Bundeswehr öffentlicher Dienst: Das spricht für den Job

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zu Bundeswehr öffentlicher Dienst

Auch beim Bund kannst Du Beamter werden.

Wenn vom öffentlichen Dienst die Rede ist, wirst Du vermutlich im ersten Moment an Beamte denken. Und wenn es um die Bundeswehr geht, werden Dir wahrscheinlich als erstes Soldaten einfallen. Wie also gehen Bundeswehr und öffentlicher Dienst zusammen?

Nun, zum einen arbeitest Du als Angehöriger der Bundeswehr in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. Zum anderen kannst Du auch beim Bund in die Beamtenlaufbahn einsteigen. Wie das geht und warum sich das für Dich lohnen kann, erfährst Du in diesem Beitrag.

Eignungsauswahlverfahren als Online Training für die Bundeswehr

Die Bundeswehr ist das Herzstück der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Doch die Soldatinnen und Soldaten könnten ihren Auftrag alleine nicht erfüllen. Vielmehr sind sie auf die Unterstützung der zivilen Mitarbeiter der Verwaltung angewiesen. Immerhin ist die Bundeswehrverwaltung diejenige, die die Streitkräfte ausrüstet und die verschiedensten Dienstleistungen für die Truppe erbringt. Und nebenbei zählt die Verwaltung der Bundeswehr zu den größten zivilen Arbeitgebern in Deutschland.

Wenn Du Dich für eine zivile Laufbahn in der Verwaltung entscheidest, hast Du nicht nur die Aussicht auf einen abwechslungsreichen Job und einen sicheren Arbeitsplatz mit guter Bezahlung. Sondern Du kannst Dich beruflich weiterentwickeln und Beamter auf Lebenszeit werden. So verbindest Du also einen Job im öffentlichen Dienst mit der Tätigkeit als Beamter bei den Streitkräften – und das ohne in eine Uniform schlüpfen zu müssen.

Was bedeutet Öffentlicher Dienst eigentlich genau?

Der öffentliche Dienst wird umgangssprachlich auch Staatsdienst genannt. Gemeint ist damit der Tätigkeitsbereich, in dem Beamte arbeiten. In erster Linie ist das die öffentliche Verwaltung. Behören und Ämter in den Ländern und den Kommunen und andere öffentliche Arbeitgeber wie die Polizei zählen dazu.

Aber es gibt noch weitere Personen, die im öffentlichen Dienst tätig sind. Dazu zählen zum einen Tarifbeschäftigte wie beispielsweise Angestellte bei öffentlich-rechtlichen Einrichtungen und Stiftungen. Zum anderen gehören Leute dazu, die wegen öffentlichen Rechts im Dienst des Staates stehen. In dieser Gruppe sind zum Beispiel Rechtsreferendare und Richter, aber auch Soldaten vertreten. Und was in der freien Wirtschaft als Arbeitsverhältnis bezeichnet wird, nennt sich im öffentlichen Dienst Dienstverhältnis.

Habe ich als Soldat Beamtenstatus?

Als Soldatin oder Soldat stehst Du zwar in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. Und Deine Besoldung basiert auf den gleichen Grundlagen wie das Gehalt von Beamten. Trotzdem bist Du kein Beamter. Sondern Du bist eben Soldat. Deshalb gelten für Dich auch nicht die Regelungen aus den Beamtengesetzen. Stattdessen unterliegt Dein Status dem Soldatengesetz.

Tipp: Wenn Du Verträge wie beispielsweise Versicherungen abschließt, wirst Du meist nach Deinem Beruf gefragt. Für Beamte und Beschäftigte im öffentlichen Dienst gibt es oft Vergünstigungen oder Sondertarife. Allerdings ist die Einstufung unterschiedlich. So gibt es Unternehmen, bei denen Du als Soldat in den Beamtentarif eingruppiert wirst. Bei anderen Unternehmen hingegen bekommst Du den günstigeren Tarif nicht. Frag also ruhig nach!

Was Du zur Bundeswehrverwaltung wissen solltest

Ob und wie leistungsfähig Streitkräfte sind, steht und fällt mit ihrer Ausstattung. Und die Ausrüstung schließt alles mit ein: qualifiziertes Personal, moderne Kasernen, Krankenhäuser, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, funktionsfähige Militärfahrzeuge und Waffensysteme bis hin zu innovativen Kommunikations- und IT-Systemen.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Ist der Bundeswehr Einstellungstest schwer? Ja, aber lösbar
Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Bei der Verwaltung der Bundeswehr kümmern sich rund 67.000 Arbeitnehmer und Beamte darum, dass die Bundeswehr als Großorganisation auf die Ausstattung zurückgreifen kann, die sie für ihre Missionen im Inland und bei Auslandseinsätzen braucht. Dabei gibt es bei der Bundeswehrverwaltung drei verschiedene Laufbahngruppen, nämlich die Laufbahnen im

  • mittleren Dienst,
  • gehobenen Dienst und
  • höheren Dienst.

In allen drei Laufbahnen stehen viele verschiedene technische und nichttechnische Berufe zur Auswahl. Welche Laufbahn für Dich in Frage kommt, hängt davon ab, welchen Bildungsabschluss Du mitbringst. Dazu später mehr.

Drei zentrale Bereiche

Die Verwaltung der Bundeswehr setzt sich aus drei zentralen Bereichen zusammen:

1. Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung, kurz AIN

Der Bereich AIN ist für die technische Ausstattung der Streitkräfte zuständig. Dabei schließt sein Aufgabenbereich tatsächlich die komplette Technik ein, angefangen bei der IT bis hin zu den Waffensystemen. Das Bundesamt, das zu diesem Bereich gehört, ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, kurz BAAINBw.

2. Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen, kurz IUD

Zum Aufgabenbereich des IUD gehören zum Beispiel das Management der Bundeswehrgebäude und die Themen Finanzen und Controlling. Außerdem ist der IUD für gesetzliche Schutzaufgaben zuständig, etwa im Zusammenhang mit dem Arbeits-, dem Brand- und dem Umweltschutz. Geführt wird der Bereich vom Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, kurz BAIUDBw.

3. Personal, kurz P

Alles, was mit der Gewinnung und dem Management von Personal in der gesamten Bundeswehr zu tun hat, fällt in die Zuständigkeit des Bereichs Personal. Gesteuert wird dieser Bereich vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, kurz BAPersBw.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Die Rechtspflege und die Militärseelsorge

Zwei weitere zivile Bereiche der Bundeswehr sind die Rechtspflege und die Militärseelsorge. Mitarbeiter der Rechtspflege vermitteln juristisches Wissen und leisten einen Beitrag zu einem festen Bewusstsein für Recht und Ordnung. Außerdem beraten sie militärische Vorgesetzte in Rechtsfragen. In ihrer Funktion als Anwälte für Wehrdisziplin vertreten sie militärische Behörden, wenn Disziplinarverfahren vor Gericht geführt werden. Dabei stellen unabhängige Truppendienstgerichte den Rechtsschutz sicher. Sie sind es auch, die die Entscheidungen bei gerichtlichen Disziplinarverfahren fällen.

Bei der Militärseelsorge handelt es sich um einen Dienst der katholischen und evangelischen Kirchen. Soldaten und Bundeswehrangehörige können den Dienst in Anspruch nehmen, wenn sie Unterstützung bei religiösen und ethischen Fragen brauchen. Aber selbstverständlich können auch Soldaten auf die seelsorgerische Betreuung zurückgreifen, wenn sie einen anderen Glauben haben.

Bundesweit aufgestellt

Mit den drei Bundesämtern und einem dichten Netz aus Dienststellen ist die Bundeswehrverwaltung bundesweit vertreten. Die Verwaltung und die Streitkräfte arbeiten eng zusammen. Aus diesem Grund ist an jeden militärischen Standort in aller Regel auch eine zivile Dienststelle angegliedert. Zusätzlich dazu gibt es Standorte, die überwiegend zivil sind. Weitere Arbeitsplätze für Mitarbeiter der Verwaltung finden sich in Ämtern und in Lehr- und Forschungseinrichtungen.

Wie werde ich Beamter bei der Bundeswehr?

Wie erwähnt, gibt es beim Bund drei verschiedene Laufbahngruppen. Welche Jobs Du übernehmen kannst und welche Position Du dabei hast, richtet sich nach Deiner Laufbahn.

Der mittlere Dienst

Beamte im mittleren Dienst sind eine wichtige Stütze für die Bundeswehrverwaltung. Sie bringen ihr Wissen und Können in viele verschiedene Zivilberufe ein, zum Beispiel als Facharbeiter, Techniker oder Meister. Je nachdem, welchen Job Du anstrebst, brauchst Du deshalb entweder einen Realschulabschluss oder den Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Die allgemeinen Kenntnisse und das Fachwissen, das Du für Deinen Beruf im mittleren Dienst brauchst, eignest Du Dir in einer fundierten Ausbildung an. Die Ausbildung umfasst sowohl theoretische als auch praktische Inhalte. So nimmst Du beispielsweise an Lehrgängen in Ausbildungsstellen und am Bildungszentrum der Bundeswehr teil. Daneben besuchst Du Seminare zu Themen wie Technik oder Fremdsprachen und absolvierst Praktika.

Entscheidest Du Dich für den technischen Dienst, arbeitest Du in erster Linie im Bereich der Rüstungs- und Wehrtechnik. Genauso kannst Du aber auch bei militärischen Einheiten tätig werden. Im nichttechnischen Verwaltungsdienst übernimmst Du hauptsächlich klassische Büro- und Verwaltungsaufgaben. Doch dabei hast Du eine Vielzahl von Berufen und Bereichen zur Auswahl, angefangen beim Gebäudemanagement über das Personalwesen bis hin zur IT-Sicherheit. Außerdem kannst Du als Beamter im mittleren Dienst in der Wetterbeobachtung, im naturwissenschaftlichen Dienst, bei der Feuerwehr und in der fernmelde- und elektronischen Aufklärung arbeiten.

Der gehobene Dienst

Beamte im gehobenen Dienst der Bundeswehrverwaltung bilden die mittlere Führungsebene. Aus diesem Grund brauchst Du in dieser Laufbahn entweder Fachabitur oder ein abgeschlossenes Studium mit dem Abschluss als Bachelor. Dabei kannst Du Dein Studium auch bei der Bundeswehr machen.

Weil Du im gehobenen Dienst verantwortungsvolle Aufgaben übernimmst, absolvierst Du beim Bund eine Laufbahnausbildung. Sie beinhaltet theoretische und praktische Anteile. So lernst Du neben Fachkenntnissen für Deinen Beruf auch die Besonderheiten, die speziell für eine Tätigkeit in der Bundeswehrverwaltung eine Rolle spielen.

Fertig ausgebildet, kannst Du im technischen Dienst dann als Ingenieur im Bereich der Rüstungs- und Wehrtechnik arbeiten. Entscheidest Du Dich für den nichttechnischen Dienst, hast Du als Diplom-Verwaltungswirt viele verschiedene Aufgaben zur Auswahl. So kannst Du zum Beispiel im Personalwesen, im Controlling, im Umweltschutz oder im IT-Bereich durchstarten. Feuerwehrmann, Meteorologe oder Beamter der fernmelde- und elektronischen Aufklärung des Bundes sind weitere Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der höhere Dienst

Beamte im höheren Dienst gehören zum Führungspersonal der Bundeswehr. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium zählt deshalb zu den Voraussetzungen. Um Dich für Deine künftigen Aufgaben fit zu machen, durchläufst Du beim Bund entweder ein Trainee-Programm oder eine umfangreiche Einführung. Dabei erwirbst Du Fachwissen und arbeitest an Deinen Führungsqualitäten. Fremdsprachenunterricht und Praktika runden Deine Ausbildung ab.

Im technischen Dienst arbeitest Du anschließend als Ingenieur. Oder Du übernimmst Leitungsaufgaben, wenn Du den nichttechnischen Dienst wählst. Daneben kannst Du als Jurist in der Rechtsberatung, im meteorologischen Dienst, im sprach- und kulturwissenschaftlichen Dienst oder als Psychologe tätig werden.

Vorbereitungsdienst …

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie Du in die Beamtenlaufbahn einsteigen kannst. Die erste Möglichkeit ist der sogenannte Vorbereitungsdienst. Je nach Laufbahn und Dienstbereich dauert er zwischen zwölf Monaten und zwei Jahren. In dieser Zeit machst Du Deine Laufbahnausbildung. Dabei erweiterst Du Dein Fachwissen aus der Berufsausbildung um die Inhalte, die speziell für Deine Laufbahn von Bedeutung sind. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legst Du die Laufbahnprüfung ab. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Hast Du die Laufbahnprüfung bestanden, bist Du Beamter auf Probe.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Studiengänge: Deine Möglichkeiten

Je nachdem, wie Du Dich schlägst, kannst Du innerhalb Deiner Laufbahn aufsteigen. Damit ändert sich nicht nur Dein Dienstgrad. Sondern mit der höheren Position wirst Du auch in eine höhere Besoldungsgruppe eingeordnet. Du verdienst also mehr Geld. Bei entsprechender Eignung und sehr guten Leistungen ist sogar ein Wechsel in eine höhere Laufbahn möglich.

Beamter auf Probe bleibst Du drei Jahre lang. Unter bestimmten Bedingungen kann die Probezeit jedoch verkürzt werden. Das ist etwa der Fall, wenn Du während Deiner Berufstätigkeit Weiterbildungen absolvierst und Schulungen besuchst. Hast Du Deine Probezeit erfolgreich hinter Dich gebracht, wirst Du jedenfalls zum Beamten auf Lebenszeit ernannt.

… oder Direkteinstieg

Die andere Möglichkeit ist ein Direkteinstieg. Er setzt voraus, dass Du neben dem geforderten Schulabschluss auch eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung mitbringst. Und das in einem Beruf, der mit Deiner angestrebten Position verwandt ist. Die Bundeswehr spricht in diesem Zusammenhang von einer Ausbildung und Berufspraxis in einem förderlichen Beruf. Möchtest Du beispielsweise in den mittleren nichttechnischen Dienst, wäre eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter oder Fachangestellter für Bürokommunikation förderlich.

Bei einem Direkteinstieg fällt der Vorbereitungsdienst weg. Stattdessen startest Du gleich in der Beamtenlaufbahn durch. Allerdings ist ein Direkteinstieg nicht in allen Laufbahnen und Dienstbereichen möglich. Und auch die Zeit, in der Du nach der Ausbildung mindestens in Deinem erlernten Beruf gearbeitet haben musst, ist verschieden.

Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

Trainings-Center freischalten

 

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Damit Du in eine zivile Laufbahn eingestellt werden kannst, musst Du ein paar Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten Anforderungen haben wir für Dich aufgelistet:

  • Staatsangehörigkeit: Du hast die deutsche Staatsbürgerschaft.
  • Alter: Zu dem Zeitpunkt, an dem Du Deinen Vorbereitungsdienst abschließt, hast Du Deinen 50. Geburtstag noch nicht gefeiert. Willst Du zur Feuerwehr, liegt die Altersgrenze bei 40 Jahren.
  • Bildungsabschluss: Du bringst den Schul- oder Berufsabschluss mit, den Du für Deine angestrebte Laufbahn brauchst. Je nach Dienst kann das vom Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung bis zum Hochschulabschluss gehen.
  • Versetzungsbereitschaft: Du hast kein Problem damit, dass Du bundesweit an den Dienststellen der Verwaltung und der Streitkräfte eingesetzt werden kannst. Neben befristeten Einsätzen kann das für Dich auch bedeuten, dass Du nach einer Versetzung umziehen musst.
  • Bereitschaft zu Auslandseinsätzen: Du bist grundsätzlich dazu bereit, Dich freiwillig an Auslandseinsätzen der Bundeswehr zu beteiligen. Einsätze im Ausland sind immer berufsbezogen. Allerdings ist möglich, dass Du dafür vorübergehend Soldatenstatus hast.
  • Persönliches: Was die persönlichen Eigenschaften angeht, so solltest Du Leistungsbereitschaft, Lernwillen und Motivation mitbringen. Ein ausgeprägter Teamgeist und Flexibilität sind ebenfalls wichtig. Außerdem solltest Du strukturiert arbeiten, verantwortungsbewusst sein und gerne mit Menschen zusammenarbeiten. Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift brauchst Du auch. Je nach Beruf erwartet die Bundeswehr zudem Fachwissen, etwa in Physik oder Technik, und Fremdsprachenkenntnisse mindestens in Englisch.
  • Auswahlverfahren: Bevor Du eine Zusage in der Tasche hast, musst Du den Einstellungstest bestehen.

Je nach Laufbahn und Beruf können aber noch weitere Voraussetzungen dazukommen. So wird bei bestimmten Tätigkeiten beispielsweise eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt.

Wann und wie kann ich mich bewerben?

Zunächst einmal solltest Du Dir die Karriereseite der Bundeswehr anschauen. Dort findest Du ausführliche Informationen zu den einzelnen Laufbahnen und den Berufen, die Du als Beamter ausüben kannst. Stellenangebote für einen Direkteinstieg sind dort ebenfalls ausgeschrieben.

Hast Du das Richtige für Dich gefunden, stellst Du Deine Bewerbung zusammen. Die Bewerbungsunterlagen, die Du neben Deinen Zeugnissen und Nachweisen dafür brauchst, kannst Du Dir online herunterladen. Wenn Du Fragen hast oder weitere Informationen brauchst, kannst Du Dich aber natürlich an die Karriereberatung wenden.

Deine Bewerbung reichst Du dann bei der Stelle ein, die in der Berufsbeschreibung genannt ist. Dabei kannst Du Deine Bewerbung entweder als Online-Bewerbung über das Bewerbungsportal übermitteln, per E-Mail verschicken oder ganz klassisch auf dem Postweg an die Bundeswehr schicken.

Aber Achtung: Für zivile Berufe gibt sowohl bestimmte Einstellungstermine als auch Bewerbungsfristen.

Für Dich bedeutet das, dass Deine Bewerbung bis zu einem bestimmten Stichtag vorliegen muss. Sonst kann sie für den jeweiligen Einstellungstermin nicht mehr berücksichtigt werden. Dabei ist der Bewerbungsschluss oft ein halbes Jahr, manchmal sogar fast ein ganzes Jahr vor dem Einstellungstermin. Die genauen Daten findest Du in den Berufsbeschreibungen.

Der Einstellungstest

Deine schriftliche Bewerbung ist nur der erste Schritt. Denn wenn Du die formalen Voraussetzungen erfüllst und geeignet scheinst, lädt Dich die Bundeswehr zum Einstellungstest ein. Dabei nimmst Du am Auswahlverfahren in einem Karrierecenter der Bundeswehr teil, wenn Du Dich für den mittleren Dienst bewirbst. Strebst Du hingegen eine Laufbahn im gehobenen oder höheren Dienst an, ist das Assessmentcenter für Führungskräfte in Köln für Deinen Eignungstest zuständig. Der Einstellungstest selbst setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen. Möchtest Du in den feuerwehrtechnischen Dienst, kommt noch ein Sporttest dazu.

Der schriftliche Einstellungstest

Der schriftliche Teil vom Eignungstest ist der sogenannte CAT-Test. Er beinhaltet verschiedene Testverfahren, die alle am Computer stattfinden. Zu den Testverfahren gehören Intelligenztests und psychologische Tests.

Bei den Intelligenztests musst Du Fragen aus verschiedenen Themenbereichen beantworten. Welche Inhalte die Schwerpunkte bilden, hängt davon ab, für welchen Beruf Du Dich bewirbst. Generell solltest Du aber mit Fragen aus Bereichen wie

  • Deutsch und Mathe
  • Technik, Physik und Elektronik
  • Allgemeinwissen
  • Wissen rund um die Bundeswehr
  • visuelles und logisches Denkvermögen
  • Konzentrationsvermögen
  • Reaktionsschnelligkeit

rechnen. Bei den Aufgaben handelt es sich um sogenannte Multiple-Choice-Fragen. Bei jeder Frage werden Dir dabei vier verschiedene Antwortmöglichkeiten genannt. Und Du musst die richtige Lösung auswählen. Eigene Antworten musst Du nicht formulieren.

Die psychologischen Fragen gehören zum sogenannten Fragebogenverfahren. Hier werden Dir verschiedene Aussagen genannt, zum Beispiel “Ich stehe gerne im Mittelpunkt.” Als Antwort kannst Du zwischen verschiedenen Abstufungen auswählen, ob und wie sehr Du der jeweiligen Aussage zustimmst. Diese Fragen kannst Du natürlich nicht richtig oder falsch beantworten. Stattdessen geht es darum, dass die Bundeswehr etwas über Dich und Deinen Charakter erfahren will.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Einstellungstest Drogentest: Alle Infos

Der mündliche Teil vom Eignungstest

Im mündlichen Teil vom Auswahlverfahren hast Du eine Gruppensituation mit Kurzvortrag vor Dir. Dafür bildest Du mit ein paar anderen Bewerbern eine Gruppe. Dann werden Euch zwei, drei Aufgaben genannt, die Ihr zusammen als Gruppe bearbeiten müsst. Hier zählt weniger, zu welchem Ergebnis Ihr am Ende kommt. Für die Wertung ist wichtiger, wie Ihr an die Aufgaben herangeht und wie Ihr zusammenarbeitet. Du solltest Dich deshalb aktiv an den Gesprächen und Diskussionen beteiligen. Achte aber gleichzeitig darauf, dass Du Dich als Teamplayer präsentierst.

Nach den Gruppenaufgaben musst Du noch einen kurzen Vortrag halten. Dafür bekommst Du ein Thema und hast etwas Zeit, um Dich vorzubereiten. Anschließend präsentierst Du Deine Überlegungen.

Ein weiterer Bestandteil vom mündlichen Test ist das Vorstellungsgespräch. Es läuft im Prinzip wie ein ganz normales Bewerbungsgespräch ab. Die Bundeswehr möchte Dich nämlich als Person näher kennenlernen. Deshalb wirst Du nach Deinem Werdegang befragt. Und die Prüfer werden wissen wollen, warum Du ausgerechnet zur Bundeswehr willst und Dich gerade für diesen Karriereweg entschieden hast. Außerdem werden ein paar Antworten, die Du beim CAT-Test gegeben hast, noch einmal angesprochen. Auf diese Weise möchten die Prüfer die Erkenntnisse, die sie bisher über Dich gewonnen haben, bestätigen und einordnen.

Das Vorstellungsgespräch führst Du mit einem Psychologen. Daneben kann ein Mitarbeiter der Bundeswehrverwaltung oder ein Offizier als Vertreter der Streitkräfte anwesend sein. Der Psychologe gibt nach dem Interview seine Einschätzung dazu ab, ob Du für die angestrebte Laufbahn geeignet bist.

Der Sporttest

Möchtest Du zur Feuerwehr, beinhaltet Dein Eignungstest auch einen Sporttest. Bei dem Sporttest handelt es sich um den Basis-Fitness-Test. Er umfasst drei Stationen, nämlich:

  • Sprint-Test über 11 x 10 Meter
  • Klimmhang-Test
  • Fahrrad-Ergometer-Test über 3.000-Meter

Damit prüft der Sporttest Deine Schnelligkeit, Deine Geschicklichkeit, Deine Kraft und Deine Ausdauer. Dazu kommt dann noch eine Übung am Schwebebalken, bei der es um Deinen Gleichgewichtssinn geht.

Den Einstellungstest musst Du bestehen. Sonst kannst Du nicht eingestellt werden. Bereite Dich deshalb gut darauf vor!

Warum sind die Jobs im öffentlichen Dienst so beliebt?

Natürlich könntest Du auch in eine militärische Laufbahn einsteigen. Oder Du könntest ganz klassisch in den öffentlichen Dienst gehen und bei einem Amt, einer Behörde oder einer anderen Einrichtung die Beamtenlaufbahn durchlaufen. Doch es gibt einige gute Gründe, die für eine Tätigkeit als Beamter in der Bundeswehrverwaltung sprechen:

Sicherer Arbeitsplatz mit vielen Karrierechancen

Die Bundeswehr ist ein namhafter Arbeitgeber, der Dir einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Gleichzeitig gibt es ein vielseitiges Angebot an Schulungen und Weiterbildungen. So bleibst Du fachlich nicht nur auf dem neuesten Stand, sondern kannst Dich stetig weiterentwickeln. Bei guten Leistungen eröffnen sich Dir viele Möglichkeiten, um beruflich vorwärtszukommen und die Karriereleiter nach oben zu klettern. Auf freiwilliger Basis kannst Du auch an Auslandseinsätzen teilnehmen.

Fundierte Ausbildung

Damit Du Deine Aufgaben gut erfüllen kannst, durchläufst Du eine umfangreiche Ausbildung. Dabei erwirbst Du zum einen die fachlichen Kenntnisse und Qualifikationen, die Du für Deinen Beruf brauchst. Zum anderen lernst Du die spezifischen Inhalte, die sich speziell auf den Job bei der Bundeswehr beziehen.

Eigentlich hast Du also gewissermaßen zwei Ausbildungen in der Tasche. Und weil die Bundeswehr mit der Industrie und zivilen Bildungseinrichtungen zusammenarbeitet, sind die Ausbildungen eng an die Ausbildungen in Unternehmen angelehnt. Entscheidest Du Dich irgendwann dazu, die Bundeswehr wieder zu verlassen, hast Du das Know-how, um auch in der freien Wirtschaft zu arbeiten.

Gutes Einkommen

Dein Einkommen als Beamter bei der Bundeswehr richtet sich nach dem Bundesbesoldungsgesetz. Hier sind die Besoldungsgruppen in Stufen eingeteilt. Im Verlauf Deiner Dienstzeit und abhängig von Deinen Leistungen erreichst Du nach und nach die nächst höheren Stufen.

Nach dem Vorbereitungsdienst oder bei einem Direkteinstieg beginnst Du zunächst in einer Besoldungsgruppe. Mit steigender Anzahl Deiner Dienstjahre und entsprechender Leistung kannst Du dann in den Besoldungsgruppen aufsteigen. Erbringst Du besonders gute Leistungen, ist auch ein vorzeitiger Aufstieg möglich. Dadurch verdienst Du dann natürlich auch entsprechend mehr. Dabei erfolgt die Besoldung so:

Laufbahn Einstieg in Besoldungsgruppe Aufstieg bis Besoldungsgruppe
mittlerer Dienst A 6 oder A 7 A 9
gehobener Dienst A 9 A 13
höherer Dienst A 13 B 6

Hast Du Kinder, bekommst Du einen Familienzuschlag. Wie hoch er ausfällt, hängt davon ab, in welcher Besoldungsgruppe Du eingruppiert bist, wie Dein Familienstand ist und wie viele Kinder Du hast. Natürlich bekommst Du außerdem Kindergeld für Deinen Nachwuchs. Vermögenswirksame Leistungen zahlt Dir die Bundeswehr als Arbeitgeber ebenfalls.

Sonderregelungen bei den Sozialversicherungen

Was die Sozialversicherungen angeht, so gelten für Beamte im öffentlichen Dienst besondere Regelungen. Anders als Arbeitnehmer, die Beiträge an die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen, bekommst Du die sogenannte Beamtenbeihilfe. Diese Beihilfe deckt in aller Regel die Kosten bis zur Hälfte. Die übrigen Kosten sicherst Du mit einer privaten Krankenversicherung oder über eine freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse ab. Dabei gibt es für Beamte spezielle Beihilfetarife.

An die Renten- und die Arbeitslosenversicherung musst Du als Beamter keine Beiträge bezahlen. Nach dem Ende Deiner Dienstzeit hast Du Anspruch auf sogenannte Versorgungsbezüge. Wie hoch sie ausfallen, hängt davon ab, wie hoch Deine letzten Dienstbezüge waren und wie viele Dienstjahre Du hast.

Sozialdienst der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr gibt es einen eigenen Sozialdienst. Er berät und unterstützt die Angehörigen der Bundeswehr und deren Familien in rechtlichen, sozialen und persönlichen Angelegenheiten. Die Leistungen reichen dabei von Beratung rund um die soziale Absicherung bis hin zur Betreuung, falls Du persönlich, familiär oder wirtschaftlich in eine Notlage gerätst.

Förderung von Menschen mit Behinderung

Ebenso vielfältig wie die Gesellschaft sind auch die Menschen, die bei der Bundeswehr arbeiten. Im Zuständigkeitsbereich des Verteidigungsministeriums sind rund zehn Prozent der zivilen Mitarbeiter Menschen mit Behinderung. Selbst wenn Du durch eine Behinderung gesundheitlich eingeschränkt bist, kannst Du also einen zivilen Beruf bei der Bundeswehr ausüben.

 

Bundeswehr Einstellungstest Online-Training-Center

 
  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

Trainings-Center freischalten

Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

freischalten