Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest: Präzision zählt

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest

Die Zusage für eine Lehrstelle setzt voraus, dass Du den Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest bestehst.

Stanzen, Schneiden und Umformen, Drehen, Fräsen und Bohren: Das sind ein paar Techniken, die Feinwerkmechaniker anwenden, wenn sie Produkte fertigen. Die teils sehr kleinen Bauteile montieren sie anschließend in Präzisionsgeräte, oft mit computergesteuerten Werkzeugen. Doch Feinwerkmechaniker stellen nicht nur einzelne Baugruppen her, sondern bauen auch ganze Systeme und Geräte. Und sie warten die Anlagen und halten sie instand. Der Mechanik-Beruf ist ein bisschen eine Mischung aus Metallbauer, Elektroniker und Mechaniker. Wenn das eine Tätigkeit ist, die Du Dir gut für Dich vorstellen kannst, solltest Du Dir die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb anschauen. Denn hier kannst Du den Beruf im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung lernen.

Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest

Natürlich arbeiten bei der Bundeswehr Soldatinnen und Soldaten. Immerhin stellt der Bund das deutsche Militär. Aber die Streitkräfte beschäftigen genauso Beamte und zivile Angestellte. Und die Bundeswehr bildet in über 50 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Einer von ihnen ist der Feinwerkmechaniker.

Wenn Du Dich für diesen Job interessierst, bist Du hier genau richtig. Denn wir verraten Dir in diesem Beitrag, was Du zum Auswahlverfahren und zur Ausbildung wissen solltest.

Was macht ein Feinwerkmechaniker genau?

Feinwerkmechaniker sind echte Profis in Sachen Präzision. Aus Metall stellen sie Präzisionsbauteile für Maschinen und Geräte her und bauen diese Bauteile zu Einheiten zusammen. Genauso montieren sie elektronische Komponenten, die messen, regeln oder steuern. Dabei verwenden sie bei ihrer Arbeit oft Werkzeuge und Maschinen, die computergesteuert sind.

Bevor sich Feinwerkmechaniker an die Arbeit machen, planen sie die notwendigen Schritte und Abläufe. Anschließend richten sie sich ihre Maschinen ein. Um die Metalle zu bearbeiten, wenden sie verschiedene Techniken an. Drehen, Bohren, Fräsen, Schleifen, Stanzen oder Umformen zum Beispiel. Sind die Bauteile fertig, überprüfen Feinwerkmechaniker die Qualität. Danach fügen sie alle Baugruppen zusammen und stellen die Geräte, Maschinen, Systeme oder Anlagen für den jeweiligen Verwendungszweck ein.

Ein weiterer Aufgabenbereich von Feinwerkmechanikern ist die Beratung von Kunden. Mit ihnen klären sie den Bedarf ab und schulen sie in der richtigen Bedienung. Außerdem kümmern sich Feinwerkmechaniker um die vorhandenen Geräte und Anlagen. Hier führen sie Wartungsarbeiten durch, tauschen Bauteile aus, erledigen die Instandsetzung und übernehmen notwendige Reparaturen.

Natürlich war das jetzt nur die Kurzfassung vom Berufsbild. Ausführliche Informationen findest Du zum Beispiel online bei der Arbeitsagentur.

Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Wie bei jedem anderen Arbeitgeber musst Du auch bei der Bundeswehr ein paar Voraussetzungen mitbringen, damit Du eine Berufsausbildung beginnen kannst. So erwartet die Bundeswehr von Dir:

  • entweder die mittlere Reife (Realschulabschluss) oder einen sehr guten Hauptschulabschluss
  • gute Noten in Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • eine sorgfältige und konzentrierte Arbeitsweise
  • Teamgeist
  • Lernbereitschaft und natürlich Interesse für den Beruf

Eine bestimmte Altersgrenze gibt es nicht. Und Du musst auch nicht unbedingt die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Denn den Beruf lernst Du im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung. Du wirst also weder Soldat noch Beamter. Stattdessen stellt Dich der Bund – wie ein normales Unternehmen in der freien Wirtschaft – als Azubi im zivilen Bereich ein. Und für diese Tätigkeit brauchst Du nicht unbedingt einen deutschen Pass.

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Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Allerdings legt der Bund großen Wert darauf, dass das Gesamtpaket stimmt. Deine Noten und Dein fachliches Wissen sind zwar wichtig. Aber genauso zählt, dass Du als Person und Persönlichkeit ins Team passt. Deshalb führt die Bundeswehr einen Einstellungstest durch. Er besteht aus verschiedenen Einzelprüfungen. Wie genau der Eignungstest abläuft, erklären wir Dir gleich noch ganz ausführlich.

Wie kann ich mich bewerben?

Wenn Du Dich um eine Lehrstelle bewerben möchtest, gehst Du am besten auf die Karriere-Seite der Bundeswehr. Dort kannst Du in die Jobsuche den Feinwerkmechaniker eingeben. So kommst Du zur Berufsbeschreibung. In der Beschreibung findest Du allgemeine Informationen über das Berufsbild, die Voraussetzungen und die Ausbildung. Außerdem enthält die Beschreibung einen Link zur Bewerbungsplattform.

Auf dem Bewerber-Portal sind die freien Ausbildungsplätze ausgeschrieben. In der Stellenanzeige sind weitere Informationen rund um die Bewerbung aufgeführt. Und auf dem Portal kannst Du Dich registrieren. Nachdem Du Dein Profil angelegt hast, kannst Du eine Online-Bewerbung einreichen. Dafür musst Du dann aber noch folgende Unterlagen hochladen:

  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf (mit aktuellem Foto!)
  • Kopie von Deinem letzten Schulzeugnis
  • Zeugniskopien von Praktika, Jobs und anderen beruflichen Qualifikationen, wenn Du welche hast

Bist Du noch nicht volljährig, brauchst Du außerdem eine Einverständniserklärung Deiner Eltern, dass Du am Eignungstest teilnehmen und die Ausbildung machen darfst.

Sofern Du ein Handicap hast, solltest Du Deinen Schwerbehindertenausweis oder den Gleichstellungsbescheid kopieren und zu Deiner Bewerbung dazutun. Denn bei gleicher Eignung wird Deine Bewerbung bevorzugt berücksichtigt. Allerdings übermittelst Du diese Kopie nicht online, sondern schickst sie per Post an das zuständige Dienstleistungszentrum.

Übrigens: Gerade in den technischen Berufen sind Frauen oft nicht allzu stark vertreten. Und die Bundeswehr möchte das gerne ändern. Deshalb sind Bewerbungen von Frauen sehr erwünscht.

Der Stichtag für Deine Bewerbung

Bei Deiner Bewerbung musst Du die Bewerbungsfrist im Auge behalten. Und Du musst wissen, dass Du Dich schon eine ganze Weile vorher um die Lehrstelle bewerben musst. Es ist nämlich so: Die Ausbildungen beginnen – je nach Bundesland – alljährlich im August oder September. Deine Bewerbung muss rund ein Jahr vorher vorliegen. Denn grundsätzlich ist am 30. September des Vorjahres Bewerbungsschluss.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Es kann vorkommen, dass die Bewerbungsfrist verlängert wird. Wenn noch Ausbildungsplätze frei oder kurzfristig weitere Lehrstellen dazugekommen sind, zum Beispiel. Den entsprechenden Hinweis findest Du dann in der Stellenanzeige. Generell solltest Du Dir aber den 30. September als Stichtag vormerken. Dann bist Du garantiert rechtzeitig.

Tipp: Eigentlich brauchst Du für die Ausbildung einen Schulabschluss. Aber weil Du Dich schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn bewerben musst, reicht für Deine Bewerbung Dein aktuellstes Schulzeugnis. Du solltest Dich deshalb bewerben, wenn Dein vorletztes Schuljahr beendet ist. Und zwar mit dem Zeugnis vom vorletzten Schuljahr. So kannst Du die Schule zu Ende machen und direkt danach in Deine Berufsausbildung starten.

Was kommt beim Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest auf mich zu?

Grafik zum Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest

Beim Eignungstest zeigt sich, ob Du ein geeigneter Kandidat für die Lehrstelle bist.

Ist Deine Bewerbung eingegangen, schaut sich die Bundeswehr Deine Unterlagen genau an. Und dabei spielen vor allem zwei Dinge eine Rolle. Zum einen sind das Deine Noten. Neben dem Gesamtdurchschnitt sind insbesondere Deine Leistungen in Deutsch, Mathematik, Physik und Chemie wichtig. Denn diese Fächer brauchst Du auch im Beruf.

Zum anderen zählt der Eindruck, den Deine Bewerbung vermittelt. Sieht sie ordentlich und ansprechend aus? Ist sie aussagekräftig? Hast Du Dir offensichtlich Mühe gegeben – oder einfach nur irgendwelche Floskeln abgeschrieben? Konnte Deine Bewerbung überzeugen, lädt Dich die Bundeswehr zum Eignungstest ein.

Der Einstellungstest dauert insgesamt zwei Tage lang. Und an diesen beiden Tagen erwarten Dich mehrere Einzelprüfungen. Allerdings bezieht sich Deine Einladung erst einmal nur auf den ersten Teil vom Eignungstest. Das ist der schriftliche Einstellungstest. Hast Du dabei gut abgeschnitten, bekommst Du ein paar Wochen später eine zweite Einladung. Dann geht es mit dem mündlichen Teil vom Einstellungstest weiter.

Und was heißt das konkret? Welche Prüfungen musst Du meistern? Das erklären wir Dir jetzt!

Der Aufsatz

Die erste Station beim Bundeswehr Feingerätemechaniker Einstellungstest ist ein Aufsatz. Dazu bekommst Du in aller Regel drei Themenvorschläge zur Auswahl. Wie die Aufgabenstellungen sind, ist verschieden. So kann es zum Beispiel um das aktuelle Zeitgeschehen, ein derzeit wichtiges Ereignis oder eine Alltagsfrage gehen. Genauso kann ein Thema drankommen, das die Bundeswehr betrifft.

Außerdem gibt es noch eine Aufgabenstellung, die beim Einstellungstest sehr oft vorkommt. Dabei geht es um ein Wortpaar. Die beiden Begriffe wirken ähnlich, können aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein Beispiel für so ein Wortpaar ist “Ruhm und Ehre”. Deine Aufgabe ist nun, die beiden Begriffe zu erklären und miteinander zu vergleichen. Was bedeuten sie? Wodurch unterscheiden sie sich voneinander? Was haben sie gemeinsam? Wann beschreiben sie was?

Deinen Text schreibst Du – so wie Du es aus der Schule kennst – mit Stift auf Papier. Hilfsmittel wie Bücher, Zeitungen oder das Internet stehen nicht zur Verfügung. Denn beim Aufsatz prüft die Bundeswehr mehrere Dinge auf einmal. So geht es zum einen natürlich darum, wie gut Du mit der deutschen Sprache umgehen kannst. Deine Ausdrucksfähigkeit fließt dabei genauso in die Wertung ein wie Deine Kenntnisse in Sachen Rechtschreibung und Grammatik. Zum anderen soll der Aufsatz zeigen, ob Du Ideen entwickeln und Deine Überlegungen ausarbeiten kannst. Außerdem sagt Dein Text etwas darüber aus, ob Du systematisch und strukturiert vorgehst. Und nicht zuletzt testet der Aufsatz, wie es um Dein Allgemeinwissen steht.

Der Computertest

Nach dem Aufsatz geht es für Dich zum Computertest. Der Computertest nennt sich auch CAT-Test, wobei CAT das Kürzel für Computer-Assistierte Testung ist. Dahinter verbirgt sich ein Testverfahren, das Du am PC absolvierst und das auch vom Computer ausgewertet wird.

Der CAT-Test bündelt mehrere Einzeltests. Insgesamt geht es dabei um Kenntnisse, Fähigkeiten und Eigenschaften, die Du für die Ausbildung und im Berufsalltag brauchst. Sehr spezielles Fachwissen wird dabei aber nicht abgefragt. Schließlich bewirbst Du Dich ja nicht als Profi, sondern als künftiger Lehrling. Der Test soll vielmehr ermitteln, ob Du die notwendigen Grundlagen mitbringst. Deshalb kommen die Aufgaben aus Themenbereichen wie zum Beispiel:

Die Aufgaben beim Computertest sind alle Auswahlfragen. Das heißt: Du siehst die Frage und mehrere Antwortmöglichkeiten. Meist stehen vier verschiedene Lösungen zur Auswahl. Du musst die richtige Lösung finden und anklicken. Offene Fragen, bei denen Du selbst die Antwort formulieren musst, tauchen nicht auf. Und es gibt auch keine Fragen, bei denen mehrere Lösungen richtig sind.

Das adaptive Testverfahren

Je nachdem, welchen Abschnitt Du gerade machst, ist der Ablauf ein bisschen unterschiedlich. So gibt es Testteile, bei denen Du für einen ganzen Block von Aufgaben ein gewisses Zeitfenster hast. Wie Du Dir die Zeit einteilst, bleibt Dir überlassen. In anderen Abschnitten hast Du pro Aufgabe nur einen Moment. Ist die Zeit abgelaufen, verschwindet die Aufgabe und die nächste Frage erscheint. Lasse Dich deshalb nicht verunsichern, wenn andere Bewerber früher oder später fertig sind als Du.

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Wissen solltest Du außerdem, dass beim CAT-Test ein sogenanntes adaptives Testverfahren angewendet wird. Diese Methode bewirkt, dass sich die Aufgaben an Dein Können anpassen. Das geht so: Löst Du eine Frage richtig, wird die nächste Aufgabe ein bisschen schwerer. Umgekehrt folgt eine etwas leichtere Frage, wenn Deine Antwort falsch war. Durch dieses Testsystem kann die Bundeswehr Deine individuellen Fähigkeiten in den verschiedenen Themenbereichen ziemlich genau einordnen.

Der Persönlichkeitstest

Beim CAT-Test gibt es dann noch einen anderen Aufgabentyp. Diese Fragen nennen eine Aussage, zum Beispiel “Es kommt öfter vor, dass ich meine Pläne wieder über den Haufen werfe.” Du musst einstufen, ob und in welchem Umfang die Aussage auf Dich zutrifft. Dafür hast Du mehrere Antworten zur Auswahl, durch die Du der Aussage ganz, teilweise oder gar nicht zustimmen kannst.

Im Unterschied zu den Wissensfragen kannst Du beim Persönlichkeitstest nicht richtig oder falsch antworten. Schließlich geht es dabei um Deine persönliche Meinung. Durch die Fragen, die übrigens zum sogenannten Fragebogenverfahren gehören, möchte die Bundeswehr etwas über Dich als Mensch erfahren. Und Du kannst die Fragen ruhig ehrlich und spontan beantworten. Denn nur so entsteht am Ende ein stimmiges Bild.

Tipp: Auf der Bundeswehr-Karriereseite gibt es einen Online-Test. Er heißt Assessment Trainer und enthält ein paar Prüfungsfragen. So bekommst Du eine Vorstellung davon, wie die Aufgaben beim Computertest aufgebaut sind. Ausführliche Informationen über den Einstellungstest und die Bundeswehr, Übungsaufgaben und Mustertests haben wir in separaten Beiträgen für Dich zusammengetragen. Und für eine gezielte Vorbereitung können wir Dir unsere umfangreichen Test-Pakete ans Herz legen.

Das war Teil 1!

Mit dem PC-Test ist der schriftliche Einstellungstest geschafft. Andererseits sind seit Deiner Ankunft im Dienstleistungszentrum nun auch schon mehrere Stunden vergangen. Und für Dich wird es Zeit, die Heimreise anzutreten.

Danach musst Du abwarten. Wenn auch die anderen Bewerber den ersten Teil vom Eignungstest hinter sich haben, wertet die Bundeswehr die Leistungen aus. Bist Du durchgefallen oder haben Deine Leistungen nicht ausgereicht, ist das Auswahlverfahren für Dich leider beendet. Hast Du Dich hingegen gut geschlagen, wirst Du ein zweites Mal eingeladen. Dann geht es mit dem mündlichen Teil vom Einstellungstest weiter.

Das Vorstellungsgespräch

Beim mündlichen Eignungstest steht das persönliche Kennenlernen im Vordergrund. Die Bundeswehr will etwas über Dich und Deine Motivation erfahren. Deshalb werden Dir die Prüfer Fragen stellen wie zum Beispiel:

  • Warum wollen Sie Feinwerkmechaniker werden?
  • Wieso möchten Sie ausgerechnet bei uns eine zivile Berufsausbildung machen?
  • Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag vor?
  • Welche beruflichen Pläne haben Sie für die Zukunft?
  • Was würden Sie als Ihre größte Stärke bezeichnen?
  • Welchen Hobbys gehen Sie in Ihrer Freizeit nach?
  • Macht es Ihnen nichts aus, dass Sie für Ihre Ausbildung umziehen müssen?
  • Was entgegnen Sie, wenn Sie jemand für Ihre Entscheidung, bei der Bundeswehr zu arbeiten, kritisiert?

Möglich ist außerdem, dass Dich die Prüfer bitten werden, ein paar Deiner Antworten vom Persönlichkeitstest zu erklären. Alles in allem sind es aber die typischen Fragen, die bei einem Vorstellungsgespräch gestellt werden. Nur halt bezogen auf den Bund und auf Deinen Wunschberuf.

Deshalb solltest Du Dich in Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch über das Unternehmen Bundeswehr, die Berufsausbildung und Deinen künftigen Job informieren. Schließlich willst Du die Prüfer ja davon überzeugen, dass Du der richtige Kandidat für die Lehrstelle bist. Und das kannst Du nur, wenn Du Dich mit der ganzen Sache auseinandergesetzt hast.

Davon abgesehen, solltest Du versuchen, möglichst natürlich zu bleiben. Bete keine auswendig gelernten Antworten herunter, sondern gebe Dich so, wie Du bist. Je authentischer Du auftrittst, desto größer ist Deine Überzeugungskraft.

Nach dem Bewerbungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch schließt den Bundeswehr Feinwerkmechaniker Einstellungstest ab. Ob Du erfolgreich warst, erfährst Du einige Zeit später. Irgendwann bekommst Du nämlich Post von der Bundeswehr. Und in dem Schreiben steht, ob Du als Azubi eingestellt wirst.

Wie läuft die Berufsausbildung bei der Bundeswehr ab?

Der Feinwerkmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. Beim Bund kannst Du diesen Beruf in Zivil erlernen. Du wirst also kein Soldat. Stattdessen gehörst Du als Lehrling zur Bundeswehrverwaltung und damit gleichzeitig zum öffentlichen Dienst. Durchgeführt wird die Ausbildung im dualen System. Das bedeutet: Du lernst und arbeitest an Deinem Arbeitsplatz bei der Bundeswehr. Parallel dazu findet der schulische Teil der Ausbildung in der Berufsschule statt.

Der Ausbildungsort und die Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Am Ende legst Du Deine Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer ab. Dabei bietet die Bundeswehr die Berufsausbildung an zwei Standorten an, nämlich

  • im rheinland-pfälzischen Daun und
  • in Sankt Wendel im Saarland.

Je nach Bedarf und freien Dienstposten können aber durchaus weitere Ausbildungsstätten dazukommen. Über die Webseiten der Bundeswehr kannst Du Dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Genauso kannst Du Dich natürlich jederzeit an die Karriereberatung wenden, wenn Du Fragen hast.

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Die Inhalte der Ausbildung

Da es sich beim Feinwerkmechaniker um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt, greifen für die Ausbildung die Vorschriften aus dem Berufsbildungsgesetz und der Ausbildungsordnung. Daraus ergeben sich dann auch die Ausbildungsinhalte.

Vereinfacht zusammengefasst, eignest Du Dir während Deiner Lehre alles an Wissen und Können an, was Du für Deine Berufstätigkeit brauchst. Das bedeutet, dass Du unter anderem

  • den Umgang mit verschiedenen Messzeugen lernst.
  • Deine Arbeitsschritte planst.
  • übst, computergesteuerte Werkzeugmaschinen präzise zu bedienen.
  • Maschinenteile und feinmechanische Präzisionsgeräte in unterschiedlichen Varianten herstellst.
  • elektronische Mess- und Regelkomponenten zu funktionierenden Bauteilen zusammenbaust.
  • Maschinen einrichtest und damit dann zum Beispiel drehst, fräst, bohrst oder schleifst.
  • Kundenberatungen durchführst.
  • Geräte vor Ort montierst und die Kunden in die Bedienung einweist.
  • Maschinen, Geräte und Anlagen wartest, instand setzt und reparierst.

Dein Einkommen als Azubi

Obwohl Du einen handwerklichen Beruf lernst, bist Du als Lehrling bei der Bundeswehr im öffentlichen Dienst beschäftigt. Deshalb gilt für Dich auch der jeweils gültige Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes. Deine Bezahlung richtet sich ebenfalls danach. Für Dich bedeutet das, dass Dein monatliches Entgelt nach derzeitigem Stand (2018)

  • 968,26 Euro im 1. Ausbildungsjahr,
  • 1.018,20 Euro im 2. Lehrjahr,
  • 1.064,02 Euro im 3. Ausbildungsjahr und
  • 1.127,59 Euro im 4. Lehrjahr

beträgt. Dazu kommt noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Außerdem kriegst Du vermögenswirksame Leistungen und einen Zuschuss zu Deinen Lehrmitteln. Und wenn Du für die Ausbildung umgezogen bist, beteiligt sich der Bund einmal pro Monat an Deinen Kosten für die Fahrt nach Hause. Was die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb sonst noch zu bieten hat, kannst Du in dieser Broschüre nachlesen.

Welche beruflichen Perspektiven habe ich nach der Ausbildung?

Durch Deine abgeschlossene Berufsausbildung hast Du eine solide Basis für Deine berufliche Zukunft geschaffen. Denn der Beruf eröffnet Dir viele Möglichkeiten. Gleichzeitig hast Du in einem Betrieb gelernt, der für sehr hochwertige Ausbildungen steht. Je nachdem, was Du machen und erreichen möchtest, kann es deshalb auf verschiedenen Wegen weitergehen:

Du bleibst bei der Wehrverwaltung.

Ist ein Dienstposten frei und hast Du während der Lehre mit guten Leistungen überzeugt, kann Dich die Bundeswehr übernehmen. Du wirst dadurch vom Azubi zum zivilen Angestellten und arbeitest in Deinem erlernten Beruf. Tatsächlich stehen die Chancen auf eine Übernahme ziemlich gut. Denn natürlich denkt der Bund auch an seinen eigenen Bedarf, wenn er Fachkräfte ausbildet.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Du eine Laufbahnausbildung dranhängst. Dann bleibst Du ebenfalls im zivilen Bereich, wirst aber Beamter. Als Feinwerkmechaniker ist das zum Beispiel im technischen Dienst denkbar.

Du wechselst in den militärischen Bereich.

Möchtest Du beim Bund bleiben, aber zu den Streitkräften wechseln, kannst Du Dich für eine militärische Laufbahn bewerben. Mit Deinem Berufsabschluss in der Tasche könnte zum Beispiel die Laufbahn der Unteroffiziere oder der Feldwebel für Dich interessant sein. Beide Laufbahnen ermöglichen Dir nämlich, als Soldatin oder Soldat zu arbeiten und Dich gleichzeitig in Deinem erlernten Beruf weiterzuentwickeln. Doch wenn Du lieber in einen anderen Tätigkeitsbereich einsteigen möchtest, ist das ebenso möglich.

Für eine militärische Karriere musst Du geeignet sein. Neben Fachwissen und Deinem Charakter spielen dabei auch Deine körperliche Fitness und Deine Gesundheit eine wichtige Rolle. Deshalb machst Du dann noch einmal einen Eignungstest. Auch er enthält den Computertest und das Vorstellungsgespräch. Dazu kommen aber noch ein Sporttest und eine ärztliche Untersuchung. In den höheren Laufbahnen musst Du außerdem ein Assessment-Center mit Gruppenaufgaben und einem Kurzvortrag meistern.

Du bildest Dich weiter.

Ist eine Führungsposition Dein Ziel oder willst Du generell die Karriereleiter nach oben klettern, kannst Du Dich weiterbilden. Als ausgebildeter Feinwerkmechaniker kannst Du dabei in vier verschiedene Richtungen gehen:

Art der Weiterbildung Beruf
Meister-Weiterbildung Feinwerkmechanikermeister

Industriemeister in der Fachrichtung Metall

Techniker-Weiterbildung Techniker in der Fachrichtung Feinwerktechnik, Maschinentechnik, Mechatronik oder Medizintechnik
Kaufmännische Weiterbildung Technischer Fachwirt

Fachmann für kaufmännische Betriebsführung (HwO)

Sonstige Weiterbildung CNC-Fachkraft und NC-Anwendungsfachmann

Konstrukteur

Ausbilder

Daneben kommt auch ein Studium in Frage. So kannst Du zum Beispiel einen Bachelor-Abschluss in den Studiengängen Mikrotechnik und Mikrosystemtechnik oder Konstruktionstechnik machen.

Du gehst in die freie Wirtschaft.

Selbstverständlich steht Dir auch der zivile Arbeitsmarkt offen. Arbeitsplätze wirst Du in erster Linie bei Unternehmen finden, die feinmechanische und optische Produkte herstellen. Daneben kannst Du für Betriebe tätig werden, die elektrische Mess- und Kontrollinstrumente fertigen. Der Maschinen- und der Werkzeugbau bieten ebenfalls Jobs. Außerdem kannst Du bei einem Wartungs- und Reparaturdienst arbeiten. Möchtest Du lieber in den Bereich der Forschung gehen, kann zum Beispiel das physikalische Institut einer Hochschule die richtige Adresse für Dich sein.

Und was, wenn es nicht mit einer Lehrstelle geklappt hat?

Wie jeder andere Arbeitgeber hat auch die Bundeswehr nur eine begrenzte Anzahl an Ausbildungsplätzen. Und aus der Vielzahl an Bewerbern muss sie eine Auswahl treffen.

Hast Du kein Glück gehabt, muss das aber nicht zwangsläufig das Aus für Deine Karriere bei der Bundeswehr bedeuten. Denn Du kannst Dich für eine militärische Laufbahn bewerben. Klar musst Du dann bei einem weiteren Einstellungstest unter Beweis stellen, dass Du für den Dienst bei den Streitkräften geeignet bist. Aber Du weißt zumindest schon, was beim Einstellungstest auf Dich zukommt. Und mit einer gezielten Vorbereitung schaffst Du auch die Abschnitte, die Du noch nicht kennst.

Während oder gegen Ende Deiner Dienstzeit als Zeitsoldat kannst Du jedenfalls eine zivilberufliche Ausbildung machen. Dabei stehen verschiedene Berufe zur Auswahl. Darunter ist auch der Feinwerkmechaniker. So kommst Du trotzdem noch zu einem Abschluss in Deinem Wunsch-Beruf. Und Du bekommst während der Ausbildung nicht nur Deinen vollen Wehrsold weiter, sonst hast sogar eine verkürzte Ausbildungsdauer.

Eine andere Möglichkeit ist der Freiwillige Wehrdienst. Damit kannst Du die Zeit überbrücken, bis Du einen Ausbildungsplatz gefunden hast. Nebenbei verdienst Du Geld und sammelst berufliche Erfahrung. Und gegen Ende Deines Dienstes kannst Du entscheiden, ob Du Dich als Zeitsoldat verpflichten oder die Truppe verlassen willst.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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