Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest: A – Z

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest

Vor einer möglichen Zusage steht erst einmal der Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest an.

Du bist das, was gemeinhin als Leseratte bezeichnet wird? Bücher, Zeitschriften und andere Medien sind Deine Welt? Aber Du möchtest Dich nicht nur mit gedruckten Exemplaren und dem Computer beschäftigen, sondern auch mit Menschen zusammenarbeiten? Klingt ganz so, als könnte die Tätigkeit als Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste gut zu Dir passen. Denn in diesem Job kümmerst Du Dich darum, die Bestände einer Bibliothek aufzubauen und zu pflegen. Außerdem berätst Du Nutzer, wickelst den Verleih ab und besorgst Informationen für sie. Für allgemeine Büro- und Verwaltungsarbeiten bist Du ebenfalls zuständig. Und falls Du Dich jetzt fragst, was das alles mit der Bundeswehr zu tun hat – ganz einfach: Beim Bund kannst Du diesen Ausbildungsberuf erlernen. Und zwar im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung.

Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest

Wie Du bestimmt weißt, arbeiten bei der Bundeswehr nicht nur Soldatinnen und Soldaten. Vielmehr gibt es hier auch zivile Mitarbeiter, Beamten und Azubis. Tatsächlich gehört die Bundeswehr sogar zu den größten zivilen Ausbildungsbetrieben in Deutschland. Und die Auswahl an möglichen Ausbildungsberufen ist groß. Vom Elektroniker über den Gärtner bis zum pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten ist so ziemlich alles an kaufmännischen, handwerklichen, medizinischen und technischen Berufen vertreten, was die Berufswelt hergibt.

Auch der Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, kurz FaMI, mit dem Schwerpunkt Bibliothek zählt zu den möglichen Ausbildungsberufen. Was Du zu diesem Beruf und vor allem zum Auswahlverfahren für eine Lehrstelle wissen solltest, erfährst Du in diesem Beitrag.

Was machen Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste?

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Bibliothek wirken daran mit, die Bestände an Büchern, Zeitschriften, Fachliteratur und digitalen Medien aufzubauen und zu pflegen. Dazu erstellen sie Listen mit Medien, die neu gekauft werden sollen. Nach einem Abgleich mit den vorhandenen Medien führen sie die Bestellungen durch. Die Lieferungen erfassen sie sorgfältig im System und sortieren sie anschließend ein. Außerdem achten sie darauf, dass die Daten zu den Beständen stets auf einem aktuellen Stand sind. Dazu gehört auch, dass FaMI Medien, die beschädigt oder veraltet sind, aussortieren und aus dem System löschen.

Doch FaMI kümmern sich nicht nur um die Bestände, sondern auch um die Nutzer. So erteilen sie Auskünfte, helfen bei der Mediensuche und beraten zu passender Literatur. Wenn Nutzer bestimmte Medien oder Informationen brauchen, prüfen FaMI, ob sie diese besorgen können. Außerdem übernehmen sie alle Arbeiten, die mit dem Ausleihen und der Rückgabe zusammenhängen.

Auch klassische Aufgaben im Büro und in der Verwaltung gehören in ihren Zuständigkeitsbereich. Rechnungen kontrollieren, Mahnungen bei verspäteten Rückgaben schreiben oder Ausweise für Bibliotheksnutzer ausstellen, sind Beispiele für solche Arbeiten. Wenn Veranstaltungen oder Ausstellungen geplant sind, wirken FaMI daran ebenfalls mit. Beim Bund sind die Fachangestellten unter anderem in den Bibliotheken der beiden Bundeswehr-Universitäten und in anderen Bildungseinrichtungen im Einsatz.

Weitere Informationen über das Berufsbild findest Du online, etwa auf der Seite der Bundesagentur. Und wenn Du den Beruf näher kennenlernen willst, kannst Du bei der Bundeswehr ein Praktikum machen. Hier ist ein Flyer dazu. [/su_list]

Welche Voraussetzungen gelten für eine Lehrstelle?

Was die formalen Anforderungen angeht, die die Bundeswehr an ihre künftigen Azubis stellt, bleibt die Liste überschaubar. So solltest Du lediglich mitbringen:

Dass Du auch Interesse am Job, Lernbereitschaft, Motivation, Zuverlässigkeit und ähnliche Dinge im Gepäck haben solltest, versteht sich von selbst.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Ganz so einfach ist es dann aber doch wieder nicht. Denn die formalen Kriterien sind die eine Sache. Und das Bild, das sich aus Deiner Bewerbung ergibt, macht nur den Anfang. Ob Du tatsächlich der oder die Richtige für den Ausbildungsplatz bist, entscheidet sich bei und durch den Einstellungstest. Auf den Eignungstest gehen wir gleich noch ganz ausführlich ein.

Wie kann ich mich bewerben?

Ein guter Ausgangspunkt für Deine Bewerbung um eine Lehrstelle ist die Karriere-Seite der Bundeswehr. Auf dieser Seite findest Du Beschreibungen von vielen Tätigkeiten, einige Infos zum Bund und auch verschiedene Broschüren zum Herunterladen. Außerdem sind Kontaktmöglichkeiten zur Karriereberatung hinterlegt. Wenn Du Fragen zur Ausbildung hast oder Dich allgemein zu Deinen beruflichen Möglichkeiten beraten lassen möchtest, ist ein Gesprächstermin sicher eine gute Sache.

Für die Bewerbung selbst solltest Du das Bewerber-Portal aufrufen. Auf dieser Plattform schreibt die Bundeswehr freie Lehrstellen aus. In den Stellenanzeigen stehen die wichtigsten Daten rund um die Bewerbung für den jeweiligen Job. Welche Anforderungen gelten, bis wann Du Dich bewerben musst oder wer Dein Ansprechpartner ist, zum Beispiel.

Aber die Plattform liefert Dir nicht nur weitere Informationen. Vielmehr nutzt Du das Portal auch gleich für Deine Bewerbung. Denn diese reichst Du am besten online ein. Dazu registrierst Du Dich zuerst. Anschließend lädst Du folgende Unterlagen in Dein Profil:

  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie von Deinem aktuellsten Schulzeugnis
  • Kopien von Praktikums- und Arbeitszeugnissen sowie Nachweise von anderen beruflichen Qualifikationen, wenn Du welche hast

Du stellst also letztlich die Unterlagen zusammen, die in eine klassische Bewerbungsmappe gehören. Mit einer Besonderheit: Wenn Du noch nicht volljährig bist, brauchst Du zusätzlich eine Einverständniserklärung Deines Erziehungsberechtigten. Darin muss er oder sie kurz bestätigen, dass Deine Teilnahme am Auswahlverfahren in Ordnung geht.

Der Stichtag für Deine Bewerbung

Die Ausbildungen fangen jedes Jahr im August oder September an. Der genaue Termin hängt vom Bundesland ab. Das ist bei der Bundeswehr genauso wie auf dem zivilen Arbeitsmarkt. Allerdings musst Du Dich beim Bund schon eine ganze Zeit vor dem Ausbildungsstart bewerben. Genau genommen rund ein Jahr vorher. Denn die Bewerbungsfrist für zivile Lehrstellen endet grundsätzlich am 30. September des Vorjahres.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.
Das heißt: Deine Bewerbung muss spätestens Ende September vorliegen, wenn Du im Jahr darauf mit der Berufsausbildung beginnen willst.

Es kommt zwar manchmal vor, dass die Frist verlängert wird. Möglich ist das zum Beispiel, wenn sich kurzfristig weitere Lehrstellen ergeben oder noch Ausbildungsplätze frei sind. Den neuen Stichtag gibt die Bundeswehr in diesem Fall auf der Karriere-Seite und im Bewerber-Portal bekannt. Allzu oft kommt das aber nicht vor. Besser ist deshalb, wenn Du Dir Ende September vormerkst. So verpasst Du den Bewerbungsschluss garantiert nicht.

Tipp: Als Schüler solltest Du Dich gegen Ende Deines vorletzten Schuljahres bewerben. Dass Du zu diesem Zeitpunkt noch keinen Schulabschluss hast (den Du für die Ausbildung brauchst), macht nichts. Denn bewerben kannst Du Dich auch mit dem Zeugnis, das Du zuletzt bekommen hast. Du kannst dann am Auswahlverfahren teilnehmen - und mit etwas Glück im Folgejahr und mit dem Schulabschluss in der Tasche mit der Ausbildung loslegen.

Wie ist der Ablauf vom Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest?

Grafik zum Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest

Beim Eignungstest legst Du schriftliche und mündliche Prüfungen ab.

Die Bundeswehr legt großen Wert drauf, dass Du fachlich, persönlich und vom Charakter her für den Job geeignet bist. Und um herauszufinden, ob das bei Dir der Fall ist, lädt sie Dich zum Einstellungstest ein.

Wenn Deine Bewerbung eingegangen ist, prüft die Bundeswehr Deine Unterlagen. Wie jeder andere Arbeitgeber führt sie nämlich anhand der Bewerbungsunterlagen schon eine erste Auswahlrunde durch. Dabei spielen zum einen Deine Schulnoten eine Rolle. Vor allem Deine Leistungen in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik fallen ins Gewicht. Denn weil diese beiden Fächer die Grundlage für alles andere bilden, erwartet die Bundeswehr hier immer gute Noten.

Daneben kannst Du Dir Pluspunkte sichern, wenn Du insgesamt ein guter Schüler bist und Computer- oder Fremdsprachenkenntnisse mitbringst. Solche Kenntnisse helfen Dir nämlich im Beruf weiter.

Zum anderen zählt der Eindruck, den Deine Bewerbung insgesamt vermittelt. Ordentliche Unterlagen in einer ansprechenden Optik und mit aussagekräftigen Inhalten bringen Dich an dieser Stelle weiter. Kommt die Bundeswehr zu dem Ergebnis, dass Du ein geeigneter Kandidat sein könntest, lädt sie Dich zum Einstellungstest ein.

Der Eignungstest findet üblicherweise in dem Dienstleistungszentrum statt, an das Du Deine Bewerbung geschickt hast - und in dem Du später auch die Ausbildung machen würdest. Er setzt sich aus mehreren Prüfungen zusammen, die sich auf zwei Tage verteilen. Du nimmst aber zunächst nur an den schriftlichen Prüfungen teil. Von Deinen Leistungen hängt ab, ob Du auch zum zweiten Teil eingeladen wirst. Was das genau bedeutet, schauen wir uns jetzt an.

Der Aufsatz

Ein Baustein vom Einstellungstest ist der Aufsatz. Dafür hast Du in aller Regel drei verschiedene Aufgabenstellungen zur Auswahl. Welche Themen drankommen werden, lässt sich schwer vorhersagen. Denn die Aufsatzthemen wechseln regelmäßig. Oft geht es aber um aktuelle Ereignisse oder alltägliche Dinge. Auch Fragen, die den Beruf oder die Bundeswehr betreffen, können angesagt sein. Je nachdem, wie die Aufgabe lautet, schreibst Du eine Erörterung oder eine Art Stellungnahme.

Ein beliebtes Aufsatzthema befasst sich außerdem mit einem Wortpaar. Dabei geht es um zwei Wörter, die ähnlich wirken, aber unterschiedliche Bedeutungen haben können. So ein Wortpaar kann zum Beispiel “Nachricht und Notiz” lauten. Du musst die beiden Begriffe dann zuerst definieren. Anschließend vergleichst Du sie miteinander, zeigst die Gemeinsamkeiten auf und arbeitest die Unterschiede heraus. Mit einem Fazit beendest Du Deinen Text.

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Den Aufsatz schreibst Du ganz klassisch von Hand. Das Internet, Bücher, Zeitungen und ähnliche Hilfsmittel stehen nicht zur Verfügung. Beim Aufsatz geht es in erster Linie darum, wie gut und sicher Du mit der deutschen Sprache umgehst. Aber die Übung prüft auch, ob Du logisch denkst und Deine Überlegungen nachvollziehbar erklären kannst. Außerdem vermittelt der Aufsatz einen Eindruck davon, wie ordentlich und aufmerksam Du arbeitest. Dein Allgemeinwissen wird an dieser Stelle auch gleich ein wenig überprüft.

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Der CAT-Test

Der umfangreichste Abschnitt vom Einstellungstest ist der sogenannte CAT-Test. Das Kürzel CAT steht für Computer-Assistiertes Testen. Dahinter verbirgt sich ein Testsystem, das am Computer stattfindet. Ein Testsystem ist es deshalb, weil sich der Computertest aus mehreren Einzeltests zusammensetzt.

Der CAT-Test soll in erster Linie Deine fachliche Eignung feststellen. Er soll ermitteln, ob Du die Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringst, die Du brauchst, um erfolgreich durch die Ausbildung zu kommen. Gleichzeitig prüft er, welche Themenfelder Dir gut liegen. Deshalb geht es hier weniger um spezielles Fachwissen. Die Fragen und Übungen zielen eher auf allgemeine Grundlagen ab. Aber damit der PC-Test die gewünschten Erkenntnisse liefern kann, umfasst er eben verschiedene Bereiche. Für Dich bedeutet das, dass Du Dich auf Übungen aus folgenden Themenfeldern vorbereiten solltest:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Allgemeinwissen (z.B. zu Politik, Geschichte, aber auch Physik und Chemie)
  • technisches Verständnis
  • logisches Denken
  • visuelles Vorstellungsvermögen
  • Konzentration und Merkfähigkeit

Die Fragen werden alle als Auswahlfragen gestellt. Zu jeder Aufgabe siehst Du also mehrere Antwortmöglichkeiten und musst die richtige Lösung auswählen. Offene Fragen, bei denen Du selbst eine Antwort formulieren musst, kommen nicht vor. Schlimmstenfalls kannst Du deshalb auch mal raten, wenn Du eine Antwort nicht weißt.

Allerdings gibt es beim CAT-Test eine Besonderheit. Es wird nämlich eine Methode angewendet, die adaptives Testverfahren heißt. Adaptiv meint, dass sich die Fragen an Deine Kenntnisse anpassen. Und zwar so: Hast Du eine Frage richtig beantwortet, wird die nächste Aufgabe ein bisschen schwerer. War Deine Lösung falsch, folgt andersherum eine etwas leichtere Frage. Durch dieses System zeigt die Auswertung dann ziemlich genau auf, wie gut Deine Kenntnisse in den einzelnen Themenbereichen sind.

Der Persönlichkeitstest

Neben Übungen, die sich auf Deine Kenntnisse und Fähigkeiten beziehen, befasst sich der PC-Test auch mit Deiner Persönlichkeit. Das erfolgt durch das sogenannte Fragebogenverfahren. In diesem Abschnitt bestehen die Aufgaben aus verschiedenen Aussagen, die Du für Dich einordnen musst. So eine Aussage kann zum Beispiel sein: “Bevor ich endlose Debatten führe, gebe ich dem anderen - frei nach dem Motto ‘der Klügere gibt nach‘ - lieber Recht.” Durch die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten stufst Du dann ein, ob und wie sehr die Aussage auf Dich zutrifft.

Beim Persönlichkeitstest gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Die Bundeswehr möchte vielmehr etwas über Deine Eigenschaften und persönlichen Ansichten erfahren. Und am besten ist, wenn Du spontan, aus dem Bauch heraus antwortest. Je ehrlicher Du bist, desto stimmiger ist am Ende das Gesamtbild.

Alles in allem dauert der CAT-Test so um die drei Stunden. Allerdings machst Du die Tests nicht alle an einem Stück. Vielmehr gibt es Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten.

Einen ersten Eindruck vom Computertest kannst Du Dir durch den Assessment-Trainer auf der Bundeswehr-Karriere-Seite verschaffen. Der Online-Test beinhaltet zwar nur ein paar Prüfungsfragen aus unterschiedlichen Kategorien. Um ein bisschen zu üben, ist er aber durchaus geeignet. Bei uns findest Du ausführliche Informationen über den CAT-Test und die anderen Abschnitte vom Einstellungstest in separaten Beiträgen. Außerdem informieren wir Dich über allerlei Themen rund um die Bundeswehr. Tipps für Deine Vorbereitung sowie Übungsaufgaben und -Tests haben wir natürlich ebenfalls für Dich. Wenn Du Dich intensiv vorbereiten willst, bieten wir Dir zudem ganze Pakete und Kurse an.

Jetzt musst Du abwarten!

Wenn Du den Aufsatz und den CAT-Test hinter Dich gebracht hast, ist der erste Teil vom Bundeswehr Fachangestellter Medien- und Informationsdienste Einstellungstest geschafft. Dann folgt erst einmal eine längere Unterbrechung. Die Bundeswehr wertet nun nämlich Deine Testergebnisse aus und vergleicht sie mit den Leistungen der anderen Bewerber.

Hast Du die Tests bis hierhin bestanden und Dich gut geschlagen, bekommst Du ein paar Wochen später eine zweite Einladung. Dann machst Du Dich für die mündliche Prüfung wieder auf den Weg ins Dienstleistungszentrum. Haben Deine Leistungen hingegen nicht ausgereicht, ist das Auswahlverfahren für Dich leider beendet.

Das Vorstellungsgespräch

Der zweite Teil vom Einstellungstest besteht aus dem Bewerbungsgespräch. Während es am ersten Tag vor allem um Deine fachliche Eignung ging, möchte Dich die Bundeswehr jetzt als Mensch besser kennenlernen. Insgesamt ist das Interview ein typisches Vorstellungsgespräch. Und die Prüfer werden die Fragen stellen, die bei solchen Gesprächen üblich sind. Also zum Beispiel:

  • Wie ist Ihre Berufswahl zustande gekommen?
  • Warum haben Sie sich bei uns um einen Ausbildungsplatz beworben?
  • Was erhoffen Sie sich von einer Berufsausbildung bei uns?
  • Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag als Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste vor?
  • Welche beruflichen Ziele möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
  • Nennen Sie uns Ihre größten Stärken und Schwächen!
  • Was machen Sie gerne, wenn Sie frei haben?
  • Was war das letzte Buch, das Sie gelesen haben?

Es kann sein, dass die Prüfer auch ein paar Deiner Antworten vom CAT-Test hinterfragen. Und vielleicht werden sie versuchen, Dich mit unangenehmen Fragen ein wenig aus der Reserve zu locken. Schlechtere Schulnoten, keine Praktika in diesem Berufsfeld oder auch Deine Haltung zum Militär sind Beispiele für solche Themen.

Du solltest Dich bei Deiner Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch jedenfalls ausführlich mit dem Bund als Arbeitgeber, der Ausbildung und Deinem Wunschberuf beschäftigen. Denn andernfalls wirst Du nur schwer glaubhaft vermitteln können, dass Du genau diese Lehrstelle unbedingt haben willst. Gut ist außerdem, wenn Du Dir überlegst, was Du zu bieten hast und was Dich zum idealen Azubi macht.

Andererseits musst Du Dich nicht unnötig verrückt machen. Gebe Dich natürlich, bleibe Du selbst und lasse Dich auf das Gespräch ein. Je offener Du bist, desto überzeugender und sympathischer kommst Du rüber.

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Die Entscheidung fällt …

Das Vorstellungsgespräch schließt den Eignungstest ab. Bei Dir ist jetzt wieder Geduld gefragt. Ist das Auswahlverfahren komplett abgeschlossen, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung. Wie diese ausgefallen ist, erfährst Du schriftlich.

Hat es geklappt und wirst Du als Azubi eingestellt, klärst Du in den kommenden Wochen die Formalitäten. Kurz vor Ausbildungsbeginn gibt es dann eine Veranstaltung in Deinem Dienstleistungszentrum. Bei dieser Gelegenheit kannst Du Deinen Eltern und Freunden Deine Ausbildungsstätte zeigen. Außerdem nimmst Du - ganz feierlich - Deinen unterschriebenen Ausbildungsvertrag in Empfang.

Welche beruflichen Aussichten habe ich nach der Ausbildung?

Bei der Bundeswehr erlernst Du den Beruf in der Fachrichtung Bibliothek. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird als duale Ausbildung durchgeführt. Dual meint: Du lernst und arbeitest an Deinem Ausbildungsplatz beim Bund. Parallel dazu gehst Du in die Berufsschule. Deine Ausbildung beendest Du dann mit einer Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer. Weitere Informationen über die zivilen Berufsausbildungen stellt die Bundeswehr in dieser PDF zur Verfügung.

Weil es sich beim FaMI um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt und die Lehre nach den gesetzlichen Regelungen erfolgt, hast Du jedenfalls einen vollwertigen Berufsabschluss in der Tasche. Und damit gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Du Deinen beruflichen Weg fortsetzen kannst.

Übernahme oder Beamtenlaufbahn

Wenn die Bundeswehr Lehrlinge ausbildet, hat sie natürlich auch ihren eigenen Personalbedarf im Blick. Und qualifizierte Fachkräfte möchte sie verständlicherweise gerne in ihren Reihen behalten. Hast Du mit guten Leistungen überzeugt und ist eine passende Dienststelle frei, kannst Du deshalb übernommen werden. In diesem Fall bleibst Du - wie schon als Azubi - Teil der Bundeswehrverwaltung. Du arbeitest dann als Fachangestellter im öffentlichen Dienst.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Du eine Beamtenlaufbahn einschlägst. Als FaMI bietet sich dabei der nichttechnische Verwaltungsdienst an. Als Laufbahngruppe kommt je nach Schulabschluss der mittlere Dienst oder der gehobene Dienst in Frage. Um den Beamtenstatus zu erreichen, absolvierst Du eine zweite Ausbildung, nämlich die Laufbahnausbildung. Nach dem Vorbereitungsdienst legst Du dann die Laufbahnprüfung ab. Hast Du sie bestanden, wirst Du erst Beamter auf Probe und nach einer Probezeit von drei Jahren schließlich Beamter auf Lebenszeit.

Wechsel in den militärischen Bereich

Vielleicht hast Du durch die Zusammenarbeit mit Kollegen in Uniform ja doch Lust bekommen, zu den Streitkräften zu wechseln. Als ausgebildete Fachkraft dürften vor allem die Laufbahnen der Unteroffiziere und der Feldwebel interessant sein. Denn in diesen beiden Laufbahnen kannst Du fachgebunden eingesetzt werden. Das bedeutet: Du arbeitest weiterhin in Deinem Berufsfeld. Nur wirst Du gleichzeitig auch Soldatin oder Soldat auf Zeit.

Voraussetzung für eine militärische Karriere ist aber die notwendige Eignung. Und dabei kommt es nicht nur auf die fachliche und die persönliche, sondern auch auf die körperliche Eignung ein. Daher gibt es einen weiteren Eignungstest. Und er ist ein wenig umfangreicher: Der CAT-Test und das Auswahlgespräch bleiben, der Aufsatz fällt weg. Dazu kommt ein Sporttest, der Deine körperliche Fitness überprüft. Deine Eignung aus medizinischer Sicht wird bei einer ärztlichen Untersuchung festgestellt. Und wenn Du Feldwebel (oder Offizier) werden willst, nimmst Du an einem Assessment-Center teil, das Gruppenaufgaben und einen Kurzvortrag vorsieht.

Job auf dem zivilen Arbeitsmarkt

Kannst oder willst Du nicht beim Bund bleiben, steht Dir selbstverständlich auch der externe Arbeitsmarkt offen. Arbeitsplätze für Fachangestellte in Deiner Fachrichtung bieten hauptsächlich

  • Bibliotheken aller Art, also zum Beispiel Bibliotheken von Städten und Gemeinden, von Behörden, von Bildungseinrichtungen oder von großen Unternehmen
  • Hochschulen
  • Museen
  • Verlage
  • die öffentliche Verwaltung

Auch der Buchhandel kann als Arbeitgeber in Frage kommen. Und im Verlauf Deiner Berufstätigkeit kannst Du Dich auf ein bestimmtes Medium oder Themengebiet spezialisieren. Oder Du bildest Dich weiter und machst zum Beispiel den Fachwirt. Ein Studium kommt ebenfalls in Frage, sofern Du Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss hast.

Was ist, wenn es gar keine Lehrstellen für FaMI gibt?

Die zivilen Lehrstellen beim Bund sind begehrt. Deshalb gibt es regelmäßig weit mehr Bewerber als Lehrstellen. Dazu kommt, dass die Bundeswehr nicht jedes Jahr in allen Ausbildungsberufen Lehrlinge einstellt. Es kann also durchaus passieren, dass ausgerechnet in Deinem Wunsch-Beruf keine Lehrstellen angeboten werden oder frei sind.

Allerdings heißt das nicht, dass Du Deine beruflichen Pläne deshalb gleich komplett über den Haufen werfen musst. Gibt es keine Ausbildungsplätze für FaMI, kannst Du Dich vielleicht für einen anderen Ausbildungsberuf begeistern. Schließlich bildet die Bundeswehr in mehr als 50 verschiedenen Berufen aus. Darunter sind auch jede Menge Jobs im Medien-Bereich.

Eine Alternative wäre, dass Du eine militärische Karriere startest. Deine militärische Ausbildung bezieht sich dann zwar auf die Laufbahn und die geplante Verwendung. Aber Du kannst Deine Dienstzeit für eine zivil-berufliche Ausbildung nutzen. So erwirbst Du einen Berufsabschluss, mit dem Du später in Zivil bei der Bundeswehrverwaltung oder in der freien Wirtschaft tätig werden kannst. Und wenn Du eine Berufsausbildung als Soldatin oder Soldat absolvierst, ist die Ausbildungsdauer sogar deutlich kürzer. In einem Ausbildungsberuf, bei dem die Lehre normalerweise drei Jahre dauert, sind es zum Beispiel nur 18 Monate.

Hast Du Dich noch gar nicht auf eine berufliche Richtung festgelegt, kann auch der Freiwillige Wehrdienst eine interessante Lösung sein. Gleiches gilt, wenn Du einen bestimmten Zeitraum überbrücken oder die Truppe erst einmal unverbindlich kennenlernen willst. Durch den freiwilligen Wehrdienst kannst Du einen Blick hinter die Kulissen werfen und Berufserfahrung sammeln. Die Dauer, die sieben bis 23 Monate betragen kann, legst Du selbst fest.

Doch genauso gut kannst Du den umgekehrten Weg gehen. Das heißt: Du machst erst Deine Berufsausbildung in der freien Wirtschaft und bewirbst Dich danach beim Bund. So kannst Du dann als Fachkraft eingestellt werden, und das sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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