Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest: Alle Infos

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest

Für eine Lehrstelle bei der Bundeswehr musst Du einen Einstellungstest bestehen.

Konstruktionsmechaniker fertigen Konstruktionen aus Stahl und Metall. Dazu nutzen sie verschiedene manuelle und maschinelle Verfahren, um die benötigten Bauteile herzustellen. Anschließend montieren sie die Baugruppen. Der Konstruktionsmechaniker ist also ein Beruf, der Technik und Metallbau miteinander verbindet. Und bei der Bundeswehr kannst Du den Beruf im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung erlernen. Welche Voraussetzungen Du dafür mitbringen musst, wie Du Dich bewerben kannst und wie das Auswahlverfahren abläuft, erfährst Du in diesem Beitrag.

Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest

Die Bundeswehr bietet in über 50 verschiedenen Berufen zivile Berufsausbildungen an. Darunter sind kaufmännische und medizinische Jobs. Technische Berufe sind ebenso vertreten. Im technischen Bereich gibt es zum Beispiel den Industriemechaniker, den Mechatroniker, den Feinwerkmechaniker oder den Elektroniker.

Ein weiterer Ausbildungsberuf ist der Konstruktionsmechaniker. Und ihn nehmen wir in diesem Beitrag genauer unter die Lupe. Dabei schauen wir uns vor allem den Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest an. Denn er entscheidet darüber, ob Du als Azubi eingestellt wirst.

Was machen Konstruktionsmechaniker genau?

Konstruktionsmechaniker bauen Aufzüge, Kräne, Brücken, Hallen, Schiffe, Förderanlagen und viele andere Konstruktionen aus Stahl, Metall und Blech. Dabei nutzen sie verschiedenste Methoden, um zum Beispiel Bleche, Rohre und Profile zu Bauteilen zu verarbeiten. So schneiden sie die Metalle, formen Bleche, statten die Bauteile mit Bohrungen aus und verschrauben sie oder schweißen Baugruppen zusammen. Bei der Herstellung arbeiten sie mit Stücklisten und technischen Zeichnungen.

Vor Ort, auf der Baustelle montieren Konstruktionsmechaniker die Einzelteile. Ist alles fertig, übergeben sie die Systeme an den Kunden und erklären ihm die Bedienung. Für die Wartung und die Instandhaltung der Maschinen und Anlagen sind Konstruktionsmechaniker ebenfalls zuständig.

Auf der Internetseite der Arbeitsagentur findest Du ausführliche Informationen über den Job und die Aufgaben. Und einen Überblick über die technischen Berufe bei der Bundeswehr bietet Dir diese Broschüre.

Welche Voraussetzungen brauche ich als Azubi?

Damit Du als Azubi eingestellt werden kannst, solltest Du ein paar Anforderungen erfüllen. So erwartet die Bundeswehr folgendes:

  • Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3 oder Realschulabschluss (mittlere Reife)
  • gute Noten in Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik
  • technisches Verständnis
  • handwerkliches Geschick
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Konzentrationsvermögen
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • Teamgeist

Dass Du Dich für den Beruf interessieren solltest, versteht sich von selbst. Und natürlich solltest Du auch Motivation und Lernbereitschaft im Gepäck haben. Eine bestimmte Altersgrenze gibt es nicht.

Wie kann ich mich um einen Ausbildungsplatz bewerben?

Bevor Du Dich an die Bewerbung machst, rufst Du am besten zuerst die Karriere-Seite der Bundeswehr auf. Dort kannst Du Dir über die Jobsuche die Berufsbeschreibung vom Konstruktionsmechaniker anzeigen lassen. In der Beschreibung findest Du Informationen über die Aufgaben, die Ausbildung und die Voraussetzungen. Außerdem enthält die Beschreibung den Link zur Bewerbungsplattform.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Werkstoffprüfer Einstellungstest: So funktioniert's
Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Auf der Plattform schreibt die Bundeswehr die freien Ausbildungsplätze aus. In der jeweiligen Stellenanzeige stehen noch einmal wichtige Informationen rund um die Bewerbung. So zum Beispiel, welche Unterlagen Du brauchst oder wer Dein Ansprechpartner ist. Du nutzt die Plattform aber auch für Deine Bewerbung. Denn diese reichst Du online ein. Für die Online-Bewerbung musst Du Dich auf dem Portal registrieren. Damit Deine Bewerbung komplett ist, lädst Du anschließend folgende Unterlagen in Dein Profil:

  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Dein aktuellstes Schulzeugnis
  • sofern Du hast: Zeugnisse von Praktika, Jobs und anderen beruflichen Qualifikationen

Bist Du noch nicht volljährig, brauchst Du außerdem eine schriftliche Erklärung Deiner Eltern. Darin müssen sie bestätigen, dass sie mit Deiner Teilnahme am Einstellungstest einverstanden sind.

Übrigens: Wie bei vielen Technik- und Metallberufen sind auch beim Konstruktionsmechaniker Männer stärker vertreten als Frauen. Da die Bundeswehr den Frauenanteil in solchen Bereichen gerne erhöhen möchte, sind Bewerbungen von Frauen sehr gerne gesehen.

Beachte die Frist!

Je nach Bundesland beginnt die Berufsausbildung im August oder September eines Jahres. Das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr findet aber schon eine ganze Zeit vorher statt. Die Bewerbungsfrist endet nämlich am 30. September des Vorjahres. Du musst Dich also fast ein Jahr früher bewerben, wenn Du im nächsten Jahr mit der Ausbildung beginnen willst.

Daher raten wir Dir: Gib Deine Bewerbung ab, wenn Du Dein vorletztes Schuljahr beendet hast. Du hast dann zwar noch keinen Schulabschluss. Für Deine Bewerbung genügt aber das Schulzeugnis, das Du zuletzt bekommen hast. Und das muss kein Abschlusszeugnis sein. Je nachdem, auf welche Schule Du gehst, kannst Du ruhig das Zeugnis von der 8., 9., 11. oder 12. Klasse nehmen. So kannst Du die Schule zu Ende machen und dann – mit dem Schulabschluss in der Tasche – direkt mit der Berufsausbildung loslegen. Verpasst Du hingegen die Bewerbungsfrist, müsstest Du ein ganzes Jahr warten.

Was passiert beim Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest?

Grafik zum Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest

Beim Einstellungstest musst Du Dein Wissen und Können in verschiedenen Bereichen unter Beweis stellen.

Die Bundeswehr legt bei der Auswahl ihrer Azubis großen Wert darauf, dass nicht nur die fachliche Eignung stimmt. Sondern, dass es auch von der Persönlichkeit und dem Charakter her passt. Natürlich spielen Deine Noten und Deine Bildung eine Rolle. Aber am Ende zählt eben das Gesamtpaket.

Nur sagen Deine Bewerbungsunterlagen darüber, wie Du als Mensch bist, nicht unbedingt viel aus. Deshalb gibt es einen Einstellungstest. Der Eignungstest soll ermitteln, ob Du der oder die Richtige für die Lehrstelle bist. Macht Deine Bewerbung einen guten Eindruck, lädt Dich die Bundeswehr also zum Einstellungstest ein. Und meist findet er in dem Dienstleistungszentrum statt, das auch für Deine Ausbildung zuständig ist.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Der Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest besteht aus mehreren Einzelprüfungen, die sich auf zwei Tage verteilen. Du nimmst aber erst einmal nur am ersten Teil vom Eignungstest teil. Er umfasst die schriftlichen Prüfungen. Schneidest Du dabei gut ab, wirst Du ein paar Wochen später ein zweites Mal eingeladen. Dann geht es zum Vorstellungsgespräch. Doch der Reihe nach!

Aufsatz

Deine erste Aufgabe beim Einstellungstest besteht darin, einen Aufsatz zu schreiben. Dafür nennt Dir die Bundeswehr in aller Regel drei verschiedene Themen, von denen Du Dir eines aussuchen kannst. Wie die Aufgabenstellungen lauten werden, kann Dir niemand vorhersagen. Denn die Themen ändern sich ständig. Oft geht es aber um das aktuelle Zeitgeschehen oder wichtige Ereignisse. Auch Dinge aus dem alltäglichen Leben oder Fragen, die sich auf die Bundeswehr beziehen, kommen häufig vor.

Und es gibt eine Aufgabenstellung, die fast schon ein Klassiker beim Bundeswehr Eignungstest ist. Sie dreht sie um ein Wortpaar wie zum Beispiel “dunkel und düster”. Auch wenn die beiden Begriffe eine ähnliche Bedeutung haben, beschreiben sie unterschiedliche Dinge. Deine Aufgabe ist, die Wörter zu erklären, miteinander zu vergleichen und die Unterschiede aufzuzeigen.

Den Text schreibst Du mit einem Stift auf ein Blatt Papier. Also so, wie Du es aus der Schule kennst. Hilfsmittel wie Bücher oder das Internet kannst Du nicht benutzen. Denn beim Aufsatz geht es um mehrere Dinge. Klar will die Bundeswehr wissen, wie sicher Du mit der deutschen Sprache umgehen kannst. Beherrschst Du Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung? Wie sieht es mit Deinem Wortschatz und Deiner Ausdrucksfähigkeit aus? Der Aufsatz prüft aber auch, ob Du strukturiert und mit System vorgehst. Außerdem testet er, ob Du Deine Überlegungen logisch und nachvollziehbar erklären kannst. Und nicht zuletzt geht es auch ein bisschen um Dein Allgemeinwissen.

PC-Test

Die nächste Station beim Einstellungstest ist ein PC-Test. Offiziell heißt der Computertest CAT-Test. CAT steht als Kürzel für Computer-Assistierte Testung. Klingt kompliziert, heißt aber eigentlich nur, dass der Test am PC durchgeführt und vom Rechner ausgewertet wird.

Der PC-Test bündelt mehrere Testverfahren, bei denen es um Wissen, Können und auch Deine persönlichen Eigenschaften geht. Im Kern will der CAT-Test herausfinden, ob Du fachlich geeignet bist. Dabei wird aber kein spezielles Fachwissen abgefragt. Schließlich bist Du Bewerber für einen Ausbildungsplatz – und (noch) keine ausgebildete Fachkraft. Die Fragen zielen eher auf allgemeine Kenntnisse und Fähigkeiten ab. Zu den Bereichen, um die sich Aufgaben drehen, gehören zum Beispiel folgende:

Dabei werden alle Aufgaben als Auswahlfragen gestellt. Das bedeutet: Zu jeder Frage bekommst Du mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Nur eine Lösung davon ist richtig. Und diese musst Du finden und anklicken. Offene Fragen, bei denen Du selbst die Antwort geben musst, kommen beim CAT-Test nicht vor.

Stichwort: Adaptives Testverfahren

Beim PC-Test wird das sogenannte adaptive Testverfahren angewendet. Adaptiv bedeutet, dass sich die Fragen vom Schwierigkeitsgrad her an Deine Fähigkeiten anpassen. Die Methode geht so: Löst Du eine Aufgabe richtig, wird die nächste Aufgabe ein bisschen schwerer. War Deine Antwort falsch, folgt andersherum eine Frage, die etwas leichter ist. Dir selbst wird das vielleicht gar nicht unbedingt auffallen. Die Bundeswehr kann so aber recht genau einstufen, wie gut Du in den verschiedenen Bereichen bist.

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In den meisten Abschnitten vom PC-Test hast Du für den ganzen Aufgabenblock eine bestimmte Bearbeitungszeit. Arbeitest Du die Fragen ziemlich flott durch, kann es gut sein, dass Du schneller fertig bist als andere Bewerber. Genauso ist aber natürlich möglich, dass Du etwas länger brauchst als Deine Mitbewerber. Lass Dich davon nicht verunsichern!

Persönlichkeitstest

Neben den Abschnitten, in denen es um Wissen und Logik geht, enthält der PC-Test noch ein weiteres Testverfahren. Es heißt auch Fragebogenverfahren. Dahinter steckt ein Persönlichkeitstest. Die Aufgaben hier bestehen nicht aus klassischen Fragen, sondern aus Aussagen. Und Du musst einordnen, ob und wie sehr Du der Aussage zustimmst. Eine Behauptung kann zum Beispiel lauten: “Im Mittelpunkt zu stehen, ist nicht so mein Ding.” Durch die Antwortmöglichkeiten kannst Du dann angeben, ob die Aussage ganz, nur zum Teil oder gar nicht auf Dich zutrifft.

Richtige oder falsche Antworten gibt es beim Persönlichkeitstest nicht. Denn Du äußerst Dich ja zu Deinen Eigenschaften und Ansichten. Und die beste Taktik ist, wenn Du bei der Wahrheit bleibst. Antworte ruhig aus dem Bauch heraus. Sonst läufst Du Gefahr, Dir selbst zu widersprechen.

Damit Du Dir ein ungefähres Bild vom PC-Test machen kannst, gibt es auf der Webseite der Bundeswehr den sogenannten Assessment-Trainer. Das ist ein Online-Test mit ein paar Prüfungsfragen aus verschiedenen Kategorien. Wir haben auf unserer Seite ausführliche Beiträge mit weiteren Informationen über den Computertest und den Eignungstest für Dich zusammengestellt. Neben Tipps für Deine Vorbereitung haben wir natürlich auch Übungsaufgaben und Online-Tests für Dich. Und wenn Du intensiv üben willst, bieten wir Dir kostenpflichtige Pakete an.

Arbeitsprobe

Als Mechaniker brauchst Du handwerkliches Geschick. Und Du musst sorgfältig arbeiten. Es kann deshalb sein, dass Du im Auswahlverfahren eine kleine Arbeitsprobe machen musst. Dafür bekommst Du von den Prüfern eine praktische Aufgabe. Dabei erklären die Prüfer ganz genau, was Du wie tun sollst. Die Arbeitsprobe soll zeigen, ob Du Anweisungen umsetzen kannst und wie ordentlich Du arbeitest.

Abwarten!

Nach dem Aufsatz, dem CAT-Test und eventuell der Arbeitsprobe hast Du den ersten Teil vom Bundeswehr Konstruktionsmechaniker Einstellungstest geschafft. Und nun musst Du abwarten. Wenn auch die anderen Bewerber diesen Abschnitt vom Eignungstest hinter sich haben, wertet die Bundeswehr die Ergebnisse aus. Hast Du eine Prüfung nicht bestanden oder waren Deine Leistungen nicht so gut, geht es für Dich leider nicht mehr weiter. Konntest Du mit guten Ergebnissen punkten, lädt Dich die Bundeswehr erneut ein. Beim zweiten Teil vom Einstellungstest steht das persönliche Kennenlernen auf dem Programm.

Vorstellungsgespräch

Klar will die Bundeswehr wissen, wer die Person hinter der Bewerbung und den bisherigen Testergebnissen ist. Sie möchte Dich näher kennenlernen und interessiert sich für Deine Motivation. Ein Vorstellungsgespräch gehört deshalb zum Einstellungstest dazu.

Beim Vorstellungsgespräch werden Dir die Prüfer die Fragen stellen, die für ein Bewerbungsgespräch üblich sind. Also zum Beispiel:

  • Warum wollen Sie Konstruktionsmechaniker werden?
  • Wieso möchten Sie Ihre Berufsausbildung bei uns machen?
  • Wie sind sie darauf gekommen, sich für eine zivile Ausbildung bei der Bundeswehr zu bewerben?
  • Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag als Konstruktionsmechaniker vor?
  • Was würden Sie als Ihre größte Stärke bezeichnen?
  • Worin sehen Sie ihre größte Schwäche?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Zudem ist möglich, dass die Prüfer ein paar Deiner Antworten, die Du beim PC-Test gegeben hast, ansprechen werden.

Beim Vorbereiten auf das Vorstellungsgespräch ist wichtig, dass Du Dich über den Arbeitgeber Bundeswehr, die Ausbildung und den Beruf des Konstruktionsmechanikers informierst. Mache Dir außerdem Gedanken darüber, was Du als Azubi zu bieten hast. Am Ende geht es darum, dass Du den Prüfern plausibel erklären kannst, warum Du die Lehrstelle willst und warum sich die Bundeswehr für Dich entscheiden sollte.

Beim Gespräch selbst solltest Du versuchen, möglichst natürlich zu bleiben. Verstelle Dich nicht und spiele den Prüfern nichts vor. Bleibe Du selbst und gib Dich so, wie Du bist. Je authentischer Du auftrittst, desto glaubwürdiger bist Du.

Geschafft!

Das Vorstellungsgespräch schließt den Eignungstest ab. Du musst jetzt wieder abwarten. Wenn auch die anderen Kandidaten beim Einstellungstest waren, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung. Wie die Entscheidung ausgefallen ist, erfährst Du per Post. Irgendwann liegt nämlich ein Schreiben von der Bundeswehr im Briefkasten – und darin steht, ob Du die Zusage hast.

Wie läuft die Berufsausbildung ab?

Beim Konstruktionsmechaniker handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Die Ausbildung wird in Industrie und Handel angeboten. Im Handwerk ist sie ebenfalls möglich. Bei der Bundeswehr absolvierst Du Deine Lehre als zivile Berufsausbildung. Dadurch wirst Du weder Soldat noch Beamter. Stattdessen gehörst Du als Azubi im zivilen Bereich zur Bundeswehrverwaltung. Damit bist Du gleichzeitig im öffentlichen Dienst beschäftigt.

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Wie auf dem zivilen Arbeitsmarkt absolvierst Du Deine Berufsausbildung im dualen System. Das bedeutet: Du lernst und arbeitest an Deinem Arbeitsplatz bei der Bundeswehr. Parallel dazu besuchst Du die Berufsschule.

Ort und Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker bietet die Bundeswehr an drei verschiedenen Standorten an, nämlich:

  • Neubrandenburg und Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern
  • Klietz in Sachsen-Anhalt

Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre. Am Ende legst Du Deine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.

Die Ausbildungsinhalte

Im Verlauf Deiner Berufsausbildung lernst Du alles, was Du für eine erfolgreiche Tätigkeit als Konstruktionsmechaniker brauchst. Du sammelst jede Menge Fachwissen und baust Dein Know-how stetig aus. Und damit das so ist, gehört zu Deiner Lehre unter anderem, dass Du

  • lernst, Stücklisten und Konstruktionszeichnungen zu lesen, um so Metallkonstruktionen aller Art zu bauen.
  • Dir verschiedene Verfahren aneignest, um Bauteile aus Blech und Metall zu be- und verarbeiten.
  • schweißen lernst.
  • Bauteile und Baugruppen auf der Baustelle montierst, ausrichtest und verschweißt.
  • Konstruktionen und Anlagen überprüfst, wartest und instand setzt.
  • die fertigen Systeme an Kunden übergibst und ihnen erklärst, wie sie diese bedienen müssen.

Während Deiner Ausbildung begleiten Dich professionelle Ausbilder. Anders als in vielen anderen Unternehmen und Firmen sind die Ausbilder bei der Bundeswehr hauptberuflich Ausbilder. Sie kümmern sich also nebenher nicht auch noch um das Tagesgeschäft, sondern sind wirklich nur für die Azubis da. Das ist mit ein Grund dafür, warum die Bundeswehr für hochwertige Ausbildungen steht, als Top-Ausbildungsbetrieb gilt – und ihre Azubis regelmäßig zu den Besten des Jahrgangs gehören.

Dein Einkommen als Azubi

Wie schon erwähnt, gehörst Du als ziviler Azubi bei der Bundeswehr zum öffentlichen Dienst. Dass Du einen technischen Industrieberuf lernst, spielt dabei keine Rolle. Und weil das so ist, gilt für Dich auch der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes. Für Dich bedeutet das, dass Du nach derzeitigem Stand (2019) monatlich brutto

  • 1.018,26 Euro im 1. Ausbildungsjahr,
  • 1.068,20 Euro im 2. Ausbildungsjahr,
  • 1.114,02 Euro im 3. Ausbildungsjahr und
  • 1.177,59 Euro im 4. Ausbildungsjahr

verdienst. Zusätzlich dazu bekommst Du Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Einen Zuschuss zu Deinen Lehrmaterialien gibt es ebenso. Und wenn Du für die Lehre umgezogen bist und in Deiner Freizeit nach Hause fährst, beteiligt sich die Bundeswehr einmal pro Monat an Deinen Fahrtkosten. Welche Leistungen Du als Azubi sonst noch bekommst und generell weitere Informationen über die zivile Berufsausbildung beim Bund, kannst Du in dieser PDF nachlesen.

Welche Perspektiven habe ich nach der Ausbildung?

Mit dem Abschluss Deiner Berufsausbildung hast Du eine gute Grundlage für Deine berufliche Zukunft geschaffen. Wie es weitergeht, hängt von Deinen Plänen und Zielen ab. Möglichkeiten gibt es jedenfalls mehrere:

Du bleibst ziviler Mitarbeiter bei der Bundeswehr.

Wenn die Bundeswehr Lehrlinge ausbildet, hat sie natürlich im Blick, welchen Bedarf an Fachkräften sie selbst hat. Und durch Deine Lehre kennst Du den Arbeitgeber, die Abläufe und andersherum. Deshalb hat der Bund ein Interesse daran, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Waren Deine Leistungen gut und ist eine passende Stelle frei, kannst Du also übernommen werden. In diesem Fall bleibst Du Teil der Bundeswehrverwaltung und arbeitest in Zivil in Deinem erlernten Beruf.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Du Dich für eine Laufbahn als Beamter entscheidest. Dann machst Du noch einmal eine Ausbildung, dieses Mal eine Laufbahnausbildung. Als Konstruktionsmechaniker bietet sich dabei der technische Dienst an.

Du schlägst eine militärische Laufbahn ein.

Möchtest Du doch gerne in eine Uniform schlüpfen, kannst Du Dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichten. Mit der abgeschlossenen Ausbildung als Konstruktionsmechaniker dürften vor allem die Laufbahnen der Unteroffiziere und der Feldwebel interessant sein. Denn beide Laufbahnen ermöglichen Dir, fachgebunden zu arbeiten. So kannst Du Dich in Deinem erlernten Beruf weiterentwickeln und gleichzeitig eine militärische Karriere machen.

Der Wechsel in eine militärische Laufbahn setzt aber voraus, dass Du als Soldat geeignet bist. Und dabei zählt nicht nur Deine fachliche und persönliche Eignung. Stattdessen musst Du auch körperlich fit und gesund sein. Deshalb nimmst Du dann noch einmal an einem Einstellungstest teil. Der Eignungstest für angehende Soldaten umfasst neben dem CAT-Test und dem Vorstellungsgespräch auch einen Sporttest und eine ärztliche Untersuchung. Willst Du Feldwebel werden, kommt außerdem ein Assessment-Center mit Gruppenaufgaben und einem Kurzvortrag dazu.

Übrigens: Ein Wechsel in den militärischen Bereich ist auch schon während Deiner Berufsausbildung möglich. In diesem Fall kombinierst Du die berufliche und die militärische Ausbildung miteinander. Du absolvierst also die Ausbildungen zum Konstruktionsmechaniker und zum Soldat gleichzeitig.

Du suchst Dir einen Job außerhalb.

Kannst oder willst Du nicht bei der Bundeswehr bleiben, steht Dir selbstverständlich der zivile Arbeitsmarkt offen. Mit Deinem Berufsabschluss bist Du schließlich eine gut ausgebildete Fachkraft. Jobs für Konstruktionsmechaniker bieten hauptsächlich Unternehmen in den Branchen

  • Stahl- und Metallbau,
  • Maschinenbau sowie
  • Schiff-, Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau.

Hast Du dann Berufserfahrung gesammelt, kannst Du über eine Weiterbildung nachdenken. Der Industriemeister oder der Techniker für Metallbautechnik wären hier Möglichkeiten. Als Kaufmann kannst Du den Fachwirt machen. Oder Du spezialisierst Dich als Schweißer. Hast Du Abitur, kommt auch ein Studium in Betracht. Konstruktionstechnik, Maschinenbau oder Bauingenieurwesen bieten sich zum Beispiel als Studienfächer an.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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