Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest: Setze Akzente!

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest

Der Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest entscheidet darüber, ob Du die Lehrstelle bekommst.

Du bringst gerne Farbe ins Spiel? Es macht Dir Spaß, Wände, Decken und Böden zu gestalten? Farbeimer, Putze, Tapeten und Bodenbeläge sind Deine Welt? Doch Du hast nicht nur einen Blick für das Schöne, sondern begeisterst Dich genauso für handwerkliche Tätigkeiten? Klingt ganz so, als könnte der Beruf des Malers und Lackierers gut zu Dir passen.

Diesen Ausbildungsberuf kannst Du bei der Bundeswehr erlernen. Möglich ist das im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung. Und was Du zum Einstellungstest und zur Ausbildung wissen musst, erklären wir Dir in diesem Ratgeber.

Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest

Natürlich arbeiten bei der Bundeswehr viele Soldatinnen und Soldaten. Schließlich stellt der Bund die deutschen Streitkräfte. Aber die Truppe besteht längst nicht nur aus Mitarbeitern in Uniform. Vielmehr sind hier auch Beamte und zivile Angestellte tätig. Dazu kommen jede Menge Azubis. Die Bundeswehr ist nämlich nicht nur eines der größten Unternehmen in Deutschland. Sondern sie zählt ebenso zu den größten zivilen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben.

Über 50 verschiedene Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl. Ob Tischler, Kfz-Mechatroniker, Koch oder medizinischer Fachangestellter: Kaufmännische Berufe sind genauso vertreten wie handwerkliche und technische Berufe. Und unter ihnen ist auch der Maler und Lackierer. Doch beim Bund reichen eine Bewerbung und ein kurzes Vorstellungsgespräch nicht aus. Damit Du die Lehrstelle bekommst, musst Du einen Einstellungstest meistern.

Ein Hinweis vorab: Selbstverständlich kannst Du den Beruf als Mann genauso erlernen und ausüben wie als Frau. Wir verzichten nur deshalb darauf, jedes Mal auch die weibliche Form zu nennen, damit der Text nicht so umständlich klingt. Wenn wir vom Maler und Lackierer sprechen, dann meinen wir damit also immer beide Geschlechter.

Der Job als Maler und Lackierer

Ob Fassade oder Innenraum: Maler und Lackierer sind zur Stelle, wenn es um die Gestaltung und die Instandhaltung geht. Sie streichen und tapezieren, verputzen und bringen Elemente aus Stuck an. Genauso verlegen sie Beläge auf dem Boden und verkleiden Wände und Decken. Sie montieren Dämmungen und verleihen Hausfassaden die richtige Optik. Auch Fenster, Türen und Zäune nehmen sie sich vor. Dabei geht es bei ihrer Arbeit aber nicht nur um die Verschönerung, sondern ebenso um den Schutz und den Erhalt. Und das bei Neubauten und bei alten, sanierungsbedürftigen Objekten gleichermaßen.

Obwohl Maler und Lackierer über viel handwerkliches Wissen verfügen, kommt die Kreativität im Berufsalltag nicht zu kurz. Denn zu ihren Aufgaben gehört auch, Gestaltungskonzepte zu entwerfen und Kunden zu beraten. Außerdem sind sie nicht nur Experten für Farben, Lacke und Lasuren. Vielmehr können sie mit Holz, Kunststoff, Beton und vielen anderen Materialien genauso gut umgehen.

Ausführliche Informationen über das Berufsbild findest Du zum Beispiel auf der Webseite der Arbeitsagentur. Dort gibt es auch einen Steckbrief mit den wichtigsten Daten und Fakten auf einen Blick.

Die Voraussetzungen für eine Ausbildung beim Bund

Wie überall, musst Du als künftiger Azubi auch bei der Bundeswehr ein paar grundlegende Voraussetzungen mitbringen. Nämlich diese:

  • Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder guter Hauptschulabschluss
  • gute Noten in Deutsch, Mathematik, Physik und Chemie
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis

Hinzu kommen die Eigenschaften, die die Grundlage für jede erfolgreiche Zusammenarbeit bilden. Dazu zählen zum Beispiel Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Spaß an der Arbeit im Team. Dinge wie Motivation und Lernbereitschaft sollten selbstverständlich sein.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Feste Altersgrenzen gibt es nicht. Der Bund entscheidet sich zwar bevorzugt für Bewerber, die ihre erste Berufsausbildung vor sich haben. Aber am Ende muss das Gesamtpaket passen. Denn der Bundeswehr ist nicht nur fachliches Wissen wichtig, sondern auch die persönliche Eignung. Aus diesem Grund führt sie ein Auswahlverfahren durch, das einen Einstellungstest beinhaltet. Um diesen Eignungstest kümmern wir uns gleich noch.

Übrigens: Wenn Du eine zivile Berufsausbildung machst, gehörst Du zur Bundeswehrverwaltung. Du wirst aber weder Soldat noch Beamter. Und deshalb ist die deutsche Staatsbürgerschaft auch keine Einstellungsvoraussetzung.

Deine Bewerbung

Auf der Karriere-Seite der Bundeswehr gibt es eine Jobsuche. Wenn Du dort den Maler und Lackierer als Suchbegriff einträgst, erscheint die Berufsbeschreibung. Darin sind ein paar allgemeine Informationen über die Tätigkeit, die Bedingungen und die Ausbildung aufgeführt.

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Außerdem findest Du dort den Link zur Bewerbungs-Plattform. Auf der Plattform sind zum einen alle freien Lehrstellen und Arbeitsplätze ausgeschrieben. In den jeweiligen Stellenanzeigen stehen Infos und Hinweise zur Bewerbung. Zum anderen kannst Du Dich auf der Plattform registrieren, um anschließend Deine Online-Bewerbung abzugeben. Damit Deine Bewerbung vollständig ist, musst Du in Dein Profil folgende Unterlagen hochladen:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Lebenslauf mit Foto
  • letztes Schulzeugnis
  • sofern Du hast: Zeugnisse von Praktika, beruflichen Tätigkeiten und anderen Qualifikationen

Bist Du jünger als 18, brauchst Du außerdem eine Erklärung Deiner Eltern. Darin müssen sie bestätigen, dass sie mit Deiner Teilnahme am Einstellungstest und später an der Ausbildung einverstanden sind.

Übrigens: Ein Handicap sollte Dich nicht von einer Bewerbung abhalten. Ganz im Gegenteil! Bei gleicher Eignung wird Deine Bewerbung sogar bevorzugt behandelt. In diesem Fall solltest Du Deine Bewerbung um eine Kopie vom Schwerbehindertenausweis ergänzen. Diese Kopie schickst Du aber per Post an das zuständige Dienstleistungszentrum – nicht online.

Achtung: Es gibt eine Bewerbungsfrist!

Die Ausbildungen beginnen irgendwann im Zeitraum zwischen August und Oktober. Der genaue Termin für den Ausbildungsstart hängt vom Bundesland ab. Deine Einstellung erfolgt zu diesem Termin. Doch Deine Bewerbung musst Du deutlich früher einreichen. Bewerbungsschluss ist nämlich grundsätzlich der 30. September des Vorjahres. Um die Lehrstelle musst Du Dich also schon rund ein Jahr vorher bewerben.

Ein guter Zeitpunkt für Deine Bewerbung ist deshalb das Ende Deines vorletzten Schuljahres. Damit Du die Ausbildung machen kannst, brauchst Du zwar einen Schulabschluss. Aber für die Bewerbung genügt das Zeugnis, das Du zuletzt bekommen hast. Deshalb kannst Du Dich problemlos mit dem Jahreszeugnis der 8., 9., 11. oder 12. Klasse bewerben. Im Verlauf des letzten Schuljahres kannst Du dann am Auswahlverfahren teilnehmen. Und wenn alles gut geht, kannst Du nach den Sommerferien – mit dem Schulabschluss in der Tasche – direkt ins Berufsleben starten.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Der Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest

Grafik zum Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest

Der Eignungstest setzt sich aus zwei Teilen zusammen.

Hast Du Deine Bewerbung eingereicht, hat die Bundeswehr bei der Durchsicht Deiner Unterlagen zwei Dinge im Blick. Auf der einen Seite achtet sie auf Deine Noten. Vor allem Deine Leistungen in Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik sind wichtig. Denn in den Hauptfächern erwartet der Bund immer und grundsätzlich ordentliche Leistungen. Chemie und Physik wiederum spielen mit Blick auf Deinen Wunsch-Beruf eine Rolle. Natürlich kann es nicht schaden, wenn Du auch in Kunst und im technischen Werken ein guter Schüler bist.

Auf der anderen Seite zählt das Gesamtbild, das sich aus Deiner Bewerbung ergibt. Sind Deine Unterlagen ordentlich und vollständig? Wirken sie ansprechend? Sind Deine Angaben aussagekräftig? Oder hast Du nur irgendwelche Floskeln kopiert?

Macht Deine Bewerbung einen vielversprechenden Eindruck, bekommst Du eine Einladung zum Einstellungstest. Der Eignungstest verteilt sich auf zwei Tage. Zunächst lädt Dich die Bundeswehr aber zum ersten Teil vom Einstellungstest ein. Dann ist die schriftliche Prüfung an der Reihe. Ob es danach für Dich weitergeht, hängt von Deinen Leistungen ab. Hast Du Dich beim schriftlichen Eignungstest gut geschlagen, bekommst Du eine zweite Einladung. Am zweiten Prüfungstag steht das Vorstellungsgespräch an. Doch gehen wir die einzelnen Abschnitte in Ruhe durch!

1. Der Aufsatz

Der Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest startet mit einem Aufsatz. In aller Regel bekommst Du dafür drei verschiedene Themen zur Auswahl. Wie die Aufgabenstellungen genau aussehen werden, ist kaum vorherzusagen. Denn die Themen wechseln regelmäßig. Eine Frage zum aktuellen Zeitgeschehen, eine momentane Entwicklung oder auch etwas aus dem alltäglichen Leben sind aber recht beliebte Inhalte. Genauso ist möglich, dass es um einen Sachverhalt geht, der die Streitkräfte betrifft.

Daneben gibt es eine Aufgabenstellung beim Einstellungstest, die fast schon so etwas wie ein Klassiker ist. Das Thema dabei ist ein Wortpaar. Die beiden Begriffe sind ähnlich, aber eben nicht gleich. So kann Wortpaar kann zum Beispiel “Lob und Anerkennung” sein. Du musst die beiden Wörter erklären, vergleichen und die Unterschiede aufzeigen. Das geht übrigens am besten, wenn Du Dir Beispiele überlegst, bei denen die Begriffe mal ähnliche und mal unterschiedliche Bedeutungen haben.

Deinen Aufsatz schreibst Du – ganz klassisch wie in der Schule – von Hand auf ein Blatt Papier. Auf Bücher, das Internet und andere Hilfsmittel kannst Du nicht zurückgreifen. Der Aufsatz soll nämlich mehrere Dinge ermitteln. So prüft er zum einen Deine Ausdrucksfähigkeit. Wie sicher beherrschst Du die deutsche Sprache? Bist Du fit in Rechtschreibung und Grammatik? Zum anderen testet der Aufsatz, ob Du logisch denkst und strukturiert vorgehst. Arbeitest Du systematisch? Wie steht es um Deine Konzentration? Entwickelst Du Ideen? Kannst Du Deine Überlegungen nachvollziehbar erklären? Nebenbei verrät der Aufsatz auch etwas über Dein Allgemeinwissen. Und darüber, ob Du das Geschehen um Dich herum verfolgst.

2. Der PC-Test

Als nächste Prüfung hast Du den sogenannten CAT-Test vor Dir. CAT ist die Abkürzung von Computer-Assistierter Testung. Klingt kompliziert, ist aber einfach nur ein Computertest. Diesen Test machst Du am PC und eine Software wertet Deine Antworten aus.

Der Computertest setzt sich aus mehreren einzelnen Tests zusammen. Sie prüfen, ob Du die notwendigen Fähigkeiten und Eigenschaften für die Ausbildung und den Beruf mitbringst. Aber keine Sorge: Es geht nicht um besonderes Fachwissen. Noch hast Du die Ausbildung ja nicht gemacht. Der Eignungstest am PC will nur feststellen, ob grundlegendes Wissen und Können als Ausgangsbasis vorhanden ist. Aufgabenbereiche, die Du bei Deiner Vorbereitung üben solltest, sind deshalb vor allem:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Chemie und Physik
  • Allgemeinwissen
  • technisches Verständnis
  • logisches Denken
  • räumliches und visuelles Denkvermögen
  • Konzentration und Merkfähigkeit
  • psychologische Fragen

Die verschiedenen Abschnitte vom Computertest unterschieden sich ein wenig voneinander. Es gibt Abschnitte, in denen Du für den gesamten Aufgaben-Block ein bestimmtes Zeitfenster hast. Diese Zeit kannst Du Dir dann selbst einteilen. Genauso gibt es aber Abschnitte, in denen Du pro Frage nur wenige Sekunden hast. Sobald die Zeit abgelaufen ist, verschwindet die Aufgabe und die nächste Frage wird eingeblendet.

Die Folge davon kann jedenfalls sein, dass Du schneller oder später fertig bist als andere Bewerber. Lasse Dich davon nicht irritieren. Kümmere Dich nicht um die anderen Bewerber – sondern konzentriere Du Dich auf Deinen Test!

Nur Multiple-Choice-Aufgaben

Alle Aufgaben beim Computertest sind Auswahlfragen. Zu jeder Frage siehst Du dabei mehrere Lösungsvorschläge. Daraus musst Du die richtige Antwort auswählen und anklicken. Aufgaben, bei denen Du selbst die Antwort eintragen musst, kommen beim CAT-Test nicht vor. Und es ist immer nur eine Lösung richtig. Fragen, bei denen Du mehrere Antworten markieren musst, gibt es nicht.

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Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
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Diese einheitliche Struktur hat einen Grund. Beim PC-Test wird nämlich eine Methode angewendet, die sich adaptives Testverfahren nennt. Durch dieses System passen sich die Fragen an Deine Fähigkeiten an. Und das funktioniert so: Hast Du eine richtige Antwort gegeben, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad. Die nächste Aufgabe wird also etwas schwerer. Andersherum folgt nach einer falschen Antwort eine etwas leichtere Frage. Auf diese Weise zeigt der PC-Test recht schnell und ziemlich genau, wie gut Deine Fähigkeiten in den einzelnen Themenbereichen sind.

Ein Wort zu den psychologischen Fragen

Die Fragen zum Wissen und Können werden noch durch eine andere Aufgabenart ergänzt. Dabei siehst Du verschiedene Aussagen wie zum Beispiel “Ich komme schnell mit anderen Leuten ins Gespräch.” oder “Meine Aufgaben erledige ich lieber langsamer, aber dafür gründlich.” Zu den Aussagen werden Antwortmöglichkeiten in verschiedenen Abstufungen eingeblendet. So kannst Du angeben, ob und wie sehr die jeweilige Aussage auf Dich zutrifft.

Die Fragen gehören zum sogenannten Fragebogenverfahren. Und weil es sich dabei um einen Persönlichkeitstest handelt, kannst Du hier nicht richtig oder falsch antworten. Denn es geht ja um Dich als Person und um Deine Ansichten. Beantworte die Fragen deshalb am besten ehrlich und aus dem Bauch heraus. Sonst läufst Du Gefahr, dass sich ein widersprüchliches Bild ergibt.

Übrigens: Die Bundeswehr hat auf ihrer Webseite einen Assessment Trainer. Das ist ein Online-Test mit einigen Prüfungsfragen aus verschiedenen Kategorien. Er vermittelt Dir einen Eindruck davon, was beim Eignungstest auf Dich zukommt. Wir haben ausführliche Beiträge über den Einstellungstest und die Bundeswehr im Allgemeinen für Dich zusammengestellt. Sie enthalten Informationen, Tipps und auch Aufgaben zum Üben. Wenn Du intensiv trainieren willst, kannst Du außerdem Pakete für eine gezielte Vorbereitung buchen.

Der schriftliche Einstellungstest ist geschafft…

Nach dem Computertest hast Du den ersten Teil vom Bundeswehr Maler und Lackierer Einstellungstest hinter Dir. Allerdings dürfte es inzwischen auch Nachmittag geworden sein. Denn der CAT-Test dauert mehrere Stunden. Davor war ja noch der Aufsatz an der Reihe. Und zwischendurch gab es Pausen. Jedenfalls machst Du Dich nun auf den Heimweg – und musst abwarten.

Nachdem alle Bewerber den ersten Teil vom Eignungstest absolviert haben, vergleicht die Bundeswehr die Testergebnisse miteinander. Hast Du nicht bestanden oder waren Deine Leistungen nicht gut genug, bist Du leider aus dem Rennen. Hast Du hingegen ordentliche Ergebnisse erzielt, bekommst Du ein paar Wochen später wieder eine Einladung. Nämlich für den zweiten Teil vom Einstellungstest.

3. Das Vorstellungsgespräch

Wenn Du zum zweiten Mal ins Dienstleistungszentrum kommst, nimmst Du am mündlichen Eignungstest teil. Und dahinter verbirgt sich letztlich nichts anderes als ein normales Vorstellungsgespräch.

Die Prüfer möchten Dich persönlich kennenlernen und etwas über Dich, Deine beruflichen Ziele und Deine Motivation erfahren. Sie wollen wissen, warum Du Dich für diesen Beruf entschieden hast und wieso Du Deine Ausbildung ausgerechnet bei der Bundeswehr machen willst. Außerdem interessieren sie sich für Deine Eigenschaften, Deine Stärken und Schwächen, Deine Interessen und Deine Hobbys. Möglich ist auch, dass Dich die Prüfer bitten werden, ein paar Deiner Antworten vom Computertest zu erklären.

Insgesamt sind es die üblichen Fragen, die bei Bewerbungsgesprächen so gestellt werden. Nur eben mit Blick auf die Bundeswehr als Arbeitgeber und auf Deinen Berufswunsch. Wenn Du Dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest, solltest Du Dich deshalb mit dem Bund als Unternehmen, der Ausbildung und dem Job als Maler und Lackierer beschäftigen. Denn natürlich solltest Du überzeugend vermitteln können, wie Deine Wahl des Berufs und des Ausbildungsbetriebs zustande gekommen ist. Und das setzt halt voraus, dass Du Dich darüber informiert hast und weißt, was auf Dich zukommt. Überlege Dir außerdem, was Dich auszeichnet und zum idealen Azubi macht.

Beim Gespräch selbst solltest Du versuchen, so natürlich wie möglich zu bleiben. Es wird Dir nichts bringen, wenn Du irgendwelche auswendig gelernten Antworten herunterbetest. Denn das wirkt nicht sehr glaubwürdig. Bleibe Du selbst und gebe Dich so, wie Du bist – das sichert Dir die meisten Pluspunkte.

Abwarten und Daumen drücken!

Das Vorstellungsgespräch beendet den Einstellungstest. Du brauchst jetzt wieder Geduld. Erst wenn auch die anderen Bewerber den Eignungstest durchlaufen haben, fällt die Entscheidung. Und wie sie ausgefallen ist, teilt Dir der Bund schriftlich mit. Irgendwann liegt nämlich ein Schreiben im Briefkasten. Darin steht, ob Du die Lehrstelle bekommst.

Wirst Du als Azubi eingestellt, klärst Du in den nächsten Wochen die formalen Dinge. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass Du den genauen Termin für den Ausbildungsbeginn erfährst und den Ausbildungsvertrag besprichst. Oder dass Du Dir eine Unterkunft in der Nähe Deiner Ausbildungsstätte suchst. Kurz bevor es losgeht, findet dann meist ein Tag der offenen Tür in Deinem Dienstleistungszentrum statt. So kannst Du Deiner Familie und Deinen Freunden zeigen, wo Du in den nächsten Monaten Deine Ausbildung machen wirst. Und bei diesem Anlass bekommst Du dann auch – ganz feierlich – den unterschriebenen Ausbildungsvertrag überreicht.

Die Ausbildung

Beim Maler und Lackierer handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf im Handwerk. Die rechtliche Grundlage für die Ausbildung ergibt sich aus der Ausbildungsverordnung und dem Berufsbildungsgesetz. Bei der Bundeswehr lernst Du den Beruf im dualen System. Das bedeutet: Einerseits bist Du an Deinem Arbeitsplatz beim Bund im Einsatz. Dort lernst Du vor allem die praktischen Inhalte und sammelst erste Berufserfahrung. Andererseits gehst Du in die Berufsschule. Hier steht eher die Theorie im Vordergrund.

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Die Ausbildungsorte

Im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung bildet die Bundeswehr Maler und Lackierer an vier Standorten aus. Dies sind:

  • Köln in Nordrhein-Westfalen
  • Daun und Mayen in Rheinland-Pfalz
  • Husum in Schleswig-Holstein

Das lernst Du während der Ausbildung

Als Maler und Lackierer sorgst Du dafür, dass Gebäude außen wie innen intakt sind und ansprechend aussehen. Dazu setzt Du Fassaden und Innenräume instand und gestaltest sie. Dabei sind Neubauten genauso Dein Revier wie alte Gemäuer, die saniert und modernisiert werden müssen. Klar, dass Du dafür neben Ideen auch handwerkliches und technisches Know-how brauchst. Und genau das erwirbst Du während Deiner Berufsausbildung. So gehört zu den Ausbildungsinhalten unter anderem, dass Du

  • Farben, Lacke, Lasuren, Öle und andere Materialien kennenlernst.
  • Dir verschiedene Techniken für den Farbauftrag aneignest.
  • passend zum Auftrag Werkzeuge und Maschinen zusammenstellst und verwendest.
  • Untergründe vorbereitest und Wände verputzt.
  • Fassaden und Innenwände streichst.
  • Fußbodenbeläge verlegst.
  • Fenster, Türen, Zäune und andere Bauteile aus Holz verschönerst und schützt.
  • Konzepte für die Gestaltung von Fassaden und Räumen entwirfst.
  • Schilder, Fassadenbilder und Schriftzüge erstellst.
  • Kunden berätst.

Dein Fachwissen sammelst Du im Verlauf der Ausbildung an und baust es immer weiter aus. Dabei dauert die Berufsausbildung drei Jahre. Und am Ende schließt Du sie mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer ab.

Dein Gehalt als Lehrling

Mit dem Maler und Lackierer lernst Du zwar einen handwerklichen Beruf. Doch als Lehrling bei der Bundeswehr gehörst Du zum öffentlichen Dienst. Und aus diesem Grund gilt für Dich auch kein Tarifvertrag aus dem Handwerk, sondern der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes. Das bringt Dir unter anderem ein höheres Einkommen ein. So beträgt Dein monatlicher Brutto-Verdienst derzeit (Stand 2018)

  • 968,26 Euro im 1. Ausbildungsjahr,
  • 1.018,20 Euro im 2. Ausbildungsjahr und
  • 1.064,02 Euro im 3. Ausbildungsjahr.

Aber das ist noch nicht alles. Denn Du bekommst auch Weihnachts- und Urlaubsgeld. Zudem beteiligt sich der Bund an Deinen Kosten für Lehrmittel. Und wenn Du wegen der Ausbildung umgezogen bist und in Deiner Freizeit zu Deiner Familie fährst, gibt es einmal pro Monat einen Zuschuss zu den Fahrtkosten. Überhaupt hält der Bund als Ausbildungsbetrieb viele attraktive Leistungen für Dich bereit. Informationen dazu findest Du in dieser Broschüre.

Deine beruflichen Möglichkeiten als Maler und Lackierer

Dein Berufsabschluss ist ein stabiles Fundament für Deine berufliche Zukunft. Denn zum einen hast Du einen Handwerksberuf gelernt, der immer gebraucht wird. Zum anderen gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Du Deinen Weg als ausgebildete Fachkraft fortsetzen kannst. Und nicht zuletzt warst Du Lehrling in einem Unternehmen, das für seine hochwertigen und umfassenden Ausbildungen bekannt ist. Jedenfalls sind mehrere Wege möglich:

1. Übernahme

Besteht Bedarf, kann Dich die Bundeswehr nach Deiner Ausbildung übernehmen. Du bleibst dadurch bei der Bundeswehrverwaltung und arbeitest als ziviler Mitarbeiter in Deinem erlernten Beruf. Denkbar ist aber auch, dass Du eine Beamtenlaufbahn einschlägst. In diesem Fall machst Du eine Laufbahnausbildung und kannst danach – je nach Ausrichtung – im technischen oder nichttechnischen Dienst tätig werden.

2. Verpflichtung als Soldatin oder Soldat auf Zeit

Vielleicht ist während Deiner Lehre ja das Interesse erwacht, doch Soldatin oder Soldat zu werden. Dann kannst Du Dich für eine militärische Laufbahn bewerben. Weil Du eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringst, könnte die Laufbahn der Feldwebel die richtige Lösung für Dich sein. Ob Du in einem Tätigkeitsbereich bleibst, der mit Deinem Beruf verwandt ist, oder Dich für etwas ganz anderes entscheidest, bleibt Dir überlassen.

Allerdings musst Du für eine militärische Karriere geeignet sein. Dabei bezieht sich die Eignung neben Fachwissen vor allem auch auf den Charakter, die Gesundheit und die körperliche Fitness. Deshalb nimmst Du dann noch einmal an einem Einstellungstest teil. Und der Eignungstest für Soldaten ist etwas umfangreicher als der Einstellungstest, den Du schon kennst. So kommen zum Beispiel noch ein Sporttest, eine ärztliche Untersuchung und zum Teil ein Assessment Center dazu.

3. Weiterbildung

Schon während Deiner Lehre kannst Du Dich spezialisieren und Dir zusätzliches Spezial-Können aneignen. Im Verlauf Deiner Berufstätigkeit wirst Du dann vermutlich immer mal wieder Weiterbildungen machen, damit Dein Fachwissen aktuell bleibt und stetig wächst.

Aber Du kannst Dich auch gezielt weiterbilden, wenn Du beruflich vorwärtskommen und eine Führungsposition übernehmen willst. Naheliegend in diesem Zusammenhang ist, dass Du die Meisterprüfung machst. Dann wirst Du Maler- und Lackierermeister. Oder Du bildest Dich zum Techniker weiter, zum Beispiel in der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik.

Möchtest Du lieber in den kaufmännischen Bereich gehen, kannst Du Betriebsmanager mit dem Schwerpunkt Farbtechnik werden. Und wenn Du Zugang zu einer Hochschule hast, kannst Du auch studieren. Ein Bachelor-Abschluss im Studienfach Innenarchitektur wäre hier eine Möglichkeit.

4. Job außerhalb

Natürlich kannst Du Dir einen Job in der freien Wirtschaft suchen. Vor allem Betriebe im Maler- und Lackierhandwerk oder im Stuckateurgewerbe bieten geeignete Arbeitsplätze. Daneben kannst Du auch bei einer Hochbaufirma tätig werden. Genauso kannst Du den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und Deinen eigenen Maler- und Lackiererbetrieb gründen.

Ein letzter Hinweis zum Schluss

Im zivilen Bereich bildet die Bundeswehr in über 50 verschiedenen Berufen aus. Allerdings stehen auch ihr nicht unendlich viele Lehrstellen zur Verfügung. Deshalb kann sie nicht jeden Bewerber nehmen. Dazu kommt, dass es Jahre gibt, in denen für bestimmte Ausbildungsberufe gar keine Lehrlinge eingestellt werden.

Wenn es bei Dir nicht mit einer Lehrstelle geklappt hat, kannst Du Dich an die Karriereberatung wenden. Der Berater kann Dir aufzeigen, welche beruflichen Möglichkeiten es für Dich beim Bund gibt. Vielleicht kommt ja eine andere Ausbildung in Frage. Oder Du denkst über eine militärische Karriere nach. Als Zeitsoldatin kannst Du nämlich neben der militärischen Ausbildung auch einen zivilen Berufsabschluss machen. Willst Du die Truppe unverbindlich kennenlernen oder die Zeit überbrücken, bis es mit einer Ausbildung klappt, könnte der freiwillige Wehrdienst für Dich interessant sein. Jedenfalls kannst Du nach dem Gespräch immer noch entscheiden, ob Du einen neuen oder anderen Anlauf startest.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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