Bundeswehr Tischler Einstellungstest: Ran ans Holz!

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Tischler Einstellungstest

Damit Du eine der begehrten Lehrstellen bekommst, musst Du den Bundeswehr Tischler Einstellungstest bestehen.

Tischler und Tischlerinnen bauen Möbel aller Art, stellen Türen, Fenster und Treppen her und kümmern sich um Innenausbauten. Dabei arbeiten sie in erster Linie mit Holz und Holzwerkstoffen. Wenn Du Dich für diesen traditionellen Handwerksberuf interessierst, solltest Du Dir die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb anschauen. Hier kannst Du den Beruf nämlich erlernen. Und das sogar ganz ohne Uniform. Denn der Bund bildet Tischler in Zivil aus. Statt Soldat bist Du dadurch Azubi im öffentlichen Dienst.

Wir verraten Dir in diesem Beitrag, was Du zur zivilen Berufsausbildung und vor allem zum Auswahlverfahren wissen solltest.

Bundeswehr Tischler Einstellungstest

Im Zusammenhang mit der Bundeswehr wirst Du vermutlich zunächst ans Militär denken. Klar, schließlich prägen Soldatinnen und Soldaten das Bild der deutschen Streitkräfte. Doch was Du vielleicht nicht weißt, ist, dass die Bundeswehr auch im zivilen Bereich zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben in Deutschland gehört. Und was die Ausbildungsberufe angeht, ist die Auswahl groß. So reicht die Palette vom Mechatroniker und Industriemechaniker über den Fachinformatiker bis hin zum Tierpfleger, Gärtner oder Koch. Ein weiterer Beruf, den Du in zivil bei der Bundeswehr erlernen kannst, ist der Tischler (m/w). Ihn schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Der Job als Tischler

Tischler fertigen Schränke, Stühle und Tische, aber auch Fenster, Türen und viele andere Dinge an. Oft handelt es sich bei den Arbeiten um Einzelstücke. Um das Holz und die Holzwerkstoffe zu bearbeiten, greifen Tischler auf verschiedenste Techniken zurück. Von Sägen und Hobeln über Furnierarbeiten bis hin zu computergesteuerten Arbeitsschritten ist alles dabei. Die einzelnen Bauteile setzen Tischler zu fertigen Werkstücken zusammen.

Auf Baustellen montieren Tischler Fenster, Treppen und Türen, während sie in Wohnräumen Einbaumöbel einsetzen, Parkett verlegen, Wände verkleiden oder Raumteiler aufstellen. Aber Tischler stellen nicht nur neue Holzprodukte her. Genauso reparieren sie beschädigte Holzprodukte und restaurieren Antiquitäten.

Bei der Bundeswehr kümmern sich Tischler in erster Linie um die Ausstattung und die Inneneinrichtung von Kasernen, Büros und anderen Gebäuden. Sie bauen aber auch ganz andere Dinge, zum Beispiel Ladeflächen aus Holz für Geländefahrzeuge, Lkws und Anhänger.

Tipp: Ausführliche Informationen über das Berufsbild des Tischlers findest Du online, etwa bei der Arbeitsagentur. Und in dieser PDF kannst Du Dich über die Bundeswehr als Arbeitgeber informieren.

Die Voraussetzungen als Azubi

Wie eigentlich jeder Arbeitgeber hat auch die Bundeswehr ein paar Erwartungen, die sie an Bewerber stellt. Und für eine Lehrstelle als Tischler sind das folgende:

  • mindestens Hauptschulabschluss
  • gute Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • Teamgeist

Eine bestimmte Altersgrenze gibt es nicht. Überhaupt sind die formalen Voraussetzungen nur die eine Sache. Der Bundeswehr ist sehr wichtig, dass neben der fachlichen Eignung auch die Persönlichkeit passt und der Charakter stimmt. Weil sich das allein anhand der Bewerbungsunterlagen aber kaum beurteilen lässt, gibt es einen Einstellungstest. Und der Eignungstest entscheidet darüber, ob Du die Lehrstelle bekommst. Dazu gleich mehr.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Deine Bewerbung um eine Lehrstelle

Interessierst Du Dich für einen Ausbildungsplatz als Tischler bei der Bundeswehr, rufst Du am besten zuerst einmal die Karriere-Seite auf. Dort findest Du über die Jobsuche die Beschreibung vom Tischler-Azubi. Sie beinhaltet ein paar Informationen über die Tätigkeit, die Berufsausbildung und die Voraussetzungen. Wenn Du Fragen dazu hast oder weitere Informationen über Deine beruflichen Möglichkeiten haben willst, kannst Du Dich an die Karriereberatung wenden. Den Link dazu gibt es ebenfalls auf der Seite.

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Außerdem – und das ist für Dich wichtig – ist der Link zum Bewerber-Portal hinterlegt. Auf dem Portal schreibt die Bundeswehr freie Lehrstellen und Arbeitsplätze aus. In den Stellenanzeigen gibt es noch einmal Infos rund um die Bewerbung. Wichtig ist die Plattform aber vor allem deshalb für Dich, weil Du Dich darüber bewirbst. Deine Bewerbung reichst Du nämlich online ein. Dazu registrierst Du Dich. Und damit Deine Bewerbung komplett ist, lädst Du anschließend folgende Unterlagen in Dein Profil:

  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie von dem Schulzeugnis, das Du zuletzt bekommen hast
  • Kopien von Praktikums- und Arbeitszeugnissen, wenn Du welche hast

Bist Du noch minderjährig (also jünger als 18) brauchst Du außerdem eine Erklärung von Deinen Eltern, dass sie mit Deiner Teilnahme am Auswahlverfahren einverstanden sind.

Übrigens: Der Tischler ist einer der Berufe, bei denen Männer stärker vertreten sind als Frauen. Damit das nicht so bleibt, sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht!

Der Ausschreibungsschluss und der Ausbildungsbeginn

Wie auf dem zivilen Arbeitsmarkt fangen auch bei der Bundeswehr die Berufsausbildungen alljährlich im August oder September an. Die Bewerbungsfrist endet aber schon eine ganze Zeit vorher. Nämlich jeweils am 30. September des Vorjahres. Das heißt: Du musst Dich bis Ende September beworben haben, damit Du im Jahr darauf in Deine Berufsausbildung starten kannst.

Wir raten Dir deshalb, Dich gegen Ende Deines vorletzten Schuljahres um die Lehrstelle zu bewerben. Für die Lehre selbst brauchst Du zwar einen Schulabschluss. Doch für Deine Bewerbung reicht Dein aktuellstes Schulzeugnis aus. Du kannst also ruhig das Zeugnis vom vorletzten Schuljahr nehmen. Meisterst Du das Auswahlverfahren, kannst Du so dann direkt nach der Schulzeit mit Deiner Ausbildung beginnen. Bist Du hingegen zu spät dran, müsstest Du ein Jahr warten.

Der Bundeswehr Tischler Einstellungstest

Grafik zum Bundeswehr Tischler Einstellungstest

Der Einstellungstest prüft Deine fachliche, persönliche und charakterliche Eignung.

Ist Deine Bewerbung eingegangen, schaut sich die Bundeswehr Deine Unterlagen an. Und dabei achtet sie vor allem auf zwei Dinge. Zum einen sind das Deine Schulnoten. Insgesamt solltest Du einen ordentlichen Notendurchschnitt haben. Besonders wichtig sind aber Deine Leistungen in Deutsch und Mathematik sowie in den Fächern, die für den Beruf als Tischler wichtig sind. Dazu zählen Fächer wie Chemie, Physik und technisches Werken. In diesen Fächern sieht die Bundeswehr gerne gute Noten.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Zum anderen zählt der Eindruck, den Deine Bewerbung so vermittelt. Sieht sie ansprechend und ordentlich aus? Ist sie aussagekräftig? Kannst Du überzeugend vermitteln, warum Du die Lehrstelle willst und was Du dafür mitbringst? Hast Du Dir Mühe gegeben – oder einfach nur Standard-Floskeln aneinandergereiht?

Konntest Du mit Deiner Bewerbung punkten, lädt Dich die Bundeswehr zum Eignungstest ein. Der Einstellungstest findet in einem Dienstleistungszentrum statt. Meist wird das das Zentrum sein, an das Du Deine Bewerbung geschickt hast und in dem Du später auch die Berufsausbildung machen würdest. Der Test selbst besteht aus mehreren Abschnitten. Und die einzelnen Prüfungen schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Aufsatz

Ein Baustein vom Bundeswehr Tischler Einstellungstest ist ein Aufsatz. Du bekommst dafür in aller Regel drei verschiedene Themen zur Auswahl. Welche Aufgabenstellungen genau drankommen werden, kann niemand vorhersagen. Denn die Themen wechseln. Beliebte Themen für den Aufsatz sind aber das aktuelle Zeitgeschehen oder große, wichtige Ereignisse. Daneben kann es um alltägliche Dinge, um berufliche Fragen oder um Themen gehen, die mit der Bundeswehr zu tun haben. Je nach Aufgabenstellung verfasst Du dann zum Beispiel eine Erörterung, einen Bericht oder eine Stellungnahme.

Eine weitere Aufgabe, die für den Eignungstest typisch ist, behandelt ein Wortpaar. So ein Wortpaar kann beispielsweise “Gefahr und Risiko” sein. Auch wenn die beiden Begriffe im ersten Moment ähnlich wirken, haben sie nicht ganz die gleiche Bedeutung. Deine Aufgabe ist, die beiden Wörter zu erklären, zu vergleichen und die Unterschiede aufzuzeigen.

Kleiner Tipp: Überlege Dir Beispiele zu den Begriffen. So kannst Du gut aufzeigen, was die Wörter gemeinsam haben und was sie voneinander unterscheidet. Ist etwas gefährlich, ist es schließlich nicht automatisch auch riskant. Und wenn jemand ein Risiko eingeht, begibt er sich dadurch nicht unbedingt in Gefahr.

Den Aufsatz schreibst Du ganz traditionell von Hand auf Papier. Bücher, Zeitungen, das Internet und andere Hilfsmittel gibt es nicht. Denn der Aufsatz soll mehrere Dinge ans Licht bringen. Natürlich geht es darum, wie gut und sicher Du mit der deutschen Sprache umgehen kannst. Beherrschst Du Rechtschreibung und Grammatik? Wie sieht es mit Deinem Wortschatz und Deinem Ausdrucksvermögen aus? Aber der Aufsatz prüft auch, ob Du logisch vorgehst und strukturiert arbeitest. Und ob Du Deine Überlegungen nachvollziehbar erklären kannst. Nebenbei testet der Aufsatz gleich noch ein bisschen Dein Allgemeinwissen.

PC-Test

Ein weiterer Abschnitt vom Einstellungstest ist ein Computertest. Der offizielle Name dafür lautet CAT-Test. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung. Dahinter verbirgt sich ein Test, den Du am Computer machst. Auch die Auswertung übernimmt der Rechner.

Der PC-Test prüft in erster Linie Deine fachliche Eignung. Daneben geht es auch ein wenig um Deine Persönlichkeit. Jedenfalls bündelt der Computertest Fragen und Aufgaben aus verschiedenen Bereichen. Aber keine Angst: Spezielles Fachwissen wird nicht abgefragt. Solche Inhalte lernst Du schließlich erst in der Ausbildung. Beim CAT-Test geht es eher allgemein um Deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Der Test will herausfinden, ob Du eine gewisse Basis an Wissen und Können mitbringst. Außerdem soll er ermitteln, ob Dir die Bereiche, die Du im Beruf brauchst, liegen.

Und was heißt das konkret? Nun, Du solltest mit Fragen aus folgenden Themenfeldern rechnen:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Physik und Chemie
  • technisches Verständnis
  • Allgemeinwissen (z.B. Geschichte, Politik, Erdkunde)
  • logisches Denken
  • visuelles, abstraktes und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Konzentrationsfähigkeit

Um die Fragen zu lösen, hast Du nur eine bestimmte Bearbeitungszeit. Du solltest die Aufgaben deshalb aufmerksam, aber zügig durcharbeiten. Je nachdem, wie schnell Du vorankommst, kann es sein, dass andere Bewerber früher fertig sind oder länger brauchen als Du. Das ist normal! Lasse Dich also nicht verunsichern, sondern konzentriere Dich auf Deinen Test.

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Nur Auswahlfragen

Die Fragen beim PC-Test sind alle Auswahlfragen. Das bedeutet: Zu jeder Frage bekommst Du mehrere Lösungsvorschläge. Daraus musst Du die richtige Antwort auswählen und anklicken. Fragen, bei denen Du selbst eine Antwort geben musst, tauchen beim PC-Test nicht auf. Und es kommen auch keine Fragen vor, bei denen mehrere Lösungen stimmen.

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Deshalb der Tipp: Wenn Du eine Lösung nicht weißt, dann rate einfach. Schlimmstenfalls ist die Antwort falsch. Aber Du verlierst nicht unnötig Zeit, die Dir am Ende vielleicht fehlt. Und um den Test zu bestehen, musst Du nicht alle Aufgaben korrekt gelöst haben.

Dass es beim PC-Test nur Auswahlfragen gibt, kommt nicht von ungefähr. Denn beim Test wird eine Methode angewendet, die adaptives Testverfahren heißt. Das Verfahren sorgt dafür, dass sich die Fragen von der Schwierigkeit her verändern – und das abgestimmt auf Deine Kenntnisse. Das Prinzip funktioniert so: Löst Du eine Frage richtig, wird die nächste Aufgabe etwas schwerer. War Deine Antwort falsch, folgt andersherum eine Aufgabe, die ein bisschen einfacher ist. Du wirst das vielleicht gar nicht großartig bemerken. Der Test kann auf diese Weise aber schnell und recht genau ermitteln, wie gut Dir die verschiedenen Themenbereiche liegen.

Persönlichkeitstest

Wie schon erwähnt, geht es beim PC-Test nicht nur um Dein Wissen und Können. Stattdessen kommen auch ein paar psychologische Fragen vor. Sie gehören zum sogenannten Fragebogenverfahren. Hier bestehen die Aufgaben aus verschiedenen Aussagen. So eine Aussage kann zum Beispiel “Geduld zählt nicht unbedingt zu meinen größten Stärken.” lauten. Durch die Antwortmöglichkeiten musst Du dann einordnen, ob die Aussage ganz, nur zum Teil oder gar nicht auf Dich zutrifft.

Der Persönlichkeitstest will etwas über Deinen Charakter, Deine Eigenschaften und Deine persönlichen Ansichten erfahren. Richtige oder falsche Antworten gibt es deshalb nicht. Und tatsächlich fährst Du am besten, wenn Du spontan und ehrlich antwortest. So entsteht ein stimmiges Bild ohne Widersprüche.

Wenn Du auf die Karriere-Seite der Bundeswehr gehst, findest Du dort den sogenannten Assessment-Trainer. Das ist ein kleiner Online-Test mit ein paar Prüfungsfragen aus verschiedenen Rubriken. Er vermittelt Dir einen Eindruck davon, was Dich beim PC-Test erwartet. Der echte Test ist zwar viel umfangreicher. Insgesamt dauert er – mit Pausen dazwischen – um die drei Stunden. Zum Üben ist der Online-Test aber ganz gut geeignet.

Bei uns findest Du viele Beiträge mit ausführlichen Informationen zum Computertest und den anderen Abschnitten vom Auswahlverfahren. Neben Tipps für Deine Vorbereitung haben wir natürlich auch Übungsaufgaben und Mustertests für Dich vorbereitet. Und wenn Du intensiv üben willst, können wir Dir unsere umfangreichen Online-Kurse und Test-Pakete empfehlen.

Nach dem schriftlichen Teil vom Einstellungstest

Nach dem Aufsatz und dem Computertest hast Du den schriftlichen Teil vom Bundeswehr Tischler Einstellungstest hinter Dich gebracht. Es kann sein, dass jetzt noch eine kleine Arbeitsprobe folgt. Als Tischler solltest Du schließlich handwerklich geschickt sein. Für die Arbeitsprobe geben Dir die Prüfer eine Aufgabe. Gleichzeitig erklären sie Dir ganz genau, wie Du den Auftrag ausführen sollst. Ist Dir etwas unklar, kannst und solltest Du nachfragen. Die Arbeitsprobe soll zeigen, wie sorgfältig Du arbeitest. Und ob Du Anweisungen verstehen und umsetzen kannst.

Spätestens mit der Arbeitsprobe endet der erste Teil vom Eignungstest. Und nun kommt eine Pause. Wenn auch die anderen Bewerber diese Abschnitte vom Einstellungstest durchlaufen haben, wertet die Bundeswehr die Testergebnisse aus. Hast Du die einzelnen Prüfungen bis hierhin bestanden und Dich dabei gut geschlagen, bist Du nach wie vor im Rennen. Für Dich geht es dann mit dem nächsten Teil vom Eignungstest weiter. Warst Du hingegen nicht erfolgreich oder waren Deine Leistungen nicht gut genug, scheidest Du leider aus dem Auswahlverfahren aus.

Vorstellungsgespräch

Beim zweiten Teil vom Bundeswehr Tischler Einstellungstest steht das persönliche Kennenlernen im Vordergrund. Die Prüfer wollen wissen, wer die Person hinter der Bewerbung ist. Und sie interessieren sich für Deine Motivation und Deine beruflichen Ziele.

Insgesamt läuft das Vorstellungsgespräch ab wie ein typisches Bewerbungsgespräch. Die Prüfer werden die Fragen stellen, die bei solchen Interviews normalerweise gestellt werden. Nur eben bezogen auf die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb und auf Deinen Berufswunsch. Stelle Dich also auf zum Beispiel folgende Fragen ein:

  • Warum wollen Sie Tischler werden?
  • Wieso möchten Sie Ihre Berufsausbildung gerade bei uns machen?
  • Wie sind Sie darauf gekommen, eine zivile Ausbildung bei der Bundeswehr zu machen?
  • Was erwarten Sie von einer Ausbildung bei uns?
  • Welche beruflichen Ziele haben Sie sich vorgenommen?
  • Wo möchten Sie beruflich in fünf Jahren stehen?
  • Beschreiben Sie uns einen typischen Arbeitstag als Tischler!
  • Was würden Sie als Ihre größte Stärke und was als Ihre größte Schwäche bezeichnen?
  • Welchen Hobbys gehen Sie in Ihrer Freizeit nach?

Es kann sein, dass die Prüfer auch ein paar Deiner Antworten vom Computertest ansprechen werden. Und es ist möglich, dass sie Dich ein bisschen aus der Reserve locken wollen. Indem sie schlechte Schulnoten oder Lücken in Deinem Lebenslauf zur Sprache bringen, zum Beispiel. Lasse Dich davon nicht aus dem Konzept bringen!

Wenn Du Dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest, dann informiere Dich über die Bundeswehr als Arbeitgeber, die Ausbildung und das Berufsbild des Tischlers. Denn Du solltest plausibel erklären können, warum Du gerade diesen Beruf ausgerechnet beim Bund erlernen willst. Ansonsten solltest Du versuchen, natürlich zu bleiben. Gebe Dich so, wie Du bist, und führe ein offenes, ehrliches Gespräch. Je mehr Du Du selbst bleibst, desto glaubwürdiger und überzeugender bist Du.

Geschafft!

Das Bewerbungsgespräch schließt den Bundeswehr Einstellungstest ab. Für Dich heißt es jetzt: Abwarten und Daumen drücken. Wenn auch die anderen Bewerber beim Vorstellungsgespräch waren, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung. Ob Du Dich über eine Zusage freuen kannst, erfährst Du per Post. Irgendwann liegt nämlich ein Brief im Briefkasten – und in diesem Schreiben steht, ob Du die Lehrstelle hast und, wenn ja, wie es nun weitergeht.

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Der Ablauf der Lehre

Der Tischler ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird im dualen System durchgeführt. Dual meint, dass Du zum einen an Deinem Ausbildungsplatz innerhalb der Bundeswehr lernst und arbeitest. Vor allem die praktischen Inhalte stehen hier im Mittelpunkt. Zum anderen gehst Du in die Berufsschule. Dort geht es in erster Linie um die Theorie. Am Ende Deiner Berufsausbildung legst Du eine Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer ab.

Die Bundeswehr bildet Tischler an drei Orten aus, nämlich in

  • Meppen (Niedersachsen),
  • Aachen (Nordrhein-Westfalen) und
  • Köln-Wahn (ebenfalls NRW).

Je nachdem, wo Du herkommst, wirst Du für die Lehre deshalb umziehen müssen. Aber die Bundeswehr hilft Dir dann dabei, eine kostengünstige Unterkunft zu finden. Und sie beteiligt sich einmal im Monat an den Fahrtkosten, wenn Du am Wochenende oder an freien Tagen nach Hause fährst.

Die Ausbildungsinhalte

Im Verlauf Deiner Berufsausbildung erwirbst Du viel Fachwissen rund um die Verarbeitung von Holz und Holzprodukten. Dieses Fachwissen baust Du stetig aus und ergänzt es durch praktische Berufserfahrung. So lernst Du beispielsweise den fach- und sachgerechten Umgang mit dem Werkstoff Holz. Außerdem eignest Du Dir verschiedene Techniken an, mit denen Du Hölzer bearbeiten und Holzprodukte herstellen kannst. Und Du erfährst, wie Du vorgehen musst, um beschädigte oder verschlissene Holzerzeugnisse zu reparieren und wieder chic zu machen.

Gerade in einem handwerklichen Beruf geht es natürlich nicht nur darum, graue Theorie zu lernen. Sondern Du legst auch ganz praktisch Hand an. So sägst, hobelst und schleifst Du Hölzer. Du bringst Furniere auf und behandelst die Oberflächen. Einzelne Bauteile verleimst oder verschraubst Du. In Büros und Wohnräumen baust Du Möbel ein oder montierst Wandverkleidungen und Raumteiler. Auf Baustellen wiederum installierst Du Fenster, Türen und Treppen. Daneben stellst Du mithilfe von Skizzen und Zeichnungen verschiedene Möbelstücke und andere Holzprodukte selbst her. Klar, dass Du dabei auch darin Übung bekommst, mit den verschiedenen Werkzeugen und Maschinen umzugehen.

Dein Ausbildungsentgelt

Wenn Du eine zivile Berufsausbildung bei der Bundeswehr absolvierst, bist Du Teil der Bundeswehrverwaltung. Damit gehörst Du gleichzeitig zum öffentlichen Dienst. Aus diesem Grund gilt für Dich der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD). Und das obwohl Du einen Handwerksberuf erlernst. Jedenfalls ergibt sich aus dem TVAöD auch, wie viel Du als Azubi verdienst. Und nach derzeitigem Stand (2019) sind das monatlich brutto

  • 1.018,26 € im 1. Ausbildungsjahr,
  • 1.068,20 € im 2. Ausbildungsjahr und
  • 1.114,02 € im 3. Ausbildungsjahr.

Ein sicheres Einkommen in ordentlicher Höhe ist aber längst nicht alles, was die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb zu bieten hat. Vielmehr profitierst Du von vielen weiteren Leistungen. Dazu gehören Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Zuschüsse zu Deinen Lehrmitteln beispielsweise genauso wie professionelle Ausbilder, die Dich durch die Lehre begleiten. Ausführliche Informationen zur zivilen Berufsausbildung findest Du in dieser Broschüre der Bundeswehr.

Deine Aussichten nach der Ausbildung

Mit erfolgreichem Abschluss Deiner Lehre verfügst Du über einen offiziell anerkannten Berufsabschluss. Und Du bist eine qualifizierte Fachkraft, die zudem in einem Betrieb gelernt hat, der für seine hochwertigen Ausbildungen bekannt ist. Wie Dein beruflicher Weg weitergeht, hängt von Deinen Plänen und Zielen ab. Jedenfalls kannst Du bei der Bundeswehr bleiben oder in der freien Wirtschaft durchstarten.

Ziviler Mitarbeiter oder Beamter bei der Bundeswehr

Grundsätzlich ist der Bundeswehr daran gelegen, Dich nach der Lehre zu übernehmen. Denn wie jedes andere Unternehmen hat auch der Bund einen Bedarf an Fachkräften. Und bei der Ausbildung von Lehrlingen hat er diesen Bedarf im Blick. Durch Deine Lehre kennst Du die Abläufe, die Betriebsstätten und natürlich den Arbeitgeber. Andersherum weiß auch der Bund, was Du kannst. Ist eine passende Stelle frei, steht einem Arbeitsverhältnis also nichts im Wege. In diesem Fall bleibst Du bei der Bundeswehrverwaltung und arbeitest als ziviler Angestellter in Deinem Beruf als Tischler.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Laufbahn als Beamter. Entscheidest Du Dich dafür, hängst Du eine zweite Ausbildung dran. Das kann eine Laufbahnausbildung zum Beispiel im mittleren Dienst sein.

Wechsel in den militärischen Bereich

Gut möglich, dass Du Lust bekommen hast, den Blaumann gegen eine Uniform einzutauschen. Dann kannst Du vom zivilen in den militärischen Bereich wechseln. Als ausgebildete Fachkraft dürften vor allem die Laufbahnen der Unteroffiziere oder der Feldwebel interessant sein. Denn in diesen beiden Laufbahnen kannst Du Deinen beruflichen Weg als Tischler fortsetzen und gleichzeitig als Soldatin oder Soldat auf Zeit arbeiten. Wie das dann aussehen kann, kannst Du in diesem Erfahrungsbericht nachlesen.

Eine militärische Karriere setzt aber ein paar zusätzliche Anforderungen voraus. Dazu zählen zum einen formale Kriterien wie beispielsweise die deutsche Staatsbürgerschaft oder die Bereitschaft, an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Zum anderen musst Du körperlich und gesundheitlich für den Soldatenberuf geeignet sein. Aus diesem Grund steht vor einer Verpflichtung als Zeitsoldat ein weiterer Eignungstest auf dem Programm. Und er ist ein bisschen umfangreicher. Zum PC-Test und Interview kommen nämlich noch ein Sporttest und eine ärztliche Untersuchung dazu. Möchtest Du eine höhere Laufbahn einschlagen, gibt es außerdem ein Assessment Center mit Gruppenaufgaben.

Job außerhalb

Selbstverständlich kannst Du als ausgebildeter Tischler auch außerhalb der Bundeswehr arbeiten. Jobs bieten dabei in erster Linie

  • Hersteller von Möbeln, Holzwaren und anderen Erzeugnissen aus Holz sowie
  • Betriebe im Tischlerhandwerk.

Hast Du dann eine gewisse Zeit lang Berufserfahrung gesammelt, kannst Du Dich auf einen bestimmten Aufgabenbereich spezialisieren. Ist eine Führungsposition Dein Ziel, kannst Du auch über eine Weiterbildung nachdenken. Eine Prüfung als Meister oder eine Weiterbildung als Techniker in der Fachrichtung Holztechnik wären dabei Möglichkeiten. Möchtest Du eher im kaufmännischen Bereich arbeiten, kannst Du Dich im Bereich Betriebsmanagement weiterbilden. Mit einem entsprechenden Schulabschluss kommt außerdem ein Studium in Frage. Holztechnik, Innenarchitektur, Produktdesign oder Restaurierung könnten dann passende Studienfächer sein.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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