
Du kannst eine Lehrstelle ergattern – wenn du den Einstellungstest bestehst.
Du denkst über eine zivile Ausbildung als Medientechnologe/-in Druck bei der Bundeswehr nach und willst dich jetzt über den Einstellungstest informieren? Tatsächlich ist der Eignungstest eine entscheidende Hürde. Denn von deinem Testergebnis hängt ab, ob du einen Ausbildungsplatz bekommst. Hier erfährst du, wie das Auswahlverfahren abläuft, welche Inhalte drankommen – und wie du dich optimal vorbereitest.
Bundeswehr “Medientechnologe Druck” Einstellungstest
Die Bundeswehr stellt nicht nur das Militär, sondern gehört auch zu den größten zivilen Ausbildungsbetrieben Deutschlands. Ein Beruf, den sie in Zivil ausbildet, ist Medientechnologe/-in Druck. Was früher der Buchbinder war, ist im digitalen Zeitalter eine spannende Mischung aus traditionellem Handwerk und modernster Technik.
Eine Lehrstelle setzt aber voraus, dass du den Einstellungstest bestehst. Was dich dabei erwartet, zeigen wir dir in diesem Beitrag.
Die Tätigkeit als Medientechnologe/-in Druck bei der Bundeswehr
Als Medientechnologe/-in mit dem Schwerpunkt Druck bearbeitest du Druckaufträge und setzt sie eigenverantwortlich um. Dazu bereitest du die Druckdaten auf, richtest die Produktionsmaschinen ein und steuerst den gesamten Druckprozess.
Du sorgst nicht nur für eine gleichbleibende Qualität, sondern pflegst, wartest und reparierst bei Bedarf auch die Druckmaschinen. Manchmal stellst du eigens Druckformen für einen Auftrag her, in anderen Fällen veredelst du die Oberflächen der Druckerzeugnisse oder verarbeitest die Druckbögen zu fertigen Produkten.
Die Bundeswehr produziert viele Printmedien intern. Broschüren, Flyer, Magazine, Poster, Bücher und andere Lehrmaterialien, aber auch Landkarten für Einsatzgebiete zum Beispiel. Bei all diesen Printmedien bist du als Medientechnologe/-in gefragt.
Das Auswahlverfahren der Bundeswehr
Die Bundeswehr setzt ein mehrstufiges Auswahlverfahren ein, um deine Eignung für die zivile Berufsausbildung zu prüfen. Dabei geht es nicht nur um reines Wissen, sondern um das Gesamtpaket aus fachlichem Potenzial, Persönlichkeit und Motivation. Das Verfahren ist standardisiert und folgt einer klaren Struktur:
- Bewerbung: Auf der Bundeswehr-Karriereseite kannst du dich über den Beruf und die Ausbildung informieren. Anschließend nutzt du das Bewerberportal, um deine Bewerbung online einzureichen.
- Vorauswahl: Die Bundeswehr prüft deine Unterlagen. Dabei zählt neben deinen Schulnoten vor allem der Gesamteindruck. Passt alles, wirst du zum Einstellungstest ins zuständige Dienstleistungszentrum eingeladen.
- Einstellungstest: Der schriftliche Testteil besteht aus einem Aufsatz und einem Computertest.
- Auswertung: Die Bundeswehr wertet die Ergebnisse aus. Hast du den schriftlichen Teil mit guten Leistungen bestanden, geht es mit dem Vorstellungsgespräch weiter.
- Vorstellungsgespräch: Das Bewerbungsgespräch ist der mündliche Teil des Einstellungstests. Hier steht deine Eignung als Person im Mittelpunkt.
- Entscheidung: Haben alle Bewerber/-innen das Auswahlverfahren durchlaufen, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung und teilt dir schriftlich mit, ob du als Azubi eingestellt wirst.
Der Einstellungstest für einen Ausbildungsplatz als Medientechnologe/-in Druck bei der Bundeswehr

Der Eignungstest prüft durch verschiedene Einzeltests, ob du der oder die Richtige für die Lehrstelle bist.
Der Bundeswehr ist das Gesamtpaket aus fachlicher und persönlicher Eignung sehr wichtig. Deshalb verlässt sie sich nicht nur auf die Angaben in den Bewerbungsunterlagen und ein kurzes Gespräch. Stattdessen gibt es den Einstellungstest. Er besteht aus mehreren Abschnitten, die jeweils andere Fertigkeiten testen.
Aufsatz
Zum schriftlichen Testteil gehört ein Aufsatz. Für deinen Text kannst du aus mehreren Themen wählen. Übliche Aufgabenstellungen befassen sich mit:
- Vergleichen von zwei Begriffen (z. B. „Aufgabe und Auftrag“)
- Ereignissen aus dem aktuellen Zeitgeschehen
- Fragen aus Alltag oder Gesellschaft
- Themen mit Bezug zum Beruf oder der Bundeswehr
Neben Rechtschreibung und Grammatik geht es im Aufsatz um eine sorgfältige Arbeitsweise, Ausdrucksvermögen, strukturiertes Denken und Argumentationsfähigkeit.
Computertest (CAT-Test)
Das Herzstück des schriftlichen Teils ist der CAT-Test. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistiertes Testen und bezeichnet ein Testsystem, das per Computer durchgeführt und ausgewertet wird.
Der CAT-Test stellt fest, ob du die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringst. Er fragt aber kein spezielles Fachwissen ab, sondern prüft allgemeine Grundlagen:
- Deutsch → Grammatik, Rechtschreibung, Sprachverständnis
- Mathematik → Grundrechenarten, Dreisatz, Zins- und Prozentrechnung
- Physik und technisches Verständnis → Grundprinzipien, Funktionsweisen, Einheiten
- logisches und räumliches Denken → Zahlenreihen, Figuren, Symbole, Muster, Schlussfolgerungen
- Konzentration → Listen, Tabellen
- Allgemeinwissen → Wirtschaft, Politik, Erdkunde, Naturwissenschaften
- Persönlichkeit → Aussagen, die du für dich einstufst; hier zählt Ehrlichkeit, nicht richtig oder falsch
Alle Fragen im Computertest sind Auswahlfragen mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, aus denen du die richtige Lösung aussuchst. Dabei passen sich die Aufgaben an deine Fertigkeiten an: Auf richtige Lösungen folgen schwerere Fragen, auf falsche leichtere. Durch dieses adaptive Testsystem entsteht ein präzises Leistungsprofil.
Vorstellungsgespräch
Warst du im schriftlichen Testteil erfolgreich, geht es einige Zeit später mit dem Bewerbungsgespräch weiter. Während bei den schriftlichen Tests die fachliche Eignung im Vordergrund stand, zielt das Gespräch auf deine persönliche Eignung und deine Motivation ab. Klassische Gesprächsinhalte sind:
- deine Gründe, Medientechnologe/-in zu werden und die Ausbildung bei der Bundeswehr zu machen
- deine Erwartungen an die Ausbildung und deine beruflichen Ziele
- deine Vorstellungen über einen typischen Arbeitstag
- dein bisheriger Werdegang und deine Interessen
- deine Eigenschaften, Stärken und Schwächen
Die beste Strategie ist: Bleibe natürlich und lasse dich ehrlich auf das Gespräch ein. Je authentischer du bist, desto glaubwürdiger und überzeugender wirkst du.
Die Vorbereitung auf den Eignungstest
Rein von den Inhalten her ist der Einstellungstest machbar. Er verlangt kein berufliches Vorwissen – mit solidem Schulwissen bist du gut aufgestellt. Zur Herausforderung wird aber die besondere Testsituation. Genau hier setzt eine effektive Vorbereitung an.
Wiederhole die Grundlagen.
Frische dein Schulwissen in Deutsch, Mathematik, Technik und Physik auf. Diese Fächer sind berufsrelevant. Rufe dir außerdem in Erinnerung, welche Regeln für Aufsätze gelten.
Trainiere mit Übungstests.
Bearbeite Beispielaufgaben aus verschiedenen Themenbereichen, um die gängigen Varianten von Testaufgaben kennenzulernen. Wichtig ist das vor allem in den Kategorien Logik und Konzentration. Denn hier begegnest du Aufgabenformaten, mit denen du vermutlich wenig Erfahrung hast.
Löse außerdem immer wieder ganze Mustertests an einem Stück und unter Zeitdruck. Solche Simulationen helfen, dich an die Testbedingungen zu gewöhnen.
Spiele das Vorstellungsgespräch durch.
Informiere dich über den Beruf und die Bundeswehr und definiere deine Motivation für die Ausbildung. Lege dir in Stichworten Antworten zurecht, mit denen du aufzeigen kannst, warum du der oder die Richtige für die Lehrstelle bist.
Die zivile Ausbildung als Medientechnologe/-in Druck bei der Bundeswehr
Medientechnologe/-in Druck ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, den die Bundeswehr in Zivil ausbildet. Das bedeutet für dich, dass du eine ganz normale Berufsausbildung machst:
- Ausbildungsdauer: 3 Jahre
- duales System mit Betriebsstätte und Berufsschule
- Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer
Entscheidend dabei ist, dass du als ziviler Azubi der Bundeswehrverwaltung und damit dem öffentlichen Dienst angehörst. Du wirst nicht Soldat/-in und gehst keine militärische Verpflichtung ein.
Anders als früher, als das Druckgewerbe von traditionellem Handwerk geprägt war, ist die Drucktechnik heute automatisiert, digital und technisch anspruchsvoll. Gerade diese Kombination aus Handwerk und Technologie macht den Beruf langfristig attraktiv – und dich zu einer gefragten Fachkraft. Deshalb kannst du deinen beruflichen Weg bei der Bundeswehr fortsetzen oder in die freie Wirtschaft wechseln.
FAQ zum Einstellungstest als künftige/r Medientechnologe/-in Druck bei der Bundeswehr
Wo findet der Einstellungstest statt?
In aller Regel in dem Dienstleistungszentrum, das für deine Bewerbung und später auch deine Ausbildung zuständig ist. Die genaue Anschrift steht in deiner Einladung.
Wie lange dauert der CAT-Test?
Ungefähr drei Stunden, mit kurzen Pausen zwischen den einzelnen Testabschnitten.
Brauche ich Vorkenntnisse in Druck oder Technik?
Nein. Schulwissen und technisches Grundverständnis genügen.
Gibt es Unterschiede zum militärischen Test?
Ja. Der zivile Einstellungstest prüft dein fachliches und persönliches Potenzial. Für eine militärische Laufbahn zählen auch die körperliche, gesundheitliche und charakterliche Eignung. Deshalb ist der militärische Test umfangreicher.
Was passiert, wenn ich durchfalle?
Bestehst du den Einstellungstest nicht, ist eine Einstellung nicht möglich. Du kannst dich aber erneut bewerben und es noch einmal probieren.
Fazit
Auch wenn der Einstellungstest der Bundeswehr kein Spaziergang wird, ist er deine große Chance, zu zeigen, dass du den Ausbildungsplatz als Medientechnologe/-in wirklich willst. Mit einer systematischen Vorbereitung schaffst du die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme. Beginne also rechtzeitig mit dem Üben – und mache einen großen Schritt auf deinen Wunschberuf zu.














