Bundeswehr Einstellungstest was muss man wissen: Von A-Z

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zu Bundeswehr Einstellungstest was muss man wissen

Beim Einstellungstest zeigt sich, ob Du das Zeug zum Soldaten hast.

Klar ist die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiv. Schließlich bietet sie eine enorme Vielfalt an Berufen in den verschiedensten Bereichen. Die Arbeitsplätze sind sicher und die Bezahlung ist gut. Intern gibt es beste Chancen, sich weiterzuentwickeln und die Karriereleiter nach oben zu klettern. Gleichzeitig ist der Bund für seine fundierte und hochwertige Ausbildung bekannt. Damit ist auch ein stabiles Fundament für den beruflichen Weg nach dem Ende der Dienstzeit vorhanden. Aber: Auch wenn die Bundeswehr zu den größten Arbeitgebern in Deutschland gehört, ist die Anzahl an freien Stellen begrenzt. Und nicht jeder Bewerber eignet sich für den Dienst bei den Streitkräften. Deshalb führt der Bund ein ziemlich umfangreiches Auswahlverfahren durch. Und alles, was man zum Bundeswehr Einstellungstest wissen muss, haben wir in diesem Beitrag für Dich zusammengestellt.

Bundeswehr Einstellungstest

Bei der Bundeswehr hast Du viele Möglichkeiten: Du kannst eine Ausbildung machen oder ein Studium absolvieren. Dabei verpflichtest Du Dich zunächst als Soldatin oder Soldat auf Zeit und kannst später beantragen, Berufssoldat zu werden. Um die Streitkräfte unverbindlich kennenzulernen, kannst Du Freiwilligen Wehrdienst leisten. Andersherum kannst Du als Wiedereinsteller zum Bund zurückkehren. Und Du musst Dich gar nicht unbedingt für eine militärische Laufbahn entscheiden. Ist die Uniform nichts für Dich, kannst Du nämlich genauso gut im zivilen Bereich arbeiten – als Azubi, als Angestellter im öffentlichen Dienst oder als Beamter.

Doch bevor Du Deine berufliche Karriere bei der Bundeswehr beginnen kannst, musst Du erst einmal das Auswahlverfahren erfolgreich hinter Dich bringen. Davon ist – neben der Bewerbung – der Bundeswehr Einstellungstest das Herzstück. Von Deinem Abschneiden beim Eignungstest hängt ab, ob und als was Du eingestellt wirst.

Grundlegendes zum Einstellungstest

Wenn Du Dich für eine berufliche Karriere bei den Streitkräften der Bundesrepublik Deutschland interessierst, solltest Du Dich zunächst mit einem Karriereberater zusammensetzen. Er kann Dir aufzeigen, welche Möglichkeiten Du mit Deinem Schulabschluss hast. Außerdem kann er zusammen mit Dir ermitteln, welcher Bereich gut zu Dir passen könnte. Neben wichtigen Informationen hat er natürlich auch den einen oder anderen Tipp für Deine Bewerbung für Dich.

Ein Gespräch mit der Karriereberatung hat übrigens nichts mit einem Vorstellungsgespräch zu tun. Der Berater stellt Dich weder ein noch trifft er eine Vorauswahl. Er steht Dir lediglich mit seiner Erfahrung zur Seite und hilft Dir auf Deinem Weg zum Bund.

Deine Bewerbung kannst Du dann entweder ganz klassisch auf Papier zusammenstellen und bei Deinem Karriereberater abgeben. Oder Du reichst eine Online-Bewerbung ein. Die Links, die Dich zum Bewerbungsportal führen, findest Du in den jeweiligen Berufsprofilen auf der Karriere-Seite der Bundeswehr. Liegt Deine vollständige Bewerbung vor, schaut sich der Bund Deine Unterlagen an. Sieht hier alles gut aus und scheinst Du geeignet, wirst Du zum Einstellungstest eingeladen.

Dein Prüfungsort

Wo Du am Einstellungstest teilnimmst, hängt zum einen davon ab, wofür Du Dich beworben hast. Zum anderen kommt es auf Deinen Wohnort an. Jedem Bundesland ist nämlich ein Karrierecenter zugeordnet. In den meisten Fällen wirst Du Deinen Eignungstest deshalb in dem Karrierecenter absolvieren, das für Dein Bundesland zuständig ist. Es gibt nur zwei Ausnahmen:

Die genaue Anschrift und Infos zu Deiner Anreise stehen in dem Einladungsschreiben. Außerdem liegt der Einladung ein Gutschein für ein Zugticket bei.

Die Prüfungsdauer

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Um Deine fachliche, körperliche und persönliche Eignung zu prüfen, testet Dich die Bundeswehr in verschiedenen Bereichen.

Der Umfang und die Inhalte vom Eignungstest richten sich nach Deinem Berufsziel. Als Bewerber für den freiwilligen Wehrdienst ist Dein Einstellungstest nicht ganz so anspruchsvoll, wie wenn Du beispielsweise IT-Experte in der Feldwebel-Laufbahn oder Arzt im Sanitätsdienst werden willst. Trotzdem sind die grundlegenden Bausteine, aus denen sich das Auswahlverfahren zusammensetzt, gleich.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Der Test selbst dauert zwei bis zweieinhalb Tage. In dieser Zeit wohnst Du in der Kaserne. Die Unterkunft und die Verpflegung sind für Dich kostenfrei. Viel Gepäck brauchst Du nicht. Es reicht, wenn Du Wechselkleidung, Duschzeug, Deine Sportsachen, Schreibzeug und vielleicht noch ein paar persönliche Dinge mitnimmst.

Der Test selbst

Der Bundeswehr Eignungstest umfasst mehrere Einzelprüfungen. Die Reihenfolge, in der Du die einzelnen Stationen durchläufst, ist aber nicht in Stein gemeißelt. Und das hat folgenden Grund: Zusammen mit Dir nehmen noch andere Bewerber am Test teil. Deshalb werdet ihr nach der Begrüßung in kleinere Gruppen eingeteilt. Du startest dann mit Deiner Gruppe zum Beispiel mit dem Computertest. Währenddessen beginnt eine andere Gruppe mit der ärztlichen Untersuchung und für wieder andere Bewerber geht es mit dem Sporttest los. Die Idee dahinter ist, dass so die Wartezeiten möglichst kurz gehalten werden sollen. An den Prüfungen selbst ändert sich dadurch aber natürlich nichts. Und was bei den einzelnen Prüfungen auf Dich zukommt, schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Der schriftliche Teil vom Eignungstest

Ein Abschnitt, der immer zum Bundeswehr Auswahlverfahren dazugehört, ist der schriftliche Test. Er besteht in erster Linie aus einem Computertest. Bei einigen Laufbahnen kommt außerdem ein Aufsatz dazu. Insgesamt dauert der schriftliche Teil – je nach Laufbahn und Beruf – zwischen zwei und vier Stunden. Aber keine Angst: Zwischendurch gibt es kurze Verschnaufpausen.

Aufsatz

Möchtest Du Offizier werden oder im zivilen Bereich arbeiten, beginnt Deine schriftliche Prüfung mit einem Aufsatz. Dafür bekommst Du drei Themen, von denen Du Dir eines aussuchen kannst. Sehr beliebt hier ist, dass Du zwei Begriffe, die auf den ersten Blick ähnlich sind, erklären, vergleichen und voneinander abgrenzen musst. So ein Wortpaar kann zum Beispiel “Kraft und Stärke” sein. Aber auch das aktuelle Zeitgeschehen oder Fragestellungen rund um die Bundeswehr kommen häufig vor. Deinen Aufsatz schreibst Du jedenfalls als Text ganz klassisch von Hand – so wie Du es aus der Schule kennst.

CAT-Test

Der Computertest, den Du beim Einstellungstest absolvierst, heißt auch CAT-Test. CAT ist die Abkürzung für Computer-Assistierte Testung. Der PC-Test setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen. Welche genau das in Deinem Fall sind, hängt davon ab, was Du beim Bund machen willst. Grundsätzlich behandeln die Aufgaben aber Themenfelder, die bei Deinem gewünschten Beruf eine Rolle spielen. Interessierst Du Dich zum Beispiel für einen technischen Beruf, werden Technik und Physik drankommen. Hast Du Dich hingegen für einen Beruf im kaufmännischen Bereich beworben, werden die Inhalte eher auf Deutsch und Mathe ausgelegt sein. Insgesamt solltest Du mit Fragen aus folgenden Gebieten rechnen:

  • Deutsch
  • Mathe
  • Allgemeinwissen und Wissen zur Bundeswehr
  • Technik, Physik, Biologie und Chemie
  • logisches Denken
  • Konzentrationsvermögen
  • Reaktionsschnelligkeit

Bei den Aufgaben handelt es sich um Auswahlfragen. Zu jeder Frage siehst Du also mehrere Antwortmöglichkeiten. Nur eine davon ist richtig – und diese Lösung musst Du anklicken. Selbst Antworten formulieren und schreiben, brauchst Du nicht.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Eine Besonderheit beim CAT-Test ist, dass im Hintergrund adaptive Testverfahren laufen. Adaptiv meint, dass sich der Schwierigkeitsgrad der Fragen an Dein Wissen anpasst. Und das passiert so: Gibst Du eine richtige Antwort, wird die nächste Aufgabe etwas schwerer. Löst Du eine Aufgabe hingegen falsch, folgt eine etwas leichtere Frage. Auf diese Weise reichen der Bundeswehr recht wenige Aufgaben aus, um Deine Fähigkeiten einordnen zu können.

Psychologische Fragen

Die Abschnitte, bei denen es um Dein Wissen geht, werden durch psychologische Fragen ergänzt. Dieser Test nennt sich auch Fragebogenverfahren. Hier werden Dir verschiedene Aussagen vorgegeben, zum Beispiel “Ich diskutiere Dinge gerne aus.” Du musst einordnen, wie sehr die Aussage auf Dich zutrifft. Dazu hast Du eine Skala mit verschiedenen Abstufungen. So kannst Du der Aussage komplett, in Teilen oder überhaupt nicht zustimmen.

Natürlich gibt es bei diesen Fragen keine richtigen oder falschen Lösungen. Es geht vielmehr darum, etwas über deine Persönlichkeit und Deine Ansichten zu erfahren.

Tipp: Auf der Internetseite der Bundeswehr gibt es einen Assessment-Trainer. Das ist ein Online-Test mit ein paar Beispielaufgaben. So kannst Du Dir einen Eindruck vom CAT-Test verschaffen. Wir haben ebenfalls Tipps und Aufgaben zum Üben für Dich vorbereitet. Und für eine intensive Vorbereitung stellen wir Dir ganze Testpakete und Online-Kurse zur Verfügung.

Der Sporttest

Körperliche Fitness und Spaß an Sport solltest Du unbedingt mitbringen, wenn Du Soldatin oder Soldat werden willst. Und wie es damit aussieht, zeigt sich beim Sporttest. Der Sporttest, der im Auswahlverfahren durchgeführt wird, heißt ganz offiziell Basis Fitness Test der Personalgewinnung – oder kurz BFT PersG. Er beinhaltet drei Stationen.

11 x 10 Meter Sprint-Test

Bei der ersten Übung geht es um Deine Schnelligkeit und um Deine Koordination. Du musst elf Mal eine Strecke von zehn Metern sprinten. Allerdings läufst Du nicht wie bei einem klassischen Pendellauf einfach nur zwischen der Start- und der Ziellinie hin und her. Stattdessen legst Du Dich nach der jeder Runde auf den Bauch und startest dann aus der Bauchlage heraus in die nächste Runde. Der genaue Ablauf ist so:

  • Zunächst legst Du Dich flach auf eine Turnmatte. Dabei liegst Du auf dem Bauch, Deine Beine sind gerade nach hinten ausgestreckt und Deine Arme befinden sich neben Deinem Oberkörper. Dein Blick geht geradeaus. Dort steht in zehn Metern Entfernung eine Pylone.
  • Auf das Startkommando “Fertig – los!” stehst Du so schnell wie möglich auf und sprintest bis zur Pylone.
  • An der Pylone angekommen, rennst Du einmal um sie herum und läufst zurück zur Turnmatte.
  • Die Turnmatte läufst Du von der Seite her an und legst Dich bäuchlings darauf ab. Dann klatschst Du Deine Hände einmal auf dem Rücken zusammen. Die erste Runde hast Du damit geschafft.
  • Den gleichen Ablauf wiederholst Du über vier weitere Runden.
  • Nach fünf kompletten Runden folgt der elfte und letzte Sprint. Sobald Du auf Höhe der Pylone angekommen bist, wird Deine Zeit gestoppt.
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Für Deinen Durchgang hast Du maximal 60 Sekunden Zeit. Denn als Mindestvorgabe, um den Sprinttest zu bestehen, gilt eine Minute. Bist Du schneller, bekommst Du aber natürlich mehr Punkte.

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Klimmhang-Test

An der zweiten Station ist ein Reck aufgebaut – und jetzt steht Deine Kraft auf dem Prüfstand. Du gehst für die Übung in die Endposition von einem normalen Klimmzug. Dazu stellst Du Dich auf einen kleinen Kasten und greifst die Reckstange im Kammgriff. Kammgriff bedeutet, dass Du die Stange von hinten nach vorne umfasst. Deine Handflächen zeigen also zu Dir. Deine Hände sind etwa schulterbreit auseinander. In dieser Ausgangsposition verläuft die Reckstange ungefähr auf Höhe Deiner Schultern.

Nach dem Startkommando wird der Kasten unter Deinen Füßen weggenommen und Deine Zeit läuft. Dein Ziel ist, die Position so lange wie möglich zu halten. Dabei läuft Deine Messung solange weiter, bis Du mit Deinem Kinn unter die Reckstange absinkst. Bestanden hast Du den Klimmhang-Test, wenn Du mindestens fünf Sekunden lang durchgehalten hast. Aber auch hier wird eine bessere Leistung selbstverständlich mit einer besseren Wertung belohnt.

3.000 Meter Fahrradergometer-Test

Als letztes folgt eine Ausdauerübung. Du setzt Dich dafür auf ein Fahrrad-Ergometer und legst eine Strecke von drei Kilometern zurück. Und das möglichst schnell. Länger als 6:30 Minuten darfst Du nicht brauchen. Denn das ist die Mindestvorgabe, um diesen Test zu bestehen.

Bevor die Messung beginnt, folgt erst einmal eine Aufwärmphase. Sie dauert eine Minute und Du radelst dabei mit einer Leistung von 70 Watt. Danach steigt die Leistung auf 130 Watt. Belässt Du es bei dieser Wattzahl, schaffst Du die drei Kilometer in der vorgegebenen Zeit, wenn Du mit rund 85 Umdrehungen pro Minute radelst. Du kannst die Leistung aber verändern. Erhöhst Du sie, wird der Pedal-Widerstand größer. Gleichzeitig machst Du pro Umdrehung mehr Meter. Stellst Du die Wattzahl niedriger ein, sinkt der Pedal-Widerstand. Allerdings musst Du dann auch sehr viel schneller in die Pedale treten. Sonst kommst Du nicht rechtzeitig ins Ziel.

Sobald Du die drei Kilometer erreichst hast, endet die Messung. Du radelst dann aber noch eine Minute lang locker weiter. Diese Abkühlphase soll Kreislaufbeschwerden entgegenwirken.

Zusatzübung für künftige Feuerwehrleute

Hast Du Dich bei der Feuerwehr beworben, musst Du eine Zusatzübung absolvieren. Sie gehört nicht zum Sporttest, sondern findet davor statt. Bei der Übung geht es um Dein Gleichgewicht und Deine Trittsicherheit. Du machst die Übung auf einem Schwebebalken, und zwar so:

  • Zuerst läufst Du einmal über den Schwebebalken.
  • Am anderen Ende angekommen, drehst Du um und läufst bis zur Mitte zurück.
  • Hier machst Du drei Schritte rückwärts.
  • Zum Schluss springst Du vom Balken herunter.

Das Ganze darf maximal 31 Sekunden lang dauern. Klar, dass Du zwischendurch nicht herunterfallen darfst und sicher auf beiden Beinen landen solltest.

Ein Hinweis noch zum Basis Fitness Test

Der Sporttest, den wir Dir eben beschrieben haben, ist der Basis Fitness Test, der beim Einstellungstest stattfindet. Als Standard-Sporttest der Bundeswehr wird er in einer etwas anderen Form durchgeführt. Dann ist die dritte Station nämlich kein Test auf dem Fahrrad-Ergometer, sondern ein Lauf über 1.000 Meter. In dieser Version machen Soldatinnen und Soldaten den BFT einmal pro Jahr, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Hier ist ein Video davon.

Klappt es bei Dir mit einer Zusage, begegnet Dir der normale BFT am Anfang und am Ende Deiner Grundausbildung. Und danach – während Deiner Dienstzeit – einmal jährlich.

Übrigens: Beim Sporttest gibt es eine Besonderheit. Um den Test zu bestehen, musst Du bei allen Stationen wenigstens die Mindestanforderungen schaffen. Klappt das nicht, bist Du eigentlich durchgefallen. Allerdings ist der Sporttest der einzige Abschnitt vom Eignungstest, den Du einmal wiederholen kannst. Und zwar innerhalb von sechs Monaten. Voraussetzung ist aber, dass Du wirklich nur am Sporttest gescheitert bist – und ansonsten bei allen anderen Prüfungen vom Auswahlverfahren erfolgreich warst.

Die ärztliche Untersuchung

Neben körperlicher Fitness ist auch eine gute und stabile Gesundheit eine Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit als Soldatin oder Soldat. Ob Du aus medizinischer Sicht für den Dienst bei den Streitkräften geeignet bist, zeigt sich bei der ärztlichen Untersuchung. Früher wurde sie im Volksmund auch Musterung genannt. Eine andere Bezeichnung lautet Eignungsuntersuchung – eben weil es um Deine gesundheitliche Eignung geht.

Der medizinische Check umfasst verschiedene Teiluntersuchungen und Tests. Dazu zählen beispielsweise ein Seh-, ein Hör- und ein Drogentest. Der ärztliche Dienst ermittelt Deine Körpergröße und Dein Gewicht und rechnet mit diesen Werten Deinen BMI aus. Außerdem wird Dein Blutdruck gemessen und die Funktion Deiner Lungen überprüft. Der Arzt begutachtet Deine Körperhaltung, testet Deine Reflexe und kontrolliert, wie beweglich Deine Gelenke sind. Im Gespräch klärt der Arzt dann noch mit Dir, ob Du Allergien, Vorerkrankungen oder alte Verletzungen hast.

Unterm Strich geht es bei der ärztlichen Untersuchung um zwei Dinge: Zum einen macht sich der Arzt ein Bild über Deine Gesundheit und Deine körperliche Verfassung im Allgemeinen. Auf dieser Grundlage entscheidet er, ob Du grundsätzlich für den Dienst geeignet bist. Zum anderen berücksichtigt der Arzt die Anforderungen, die für bestimmte Verwendungen erfüllt sein müssen. Im Ergebnis kann er Deinen Einsatz bei bestimmten Tätigkeiten ausschließen.

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Der mündliche Teil vom Einstellungstest

Abgerundet wird der Bundeswehr Eignungstest durch die mündliche Prüfung. Ihr wichtigster Abschnitt ist das persönliche Interview. Das Vorstellungsgespräch steht für alle Bewerber auf dem Programm. Je nach Laufbahn kommen dann aber noch eine Gruppensituation und eine Studienberatung dazu.

Persönliches Interview

Natürlich will die Bundeswehr auch die Person kennenlernen, zu der die Bewerbungsunterlagen und die Testergebnisse gehören. Das Vorstellungsgespräch ist deshalb – wie bei jedem anderen Arbeitgeber auch – obligatorisch.

Bei dem persönlichen Gespräch geht es in erster Linie um Dich, Deine Motivation und Deine Ziele. Die Prüfer interessieren sich für Deinen bisherigen Werdegang, Deine Eigenschaften und Deine Interessen. Natürlich wollen sie auch wissen, warum Du ausgerechnet zur Bundeswehr willst. Und warum Du Dich gerade für diese Laufbahn und diesen Tätigkeitsbereich entschieden hast. Die Prüfer möchten herausfinden, ob Du weißt, was auf Dich zukommt und welche beruflichen Ziele Du erreichen willst.

Daneben werden sie Dich auf ein paar Deiner Antworten ansprechen, die Du beim Computertest gegeben hast. Und sie werden auf kritische Themen zu sprechen kommen. Auslandseinsätze, die Gefahren des Soldatenberufs oder wie Deine Familie zu Deinen beruflichen Plänen steht, zum Beispiel.

Alles in allem läuft das Bewerbungsgespräch so ab wie ein ganz normales Vorstellungsgespräch. Die Prüfer wollen und müssen herausfinden, ob Du zum Bund passt – und der Bund zu Dir. Klar, dass Du in der Lage sein solltest, Deine Berufswahl plausibel zu begründen. Ansonsten solltest Du aber authentisch bleiben. Verstelle Dich nicht, sondern lasse Dich auf das Gespräch ein und antworte ehrlich. Es bringt nichts, wenn Du versuchst, den Prüfern etwas vorzuspielen.

Übrigens

Das Vorstellungsgespräch führst Du üblicherweise mit einem Psychologen. Meist ist außerdem noch ein Soldat mit höherem Dienstgrad dabei. Haben die Prüfer das Gespräch ausgewertet, spricht der Psychologe eine Laufbahn-Empfehlung für Dich aus. Und dabei kann es durchaus sein, dass Dich der Psychologe in einer anderen Laufbahn besser aufgehoben sieht, als in der, für die Du Dich beworben hast. Jedenfalls spielt die Beurteilung des Psychologen eine wichtige Rolle. Und weil es dabei um ein psychologisches Profil geht, wird das Interview manchmal auch als psychologisches Gespräch bezeichnet.

Gruppensituation für angehende Feldwebel und Offiziere

Hast Du Dich für die Feldwebel- oder die Offizierslaufbahn beworben, nimmst Du am sogenannten Gruppensituationsverfahren teil. Dafür bildest Du mit zwei oder drei anderen Bewerbern eine Gruppe. In dieser Gruppe löst ihr dann gemeinsam Aufgaben.

Eine typische Gruppenaufgabe ist, dass Euch eine Problemstellung genannt wird, für die ihr eine Lösung finden müsst. Zum Beispiel so: Für eine Veranstaltung habt ihr drei Eintrittskarten. Allerdings seid ihr vier Leute. Folglich müsst ihr erarbeiten, wer verzichtet. Daneben kann eine Diskussion über ein vorgegebenes Thema auf dem Programm stehen. Mitunter werden Dir die Prüfer dabei auch eine bestimmte Rolle zuweisen, die Du ausfüllen musst.

Bei den Gruppenaufgaben geht es darum, wie Du anderen gegenüber auftrittst und ob Du Deinen Standpunkt vertreten kannst. Aber auch Deine kommunikativen Fähigkeiten und Dein Teamgeist sind gefragt. Solche Eigenschaften brauchst Du schließlich als Führungskraft.

Das Gruppenverfahren endet mit einem Kurzvortrag. Auch hier bekommst Du wieder ein Thema genannt. Dann hast Du kurz Zeit, um Dir etwas dazu zu überlegen. Anschließend führst Du Deine Überlegungen vor Deiner Gruppe und den Prüfern aus.

Studienberatung für Bewerber der Offizierslaufbahn

Schlägst Du die Laufbahn der Offiziere ein, machst Du einerseits eine militärische Ausbildung und andererseits ein Studium. Du lernst also gewissermaßen zwei Berufe auf einmal – nämlich den des Offiziers und einen akademischen Beruf. Die Studienberatung soll ermitteln, welcher Studiengang am besten zu Dir passt.

Der Berater nutzt dabei ein spezielles Computerprogramm. Darin erfasst er Deine Schulnoten und die Ergebnisse, die Du bisher beim Einstellungstest erzielt hast. Vor allem Deine Leistungen beim CAT-Test sind an dieser Stelle ziemlich wichtig. Diese Daten führen zu Deinem persönlichen Profil. Und der Berater kann Dir die Studiengänge nennen, die zu Deinem Profil passen.

Optimal ist natürlich, wenn Dein Wunsch-Studium dabei ist und es dafür auch einen freien Studienplatz gibt. Doch falls nicht, kann Dir der Berater passende Alternativen aufzeigen.

Wie es nach dem Bundeswehr Einstellungstest weitergeht

Hast Du alle Stationen von Eignungstest erfolgreich durchlaufen, gehst Du zur Einplanungsstelle. Dort wartet ein Bundeswehr-Mitarbeiter auf Dich. Er hat alle Deine Testergebnisse vor sich – also Deine Leistungen vom Computertest, Deine Note vom Sporttest, die Beurteilung vom Arzt und die Empfehlung vom Prüf-Psychologen. Auf dieser Basis kann Dir der Einplaner ein Angebot machen. Dabei muss er versuchen, drei Aspekte unter einen Hut zu kriegen, nämlich Deine Eignung, Deine Wünsche und den Personalbedarf.

Selbstverständlich wird der Einplaner versuchen, einen Dienstposten für Dich zu finden, der zu Deinen Vorstellungen passt. Nur geht das nicht immer. Entweder weil es keine freien Stellen gibt. Oder weil Deine Leistungen beim Test nicht gut genug waren. Andererseits hat der Einplaner fast immer mehrere Posten, die er Dir anbieten kann. Nimmst Du eines der Angebote an, besprecht ihr das Formale. Wann es mit Deiner Grundausbildung losgeht beispielsweise.

Ist nichts Passendes für Dich dabei, kann der Einplaner Deine Daten speichern. So bist Du im Talent-Pool, und wenn ein Dienstposten frei wird, kann der Bund auf Dich zurückkommen.

Fazit zum Eignungstest

Zweifelsohne ist der Einstellungstest anspruchsvoll. Immerhin musst Du in verschiedenen Bereichen zeigen, was Du drauf hast. Und an den Prüfungstagen folgt ein Test nach dem nächsten. Aber: Mit einer guten Vorbereitung ist der Eignungstest wirklich machbar. Zumal die Bundeswehr darum bemüht ist, interessierte Bewerber nicht zu verlieren. Und im Dienst, vor allem aber bei Auslandseinsätzen musst Du Stress-Situationen gewachsen sein und mit den Anforderungen umgehen können. Der Eignungstest ist da bestenfalls ein kleiner Vorgeschmack. Mache Dich also nicht verrückt, sondern nutze die Zeit zum Üben. Dann wird es schon schiefgehen!

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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