
Bevor du deine Ausbildung beginnen kannst, musst du den Einstellungstest erfolgreich meistern.
Du arbeitest gerne mit Mensch und Tier? Du möchtest etwas im Bereich der Tiermedizin machen, hast aber auch Spaß an organisatorischen und verwaltenden Büroarbeiten? Bei der Bundeswehr kannst du eine zivile Ausbildung als tiermedizinische/r Fachangestellte/r absolvieren – vorausgesetzt, du bestehst den Einstellungstest. In diesem Beitrag erfährst du, wie das Auswahlverfahren abläuft, welche Inhalte der Eignungstest hat und worauf es bei deiner Vorbereitung ankommt.
Tiermedizinischer Fachangestellter Einstellungstest der Bundeswehr
Als tiermedizinische/r Fachangestellte/r bereitest du Untersuchungen vor, assistierst bei Behandlungen und betreust die Tiere auf der Krankenstation. Außerdem sorgst du für reibungslose Abläufe in der Tierarztpraxis und kümmerst dich um Verwaltung und Büro.
Ausgebildet wird der Beruf bei der Bundeswehr auf ziviler Seite. Doch um dir einen Ausbildungsplatz zu sichern, musst du im Auswahlverfahren überzeugen.
Das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr
Die Bundeswehr arbeitet mit einem Auswahlverfahren, das einem klar strukturierten Ablauf folgt:
- Bewerbung: Du registrierst dich im Bewerberportal und reichst deine Bewerbung online ein.
- Vorauswahl: Machen deine Unterlagen einen vielversprechenden Eindruck, bekommst du eine Einladung zum Einstellungstest.
- Einstellungstest: Das Auswahlverfahren organisiert meist das zuständige Bundeswehr-Dienstleistungszentrum. Die Bestandteile unterscheiden sich je nach Standort, wo und wann dein Test stattfindet, steht in deiner Einladung.
- Gespräch: Zum Verfahren kann ein Gespräch gehören, in Holzdorf zum Beispiel ein kurzes Kennenlerngespräch.
- Entscheidung: Haben alle Bewerber/-innen das Auswahlverfahren durchlaufen, teilt dir die Bundeswehr schriftlich mit, ob du als Azubi eingestellt wirst.
Der Einstellungstest für künftige tiermedizinische Fachangestellte bei der Bundeswehr

Der Einstellungstest umfasst mehrere Abschnitte.
Welche Teile der Einstellungstest hat, unterscheidet sich je nach Standort. Ein Beispiel ist Holzdorf: Dort gibt es einen schriftlichen Test, einen praktischen Teil und ein kurzes Kennenlerngespräch.
Insgesamt soll der Einstellungstest deine fachliche und persönliche Eignung feststellen. Dabei geht es aber nicht um Fachwissen, sondern um grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten.
Schriftlicher Test
Der schriftliche Test fragt kein spezielles Fachwissen ab. Es geht vielmehr um Basiswissen und Grundfertigkeiten, die im Berufsalltag gefragt sind. Zum Üben eignen sich daher diese Bereiche:
- Mathematik → Grundrechenarten, Dreisatz, Prozentrechnung, Textaufgaben
- Deutsch → Grammatik, Rechtschreibung, Sprachverständnis
- Logik → Zahlenreihen, Figuren, Matrizen, Muster
- Konzentration → Listen, Tabellen
Ob du am Computer oder auf Papier arbeitest und welche Aufgabenformen vorkommen, hängt vom Standort ab.
Vorstellungsgespräch
Im Gespräch geht es um dich als Person. Das Gespräch verfolgt das Ziel, dich besser kennenzulernen und deine persönliche Eignung zu beurteilen. Die Fragen im Gespräch beziehen sich auf:
- deinen bisherigen Werdegang
- deine Motivation für eine zivile Ausbildung bei der Bundeswehr
- dein Wissen über den Beruf und deine beruflichen Ziele
- deine Eigenschaften, Interessen, Stärken und Schwächen
Bleibe natürlich, gib dich, wie du bist, und lasse dich offen auf das Gespräch ein. Authentizität bringt dir die meisten Punkte ein.
Darauf kommt es bei der Vorbereitung auf den Eignungstest an
Viele Bewerber/-innen unterschätzen den Einstellungstest. Dabei ist in den wenigsten Fällen fehlendes Wissen das Problem. Zu Stolpersteinen werden vielmehr:
- schlechtes Zeitmanagement
- Nervosität und Probleme beim Konzentrieren
- zu wenig Übung mit den verschiedenen Aufgabenarten
- unsicheres Auftreten und unklare Motivation
Solche Fehler kannst du vermeiden, wenn du dich systematisch vorbereitest. Die effektivsten Methoden dazu sind:
- Frische dein Schulwissen in Mathematik, Deutsch und den berufsrelevanten Fächern auf.
- Übe gezielt die gängigen Varianten von Logik- und Konzentrationsaufgaben.
- Trainiere mit Mustertests, die du am Stück und unter Zeitdruck bearbeitest.
- Überlege dir, warum du deine Ausbildung bei der Bundeswehr machen willst und was du für den Beruf mitbringst.
Die Ausbildung zum/r tiermedizinische/n Fachangestellte/n bei der Bundeswehr
Tiermedizinische/r Fachangestellte/r ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der durch die Ausbildungsverordnung und das Berufsbildungsgesetz geregelt ist. Bei der Bundeswehr erlernst du den Beruf im Rahmen einer zivilen Ausbildung. Das bedeutet:
- Du wirst nicht Soldat/-in und gehst keine militärische Verpflichtung ein.
- Als Azubi gehörst du zur Bundeswehrverwaltung und bist damit im öffentlichen Dienst angestellt.
- Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird im dualen System (Betriebsstätte + Berufsschule) durchgeführt.
- Deine Abschlussprüfung legst du vor der Tierärztekammer ab. Der Abschluss ist offiziell anerkannt und überall nutzbar.
Während der Ausbildung sammelst du Fachwissen zur tiermedizinischen Versorgung von Tieren und zur Organisation der Abläufe in der Praxis. Mit dem Abschluss in der Tasche hast du dann verschiedene Möglichkeiten:
- Übernahme als zivile/r Angestellte/r bei der Bundeswehr
- Wechsel in eine militärische Laufbahn
- Tätigkeit auf dem zivilen Arbeitsmarkt, etwa in einer Tierarztpraxis, einer Tierklinik, einem Zoo oder einem Veterinäramt
- Weiterbildung oder Studium
FAQ zum Einstellungstest für einen Ausbildungsplatz als tiermedizinische/r Fachangestellte/r bei der Bundeswehr
Wie lange dauert das Auswahlverfahren?
Wie lange Test und Auswahlverfahren dauern, hängt vom Standort ab. Die Einzelheiten stehen in deiner Einladung.
Wie schwer ist der Einstellungstest?
Der Test gilt als mittelschwer – ist mit etwas Vorbereitung aber gut machbar.
Brauche ich tiermedizinisches Vorwissen?
Nein. Der Test fragt kein Spezialwissen ab, solides Schulwissen genügt.
Darf ich es noch einmal versuchen?
Fällst du durch oder reichen deine Leistungen für eine Zusage nicht aus, kannst du dich zum nächsten Einstellungstermin im Folgejahr neu bewerben.
Fazit
Der Einstellungstest für tiermedizinische Fachangestellte bei der Bundeswehr ist anspruchsvoll, aber keine unlösbare Aufgabe. Letztlich entscheidet nicht Talent, sondern das Gesamtpaket aus fachlicher und persönlicher Eignung, eine klare Motivation – und die richtige Vorbereitung.
Beginne rechtzeitig damit, typische Testaufgaben zu üben, und das möglichst nah an der realen Prüfungssituation. So gehst du sicherer in den Test und erhöhst deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz deutlich.



