Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest: Profi im Lager

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest

Auf dem Weg zu einer Lehrstelle führt kein Weg am Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest vorbei.

Lagerprozesse und der Materialfluss sind die beiden wichtigsten Schlagworte, wenn es um den Job des Fachlageristen geht. Als Profi hast Du jederzeit den Überblick über das Lager. Du kennst die Bestände und sorgst dafür, dass die Waren richtig gelagert sind. Bei Wareneingängen übernimmst Du die Kontrolle. Denn Du nimmst die Lieferungen entgegen, und prüfst die Menge und den Zustand der Ware. Passt alles, sortierst Du die Lieferung und verräumst die Produkte oder leitest sie an ihren Bestimmungsort weiter. Für den Materialfluss in die andere Richtung stellst Du Lieferungen zusammen und verpackst sie transportsicher. Damit Du einen guten Job machen kannst, bilden Dich erfahrene Ausbilder aus. Doch bevor es richtig losgehen kann, musst Du erst einmal beim Einstellungstest überzeugen.

Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest

Klar: Die Bundeswehr stellt das deutsche Militär. Doch allein mit Soldaten würden die Streitkräfte nicht funktionieren. Damit alles reibungslos läuft, braucht es zivile Kräfte im Hintergrund. Und so wird die Bundeswehr nicht nur zu einem der größten Arbeitgeber generell, sondern auch zu einem der größten zivilen Arbeitgeber in Deutschland.

Im zivilen Bereich – und zwar ganz konkret in der Wehrverwaltung – sind Angestellte und Beamten tätig. Außerdem gibt es Azubis. Dabei stehen beim Bund als Ausbildungsbetrieb viele verschiedene Berufe zur Auswahl. Einer davon ist der Fachlagerist (m/w). Was Du wissen solltest, wenn Du Dich für diesen Ausbildungsberuf interessierst, verraten wir Dir in diesem Beitrag.

Was macht ein Fachlagerist?

Als Fachlagerist nimmst Du Warenlieferungen an. Anhand der Lieferpapiere überprüfst Du, ob die Lieferung stimmt und vollständig ist. Anschließend packst Du die Güter aus und kontrollierst ihren Zustand. Nachdem Du die Ware im EDV-System erfasst hast, sortierst Du sie. Dann lagerst Du die Ware entweder ein oder leitest sie an die Stelle weiter, für die sie bestimmt ist. Natürlich achtest Du immer darauf, dass die Güter sachgerecht und unter möglichst optimalen Bedingungen gelagert werden. Damit Du den Überblick behältst, kontrollierst Du regelmäßig die Lagerbestände. Von Zeit zu Zeit führst Du außerdem Inventuren durch.

Doch Du bist nicht nur für die Warenannahme zuständig. Der Versand gehört nämlich genauso zu Deinem Aufgabenbereich. Für einen Versand stellst Du die entsprechenden Waren nach Art und Menge zusammen und verpackst sie. Dann kennzeichnest und beschriftest Du die Sendung und füllst die Begleitpapiere aus. Zum Schluss lädst Du die Ware in Lkws. Klar, dass Du dabei die einschlägigen Vorschriften – zum Beispiel die Gefahrgutverordnung, die Zollbestimmungen oder die Vorgaben zur Ladungssicherung – immer im Hinterkopf hast. Im Lager selbst nutzt Du Geräte wie den Gabelstapler und Fördermittel wie Sortieranlagen, um die Waren von A nach B zu bringen.

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Ausführliche Informationen über das Berufsbild des Fachlageristen findest Du zum Beispiel auf der Internetseite der Arbeitsagentur. Einen Steckbrief mit den wichtigsten Daten und Fakten kannst Du Dir hier herunterladen.

Welche Voraussetzungen gelten für diesen Beruf?

Bei der Ausbildung zum Fachlageristen handelt es sich um eine zivile Berufsausbildung. Entscheidest Du Dich dafür, schlägst Du keine militärische Laufbahn ein. Du wirst also nicht Soldatin oder Soldat. Stattdessen wirst Du Azubi im öffentlichen Dienst. Dadurch gehörst Du zur Verwaltung der Bundeswehr. Als Voraussetzungen musst Du folgendes mitbringen:

  • guter Realschulabschluss oder sehr guter Hauptschulabschluss
  • gute Schulnoten in Deutsch und Mathematik
  • handwerkliches Geschick
  • Organisationstalent

Interesse am Beruf und Lernbereitschaft sollten selbstverständlich sein. Gleiches gilt für eine sorgfältige Arbeitsweise und für Teamgeist.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Dinge wie Deinen Schulabschluss und Deine Schulnoten kann die Bundeswehr aus Deinen Bewerbungsunterlagen ablesen. Einzuschätzen, ob Du auch als Person geeignet bist, ist da schon schwieriger. Ob Du die richtige Besetzung für die Lehrstelle bist, prüft die Bundeswehr deshalb durch einen Einstellungstest. Auf den Eignungstest gehen wir gleich noch ausführlich ein.

Wo und wie kann ich mich bewerben?

Wenn Du die Karriere-Seite der Bundeswehr aufrufst und in das Feld „Jobsuche“ den Fachlagerist als Suchbegriff eingibst, kommst Du zum Berufsprofil. Neben ein paar Informationen zum Beruf gibt es darin einen Link zum Bewerbungsportal. Nachdem Du Dich hier registriert hast, kannst Du Deine Bewerbung online einreichen. Dabei brauchst Du dann folgende Unterlagen:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Lebenslauf, tabellarisch und mit Foto
  • letztes Schulzeugnis
  • sofern vorhanden Zeugnisse über Praktika, Jobs und andere Qualifikationen
  • Einverständniserklärung Deiner Eltern, wenn Du noch minderjährig bist

Eine Behinderung muss Dich nicht von einer Bewerbung abhalten. Ganz im Gegenteil wird Deine Bewerbung sogar bevorzugt berücksichtigt, wenn Du ansonsten die gleiche Eignung mitbringst. Für Deine Bewerbung solltest Du Deinen Schwerbehindertenausweis oder den Bescheid über Deine Gleichstellung kopieren. Diese Kopie lädst Du aber nicht zusammen mit den anderen Unterlagen online hoch. Sondern Du schickst die Kopie per Post an die Bundeswehr.

Wenn Du möchtest, kannst Du auch erst einmal einen Beratungstermin ausmachen, bevor Du Dich bewirbst. Den Link dazu findest Du ebenfalls im Berufsprofil. Die Karriereberatung ist nämlich nicht nur für künftige Soldaten oder Freiwillig Wehrdienstleistende gedacht. Stattdessen richtet sie sich an alle Bewerber. Die Berater beantworten Dir Deine Fragen und informieren Dich über Deine beruflichen Möglichkeiten. Und sie helfen Dir bei Deiner Bewerbung.

Achte auf die Bewerbungsfrist!

Je nach Bundesland beginnen die Ausbildungen alljährlich im August oder im September. Und Bewerbungsschluss ist grundsätzlich der 30. September des Vorjahres. Deine Bewerbung musst Du also rund ein Jahr vor Deinem gewünschten Einstellungstermin abgeben.

Deshalb folgender Tipp: Am besten bewirbst Du Dich gegen Ende Deines vorletzten Schuljahres. Für die Bewerbung nimmst Du dann – je nachdem auf welche Schule Du gehst – das Schulzeugnis der 8., 9., 11. oder 12. Klasse. Im Verlauf des letzten Schuljahres absolvierst Du auf diese Weise den Einstellungstest. Und wenn alles gut geht, kannst Du mit dem Schulabschluss in der Tasche direkt nach den Sommerferien mit Deiner Ausbildung anfangen.

Manchmal wird die Bewerbungsfrist verlängert. Das kann zum Beispiel passieren, wenn es noch freie Lehrstellen gibt oder wenn zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen wurden. Die freien Stellen sind dann im Bewerbungsportal ausgeschrieben. Und dort steht auch, bis wann die aktuelle Bewerbungsfrist läuft. Generell solltest Du Dir aber den 30. September als Bewerbungsschluss merken.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Wie läuft der Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest ab?

Grafik Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest

Beim Eignungstest durchläufst Du mehrere Abschnitte, die unterschiedliche Fähigkeiten prüfen.

Der erste Schritt auf Deinem Weg zu einer Lehrstelle ist Deine Bewerbung. Wie jeder Arbeitgeber schaut sich auch die Bundeswehr Deine Unterlagen an. Dabei achtet sie zum einen darauf, welchen Eindruck Deine Bewerbung als solches macht. Zum anderen wirft sie einen Blick auf Deine Noten. Und neben dem Gesamtdurchschnitt sind dabei besonders Deine Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik wichtig. Anhand der Bewerbungen trifft die Bundeswehr eine Vorauswahl. Konntest Du punkten, wirst Du zum Einstellungstest eingeladen.

Der Eignungstest findet in einem Dienstleistungszentrum statt. Wo Du den Test machst, steht in Deiner Einladung. Neben Infos zur Anreise findest Du darin auch eine Übersicht mit Unterlagen, die Du mitbringen musst. Üblicherweise werden das die Originale von den Zeugnissen und Dokumenten sein, die Du bei Deiner Bewerbung online hochgeladen hattest.

Der Bundeswehr Fachlagerist Einstellungstest verteilt sich auf zwei Tage. Sie folgen aber nicht direkt aufeinander, sondern mit etwas Abstand dazwischen. Und Deine Einladung bezieht sich zunächst nur auf den schriftlichen Teil vom Eignungstest. Ob Du später auch an der mündlichen Prüfung teilnimmst, hängt nämlich davon ab, wie Du am ersten Tag abgeschnitten hast.

1. Prüfung: der Aufsatz

Am ersten Prüfungstag steht der schriftliche Teil vom Eignungstest auf dem Programm. Und er beginnt damit, dass Du einen Aufsatz schreibst. Für den Aufsatz stehen in aller Regel drei Themen zur Auswahl. Inhaltlich kann es darin um das aktuelle Zeitgeschehen oder das alltägliche Leben gehen. Auch Fragestellungen, die mit der Bundeswehr zusammenhängen, sind möglich.

Ein anderes Prüfungsthema, das sehr oft vorkommt, bezieht sich auf ein Wortpaar. Dir werden dabei zwei Wörter genannt, die von der Bedeutung her zunächst ähnlich scheinen. Ein Beispiel wäre das Wortpaar “Angst haben und etwas fürchten”. Deine Aufgabe besteht dann darin, die beiden Begriffe zu erklären, zu vergleichen und die Unterschiede herauszuarbeiten.

Den Aufsatz schreibst Du – ganz klassisch – von Hand. Deine Werkzeuge sind Stift und Papier, andere Hilfsmittel gibt es nicht. Denn durch den Aufsatz möchte die Bundeswehr sehen, ob Du eigene Gedankengänge entwickeln und ausführen kannst. Außerdem geht es auch um Dein Allgemeinwissen. Und natürlich steht ebenso auf dem Prüfstand, wie sicher und fehlerfrei Du mit der deutschen Sprache umgehen kannst.

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2. Prüfung: der Computertest

Der nächste Abschnitt von Deinem Eignungstest ist ein Computertest. Ein anderer Name für diesen Test ist CAT-Test. CAT steht für Computer-Assistierte Testung. Das heißt nichts anderes, als dass der Test computergestützt abläuft – und das gilt sowohl für die Durchführung als auch für die Auswertung.

Beim PC-Test erwarten Dich Aufgaben aus verschiedenen Bereichen. Insgesamt geht es dabei um Kenntnisse und Fähigkeiten, die Du im Berufsalltag brauchst. Natürlich wird noch kein spezifisches Fachwissen abgefragt. Denn das lernst Du ja erst noch in der Ausbildung. Es geht vielmehr darum, ob Du die Grundlagen mitbringst, die Du für die Ausbildung und den Beruf brauchst. Deshalb solltest Du Dich auf Fragen aus folgenden Bereichen vorbereiten:

  • Deutsch (Hier geht es in erster Linie um Rechtschreibung.)
  • Mathematik
  • Physik und Technik
  • Allgemeinwissen
  • logisches Denken
  • visuelles Denkvermögen
  • Konzentrationsvermögen

Beim Computertest kommen ausschließlich Auswahlfragen vor. Das heißt: Zu jeder Frage siehst Du mehrere Antwortmöglichkeiten. Immer nur eine Lösung davon ist richtig – und diese musst Du anklicken. Offene Fragen, bei denen Du die Antwort selbst formulieren musst, gibt es beim CAT-Test nicht.

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  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
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Eine Besonderheit vom Computertest ist aber das adaptive Testverfahren. Dieses Verfahren läuft im Hintergrund und bewirkt, dass sich die Fragen an Deine Fähigkeiten anpassen. Nämlich so: Nach einer Aufgabe, die Du richtig gelöst hast, kommt eine etwas schwerere Frage. Hast Du hingegen eine Frage falsch beantwortet, wird die nächste Aufgabe ein bisschen einfacher. Auf diese Weise zeigt sich recht schnell, auf welchem Niveau Deine Fähigkeiten sind.

Das Fragebogenverfahren

Die Testabschnitte zum Wissen und zur Logik werden noch durch einen anderen Aufgabentyp ergänzt. Das sogenannte Fragebogenverfahren ist ein psychologischer oder Persönlichkeitstest. Deine Aufgabe hier ist, Deine Einschätzung zu verschiedenen Aussagen abzugeben. Das können Sätze wie beispielsweise “Ohne Kompromisse ist gute Teamarbeit unmöglich.” sein. Zu jeder Aussage siehst Du eine Skala mit verschiedenen Abstufungen. Und ordnest ein, ob und wie sehr Du der Aussage zustimmst.

Falsch oder richtig beantworten, kannst Du Fragen dieser Art nicht. Denn Du gibst ja Deine persönliche Meinung wieder. Deshalb kannst und solltest Du ruhig ehrlich antworten. Denn zum einen entsteht nur so ein realistisches Bild. Und zum anderen kann gut sein, dass Deine Angaben beim Vorstellungsgespräch noch einmal Thema werden. Spätestens dann wirst Du in Erklärungsnot geraten, wenn Du geflunkert hast.

Auf der Internetseite der Bundeswehr gibt es einen Online-Test. Er heißt Assessment Trainer und enthält eine kleine Auswahl an Prüfungsfragen. So bekommst Du einen ersten Eindruck vom Computertest. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Abschnitten vom Einstellungstest findest Du in den Beiträgen auf unserer Seite. Außerdem stellen wir Dir natürlich jede Menge Übungsaufgaben zur Verfügung. Und wenn Du Dich intensiv vorbereiten willst, können wir Dir unsere kostenpflichtigen Testpakete ans Herz legen.

Nach dem schriftlichen Einstellungstest…

Mit dem CAT-Test ist der schriftliche Teil vom Eignungstest erfolgreich geschafft. Und damit endet auch der Prüfungstag für Dich. Du kannst Dich dann allmählich auf den Heimweg machen – und musst ein wenig Geduld haben.

In der Zwischenzeit wertet die Bundeswehr aus, wie Du Dich bis hierhin geschlagen hast. Wenn auch die anderen Bewerber den schriftlichen Einstellungstest absolviert haben, werden die Testergebnisse miteinander verglichen. Hast Du bestanden und gute Leistungen erzielt, wirst Du erneut eingeladen. Dieses Mal zum mündlichen Teil vom Einstellungstest.

Das Vorstellungsgespräch als mündliche Prüfung

Am zweiten Testtag ist das Vorstellungsgespräch an der Reihe. Und dieses Gespräch läuft im Prinzip so ab, wie jedes andere Bewerbungsgespräch auch. Die Bundeswehr will Dich kennenlernen und etwas über Dich als Mensch, Deine Motivation und Deine Ziele erfahren. Deshalb werden Dir die Prüfer Fragen stellen, wie zum Beispiel:

  • Warum wollen Sie Fachlagerist werden?
  • Wie stellen Sie sich ihren Arbeitsalltag vor?
  • Weshalb interessiert Sie ausgerechnet die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb?
  • Was würden Sie als Ihre größte Stärke und was als Ihre größte Schwäche bezeichnen?
  • Warum sollten wir Sie als Azubi einstellen?
  • Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
  • Welche beruflichen Ziele haben Sie?

Unterm Strich sind es die typischen Fragen bei Vorstellungsgesprächen. Du kannst und solltest Dich deshalb ein bisschen vorbereiten. Informiere Dich dazu über das Unternehmen Bundeswehr und über den Beruf, den Du lernen willst. Und mache Dir Gedanken darüber, was Dich als Person ausmacht.

Aber mache Dich nicht unnötig verrückt! Versuche natürlich zu bleiben und Dich so zu geben, wie Du bist. Du wirst nicht glaubwürdig oder überzeugend wirken, wenn Du Dich verstellst. Und die Bundeswehr sucht keinen Schauspieler – sondern einen Azubi!

Wenn Du den Eignungstest hinter Dir hast…

Das Bewerbungsgespräch beendet den Einstellungstest. Du hast damit alle Prüfungen hinter Dir – und musst wieder abwarten. Wenn das Auswahlverfahren für alle Bewerber vorbei ist, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung. Irgendwann liegt dann ein Schreiben im Briefkasten. Darin steht, ob es geklappt hat und Du demnächst Deinen Ausbildungsvertrag unterschreiben kannst.

Wie wird die Berufsausbildung durchgeführt?

Die Berufsausbildung zum Fachlageristen absolvierst Du im dualen System. Das heißt: Du bist an Deinem Arbeitsplatz innerhalb der Bundeswehr im Einsatz. Hier lernst Du die praktischen Inhalte und sammelst auch gleich erste Berufserfahrung. Parallel dazu gehst Du in die Berufsschule. Dort steht vor allem die Theorie auf dem Plan.

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Wo kann ich die Ausbildung machen?

Die Bundeswehr bietet die Berufsausbildung zum Fachlageristen an mehreren Standorten an, nämlich:

Ausbildungsort Bundesland
Wester-Ohrstedt Schleswig-Holstein
Pfungstadt Hessen
Hesedorf, Weener und Wilhelmshaven Niedersachsen
Epe, Ochtrup und Rheine Nordrhein-Westfalen
Teltow Berlin
Laage Mecklenburg-Vorpommern

Es kann gut sein, dass Du für Deine Lehre umziehen musst. In diesem Fall hilft Dir die Bundeswehr dabei, eine Unterkunft zu finden. In einem Wohnheim oder bei einer Gastfamilie zum Beispiel. Bist Du schon volljährig, kannst Du an einigen Standorten auch direkt in der Kaserne wohnen. Frage also ruhig bei Deinem Ausbildungsleiter nach.

Was lerne ich während der Ausbildung?

Die rechtliche Grundlage für die Berufsausbildung bilden die Handwerksordnung und die Ausbildungsverordnung. Dadurch ist sichergestellt, dass Du alles lernst, was Du als künftiger Fachmann für Lagerungsprozesse wissen und können musst. Gleichzeitig hast Du so später einen anerkannten Berufsabschluss in der Tasche, mit dem Du sowohl bei der Bundeswehr als auch außerhalb arbeiten kannst.

Bleibt aber die Frage, was genau Du denn nun während der Lehre machst. Zunächst einmal lernst Du die Verfahren und Methoden, mit denen Du Warenbestände erfasst und pflegst. Außerdem lernst Du, wie Du verschiedene Waren sicher für einen Transport verpackst und richtig beschriftest. Auch die sachgerechte Lagerung von Gütern steht auf dem Lehrplan. Da Du die Waren mit Geräten wie beispielsweise dem Gabelstapler transportierst, lernst Du natürlich auch, wie Du solche Gerätschaften bedienst und in Schuss hältst.

An Deinem Arbeitsplatz wendest Du das erlernte Wissen dann auch gleich praktisch an. Zum Beispiel, indem Du

  • Lieferungen annimmst und sie anhand der Lieferpapiere kontrollierst.
  • Waren auspackst, sortierst und einlagerst.
  • die Güter in Listen und Karteien erfasst.
  • für den Warenausgang Sendungen zusammenstellst, die Artikel verpackst und die Begleitpapiere dazu anfertigst.
  • die Sendungen kennzeichnest, beschriftest und sicherst.

Wie lange dauert die Berufsausbildung?

Die Ausbildung zum Fachlageristen dauert zwei Jahre. Weil Du den Beruf bei der Bundeswehr als handwerklichen Beruf lernst, legst Du Deine Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer ab.

Deine Vergütung während der Ausbildung richtet sich aber nicht nach den Tarifverträgen im Handwerk. Stattdessen wirst Du nach dem Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst bezahlt. Demnach verdienst Du nach derzeitigem Stand (2018)

  • 968,26 Euro brutto monatlich im 1. Lehrjahr und
  • 1.018,20 Euro brutto pro Monat im 2. Ausbildungsjahr.

Zusätzlich dazu bekommst Du Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Außerdem bezahlt Dir die Bundeswehr vermögenswirksame Leistungen und beteiligt sich an Deinen Ausgaben für Lehrmaterial. Und einmal pro Monat gibt es einen Zuschuss für Deine Heimfahrten, wenn Du für die Ausbildung umgezogen bist.

Achtung!

Verwechsle den Fachlagerist nicht mit der Fachkraft für Lagerlogistik. Beide Berufe sind zwar miteinander verwandt und haben einen ähnlichen Aufgabenbereich. Trotzdem sind es zwei verschiedene Jobs. Ein entscheidender Unterschied ist zum Beispiel, dass die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik drei Jahre dauert. Mit dem Abschluss als Fachlagerist in der Tasche kannst Du aber Deine Berufsausbildung fortsetzen und Dich zur Fachkraft für Lagerlogistik weiterqualifizieren. In diesem Fall wird Deine abgeschlossene Berufsausbildung auf die Ausbildungsdauer angerechnet.

Welche Möglichkeiten habe ich als ausgebildeter Fachlagerist?

Die Bundeswehr ist für die hohe Qualität ihrer Ausbildungen bekannt. Dein Abschluss bringt Dich deshalb in eine gute Ausgangslage. Und dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Du nach Deiner Berufsausbildung weitermachen kannst:

Job als Fachlagerist bei der Bundeswehr

Hast Du während der Ausbildung mit guten Leistungen geglänzt und ist ein Dienstposten frei, kann Dich die Bundeswehr übernehmen. Du würdest dann als ziviler Mitarbeiter in Deinem erlernten Job beim Bund arbeiten.

Noch eine Ausbildung

Du kannst eine weitere Ausbildung dranhängen. Und hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. So kannst Du Deine Ausbildung zum einen als Fachkraft für Lagerlogistik fortsetzen. Dieser Ausbildungsberuf baut auf dem Fachlagerist auf. Dein Abschluss wird deshalb angerechnet. Die andere Möglichkeit ist, dass Du mit einer Laufbahnausbildung als Beamter weitermachst.

Militärische Laufbahn

Vielleicht möchtest Du gerne bei der Bundeswehr bleiben, aber künftig doch eine Uniform tragen. In diesem Fall kannst Du Dich für eine militärische Laufbahn bewerben. Durch den Berufsabschluss als Fachlagerist könntest Du zum Beispiel als Kraftfahrzeugführer oder Materialbewirtschafter in der Laufbahn der Unteroffiziere oder als Materialdisponent in der Laufbahn der Feldwebel arbeiten. Hast Du Abitur, wären der Materialbewirtschafter oder der Versorger in der Offizierslaufbahn mögliche Verwendungen. Alle diese Tätigkeiten sind im Bereich der Logistik angesiedelt. Aber natürlich kannst Du Dich auch als Zeitsoldat verpflichten und gleichzeitig in einen ganz anderen Bereich wechseln. Denn dann machst Du sowieso noch einmal eine militärische Ausbildung.

Tätigkeit außerhalb

Natürlich kann es sein, dass Dich die Bundeswehr nicht übernehmen kann. Oder dass Du gerne woanders arbeiten möchtest. Dieser Weg steht Dir selbstverständlich offen. Schließlich bist Du ein ausgebildeter Fachlagerist. Und als solcher kannst Du sowohl im Handwerk als auch im Handel und in der Industrie tätig werden. Zum Beispiel als Lagerist bei einer Spedition.

Übrigens

Wenn Du als Soldatin oder Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr arbeitest, hast Du die Möglichkeit, einen zivilen Berufsabschluss zu erwerben. Dadurch schaffst Du Dir eine solide Grundlage für die Zeit nach Deinem Dienst. Dabei stehen verschiedene Berufe zur Auswahl, darunter auch der Fachlagerist. In diesem PDF findest Du ein paar allgemeine Informationen. Jedenfalls kannst Du mit dem Abschluss als Fachlagerist dann entweder in den zivilen Bereich wechseln oder in der freien Wirtschaft tätig werden. Ein großer Vorteil für Dich ist, dass sich die reguläre Ausbildungsdauer von zwei Jahren auf rund sechs Monate verkürzt.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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