Bundeswehr Elektroniker – Automatisierungstechnik Einstellungstest: Von A bis Z

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Elektroniker - Automatisierungstechnik Einstellungstest

Damit Du eingestellt werden kannst, musst Du den Bundeswehr Elektroniker – Automatisierungstechnik Einstellungstest bestehen.

Elektronik und Technik sind Dein Ding? Elektronische Geräte und Anlagen faszinieren Dich? Und komplexe Systeme zu entwickeln, die verschiedene Abläufe regeln und steuern, fändest Du spannend? Dann könnte der Elektroniker in der Fachrichtung Automatisierungstechnik der richtige Job für Dich sein.

Möchtest Du Deine Tätigkeit mit einer Karriere in Uniform verbinden, bist Du in der Laufbahngruppe der Unteroffiziere gut aufgehoben. Hier kannst Du nämlich Deine Ausbildung zum Elektroniker absolvieren und in Deinem Beruf als Experte bei der Truppe arbeiten. Voraussetzung ist aber zunächst einmal, dass Du erfolgreich durch das Auswahlverfahren kommst.

Bundeswehr Elektroniker – Automatisierungstechnik Einstellungstest

In der Laufbahn der Unteroffiziere wirst Du schnell zu einem Experten für Dein Fachgebiet. Deine Aufgaben sind mit denen vergleichbar, die ein Geselle oder Facharbeiter in der freien Wirtschaft übernimmt. Doch Du bringst nicht nur Dein Fachwissen und Deine berufliche Erfahrung ein. Sondern Du bildest zum Beispiel auch Soldaten in der Mannschaftslaufbahn aus und führst sie.

Dabei kannst Du als Bundeswehr-Soldat in den verschiedensten Berufen arbeiten. Einer davon ist der Elektroniker für Automatisierungstechnik. Hast Du schon eine abgeschlossene Berufsausbildung, kannst Du direkt als Fachkraft einsteigen. Aber genauso kannst Du die Lehre während Deiner Dienstzeit machen. Dann lernst Du im Prinzip gleich zwei Berufe auf einmal, nämlich den Unteroffizier und den Elektroniker.

Bevor es soweit ist, musst Du aber erst einmal das Auswahlverfahren meistern. Was Du dazu wissen musst und wie der Bundeswehr Elektroniker – Automatisierungstechnik Einstellungstest abläuft, erklären wir Dir in diesem Beitrag.

Was machen Elektroniker für Automatisierungstechnik beim Bund?

Elektroniker für Automatisierungstechnik – kurz EAT – planen und entwickeln Lösungen für Systeme zur Steuerung, Regelung und Automatisierung. Sie bauen elektrische Maschinen und programmieren Bauteile für Anlagen. Anschließend installieren sie die Geräte und Anlagen und verbinden sie zu komplexen Systemen. Wenn die Testläufe zeigen, dass alles funktioniert, nehmen Elektroniker die Anlagen in Betrieb. Außerdem weisen sie die künftigen Anwender in die richtige Bedienung ein. Im weiteren Verlauf kümmern sie sich auch um die Wartung und Instandhaltung. Und wenn Störungen auftreten, suchen sie nach den Ursachen und beheben die Fehler.

EATler arbeiten in erster Linie als Elektronik-Unteroffiziere an Bord von Booten und Schiffen der Marine. An Land sind sie als Elektroniker bei den Funksendestellen, bei der Funkaufklärung und auf Flugplätzen im Einsatz.

Ein paar Links für Dich: Hier kannst Du Dir einen Erfahrungsbericht von einem Soldaten durchlesen, der als EAT arbeitet und seinen Job vorstellt. Allgemeine Informationen über den Beruf findest Du zum Beispiel bei der Arbeitsagentur. Wenn Du Dich generell über die technischen Berufe bei der Bundeswehr informieren willst, vermittelt Dir diese PDF einen Überblick. Und dieser Link stellt Dir die Laufbahn der Unteroffiziere vor. Infos über den Arbeitgeber Bundeswehr kannst Du Dir hier herunterladen. Auf der Bundeswehr-Webseite wiederum kannst Du Dich über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Interessant kann außerdem ein Blick in das Jugendportal sein. Dort findest Du unter anderem Online-Tests und einen Terminkalender.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Infos zur Ausbildung nach Bundeswehr Elektroniker - Automatisierungstechnik Einstellungstest

Im Zuge der Ausbildung wirst Du Fachunteroffizier und Elektroniker.

Zunächst einmal nimmst Du am Einstellungstest teil. Dazu gleich mehr. Jedenfalls stellt sich beim Eignungstest heraus, ob Du das Zeug zum Elektroniker und Unteroffizier hast. Passen Deine Eignung, Deine Wünsche und der Personalbedarf zusammen, wirst Du eingestellt.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Den Anfang Deiner beruflichen Laufbahn macht dann die militärische Grundausbildung. Sie dauert drei Monate. Danach folgen erst die Ausbildung auf Deinem künftigen Dienstposten und anschließend die Ausbildung zum Unteroffizier. Weiter geht es mit der sogenannten zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung, kurz ZAW.

Die ZAW ist die Ausbildung, während der Du den Beruf des Elektronikers für Automatisierungstechnik erlernst. Sie findet in Vollzeit statt, zum Beispiel an der Marinetechnikschule Parow. Weil es sich um eine moderne und kompakte Ausbildungsform handelt, dauert die Lehre nur 21 Monate. Zum Vergleich: Auf dem zivilen Arbeitsmarkt dauert die Ausbildung zum Elektroniker 3,5 Jahre, also fast doppelt so lang.

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Deine Ausbildung schließt Du als Geselle oder Facharbeiter ab. Weil Du die Abschlussprüfung vor der IHK oder HWK ablegst, hast Du einen offiziellen, staatlich anerkannten Berufsabschluss. So schaffst Du Dir ein solides Fundament auch für die Zeit nach Deiner militärischen Karriere.

Nach Deiner Lehre folgt dann noch einmal eine Ergänzungsausbildung, die sich auf Deine fachliche Tätigkeit bezieht. Und danach arbeitest Du als EAT auf Deinem Dienstposten.

Im Verlauf Deiner Dienstzeit kannst Du regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. So baust Du Dein Fachwissen immer weiter aus. Dass Du den Meister machst, ist ebenfalls möglich. Und wenn Du mit guten Leistungen überzeugst, kommt sogar ein Wechsel in die Laufbahn der Feldwebel in Frage.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Damit Du die Laufbahn der Unteroffiziere einschlagen kannst, musst Du ein paar formale Anforderungen erfüllen. Nämlich diese:

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.
  • Alter zwischen 17 und 29 Jahren
  • deutsche Staatsbürgerschaft
  • mindestens Hauptschulabschluss mit guten Noten in Deutsch, Mathematik und Physik
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandseinsätzen

Deine Dienstzeit als Fachunteroffizier beläuft sich auf mindestens vier Jahre. Bringst Du schon eine abgeschlossene Berufsausbildung mit, die zu Deiner gewünschten Verwendung passt, kannst Du direkt in einem höheren Dienstgrad eingestellt werden. Möchtest Du die Ausbildung zum Elektroniker mit Deiner militärischen Ausbildung kombinieren, musst Du Dich für mindestens neun Jahre verpflichten. Maximal ist eine Verpflichtung als Soldatin oder Soldat auf Zeit für 25 Jahre möglich.

Neben den formalen Voraussetzungen erwartet die Bundeswehr handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Gleiches gilt für Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist. Außerdem musst Du körperlich fit und gesund sein. Und Du brauchst die Persönlichkeit für den Soldatenberuf. All das wird beim Einstellungstest geprüft.

Wie kann ich mich bewerben?

Als Soldatin oder Soldat machst Du einen anspruchsvollen Job und trägst viel Verantwortung. Du hast sehr viele Möglichkeiten, um Dich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Aber der Soldatenberuf stellt Dich eben auch vor besondere Herausforderungen. Und er birgt Risiken, die es in anderen Berufen so nicht gibt. Aus diesem Grund wird Dich Dein erster Weg zur Karriereberatung führen.

Der Karriereberater schaut sich an, welche Voraussetzungen Du mitbringst. Außerdem befragt er Dich zu Deinen Wünschen und Vorstellungen. Auf dieser Basis kann er Dir aufzeigen, welche beruflichen Möglichkeiten Du beim Bund hast und wie Dein Einstieg aussehen könnte. Natürlich informiert er Dich auch über den Soldatenberuf und die Bundeswehr als Arbeitgeber. Deine Fragen kannst Du ebenso loswerden. Zum Schluss gibt Dir der Berater die Unterlagen mit, die Du für Deine Bewerbung brauchst.

Einen Termin mit der Karriereberatung kannst Du online oder über die kostenfreie Rufnummer 0800 9800880 vereinbaren. Und Du musst keine Bedenken haben. Das Gespräch ist kein Vorstellungsgespräch! Es ist wirklich ein reines Beratungs- und Info-Gespräch. Danach kannst Du Dir immer noch überlegen, ob Du Dich bewerben willst.

Deine Bewerbung kannst Du das ganze Jahr über abgeben. Denn in der Laufbahn der Unteroffiziere gibt es keine festen Einstellungstermine. Einreichen kannst Du Deine Bewerbung online über das Bewerber-Portal, per E-Mail oder klassisch per Post. Du kannst Deine Bewerbung aber auch beim Karriereberater abgeben. Er leitet sie dann weiter.

Wie ist der Ablauf vom Bundeswehr Elektroniker-Automatisierungstechnik Einstellungstest?

Bausteine vom Bundeswehr Elektroniker - Automatisierungstechnik Einstellungstest

Der Eignungstest dauert zwei Tage und umfasst verschiedene Prüfungen.

Wenn Dein Bewerbung vollständig vorliegt, prüft die Bundeswehr, ob Du ein geeigneter Kandidat sein könntest. Ist das der Fall, lädt sie Dich zum Einstellungstest ein.

Der Eignungstest findet in einem Karrierecenter statt. Welches Karrierecenter das sein wird, hängt davon ab, wo Du wohnst. Denn jedem Bundesland ist ein Karrierecenter zugeordnet. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn Du Dich bei der Marine beworben hast. Das Auswahlverfahren für die Marine wird nämlich immer im Karrierecenter in Wilhelmshaven durchgeführt.

Beim Einstellungstest durchläufst Du mehrere Stationen. Dabei verteilen sich die Prüfungen auf zwei Tage. Damit Du nicht hin- und herfahren musst, wohnst Du in dieser Zeit kostenlos in der Kaserne. Und für Deine Anreise bekommst Du einen Gutschein für eine Zugfahrkarte. Der Gutschein liegt Deiner Einladung bei.

Welche Prüfungen Du beim Eignungstest vor Dir hast, schauen wir uns gleich an. Zuvor aber ein Hinweis: Die Reihenfolge, in der Du die einzelnen Tests machst, kann verschieden sein. Das hat organisatorische Gründe. Denn damit die Wartezeiten nicht zu lang werden, beginnen einige Bewerber mit einer Prüfung, während es für andere Bewerber an einer anderen Station losgeht.

Info-Runde

Nachdem Du im Karrierecenter angekommen bist und Deine Sachen auf der Stube verstaut hast, machst Du Dich auf den Weg zu einem Treffpunkt. Dort findet eine Informationsrunde statt. Bei diesem Gespräch begrüßen Dich die Prüfer und erklären ausführlich, wie der Eignungstest ablaufen wird. Oft schließt sich an das Gespräch noch ein Vortrag über Deine angestrebte Laufbahn an.

Außerdem bekommst Du eine Mappe. Sie enthält Info-Material, Fragebögen und Deinen Laufzettel. Der Laufzettel ist eine Art Checkliste und führt auf, wann Du wo welchen Test machst. Die Fragebögen wiederum füllst Du gleich aus. Inhaltlich geht es darin um biographische Daten, Deinen bisherigen Werdegang und auch um Deine Motivation für eine berufliche Karriere bei den Streitkräften.

Die Fragebögen sind mehr als nur Papierkram. Vielmehr ist das schon der erste kleine Test. Die Angaben werden bei Deiner Bewertung eine Rolle spielen. Fülle die Bögen deshalb sorgfältig aus!

Sporttest

Auch wenn Du als EAT eine fachbezogene Tätigkeit ausübst, musst Du als Soldatin oder Soldat körperlich fit sein. Zumal Sport ohnehin ein fester Bestandteil im Dienstalltag ist. Wie es mit Deiner Fitness aussieht, wird im Auswahlverfahren durch einen Sporttest überprüft. Beim Sporttest handelt es sich um den sogenannten Basis Fitness Test (der Personalgewinnung). Er besteht aus drei Stationen.

1. 11 x 10 Meter Sprinttest

Den Anfang macht eine Übung, die Deine Schnelligkeit und Deine Geschicklichkeit testet. Beim Sprinttest läufst Du nämlich elfmal eine Strecke von zehn Metern. Doch anders als bei einem klassischen Wendelauf sprintest Du nicht nur hin und her. Sondern Du legst Dich nach jeder Runde auf den Bauch. Das bedeutet:

Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center (2021)

  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
  • Bundeswehr Fachwissen
  • Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
  • Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr 2021
  • Detaillierte Auswertung
  • Von Experten erstellt
  • Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
  • Einmalzahlung und für immer Zugriff, kein Abo!

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  • Zunächst legst Du Dich bäuchlings auf eine Turnmatte. Deine Beine streckst Du nach hinten, Deine Arme liegen neben Deinem Oberkörper. Wenn Du nach vorne schaust, siehst Du in zehn Metern Entfernung eine Pylone.
  • Auf das Startkommando des Prüfers richtest Du Dich so schnell wie möglich auf und sprintest zu der Pylone.
  • Um die Pylone läufst Du herum und rennst zurück zur Matte.
  • Die Matte läufst Du seitlich an und legst Dich bäuchlings darauf ab. Dann nimmst Du Deine Hände einmal auf dem Rücken zusammen. Das war Runde 1.
  • Das Ganze wiederholst Du über vier weitere Runden.
  • Wenn Du fünf komplette Runden gedreht hast – und zum sechsten Mal aufstehst – folgt der letzte Sprint. Sobald Du die Pylone erreicht hast, stoppt der Prüfer Deine Zeit.
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Für Deinen Lauf hast Du maximal 60 Sekunden. Denn das ist die Mindest-Vorgabe, um diese Übung zu bestehen. Doch je deutlicher Du unter der Minute bleibst, desto mehr Punkte bekommst Du.

2. Klimmhang-Test

Als zweite Disziplin steht mit dem Klimmhang-Test eine Kraftübung auf dem Programm. Dafür ist eine Reckstange aufgebaut. Du nimmst an dem Reck die gleiche Position ein wie am Ende von einem normalen Klimmzug. Dafür greifst Du die Reckstange im Kammgriff. Kammgriff bedeutet, dass Du die Stange von hinten nach vorne umfasst, so dass Deine Handrücken von Dir wegzeigen. In der Ausgangsposition verläuft die Stange ungefähr auf Höhe Deiner Schultern. Du musst Dich aber nicht selbst hochziehen. Denn als Starthilfe steht ein kleiner Kasten unter dem Reck.

Sobald Du die richtige Position gefunden hast, gibt der Prüfer das Startkommando. Helfer nehmen dann den Kasten unter Deinen Füßen weg und Deine Zeit läuft. Dein Ziel ist, die Position so lange wie möglich zu halten. Als Mindest-Anforderung sind fünf Sekunden vorgegeben. Auch hier gibt es aber wieder umso mehr Punkte, je länger Du durchhältst. Deine Zeit wird gestoppt, sobald Du soweit nach unten absinkst, dass Dein Kinn unterhalb der Reckstange ist.

3. 3.000 Meter Fahrrad-Ergometer-Test

Den Abschluss vom sportlichen Eignungstest bildet eine Ausdauerübung. Du setzt Dich dazu auf ein Fahrrad-Ergometer. Möglichst schnell musst Du dann eine Strecke von drei Kilometern zurücklegen. Das Limit liegt bei 6:30 Minuten. Bessere Leistungen werden aber auch hier mit mehr Punkten belohnt.

Die Übung beginnt mit einer Aufwärmphase. Dabei radelst Du eine Minute lang bei 70 Watt. Danach erhöht sich der Widerstand auf 130 Watt. Behältst Du diese Leistung bei, musst Du ungefähr 85 Umdrehungen pro Minute machen, um die drei Kilometer rechtzeitig zu schaffen. Du kannst den Widerstand aber jederzeit verändern. Und dann ist es im Prinzip wie mit den Gängen beim Fahrrad: Je größer der Widerstand ist, desto mehr Meter machst Du pro Umdrehung. Bei einer niedrigeren Leistung ist das Radeln nicht so anstrengend. Nur musst Du dann viel schneller strampeln, um es rechtzeitig ins Ziel zu schaffen.

Nach dem Test folgt eine einminütige Phase zum Abkühlen. Sie soll Kreislaufprobleme verhindern.

Den Sporttest hast Du bestanden, wenn Du an allen drei Stationen mindestens die Minimal-Vorgaben geschafft hast. Deine Leistungen werden dann erst in Punkte übertragen und anschließend in eine Schulnote umgerechnet.

Übrigens: Der Basis Fitness Test ist Standard bei der Bundeswehr. Alle aktiven Soldaten wiederholen in einmal pro Jahr, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Nur ist die dritte Übung dann nicht der Test auf dem Fahrrad-Ergometer. Diesen Test machen nur Bewerber. Er wird stattdessen durch einen Lauf über 1.000 Meter ersetzt. Ein Video vom Sporttest kannst Du Dir hier anschauen.

CAT-Test

Den schriftlichen Teil vom Bundeswehr Elektroniker – Automatisierungstechnik Einstellungstest bildet das sogenannte CAT-Testsystem. CAT steht als Abkürzung für Computer-Assistiertes Testen. Damit ist gemeint, dass Du ein Testverfahren am Computer absolvierst. Testverfahren deshalb, weil der CAT-Test verschiedene Tests aus unterschiedlichen Themenfeldern umfasst.

Insgesamt geht es beim CAT-Test um Deine fachliche Eignung. Der Computertest soll zum einen herausfinden, ob Du grundsätzlich die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringst. Zum anderen will er ermitteln, welche Themenbereiche Dir besonders gut liegen und welche weniger. So zeigt der CAT-Test am Ende, in welche berufliche Richtung es für Dich gehen könnte.

Für Dich bedeutet das, dass Du auf Tests mit Fragen, Aufgaben und Übungen aus beispielsweise folgenden Bereichen vorbereitet sein solltest:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Physik, Elektronik und Elektrotechnik
  • technisches Verständnis
  • Englisch
  • Logik
  • visuelles Denkvermögen
  • Allgemeinwissen
  • Konzentration
  • Merkfähigkeit
  • Reaktion

Je nach Test ist der Ablauf verschieden. Größtenteils hast Du ein bestimmtes Zeitfenster, um alle Fragen des jeweiligen Abschnitts zu bearbeiten. Es gibt aber auch Tests, bei denen die Bearbeitungszeit pro Aufgabe vorgegeben ist. Teilweise sind das wenige Minuten, manchmal sogar nur wenige Sekunden. Nach Ablauf der Zeit verschwindet die Frage vom Bildschirm und die nächste Aufgabe wird eingeblendet. Beim Konzentrations- und Reaktionstest ist das zum Beispiel so.

Das adaptive Testverfahren als Besonderheit

Alle Fragen beim CAT-Test sind Auswahlfragen. Zu jeder Aufgabe siehst Du also mehrere Antwortmöglichkeiten. Daraus musst Du die richtige Lösung auswählen. Fragen, bei denen Du selbst die Lösung formulieren musst, sind bei dem Testsystem nicht vorgesehen. Schlimmstenfalls kannst Du deshalb raten, wenn Du eine Antwort nicht weißt.

Allerdings gibt es beim CAT-Test eine Besonderheit: das adaptive Testverfahren. Dieses System bewirkt, dass sich die Fragen an Deine Fähigkeiten anpassen. Gibst Du eine richtige Antwort, wird die nächste Übung nämlich ein bisschen schwieriger. Antwortest Du falsch, folgt andersherum eine etwas leichtere Frage. Kann sein, dass Du gar nicht großartig merkst, dass sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben verändert. Die Auswertung der PC-Tests zeigt so aber ziemlich genau, wie gut Du in den verschiedenen Bereichen bist.

Der Persönlichkeitstest

Ein weiterer Baustein vom Eignungstest am PC ist das sogenannte Fragebogenverfahren. Dahinter verbirgt sich eine Art Persönlichkeitstest. In diesem Abschnitt werden Dir verschiedene Aussagen genannt, zum Beispiel “Wenn ich merke, dass ich überhaupt nicht weiterkomme, wende ich mich erst mal einer anderen Arbeit zu.” Du musst dann einordnen, ob und wie sehr Du der jeweiligen Aussage zustimmst.

Im Unterschied zu den anderen Test-Abschnitten gibt es beim Persönlichkeitstest keine richtigen oder falschen Lösungen. Vielmehr möchte die Bundeswehr etwas über Deine Eigenschaften und Deine Ansichten erfahren. Und Du bist am besten beraten, wenn Du spontan und vor allem ehrlich antwortest. Versuche nicht, die Aussagen zu analysieren – sonst verstrickst Du Dich am Ende womöglich in Widersprüche.

Insgesamt nimmt der CAT-Test so um die drei Stunden in Anspruch. Allerdings machst Du die Tests nicht an einem Stück. Vielmehr gibt es zwischendurch Pausen. Und es kann auch sein, dass zwischen den Abschnitten ganz andere Bausteine dran sind. So ist zum Beispiel möglich, dass Du am ersten Tag einen Teil der PC-Tests machst und die übrigen Abschnitte erst am zweiten Tag drankommen.

Tipp: Auf der Karriere-Seite der Bundeswehr gibt es einen Online-Test namens Assessment-Trainer. Er vermittelt Dir einen ersten Eindruck vom CAT-Test. Zwar enthält er nur wenige Prüfungsfragen. Aber so kannst Du schon mal ein bisschen üben. Wir informieren Dich in separaten Beiträgen ausführlich über die einzelnen Abschnitte vom Einstellungstest. Tipps für Deine Vorbereitung und Aufgaben zum Üben haben wir ebenfalls für Dich. Außerdem bieten wir Dir Test-Pakete und Kurse an für ein intensives Training an.

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Medizinische Eignungsuntersuchung

Der Soldatenberuf setzt eine gute und stabile Gesundheit voraus. Das gilt nicht nur für den Moment, sondern auch langfristig. Um herauszufinden, ob Du die notwendige Gesundheit mitbringst, beinhaltet der Einstellungstest eine ärztliche Untersuchung. Weil sie Deine Eignung für den Dienst bei den Streitkräften feststellt, wird auch von der medizinischen Eignungsuntersuchung gesprochen.

Die ärztliche Untersuchung besteht aus verschiedenen Teilen. Dazu gehören zum Beispiel ein Sehtest, ein Hörtest und ein Drogentest. Der ärztliche Dienst ermittelt Deine Körpergröße und Dein Gewicht und rechnet damit Deinen BMI aus. Daneben werden Deine Reflexe getestet, Deine Körperhaltung überprüft, Deine Lungen abgehört und Dein Blutdruck gemessen. Mitunter machst Du Übungen wie Kniebeugen als Test für Deine Koordination und Dein Gleichgewicht. Im persönlichen Gespräch mit dem Arzt geht es dann noch um Allergien, alte Verletzungen, häufigere Erkrankungen in Deiner Familie und Deine bisherige Krankengeschichte im Allgemeinen.

Im Ergebnis stellt der Arzt zum einen fest, ob Du aus medizinischer Sicht grundsätzlich für den Soldatenberuf geeignet bist. Dafür ordnet er Dir einen Tauglichkeitsgrad zu. Zum anderen beurteilt der Arzt, ob es gewisse Verwendungen beim Militär gibt, für die Du nicht in Frage kommst. Meist geht es dabei um Verwendungen, die besondere Voraussetzungen erfordern. Ein Einsatz im fliegerischen Dienst oder beim Wachbataillon sind Beispiele für solche Verwendungen.

Interview

Abgerundet wird der Eignungstest durch ein Interview. Klar, schließlich will Dich die Bundeswehr näher kennenlernen. Das Interview führst Du in aller Regel mit einem Psychologen. Daneben ist meist ein Soldat mit einem höheren Dienstgrad dabei, also zum Beispiel ein Feldwebel oder ein Offizier. Unterm Strich ist das Interview aber ein klassisches Vorstellungsgespräch – mit den üblichen Fragen.

Die Prüfer werden Deinen bisherigen Werdegang ansprechen und Dich zu Deinen Interessen, Stärken und Schwächen befragen. Außerdem interessiert sie, warum Du eigentlich zur Bundeswehr willst. Und weshalb es ausgerechnet der EAT in der Laufbahn der Unteroffiziere werden soll.

Viele Fragen werden sich auf die Angaben beziehen, die Du ganz am Anfang in die Fragebögen eingetragen hast. Möglicherweise werden die Prüfer ein paar Deiner Antworten vom CAT-Test auf den Tisch bringen. Aber auch kritische Themen werden sie ansprechen. Auslandseinsätze, die Risiken vom Soldatenberuf oder die Reaktionen in Deinem Umfeld auf Deinen Berufswunsch, zum Beispiel.

Natürlich solltest Du plausibel erklären können, warum Du Dich für eine militärische Laufbahn entschieden hast und weshalb es gerade diese Verwendung werden soll. Informiere Dich deshalb gut über die Bundeswehr als Arbeitgeber und Deine künftigen Aufgaben. Denn die Prüfer achten darauf, ob und wie gut Du Bescheid weißt. Ansonsten bleibe aber möglichst authentisch und lasse Dich offen auf das Gespräch ein. Je natürlicher Du auftrittst, desto überzeugender wirkst Du.

Und nach dem Eignungstest?

Wenn Du alle Abschnitte vom Bundeswehr Elektroniker-Automatisierungstechnik Einstellungstest erfolgreich durchlaufen hast, geht es für Dich zum Einplaner. Bei ihm fließen alle Ergebnisse vom Eignungstest zusammen: Deine Daten aus der Bewerbung, die Note vom Sporttest, die Auswertung vom CAT-Test und die Beurteilung vom Arzt. Dazu kommt die Empfehlung, die der Psychologe nach dem Vorstellungsgespräch abgibt. Auf Basis dieser Erkenntnisse erstellt der Einplaner Dein Profil.

Optimal ist natürlich, wenn der Einstellungstest bestätigt hat, dass Du sowohl für die Unteroffizierslaufbahn als auch für die Verwendung als Elektroniker geeignet bist. Ist dann auch noch ein passender Dienstposten frei, klärst Du mit dem Einplaner, wann, wie und wo Deine Ausbildung beginnt.

Allerdings kann es sein, dass es auf einen Kompromiss hinauslaufen wird. Das ist möglich, wenn Deine Testergebnisse für die angestrebte Verwendung nicht ausreichen. Beispielsweise, weil Du in den entscheidenden Abschnitten vom CAT-Test nicht allzu gut abgeschnitten hast. Oder weil der Psychologe der Ansicht ist, dass eine andere Laufbahn für Dich geeigneter ist. Ebenso ist natürlich möglich, dass es einfach keinen freien Dienstposten gibt. In diesem Fall wird der Einplaner versuchen, Dir Alternativen anzubieten.

Eine zivile Berufsausbildung als Alternative

Du musst gar nicht zwangsläufig Soldatin oder Soldat werden. Denn als einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in Deutschland beschäftigt die Bundeswehr auch jede Menge zivile Mitarbeiter. Und sie bildet in über 50 verschiedenen Berufen aus. Unter den Berufsbildern, die Du im Rahmen einer zivilen Berufsausbildung erlernen kannst, ist auch der Elektroniker. Und allein hier stehen mit

  • Betriebstechnik,
  • Energie- und Gebäudetechnik,
  • Gebäude- und Infrastruktursysteme,
  • Geräte und Systeme sowie
  • Informations- und Systemtechnik

gleich fünf verschiedene Fachrichtungen zur Auswahl. Dazu kommt der IT-System-Elektroniker als weiterer ziviler Ausbildungsberuf. Daneben gibt es natürlich noch viele andere Jobs in diesem Bereich. Den Industriemechaniker oder den Mechatroniker zum Beispiel.

Entscheidest Du Dich für eine zivile Berufsausbildung, wirst Du Azubi im öffentlichen Dienst. Deine Ausbildung dauert dann genau so lange wie bei jedem anderen Unternehmen. Die Ausbildungsinhalte sind ebenfalls gleich.

Hast Du die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, kannst Du entweder als ziviler Mitarbeiter beim Bund bleiben und als Fachkraft in Deinem Beruf arbeiten. Oder Du wechselst in eine militärische Laufbahn. Daneben kannst Du auch eine Laufbahn als Beamter einschlagen, beispielsweise im mittleren technischen Dienst. Ebenso steht Dir selbstverständlich der externe Arbeitsmarkt offen.

Auch für zivile Ausbildungen gibt es ein Auswahlverfahren!

Möchtest Du als ziviler Azubi zum Bund, musst Du ebenfalls unter Beweis stellen, dass Du fachlich und persönlich für die Ausbildung und den Job geeignet bist. Deshalb gibt es auch hier einen Einstellungstest. Allerdings läuft der Eignungstest ein bisschen anders ab. So stehen am ersten Tag ein Aufsatz und der CAT-Test auf dem Programm. Dann folgt eine längere Unterbrechung.

Waren Deine Leistungen beim ersten Teil vom Einstellungstest gut, wirst Du zum zweiten Teil vom Eignungstest eingeladen. Er beinhaltet das Vorstellungsgespräch. Danach musst Du wieder abwarten. Wenn alle Bewerber am Einstellungstest teilgenommen haben, informiert Dich die Bundeswehr schriftlich darüber, ob Du als Azubi eingestellt wirst.

Und es gibt noch einen Unterschied: Für eine zivile Ausbildung musst Du Deine Bewerbung recht früh einreichen. Denn die Ausbildungen beginnen – wie in der freien Wirtschaft – im August oder September. Damit genug Zeit für das Auswahlverfahren bleibt, endet die Frist für die Bewerbung schon jeweils am 30. September des Vorjahres. Ausführliche Informationen zu den zivilen Berufsausbildungen beim Bund findest Du in diesem Beitrag.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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