprogramm. Gleiches gilt für die Hindernisbahn, die speziell die sogenannte Military Fitness trainiert. Bei der Hindernisbahn musst Du unter anderem unter Hindernissen durchkriechen und eine Holzwand überwinden. Abgerundet wird das Sportprogramm durch ein Schwimmtraining.

Biwak und Kameradschaft

Die Sicherung, die Streife zu Fuß und der Alarmposten sind wichtige Themen im Gefechtsdienst. Im Pionierdienst wiederum geht es zum Beispiel darum, Minen zu erkennen und zu markieren. Oder einfache Sperren zu errichten, um die eigenen Stellungen zu sichern. Als Soldatin oder Soldat musst Du aber auch in der Lage sein, Dich mit Karte und Kompass im Gelände zurechtzufinden. Du musst in voller Montur lange Märsche zurücklegen und im Felde leben können.

Zur Grundausbildung gehören deshalb auch Übungslager, die oft einfach nur Biwak genannt werden. Bei den Übungen bist Du für mindestens 48 Stunden im Gelände unterwegs. Die Ausbildung, die bei Tag und bei Nacht stattfindet, führt Dich an die Belastungen im Einsatz heran.

Aber bei den Übungslagern geht es auch noch um etwas anderes: Du lernst, wie wichtig die kleine Kampfgemeinschaft für Dein eigenes Durchhaltevermögen ist. Jeder einzelne Rekrut im Team leistet seinen Beitrag dazu, dass die Gemeinschaft ihren Auftrag am Ende erfolgreich erfüllt. Gerade in dieser Belastungssituation erfährst Du, was die viel beschworene Kameradschaft bedeutet. Und oft wird es genau diese Kameradschaft sein, an die Du Dich noch lange positiv zurückerinnern wirst.

5 Schwerpunkte, 3 Ausbildungsarten

Während der Grundausbildung machst Du Deine ersten militärischen Schritte. Das war auch früher schon so. Doch die Bundeswehr hat die Inhalte neu ausgerichtet. Die GA versteht sich jetzt vor allem als “einsatzvorbereitende Ausbildung”.

Als die Bundeswehr noch eine Wehrpflichtarmee war, hatte sie gerade einmal neun Monate Zeit für die allgemeine militärische Ausbildung und für die Spezialausbildung der jungen Soldaten. Die dreimonatige Grundausbildung, die damals noch Allgemeine Grundausbildung oder kurz AGA hieß, war deshalb mit Themen und Inhalten ganz schön vollgestopft. Nachdem die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, ist an ihre Stelle der Freiwillige Wehrdienst getreten. Und er kann bis zu 23 Monate dauern. Da also deutlich mehr Zeit zur Verfügung steht, kann die Bundeswehr einige Ausbildungsinhalte auch später noch vermitteln.

Die Grundausbildung zielt jetzt auf zwei neue Qualifikationen ab, die aufeinander aufbauen. Das sind zum einen der Wachsoldat und zum anderen der Sicherungs- und Wachsoldat. Diese beiden Standards sind für alle Streitkräfte verbindlich. Dadurch entsteht eine einheitliche Grundlage für jede weiterführende Ausbildung. Und eine der beiden Qualifikationen muss durch den ersten Ausbildungsabschnitt – also die Grundausbildung – erreicht werden. Denn so ist sichergestellt, dass jeder Rekrut am Ende der GA auf dem gleichen Ausbildungsstand ist.

5 Kernthemen bei der Grundausbildung

Und was heißt das ganz praktisch? Umgesetzt wird das Konzept, indem die Grundausbildung fünf Schwerpunkte hat. Nämlich:

  • Innere Führung
  • Grundfertigkeiten für den Einsatz als Soldat und Grundlagen für den Gefechtsdienst aller Truppen
  • Waffen-, Schieß- und Wachausbildung
  • Sport, militärische Fitness und Verbesserung der körperlichen Robustheit
  • Grundlagen des Sanitätsdienstes mit Ausbildung zum Einsatzersthelfer A

Im Kern geht es also um die Grundlagen, die Du ganz am Anfang Deiner Dienstzeit unbedingt brauchst. Und die mit Blick auf die Einsatzvorbereitung unverzichtbar sind.

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3 verschiedene Arten der Ausbildung

Die Inhalte, die Du während der Grundausbildung lernst, werden grundsätzlich drei unterschiedlichen Bereichen zugeordnet:

  • Zentral vorgegebene Ausbildung: Sie umfasst Themen und Inhalte wie die Politische Bildung, das Wehrrecht und Sport.
  • Allgemeine militärische Ausbildung: In diesem Abschnitt geht es beispielsweise um den Gefechtsdienst, die Wachausbildung oder das Schießen mit Handwaffen.
  • Basisausbildung: Bei der Basisausbildung steht die gezielte Vorbereitung auf den Einsatz im Mittelpunkt. Du lernst also die Grundfertigkeiten und Grundkenntnisse, die Du brauchst, wenn Du zum Beispiel im Rahmen einer internationalen Friedensmission eingesetzt wirst.

Insgesamt erlaubt die neu ausgerichtete Grundausbildung den Organisationsbereichen, Dir die militärischen Grundfertigkeiten intensiv und nachhaltig zu vermitteln. Gleichzeitig können sie schon während der Grundausbildung damit beginnen, Dir weiterführende Inhalte für Deine künftige Verwendung mit auf den Weg zu geben.

Übrigens: Die Bundeswehr hat in der Videoreihe „DIE REKRUTEN“ junge Soldaten bei ihrer Grundausbildung begleitet. In dieser Art Video-Tagebuch kannst Du Dir erste Eindrücke verschaffen. Weitere Informationen und auch Videos findest Du außerdem auf der Internetseite der Bundeswehr.

Ein Highlight während der Bundeswehr Grundausbildung: das feierliche Gelöbnis

Ein besonderes Ereignis ist das Feierliche Gelöbnis. Etwa sechs Wochen nach Antritt des Wehrdienstes und damit ungefähr in der Hälfte der Grundausbildung gelobst Du, “der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Mit dem Gelöbnis bekennst Du Dich also zum Dienst für unser Land.

Strenggenommen ist dieses Gelöbnis zwar eher ein symbolischer Akt. Denn die soldatische Grundpflicht, seinem Land zu dienen, gilt so oder so. Sie hängt nicht davon ab, ob Du das Gelöbnis geleistet hast. Aber der feierliche Rahmen macht das Ganze besonders. Zumal bestimmt auch Deine Eltern und andere Verwandte oder Freunde vor Ort sein werden. Dein Ausbilder wird ihnen erzählen, was Du in den vergangenen Wochen gelernt und erlebt hast. Und Du kannst sie herumführen.

Der Verlauf des Gelöbnisses

Dann beginnt die Zeremonie, die immer gleich abläuft:

  • Im Gleichschritt ziehst Du mit Deinen Kameraden ein. Das korrekte Marschieren im Gleichschritt hast Du im Formaldienst intensiv geübt.
  • Auf dem Gelöbnisplatz stellst Du Dich mit Deinem Zug auf. Der Zugführer tritt ebenfalls an.
  • Dann marschiert die Truppenfahne ein, begleitet von einem Ehrenzug und einem Musikkorps. Dabei erklingt ein traditioneller deutscher Armeemarsch. Bei einer großen Veranstaltung ist kein Ehrenzug dabei. Diese Aufgabe übernimmt dann eine Ehrenkompanie des Wachbataillons des Bundesverteidigungsministeriums.
  • Anschließend folgen Ansprachen. Eine Rede hält der Kommandeur, danach sprechen Personen des öffentlichen Lebens. Das können beispielsweise der Bürgermeister oder ein Landrat sein. Manchmal dürfen aber auch Rekruten eine Ansprache halten.
  • Das Gelöbnis selbst wird dadurch eingeleitet, dass das Musikkorps den Gelöbnischoral „Altniederländisches Dankgebet (Wir treten zum Beten)“ spielt.
  • Daraufhin treten die Träger der Truppenfahne und Du zusammen mit Deinen Kameraden vor. Der Kommandeur nimmt Dir dann das Gelöbnis ab.
  • Haben alle Rekruten ihr Gelöbnis abgelegt, wird die Nationalhymne gesungen.
  • Machst Du nach der Grundausbildung als Soldat auf Zeit weiter, wirst Du vereidigt und leistet einen Schwur.
  • Den Ausmarsch begleitet wieder das Musikkorps. Und im Gleichschritt treten erst die Truppenfahnen, dann die Ehrenformation und schließlich auch die Rekruten ab.

Übrigens gibt es eine schöne Geste: Die Mutter, die die weiteste Anreise hatte, bekommt einen Blumenstrauß.

Die Abschlussprüfung der Bundeswehr Grundausbildung: die Rekrutenbesichtigung

Wenn die Abschlussprüfung näher rückt, hast Du drei schöne, aber auch intensive und anstrengende Monate hinter Dir. Und jetzt musst Du noch einmal alles geben. Denn die sogenannte Rekrutenbesichtigung ist die letzte Übung und zugleich die Prüfung, die Deine GA abschließt.

Dabei beginnt die Abschlussprüfung irgendwann in der Nacht.

Du wirst alarmiert – und in den nächsten 30 Stunden kaum Verschnaufpausen haben. Denn direkt nach der Alarmierung findest Du Dich mit Deinen Kameraden im Unterrichtsraum ein. Hier werdet ihr über die Lage und den Auftrag informiert. Dann holt ihr eure Ausrüstung, nimmt Waffen und Munition entgegen und macht euch auf den Weg.

Es folgt ein Nachtmarsch mit verschiedenen Lageeinspielungen: Mal ist ein Kamerad verletzt und muss mit einer Trage weitertransportiert werden. Dann wird ein ABC-Alarm ausgerufen und es geht unter ABC-Schutz weiter. Auf der Schießbahn gilt es, die spärlich beleuchteten Ziele zu treffen. Ist das erste Ziel endlich erreicht, muss der Biwakplatz eingerichtet werden. Über Funk kommen neue Lageinformationen. Einige Rekruten sichern das Gelände, andere Kameraden gehen auf Patrouille. Den ganzen Tag über gilt es, verschiedene Aufgaben und Aufträge zu erfüllen.

Bevor die nächste Nacht hereinbricht, muss Feuerholz gesammelt und ein Feuer entzündet werden. Im Alarmposten wechselst Du Dich mit Deinen Kameraden ab, damit sich jeder wenigstens kurz ausruhen, sich aufwärmen und etwas essen kann. Irgendwann ist die Übung dann beendet. Und nach der Abschlussbesprechung ist es geschafft.

Generell musst Du bei der Rekrutenbesichtigung ziemlich alles zeigen, was Du in den vergangenen drei Monaten gelernt hast. Denn die Prüfung ist so angelegt, dass praktisch alle Ausbildungsinhalte drankommen. Wie Du bei der Abschlussprüfung abschneidest, ist zwar wichtig. Aber ob Du insgesamt bestanden hast, hängt von Deiner Gesamtleistung während der GA ab.

Deshalb kommt nach der Prüfung der große Moment: Voller Stolz kannst Du die Litzen für Deine Schulterschlaufen entgegennehmen. Damit hast Du die Grundausbildung erfolgreich hinter Dich gebracht!

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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