Bundeswehr Eignungsfeststellung: Nicht jeder packt es

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zur Bundeswehr Eignungsfeststellung

Passt Du zum Bund? Das zeigt sich bei Bundeswehr Eignungsfeststellung.

Die Bundeswehr gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Gut 250.000 Soldaten und zivile Mitarbeiter gehören ihr an. Gleichzeitig bietet der Bund eine riesige Auswahl an Berufen. Über 1.000 verschiedene Tätigkeiten an Land, zu Wasser und in der Luft sind vertreten. Die Chancen, dass da das Richtige für Dich dabei ist, sind also ziemlich groß. Zumal Du Dich entscheiden kannst: Soll es eine Ausbildung oder ein Studium werden? Willst Du freiwilligen Wehrdienst leisten? Oder steigst Du als Profi mit abgeschlossener Berufsausbildung ein?

Doch so gut das alles klingt – eine Hürde musst Du erst einmal nehmen. Du musst nämlich den Einstellungstest bestehen!

Bundeswehr Eignungsfeststellung

Durch die Einberufung von jungen Männern zum Wehrdienst konnten die Streitkräfte zumindest einen Teil ihres Bedarfs decken. Doch seit die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt ist, muss die Bundeswehr genauso um Fachkräfte werben wie jeder andere Arbeitgeber auch. Und in einigen Bereichen sucht sie dringend Nachwuchs. Bei den technischen Berufen und im IT-Bereich ist das zum Beispiel so.

Trotzdem kann der Bund nicht jeden interessierten Bewerber einstellen. Denn die Anforderungen und Herausforderungen im Dienst sind hoch. Das gilt vor Ort und viel mehr noch bei Einsätzen im Ausland. Am Ende muss deshalb das Gesamtpaket stimmen. Dazu gehören Fachwissen und intellektuelle Fähigkeiten genauso wie körperliche Fitness, eine gute Gesundheit und ein starker Charakter. Ob Du dieses Gesamtpaket mitbringst, prüft die Bundeswehr durch ihren Einstellungstest. Und was Dich beim Eignungstest erwartet, verraten wir Dir in diesem Beitrag.

Ein Hinweis vorweg: Wie Du vielleicht schon festgestellt hast, gibt es bei der Bundeswehr jede Menge Abkürzungen. Eine davon lautet EUF. EUF steht für Eignungsuntersuchung und -feststellung. Damit ist letztlich nichts anderes als das Auswahlverfahren gemeint. Es setzt sich aus einer ärztlichen Untersuchung und weiteren Bausteinen zusammen.

Wie kann ich am Auswahlverfahren teilnehmen?

Wenn Du Dich für eine Karriere bei der Bundeswehr interessierst, musst Du Dich – wie überall – bewerben. Am besten schaust Du Dich dazu auf der Karriereseite um. Dort gibt es einen sogenannten Berufefinder. Er zeigt Dir an, welche Berufe und Laufbahnen für Dich möglich sind. Außerdem kannst Du Dir die Beschreibungen der Tätigkeiten durchlesen. Und Du siehst, welche Voraussetzungen Du mitbringen musst. Freie Stellen sind dort natürlich auch ausgeschrieben.

Genauso kannst Du Dich aber auch an die Karriereberatung wenden. Die Berater beantworten Dir Deine Fragen und versorgen Dich mit allen weiteren Informationen, die Du für Deine Bewerbung brauchst. Sie geben Dir außerdem die Bewerbungsunterlagen und nehmen später auch Deine Bewerbung entgehen.

Die andere Möglichkeit ist, dass Du Dir die Bewerbungsunterlagen online herunterlädst. Hast Du Deine Bewerbung zusammen, kannst Du sie als Online-Bewerbung über das Bewerbungsportal übermitteln. Oder Du schickst sie per E-Mail oder Post an die zuständige Stelle.

Die Bundeswehr schaut sich Deine Bewerbung daraufhin an. Erfüllst Du die formalen Voraussetzungen und konntest Du mit Deiner Bewerbung überzeugen, wirst Du zum Einstellungstest eingeladen.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Übrigens: Für die Laufbahn der Mannschaften, der Feldwebel und der Unteroffiziere kannst Du Dich das ganze Jahr über bewerben. Gleiches gilt, wenn Du freiwilligen Wehrdienst leisten willst. Möchtest Du hingegen Offizier werden oder strebst Du eine zivile Laufbahn an, musst Du die Bewerbungsfristen beachten. So muss Deine Bewerbung für die Offizierlaufbahn bis zum 1. März eines Jahres vorliegen. Die Einstellungstermine für die zivilen Berufe findest Du in den Stellenbeschreibungen.

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Wo findet die Eignungsfeststellung statt?

Wohin Dich die Bundeswehr zum Einstellungstest einlädt, hängt davon ab, ob Du als Soldat oder in Zivil für den Bund arbeiten willst. Und auch die Laufbahn spielt eine Rolle:

  • Strebst Du eine militärische Laufbahn an, nimmst Du in einem Karrierecenter mit Assessment am Eignungstest teil. Welches Karrierecenter es wird, richtet sich dann nach Deinem Wohnort. Denn jedem Bundesland ist ein Karrierecenter zugeordnet.
  • Möchtest Du Offizier werden, ist das Karrierecenter für Führungskräfte in Köln zuständig. Wo Du wohnst, spielt in diesem Fall keine Rolle.
  • Willst Du zur Marine, kümmert sich das Karrierecenter in Wilhelmshaven um Deine Eignungsfeststellung.
  • Bei einer Ausbildung im zivilen Bereich absolvierst Du den Aufnahmetest in einem Dienstleistungszentrum. Willst Du in den mittleren Dienst, lädt Dich ein Karrierecenter zum Einstellungstest ein. Und wenn es eine Karriere im gehobenen Dienst werden soll, ist das Karrierecenter für Führungskräfte für Deinen Test zuständig.

Das Auswahlverfahren dauert zweieinhalb Tage. In dieser Zeit kannst Du kostenfrei bei der Bundeswehr übernachten. Auch für Deine Verpflegung ist gesorgt. Und für die Anreise zur Kaserne bekommst Du einen Gutschein für eine Zugfahrkarte. Kosten fallen für Dich somit keine an.

Was kommt beim Bundeswehr Einstellungstest auf mich zu?

Bei der Eignungsfeststellung arbeitet die Bundeswehr mit standardisierten Testverfahren. Sie stellen sicher, dass alle Bewerber die gleichen Bedingungen haben. Die computergestützten Abläufe wiederum schließen Fehler bei der Durchführung und bei der Auswertung der Ergebnisse nahezu aus.

Bausteine Bundeswehr Eignungsfeststellung

Die Bundeswehr Eignungsfeststellung umfasst schriftliche, mündliche und praktische Testteile.

Obwohl sich das Auswahlverfahren aus grundlegenden Bausteinen zusammensetzt, sind die Einstellungstests trotzdem nicht absolut identisch. Denn je nach Beruf und Laufbahn unterscheiden sich die inhaltlichen Schwerpunkte voneinander. Ist aber eigentlich auch logisch. Schließlich sind etwa bei der Luftwaffe Physik und Technik eher gefragt, während bei der Verwaltung im öffentlichen Dienst gute Rechtschreibkenntnisse stärker ins Gewicht fallen.

Neben den Testinhalten kann auch die Reihenfolge der einzelnen Prüfungen verschieden sein. Zusammen mit Dir werden nämlich mehrere andere Bewerber zum Test eingeladen. Und damit die Wartezeiten nicht allzu groß werden, bilden die Bewerber kleine Gruppen. Zusammen mit Deiner Gruppe beginnst Du die Eignungsprüfung dann zum Beispiel mit dem CAT-Test. Währenddessen legt eine andere Bewerbergruppe mit dem Sporttest los und für wieder eine andere Bewerbergruppe geht es als erstes zur Untersuchung. Der Test selbst ändert sich dadurch aber nicht. Nur die Reihenfolge, in der Du die Stationen durchläufst, ist eben etwas anders.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.
Doch trotz der kleinen Unterschiede: Das Auswahlverfahren steht für alle Bewerber an. Ob militärische Laufbahn oder ziviler Bereich, ob freiwilliger Wehrdienst oder Studium und auch ob Mann oder Frau, ist egal.

CAT-Test

Eine Station beim Bundeswehr Eignungstest ist die Computer-Assistierte Testung oder kurz einfach CAT. Der CAT-Test ist ein Computertest, der sich aus verschiedenen Testverfahren zusammensetzt. Intelligenztests, Reaktions- und Konzentrationstests und auch ein psychologischer Test gehören dazu. Gleichzeitig bildet der CAT-Test den schriftlichen Teil vom Einstellungstest. Und das Ziel ist, Deine intellektuellen Fähigkeiten zu überprüfen.

Was den Umfang angeht, kann der Computertest unterschiedlich ausfallen. Je nach Laufbahn ist er nämlich mal kürzer und mal länger. Insgesamt dauert er aber zwischen zweieinhalb und vier Stunden. Doch keine Sorge: Zwischen den verschiedenen Abschnitten gibt es kleine Verschnaufpausen.

Die Inhalte

Wie erwähnt, hängen die Inhalte von dem Beruf ab, den Du ergreifen willst. Insgesamt solltest Du aber mit Fragen aus Bereichen rechnen wie:

  • Deutsch; hier vor allem Rechtschreibung
  • Mathe
  • Physik, Technik, Mechanik und Elektrotechnik
  • Chemie und Biologie
  • Allgemeinwissen; mit Politik, Gesellschaft und Geschichte als Schwerpunkte
  • Fachwissen zur Bundeswehr
  • logisches Denken
  • räumliches und visuelles Denkvermögen
  • Reaktionsschnelligkeit
  • Konzentrationsvermögen

Je nach Testabschnitt hast Du entweder pro Aufgabenblock oder pro Aufgabe ein bestimmtes Zeitlimit. Im ersten Fall kannst Du selbst entscheiden, wie lange Du Dir mit Deiner Antwort Zeit lässt. Du musst dann nur den jeweiligen Testabschnitt in einem gewissen Zeitfenster durchgearbeitet haben. In anderen Abschnitten hast Du für jede Frage nur ein paar Sekunden Zeit. Danach verschwindet die Frage und die nächste Aufgabe wird eingeblendet.

Die Aufgaben werden als Multiple-Choice-Aufgaben gestellt. Das heißt: Zu jeder Frage werden Dir mehrere Antwortmöglichkeiten genannt. Meist sind es vier Antworten. Und Du musst die richtige Lösung daraus auswählen. Dass Du eigene Antworten formulierst, sieht der CAT-Test nicht vor.

Das adaptive Testverfahren

Eine Besonderheit beim CAT-Test ist, dass ein adaptives Testverfahren angewendet wird. Adaptiv bedeutet, dass sich die Fragen an Deine individuellen Fähigkeiten anpassen. Und zwar so: Antwortest Du richtig, wird die nächste Frage ein bisschen schwerer. Gibst Du eine falsche Antwort, folgt eine etwas leichtere Frage. Dieses Verfahren ermöglicht der Bundeswehr, Deine Fähigkeiten recht schnell und ziemlich genau einzuordnen.

Der psychologische Test

Ein weiterer Aufgabentyp beim PC-Test ist das Fragebogenverfahren. Hier werden Dir Aussagen genannt. So eine Aussage kann zum Beispiel „Ich finde schnell Anschluss.“ lauten. Deine Aufgabe ist, einzuordnen, wie sehr Du der Aussage zustimmst. Dazu hast Du eine Skala mit mehreren Abstufungen. Sie gehen von „Ich stimme vollkommen zu.“ über „Teil, teils“ bis „Das trifft überhaupt nicht zu.“

Natürlich gibt es bei diesen Aufgaben keine richtigen oder falschen Antworten. Die Bundeswehr verfolgt vielmehr die Absicht, etwas über Deinen Charakter und Dich als Mensch zu erfahren. Und am besten ist, wenn Du ehrlich und spontan antwortest.

Sporttest

Für den Dienst bei den Streitkräften musst Du fit sein – im Kopf genauso wie körperlich. Wie es um Deine körperliche Fitness steht, prüft die Bundeswehr durch den Sporttest. Bei diesem Sporttest handelt es sich um den Basis Fitness Test der Personalgewinnung. Und er umfasst drei Disziplinen.

1. 11 x 10-Meter-Sprinttest

Beim Sprinttest geht es um Deine Schnelligkeit und Deine Koordination. Du startest nämlich bäuchlings liegend von einer Gymnastikmatte. Auf Startkommando richtest Du Dich so schnell wie möglich auf, rennst zur zehn Meter entfernten Pylone, läufst um die Pylone herum und kehrst zur Matte zurück. Dort legst Du Dich wieder auf den Bauch und klatschst Deine Hände auf dem Rücken zusammen. Dann startest Du die nächste Runde. Und das Ganze wiederholst Du noch vier Mal. Wenn Du insgesamt fünf Runden gedreht hast, folgt der Endspurt. Nach dem sechsten Aufstehen sprintest Du nämlich ein letztes Mal bis zur Pylone. Dort stoppt der Prüfer Deine Zeit.

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  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
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  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
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  • Detaillierte Auswertung
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Um den Sprinttest zu bestehen, musst Du die fünfeinhalb Runden in unter einer Minute laufen. Das ist die Mindestanforderung. Bist Du schneller, bekommst Du natürlich mehr Punkte.

2. Klimmhang-Test

An der zweiten Station steht Deine Kraft auf dem Prüfstand. Hier gehst Du an einer Reckstange in die Endposition von einem klassischen Klimmzug. Und diese Position hältst Du so lange wie möglich.

Als Vorgabe gilt, dass Du mindestens fünf Sekunden lang im Klimmhang verharren musst. Dabei läuft Deine Zeit solange, wie Dein Kinn oberhalb der Stange ist. Erst wenn Dein Kinn unter die Reckstange absinkt, endet die Übung. Und je später das ist, desto besser ist Deine Wertung.

3. 3.000-Meter-Fahrrad-Ergometer-Test

Die dritte Station testet Deine Kondition. Denn hier sitzt Du auf dem Fahrradergometer und radelst drei Kilometer. Und für diese Strecke hast Du höchstens 6:30 Minuten.

Der Richtwert ist, dass Du bei einem Widerstand von 130 Watt und mit 80 Umdrehungen pro Minute in die Pedale trittst. Bei diesen Werten kommst Du nach sechseinhalb Minuten ins Ziel. Allerdings kannst Du die Wattzahl individuell einstellen. Erhöhst Du den Widerstand, legst Du mit jeder Umdrehung mehr Meter zurück. Dafür wird es aber auch anstrengender. Stellst Du den Widerstand kleiner ein, musst Du sehr viel schneller in die Pedale treten. Sonst reicht Dir die Zeit nicht.

Mit dem Fahrradergometer-Test hast Du den Sporttest hinter Dir. Es sei denn, Du bewirbst Dich bei der Feuerwehr. Dann kommt nämlich noch eine Übung dazu. Als Test für Dein Gleichgewicht und Deine Trittsicherheit musst Du bei dieser Übung über einen Schwebebalken laufen. Am anderen Ende drehst Du um, gehst zurück, machst drei Schritte rückwärts und springst runter. Und das Ganze in höchstens 31 Sekunden.

Noch etwas: Früher gab es den Physical Fitness Test, kurz PFT. Er wurde aber 2014 durch den Basis Fitness Test abgelöst. Den PFT gibt es also nicht mehr – der Bundeswehr Sporttest ist jetzt der BFT!

Übrigens:

Der Basis Fitness Test (BFT) wird Dir regelmäßig begegnen. Am Anfang und am Ende der Grundausbildung zum Beispiel. Und während Deiner Dienstzeit als Soldat dann einmal pro Jahr. Bundeswehrsoldaten müssen nämlich jährlich ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihre individuellen Grundfähigkeiten nachweisen. Ein Bestandteil dabei ist der BFT. Allerdings umfasst er als dritte Station keinen Fahrradergometer-Test, sondern einen 1.000-Meter-Lauf.

Vorstellungsgespräch

Zum Bundeswehr Einstellungstest gehört auch ein Interview. Es ist eine Mischung aus klassischem Bewerbungsgespräch und psychologischem Gespräch. Aber keine Angst: Das klingt schlimmer, als es ist! Das Interview führst Du meist mit einem Psychologen und einem Offizier. Das Ziel ist, Dich als Person besser kennenzulernen. Außerdem wollen die Prüfer das, was sie durch Deine Bewerbungsunterlagen und Deine bisherigen Testergebnisse über Dich wissen, richtig einordnen. Doch das klappt nur, wenn Du offen und ehrlich antwortest. Deshalb werden die Prüfer versuchen, Dir die Anspannung zu nehmen und eine ziemlich lockere, nette Atmosphäre zu schaffen.

Die Fragen, die Dich erwarten, sind die typischen Fragen von Vorstellungsgesprächen. Die Prüfer werden Dich bitten, Dich kurz vorzustellen. Außerdem werden sie Dich zu Deinem Werdegang befragen. Daneben solltest Du unter anderem auf solche Fragen gefasst sein:

  • Warum wollen Sie zur Bundeswehr?
  • Weshalb ist Ihre Wahl ausgerechnet auf diese Teilstreitkraft, Laufbahn und Tätigkeit gefallen?
  • Wie stellen Sie sich Ihre Karriere bei uns vor?
  • Was sehen Sie als Ihre größten Stärken? Und worin liegen Ihre Schwächen?
  • Wie steht Ihr Umfeld zu Ihren beruflichen Plänen?
  • Ist Ihnen bewusst, dass Sie im Ausland eingesetzt werden können? Und dass Sie bei einem Auslandseinsatz Ihr Leben aufs Spiel setzen?

Zusätzlich dazu werden die Prüfer auf ein paar Antworten zu sprechen kommen, die Du beim CAT-Test gegeben hast.

Ärztliche Untersuchung

Ob Du die gesundheitliche Eignung für den Dienst bei den Streitkräften mitbringst, zeigt sich bei der medizinischen Eignungsuntersuchung. Heute kommst Du zwar freiwillig zum Bund. Und es geht nicht mehr darum, vielleicht ein bisschen zu tricksen, damit Du statt Wehrdienst Zivildienst machen kannst. Aber die Untersuchung läuft ähnlich wie damals die Musterung. Du hast nämlich verschiedene Tests vor Dir. Einen Seh-, einen Hör- und einen Drogentest zum Beispiel. Außerdem wirst Du gemessen und gewogen. Der Arzt prüft Deine Gelenke, schaut sich Deine Körperhaltung an und testet Deine Reflexe. Ein Gespräch gehört natürlich auch dazu.

Ingesamt geht es bei der Musterung um zwei Dinge. Zum einen kontrolliert der ärztliche Dienst Deine körperliche und psychische Gesundheit im Allgemeinen. Zum anderen achtet der Arzt auf die Anforderungen, die Du speziell für Deine gewünschte Verwendung brauchst.

Gibt es nichts zu bestanden, bekommst Du grünes Licht. Genauso kann der Bundeswehr-Arzt aber feststellen, dass Du für bestimmte Tätigkeiten nicht geeignet bist. Solange Dein Tauglichkeitsgrad bei T2 bleibt, ist das kein Problem. Denkbar ist auch, dass Du T4 gemustert wirst. Das ist der Fall, wenn bei Dir kleinere Einschränkungen vorliegen. Und wenn es sich dabei um Krankheiten handelt, die behoben werden können oder ausheilen müssen. Nach einiger Zeit wird dann die medizinische Untersuchung nochmal durchgeführt.

Schlimmstenfalls stellt der Arzt fest, dass eine militärische Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen für Dich tabu ist. Aber auch wenn Du ausgemustert wirst, muss das nicht das Aus für Dich sein. Denn vielleicht kannst Du noch im zivilen Bereich unterkommen.

Gruppensituation mit Kurzvortrag

Hast Du Dich für die Offiziers- oder Feldwebellaufbahn beworben, gehört zu Deinem Auswahlverfahren auch ein mündlicher Testteil. Als Bewerber im zivilen Bereich ist das ebenfalls so. Der mündliche Test beinhaltet eine Gruppensituation. Du musst dabei zusammen mit anderen Bewerbern zwei oder drei Aufgaben bearbeiten.

Ein Klassiker hier ist, dass euch folgende Situation genannt wird: Ihr habt Karten für eine Veranstaltung bekommen. Allerdings sind es nur drei Karten, obwohl ihr zu Viert seid. Die Aufgabe ist nun, zu entscheiden, wer nicht mitgeht. Daneben müsst ihr meist ein bestimmtes Thema ausdiskutieren. Dabei weisen Dir die Prüfer die Rolle des Befürworters oder des Kritikers zu.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Musterung Test: Bist du bereit hierfür?

Bei den Gruppenaufgaben möchte die Bundeswehr sehen, wie Du mit anderen zusammenarbeitest. Und wie Du Dich in einer Gruppe verhältst. Beteilige Dich deshalb aktiv an den Gesprächen. Bringe Deine Vorschläge ein und treffe Entscheidungen. Aber benimm Dich ordentlich, bleibe fair und zeige, dass Du Teamgeist hast.

Den Abschluss der Gruppensituation bildet ein Kurzvortrag. Dazu wird Dir ein Thema genannt und Du kannst Dich kurz vorbereiten. Dann hältst Du Deine Rede.

Studienberatung

Als angehender Offizier bekommst Du eine Studienberatung. Bei diesem Gespräch geht es letztlich darum, Deine Wünsche mit dem Personalbedarf und den freien Studienplätzen unter einen Hut zu bekommen. Der Berater wird dazu erst einmal Deine Vorstellungen abfragen und mit Deiner Eignung abgleichen. Anschließend wird er Dir sagen, ob Dein Wunschstudium möglich ist. Und er wird Dir passende Alternativen aufzeigen.

5 Tipps für Deine Vorbereitung auf die Bundeswehr Eignungsfeststellung

Zweifelsohne wird der Einstellungstest kein Spaziergang. Schließlich sind die Inhalte an sich schon anspruchsvoll. Dazu kommt die besondere Situation, in der Du steckst: Wenn Du Dich nicht gerade als Wiedereinsteller bewirbst, wirst Du vermutlich noch nie in einer Kaserne gewohnt haben. Vielleicht ist es auch das erste Mal, dass Du an einem Assessment-Center teilnimmst. Und weil es um Deine berufliche Zukunft geht, bleibt sicher auch eine gewisse Anspannung nicht aus. Doch mit einer guten Vorbereitung ist die Bundeswehr Eignungsfeststellung durchaus zu schaffen. Und für Deine Vorbereitung möchten wir Dir folgende Tipps ans Herz legen:

1. Tipp: Löse Übungsaufgaben.

Für den CAT-Test kannst Du gut üben. Auf der Webseite der Bundeswehr findest Du zum Beispiel einen Assessment-Trainer. Er vermittelt Dir einen ersten Eindruck von den Aufgaben. Auf unserer Seite haben wir ebenfalls jede Menge Informationen für Dich vorbereitet. Wir erklären Dir die Abläufe, geben Dir Tipps und zeigen Dir anhand von Beispielaufgaben, worauf es ankommt. Klar haben wir auch Übungsaufgaben für Dich. Neben den kostenlosen Online-Tests bieten wir Dir außerdem kostenpflichtige Testpakete an. Sie sind umfangreicher und werden regelmäßig aktualisiert. Zudem bekommst Du ein Feedback, damit Du einschätzen kannst, wo Du stehst.

Im Handel sind Bücher zu diesem Thema erhältlich. Du solltest aber darauf achten, dass es sich um Literatur für den Bundeswehr-Einstellungstest handelt. Denn viele Ratgeber behandeln die Auswahlverfahren von Polizei, Feuerwehr und Zoll. Sie sind zwar ähnlich, aber eben nicht gleich.

2. Tipp: Trainiere gezielt für den Sporttest.

Deine körperliche Verfassung kannst Du durch ein vernünftiges Training auf Vordermann bringen. Ein regelmäßiges Lauftraining schafft eine gute Basis, um Deine Ausdauer zu verbessern. Optimal ist, wenn Du das Laufen durch Schwimmen und Radfahren ergänzt. So beziehst Du nämlich alle Muskelgruppen mit ein.

Durch ein Intervalltraining mit Sprints, Seilspringen und Strecksprüngen aus der Bauchlage kannst Du Deine Schnelligkeit und Deine Geschicklichkeit steigern. Klimmzüge, Sit-ups und Liegestütze wiederum kräftigen Deine Muskulatur.

Aber übertreibe es nicht! Es bringt nichts, wenn Du wenige Tage vor dem Test anfängst und dann wie wild trainierst. Dein Körper braucht Pausen dazwischen. Fange also lieber früher an und lege trainingsfreie Tage ein. Diese kannst Du nutzen, um Dich um die anderen Testteile zu kümmern.

3. Tipp: Informiere Dich über die Bundeswehr.

Sehr wichtig ist, dass Du Dich über die Bundeswehr informierst. Was sind ihre Aufgaben? Wie ist der Bund organisiert? Wo sind Soldaten im Einsatz? Was zeichnet Deine Laufbahn aus? Solche Fragen musst Du beantworten können. Anders wird es Dir nicht gelingen, die Prüfer davon zu überzeugen, dass Du wirklich zum Bund willst. Und die Erfahrung zeigt, dass die Prüfer nicht begeistert sind, wenn sie den Eindruck haben, dass Du die Sache nicht sehr ernst nimmst.

4. Tipp: Halte Dich über das aktuelle Zeitgeschehen auf dem Laufenden.

In der Zeit vor Deiner Testteilnahme solltest Du Dich über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden halten. Wichtige Ereignisse in Deutschland und weltweit sind nämlich regelmäßig auch beim Einstellungstest Thema. Lies also die Zeitung, schau Nachrichten oder informiere Dich online.

5. Tipp: Mache Dich nicht verrückt.

Der wichtigste Tipp ist: Bleib locker! Natürlich ist der Bundeswehr Einstellungstest anspruchsvoll. Aber die Bundeswehr will Dich damit weder ärgern noch quälen. Das Ziel ist, herauszufinden, ob Du persönlich, charakterlich und körperlich für die Aufgaben bei den Streitkräften geeignet bist. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Was ist, wenn ich den Einstellungstest nicht bestanden habe?

Hast Du den Eignungstest in allen Teilen bestanden, geht es für Dich direkt nach der letzten Prüfung zur Einplanung. Der Mitarbeiter in der Einplanungsstelle hat Deine Testergebnisse vor sich. Er sieht also, wie Du beim CAT-Test abgeschnitten hast, wie die Beurteilung vom ärztlichen Dienst aussieht und wie der Psychologe Dich einschätzt. Diese Ergebnisse gleicht er mit Deinen Wünschen und dem bestehenden Bedarf ab. Auf dieser Basis schlägt er Dir eine Verwendung vor. Bist Du mit dem Angebot einverstanden, hast Du Deine Zusage in der Tasche.

Das setzt aber voraus, dass Du den Einstellungstest tatsächlich bestanden hast. Bist Du an einem Testteil gescheitert, bist Du damit gleichzeitig durch den kompletten Eignungstest durchgefallen. Und dann kannst Du nicht eingestellt werden. In diesem Fall kommst Du erst gar nicht zum Einplaner, sondern scheidest schon vorher aus dem laufenden Verfahren aus.

Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn Du nur beim Sporttest nicht erfolgreich warst, kannst Du diesen Teil innerhalb von sechs Monaten wiederholen.

Doch Kopf hoch! Längst nicht jeder schafft den Einstellungstest im ersten Anlauf. Und es spricht nichts dagegen, dass Du Dich nochmal mit einem Karriereberater zusammensetzt und Dich neu bewirbst. Beim zweiten Mal wird es dann auch einfacher. Denn Du weißt ja schon, wie der Bundeswehrtest abläuft – und was Du besser machen musst.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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