Bundeswehr Elektroniker/-in – Gebäude- und Infrastruktursysteme Einstellungstest: Alle Infos

Aktualisiert am 24. September 2026 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Elektroniker - Gebäude- und Infrastruktursysteme Einstellungstest

Zentrales Element im Auswahlverfahren ist der Einstellungstest.

Auf dem Weg zu einem Ausbildungsplatz als Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme bei der Bundeswehr ist der Einstellungstest ein entscheidender Schritt. Nur: Wie läuft der Test ab? Was wird geprüft? Und wie sind die Erfolgsaussichten? In diesem Beitrag bekommst du einen Überblick über das Auswahlverfahren, die Inhalte des Eignungstests, die Ausbildung und Tipps für deine Vorbereitung.

Bundeswehr Elektroniker – Gebäude- und Infrastruktursysteme Einstellungstest

Von Anschlüssen für elektrische Geräte über Sicherungseinrichtungen und IT-Systeme bis hin zu Lüftungs- und Heizungsanlagen: Gebäude sind voller Technik. Damit die Haustechnik optimal funktioniert, braucht es Profis, die sie planen, installieren, warten und bei Bedarf Störungen beheben. Genau dafür sind Elektroniker/-innen der Fachrichtung Gebäude- und Infrastruktursysteme zuständig.

Bei der Bundeswehr kannst du den Beruf in einer zivilen Ausbildung lernen. Aber zuerst musst du im Auswahlverfahren zeigen, dass du fachlich und persönlich für den Beruf geeignet bist.

Wie läuft das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr ab?

Bei der Suche nach Azubis arbeitet die Bundeswehr mit einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Sein Ziel ist, auf faire und objektive Art festzustellen, ob du das notwendige Gesamtpaket mitbringst. Dazu gliedert sich das Verfahren in mehrere Schritte:

1. Bewerbung

Für die zivile Berufsausbildung als Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme bewirbst du dich über das Online-Bewerberportal der Bundeswehr. Den Link zum Portal findest du im Berufsprofil auf der Karriereseite.

2. Vorauswahl

Die Bundeswehr prüft deine Unterlagen. Neben deinen schulischen Leistungen spielt der Gesamteindruck deiner Bewerbung eine große Rolle. Verläuft die Vorauswahl positiv, wirst du zum Einstellungstest eingeladen.

3. Einstellungstest

Das Auswahlverfahren organisiert die ausschreibende Dienststelle, meist das zuständige Bundeswehr-Dienstleistungszentrum. Die Bestandteile unterscheiden sich je nach Standort; in Holzdorf zum Beispiel gibt es einen schriftlichen Test (u. a. Mathematik, Physik, Technik), einen praktischen Teil und ein kurzes Kennenlerngespräch.

4. Entscheidung

Wenn das Auswahlverfahren abgeschlossen ist und die Bundeswehr alle Testergebnisse ausgewertet hat, entscheidet sie. Warst du erfolgreich, bekommst du die Zusage für die Ausbildung.

Was kommt im Einstellungstest für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme bei der Bundeswehr dran?

Die Bundeswehr legt großen Wert darauf, dass die Mischung aus fachlicher Eignung und Persönlichkeit stimmt. Deine Bewerbung ist deshalb nur der erste Schritt. Was wirklich in dir steckt, zeigt sich im Einstellungstest. Dieser besteht aus mehreren Abschnitten, die verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten testen.

Schriftlicher Test und praktischer Teil

Welche Tests zum Auswahlverfahren gehören, legt die ausschreibende Dienststelle fest; was dich erwartet, steht in deiner Einladung. In Holzdorf zum Beispiel gibt es einen schriftlichen Test unter anderem mit Mathematik, Physik und Technik sowie einen praktischen Teil.

Detailliertes Fachwissen musst du für eine Ausbildung nicht mitbringen. Zur Vorbereitung auf den schriftlichen Teil lohnt es sich, diese Grundlagen zu üben:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Physik, Technik, Elektronik, Mechanik und Elektrotechnik
  • logisches und räumliches Denken
  • Konzentration

Auswahlgespräch

Ein Gespräch, in Holzdorf etwa ein kurzes Kennenlerngespräch, soll dabei helfen, dich besser kennenzulernen und deine persönliche Eignung festzustellen. Zu den wesentlichen Gesprächsinhalten zählen:

  • deine Motivation für eine zivile Berufsausbildung als Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme bei der Bundeswehr
  • deine Vorstellungen vom Arbeitsalltag als Elektroniker/-in
  • deine Erwartungen an die Ausbildung und deine beruflichen Ziele
  • deine Interessen, Eigenschaften, Stärken und Schwächen

Auch wenn du dich möglichst gut präsentieren willst: Bleibe du selbst und lasse dich ehrlich auf das Gespräch ein. Je natürlicher du bist, desto sympathischer und glaubwürdiger kommst du rüber.

Kurz testen: 3 ÜbungsfragenFrage 1 von 3

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So bereitest du dich optimal auf den Einstellungstest vor

Um deine Chancen auf ein gutes Testergebnis zu erhöhen, ist eine gezielte Vorbereitung unerlässlich. Dabei musst du gar nicht wochenlang intensivst üben. Mit den richtigen Maßnahmen erreichst du schon nach kurzer Zeit große Fortschritte:

  • Wiederhole die Grundlagen in Mathematik, Physik und Technik. Wissen in diesen Fächern ist berufsrelevant.
  • Übe Aufgaben aus den Bereichen Logik und Konzentration. So sammelst du Erfahrung mit den verschiedenen, teils ungewohnten Aufgabenformen.
  • Trainiere mit Testsimulationen. Durch Mustertests gewinnst du Routine, gewöhnst dich an den Zeitdruck und lernst, deine Konzentration einzuteilen.
  • Reflektiere deine Motivation, damit du klar vermitteln kannst, warum du diese Ausbildung machen willst.

Eine strukturierte Vorbereitung gibt dir die Ruhe und Sicherheit, auf die es im Test ankommt.

Was bedeutet zivile Berufsausbildung bei der Bundeswehr?

Die Digitalisierung von Gebäuden, smarte Infrastrukturen und die Energiewende machen Elektroniker/-innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme nicht nur aktuell, sondern auch langfristig zu gefragten Fachkräften. Im Verlauf deiner Ausbildung eignest du dir das fachliche Know-how an, um haustechnische Anlagen zu planen, in Betrieb zu nehmen, zu warten und zu reparieren, Fehlerdiagnosen zu erstellen und technische Gefährdungen abzustellen.

Bei der Bundeswehr lernst du den technischen Beruf in Zivil. Das bedeutet, die Ausbildung:

  • ist nicht mit einer militärischen Verpflichtung im Soldatenstatus verbunden. Als Azubi gehörst du der Bundeswehrverwaltung und damit dem öffentlichen Dienst an.
  • dauert 3,5 Jahre.
  • ist dual aufgebaut (Betriebsstätte + Berufsschule).
  • erfolgt in der Fachrichtung Gebäude- und Infrastruktursysteme.
  • endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Du absolvierst also letztlich eine ganz normale Berufsausbildung, nur eben mit der Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb. Und der Berufsabschluss eröffnet dir viele Wege – sowohl bei der Bundeswehr als auch in der freien Wirtschaft.

Häufige Fragen zum Einstellungstest der Bundeswehr für Elektroniker/-innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Wie schwer ist der Einstellungstest?

Der Einstellungstest ist gut machbar, aber nicht zu unterschätzen. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf mittlerem Niveau und der Fokus liegt auf Grundfertigkeiten. Die größte Herausforderung sind die verschiedenen Aufgabenarten in Kombination mit dem Zeitdruck. Deshalb ist eine gezielte Vorbereitung so wichtig.

Braucht man berufliche Vorkenntnisse?

Nein. Es ist von Vorteil, wenn du dich schon mit Technik oder Elektronik beschäftigt hast. Für den Test genügen aber ein Grundverständnis für technische Zusammenhänge und das Schulwissen völlig.

Gibt es einen Sporttest?

Nein. Im militärischen Auswahlverfahren gehört der Basis-Fitness-Test dagegen für alle Laufbahnen außer dem Freiwilligen Wehrdienst dazu.

Kann man durchfallen?

Ja. Reichen deine Leistungen nicht aus, ist das Auswahlverfahren für dich vorbei. Allerdings kannst du dich neu bewerben und es für das Folgejahr noch einmal versuchen.

Fazit

Der Einstellungstest der Bundeswehr für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme ist zwar eine Herausforderung, aber auch eine große Chance für dich. Wenn du die Abläufe verstehst, die Testinhalte kennst und dich gezielt vorbereitest, steht einer erfolgreichen Teilnahme nichts im Wege.

Verantwortlich: Ömer Bekar  |  Fachliche Prüfung: Werner von Rappard, Sebahat Günsch  |  Letzte Prüfung: September 2026  |  Methodik
Ömer Bekar, Herausgeber von bundeswehrtest.de

Wer diesen Beitrag geschrieben hat

Ömer Bekar

Ömer Bekar ist Performance-Marketing-Manager und SEO-Spezialist aus Bremen. Seit 2006 arbeitet er im Suchmaschinenmarketing und hat vier Führungsrollen als Head of SEO beziehungsweise Head of Performance Marketing verantwortet, inhouse wie auf Agenturseite, zuletzt für die Sit&Watch Media Group und Best Placed Media. Parallel konzipiert und betreibt er seit 2006 digitale Eignungsauswahlverfahren und Vorbereitungsportale für Behörden, Unternehmen und Bewerber, darunter polizeitest.de, bundeswehrtest.de und einstellungstest.de. Die technische Umsetzung übernimmt er selbst, von der Testplattform und der Auswertung bis zu strukturierten Daten und Tracking. Die fachliche Prüfung der Testinhalte liegt bei Diagnostikerinnen und erfahrenen Praktikern.

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