Bundeswehr Fachkraft Lagerlogistik Einstellungstest: Was zählt

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Fachkraft Lagerlogistik Einstellungstest

Voraussetzung dafür, dass Du eine Ausbildung anfangen kannst, ist, dass Du den Bundeswehr Fachkraft Lagerlogistik Einstellungstest bestehst.

Die Abläufe im Lager müssen stimmen, das Lagermanagement will optimiert sein: Das ist in praktisch jedem größeren Unternehmen so – und auch bei der Bundeswehr nicht anders. An dieser Stelle kommen die Fachkräfte für Lagerlogistik ins Spiel. Sie nehmen Waren, Güter und Gerät aller Art an, kontrollieren die Lieferung und sorgen dafür, dass sie sachgerecht eingelagert wird. Daneben stellen sie Lieferungen zusammen, bereiten die Versandpapiere vor und verladen die Ware. Tourenpläne erstellen sie ebenfalls. Kurzum: Fachkräfte für Lagerlogistik sind Profis in Sachen Logistikdienstleistungen und sorgen dafür, dass im Lager alles reibungslos läuft. Der Beruf selbst ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf. Und Du kannst ihn bei der Bundeswehr lernen – wenn Du das Auswahlverfahren erfolgreich meisterst.

Bundeswehr Fachkraft Lagerlogistik Einstellungstest

Die Bundeswehr ist das deutsche Militär – keine Frage. Aber beim Bund arbeiten eben längst nicht nur Soldaten. Damit die Streitkräfte einen guten Job machen können, brauchen sie Unterstützung von zivilen Kräften. Und so zählt die Bundeswehr nicht nur allgemein zu den größten Arbeitgebern, sondern speziell auch zu den größten zivilen Arbeitgebern in Deutschland.

Den zivilen Bereich bildet die Wehrverwaltung. Hier arbeiten Beamte und Angestellte. Außerdem gibt es jede Menge Azubis – in sehr vielen verschiedenen Berufen. Einer davon ist die Fachkraft für Lagerlogistik. In diesem Beitrag sagen wir Dir, was Du wissen musst, wenn Du Dich für eine Lehrstelle in diesem Ausbildungsberuf interessierst.

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik genau?

Fachkräfte für Lagerlogistik haben das Lager bestens im Blick. Sie wissen ganz genau, wo welche Ware wie eingelagert ist. Damit das so bleibt, erfassen sie Güter, die ein- und ausgehen, kontrollieren Lieferungen und Begleitpapiere und bereiten Warenausgänge für den Versand vor. Natürlich kümmern sich Fachkräfte für Lagerlogistik auch darum, dass die Güter rechtzeitig an die Stelle weitergeleitet werden, für die sie bestimmt sind.

Neben dem Warenein- und -ausgang ist die Lagerung ein wichtiger Aufgabenbereich. Hier planen Fachkräfte für Lagerlogistik, wo die jeweilige Ware untergebracht werden soll und wie viel Fläche dafür notwendig ist. Sie sorgen dafür, dass die Lieferung zeitnah entladen wird und die notwendigen Fördermittel zur Verfügung stehen. Außerdem erfassen sie, wann welche Ware in welcher Menge eingelagert wurde. Damit die Lagerbedingungen optimal sind und die Güter, Maschinen und Geräte keinen Schaden nehmen, messen Fachkräfte für Lagerlogistik regelmäßig die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Auch Inventuren führen sie durch.

Generell sorgen Fachkräfte für Lagerlogistik dafür, dass die Abläufe reibungslos funktionieren. Deshalb wirken sie auch mit, wenn es darum geht, den Materialfluss zu optimieren. So planen sie beispielsweise, wann was bestellt werden muss, und vergleichen Angebote miteinander. Tourenpläne erstellen sie ebenso. Und sie achten darauf, dass beim Transport alle geltenden Gesetze und Vorschriften eingehalten werden.

Weitere Informationen zum Berufsbild der Fachkraft für Lagerlogistik findest Du zum Beispiel auf der Webseite der Arbeitsagentur. Dort gibt es auch einen Steckbrief, der die wichtigsten Daten und Fakten kompakt zusammenfasst.

Vorsicht: Eine Fachkraft für Lagerlogistik ist kein Fachlagerist!

Die Fachkraft für Lagerlogistik und der Fachlagerist haben ähnliche Aufgabenbereiche. Und die Berufe sind miteinander verwandt. Dennoch sind es zwei verschiedene Berufsbilder. Ein ganz wichtiger Unterschied ist beispielsweise, dass die Ausbildung zum Fachlageristen nur zwei Jahre dauert. Allerdings baut die Berufsausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik auf dem Fachlageristen auf. Das heißt: Wenn Du gelernter Fachlagerist bist, kannst Du eine zweite Ausbildung dranhängen und Dich so zur Fachkraft für Lagerlogistik qualifizieren.

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Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei der Bundeswehr ist eine zivile Berufsausbildung. Als Azubi wirst Du also kein Soldat. Stattdessen bist Du – wie bei einem anderen Arbeitgeber auch – ein ganz normaler Auszubildender. Gleichzeitig gehörst Du damit zur Bundeswehr-Verwaltung. Die grundlegenden Voraussetzungen, die Du für eine Ausbildung mitbringen musst, sind folgende:

  • guter Realschulabschluss oder sehr guter Hauptschulabschluss
  • gute Noten in Deutsch und Mathematik

Zusätzlich dazu solltest Du handwerklich geschickt und verantwortungsbewusst sein. Du solltest Dich konzentrieren können und eine sorgfältige Arbeitsweise an den Tag legen. Außerdem solltest Du gut organisieren können und gerne im Team arbeiten. Interesse am Beruf und Lernbereitschaft solltest Du natürlich auch mitbringen.

Anhand Deiner Bewerbungsunterlagen kann sich die Bundeswehr ein erstes Bild von Dir machen. Aber ob Du als Mensch und Persönlichkeit geeignet bist, kann sie so kaum beurteilen. Deshalb gibt es einen Einstellungstest. Bei diesem Test wirst Du in verschiedenen Bereichen geprüft. Dann zeigt sich, ob Du alle Anforderungen erfüllst und der richtige Kandidat für die Lehrstelle bist. Den Eignungstest schauen wir uns später noch ganz ausführlich an.

Wie kann ich mich bewerben?

Am besten gehst Du zuerst einmal auf die Karriere-Seite der Bundeswehr. Über die Jobsuche kannst Du das Berufsprofil von der Fachkraft für Lagerlogistik aufrufen. In diesem Profil findest Du verschiedene Informationen über den Beruf, die Voraussetzungen und die Ausbildung. Außerdem gibt es einen Link zum Bewerbungsportal. Im Bewerbungsportal musst Du Dich registrieren. Anschließend kannst Du eine Online-Bewerbung einreichen. Damit sie vollständig ist, musst Du zu Deinem Bewerber-Profil folgende Unterlagen hochladen:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Lebenslauf in tabellarischer Form und mit aktuellem Foto
  • Kopie von Deinem letzten Schulzeugnis
  • Zeugnisse von Praktika, Jobs und anderen beruflichen Tätigkeiten in Kopie, wenn Du welche hast

Bist Du noch nicht volljährig, brauchst Du außerdem die Erklärung Deiner Eltern, dass sie mit Deiner Teilnahme am Auswahlverfahren einverstanden sind. Und natürlich kannst Du Dich auch bewerben, wenn Du eine Behinderung hast. Bei gleicher Eignung wird Deine Bewerbung sogar bevorzugt behandelt. In diesem Fall solltest Du eine Kopie von Deinem Schwerbehindertenausweis oder dem Bescheid über die Gleichstellung machen. Diese Kopie schickst Du dann per Post – nicht online! – an das zuständige Dienstleistungszentrum.

Übrigens: Wenn Du Fragen zum Beruf hast oder weitere Informationen zur Bewerbung brauchst, kannst Du Dich mit der Karriereberatung in Verbindung setzen. Das geht per Online-Formular, Chat oder über die kostenlose Hotline 0800 9800 880.

Behalte die Bewerbungsfrist im Auge!

Die Ausbildungen beginnen – je nach Bundesland – in der Zeit zwischen August und Oktober. Und die Bewerbungsfrist endet grundsätzlich am 30. September des Vorjahres. Um Deinen Ausbildungsplatz musst Du Dich also rund ein Jahr vorher bewerben. Es kann zwar sein, dass die Bewerbungsfrist verlängert wird. Zum Beispiel, weil noch nicht alle Lehrstellen besetzt sind oder weitere Plätze dazugekommen sind. Das steht dann aber im Bewerbungsportal.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Generell solltest Du Dir den 30. September als letzten Stichtag für Deine Bewerbung vormerken. So gehst Du kein unnötiges Risiko ein. Und am besten bewirbst Du Dich am Ende Deines vorletzten Schuljahres. Für Deine Bewerbung brauchst Du nämlich kein Abschlusszeugnis. Dein letztes Schulzeugnis genügt. Wenn alles gut geht, kannst Du so direkt nach der Schule mit Deiner Berufsausbildung weitermachen. Bewirbst Du Dich hingegen zu spät und ist die Bewerbungsfrist dann schon abgelaufen, müsstest Du ein ganzes Jahr irgendwie überbrücken.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wird als duale Ausbildung durchgeführt. Das bedeutet: Zum einen lernst Du an Deinem Arbeitsplatz innerhalb der Bundeswehr. Hier arbeitest Du mit, eignest Dir die praktischen Inhalte an und sammelst erste Berufserfahrung. Zum anderen besuchst Du die Berufschule. Dort geht es in erster Linie um die Theorie.

Insgesamt dauert die Berufsausbildung drei Jahre. Am Ende schließt Du sie mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer ab. Damit hast Du einen Abschluss in der Tasche, der staatlich anerkannt ist. Er gilt also nicht nur bei der Bundeswehr, sondern überall in der freien Wirtschaft.

Die Inhalte der Berufsausbildung

Im Verlauf Deiner Ausbildung lernst Du alles, was Du wissen und können musst, um Lager und Logistik optimal zu managen. Deine Kenntnisse setzt Du dann auch gleich in der Praxis um. Für Dich heißt das, dass Du zum Beispiel

  • Verfahren und Methoden erlernst, mit denen Du Warenbestände erfassen und aktuell halten kannst.
  • lernst, richtig mit Versandpapieren umzugehen und Begleitpapiere für Lieferungen zu erstellen.
  • geschult wirst, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Bedingungen so im Blick zu haben, dass die Waren optimal eingelagert sind.
  • die Lagerflächen für neue Lieferungen planst und das Entladen der Ware organisierst.
  • Waren für den Versand vorbereitest, indem Du die Einheiten zusammenstellst, die Papiere fertig machst, die Verladung planst und die notwendigen Transportmittel bereitstellst.
  • Liefertouren planst.
  • Inventuren durchführst und dafür sorgst, dass alle benötigten Waren vorrätig sind oder zeitnah beschafft werden.

Während Deiner Ausbildung stehen Dir kompetente und erfahrene Ausbilder zur Seite. Dabei ist eine Besonderheit bei der Bundeswehr, dass die Ausbilder diesen Job hauptberuflich machen. Sie sind also nicht – wie in anderen Unternehmen – normale Mitarbeiter, die die Berufsausbildung neben dem Tagesgeschäft begleiten. Sondern sie kümmern sich tatsächlich nur darum, Dich optimal auszubilden.

Dein Einkommen als Azubi

Beim Bund lernst Du die Fachkraft für Lagerlogistik als handwerklichen Beruf. Auf dem zivilen Arbeitsmarkt wird der Beruf auch in Industrie und Handel ausgebildet. Als Azubi bei der Bundeswehr gehörst Du aber zum öffentlichen Dienst. Das gilt für alle Lehrlinge, egal ob sie handwerkliche, kaufmännische oder technische Berufe lernen. Und das ist auch der Grund, warum sich Deine Vergütung nach dem Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst richtet. In Zahlen heißt das nach derzeitigem Stand (2018), dass Du monatlich brutto wie folgt verdienst:

Aber das ist noch nicht alles. Denn Du bekommst auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dazu kommen vermögenswirksame Leistungen und Zuschüsse für Deine Lehrmaterialien. Außerdem beteiligt sich die Bundeswehr einmal pro Monat an Deinen Fahrtkosten, wenn Du für die Ausbildung umgezogen bist und zum Beispiel am Wochenende nach Hause fährst. Bei der Suche nach einer Unterkunft hilft Dir der Bund ebenfalls. Eine Broschüre mit weiteren Infos zur zivilen Berufsausbildung bei der Bundeswehr kannst Du Dir hier anschauen.

Wo kann die Ausbildung machen?

Die Bundeswehr bildet Fachkräfte für Lagerlogistik an verschiedenen Standorten in insgesamt vier Bundesländern aus. Konkret sind das folgende:

Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

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Bundesland Ausbildungsort
Baden-Württemberg Neckarzimmer
Hessen Pfungstadt
Niedersachsen Diepholz
Nordrhein-Westfalen Epe, Mechernich, Nörvenich, Ochtrup, Rheine und Straelen

Allerdings gibt es nicht überall jedes Jahr Lehrstellen. Und es kann sein, dass immer mal wieder einzelne Standorte wegfallen und andere Ausbildungsstätten dazukommen. Das erfährst Du aber alles, wenn Du Dir die aktuellen Stellenausschreibungen im Bewerbungsportal anschaust.

Bundeswehr Fachkraft Lagerlogistik Einstellungstest: Was kommt da auf mich zu?

Grafik zu Bundeswehr Fachkraft Lagerlogistik Einstellungstest

Der Eignungstest setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen, die verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten testen.

Wie wir oben schon kurz erwähnt haben, macht Deine Bewerbung nur den Anfang. Wenn Deine Unterlagen vorliegen, führt die Bundeswehr eine erste Vorauswahl durch. Bei der Durchsicht Deiner Bewerbungsunterlagen spielen in erster Linie zwei Dinge eine Rolle. Zum einen sind das Deine Leistungen in der Schule, wobei hier vor allem Deine Noten in Deutsch und Mathe wichtig sind. Zum anderen zählt der Eindruck, den Deine Bewerbung insgesamt so macht. Sieht hier alles vielsprechend aus, bekommst Du eine Einladung zum Einstellungstest.

Für den Eignungstest kommst Du in ein Dienstleistungszentrum. Wenn es gut läuft, kommst Du genaugenommen sogar zweimal in das Dienstleistungszentrum. Denn der Einstellungstest erstreckt sich über zwei Tage. Deine Einladung gilt aber zunächst einmal nur für den ersten Teil. Das ist die schriftliche Prüfung. Wenn Du dabei erfolgreich abschneidest und mit guten Leistungen überzeugst, wirst Du zum zweiten Testtag eingeladen. Dann steht der mündliche Teil auf dem Programm. Aber eines nach dem anderen!

1. Station: der Aufsatz

Am ersten Tag vom Einstellungstest ist der schriftliche Teil an der Reihe. Und Deine erste Station dabei ist ein Aufsatz. Üblicherweise bekommst Du für Deinen Aufsatz drei verschiedene Themen, aus denen Du Dir eines aussuchen kannst. Die Überschriften können ein aktuelles Ereignis aufgreifen oder sich mit einer Frage beschäftigen, die sich auf die Bundeswehr bezieht. Genauso ist möglich, dass es um einen Sachverhalt aus dem Alltag geht.

Ziemlich oft kommt aber auch folgende Aufgabenstellung vor: Dir wird ein Wortpaar wie zum Beispiel “Ergebnis und Lösung” genannt. Auch wenn die beiden Wörter auf den ersten Blick eine ähnliche Bedeutung haben, gibt es bei genauerem Hinsehen doch Unterschiede. Und Deine Aufgabe ist, die Begriffe zu erklären, sie zu vergleichen und sie voneinander abzugrenzen.

Den Aufsatz schreibst Du von Hand – also ganz klassisch, so wie Du es aus der Schule kennst. Außer dem Stift, dem Papier und natürlich Deinen Ideen gibt es keine weiteren Hilfsmittel. Denn beim Aufsatz geht es nicht nur darum, ob Du leserlich und fehlerfrei schreiben kannst. Vielmehr will die Bundeswehr auch sehen, ob Du Gedankengänge entwickeln und Deine Überlegungen nachvollziehbar erklären kannst. Wie es um Dein Allgemeinwissen steht und ob Du das Geschehen um Dich herum verfolgst, wird bei dieser Gelegenheit auch gleich geprüft.

2. Prüfung: der CAT-Test

Der zweite Teil vom schriftlichen Einstellungstest ist der sogenannte CAT-Test. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung. Das bedeutet letztlich nur, dass Du einen Test vor Dir hast, der computergestützt durchgeführt wird. Du absolvierst den Test also am Computer und ein Computerprogramm wertet Deine Antworten aus.

Beim Computertest musst Du verschiedene Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen lösen. Dabei prüfen die Fragen Kenntnisse und Fähigkeiten, die Du für Deinen Beruf brauchst. Aber keine Angst: Sehr spezifisches Fachwissen wird nicht abgefragt. Schließlich bewirbst Du Dich um eine Lehrstelle und hast die Ausbildung erst noch vor Dir. Aber die Bundeswehr will wissen, ob Du die Grundlagen mitbringst, um die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen und später einen guten Job zu machen. Für Dich bedeutet das, dass Du mit Fragen aus folgenden Bereichen rechnen solltest:

  • Deutsch – und hier vor allem Rechtschreibung
  • Mathematik
  • Technik und Physik
  • logisches Denken
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Allgemeinwissen

Alle Aufgaben beim CAT-Test sind Auswahlfragen. Das heißt: Du sieht die Frage und mehrere Antwortmöglichkeiten dazu. Meist sind es vier Lösungsvorschläge. Du musst die richtige Lösung auswählen und anklicken. Fragen, bei denen mehrere Lösungen richtig sind, gibt es nicht. Und es kommen auch keine Aufgaben vor, bei denen Du die Antwort selbst formulieren musst.

Allerdings gibt es beim CAT-Test eine Besonderheit. Es wird nämlich ein adaptives Testverfahren angewendet. Durch dieses Verfahren passen sich die Aufgaben an Deine persönlichen Fähigkeiten an. Und das geht so: Hast Du eine Aufgabe richtig gelöst, wird die nächste Frage ein bisschen schwerer. Andersherum folgt eine etwas leichtere Aufgabe, wenn Deine Antwort falsch war. So kann die Bundeswehr Dein Können ziemlich schnell gut einordnen.

Der Persönlichkeitstest

Zu den Testabschnitten, die sich um Dein Wissen und Deine Intelligenz drehen, kommt noch ein anderer Test dazu. Er nennt sich auch Fragebogenverfahren und ist eine Art Persönlichkeitstest. Du musst Du dabei angeben, wie Du zu verschiedenen Aussagen stehst. “Ich arbeite lieber langsamer, aber dafür gründlich.” oder “Mir ist sehr wichtig, was andere über mich denken.” könnten beispielsweise solche Aussagen sein. Zu jeder Behauptung siehst Du eine Skala mit Abstufungen. So kannst Du einordnen, ob die Aussage sehr, nur zum Teil oder gar nicht auf Dich zutrifft.

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Beim Fragebogenverfahren gibt es keine richtigen oder falschen Lösungen. Schließlich geht es um Dich als Person, um Deinen Charakter und um Deine Ansichten. Du solltest die Fragen deshalb ehrlich beantworten. Denke nicht großartig nach, was Dir am meisten Pluspunkte einbringen könnte, sondern antworte spontan. Denn nur so entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Außerdem ist gut möglich, dass die Prüfer beim Vorstellungsgespräch noch einmal auf Deine Angaben zu sprechen kommen. Und spätestens dann wirst Du erklären müssen, warum Du wie geantwortet hast.

Wenn Du Dir einen ersten Eindruck davon verschaffen möchtest, was beim CAT-Test auf Dich zukommt, schau Dir den Assessment Trainer auf der Webseite der Bundeswehr an. Das ist ein Online-Test mit ein paar Prüfungsfragen aus verschiedenen Kategorien. Wir informieren Dich in separaten Beiträgen ausführlich über die einzelnen Abschnitte vom Einstellungstest. Und neben Tipps für Deine Vorbereitung haben wir natürlich auch zahlreiche Aufgaben zum Üben für Dich vorbereitet. Brauchst Du ein intensives Training, kannst Du unsere kostenpflichtigen Testpakete buchen.

Der erste Prüfungstag endet.

Der Computertest dauert gute drei Stunden. Und weil Du davor ja auch schon den Aufsatz geschrieben hast, dürfte es inzwischen später Nachmittag geworden sein. Jedenfalls endet mit dem CAT-Test der erste Testtag. Du musst jetzt ein bisschen abwarten. Denn die Bundeswehr wertet Deine Leistungen aus und vergleicht sie mit den Ergebnissen der anderen Bewerber. Wenn alle Kandidaten am schriftlichen Einstellungstest teilgenommen haben, entscheidet der Bund, für wen das Auswahlverfahren weitergeht. Bist Du dabei, bekommst Du wieder eine Einladung. Nämlich für den mündlichen Abschnitt vom Eignungstest.

3. Abschnitt: das Vorstellungsgespräch

Der mündliche Teil vom Einstellungstest besteht aus dem Vorstellungsgespräch. Und dabei unterscheidet sich das Interview nicht von einem ganz normalen Bewerbungsgespräch. Beim Vorstellungsgespräch geht es darum, Dich persönlich kennen zu lernen und etwas über Deine Motivation und Deine beruflichen Ziele zu erfahren. Außerdem interessiert die Prüfer natürlich, warum Du Dich ausgerechnet für eine zivile Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik bei der Bundeswehr interessierst. Fragen, mit denen Du rechnen solltest, sind also zum Beispiel:

  • Wie ist Ihre Berufswahl zustande gekommen?
  • Wie stellen Sie sich den Arbeitsalltag als Fachkraft für Lagerlogistik vor?
  • Warum wollen Sie Ihre Ausbildung bei uns machen?
  • Was sind Ihre beruflichen Ziele?
  • Worin sehen Sie Ihre größte Stärke?
  • Welche Aufgaben liegen Ihnen gar nicht?
  • Was spricht für Sie als Azubi?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Alles in allem sind es die typischen Fragen, die bei Vorstellungsgesprächen halt so gestellt werden. Um Dich auf das Gespräch vorzubereiten, solltest Du Dich deshalb über die Bundeswehr als Unternehmen und über Deinen Wunschberuf informieren. Mache Dir außerdem Gedanken dazu, was Dich auszeichnet und was Du beruflich erreichen willst.

Ansonsten fährst Du am besten, wenn Du möglichst natürlich bleibst. Auch wenn Dich die Prüfer darauf ansprechen, warum Du bestimmte Antworten beim CAT-Test gegeben hast, solltest Du Dich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Gib Dich so, wie Du bist – dann wirkst Du am überzeugendsten!

Jetzt heißt es: Abwarten!

Nach dem Vorstellungsgespräch hast Du den kompletten Einstellungstest durchlaufen. Du hast Dein Bestes gegeben – und viel mehr kannst Du jetzt nicht mehr tun. Wenn auch die anderen Bewerber den mündlichen Eignungstest absolviert haben, fällt die Entscheidung. Wie sie ausgefallen ist, erfährst Du per Post. In dem Schreiben teilt Dir die Bundeswehr mit, ob Du als Azubi eingestellt wirst.

Wie sind die Aussichten nach der Ausbildung?

Hast Du Deine Lehre erfolgreich abgeschlossen, bist Du nicht nur ein kompetenter Profi in Sachen Lagermanagement und Logistik. Sondern Du hast einen Berufsabschluss in der Tasche, der auf dem gesamten Arbeitsmarkt anerkannt wird. Deine Ausgangsposition ist also ziemlich gut. Und es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Du weitermachen kannst.

Du bleibst bei der Bundeswehr.

Wie jeder andere Ausbildungsbetrieb kann natürlich auch die Bundeswehr ihre Azubis übernehmen. Voraussetzung ist, dass eine passende Stelle frei ist – und dass Deine Leistungen als Lehrling gut waren. Bleibst Du beim Bund, bekommst Du einen Arbeitsvertrag als ziviler Mitarbeiter und arbeitest als Fachkraft für Lagerlogistik.

Insgesamt stehen die Chancen auf eine Übernahme gar nicht schlecht. Denn wenn die Bundeswehr ausbildet, hat sie logischerweise auch ihren eigenen Bedarf an Fachkräften im Blick. Und als Azubi kennst Du sowohl die internen Abläufe als auch Deinen Arbeitgeber. Eine großartige Einarbeitung ist so nicht mehr notwendig.

Du schlägst eine militärische Laufbahn ein.

Vielleicht stellst Du fest, dass Du doch gerne Soldatin oder Soldat werden möchtest. Im militärischen Bereich gibt es in allen Laufbahnen Tätigkeiten, die sich mit Logistik befassen. Der Kraftfahrzeugführer, der Materialbewirtschafter, der Materialdisponent oder der Versorger sind ein paar Beispiele. Weil Du schon einen verwertbaren Berufsabschluss in der Tasche hast, kannst Du gleich in einem höheren Dienstgrad eingestellt werden, wenn Du beispielsweise in die Laufbahn der Unteroffiziere oder der Feldwebel einsteigst. Später könntest Du Dich dann zum geprüften Logistikmeister weiterbilden und selbst Azubis ausbilden.

Genauso ist aber möglich, dass Du in einen ganz anderen Tätigkeitsbereich wechselst. In den Sanitätsdienst oder zur IT beispielsweise. Hast Du Abitur, kommt auch ein Studium in Frage. Als Zeitsoldat absolvierst Du dann so oder so noch einmal eine militärische Ausbildung.

Du startest außerhalb der Bundeswehr durch.

Es kann sein, dass Du nicht beim Bund bleiben kannst oder willst. Dann steht Dir der Arbeitsmarkt offen. Fachkräfte für Lagerlogistik gibt es schließlich in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche.

Übrigens:

Du kannst auch den umgekehrten Weg gehen, also als Soldat anfangen und dann eine Berufsausbildung machen. Das ist möglich, wenn Du freiwillig Wehrdienst leistet oder als Zeitsoldat beim Bund bist. In beiden Fällen unterstützt Dich der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr dabei, einen zivilen Berufsabschluss zu erwerben. So schaffst Du ein solides Fundament für die Zeit nach Deinem Dienst. Und das unabhängig davon, ob Du danach in den zivilen Bereich wechselst oder die Bundeswehr verlässt. Ein paar Informationen zu diesem Angebot findest Du hier.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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