Bundeswehr Elektroniker – Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest: So läuft’s

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Elektroniker - Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest

Ein gutes Abschneiden beim Bundeswehr Elektroniker – Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest ist Voraussetzung für eine Zusage.

Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik planen die Anlagen und Systeme, die der Energieversorgung und der elektrotechnischen Infrastruktur von Gebäuden dienen. Diese Anlagen installieren sie dann auch und nehmen sie in Betrieb. Außerdem kümmern sie sich um die Wartung und führen Reparaturen durch, wenn Störungen oder Fehler auftreten. Sie sorgen also dafür, dass Gebäude optimal mit Strom versorgt sind.

Bei der Bundeswehr kannst Du diesen Beruf als ziviler Azubi erlernen. Wir erklären Dir, welche Voraussetzungen Du dafür mitbringen musst, wie die Ausbildung abläuft – und wie Du überhaupt an eine Lehrstelle kommst.

Bundeswehr Elektroniker – Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest

Ohne Strom funktioniert in einem Gebäude so gut wie nichts. Gleichzeitig werden die Systeme, Anlagen, Einrichtungen und Geräte immer komplexer. Kein Wunder also, dass sich Profis an die Arbeit machen müssen. Zu diesen Spezialisten gehören Elektroniker. Die Bundeswehr bildet diesen Beruf in mehreren Fachrichtungen aus. In diesem Beitrag schauen wir uns den Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik an.

Ein Hinweis vorab: So wie Du als Mann Elektroniker werden kannst, kannst Du als Frau selbstverständlich Elektronikerin werden. Gerade in den Berufen, in denen Männer stärker vertreten sind, wünscht sich die Bundeswehr sogar ausdrücklich Bewerbungen von Frauen. Nur der Einfachheit halber belassen wir es aber bei einer Berufsbezeichnung.

Der Job als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik kümmern sich um elektrotechnische Anlagen und um die elektrische Versorgung mit Energie in Gebäuden. Dafür planen sie zum Beispiel elektrische Anschlüsse für Geräte wie Waschmaschinen, Herde, Klimaanlagen oder die Beleuchtung. Sie montieren die Anschlüsse samt Sicherungen und nehmen sie in Betrieb. Genauso installieren Elektroniker Datennetze und Kommunikationsanlagen, programmieren Steuerungen und bauen Regelungseinrichtungen ein.

Außerdem kontrollieren sie die Funktionen, warten die Anlagen und halten die Systeme instand. Treten irgendwo Störungen auf, ermitteln sie die Ursache und beseitigen den Fehler. Vereinfacht erklärt, stellen Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik also sicher, dass in den Gebäuden der Bundeswehr überall dort Strom fließt, wo er gebraucht wird.

Weitere Informationen zum Berufsbild findest Du zum Beispiel im Berufenet der Arbeitsagentur.

Die zivile Ausbildung als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bei der Bundeswehr

Beim Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf im Handwerk. Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre. Durchgeführt wird die Lehre als duale Ausbildung. Du lernst und arbeitest also an Deinem Arbeitsplatz in einer Betriebsstätte der Bundeswehr. Parallel dazu gehst Du in die Berufsschule. Deine Ausbildung beendest Du dann mit einer Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer.

Die Standorte für eine zivile Ausbildung

Für die Berufsausbildung kannst Du unter mehreren Ausbildungsstätten wählen. Die Bundeswehr bildet Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik nämlich in verschiedenen Dienstleistungszentren in insgesamt sieben Bundesländern an. Möglich sind folgende Orte:

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.
Bundesland Ausbildungsort
Bayern Hammelburg
Brandenburg Beelitz
Hessen Fritzlar, Homberg und Stadtallendorf
Niedersachsen Rotenburg, Meppen, Schortens, Seedorf, Nordholz, Oldenburg und Wilhelmshaven
Nordrhein-Westfalen Aachen und Jülich
Rheinland-Pfalz Kastellaun und Koblenz
Sachsen-Anhalt Klietz

Die Ausbildungsinhalte

Im Verlauf Deiner Ausbildung wirst Du zum Spezialisten für elektrotechnische Anlagen und die elektrische Stromversorgung in Gebäuden. Erfahrene Ausbilder stehen Dir dabei zur Seite und unterstützen Dich bei einem gelungenen Start ins Berufsleben. Sie vermitteln Dir alles, was Du in Deinem Tätigkeitsfeld wissen und können musst. Dazu gehört unter anderem, dass Du

  • Dir umfangreiche Kenntnisse über die elektrische Versorgung mit Energie aneignest, und zwar sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
  • die verschiedenen elektrotechnischen Anlagen und elektronischen Systeme kennen lernst, die es in Gebäuden gibt.
  • Anschlüsse und Sicherungen für Geräte, Anlagen und Einrichtungen verschiedener Art planst und installierst.
  • Steuerungen für zum Beispiel Heizungen, Lüftungen oder Klimaanlagen planst, einbaust und die notwendigen Programme dafür erstellst.
  • Datennetze, Fernmeldenetze sowie Informations- und Kommunikationssysteme einrichtest.
  • elektrische Größen misst und Systeme auf ihre Funktion hin testest.
  • Maßnahmen, die dem Schutz und der Sicherheit von elektrischen Einrichtungen dienen, überprüfst.
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Da es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt, ist die Ausbildung rechtlich geregelt. Das Gesetz (oder genauer die Verordnung) kannst Du hier nachlesen. Und ausführliche Infos zu den Ausbildungsinhalten findest Du in dieser PDF.

Das Gehalt als Lehrling

Der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ist zwar ein Handwerksberuf. Doch als ziviler Azubi gehörst Du zur Bundeswehrverwaltung. Und weil Du damit gleichzeitig im öffentlichen Dienst tätig bist, gilt für Deine Berufsausbildung der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes. Aus diesem Tarifvertrag ergibt sich unter anderem, wie viel Du als Lehrling verdienst. Und nach aktuellem Stand (2019) beläuft sich das monatliche Bruttoeinkommen auf

  • 1.018,26 Euro im 1. Ausbildungsjahr,
  • 1.068,20 Euro im 2. Ausbildungsjahr,
  • 1.114,02 Euro im 3. Ausbildungsjahr und
  • 1.177,59 Euro im 4. Ausbildungsjahr.

Zusätzlich dazu bekommst Du Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Außerdem beteiligt sich die Bundeswehr an den Kosten für Deine Lehrmittel. Und wenn Du für die Ausbildung umgezogen bist, gibt es einmal pro Monat einen Zuschuss für die Heimfahrt zu Deiner Familie. Welche Leistungen die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb sonst noch für Dich bereithält, kannst Du in dieser Broschüre nachlesen.

Die beruflichen Aussichten nach der Ausbildung

Mit dem Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik lernst Du einen Beruf, der solides Handwerk mit moderner Technik verbindet. Die abgeschlossene Berufsausbildung macht Dich zu einer qualifizierten Fachkraft. In der Arbeitswelt hast Du deshalb viele Möglichkeiten. Allein bei der Bundeswehr gibt es drei mögliche Wege:

  • Facharbeiter: Hast Du während der Ausbildung gute Leistungen abgeliefert und ist ein Dienstposten frei, kann Dich die Bundeswehr übernehmen. Du bleibst dann im zivilen Bereich und arbeitest als technische Fachkraft in Deinem erlernten Beruf.
  • Beamter: Durch eine zusätzliche Ausbildung kannst Du eine Beamtenlaufbahn einschlagen. Vor allem der mittlere technische Dienst und der mittlere feuerwehrtechnische Dienst kommen als ausgebildeter Elektroniker in Frage.
  • Soldat: Du kannst in den militärischen Bereich wechseln. Die Marine oder auch der Bereich IT zum Beispiel halten interessante Verwendungen für Elektroniker bereit. Möchtest Du Soldat werden und Dich gleichzeitig in Deinem Beruf weiterentwickeln, dürften die Laufbahnen der Unteroffiziere und der Feldwebel besonders interessant sein.

Doch genauso steht Dir selbstverständlich der zivile Arbeitsmarkt offen. Arbeitsplätze für Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik gibt es hauptsächlich in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks und bei Firmen der Immobilienwirtschaft. Später kannst Du dann an Deine Berufsausbildung anknüpfen und die Prüfung als Meister oder Techniker ablegen. Auch in Studium in Fächern wie Elektrotechnik, Energietechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen ist denkbar.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Die Voraussetzungen für eine Lehrstelle

Bevor Du als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik durchstarten kannst, musst Du aber erst einmal die Ausbildung absolvieren. Und dafür brauchst Du eine Lehrstelle. Wie jedes andere Unternehmen stellt auch die Bundeswehr ein paar grundlegende Anforderungen, die Du erfüllen solltest. Nämlich folgende:

  • mindestens Hauptschulabschluss (mit einem Notendurchschnitt von 3 oder besser)
  • gute Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Physik
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • sorgfältige und gewissenhafte Arbeitsweise
  • Spaß an der Arbeit im Team

Dass Du Dich für den Beruf und die damit verbundenen Tätigkeiten interessieren solltest, versteht sich von selbst. Ebenso, wie dass Du Lernbereitschaft und Motivation mitbringen solltest.

Allerdings zählt für die Bundeswehr nicht nur, ob Du die formalen Kriterien erfüllst. Wichtiger ist ihr, dass das Gesamtpaket aus fachlicher, persönlicher und charakterlicher Eignung passt. Und um das herauszufinden, gibt es einen Einstellungstest.

Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Ein guter Ausgangspunkt für Deine Bewerbung ist die Karriere-Seite der Bundeswehr. Wenn Du dort in die Jobsuche den Elektroniker als Suchbegriff eingibst, erscheint eine Liste mit den militärischen Verwendungen und den zivilen Ausbildungen in diesem Berufsfeld. Darunter ist auch der Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.

Klickst Du die Beschreibung an, öffnet sich eine Seite mit Informationen zur Tätigkeit und Angaben rund um die Ausbildung. Wenn Du möchtest, kannst Du über die Seite auch Kontakt zur Karriereberatung aufnehmen. Das bietet sich an, wenn Du Fragen zu diesem Job oder generell zu Deinen beruflichen Möglichkeiten bei der Bundeswehr hast. Daneben findest Du auf der Seite den Link zum Bewerber-Portal. Auf dieser Plattform veröffentlichen die Bundeswehr-Dienstleistungszentren die Stellenanzeigen für die Ausbildungsplätze.

Die Bewerbungsunterlagen

Auf der Bewerber-Plattform kannst Du Dich aber nicht nur darüber informieren, wo es welche Lehrstellen gibt. Vielmehr nutzt Du das Portal auch für Deine Bewerbung. Denn diese übermittelst Du online. Dafür registrierst Du Dich auf der Plattform. Für Deine Bewerbung ergänzt Du Dein Profil dann, indem Du folgende Unterlagen hochlädst:

  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • aktuellstes Schulzeugnis
  • wenn Du noch keine 18 Jahre alt bist: Einverständniserklärung Deines Erziehungsberechtigten (Darin muss er oder sie kurz bestätigen, dass Du am Auswahlverfahren teilnehmen kannst.)

Sofern Du weitere Zeugnisse hast, zum Beispiel von Praktika, Ferienjobs, Nebentätigkeiten oder anderen beruflichen Qualifikationen, fügst Du diese natürlich ebenfalls hinzu.

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Die Bewerbungsfrist

Die zivilen Berufsausbildungen beginnen jedes Jahr im August oder September. Je nach Bundesland variiert der genaue Termin ein wenig. Die Bewerbungsfrist für eine Lehrstelle bei der Bundeswehr endet aber schon sehr viel früher. Nämlich rund ein Jahr vorher. Der entscheidende Stichtag an dieser Stelle ist der 30. September des Vorjahres.

Das heißt: Du musst Dich bis Ende September bewerben, wenn Du im Jahr darauf mit der Berufsausbildung beginnen willst.

Manchmal verlängert die Bundeswehr die Bewerbungsfrist. Zum Beispiel, weil kurzfristig Ausbildungsplätze dazugekommen oder weil noch Lehrstellen frei sind. Der neue Stichtag, bis wann Deine Bewerbung vorliegen muss, wird dann auf der Karriere-Seite und im Bewerber-Portal bekannt gegeben. Allerdings sind verlängerte Bewerbungsfristen eher die Ausnahme. Du bist deshalb besser beraten, wenn Du Dir den 30. September vormerkst.

Tipp: Als Schüler ist das Ende Deines vorletzten Schuljahres ein optimaler Zeitpunkt für die Bewerbung. Du hast zu diesem Zeitpunkt zwar noch keinen Schulabschluss. Bewerben kannst Du Dich aber auch mit dem Zeugnis vom vorletzten Schuljahr. Bist Du beim Einstellungstest erfolgreich, kann so dann Deine Lehre direkt an die Schulzeit anknüpfen.

Der Bundeswehr Elektroniker – Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest

Grafik zum Bundeswehr Elektroniker - Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest

Beim Eignungstest zeigt sich, ob Du der oder die Richtige für den Ausbildungsplatz bist.

Wie schon erwähnt, ist der Bundeswehr das Gesamtpaket wichtig. Deshalb begnügt sie sich nicht mit den Bewerbungsunterlagen und einem kurzen Vorstellungsgespräch. Stattdessen gibt es einen Eignungstest. Allerdings ist die Nachfrage groß. Meist gibt es sehr viel mehr Bewerber als Lehrstellen. Und es wäre kaum möglich, wirklich alle Bewerber zum Einstellungstest einzuladen. Aus diesem Grund wird anhand der Bewerbungen schon eine erste Auswahl vorgenommen.

Bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen kommt es vor allem auf zwei Dinge an. Der erste Punkt sind Deine Noten. Neben einem soliden Gesamtdurchschnitt sollten Deine Leistungen in Deutsch und Mathematik gut sein. Denn diese beiden Hauptfächer brauchst Du ständig. Deshalb achtet die Bundeswehr hier auf gute Kenntnisse. Daneben fallen die Fächer ins Gewicht, die für den Elektroniker-Beruf von Bedeutung sind. Dazu gehören zum Beispiel Physik und technisches Werken, aber auch Informatik. In diesen Fächern solltest Du ebenfalls ganz gute Noten haben.

Der zweite Punkt ist der Eindruck, den Deine Bewerbung insgesamt vermittelt. Aussagekräftige Inhalte und eine ansprechende Optik sichern Dir hier wichtige Pluspunkte. Hat Deine Bewerbung darin überzeugt, dass Du ein geeigneter Kandidat sein könntest, wirst Du zum Einstellungstest eingeladen.

Mit der Einladung bist Du Deinem Ziel schon mal ein Stück näher gekommen. Und jetzt gilt es unter Beweis zu stellen, was Du kannst. Denn ob Du als Azubi eingestellt wirst, hängt davon ab, wie gut Du Dich beim Eignungstest schlägst. Damit Du Dich vorbereiten kannst, sagen wir Dir, welche Prüfungen Dich erwarten.

Aufsatz

Eine Station beim Bundeswehr Eignungstest ist der Aufsatz. In aller Regel gibt es dabei drei verschiedene Aufgabenstellungen, von denen Du Dir eine aussuchen kannst. Um welche Themen es gehen wird, kann Dir niemand vorhersagen. Denn sie ändern sich ständig. Eine ganz typische Aufgabenstellung beim Einstellungstest behandelt aber ein Wortpaar. Die beiden Begriffe sind so zusammengestellt, dass sie auf den ersten Blick eine ähnliche Bedeutung haben. Tatsächlich können sie jedoch unterschiedliche Dinge bezeichnen. So ein Wortpaar ist beispielsweise “billig und günstig”. Deine Aufgabe besteht dann darin, die beiden Wörter zu erklären, zu vergleichen und die Unterschiede herauszuarbeiten.

Andere Aufsatz-Themen können sich auf das Zeitgeschehen, den Beruf, die Bundeswehr oder den Alltag beziehen. Je nachdem, wie die Aufgabenstellung lautet, schreibst Du dann eine Erörterung, einen Bericht oder eine Art Stellungnahme.

Für Deinen Text nutzt Du Stift und Papier. Auf Hilfen wie das Internet, Bücher oder Zeitungen kannst Du nicht zurückgreifen. Denn beim Aufsatz geht es nicht nur um Deine Deutschkenntnisse. Natürlich sind die Grammatik, die Rechtschreibung und Dein Ausdrucksvermögen wichtig. Doch der Aufsatz soll auch zeigen, ob Du strukturiert und ordentlich arbeitest. Außerdem prüft er, ob Du logisch denkst und ob Du Deine Überlegungen nachvollziehbar erklären kannst. Und ein Stück weit testet der Aufsatz auch Deine Allgemeinbildung.

Computertest

Die längste und umfangreichste Prüfung beim Bundeswehr Elektroniker – Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest bildet der Computertest. Sein offizieller Name lautet CAT-Test, wobei CAT die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung ist. Es handelt sich also um eine Prüfung, die Du am Computer machst und die der Rechner auswertet.

Der Computertest vereint mehrere Testverfahren in sich. Das Ziel ist, Deine fachliche Eignung zu ermitteln. Gleichzeitig prüft der PC-Test, wie gut Du in den einzelnen Bereichen bist. Fachliche Eignung heißt aber nicht, dass spezielles Fachwissen abgefragt wird. Es geht nicht um Inhalte, die Du erst während der Ausbildung lernst. Die Fragen und Übungen beim Computertest gehören eher in die Kategorie Allgemeinwissen.

Natürlich solltest Du ein bisschen was über Stromkreise, Motoren und physikalische Größen wissen. Immerhin willst Du Dich damit ja beruflich beschäftigen. Doch der Computertest soll herausfinden, ob bei Dir die Kenntnisse und Eigenschaften vorhanden sind, die die Grundlage für eine erfolgreiche Lehre bilden. Ganz konkret bedeutet das, dass Du Dich auf Aufgaben aus folgenden Themenfeldern einstellen solltest:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Physik
  • Technik, Elektronik, Mechanik und Elektrotechnik
  • logisches Denken
  • abstraktes und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Allgemeinwissen (z.B. zu Chemie, Biologe, Politik, Geschichte und Erdkunde)
  • Konzentrationsvermögen
  • Reaktion

Der PC-Test ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Und meistens ist es so, dass Du für einen ganzen Abschnitt eine gewisse Bearbeitungszeit hast. Allerdings gibt es auch ein paar Abschnitte, in denen die Bearbeitungsdauer pro Aufgabe festgelegt ist. Das können ein, zwei Minuten oder auch nur wenige Sekunden sein. Und wenn die Bearbeitungszeit für die Aufgabe abgelaufen ist, wird diese ausgeblendet und sofort die nächste Aufgabe eingeblendet.

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Alles Auswahlfragen

Alle Fragen beim Computertest sind Multiple-Choice-Aufgaben. Das heißt: Zu jeder Frage bekommst Du mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Daraus musst Du die richtige Lösung aussuchen und anklicken. Es gibt weder offene Fragen, bei denen Du selbst die Antwort finden musst, noch Aufgaben, bei denen mehrere Lösungen stimmen.

Deshalb: Weißt Du eine Antwort nicht, dann rate einfach. Schlimmstenfalls wählst Du eine falsche Lösung. Aber ein paar kleine Fehler führen nicht dazu, dass Du den CAT-Test nicht bestehst. Und Du verlierst so zumindest nicht unnötig Zeit, die Du für andere Fragen gut brauchen könntest.

Stichwort: Adaptives Testverfahren

Der Computertest prüft einerseits, wie es mit Deinen Kenntnissen und Fähigkeiten im Allgemeinen aussieht. Andererseits stellt er fest, auf welchem Niveau Deine Kenntnisse sind. Das erfolgt durch das sogenannte adaptive Testverfahren. Dieses System läuft im Hintergrund mit und verändert den Schwierigkeitsgrad der Fragen passend zu Deinen Fähigkeiten. Nämlich so: Löst Du eine Frage richtig, wird die nächste Aufgabe ein bisschen schwerer. Andersherum führt eine falsche Antwort dazu, dass die nächste Aufgabe etwas leichter ist. Auf diese Weise zeigt sich recht schnell und ziemlich genau, welche Bereiche Dir gut liegen – und welche weniger.

Der Persönlichkeitstest

Ein weiteres Testverfahren beim Computertest ist das Fragebogenverfahren. Dahinter steckt eine Art Persönlichkeitstest. Anstelle von Fragen siehst Du hier verschiedene Aussagen wie zum Beispiel „In einem neuen Umfeld finde ich schnell Anschluss.“ Du musst dann einstufen, ob und wie sehr die Aussage auf Dich zutrifft. Dafür kannst Du die Aussage mithilfe der Antwortmöglichkeiten bejahen, ihr teilweise zustimmen oder sie ablehnen.

Anders als in den übrigen Test-Abschnitten gibt es beim Persönlichkeitstest keine richtigen oder falschen Antworten. Denn es geht ja um Deine Eigenschaften und persönlichen Ansichten. Und tatsächlich ist es auch am besten, wenn Du ehrlich bleibst. Antworte ruhig spontan, aus dem Bauch heraus. Auf diese Weise entsteht nämlich ein in sich stimmiges Bild ohne Widersprüche.

Wenn Du Dir einen ersten Eindruck vom PC-Test verschaffen willst, kannst Du Dir den Assessment-Trainer auf der Bundeswehr-Karriere-Seite ansehen. Wir haben separate Beiträge erstellt, in denen wir Dich ausführlich über den CAT-Test und das Auswahlverfahren informieren. Darin findest Du natürlich auch jede Menge Tipps für Deine Vorbereitung. Außerdem stellen wir Dir Aufgaben und Online-Tests zur Verfügung, mit denen Du üben kannst. Und für ein sehr intensives Training kannst Du kostenpflichtige Pakete buchen.

Nach den schriftlichen Tests

Der CAT-Test dauert um die drei Stunden. Zusammen mit dem Aufsatz und den Pausen zwischendurch ist seit Deiner Ankunft im Dienstleistungszentrum so schon einige Zeit vergangen. Den schriftlichen Teil vom Einstellungstest hast Du damit aber schon mal geschafft.

Es kann sein, dass jetzt noch eine praktische Aufgabe folgt. In diesem Fall geben Dir die Prüfer einen Mini-Auftrag. Die Arbeitsprobe soll zeigen, ob Du Anweisungen umsetzen kannst und wie sorgfältig Du arbeitest.

Und dann gibt es eine längere Pause. Erst wenn auch die anderen Bewerber diesen Teil vom Einstellungstest absolviert haben, bewertet die Bundeswehr die Testergebnisse. Hast Du bis hierhin alle Prüfungen bestanden und dabei gute Leistungen erbracht, geht es für Dich mit dem mündlichen Teil weiter. Waren Deine Leistungen hingegen nicht gut genug, bist Du leider aus dem Rennen.

Vorstellungsgespräch

In der zweiten Hälfte vom Eignungstest steht das persönliche Kennenlernen im Vordergrund. Die Prüfer interessiert, wer Du bist und was Dich als Person ausmacht. Außerdem möchten sie etwas über Deine Motivation und Deine beruflichen Ziele erfahren.

Insgesamt ist das Gespräch ein typisches Vorstellungsgespräch. So werden die Prüfer wissen wollen, warum Du Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik werden willst und wie Du Dir einen typischen Arbeitstag vorstellst. Außerdem werden sie fragen, wie Du auf die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb gekommen bist und warum Du ausgerechnet hier Deine Berufsausbildung machen möchtest. Daneben werden sie sich nach Deinen Zielen, Deinen Stärken und Schwächen und Deinen Interessen erkundigen.

Neben den Fragen, die bei einem Vorstellungsgespräch üblich sind, werden die Prüfer eventuell auf den CAT-Test zu sprechen kommen. Möglich ist, dass sie Dich bitten, die eine oder andere Antwort näher zu erklären. Und um zu testen, wie Du mit Stress umgehst, können sie auch ein paar weniger erfreuliche Dinge ansprechen. Schlechte Schulnoten zum Beispiel.

Um Dich auf das Gespräch vorzubereiten, solltest Du Dich mit dem Arbeitgeber Bundeswehr, der Ausbildung und dem Berufsbild auseinandersetzen. Denn diese Informationen brauchst Du, wenn Du überzeugend vermitteln möchtest, dass Du genau diese Lehrstelle willst. Aber mache Dich auch nicht unnötig verrückt. Bleibe natürlich, unterhalte Dich offen mit den Prüfern und gebe Dich so, wie Du bist. Dann wirkst Du ganz von selbst glaubwürdig und sympathisch.

Die Entscheidung

Das Vorstellungsgespräch beendet das Auswahlverfahren. Du hast den Bundeswehr Elektroniker – Energie-Gebäudetechnik Einstellungstest damit komplett durchlaufen. Und jetzt musst Du Dich in Geduld üben.

Wenn alle Bewerber ihre Tests abgeschlossen haben, trifft die Bundeswehr ihre Entscheidung. Das Ergebnis teilt sie Dir schriftlich mit. Irgendwann liegt also ein Schreiben im Briefkasten, in dem steht, ob Du als Azubi eingestellt wirst.

Hast Du eine der begehrten Lehrstellen bekommen, klärst Du in den kommenden Wochen die Formalitäten. Kurz vor Beginn der Ausbildung gibt es dann eine Art Tag der offenen Tür in Deinem Dienstleistungszentrum. Dabei kannst Du Deine Eltern und Freunde in Deiner Ausbildungsstätte herumführen und ihnen zeigen, wo Du die nächsten Monate verbringen wirst. Bei dieser Veranstaltung überreichen Dir die Ausbilder dann auch ganz feierlich und offiziell Deinen Ausbildungsvertrag. Und dann kann Deine berufliche Zukunft endlich losgehen!

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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