Bundeswehr Luftwaffe: Da will jeder hin!

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zu Bundeswehr Luftwaffe

Die Bundeswehr Luftwaffe bietet nicht nur Jobs über den Wolken.

Mit schnellen und wendigen Kampfjets spektakuläre Manöver fliegen. Und als umjubelter Pilot von Bord eines Flugzeugträgers gehen…

Okay, ganz so abenteuerlich wie im Hollywood-Klassiker „Topgun“ gestaltet sich der Berufsalltag bei der deutschen Luftwaffe nicht. Doch die Aufgaben sind nicht weniger spannend. Schließlich leisten die Soldatinnen und Soldaten der Luftstreitkräfte sehr wichtige Dienste. Und das in der Luft und am Boden und sowohl in Deutschland als auch bei Auslandseinsätzen.

Einstellungstest der Bundeswehr Luftwaffe

An 365 Tagen im Jahr und zu jeder Tages- und Nachtzeit schützt die Bundeswehr Luftwaffe den Luftraum Deutschlands. Gesteuert von militärischen Radarstationen, sind die Kampfjets innerhalb weniger Minuten zum Abheben bereit. Flugabwehrraketen, Hubschrauber, Transportflugzeuge und fliegende Aufklärungssysteme gehören zur Ausrüstung, auf die die Luftwaffe zurückgreifen kann. Doch die Arbeit beschränkt sich längst nicht nur auf die Luft. Auch am Boden machen die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe einen wichtigen Job, etwa als Fluglotsen, Radarelektroniker, Lufttransportexperten oder IT-Spezialisten. Immerhin stolze 42 verschiedene Berufe sind bei den Luftstreitkräften vertreten. Klingt interessant? Dann lass uns einen Blick hinter die Kulissen werfen!

Der Auftrag der Bundeswehr Luftwaffe

Wie das Heer und die Marine ist auch die Luftwaffe eine Teilstreitkraft. Sie wurde Anfang Januar 1956 aufgestellt. Seinerzeit traten die ersten Soldaten ihren Dienst in Nörvenich an. Im selben Jahr kamen zu der Luftwaffenlehrkompanie diverse Dienststellen dazu. Außerdem konnte die Luftwaffe die ersten Luftfahrzeuge ihr Eigen nennen. Seitdem hat sich viel getan. So wurden die Luftstreitkräfte immer wieder neu organisiert, anders aufgestellt und umstrukturiert. Bundeswehr-Standorte wurden geschlossen, Fliegerhorste verlegt und Einheiten zusammengefasst. Grundlegende Veränderungen brachte dabei auch und vor allem die Neuausrichtung der Bundeswehr seit 2010 mit sich.

Im Frieden …

Doch früher wie heute nutzt die Luftwaffe ihre besonderen Fähigkeiten, um den Auftrag der Bundeswehr zu erfüllen. Dazu gehört, dass die Luftstreitkräfte schon im Frieden lufthoheitliche Aufgaben wahrnehmen. So sind sie dafür zuständig, den Luftraum über Deutschland zu überwachen und zu schützen. Zur Überwachung sind Radarflug- und Leitzentralen eingerichtet. Jagdflugzeugverbände stehen bereit, um die Lufthoheit zu sichern. Die Luftwaffe beteiligt sich im In- und im Ausland an Hilfs-, Evakuierungs- und Rettungseinsätzen. Außerdem gehört zu ihren Aufgaben, ihre eigene Einsatzbereitschaft – mit Blick auf Personal und Material – sicherzustellen und zu erhalten.

Einen Beitrag zur militärischen Stabilität in Europa leistet die Bundeswehr Luftwaffe ebenfalls. In diesem Rahmen nimmt sie an

teil.

… und im Krisenfall

In Krisen richtet die Luftwaffe ihre Einsatzbereitschaft flexibel nach der Lageentwicklung aus. Kommt es zu bewaffneten Konflikten, kann sie militärische Operationen von Heer und Marine, aber auch von verbündeten Streitkräften unterstützen. Zum Beispiel, um strategisch wichtige Ziele aus der Luft zu bekämpfen. Dabei steht immer im Vordergrund, die Bevölkerung und die lebensnotwendige Infrastruktur zu schützen, die Integrität des Hoheitsgebietes zu wahren und zu gewährleisten, dass Deutschlands politische Handlungsfreiheit erhalten bleibt.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Die Gliederung der Luftwaffe

Das Heer ist in verschiedene Truppengattungen gegliedert. Und was beim Heer die Truppengattungen sind, entspricht bei der Luftwaffe den Dienstbereichen. Zu diesen Dienstbereichen wiederum gehören in erster Linie folgende:

Der Flugabwehrraketendienst

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 arbeitet mit den Waffensystemen MANTIS und PATRIOT. Dadurch kann es die Lufträume, die ihm zugewiesen sind, schützen. Und das gilt für die Abwehr von Flugzeugen, Hubschraubern und unbemannten Luftfahrzeugen gleichermaßen. Auch Ziele von Raketen, Artilleriegeschossen und Mörsern kann es sichern. Derzeit laufen Umrüstungsmaßnahmen, durch die es möglich werden soll, taktisch-ballistische Raketen besser zu bekämpfen.

Der Fähigkeitsbereich Luft

Der Fähigkeitsbereich Luft des Luftwaffentruppenkommandos umfasst mehrere Geschwader. Sie gliedern sich in Kampfverbände und in Lufttransportverbände.

Lufttransport- und Hubschraubergeschwader sichern die Luftversorgung von Verbänden in fast allen Einsatzgebieten, in denen die Bundeswehr vertreten ist. Dafür stehen den drei Luftransportgeschwadern die Transportflugzeuge A400M und Transall C-160 zur Verfügung. Das Hubschraubergeschwader kann auf den Transporthubschrauber CH-53 zurückgreifen.

Die Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums ist zum einen für den parlamentarischen Flugbetrieb zuständig. Zum anderen übernimmt sie den Rücktransport von verwundetem Personal der deutschen und verbündeten Streitkräfte. Dazu arbeitet sie mit dem Sanitätsdienst zusammen. Nach dem Umbau der Airbus A310 zum Tankflugzeug verfügt die Luftwaffe außerdem über eine Engpassressource.

Um die Hoheit im deutschen Luftraum kümmern sich das taktische Luftwaffengeschwader 71 “Richthofen” und das Taktische Luftwaffengeschwader 74. Sie nutzen dafür das Kampfflugzeug Eurofighter. Im Einsatz schützen sie zum einen Lufträume. Zum anderen begleiten sie Luftangriffs- und Transportkräfte bei verbundenen Luftkriegsoperationen. Den Ausbildungsverband stellt das Taktische Luftwaffengeschwader 73. Hier werden die Eurofighter-Piloten der Bundeswehr und auch des Bundesheers von Österreich ausgebildet.

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Das Taktische Luftwaffengeschwader 33 fliegt das Kampfflugzeug Tornado. Zu den Aufgaben dieses Geschwaders gehört, Luftstreitkräfte am Boden zu bekämpfen, aus der Luft abzuriegeln und luftnah zu unterstützen. Auch die nukleare Teilhabe, ein NATO-Programm, sichert das Geschwader. Das Taktische Luftwaffengeschwader 51 wiederum hat zur Aufgabe, gegnerische Luftverteidigungssysteme zu unterdrücken. Dafür arbeitet es ebenfalls mit dem Tornado. Außerdem ist es für die Luftaufklärung mittels bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen zuständig.

Der Fähigkeitsbereich Logistik/Nutzung

Ebenfalls Teil des des Luftwaffentruppenkommandos ist der Fähigkeitsbereich Logistik/Nutzung. Die Soldatinnen und Soldaten hier halten und setzen Waffensysteme instand. Dazu arbeiten sie eng mit der Industrie zusammen. Außerdem versorgen sie Gerät, das für die Luftstreitkräfte typisch ist. Neben fliegenden Waffensystemen gehören dazu zum Beispiel Anlagen zur Flugsicherung und zur Navigation von anderen Teilstreitkräften. Um diese Aufgaben zu erfüllen, gibt es bei den Luftstreitkräften die Waffensystemunterstützungszentren 1 und 2. Sie verfügen über spezialisierte Verbände und Dienststellen. Dazu kommen die Technischen Gruppen von den fliegenden Geschwadern.

Der Objektschutz

Zu den Aufgaben vom Objektschutz der Luftwaffe gehört zum einen die infanteristische Sicherung von Stellungen und Objekten. Zum anderen unterstützt dieser Dienstbereich die Logistik im Einsatzgebiet und leistet Pionierdienst, etwa wenn eine Startbahn schnell instand gesetzt werden muss. Auch der Brandschutz, den die militärische Feuerwehr leistet, fällt in den Aufgabenbereich des Objektschutzes.

Der Führungsdienst

Über das Führungsunterstützungszentrum der Luftwaffe sorgt der Führungsdienst dafür, dass die Gefechtsstände, die Stäbe und die Verbände an die luftwaffenspezifische IT angebunden sind. Zudem koordiniert er bei Bedarf die Unterstützungsmaßnahmen der Streitkräftebasis. Außerdem beteiligt sich der Führungsdienst an der Flugsicherung.

Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt ist die Überwachung des Luftraums. Im Zentrum Luftoperationen überwacht der Einsatzführungsdienst den Luftraum dafür pausenlos mit eigenen Radargeräten. Diese Aufzeichnungen werden durch die Daten von zivilen Stellen ergänzt. Die Führung dabei übernimmt entweder die Operationszentrale Luftwaffe oder ein NATO-Gefechtsstand. Anschließend können die Informationen genutzt werden, um die Jagdflugzeuge der Alarmrotten zu leiten, wenn sie Luftfahrzeuge abfangen und identifizieren müssen. Außerdem können die Daten verwendet werden, um Flugabwehrraketensysteme auf Kampfziele einzuweisen.

Die Organisation der Luftwaffe

Die oberste Position bei der deutschen Luftwaffe hat der Inspekteur der Luftwaffe. Er gehört zum Kommando Luftwaffe und ist, was den Truppendienst angeht, der Vorgesetzte seiner Teilstreitkraft. Ihm übergeordnet ist der Generalinspekteur der Bundeswehr. Unterhalb des Kommandos Luftwaffe unterteilt sich die Luftwaffe zum einen in das Zentrum Luftoperationen und zum anderen in das Luftwaffentruppenkommando.

Das Zentrum Luftoperationen

Der Standort vom Zentrum Luftoperationen ist die Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum ist mit Aufgaben betraut, die mit der Planung von Luftoperationen zusammenhängen. Dazu zählen sowohl luftwaffenspezifische Aufgaben bei Operationen unter der Führung der deutschen Luftstreitkräfte als auch nationale Aufgaben in Deutschland. Alle diese Aufgaben laufen in einer Operationszentrale zusammen.

Um das militärische Nachrichtenwesen für die taktisch-operative Ebene im Einsatz sicherzustellen, ist im Zentrum ein Air Intelligence Centre aufgestellt. Das ist ein Kompetenzzentrum für spezifische Angelegenheiten im Luft- und im Weltraum. Daneben ist das Zentrum dafür zuständig, dass im Einsatzfall ein NATO-Hauptquartier, über das Luftoperationen geplant und geführt werden, gestellt werden kann.

Dem Zentrum Luftoperationen sind folgende Verbände und Dienststellen unterstellt:

  • Deutscher Anteil, kurz DtA, an
    • Allied Air Command Ramstein
    • Joint Air Power Competence Centre
    • EATC (Europäisches Lufttransportkommando) in Eindhoven, Niederlande
    • NATO Airborne Early Warnung & Control Force Command in Geilenkirchen
    • AGS in Sigonella, Italien
    • NATO/EU-Organsaition
  • Luftwaffenunterstützungsgruppe Kalkar
  • Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück
  • Einsatzführungsbereich 3 in Schönewalde
  • Verbindungsorganisation zu Heer und Marine, zum Beispiel in Form vom Verbindungskommando Eurokorps oder Marinekommando
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Das Luftwaffentruppenkommando

Dem Luftwaffentruppenkommando, das seinen Sitz in der Luftwaffenkaserne Wahn in Köln hat, unterstehen alle Einsatz- und Unterstützungsverbände der deutschen Luftstreitkräfte. Das Kommando ist dafür verantwortlich, dass ausgebildete und ausgerüstete Kräfte vorhanden sind. Für die Weiterentwicklung der Luftwaffenkräfte ist das Kommando ebenfalls zuständig. Seine Kräfte mit Blick auf Operationen zu führen, ist aber kein Auftrag des Kommandos. Vielmehr übernehmen im Einsatz multinationale Gefechtsstände der NATO oder der EU die Führung. Bei nationalen Einsätzen ist das Zentrum Luftoperationen mit der Führung betraut.

Für die Erfüllung seiner Aufgaben ist dem Kommando das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe in Köln-Wahn direkt unterstellt. Ansonsten setzt sich das Luftwaffentruppenkommando aus drei Fähigkeitsbereichen zusammen. Diese sind die Fähigkeitsbereiche

  • Luft mit den Fliegenden Verbänden,
  • Boden mit den Bodengebundenen Verbänden und
  • Unterstützung mit den Unterstützungsverbänden.

Damit unterstehen dem Luftwaffentruppenkommando folgende Verbände und Dienststellen:

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  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
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Fliegende Verbände Standort
Taktisches Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ Nörvenich
Taktisches Luftwaffengeschwader 33 Büchel
Taktisches Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ Jagel
Taktisches Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ Wittmund
Taktisches Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ Laage
Taktisches Luftwaffengeschwader 74 Neuburg an der Donau
Lufttransportgeschwader 62 Wunstorf
Lufttransportgeschwader 63 Hohn
Hubschraubergeschwader 64 Laupheim und Holzdorf
Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums Köln-Wahn und Berlin-Tegel
Taktisches Ausbildungskommando der Luftwaffe USA Air Force Base Holloman in New Mexico
Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme Kleinaitingen Bayern
Bodengebundene Verbände
Flugabwehrraketengeschwader 1 Husum
Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ Schortens
Offizierschule der Luftwaffe Fürstenfeldbruck
Unteroffizierschule der Luftwaffe Appen und Heide
Luftwaffenausbildungsbataillon Germersheim
Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn Köln-Wahn
Unterstützungsverbände
Waffensystemunterstützungszentrum 1 Manching
Waffensystemunterstützungszentrum 2 Diepholz
Deutscher Anteil am NPC Glons, Belgien
Technisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe Faßberg

Das Personal der Luftstreitkräfte

Mit knapp 28.000 Soldatinnen und Soldaten ist die Luftwaffe nach dem Heer die zweitgrößte Teilstreitkraft der Bundeswehr. Bei entsprechender Eignung stehen alle Verwendungen in allen Laufbahnen Männer und Frauen gleichermaßen offen. Sehr viele Bereiche sind von einem hohen Grad der Technisierung geprägt. Das erfordert nicht nur umfangreiche fachliche Qualifikationen, sondern oft auch eine entsprechende Spezialisierung. Vor allem bei den fliegenden Verbänden sind deshalb Unteroffiziere und Offiziere besonders stark vertreten.

Die Soldatinnen und Soldaten werden bei ihrer Arbeit von Zivilpersonal unterstützt. In den kommenden Jahren soll die Zahl der Beamten und zivilen Beschäftigten auf 5.950 steigen. Eingesetzt werden die zivilen Kräfte beispielsweise im Bereich der Instandsetzung und bei der Feuerwehr. Im Unterschied zu militärischem Personal ergibt sich bei zivilen Kräften der Vorteil, dass sie öfter verfügbar sind. Denn die militärischen und laufbahnspezifischen Aus- und Weiterbildungen, durch die Soldatinnen und Soldaten immer wieder abwesend sind, fallen bei ihnen weg.

Die Dienstgrade und Uniformen der Luftstreitkräfte

Die Luftwaffe verwendet die gleichen Dienstgradbezeichnungen wie das Heer. Und auch was die Uniformen angeht, gibt es wenig Unterschiede. So ist der Feldanzug nahezu identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe stilisierte Schwingen an den Dienstgradabzeichen haben. Beim Heer hingegen sind es farbige Litzen.

Der Dienstanzug der Luftstreitkräfte ist dunkelblau und hat Kragenspiegel in Gold. Die Kopfbedeckung ist entweder ein blaues Schiffchen oder eine blaue Schirmmütze. Eine Ausnahme bilden hier nur die Objektschutzkräfte. Sie tragen nämlich ein dunkelblaues Barett. Ansonsten kommen dann natürlich noch die speziellen Teile der Uniform dazu, die sich aus der Verwendung ergeben. Piloten zum Beispiel tragen Overalls.

Die Ausbildung vom Luftwaffenpersonal

Für die Grundausbildung ist das Luftwaffenausbildungsbataillon zuständig. Dabei findet die Grundausbildung an den Standorten Roth in Bayern und Germersheim in Rheinland-Pfalz statt. Die Ausbildung des Führungsnachwuchses erfolgt an der Unteroffizierschule in Appen und Heide in Schleswig-Holstein und an der Offizierschule im bayerischen Fürstenfeldbruck.

Angehende Luftwaffenoffiziere des Truppendienstes studieren in aller Regel zusammen mit den künftigen Offizieren der anderen Teilstreitkräfte an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr. Im Unterschied dazu gehen angehende Offiziere des militärfachlichen Dienstes für ihr Studium auf die Fachschule der Luftwaffe in Faßberg in Niedersachsen.

Um ihr Personal fachlich auszubilden, verfügt die Luftwaffe über zentrale Ausbildungseinrichtungen und Ausbildungsverbände. So durchlaufen Flugzeugtechniker und Flugsicherungspersonal ihre Ausbildungen am Technischen Ausbildungszentrum in Kaufbeuren. Techniker für Hubschrauber absolvieren ihre Ausbildung in Faßberg. In Erndtebrück wird das Personal für den Einsatzführungsdienst ausgebildet. Und die Kräfte für den Flugabwehrraketendienst lernen im Taktischen Aus- und Weiterbildungszentrum im Fort Bliss in Texas.

Auch Personal des fliegerischen Dienstes geht für die Ausbildung in die USA. Nach einer gemeinsamen Grundausbildung in Arizona führt der Weg die künftigen Jetpiloten entweder nach Florida oder nach New Mexico. Anschließend, zurück in Deutschland, wird die fliegerische Ausbildung in Jagel oder Laage fortgesetzt. Hubschrauberpiloten lernen in Bückeburg, Transportflugzeugpiloten in Bremen.

Die Ausrüstung der Bundeswehr Luftwaffe

Das Gerät der Luftwaffe ist größtenteils in multinationaler Zusammenarbeit entstanden oder wurde von den NATO-Staaten gekauft. Zum Teil wurde das Gerät auch unter der Lizenz der NATO-Partner gebaut. Verschiedene historische Ausrüstungsgegenstände sind heute im Militärhistorischen Museum am Flugplatz Berlin-Gatow ausgestellt.

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Derzeit nutzen die Luftstreitkräfte als bodengebundenes Großgerät verschiedene Großradargeräte und die Waffensysteme PATRIOT, MANTIS und Ozelot. Die Verbände des Lufttransports verfügen über Flugzeuge der Typen A400M und Transall C-160 sowie über Hubschrauber des Typs CH-53. Zur Ausstattung der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums gehören zwei Airbus A340-300 VIP, fünf Airbus A310, zwei Airbus A319, vier Bombardier Global 5000 und drei Aerospatiale AS 332 Cougar. Dabei spielt vor allem die A310 eine wichtige Rolle. Denn diese Flugzeuge können nicht nur für den Personentransport genutzt werden. Stattdessen sind sie auch für den Einsatz als Fracht- und Tankflugzeuge und für den Transport von Verwundeten geeignet.

140 Eurofighter als Jagdflugzeuge und 89 Panavia Tornados als Aufklärer und Jagdbomber bilden die Ausstattung der Kampfverbände. Für die Zukunft ist geplant, dass der Eurofighter so ausgebaut werden soll, dass er auch in der Luft-Boden-Rolle einsetzbar ist. Damit würde er einen Teil der Tornado-Flotte ersetzen. Speziell für den Einsatz in Afghanistan und Mali hat die Luftwaffe drei Aufklärungsdrohnen des Typs Heron 1 und zwei Bodenstationen geleast.

Und in Zukunft?

Es gibt zahlreiche Pläne und Projekte, um die Einsatzfähigkeit der Luftwaffe zu verbessern. Ob, wann und in welchem Umfang die Modernisierungsvorhaben umgesetzt werden, bleibt aber abzuwarten. Denn die technischen Risiken und die teils sehr hohen Kosten, die damit verbunden wären, sind immer wieder Thema von politischen Debatten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Personalstärke der Luftstreitkräfte langfristig verringert werden soll. Thomas de Maizière, der frühere Verteidigungsminister und Vorgänger von Ursula von der Leyen, hat geplant, die militärischen Dienstposten auf höchstens 23.000 zu kürzen. Davon sollen 22.050 auf Zeit- und Berufssoldaten und bis zu 950 auf Freiwillig Wehrdienstleistende entfallen.

Die Kennzeichnung militärischer Luftfahrzeuge

1956 hat der damalige Bundespräsident Theodor Heuss festgelegt, dass das Eiserne Kreuz das Hoheitszeichen auf Luft- und Gefechtsfahrzeugen der Bundeswehr sein soll. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Zusätzlich dazu ist auf die Luftfahrzeuge aber noch die deutsche Flagge aufgemalt.

Als Kennzeichen von Luftfahrzeugen des deutschen Militärs wurden früher zwei Buchstaben und drei Ziffern verwendet. An den Buchstaben konnten die Teilstreitkraft, der Einsatzbereich und das Geschwader abgelesen werden. Die Ziffern setzten sich aus der Staffelzugehörigkeit und der laufenden Nummer zusammen. Ab Ende der 1960er-Jahre wurde das System dann so verändert, dass nur noch auf den Typ und die Seriennummer des Luftfahrzeugs geschlossen werden kann. Dazu bestehen die Kennzeichen aus zwei Ziffernblöcken mit jeweils zwei Stellen und dem Eisernen Kreuz dazwischen. Wenn das Kennzeichen angegeben wird, wird das Eiserne Kreuz als + geschrieben.

Die deutschen Luftstreitkräfte im Einsatz

Die Luftwaffe nimmt an allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr teil. Den größten Anteil daran haben die Lufttransportverbände und die Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung. Sie kümmern sich darum, dass Personal und Material der Bundeswehr und befreundeter Staaten verlegt werden. Außerdem stellen sie sicher, dass Verwundete evakuiert werden können. Auch die Objektschutztruppe ist in fast allen Gebieten im Einsatz.

Zusätzlich dazu übernehmen die Luftstreitkräfte die Aufgaben und Aufträge, zu denen sie befähigt sind. Das sind im Wesentlichen folgende:

Luftverteidigung

Die Lufthoheit über Deutschland sicherzustellen, gehört zu den Dauereinsatzaufgaben der Luftwaffe. In Zusammenarbeit mit den zivilen Kontrollstellen und den angrenzenden Staaten überwachen die Einsatzführungsverbände dafür den Luftraum. Tauchen Unregelmäßigkeiten auf oder verhält sich ein Flugzeug ungewöhnlich, erfolgt eine Meldung an den vorgesetzten Gefechtsstand. Daraufhin entscheidet er, wie weiter verfahren wird. Damit umgehend eine nähere Überprüfung möglich ist, sind rund um die Uhr je zwei Jagdflugzeuge in Wittmund und in Neuburg an der Donau in hoher Alarmbereitschaft. Bei Luftnotlagen können diese Jäger auch Unterstützung leisten.

An Programmen zur Überwachung des NATO-Luftraums waren deutsche Jagdverbände ebenfalls schon mehrfach beteiligt.

Lufttransport

Schon seit den 1960er-Jahren sind die deutschen Lufttransportverbände mit Transportflugzeugen und Hubschraubern weltweit an Einsätzen zur humanitären Hilfe und zur Katastrophenhilfe beteiligt. Kräfte des Lufttransports leisten aber auch Amtshilfe und beteiligen sich an der direkten Unterstützung deutscher Staatsbürger. Bei Sturmfluten und Unwetterkatastrophen beispielsweise können die Hubschrauber eingesetzt werden, bei Wald- und Flächenbränden Löschflugzeuge.

Aufklärung und Kampfeinsätze

Im Rahmen von Amtshilfe kann die Luftwaffe Behörden unterstützen, wenn zum Beispiel vermisste Personen gesucht werden oder Hilfe bei schweren Unglücken und Katastrophen benötigt wird. Aufklärungsflugzeuge des Typs Tornado wurden für verschiedene Missionen entsendet, darunter etwa IFOR, SFOR, KFOR und ISAF.

An Kampfeinsätzen war und ist die Luftwaffe ebenfalls beteiligt. Dabei werden teils Jagdgeschwader abkommandiert. Manchmal werden aber auch sogenannte Austauschoffiziere entsendet. Austauschoffiziere sind Offiziere, die ihren Dienst für einen bestimmten Zeitraum bei den Streitkräften eines Verbündeten versehen.

Und nun?

Wir hoffen, wir konnten Dir einen ersten Eindruck von der Bundeswehr Luftwaffe verschaffen. Auf der offiziellen Internetseite der Luftwaffe findest Du weitere Informationen, Zahlen und Daten, aktuelle Nachrichten und auch Erfahrungsberichte von Soldaten. Auf der Karriereseite der Bundeswehr wiederum kannst Du Dich über die verschiedenen Berufe bei der Luftwaffe und die Voraussetzungen, die Du dafür jeweils mitbringen musst, informieren. Und wenn Du Dich dafür entscheidest, Dich zu bewerben, schau Dich auf unserer Seite um. Wir liefern Dir Infos und Tipps zu allen wichtigen Themen – vom Einstellungstest über die Ausbildung bis zu den Dienstgraden der Bundeswehr.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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