Bundeswehr Tiermedizinischer Fachangestellter Einstellungstest: Alle Infos

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Tiermedizinischer Fachangestellter Einstellungstest

Bevor Du Deine Ausbildung beginnen kannst, musst Du den Einstellungstest erfolgreich meistern.

Du möchtest beruflich gerne etwas mit Tieren machen? Dem Tierarzt bei Untersuchungen und Behandlungen zu assistieren, könntest Du Dir gut vorstellen? Kranke Tiere auf der Krankenstation zu versorgen und Tierhalter zu beraten, findest Du spannend? Aber Dir macht es auch Spaß, Büroarbeiten zu erledigen? Und für organisatorische und verwaltende Aufgaben kannst Du Dich ebenso begeistern?

Klingt ganz so, als könnte der Beruf des tiermedizinischen Fachangestellten gut zu Dir passen. Bei der Bundeswehr kannst Du diesen Beruf lernen. Und dabei musst Du noch nicht mal als Soldat in eine Uniform schlüpfen. Denn die Ausbildung erfolgt in Zivil.

Tiermedizinischer Fachangestellter Einstellungstest der Bundeswehr

Wusstest Du, dass die Bundeswehr nicht nur das Militär stellt, sondern auch zu den größten zivilen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben in Deutschland gehört? Gut 50 verschiedene Ausbildungsberufe kannst Du hier im Rahmen einer zivilen Ausbildung lernen. Einer dieser zivilen Berufe ist der Tiermedizinische Fachangestellte. Und alles, was Du zur Ausbildung, zur Bewerbung und vor allem zum Einstellungstest wissen musst, erklären wir Dir in diesem Beitrag.

Was machen tiermedizinische Fachangestellte bei der Bundeswehr?

Tiermedizinische Fachangestellte sind Arzthelfer in Tierarztpraxen. Sie bereiten Untersuchungen vor und gehen dem Tierarzt bei Behandlungen und chirurgischen Eingriffen zur Hand. Daneben betreuen sie die vierbeinigen Patienten während des Aufenthalts in der Praxis. Und sie kümmern sich um die Versorgung der Tiere, die auf der Krankenstation bleiben müssen. Das Erstellen von Röntgenbildern und Arbeiten im Labor gehören ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. Doch tierärztliche Fachangestellte versorgen nicht nur die Vierbeiner, sondern stehen auch deren Haltern mit Rat und Tat zur Seite.

Auch dafür, dass in der Praxis alles reibungslos läuft, sind tiermedizinische Fachangestellte zuständig. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie Termine vergeben und die Patienten empfangen. Sie stellen sicher, dass die Hygiene in der Praxis passt und die tierärztliche Apotheke immer auf aktuellem Stand ist. Außerdem erledigen sie Büroarbeiten und die Tätigkeiten, die mit der Organisation und Verwaltung zusammenhängen.

Natürlich war das jetzt nur die Kurzversion. Ausführliche Informationen über das Berufsbild findest Du zum Beispiel online bei der Arbeitsagentur.

Bei der Bundeswehr bist Du als tiermedizinischer Fachangestellter in erster Linie in der Diensthundeklinik tätig. Sie arbeitet eng mit der Schule für Diensthundewesen zusammen und befindet sich im rheinland-pfälzischen Ulmen. Das ist in der Nähe von Cochem an der Mosel.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Wie jeder andere Arbeitgeber erwartet natürlich auch die Bundeswehr, dass Du ein paar grundlegende Anforderungen erfüllst. So brauchst Du als angehender Azubi folgendes:

  • guter Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife
  • gute Noten in Deutsch, Mathe, Biologie und Chemie
  • Spaß an der Arbeit mit Mensch und Tier
  • Einfühlungsvermögen
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • Teamgeist

Eine bestimmte Altersgrenze gibt es nicht. Generell stellt die Bundeswehr zwar lieber Azubis ein, die frisch von der Schule kommen. Aber bloß weil Du vielleicht schon etwas älter bist, sollte Dich das nicht von einer Bewerbung abhalten. Denn ob Du den Ausbildungsplatz bekommst, entscheidet sich sowieso erst nach dem Einstellungstest. Auf den Eignungstest kommen wir gleich noch zu sprechen.

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Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Wie kann ich mich um einen Ausbildungsplatz bewerben?

Auf Deinem Weg zur Lehrstelle gehst Du am besten zuerst einmal auf die Karriere-Seite der Bundeswehr. Wenn Du dort in die Jobsuche die Berufsbezeichnung eingibst, kommst Du zur Beschreibung vom tiermedizinischen Fachangestellten. Das Berufsprofil enthält ein paar allgemeine Informationen zum Job und zur Ausbildung.

Außerdem gibt es zwei Links. Über den einen Link kannst Du Kontakt zur Karriereberatung aufnehmen. Das macht Sinn, wenn Du Fragen hast oder Dich gerne zu Deinen beruflichen Möglichkeiten bei der Bundeswehr beraten lassen möchtest. Der andere Link führt Dich zum Bewerberportal.

Auf der Bewerbungsplattform sind Stellenangebote für freie Lehrstellen und Arbeitsplätze ausgeschrieben. Du nutzt die Plattform aber auch für Deine Bewerbung. Denn Deine Bewerbung reichst Du online ein. Dafür musst Du Dich zunächst registrieren. Anschließend lädst Du folgende Unterlagen in Dein Profil hoch:

  • Bewerbungsanschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie von Deinem letzten Schulzeugnis
  • Kopien von weiteren Zeugnissen, zum Beispiel von Praktika, Nebenjobs oder beruflichen Tätigkeiten, wenn Du welche hast

Bist Du noch nicht volljährig, brauchst Du außerdem eine Erklärung von Deinem Erziehungsberechtigten, dass Du am Auswahlverfahren teilnehmen darfst. Sofern Du einen Schwerbehindertenausweis (oder einen Bescheid über die Gleichstellung) hast, solltest Du eine Kopie davon ebenfalls zu Deiner Bewerbung hinzufügen. Diese Kopie übermittelst Du aber nicht online. Sondern Du schickst sie per Post an das Bundeswehr Dienstleistungszentrum in Mayen.

Achtung: Es gibt eine Bewerbungsfrist!

Um Deinen Ausbildungsplatz musst Du Dich schon eine ganze Zeit vorher bewerben. Die Ausbildung beginnt jeweils im August oder September eines Jahres. Deine Bewerbung muss aber schon fast ein Jahr früher vorliegen. Die Bewerbungsfrist endet nämlich am 30. September des Vorjahres.

Deshalb unser Tipp: Bewerbe Dich gegen Ende Deines vorletzten Schuljahres.

Damit Du die Ausbildung antreten kannst, brauchst Du zwar einen Schulabschluss. Aber für die Bewerbung reicht das Zeugnis aus, das Du zuletzt bekommen hast. Deshalb kannst Du Dich ruhig mit dem Zeugnis vom aktuellen Schuljahr bewerben. Auf diese Weise hältst Du die Bewerbungsfrist ein. Und wenn Du das Auswahlverfahren erfolgreich meisterst, kannst Du gleich nach dem Ende der Schulzeit in Deine berufliche Zukunft starten. Andernfalls müsstest Du ein ganzes Jahr überbrücken.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Bundeswehr Tiermedizinischer Fachangestellter Einstellungstest: Was kommt da auf mich zu?

Grafik Bundeswehr Tiermedizinischer Fachangestellter Einstellungstest

Der Einstellungstest setzt sich aus verschiedenen Abschnitten zusammen, die Du alle erfolgreich meistern musst.

Der Bundeswehr ist sehr wichtig, dass die Mischung aus fachlicher Eignung und Persönlichkeit stimmt. Deshalb belässt sie es nicht bei einem kurzen Vorstellungsgespräch. Stattdessen gibt es einen Einstellungstest.

Liegt Deine vollständige Bewerbung vor, schaut sich die Bundeswehr Deine Unterlagen an. Und bei der Durchsicht zählen zwei Dinge. Zum einen sind das Deine schulischen Leistungen. Hier gilt, dass Dein Gesamtdurchschnitt ordentlich sein sollte. Außerdem solltest Du in Deutsch, Mathe, Biologie und Chemie gute Noten haben. Denn diese Fächer sind für Deinen Wunsch-Beruf wichtig.

Zum anderen kommt es auf den Eindruck an, den Deine Bewerbung vermittelt. Sind Deine Angaben aussagekräftig? Sehen Deine Unterlagen ansprechend aus? Wird deutlich, dass und warum Du diesen Beruf bei der Bundeswehr erlernen willst?

Hat Deine Bewerbung überzeugt, lädt Dich der Bund zum Einstellungstest ein. Der Eignungstest umfasst mehrere Abschnitte. Die einzelnen Prüfungen verteilen sich dabei auf zwei Tage. Deine Einladung bezieht sich zunächst aber nur auf den ersten, schriftlichen Teil. Schlägst Du Dich hier gut, wirst Du ein paar Wochen später ein zweites Mal eingeladen. Dann ist der mündliche Teil an der Reihe. Aber schauen wir uns die einzelnen Bausteine vom Einstellungstest einmal genauer an!

Der Aufsatz

Als erste Aufgabe beim Eignungstest steht ein Aufsatz auf dem Programm. Du hast dafür in aller Regel drei verschiedene Themen zur Auswahl. Wie die Aufgabenstellungen lauten werden, kann Dir niemand vorhersagen. Denn die Themen ändern sich ständig. Oft geht es aber um das aktuelle Zeitgeschehen oder um wichtige Ereignisse, die sich auf der Welt tun. Auch Themen, die sich um Dinge aus dem alltäglichen Leben drehen oder die sich auf die Bundeswehr beziehen, sind beliebt.

Eine andere Aufgabenstellung, die beim Bundeswehr Test sehr oft auftaucht, beschäftigt sich mit einem Wortpaar. Die beiden Begriffe scheinen im ersten Moment ähnlich. In Wirklichkeit können sie aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein Beispiel für so ein Wortpaar ist “Ruhe und Stille”. Deine Aufgabe besteht jedenfalls darin, die beiden Begriffe zu erklären. Am besten überlegst Du Dir dazu konkrete Beispiele. So kannst Du aufzeigen, was die Wörter gemeinsam haben und inwiefern sie sich voneinander unterscheiden.

Den Aufsatz schreibst Du – so wie Du es aus der Schule kennst – von Hand. Bücher, das Internet oder andere Hilfsmittel stehen nicht zur Verfügung. Denn durch den Aufsatz prüft die Bundeswehr mehrere Dinge auf einmal. Klar geht es in erster Linie um Deine Deutschkenntnisse. Bist Du fit in Sachen Rechtschreibung und Grammatik? Wie sieht es mit Deinem sprachlichen Ausdrucksvermögen aus? Gleichzeitig soll der Aufsatz zeigen, ob Du strukturiert vorgehst und ordentlich arbeitest. Außerdem prüft der Aufsatz, ob Du Deine Überlegungen logisch und nachvollziehbar erklären kannst. Und nebenbei testet der Aufsatz auch gleich noch ein bisschen Dein Allgemeinwissen.

Der PC-Test

Der zweite Baustein vom schriftlichen Eignungstest ist ein PC-Test. Offiziell heißt der Computertest auch CAT-Test. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung. Damit ist gemeint, dass der Test am Computer durchgeführt und computergestützt ausgewertet wird.

Beim PC-Test kommen mehrere Einzeltests zusammen. Insgesamt soll der Computertest Deine fachliche und Deine persönliche Eignung ermitteln. Dabei wird aber kein spezielles Fachwissen abgefragt. Schließlich bist Du ja noch keine ausgebildete Fachkraft, sondern bewirbst Dich um einen Ausbildungsplatz. Es geht deshalb eher um Deine Kenntnisse und Fähigkeiten im Allgemeinen. Konkret bedeutet das, dass Du mit Fragen und Aufgaben aus beispielsweise folgenden Bereichen rechnen solltest:

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Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

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  • Deutsch
  • Mathematik
  • Biologie und Chemie
  • Allgemeinwissen
  • logisches Denken
  • Konzentrationsvermögen

Dabei sind die einzelnen Tests unterschiedlich aufgebaut. Mal hast Du ein bestimmtes Zeitfenster für einen ganzen Aufgabenblock. In anderen Abschnitten ist die Bearbeitungsdauer pro Aufgabe vorgegeben. Und sobald die Zeit abgelaufen ist, verschwindet die Frage vom Bildschirm und die nächste Aufgabe erscheint. Es kann deshalb durchaus sein, dass Du länger brauchst oder schneller fertig bist als andere Bewerber. Lass Dich davon nicht verunsichern – das ist normal. Ohnehin solltest Du Dich aber auf Dich und Deinen Test konzentrieren und Dich weniger darum kümmern, was Deine Mitbewerber machen.

Nur Auswahlfragen!

Die Fragen beim Computertest werden alle als sogenannte Multiple-Choice-Aufgaben gestellt. Zu jeder Frage bekommst Du dabei mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Meist sind es vier Lösungsvorschläge. Daraus musst Du die richtige Lösung aussuchen. Offene Fragen, bei denen Du die Antwort selbst geben musst, kommen beim CAT-Test nicht vor. Und es gibt auch keine Aufgaben, bei denen Du mehrere Lösungen anklicken musst.

Der Grund für diese einheitliche Fragestruktur ist, dass im Hintergrund ein weiteres Testsystem mitläuft. Dieses System heißt adaptives Testverfahren. Und es bewirkt, dass sich die Aufgaben von der Schwierigkeit her an Deine Fähigkeiten anpassen. Das Prinzip funktioniert so: Löst Du eine Aufgabe richtig, wird die nächste Frage ein bisschen schwerer. Andersherum folgt eine etwas leichtere Frage, wenn Deine Antwort falsch war. Durch diese Methode zeigt der Test, auf welchem Niveau sich Deine Fähigkeiten in den einzelnen Bereichen bewegen.

Der Persönlichkeitstest

Die Abschnitte, bei denen es um Wissen und Logik geht, werden noch durch ein weiteres Testverfahren ergänzt. Es heißt auch Fragebogenverfahren und ist ein Persönlichkeitstest. Anstelle von Fragen siehst Du hier verschiedene Aussagen. So eine Aussage kann zum Beispiel sein: „Mir fällt es leicht, mich in ein bestehendes Team zu integrieren.“ Durch die Antwortmöglichkeiten kannst Du einordnen, ob die Behauptung ganz, nur teilweise oder gar nicht auf Dich zutrifft.

Beim Persönlichkeitstest gibt es keine richtigen und falschen Lösungen. Denn es geht ja um Dich, Deine Eigenschaften und Deine Meinung. Und Du solltest bei der Wahrheit bleiben. Versuche nicht, die Aussagen zu analysieren. Sondern antworte aus dem Bauch heraus. Wenn Du versuchst, taktisch klug zu antworten, verstrickst Du Dich möglicherweise in Widersprüche.

Übrigens: Auf der Bundeswehr-Karriere-Seite gibt es einen Online-Test. Er heißt Assessment-Trainer und enthält Prüfungsaufgaben aus verschiedenen Rubriken. Damit bekommst Du einen Eindruck vom PC-Test. Auf unserer Seite findest Du in separaten Beiträgen ausführliche Informationen über das Auswahlverfahren der Bundeswehr. Natürlich haben wir darin auch Tipps für Deine Vorbereitung und Übungsaufgaben für Dich. Für ein intensives Training kannst Du außerdem kostenpflichtige Kurse und Test-Module buchen.

Der erste Teil ist geschafft!

Insgesamt dauert der Computertest so um die drei Stunden. Zwischendurch gibt es aber immer mal wieder kurze Pausen. Zusammen mit dem Aufsatz hast Du nach dem PC-Test den schriftlichen Teil vom Einstellungstest hinter Dir. Ob und wann es für Dich weitergeht, erfährst Du erst einige Zeit später.

Wenn alle Bewerber diesen Abschnitt vom Auswahlverfahren absolviert haben, wertet die Bundeswehr die Testergebnisse aus. Hast Du eine Prüfung nicht bestanden oder reichen Deine Leistungen nicht aus, kommst Du leider nicht in die nähere Auswahl. Hast Du Dich hingegen gut geschlagen, wirst Du zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Das Vorstellungsgespräch

Im zweiten Teil vom Eignungstest stehst Du als Person im Vordergrund. Die Bundeswehr möchte Dich näher kennenlernen und etwas über Deine Motivation wissen.

  • Warum wollen Sie tiermedizinischer Fachangestellter werden?
  • Wieso haben Sie sich für die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb entschieden?
  • Was erwarten Sie von der Ausbildung bei uns?
  • Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag als tiermedizinischer Fachangestellter vor?
  • Welche beruflichen Ziele möchten Sie erreichen?
  • Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?
  • Was sind Ihre größten Stärken und Schwächen?
  • Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?
  • Könnten Sie sich auch eine militärische Laufbahn vorstellen?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Solche Fragen werden Dir die Prüfer stellen. Letztlich also die Fragen, die für ein Vorstellungsgespräch ganz typisch sind. Zusätzlich dazu kann es sein, dass die Prüfer ein paar Deiner Antworten vom Computertest ansprechen werden. Und vielleicht werden sie auch kritische Themen anschneiden, die sich auf die Bundeswehr beziehen. Alles in allem bleibt es aber ein klassisches Bewerbungsgespräch.

Bei Deiner Vorbereitung solltest Du Dich unbedingt über die Bundeswehr als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb informieren. Mache Dich außerdem schlau darüber, was Deinen Wunsch-Beruf ausmacht, was die typischen Aufgaben sind und was Du dafür brauchst. Und überlege Dir, was Du als Azubi zu bieten hast. Denn schließlich ist Dein Ziel, die Prüfer davon zu überzeugen, dass Du die Lehrstelle wirklich willst und gut ausfüllen kannst. Ansonsten sammelst Du die meisten Pluspunkte, wenn Du natürlich bleibst und Dich so gibst, wie Du bist.

Nach dem Einstellungstest

Nach dem persönlichen Gespräch hast Du den Eignungstest gemeistert. Du kannst jetzt nicht mehr viel tun – außer abzuwarten. Nachdem alle Bewerber das Auswahlverfahren durchlaufen haben, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung. Du bekommst dann irgendwann Post. Und in dem Brief teilt Dir die Bundeswehr mit, ob Du als Azubi eingestellt wirst. Wenn ja, fährst Du bald wieder ins Dienstleistungszentrum. Dieses Mal aber nicht, um an einem Test teilzunehmen. Sondern um die Formalitäten zu klären und den Ausbildungsvertrag zu unterschreiben!

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Wie ist die Bundeswehr Ausbildung aufgebaut?

Beim tiermedizinischen Fachangestellten handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird im dualen System durchgeführt. Dual bedeutet, dass Du zum einen an Deinem Arbeitsplatz bei der Bundeswehr im Einsatz bist. Hier lernst Du vor allem die praktischen Inhalte und sammelst Berufserfahrung. Zum anderen gehst Du in die Berufsschule. In der Berufsschule steht die Theorie im Vordergrund. Nach den drei Jahren beendest Du Deine Ausbildung mit einer Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer.

Die Ausbildungsinhalte

Während Deiner Ausbildung lernst Du alles, was Du für eine erfolgreiche Tätigkeit als tiermedizinischer Fachangestellter brauchst. Das bedeutet, dass Du unter anderem

  • alle Abläufe in einer tiermedizinischen Praxis kennenlernst.
  • Behandlungen vorbereitest und dem Tierarzt bei der Durchführung zur Hand gehst.
  • die tierischen Patienten vor, während und nach der Untersuchung betreust.
  • Röntgenbilder erstellst und Laborarbeiten ausführst.
  • die Tiere auf der Krankenstation versorgst.
  • die Tierhalter berätst und ihnen erklärst, wie sie ihr Tier richtig versorgen.
  • die Abläufe in der Praxis organisierst, indem Du zum Beispiel Termine vergibst und die Patienten in Empfang nimmst.
  • Dich um die Verwaltung kümmerst und Büroarbeiten erledigst.
  • Patientenakten führst.
  • die tierärztliche Apotheke im Blick hast.
  • für Hygiene in der Tierarztpraxis sorgst.
  • bei Notfällen Erste Hilfe leistest.

Die Ausbildungsinhalte ergeben sich aus der Verordnung für den Beruf. Die rechtliche Grundlage schafft das Berufsbildungsgesetz.

Der Ausbildungsort

Die Bundeswehr bietet die Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten in Ulmen an. Das liegt in Rheinland-Pfalz.

Wohnst Du weiter weg, wirst Du für die Ausbildung vermutlich umziehen müssen. In diesem Fall hilft Dir der Bund, eine kostengünstige Unterkunft zu finden. Genauere Informationen dazu bekommst Du von Deinem Ausbilder. Und generell profitierst Du als ziviler Azubi bei der Bundeswehr von Leistungen, die Dir so nur wenige Arbeitgeber bieten. Einen Überblick darüber kannst Du Dir in dieser PDF verschaffen.

Dein Gehalt während der Ausbildung

Während Deiner zivilen Berufsausbildung gehörst Du zur Bundeswehrverwaltung. Damit bist Du gleichzeitig Angestellter im öffentlichen Dienst. Und aus diesem Grund richtet sich auch Dein Gehalt nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag für Azubis im öffentlichen Dienst. Das gilt unabhängig davon, welchen Beruf Du erlernst. In Zahlen ausgedrückt heißt das für Dich, dass Du derzeit (Stand ab März 2019) monatlich brutto

  • 1.018,26 Euro im 1. Jahr,
  • 1.068,20 Euro im 2. Jahr und
  • 1.114,02 Euro im 3. Jahr

verdienst. Sozialabgaben werden davon zwar abgezogen. Aber dafür bekommst Du noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Neben vermögenswirksamen Leistungen beteiligt sich die Bundeswehr außerdem an den Kosten für Deine Lehrmittel. Und wenn Du an den Wochenenden oder in den Ferien nach Hause fährst, gibt es einmal im Monat einen Zuschuss zu Deinen Fahrtkosten.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Hast Du Deine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen, hast Du einen vollwertigen und offiziell anerkannten Berufsabschluss in der Tasche. Gleichzeitig hast Du bei einem Arbeitgeber gelernt, der für seine hochwertigen Ausbildungen bekannt ist. Für Dich gibt es nun mehrere Möglichkeiten, wie Du Deinen beruflichen Weg fortsetzen kannst:

Du bleibst als Angestellter im zivilen Bereich bei der Bundeswehr.

Wenn die Bundeswehr Lehrlinge ausbildet, hat sie natürlich auch im Blick, welchen Bedarf an Fachkräften sie selbst hat. Deshalb strebt sie an, ihre Azubis nach der Ausbildung zu übernehmen. Waren Deine Leistungen gut und ist eine Stelle frei, kannst Du Dein Arbeitsverhältnis als ziviler Mitarbeiter fortsetzen. In diesem Fall bleibst Du Teil der Bundeswehrverwaltung und arbeitest als tiermedizinischer Fachangestellter bei der Bundeswehr.

Denkbar ist aber auch, dass Du eine zivile Laufbahn als Beamter einschlägst. Dann würdest Du eine weitere Ausbildung dranhängen. Diesmal eine Laufbahnausbildung, zum Beispiel im nichttechnischen, mittleren Dienst.

Du wirst Soldatin oder Soldat.

Möchtest Du doch gerne in eine Uniform schlüpfen, kannst Du Dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit bewerben. Mit Deiner abgeschlossenen Ausbildung könnte zum Beispiel die Laufbahn der Fachunteroffiziere im Sanitätsdienst interessant für Dich sein. Denn in dieser Laufbahn kannst Du den Soldatenberuf mit Deinem erlernten Beruf verbinden. Weitere Informationen dazu findest Du in dieser PDF. Je nach Schulabschluss kommen aber natürlich auch andere Laufbahnen in Frage. Und wenn Du willst, kannst Du sogar in einen ganz anderen Berufsbereich wechseln.

Allerdings musst Du als Soldatin oder Soldat etwas andere Anforderungen erfüllen. Neben der fachlichen und persönlichen Eignung spielen für eine militärische Karriere auch Deine körperliche Fitness und Deine Gesundheit eine große Rolle. Aus diesem Grund nimmst Du dann noch einmal an einem Einstellungstest teil. Und er ist etwas umfangreicher. So kommen zu den Abschnitten, die Du schon kennst, noch ein Sporttest und eine ärztliche Untersuchung dazu. Willst Du eine höhere Laufbahn einschlagen, steht außerdem ein Assessment-Center mit Gruppenaufgaben auf dem Programm.

Du suchst Dir einen anderen Arbeitgeber.

Ist eine Übernahme nicht möglich oder willst Du nicht bei der Bundeswehr bleiben, steht Dir selbstverständlich der zivile Arbeitsmarkt offen. Jobs für tiermedizinische Fachangestellte gibt es vor allem in

  • Tierarztpraxen,
  • Tierkliniken,
  • Zoos,
  • Veterinärämtern und
  • tiermedizinischen Instituten von Hochschulen.

Hast Du etwas Berufserfahrung gesammelt, kannst Du Dich außerdem weiterbilden. Im kaufmännischen Bereich könntest Du zum Beispiel den Fachwirt oder den Betriebswirt machen. Oder Du entscheidest Dich für ein Studium. Tiermedizin oder Biologie bieten sich dann als Studiengänge an.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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