
Bei der Bundeswehr stehen gleich mehrere Beamtenlaufbahnen zur Auswahl.
Bei der Bundeswehr musst du nicht unbedingt Soldat/-in werden. Auch eine Beamtenlaufbahn im zivilen Bereich eröffnet dir vielfältige Aufgaben, sichere Perspektiven und gute Aufstiegschancen. Aber ob mittlerer, gehobener oder höherer Dienst: Für eine berufliche Zukunft als Beamter oder Beamtin bei der Bundeswehr musst du den Einstellungstest bestehen.
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Neben militärischen Laufbahnen bietet die Bundeswehr auch sehr attraktive Karrierewege in Zivil. Als Beamter oder Beamtin bist du in Bereichen wie Verwaltung, Technik oder Rechtspflege oder in Spezialdiensten tätig und trägst dazu bei, dass die Bundeswehr als Organisation funktioniert. Dabei stehen dir je nach Bildungsabschluss drei Beamtenlaufbahnen offen: der mittlere, der gehobene und der höhere Dienst.
Jede dieser Laufbahnen setzt aber voraus, dass du den Einstellungstest bestanden hast. In diesem Beitrag erfährst du, welche Laufbahn zu dir passt, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und wie das Auswahlverfahren abläuft.
Zivile Beamte und Beamtinnen bei der Bundeswehr
Als deutsches Militär prägen natürlich Soldat/-innen das Bild der Bundeswehr. Doch die Streitkräfte können ihren Auftrag nur erfüllen, wenn die Abläufe im Hintergrund funktionieren. Über 60.000 zivile Beschäftigte arbeiten unter anderem in der Verwaltung, der Rechtspflege, der Seelsorge und in spezialisierten Diensten.
Einsatzbereiche für Beamte und Beamtinnen der Bundeswehr sind zum Beispiel:
- Personal- und Finanzverwaltung
- Beschaffung von Gerät und Technik
- IT und Infrastruktur
- Meteorologie und Umweltschutz
- Rechtsberatung
- Feuerwehr
Die Beamtenlaufbahnen bei der Bundeswehr im Überblick
Mittlerer Dienst
Beamte und Beamtinnen des mittleren Dienstes sind in vielen Bereichen der Bundeswehrveraltung im Einsatz:
- Im technischen Dienst sind sie als Techniker oder Meister vor allem im Bereich der Rüstungs- und Wehrtechnik tätig.
- Im nichttechnischen Verwaltungsdienst bringen sie sich als Verwaltungsfachkräfte ein, z. B. im Personalmanagement, IT-Bereich, Gebäudemanagement, Rechnungswesen oder Umweltschutz.
- Außerdem können sie im mittleren Dienst der Feuerwehr, in der Wetterbeobachtung oder in der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des Bundes arbeiten.
Gehobener Dienst
Die Beamtenlaufbahn des gehobenen Dienstes bildet das mittlere Führungsmanagement der Bundeswehrveraltung. Das bringt verantwortungsvolle Aufgaben mit sich:
- Im technischen Dienst arbeiten Beamte und Beamtinnen als Ingenieure überwiegend in der Rüstungs- und Wehrtechnik.
- Im nichttechnischen Dienst sind sie als Diplom-Verwaltungswirte tätig, z. B. im Controlling, der Sachbearbeitung oder im Gebäudemanagement.
- Bei der Feuerwehr sind sie ebenfalls im Einsatz, genauso wie als Meteorolog/-innen oder bei der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des Bundes.
Höherer Dienst
Beamte und Beamtinnen des höheren Dienstes zählen zum Führungspersonal der Bundeswehrveraltung. Folglich bekleiden sie verantwortungsvolle Führungspositionen mit leitenden Aufgaben.
Neben Spitzenfunktionen in technischen und nichttechnischen Berufen bieten die Rechtsberatung, der Sprachendienst, die Meteorologie und die Psychologie Einsatzfelder.
Die Voraussetzungen für eine Beamtenlaufbahn bei der Bundeswehr
Damit du nach der Laufbahnausbildung und der Probezeit zum Beamten oder zur Beamtin auf Lebenszeit berufen werden kannst, musst du ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen:
- deutsche Staatsbürgerschaft
- Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung gemäß Grundgesetz
- bei Einstellung unter 50 Jahre alt (bei der Feuerwehr unter 40)
- fachliche und persönliche Eignung – sie wird im Einstellungstest geprüft
- Bereitschaft zu bundesweiten Versetzungen und grundsätzliche Bereitschaft zu Auslandseinsätzen
- Führerschein Klasse B für die Feuerwehr
Eine weitere Einstiegsvoraussetzung ist der Bildungsabschluss. Er richtet sich nach der Laufbahn:
- mittlerer Dienst: Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss + Berufsausbildung in einem förderlichen Beruf
- gehobener Dienst: Abitur oder Fachhochschulreife für duales Studium oder abgeschlossenes Studium (Bachelor oder Diplom) in einem passenden Studienfach
- höherer Dienst: abgeschlossenes Master- oder Diplomstudium im entsprechenden Fach
Deine Bewerbung bei der Bundeswehr
Um dich zu bewerben, nutzt du das Bewerbungsportal der Bundeswehr. Dort findest du alle aktuellen Stellenanzeigen inklusive Kontaktdaten und übrigen notwendigen Informationen. Über das Portal kannst du auch gleich deine Online-Bewerbung einreichen.
Als Bewerbungsunterlagen brauchst du, egal ob digital oder klassisch auf Papier:
- Anschreiben (mit Angabe des gewünschten Einstellungsdatums)
- tabellarischer Lebenslauf
- Schulabschlusszeugnis
- Bewerbungsbogen der Bundeswehr nebst Anlagen
- ggf. (je nach Laufbahn) Ausbildungs- und Studiennachweise, Arbeits- und Praktikumszeugnisse, Weiterbildungsnachweise
Einstellungstermine und Bewerbungsfristen
Für die Beamtenlaufbahnen gelten feste Einstellungstermine. Die Bewerbungsfrist dafür endet aber schon mehrere Monate vorher. Die Stichtage sind:
| Einstellungstermin | Bewerbungsschluss | |
|
Mittlerer Dienst |
||
| Technischer Dienst | April
Oktober |
31. Juli des Vorjahres
31. Januar |
| Nichttechnischer Dienst | März
September |
31. Mai des Vorjahres
30. November des Vorjahres |
| Feuerwehrtechnischer Dienst | Mai
November |
31. Juli des Vorjahres
31. Januar |
| Naturwissenschaftlicher Dienst | Oktober | 31. Oktober des Vorjahres |
| Technischer Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung | März | 28. Februar des Vorjahres |
|
Gehobener Dienst |
||
| Technischer Dienst | September
März |
28. Februar
30. September des Vorjahres |
| Nichttechnischer Dienst | April
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Oktober |
30. September des Vorjahres
28. Februar |
| Feuerwehrtechnischer Dienst | August | 28. Februar |
| Naturwissenschaftlicher Dienst | Oktober | 31. Oktober des Vorjahres |
| Technischer Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung | Oktober | 30. September des Vorjahres |
In den höheren Dienst stellt die Bundeswehr nach Bedarf ein. Feste Termine gibt es hier nicht.
Der Einstellungstest für künftige Beamte und Beamtinnen bei der Bundeswehr
Erfüllst du die formalen Voraussetzungen und sieht deine Bewerbung insgesamt vielversprechend aus, lädt dich die Bundeswehr zum Einstellungstest ein. Er findet statt:
- für den mittleren Dienst in dem Karrierecenter, das für dein Bundesland zuständig ist
- für den gehobenen und den höheren Dienst im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln
Das Auswahlverfahren soll deine fachliche und persönliche Eignung für die Beamtenlaufbahn feststellen. Dazu gliedert es sich in zwei Teile, die an zwei separaten Terminen durchgeführt werden.

Teil 1: Schriftliche Tests (und Sporttest für die Feuerwehr)
Das Herzstück am ersten Testtag ist ein computergestützter Test. Dazu kommen ein Aufsatz und ein Sporttest, wenn du dich für den feuerwehrtechnischen Dienst beworben hast. Insgesamt geht es in Teil 1 hauptsächlich um deine fachliche Eignung.
Aufsatz
Für den Aufsatz kannst du meist aus drei Aufgabenstellungen wählen. Die Themen können Alltägliches, Ereignisse aus dem aktuellen Zeitgeschehen oder die Bundeswehr behandeln. Daneben ist eine häufige Aufgabe, ein Wortpaar wie „Nachricht und Meldung“ zu erklären und zu vergleichen.
In die Bewertung fließen vor allem ein:
- Ausdrucksvermögen
- logische und nachvollziehbare Struktur
- Rechtschreibung und Grammatik
- Allgemeinwissen
Deinen Text erstellst du handschriftlich und ohne weitere Hilfsmittel.
CAT-Test
Der CAT-Test (CAT = Computer-Assistiertes Testen) ist ein Testverfahren am Computer, das aus mehreren Einzeltests besteht. Dazu gehören Wissens-, Intelligenz- und Persönlichkeitstests.
Inhaltlich sind die Aufgaben zwar auf den Bereich abgestimmt, in dem du arbeiten willst. Weil es aber in erster Linie um grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten geht, zählen zu den typischen Testbereichen:
- Deutsch
- Mathematik
- Physik und technisches Verständnis
- Allgemeinwissen
- Logik
- Konzentration und Merkfähigkeit
Alle Fragen sind Multiple-Choice-Aufgaben mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Gleichzeitig verändert sich der Schwierigkeitsgrad – je nachdem, ob deine Lösung richtig oder falsch war. Durch dieses adaptive Verfahren kann der Test dein Leistungsniveau zuverlässig messen.
Zusätzlich enthält der CAT-Test ein Fragebogenverfahren, das persönliche Merkmale und Eigenschaften erfasst. Hier ordnest du verschiedene Aussagen danach ein, wie sehr sie auf dich zutreffen. Wichtig ist, dass du ehrlich bleibst – damit ein stimmiges Gesamtbild entsteht.
Sporttest (nur Feuerwehr)
Als Beamter oder Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst ist körperliche Belastbarkeit unverzichtbar. Deswegen nimmst du im Rahmen des Auswahlverfahrens an einem Sporttest teil. Dabei handelt es sich um den Basis-Fitness-Test (BFT), den Standard-Sporttest der Bundeswehr. Er besteht aus drei Übungen:
- 11×10-Meter-Sprinttest: Wie bei einem Pendellauf läufst du hin und zurück, startest jede Runde aber aus der Bauchlage. Für den Durchgang hast du maximal 60 Sekunden Zeit.
- Klimmhang-Test: Du verharrst möglichst lange in der Endposition eines Klimmzugs. Die Mindestzeit liegt bei 5 Sekunden.
- 3.000-Meter-Fahrradergometer-Test: In höchstens 6:30 Minuten legst du 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer zurück.
Bei allen drei Übungen musst du die Mindestanforderungen schaffen, um zu bestehen.
Nach Teil 1
Hast du bis hierhin alle Einzelprüfungen bestanden, wertet die Bundeswehr deine Ergebnisse aus und gleicht sie mit denen deiner Mitbewerber/-innen ab. Bei guten Leistungen lädt dich die Bundeswehr zu Teil 2 des Eignungstests ein. Andernfalls kommst du für eine Einstellung leider nicht infrage.
Teil 2: Gruppensituation und Interview
Am zweiten Testtag sind die mündlichen Prüfungen an der Reihe. Sie bestehen aus der Gruppensituation und dem Interview. Das Ziel ist, deine persönliche Eignung zu beurteilen.
Gruppensituation
Für die Gruppensituation bildest du mit anderen Mitbewerber/-innen eine kleine Gruppe. Gemeinsam bearbeitet ihr Aufgaben, indem ihr zum Beispiel eine Lösung für ein Problem findet oder über ein Thema diskutiert. Außerdem hältst du nach einer kurzen Vorbereitungszeit einen Kurzvortrag vor der Gruppe.
Die Gruppensituation prüft unter anderem:
- Kommunikationsstärke
- Sozialkompetenzen
- Teamfähigkeit
- Durchsetzungsvermögen
- Auftreten und Verhalten im Allgemeinen
Interview
Das Interview ist letztlich ein klassisches Bewerbungsgespräch. Deshalb wird es um die Themen gehen, die in Vorstellungsgesprächen üblich sind:
- bisheriger Werdegang und berufliche Ziele
- Motivation für eine Beamtenlaufbahn bei der Bundeswehr
- Eigenschaften, Stärken und Schwächen
- kritische Themen (z. B. Schulnoten, Lücken im Lebenslauf oder Auslandseinsätze)
Das Gespräch soll zeigen, ob eine Beamtenlaufbahn bei der Bundeswehr das Richtige für dich ist. Gleichzeitig ist es deine Chance, endgültig zu überzeugen.
Nach dem Einstellungstest
Wenn das Auswahlverfahren komplett abgeschlossen ist, teilt dir die Bundeswehr ihre Entscheidung schriftlich mit.
Bei einer Zusage beginnst du entweder mit der Laufbahnausbildung oder – wenn du schon eine abgeschlossene Ausbildung hast – direkt mit dem 12- bis 36-monatigen Vorbereitungsdienst. Danach legst du die Laufbahnprüfung ab und wirst für drei Jahre Beamter oder Beamtin auf Probe. Ist auch die Probezeit vorbei, wirst du zum Beamten oder zur Beamtin auf Lebenszeit ernannt.
Fazit
Der Einstellungstest für angehende Beamte und Beamtinnen bei der Bundeswehr ist eine Herausforderung. Aber wenn du weißt, was dich erwartet, und dich systematisch vorbereitest, ist der Test absolut machbar.
Informiere dich also gründlich über deine Wunschlaufbahn und die Bundeswehr, bewirb dich rechtzeitig und starte zeitnah mit dem Testtraining – dann hast du gute Chancen, Beamter oder Beamtin bei der Bundeswehr zu werden!
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