Bundeswehr Dienstgrade: Jeder sollte diese Ränge kennen

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zu Bundeswehr Dienstgrade

Die Bundeswehr Dienstgrade sind zahlreich – und unterscheiden sich innerhalb der Teilstreitkräfte.

Wie ist die Bundeswehr eigentlich organisiert? Welche Laufbahnen gibt es? Wie heißen die Bundeswehr Dienstgrade in den verschiedenen Laufbahnen?

Mit solchen Fragen solltest Du Dich beschäftigen, wenn Du über eine Karriere bei den Streitkräften nachdenkst. Denn zum einen wirst Du beim Einstellungstest zumindest ein bisschen Fachwissen über den Bund brauchen. Und zum anderen wirst Du vermutlich für Dich selbst klären wollen, wo Du Dich eigentlich einordnen kannst – und welche Karrierechancen Du dann hast. Damit Du Dir einen Überblick verschaffen kannst, zeigen wir Dir die Laufbahnen und die Dienstgrade.

Online Einstellungstest der Bundeswehr

Die Gliederung der Bundeswehr baut auf einer strengen Hierarchie auf. Das ist aber auch notwendig. Denn in einem Einsatz muss klar sein, wer welche Aufgaben und Funktionen hat. Zum Ausdruck kommt die Hierarchie durch die Dienstgrade. Sie informieren darüber, welchen Rang ein Soldat hat und zu welcher Teilstreitkraft er gehört. Manchmal sagt der Dienstgrad auch etwas über die Tätigkeit des Soldaten aus.

Dabei haben sich in der Geschichte des Militärs verschiedene Dienstgrade entwickelt. Einige davon gibt es schon seit dem Mittelalter. Der Leutnant ist ein Beispiel dafür. Andere Dienstgrade sind erst sehr viel später dazugekommen. Der Stabsunteroffizier beispielsweise. Jedenfalls gibt es aktuell 24 Dienstgrade und 85 Dienstgradbezeichnungen. Dieser Unterschied kommt dadurch zustande, dass die Dienstgrade in den Teilstreitkräften zum Teil unterschiedlich heißen. So haben zum Beispiel ein Feldwebel und ein Bootsmann den gleichen Rang. Nur ist der Feldwebel beim Heer oder der Luftwaffe tätig, während der Bootsmann im Dienst der Marine steht.

Der Bundespräsident hat das Sagen

Wie die Dienstgrade heißen und wie die dazugehörigen Uniformen samt Dienstgradabzeichen aussehen, legt der Bundespräsident fest. Das erfolgt auf Grundlage des Soldatengesetzes durch eine Anordnung. Diese Anordnung heißt offiziell “Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten”. In Artikel 1 der Anordnung sind die Bezeichnungen der Dienstgrade für die Mannschaften, die Unteroffiziere und die Offiziere aufgeführt. In Artikel 2 geht es um die Uniformen und die Abzeichen.

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Aber schauen wir uns das Ganze in Ruhe an!

Die Laufbahnen in der Bundeswehr

Übersicht Bundeswehr Dienstgrade

Innerhalb der drei Laufbahnen gibt es sieben Dienstgradgruppen.

Beim Bund gibt es mit der Mannschafts-, der Unteroffiziers- und der Offizierslaufbahn drei verschiedene Laufbahnen. Die Laufbahn der Unteroffiziere teilt sich aber noch einmal auf, nämlich in die Unteroffizierlaufbahnen ohne und mit Portepee.

Info: Portepee ist ein altes Wort, das aus dem Französischen kommt und eine Schlaufe am Griff von einem Degen, einem Schwert oder einem Dolch bezeichnet. Sie war eine Art Halteschlaufe und sollte verhindern, dass der Soldat seine Waffe verliert. In der preußischen Armee wurde die Schlaufe dann zu einem Ehrenabzeichen. Heute hat der Begriff eigentlich nur noch einen traditionellen Bezug. Seine Bedeutung ist so, dass er zwischen einer niedrigeren und einer höheren Unteroffiziers-Laufbahn unterscheidet. Darauf gehen wir aber gleich noch näher ein.

Jedenfalls kannst Du Dir als Bewerber nicht einfach irgendeine Laufbahn aussuchen. Sondern Du musst die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Ein Punkt dabei ist Dein Bildungsabschluss. Hast Du zum Beispiel den Hauptschulabschluss, kannst Du Dich nicht als Offizier bewerben. Andersherum gibt es einen zu hohen Bildungsabschluss aber nicht. Mit dem Abitur in der Tasche kannst Du also in die Mannschaftslaufbahn einsteigen. Und das kommt sogar ziemlich häufig vor. Denn viele Abiturienten interessieren sich für den Freiwilligen Wehrdienst, um so die Zeit bis zum Studium zu überbrücken oder in die Streitkräfte hineinzuschnuppern.

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Ein weiterer Punkt ist Deine Eignung. Ob Du körperlich, charakterlich und vom Kopf her das Zeug zum Soldaten hast, zeigt sich beim Bundeswehr Einstellungstest. Aber schauen wir uns jetzt die Laufbahnen einmal genauer an.

Die Laufbahn der Mannschaften

In der Laufbahn der Mannschaften sind gut 48.000 Soldatinnen und Soldaten tätig. Als Freiwillig Wehrdienstleistende und Zeitsoldaten sind sie eine wichtige Stütze für die Bundeswehr. Nach der Grundausbildung und einer Ausbildung übernehmen sie bald Verantwortung an ihrem Arbeitsplatz. So arbeiten sie zum Beispiel als Fallschirmjäger, als Kranführer, auf einer Fregatte oder als Radarelektronik-Soldat.

Generell ist ein Job in der Mannschafts-Laufbahn eine gute Möglichkeit, ums ins Berufsleben einzusteigen. Gleichzeitig lernst Du in dieser Laufbahn die Bundeswehr von Grund auf kennen. Dabei gibt es für Deinen Einstieg zwei Möglichkeiten.

Der Einstieg über den Freiwilligen Wehrdienst

Bist Du Dir noch nicht sicher, ob und wie lange Du Dich an die Bundeswehr binden willst, kann der Freiwillige Wehrdienst eine gute Lösung für Dich sein. Deine Dienstzeit beginnt dann mit der Grundausbildung. Dabei lernst Du alle Grundlagen, die Du als Soldat so brauchst. Politisches Wissen und eine Sanitätsausbildung gehören beispielsweise dazu, aber auch eine Waffen- und Schießausbildung. Außerdem steht Sport auf dem Programm.

An die Grundausbildung schließt sich die Ausbildung an Deinem Arbeitsplatz an. Hier lernst Du das Fachwissen, das Du für Deine Tätigkeit brauchst. Bei Interesse und Eignung kannst Du nach dem Freiwilligen Wehrdienst als Zeitsoldat übernommen werden.

Der Einstieg als Zeitsoldat

In die Mannschaftslaufbahn kannst Du auch direkt als Zeitsoldat einsteigen. In diesem Fall musst Du Dich für mindestens zwei Jahre verpflichten. Nach der Grundausbildung kannst Du in vielen verschiedenen Berufen arbeiten. So kannst Du beispielsweise technische Geräte bedienen, Diensthundeführer werden oder in die Verwaltung gehen. Damit Du für den Berufsalltag gut gewappnet bist, besuchst Du während der Ausbildung mehrere Lehrgänge. Dazu können Sprachkurse, IT-Lehrgänge und andere Seminare gehören. Außerdem kannst Du, wenn es der Beruf erfordert, die entsprechenden Führerscheine machen.

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Als Soldatin oder Soldat in der Laufbahn der Mannschaften bist Du in aller Regel an einem Einsatzort im Dienst. Versetzungen sind eher die Ausnahme. Deshalb kannst Du Deine Zukunft gut planen. Aber natürlich hast Du auch die Möglichkeit, in eine höhere Laufbahn zu wechseln.

Bundeswehr Dienstgrade in der Laufbahn der Mannschaften

Die Mannschaftslaufbahn ist die niedrigste Dienstgradgruppe. Sie umfasst fünf Dienstgrade. Und diese Dienstgrade sind beim Heer, der Luftwaffe und der Deutschen Marine gleich:

Bezeichnung Dienstzeit mindestens
Gefreiter 3 Monate
Obergefreiter 6 Monate
Hauptgefreiter 12 Monate
Stabsgefreiter 36 Monate
Oberstabsgefreiter 48 Monate

Der Einstiegsdienstgrad

Wenn Du Deinen Dienst bei den Streitkräften antrittst, bist Du Soldat. Deine genaue Bezeichnung während der Grundausbildung hängt aber von der Teilstreitkraft ab. So bist Du beispielsweise Jäger, Grenadier oder Schütze beim Heer, Flieger bei der Luftwaffe oder Matrose bei der Marine.

Umgangssprachlich wird hier auch von der Schulterglatze gesprochen. Denn Du hast noch keine Schulterklappe mit einem Dienstgradabzeichen. In der Laufbahn der Mannschaften ändert sich das nach drei Monaten. Wenn Du die Grundausbildung beendet hast, wirst Du nämlich zum Gefreiten. Und dann bekommst Du eine Aufschiebeschlaufe mit einem Balken.

Schlägst Du eine höhere Laufbahn ein, kommt zu Deinem Dienstgrad noch die Bezeichnung der Laufbahn dazu. Du bist dann also beispielsweise Maat-, Feldwebel-, oder Offizieranwärter.

Die Laufbahn der Unteroffiziere ohne Portepee

Unteroffiziere ohne Portepee werden auch als Fachunteroffiziere bezeichnet. Sie sind Experten in ihrem Fachbereich und tragen Verantwortung für das Material. Außerdem bilden sie Soldaten in der Mannschaftslaufbahn aus. Die Aufgaben entsprechen ungefähr dem, was ein Geselle oder Facharbeiter in der freien Wirtschaft macht.

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Steigst Du als Fachunteroffizier bei der Bundeswehr ein, beginnst Du gleich nach der Grundausbildung damit, in Deinem Fachbereich praktische Berufserfahrung zu sammeln. In Fortbildungen und bei Lehrgängen baust Du Dein Wissen und Können stetig aus. Dabei gibt es innerhalb Deiner Laufbahn drei verschiedene Richtungen, nämlich

Bringst Du bereits eine Berufsausbildung mit, die zu Deinem Aufgabenbereich passt, kannst Du direkt in einem höheren Dienstgrad eingestellt werden. In diesem Fall musst Du Dich für mindestens vier Jahre verpflichten. Ansonsten absolvierst Du während Deiner Dienstzeit eine Berufsausbildung. Dann beträgt die Dienstzeit, für die Du Dich mindestens verpflichten musst, neun Jahre. Insgesamt kannst Du Dich für maximal 25 Jahre verpflichten.

Die Einsatzbereiche als Fachunteroffizier sind sehr vielfältig. So kannst Du auf einem Schiff oder an einem Stützpunkt der Luftwaffe genauso arbeiten wie in einem Bundeswehrkrankenhaus. Weil Du Profi auf Deinem Gebiet bist, bleibst Du meistens an einem Standort. Du nimmst zwar regelmäßig an Lehrgängen teil, wirst aber nur selten versetzt. Bei guten Leistungen hast Du die Möglichkeit, in die Laufbahn der Feldwebel zu wechseln.

Bundeswehr Dienstgrade in der Laufbahn der Fachunteroffiziere

In der Unteroffizierslaufbahn ohne Portepee gibt es zwei Dienstgrade. Je nach Teilstreitkraft heißen sie aber unterschiedlich:

Heer und Luftwaffe Marine Dienstzeit mindestens
Unteroffizier Maat 12 Monate
Stabsunteroffizier Obermaat 24 Monate

Die Laufbahn der Unteroffiziere mit Portepee

Feldwebel – und Bootsleute bei der Marine – gehören zu den Führungskräften der deutschen Bundeswehr. Sie sind einerseits Experten in ihrem beruflichen Bereich. Andererseits sind sie militärische Vorgesetzte und übernehmen Verantwortung für die Soldaten, die ihnen unterstellt sind. Die Karriere ist üblicherweise auf zwölf oder 13 Jahre angelegt. Tätig sind Feldwebel entweder im Fachdienst oder im Truppendienst. Insgesamt werden dabei fünf verschiedene Richtungen voneinander unterschieden. So gibt es nämlich die Laufbahn der Feldwebel im

  • Truppendienst,
  • allgemeinen Fachdienst,
  • Geoinformationsdienst,
  • Militärmusikdienst und
  • Sanitätsdienst.

Klar, dass es dadurch auch entsprechend viele Berufsbilder und Aufgabenbereiche gibt.

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Feldwebel im Fachdienst

Im allgemeinen Fachdienst machst Du entweder eine Berufsausbildung. Oder Du bildest Dich in Deinem erlernten Beruf weiter. Deine Aufgaben ähneln dann dem, was ein Meister auf dem zivilen Arbeitsmarkt macht. So kannst Du beispielsweise als Kfz-Meister, als Personalkauffrau oder als Elektronikmeister arbeiten. Dabei übernimmst Du Verantwortung für Dein Fachgebiet. Gleichzeitig unterstützt Du Deine Vorgesetzten mit Deinem Wissen und Deiner Erfahrung.

Während und nach Deiner Dienstzeit nimmst Du an verschiedenen Weiterbildungen teil. Das können zum Beispiel Sprachkurse, Führungsseminare oder IT-Lehrgänge sein. Dein fundiertes Wissen eröffnet Dir anschließend mehrere Karrierewege. So kannst Du in die Offizierlaufbahn aufsteigen oder Berufssoldat werden. Eine andere Möglichkeit ist eine internationale Karriere – bei der NATO, der EU, der UN oder im Militärattachéstab einer deutschen Botschaft im Ausland.

Feldwebel im Truppendienst

Wirst Du Feldwebel des Truppendienstes, übernimmst Du die Funktion einer militärischen Führungskraft. Du wirst Ausbilder und Vorbild für andere Soldaten. Dafür brauchst Du eine gesunde Mischung aus Sachverstand und Einfühlungsvermögen.

In den Dienstgraden Feldwebel und Oberfeldwebel – Bootsmann und Oberbootsmann bei der Marine – bildest Du Soldaten an Waffen und Fahrzeugen aus. Du übst mit ihnen taktisches Vorgehen und führst sie bei Übungen und in Einsätzen. Als Hautfeldwebel und Hauptbootsmann bist Du zum Beispiel für einen Zug mit bis zu 60 Soldaten verantwortlich. Da Du mit modernem Gerät arbeitest, brauchst Du neben Verantwortungsbewusstsein auch viel technisches Verständnis. Und Du musst körperlich fit sein. Anders sind die Belastungen im Dienstalltag, bei Übungen und bei Auslandseinsätzen kaum zu schaffen. Allerdings hängen die körperlichen Anforderungen von Deiner Tätigkeit ab. Gehört beispielsweise Fallschirmspringen oder Tauchen zu Deinem Beruf, brauchst Du natürlich die entsprechende Fitness.

Bundeswehr Dienstgrade in der Laufbahn der Feldwebel

Bei den Unteroffizieren ohne Portepee gibt es fünf Dienstgrade. Auch hier sind die Bezeichnungen in den Teilstreitkräften verschieden:

Heer und Luftwaffe Marine Dienstzeit mindestens
Feldwebel Bootsmann 3 Jahre
Oberfeldwebel Oberbootsmann 5 Jahre
Hauptfeldwebel Hauptbootsmann 8 Jahre
Stabsfeldwebel Stabsbootsmann 16 Jahre als Feldwebel
Oberstabsfeldwebel Oberstabsbootsmann 19 Jahre als Feldwebel

Die Laufbahn der Offiziere

Offiziere bilden das Führungspersonal der Bundeswehr. Damit sind die Kämpfer, Experten in ihrem Fachbereich, Manager, Kaufleute, Vermittler und Pädagogen in einem. Als Vorgesetzte sind sie dafür verantwortlich, Soldaten auszubilden, zu erziehen und zu führen. Sie planen, organisieren und führen die militärische Ausbildung, Übungen und Einsätze durch. Dabei vermitteln sie alles, was notwendig ist, um die Herausforderungen des Soldatenberufs zu meistern – in der Kaserne ebenso wie im Auslandseinsatz. Neben Fachwissen und Sachverstand brauchen Offiziere deshalb auch pädagogisches Geschick und Durchsetzungsvermögen.

Dein Weg als Offizier

Für Deine anspruchsvollen Aufgaben als Offizier bildet Dich die Bundeswehr militärisch und fachlich umfangreich aus. Deine Karriere als Soldat auf Zeit kann bis zu 17 Jahre umfassen. Außerdem besteht die Chance, dass Du als Berufssoldat übernommen wirst. Durch Dein Wissen und Deine Erfahrung hast Du aber auch auf dem zivilen Arbeitsmarkt sehr gute Perspektiven.

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Deine Dienstzeit beginnt – wie für jeden Soldat – mit der Grundausbildung. Dabei lernst Du die Grundlagen des Soldatenberufs. Anschließend nimmst Du an verschiedenen Lehrgängen teil. Abgestimmt auf Deine Laufbahn und Deine Teilstreitkraft gehören dazu Fachlehrgänge, Sprachkurse und Praktika. Dazu kommt in aller Regel Dein Studium an einer Universität.

Hast Du Deine militärfachliche Qualifizierung abgeschlossen, kommst Du als junger Offizier zur Truppe. Von Anfang an übernimmst Du dabei Verantwortung und triffst Entscheidungen. So lernst Du schnell, junge Kameraden zu führen und im Team Herausforderungen zu meistern.

Bundeswehr Dienstgrade in der Laufbahn der Offiziere

Zur Gruppe der Offiziere gehören mehrere Dienstgradgruppen. Neben den Offiziersanwärtern sind das die Offiziere und die Stabsoffiziere. Ihre Bezeichnungen lauten so:

Heer und Luftwaffe Marine Dienstzeit mindestens
Offiziersanwärter Fahnenjunker Seekadett 12 Monate
Fähnrich Fähnrich zur See 21 Monate
Oberfähnrich Oberfähnrich zur See 30 Monate
Offiziere Leutnant Leutnant zur See 36 Monate
Oberleutnant Oberleutnant zur See 30 Monate als Offizier
Hauptmann Kapitänleutnant 5 1/2 Jahre als Offizier
Stabsoffiziere Major Korvettenkapitän 10 Jahre als Offizier
Oberstleutnant Fregattenkapitän 13 Jahre als Offizier
Oberst Kapitän zur See 17 Jahre als Offizier

Hast Du Dich als Offizier für 13 Jahre verpflichtet, ist der Hauptmann oder der Kapitänleutnant Dein Laufbahnziel. Im militärfachlichen Dienst kann Dir danach noch der Dienstgrad des Stabshauptmanns verliehen werden. Bei der Marine nennt sich dieser Dienstgrad Stabskapitänleutnant.

Als Berufsoffizier im Truppendienst überspringst Du diesen Dienstgrad. Stattdessen wirst Du als nächstes zum Major oder Korvettenkapitän befördert.

Generale und Admirale

Die höchste Dienstgradgruppe der Streitkräfte sind die Generale und die Admirale. Sie übernehmen die Führung von Brigaden, Flottillen, Divisionen und Korps. Außerdem sind sie Vorgesetzte der höheren Kommandobehörden. Ihren Dienst versehen sie dann im Verteidigungsministerium, bei der EU oder der NATO. Daneben können sie Militärattachés oder Kommandeure bei Auslandseinsätzen sein. Ihre Dienstgrade heißen:

Heer und Luftwaffe Marine
Brigadegeneral Flottillenadmiral
Generalmajor Konteradmiral
Generalleutnant Vizeadmiral
General Admiral

Sanitätsoffiziere

Offiziere im Sanitätsdienst haben eigene Bezeichnungen für ihre Dienstgrade. Allerdings gilt das erst nach der Approbation zum Arzt oder Zahnarzt. Davor kommt zum Dienstgrad der Zusatz SanOA dazu. Diese Abkürzung steht für Sanitätsoffizieranwärter.

Hast Du Dein Studium abgeschlossen und die dazugehörigen Prüfungen erfolgreich abgelegt, kommen die speziellen Dienstgradbezeichnungen ins Spiel. Los geht es dabei mit dem Stabsarzt. Sein Rang entspricht dem Hauptmann und Kapitänleutnant. Die Dienstgrade im Sanitätsdienst heißen wie folgt:

Dienstgrad bei Heer, Luftwaffe und Marine entspricht
Stabsarzt, Stabsapotheker, Stabsveterinär Hauptmann / Kapitänleutnant
Oberstabsarzt, Oberstabsapotheker, Oberstabsveterinär Major / Korvettenkapitän
Oberfeldarzt / Flottillenarzt, Oberfeldapotheker / Flottillenapotheker, Oberfeldveterinär Oberstleutnant / Fregattenkapitän
Oberstarzt / Flottenarzt, Oberstapotheker / Flottenapotheker, Oberstveterinär Oberst / Kapitän zur See
Generalarzt / Admiralarzt, Generalapotheker / Admiralapotheker Brigadegeneral / Flottillenadmiral
Generalstabsarzt / Admiralstabsarzt Generalmajor / Konteradmiral
Generaloberstabsarzt / Admiraloberstabsarzt Generalleutnant / Vizeadmiral

Die Dienstgrade der Marine stehen jeweils hinter dem Schrägstrich. Tierärzte gibt es nur beim Heer. Denn die Luftwaffe und die Marine setzen keine Nutztiere ein.

Übrigens

Seit den 1970er-Jahren pflegt die Bundeswehr eine formale Anrede. Wenn sich Soldaten grüßen oder ansprechen, dann erfolgt das meist nach dem Schema „Herr oder Frau – Dienstgrad – Nachname“. Dabei bleibt der militärische Dienstgrad auch bei Soldatinnen in der ursprünglichen Form. Es wird also keine weibliche Form gebildet. Korrekte Anreden sind demnach zum Beispiel „Herr Hauptmann Müller“ und „Frau Leutnant Maier“.

Du solltest die Dienstgrade kennen!

Normalerweise erwirbst Du im Verlauf Deiner Dienstzeit die Dienstgrade in chronologischer Reihenfolge. Von Deinem Rang hängt dann auch ab, in welcher Besoldungsgruppe Du eingruppiert bist – und damit, wie viel Du verdienst. Klar, dass Dein Sold umso höher ist, je höher Dein Rang ist. Es kann aber sein, dass Du die eine oder andere Stufe überspringst. Bei einem Wechsel der Laufbahn kann das beispielsweise der Fall sein. Und für einige Verwendungen gibt es noch besondere Dienstgrade.

Solche Feinheiten musst Du als Bewerber zwar nicht wissen. Trotzdem solltest Du die Dienstgrade und die dazugehörigen Laufbahnen kennen. Dieses Wissen wird beim Einstellungstest nämlich gerne abgefragt. Schließlich sind die Laufbahnen ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, wie die Bundeswehr organisiert ist. Und die Prüfer wollen sehen, ob Du Dich mit Deinem vielleicht künftigen Arbeitgeber beschäftigt hast.

Tipp: Auf der Internetseite der Bundeswehr findest Du Bildergalerien mit Fotos von den Dienstgradabzeichen. Bilder von den Uniformen gibt es dort ebenfalls.

Allein die Dienstgrade sind aber noch nicht alles. Mindestens genauso wichtig ist, dass Du Dich über die Laufbahn informierst, die Du anstrebst. Was zeichnet diese Laufbahn aus? Was sind typische Aufgaben in der jeweiligen Funktion? Welche Eigenschaften sind dabei besonders wichtig? Die Erfahrung zeigt, dass solche Fragen oft Thema beim Vorstellungsgespräch sind. Ist aber eigentlich auch ganz logisch. Denn Du wirst ja Deine Gründe haben, warum Du Dich ausgerechnet für diese Laufbahn beworben hast. Und diese Überlegungen solltest Du schlüssig vermitteln können.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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