
Du kannst nur eingestellt werden, wenn du den Eignungstest bestehst.
Du möchtest gerne medizinische/r Fachangestellte/r werden? Bei der Bundeswehr hast du dafür zwei Möglichkeiten – entweder als ganz normale, zivile Berufsausbildung oder kombiniert mit einer militärischen Ausbildung in der Laufbahn der Fachunteroffiziere. Doch in beiden Fällen führt dein Weg über das Auswahlverfahren. In diesem Beitrag erfährst du, was dich im Einstellungstest als medizinische/r Fachangestellte/r bei der Bundeswehr erwartet.
Bundeswehr Medizinischer Fachangestellter Einstellungstest
Bei der Bundeswehr arbeiten medizinische Fachangestellte sowohl in Uniform als auch in Zivil. Wenn du den Beruf erlernen willst, kannst du deshalb den Karriereweg wählen, der besser zu deinen beruflichen Zielen passt.
Allerdings legt die Bundeswehr großen Wert darauf, dass das Gesamtpaket aus fachlicher, persönlicher und charakterlicher Eignung stimmt. Aus diesem Grund setzt sie ein mehrstufiges Auswahlverfahren ein, das du für eine Zusage erfolgreich durchlaufen musst.
Medizinische Fachangestellte bei der Bundeswehr: Aufgaben und Ausbildung im Überblick
Medizinische Fachangestellte kümmern sich um die organisatorischen Abläufe in den medizinischen Einrichtungen der Bundeswehr, unterstützen Ärzt/-innen bei Untersuchungen und assistieren bei Behandlungen.
Zu den typischen Aufgaben gehören:
- Patienten empfangen und betreuen
- Untersuchungen vorbereiten und Behandlungen begleiten
- Blut abnehmen, Verbände anlegen, Gewicht und Körpergröße messen
- Laborarbeiten durchführen
- Praxisräume, Geräte und Instrumente pflegen
- Praxisabläufe organisieren (Terminvergabe, Korrespondenz, Patientenakten)
- Leistungen dokumentieren und abrechnen
Bei der Bundeswehr kannst du zwischen zwei Karrierewegen wählen:
| Militärische Laufbahn | Zivile Ausbildung |
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Im Vergleich zu einer normalen Arztpraxis ist dein Arbeitsplatz bei der Bundeswehr strukturierter. Außerdem bietet er Sicherheit und eröffnet zahlreiche Optionen für eine langfristige Karriere – sowohl bei der Bundeswehr als auch außerhalb.
Der Ablauf des Auswahlverfahrens
Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen und auf dieser Basis deine Eignung einschätzen zu können, setzt die Bundeswehr ein mehrstufiges Auswahlverfahren ein. Es ist zwar recht umfangreich, dafür aber klar strukturiert, objektiv und fair.
Der typische Ablauf gestaltet sich so:
1. Bewerbung
Der optimale Ausgangspunkt ist die Karriereseite der Bundeswehr. Dort findest du die Beschreibung des Berufs, eine Übersicht mit den Anforderungen und alle Kontaktdaten, die du brauchst.
- Möchtest du medizinische/r Fachangestellter in der Laufbahn der Unteroffiziere werden, vereinbarst du einen Termin mit der Karriereberatung. In dem Beratungsgespräch bekommst du alle wichtigen Informationen und Unterstützung bei deiner Bewerbung.
- Willst du eine zivile Ausbildung machen, kannst du dich direkt online über das Bewerberportal bewerben.
2. Einladung
Liegt deine vollständige Bewerbung vor, prüft die Bundeswehr deine Unterlagen. Erfüllst du die formalen Kriterien und sieht deine Bewerbung insgesamt gut aus, wirst du zum Einstellungstest eingeladen.
3. Eignungstest
Der Einstellungstest findet in einem Karrierecenter (militärisch) oder Dienstleistungszentrum (zivil) statt. Er verteilt sich auf zwei Tage. Für eine militärische Laufbahn folgen die beiden Testtage direkt aufeinander, bei einer zivilen Ausbildung liegen die Testtage zeitlich meist auseinander.
Der Eignungstest setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Welche Stationen du durchläufst, richtet sich danach, welchen Weg du einschlagen möchtest:
| Militärische Laufbahn | Zivile Ausbildung |
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Für künftige Soldat/-innen ist der Test also umfangreicher. Außerdem unterscheidet sich der Schwerpunkt: Während für eine militärische Laufbahn die körperliche Leistungsfähigkeit und die charakterliche Eignung eine große Rolle spielen, liegt der Fokus für eine zivile Ausbildung eher auf dem fachlichen Potenzial.
4. Entscheidung
Hast du alle Stationen des Einstellungstests erfolgreich hinter dich gebracht, fällt die Entscheidung.
- Ob du als Fachunteroffizier durchstarten kannst, erfährst du sofort. Nach dem Vorstellungsgespräch gehst du zur Einplanungsstelle und besprichst dort alle weiteren Schritte.
- Ob du eine Lehrstelle bekommst, teilt dir die Bundeswehr schriftlich mit. Die Entscheidung fällt erst, wenn das Auswahlverfahren abgeschlossen ist und die Testergebnisse aller Bewerber/-innen vorliegen. Deshalb musst du etwas Geduld haben.
Der militärische Einstellungstest als medizinische/r Fachangestellte/r bei der Bundeswehr

Der Eignungstest stellt dein Wissen und Können auf die Probe.
Die verschiedenen Stationen des Eignungstests sollen deine fachliche, körperliche und charakterliche Eignung für den militärischen Dienst feststellen.
Dabei beginnt das Verfahren mit einer Informationsrunde. Darin werden die Abläufe erklärt, außerdem folgt meist ein kurzer Info-Vortrag über die Laufbahn und den Tätigkeitsbereich. Danach starten die Prüfungen.
CAT-Test
Der sogenannte CAT-Test ist der schriftliche Einstellungstest. CAT steht für Computer-Assistierte Testung und bezeichnet ein Testverfahren, das computerbasiert durchgeführt und ausgewertet wird.
Der Computertest prüft, ob du die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Ausbildung und den Beruf mitbringst. Er fragt aber kein spezielles Fachwissen ab, sondern testet Grundfertigkeiten. Zu den gängigen Testbereichen zählen deshalb:
- Deutsch
- Mathematik
- logisches Denken
- Konzentration und Reaktion
- Allgemeinwissen (Biologie und Chemie, da berufsrelevant; außerdem z. B. technisches Verständnis, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Erdkunde)
Im Computertest tauchen ausschließlich Multiple-Choice-Aufgaben auf. Zu jeder Frage siehst du mehrere Antwortmöglichkeiten und wählst daraus die richtige Lösung aus.
Gleichzeitig passt sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben an deine Kenntnisse an: Auf richtige Antworten folgen schwerere Fragen, auf falsche einfachere. Durch dieses adaptive System kann der Test ein präzises Leistungsprofil erstellen.
Persönlichkeitstest
Zusätzlich zu klassischen Testaufgaben enthält der Computertest psychologische Fragen. Hier siehst du verschiedene Aussagen, etwa „Mir fällt es leicht, Kontakte zu knüpfen.“ Anhand einer Skala ordnest du ein, ob und wie sehr du der Aussage zustimmst.
Richtige oder falsche Antworten gibt es dabei nicht. Entscheidend ist, was dich ausmacht. Antworte deshalb ehrlich – denn nur so ergibt sich am Ende ein stimmiges Bild ohne Widersprüche.
Sporttest
Für den Soldatenberuf ist körperliche Fitness unverzichtbar. Deine Leistungsfähigkeit prüft die Bundeswehr durch den sogenannten Basis-Fitness-Test. Er besteht aus drei Disziplinen:
- 11 x 10 Meter Sprinttest: An der ersten Station musst du schnell und geschickt sein. Du sprintest wie bei einem Pendellauf 11 x die Distanz von 10 Metern, wobei du jede Runde aus der Bauchlage startest. Für deinen Durchgang hast du maximal 60 Sekunden Zeit.
- Klimmhang-Test: Die zweite Übung testet Griffkraft. Du gehst in die Endposition eines Klimmzugs und hältst diese Position möglichst lange. Die Mindestvorgabe liegt bei 5 Sekunden.
- 3.000 Meter Fahrrad-Ergometer-Test: Zuletzt geht es um Ausdauer. Auf dem Fahrrad-Ergometer legst du in maximal 6:30 Minuten 3 Kilometer zurück.
Ärztliche Untersuchung
Als Soldat/-in oder Soldat musst du gesund und in einer guten körperlichen Verfassung sein. Die ärztliche Untersuchung soll deine Eignung für den Militärdienst aus medizinischer Sicht feststellen. Dazu unterziehst du dich verschiedenen Einzeluntersuchungen und Tests. Außerdem führst du ein Arztgespräch.
Im Ergebnis bewertet der Arzt deine Diensttauglichkeit im Allgemeinen und definiert mögliche Ausschlüsse für bestimmte Verwendungen. Auf dieser Basis wird dir ein Tauglichkeitsgrad zugeordnet.
Vorstellungsgespräch
Im persönlichen Gespräch geht es um dich als Person. Das Ziel ist, etwas über deine Motivation zu erfahren und deine persönliche Eignung zu beurteilen. Inhaltlich kommen die Themen zur Sprache, die in einem Bewerbungsgespräch üblich sind:
- dein bisheriger Werdegang und deine beruflichen Ziele
- deine Motivation, medizinische/r Fachangestellte/r bei der Bundeswehr zu werden
- dein Wissen über den Beruf und deine Erwartungen an die Ausbildung
- deine Eigenschaften, besonderen Merkmale, Stärken und Schwächen
- deine Interessen und Hobbys
- eventuell einige deiner Angaben aus dem Persönlichkeitstest
Natürlich solltest du deinen Berufswunsch schlüssig begründen können. Aber wichtig ist, dass du dich nicht verstellst. Lasse dich offen auf das Gespräch ein und bleibe authentisch – damit fährst du am besten.
Der zivile Einstellungstest als medizinische/r Fachangestellte/r bei der Bundeswehr

Beim Eignungstest legst du als angehender Azubi schriftliche und mündliche Prüfungen ab.
Bewirbst du dich um einen zivilen Ausbildungsplatz als medizinische/r Fachangestellte/r bei der Bundeswehr, ist der Einstellungstest kompakter:
- Der CAT-Test und das Vorstellungsgespräch gehören zum Einstellungstest dazu. Sie laufen fast genauso ab wie bei einer militärischen Laufbahn.
- Der Sporttest und die ärztliche Untersuchung entfallen.
- Als zusätzlichen Baustein schreibst du einen Aufsatz.
Fazit
Ob militärische Laufbahn oder zivile Ausbildung: Der Einstellungstest für künftige medizinische Fachangestellte bei der Bundeswehr ist anspruchsvoll – mit einer gezielten Vorbereitung aber gut machbar.
Die wenigsten Bewerber/-innen scheitern an Wissenslücken, fehlendem Können oder mangelnder Motivation. Zum Stolperstein werden vielmehr die verschiedenen, teils ungewohnten Aufgabenarten und der Zeitdruck im CAT-Test, die notwendige Konzentration, die richtige Einteilung der Energie – und nicht zuletzt die eigene Nervosität.
Doch all das sind Faktoren, denen du durch Training effektiv begegnen kannst. Wenn du weißt, was auf dich zukommt und systematisch übst, indem du den Einstellungstest so realitätsnah wie möglich simulierst, gehst du wesentlich ruhiger und selbstsicherer in die Prüfung. Deshalb: Starte rechtzeitig mit deiner Vorbereitung, um deine Chancen auf ein gutes Testergebnis zu optimieren.














