Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest: Alle Infos

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest

Konntest Du mit Deiner Bewerbung überzeugen, nimmst Du am Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest teil.

Als Fluggerätelektroniker trägst Du dazu bei, dass Luftfahrzeuge schwungvoll abheben, zuverlässig fliegen und sicher wieder landen. Denn Du kennst jedes System und jedes elektronische Bauteil, das verbaut ist. Als echter Fachmann überprüfst Du die Baugruppen regelmäßig und erfasst die Messwerte. Außerdem legst Du Leitungen, baust neue Systeme ein und nimmst die Komponenten in Betrieb. Klar, dass Du auch zur Stelle bist, wenn Störungen behoben werden müssen. – Klingt nach einem ziemlich spannenden Beruf, oder?! Und eine Ausbildung als Fluggerätelektroniker kannst Du bei der Bundeswehr machen. Was Du dazu wissen musst, erklären wir Dir in diesem Beitrag.

Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest

Kampfjets, Transporthubschrauber, Drohnen und Soldaten bei der Luftwaffe: Vermutlich wirst Du daran denken, wenn von Fluggeräten und der Bundeswehr die Rede ist. Und natürlich liegst Du damit nicht falsch. Doch damit die Luftfahrzeuge abheben können, müssen viele Hände ineinander greifen. Die Streitkräfte werden bei ihrer Arbeit von zivilen Mitarbeitern unterstützt. Unter ihnen sind auch Fluggerätelektroniker. Diesen Beruf kannst Du im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung beim Bund lernen.

Eines vorneweg: Den Beruf kannst Du als Frau selbstverständlich genauso erlernen und ausüben wie als Mann. Wenn wir vom Fluggerätelektroniker sprechen, dann meinen wir damit also Frauen und Männer gleichermaßen!

Die Aufgaben als Fluggerätelektroniker

Als Fluggerätelektroniker bist Du Fachmann für die elektronischen Systeme, die Flugzeuge und Hubschrauber sicher und zuverlässig fliegen lassen. Zu Deinen Aufgaben gehört, verschiedene Bauteile, Geräte und Systeme zu überprüfen und zu warten. Du verlegst Leitungen und baust neue Baugruppen ein. Nach dem Einbau konfigurierst Du die Bauteile und nimmst die Anlagen in Betrieb. Zum Schluss testest Du, ob alles richtig funktioniert. Die notwendigen Arbeitsschritte organisierst Du eigenständig. Und Du managst die Arbeit in Deinem Team. Kurzum: Du sorgst dafür, dass die Luftfahrzeuge der Bundeswehr durchstarten und sicher fliegen.

Die wichtigsten Informationen zum Beruf fasst dieser Steckbrief der Arbeitsagentur zusammen. Und hier kannst Du Dir einen Film über den Fluggerätelektroniker anschauen.

Die Voraussetzungen

Du hättest große Lust, eine Berufsausbildung als Fluggerätelektroniker zu machen? Die Bundeswehr erwartet, dass Du folgende Voraussetzungen erfüllst:

  • Du hast einen guten Realschulabschluss oder einen sehr guten Hauptschulabschluss.
  • In den Schulfächern Deutsch, Mathe, Physik und Chemie sind Deine Noten gut.
  • Du bist handwerklich geschickt.
  • Technik interessiert Dich und Du hast technisches Verständnis.
  • Dein Verantwortungsbewusstsein ist ausgeprägt.
  • Gewissenhaft zu arbeiten und Dich zu konzentrieren, ist für Dich kein Problem.
  • Du arbeitest gerne im Team.
  • Einsatzwille und eine große Portion Lernbereitschaft bringst Du natürlich auch mit.
Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Luftwaffe: Da will jeder hin!

Bestimmte Altersgrenzen gibt es nicht. Zwar stellt die Bundeswehr bevorzugt Bewerber ein, die ihre erste Berufsausbildung machen wollen. Aber das heißt nicht, dass Du keine Chancen mehr hast, wenn Du schon länger aus der Schule raus bist. Denn am Ende zeigt sich ohnehin erst beim Einstellungstest, ob Du der richtige Kandidat bist.

Deine Bewerbung

Deine Bewerbung gibst Du als Online-Bewerbung ab. Dafür musst Du Dich zuerst im Bewerbungsportal registrieren. Nachdem Du Dein Profil angelegt hast, lädst Du folgende Unterlagen hoch:

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.
  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto
  • Dein letztes Schulzeugnis
  • Praktikums- und Arbeitszeugnisse, wenn Du welche hast
  • die Einverständniserklärung Deiner Eltern, sofern Du noch keine 18 Jahre alt bist

Hast Du einen Schwerbehindertenausweis, kannst Du Dich natürlich auch bewerben. Bei gleicher Eignung berücksichtigt der Bund Deine Bewerbung sogar bevorzugt. Die Kopie von Deinem Schwerbehindertenausweis lädst Du aber nicht im Portal hoch. Stattdessen reichst Du sie auf dem Postweg ein. Das Gleiche gilt für einen Bescheid über eine Gleichstellung.

Hast Du Fragen zur Bewerbung oder möchtest Du generell wissen, welche beruflichen Möglichkeiten Du hast, kannst Du auch erst einmal einen Beratungstermin vereinbaren. Das geht entweder online über die Karriere-Seite der Bundeswehr. Oder Du rufst die Hotline unter der Nummer 0800 9800880 an.

Aber Achtung!

Deine Bewerbung musst Du mit rund einem Jahr Vorlauf einreichen. Die Ausbildungen fangen alljährlich im August oder September an. Und die Bewerbungsfrist endet jeweils am 30. September im Jahr davor. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Angenommen, Du willst im Herbst 2020 mit Deiner Ausbildung anfangen. Dann musst Du Dich bis zum 30. September 2019 bewerben.

Optimal ist, wenn Du Dich zum Ende Deines vorletzten Schuljahres bewirbst. Für die Bewerbung brauchst Du nämlich nicht unbedingt Dein Abschlusszeugnis. Es reicht, wenn Du Dein aktuellstes Schulzeugnis vorlegst. Während Du das letzte Schuljahr besuchst, nimmst Du dann am Einstellungstest teil. Und wenn alles gut geht, kannst Du direkt im Anschluss an Deine Schulzeit ins Berufsleben starten.

Der Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest

Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest Grafik

Beim Einstellungstest musst Du bei mehreren Einzeltests unter Beweis stellen, dass in Dir ein angehender Fluggerätelektroniker steckt.

Als Fluggerätelektroniker machst Du einen Job mit viel Verantwortung. Immerhin trägst Du mit Deiner Arbeit dazu bei, dass die Luftfahrzeuge der Bundeswehr abheben, zuverlässig fliegen und sicher wieder landen können. Und ob Du sowohl fachlich als auch persönlich alles mitbringst, was Du für diese Tätigkeit brauchst, prüft die Bundeswehr durch einen Einstellungstest.

Zunächst einmal schaut sich der Bund natürlich Deine Bewerbung an. Dabei fällt der Blick zum einen auf Deine Schulnoten. Besonders Deine Leistungen in Deutsch, Mathe, Technik und den Naturwissenschaften – also zum Beispiel Physik und Chemie – sind an dieser Stelle wichtig. Zum anderen zählt der Gesamteindruck. Sieht alles gut aus, bekommst Du eine Einladung zur Teilnahme am Eignungstest.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Dieser verteilt sich auf zwei Tage und umfasst verschiedene Abschnitte. Du kommst dafür in ein Dienstleistungszentrum. In der Einladung steht die genaue Anschrift. Und in dem Schreiben findest Du auch Infos für Deine Anreise und über die Abläufe.

Deine Einladung gilt aber erst einmal nur für den schriftlichen Teil vom Einstellungstest. Schlägst Du Dich dabei gut und erfolgreich, geht es einige Zeit später mit dem mündlichen Teil für Dich weiter. Was das heißt? Schauen wir uns die einzelnen Stationen der Reihe nach an!

Der Aufsatz

Die erste Station vom Bundeswehr Fluggerätelektroniker Einstellungstest ist ein Aufsatz. Bewaffnet mit Stift und Papier, schreibst Du dabei einen Text zu einem vorgegebenen Thema. In aller Regel kannst Du Dir dabei aus drei Aufgabenstellungen eine aussuchen. Die Themen können zum Beispiel ein Ereignis aus dem aktuellen Zeitgeschehen oder eine Frage aus dem Alltag behandeln. Genauso kann es um die Bundeswehr gehen.

Daneben gibt es noch eine andere Variante, die sehr oft vorkommt. Sie besteht darin, dass Du über ein Wortpaar schreibst. So ein Wortpaar kann beispielsweise „Kraft und Stärke“ sein. Du musst dann die beiden Begriffe erklären und aufzeigen, was sie gemeinsam haben und worin sie sich unterscheiden.

Hilfsmittel wie Bücher oder das Internet darfst Du beim Aufsatz nicht verwenden. Denn die Bundeswehr möchte wissen, ob Du eigene Ideen entwickeln und ausarbeiten kannst. Außerdem will sie prüfen, wie es um Deine Allgemeinbildung steht und ob Du das Geschehen um Dich herum verfolgst. Und natürlich geht es beim Aufsatz auch um Deine Ausdrucksfähigkeit und Dein Können in Sachen Rechtschreibung und Grammatik.

Der CAT-Test

Nachdem Du den Aufsatz geschrieben hast, geht es in einen Raum mit vielen Computer-Arbeitsplätzen. Als nächstes ist nämlich der CAT-Test an der Reihe. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung. Klingt kompliziert, heißt aber nichts anderes, als dass Du einen PC-Test machst. Dieser Test wird computergestützt durchgeführt und auch von einem Computerprogramm ausgewertet. Dabei gliedert er sich in mehrere Abschnitte. Für Dich bedeutet das, dass Du Aufgaben aus verschiedenen Bereichen lösen musst.

Generell prüft der CAT-Test Kenntnisse und Fähigkeiten, die Du im Berufsalltag als Fluggerätelektroniker brauchst. Aber keine Angst: Spezifisches Fachwissen wird nicht abgefragt. Denn solche Inhalte lernst Du erst noch, wenn Du die Ausbildung machst. Es geht vielmehr um grundlegendes Wissen. Der CAT-Test soll zeigen, ob bei Dir die Basis vorhanden ist, die im Zuge der Ausbildung und der Berufstätigkeit dann nach und nach ausgebaut werden kann.

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Und was heißt das für den Test? Du solltest mit Fragen aus folgenden Bereichen rechnen:

  • Mathe
  • Deutsch
  • Physik und Chemie
  • Elektronik und Technik
  • logisches Denken
  • Konzentrationsvermögen
  • Allgemeinwissen

Nur Auswahlfragen

Alle Fragen beim Computertest sind sogenannte Multiple-Choice-Aufgaben. Das bedeutet: Du siehst zu jeder Frage mehrere Antwortmöglichkeiten. Daraus musst Du die richtige Lösung auswählen und anklicken. Offene Fragen, bei denen Du selbst die Antwort aufschreiben musst, gibt es beim CAT-Test nicht.

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Dafür wird aber ein adaptives Testverfahren angewendet. Adaptiv heißt, dass sich die Fragen an Deine Kenntnisse anpassen. Und das geht so: Wenn Du eine Frage richtig beantwortest, wird die nächste Aufgabe ein bisschen schwieriger. Andersherum folgt eine etwas leichtere Frage, wenn Du eine falsche Antwort gegeben hast. Durch dieses Verfahren kann recht schnell und ziemlich genau eingestuft werden, auf welchem Level Deine Fähigkeiten sind.

Persönlichkeitstest

Neben den Wissensfragen gibt es beim CAT-Test noch eine andere Art von Aufgaben. Sie gehören zum Persönlichkeitstest und dieser Abschnitt wird auch Fragebogenverfahren genannt. Du musst Dich dabei zu verschiedenen Aussagen äußern. So ein Satz kann zum Beispiel lauten: “Wenn ich bei einer Aufgabe nicht weiterkomme, mache ich erst einmal etwas anderes.” Anhand einer Skala stufst Du dann ein, ob und wie sehr Du der Aussage zustimmst.

Klar, dass es bei diesen Fragen keine richtigen oder falschen Lösungen gibt. Schließlich geht es hier um Deine persönliche Haltung. Und Du fährst am besten, wenn Du spontan und ehrlich antwortest. Denn nur so entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Außerdem kann gut sein, dass Dich die Prüfer beim Vorstellungsgespräch auf ein paar Aussagen ansprechen. Wenn Du geflunkert hast, wird es spätestens dann mit Erklärungen schwierig.

Ein Tipp: Die Abschnitte beim Computertest sind unterschiedlich aufgebaut. Manchmal hast Du ein bestimmtes Zeitfenster für einen ganzen Aufgabenblock. In anderen Abschnitten hast Du pro Aufgabe nur wenige Sekunden. Lasse Dich deshalb nicht davon irritieren, wenn andere Bewerber schneller fertig sind als Du – oder andersherum länger brauchen. Konzentriere Du Dich auf Dich und Deinen Test!

Die praktische Aufgabe

Es kann sein, dass Du nach den schriftlichen Tests noch eine praktische Aufgabe lösen musst. Das ist dann eine Art Mini-Praktikum. Die Prüfer geben Dir dabei einen kleinen Auftrag. Sie erklären Dir gleichzeitig, was genau Du zu tun hast. Die praktische Aufgabe prüft in erster Linie Dein handwerkliches Geschick. Außerdem beurteilen die Prüfer, wie gewissenhaft Du arbeitest und wie genau Du die Anweisungen umsetzt.

Nach dem ersten Prüfungstag

Spätestens mit der praktischen Prüfung endet der erste Testtag. Jetzt musst Du abwarten und Daumen drücken. Denn die Bundeswehr wertet aus, wie Du bei den bisherigen Tests abgeschnitten hast. Waren Deine Leistungen gut, bist Du eine Runde weiter. Die Bundeswehr lädt Dich dann ein zweites Mal ein – mählich zum Vorstellungsgespräch.

Das Vorstellungsgespräch

Beim zweiten Teil des Einstellungstests steht die mündliche Prüfung auf dem Programm. Sie besteht aus dem Vorstellungsgespräch. Und beim Bewerbungsgespräch geht es um Dich als Person. Die Bundeswehr möchte wissen, wer Du bist und was Dich ausmacht. Außerdem möchte sie etwas über Deine Interessen, Deine Ziele und Deine Motivation erfahren. Klar interessiert die Prüfer auch, warum Du Fluggerätelektroniker werden möchtest – und weshalb Du Deine Ausbildung ausgerechnet bei der Bundeswehr machen willst.

Alles in allem läuft das Interview so ab wie ein klassisches Vorstellungsgespräch. Und Dir werden die typischen Fragen gestellt – nur halt bezogen auf Deinen Berufswunsch und die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber. Deshalb kannst Du Dich auf das Gespräch gut vorbereiten.

Informiere Dich dazu über die Bundeswehr und Deinen Ausbildungsberuf. Schau Dir außerdem die Fragen-Klassiker bei Vorstellungsgesprächen an. Aber übernehme keine Standardantworten und lerne nichts auswendig. Versuche lieber, beim Gespräch so natürlich und authentisch zu bleiben wie möglich. Schließlich will die Bundeswehr Dich als Person und vielleicht künftigen Azubi kennenlernen.

Übrigens: Wir haben viele Beiträge für Dich vorbereitet. Sie informieren Dich über den Bund und die verschiedenen Abschnitte vom Einstellungstest. Wir geben Dir Tipps für Deine Vorbereitung und stellen Dir jede Menge Übungsaufgaben zur Verfügung. Außerdem bieten wir Dir Testpakete und ein intensives Coaching an.

Und nach dem Interview?

Mit dem Vorstellungsgespräch hast Du das Auswahlverfahren abgeschlossen. Nun brauchst Du wieder ein bisschen Geduld. Wenn alle Bewerber am Einstellungstest teilgenommen haben und die Ergebnisse ausgewertet sind, entscheidet die Bundeswehr, wer eingestellt wird. Du bekommst daraufhin Post. In dem Brief steht, ob Du dabei bist. Wenn ja, kannst Du schon bald Deinen Ausbildungsvertrag unterschreiben und als angehender Fluggerätelektroniker durchstarten!

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Die Ausbildung

Der Fluggerätelektroniker ist ein ziviler Ausbildungsberuf. Du schlägst also keine militärische Laufbahn ein und wirst kein Soldat. Stattdessen gehörst Du zur Verwaltung der Bundeswehr und wirst Azubi im öffentlichen Dienst. Deine Berufsausbildung erfolgt im dualen System. Das bedeutet: Du lernst und arbeitest in Deiner Ausbildungsstätte bei der Bundeswehr und besuchst parallel dazu die Berufsschule.

Derzeit bildet die Bundeswehr den Beruf des Fluggerätelektronikers im niedersächsischen Bückeburg aus. Je nach Bedarf können aber weitere Standorte dazukommen. Informiere Dich deshalb am besten über das Bewerbungsportal. Dort sind freie Lehrstellen ausgeschrieben.

Die Inhalte Deiner Berufsausbildung

Die Technik von Luftfahrzeugen ist sehr komplex. Und Du hast einen Job mit viel Verantwortung. Immerhin stellst Du als Fluggerätelektroniker sicher, dass die Flugzeuge und Hubschrauber sicher und zuverlässig funktionieren. Im Verlauf Deiner Ausbildung lernst Du deshalb alle Baugruppen und Systeme in den Fluggeräten der Streitkräfte kennen. Dir wird beigebracht, wie Du Bauteile installierst, geeignete Prüfungen entwickelst und die Messergebnisse auswertest. Außerdem lernst Du, Deine Arbeitsschritte zu organisieren, die Arbeit im Team zu managen und andere Kollegen anzuleiten.

Damit es nicht nur bei grauer Theorie bleibt, wendest Du Dein erworbenes Wissen auch praktisch an. An Deinem Arbeitsplatz sammelst Du Berufserfahrung, indem Du zum Beispiel

  • Aufbauten und Systeme entwickelst, die Messwerte erfasst und auswertest.
  • verschiedene Bauteile aus der Pneumatik, Hydraulik, Elektrik und Elektronik überprüfst.
  • Leitungen verlegst und Systeme einbaust.
  • Bauteile zur Steuerung, Regelung oder Kommunikation montierst und in Betrieb nimmst.
  • Software konfigurierst.
  • Störungen aufspürst und behebst.
  • Deine Arbeitsschritte und die Abläufe im Team planst und organisierst.

Im Verlauf Deiner Ausbildung kannst Du oft auch an Projekten mit internationalen Partnern teilnehmen. Außerdem arbeitest Du mit Kollegen und Soldaten zusammen, die sich ebenfalls um die Fluggeräte kümmern. So bist Du direkt in die Abläufe eingebunden und schnupperst auch in andere Berufsfelder hinein.

Die Ausbildungsdauer und Dein Verdienst

Die Ausbildung zum Fluggerätelektroniker dauert dreieinhalb Jahre. Du beendest sie mit einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Damit hast Du einen Berufsabschluss in der Tasche, der offiziell anerkannt ist. Er gilt also nicht nur für die Bundeswehr, sondern ermöglicht Dir, auch außerhalb als ausgebildete Fachkraft zu arbeiten.

Als Azubi beim Bund bist Du im öffentlichen Dienst angestellt. Auch wenn Du einen Beruf aus der Industrie lernst. Deshalb richtet sich Deine Vergütung nach dem gültigen Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst. Derzeit (Stand 2018) ist das Entgelt, das Du monatlich brutto bekommst, wie folgt festgelegt:

968,26 Euro 1. Ausbildungsjahr
1.018,20 Euro 2. Ausbildungsjahr
1.064,02 Euro 3. Ausbildungsjahr
1.127,59 Euro 4. Ausbildungsjahr

Deine Perspektiven nach der Ausbildung

Der Fluggerätelektroniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die rechtliche Grundlage schaffen die Ausbildungsverordnung und das Berufsbildungsgesetz. Wie schon erwähnt, nimmt die IHK Deine Abschlussprüfung ab. Deshalb werden sowohl Deine Ausbildung als auch Dein Abschluss überall anerkannt. Gleichzeitig steht die Bundeswehr für qualitativ sehr hochwertige Ausbildungen. Die Grundlage für Deine berufliche Zukunft ist damit sehr gut. Zugleich es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie es für Dich weitergehen kann.

Übernahme als Fluggerätelektroniker

Hast Du Deine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen und dabei gute Leistungen erbracht, kann Dich der Bund – eine freie Stelle vorausgesetzt – übernehmen. Du wirst dann vom Azubi zum zivilen Angestellten und die Bundeswehr wird vom Ausbildungsbetrieb zu Deinem Arbeitgeber.

Die Chancen auf eine Übernahme stehen ziemlich gut. Immerhin hat die Bundeswehr auch ihren eigenen Bedarf im Blick, wenn sie Fachkräfte ausbildet. Und natürlich möchte der Bund – wie jeder andere Arbeitgeber – qualifizierte Leute in seinen Reihen behalten. Gleichzeitig kannst Du Dich im zivilen Bereich weiterbilden. Zum Beispiel, indem Du die Laufbahnausbildung als Beamter dranhängst oder weitere Qualifikationen in Deinem Beruf erwirbst.

Wechsel in eine militärische Laufbahn

Du kannst auch bei der Bundeswehr bleiben, aber vom zivilen in den militärischen Bereich wechseln. Welche Laufbahnen für Dich in Frage kommen, hängt von Deinem Schulabschluss ab. Militärische Berufe, die ebenfalls mit dem Fliegen zu tun haben und auf die Dein Abschluss als Fluggerätelektroniker deshalb angerechnet werden könnte, sind zum Beispiel folgende:

Laufbahn Verwendung
Mannschaften
  • Avioniker
  • Doorgunner
  • Fluggerätmechaniker
Unteroffziere
  • Avionikinstandsetzer Werft – Unteroffizier
  • Flugbegleiter
  • Fluggerätmechaniker
Feldwebel
  • Avioniker
  • Flugbegleiter
  • Fluggerätmechaniker
Offiziere
  • Drohnenpilot
  • Hubschrauberpilot
  • Jetpilot
  • Luftfahrzeugtechniker
  • Transportflugzeugpilot
  • Waffensystemspezialist Luftfahrzeuge

Verpflichtest Du Dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit, kannst Du mit einem verwertbaren Berufsabschluss von Anfang an in einen höheren Dienstgrad eingestellt werden. Genauso ist aber natürlich möglich, dass Du in einen ganz anderen Tätigkeitsbereich wechselst. In den Sanitätsdienst oder in den IT-Sektor beispielsweise. Jedenfalls stehen auch hier Deine Chancen gut, sofern Du die notwendige Eignung hast. Denn durch Deine Lehre kennst Du die Streitkräfte schon – und umgekehrt sie Dich auch.

Job außerhalb

Gibt es keine freie Stellen oder möchtest Du nicht beim Bund bleiben, kannst Du Deinen beruflichen Weg selbstverständlich auf dem zivilen Arbeitsmarkt fortsetzen. Arbeitsplätze als Fluggerätelektroniker findest Du bei Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie, bei Fluggesellschaften und in Werkstätten von Flughäfen.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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