Bundeswehr Einstellungstest Soldat auf Zeit: Das zählt

Aktualisiert am 3. September 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Einstellungstest Soldat auf Zeit

Damit Du die Chance hast, nach dem Bundeswehr Einstellungstest Soldat auf Zeit zu werden, solltest Du Dich gut auf die Prüfung vorbereiten.

Du denkst darüber nach, Dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit zu verpflichten? Dann weißt Du sicher auch, dass Du dafür einen Einstellungstest bestehen musst. Denn für den Soldatenberuf musst Du geeignet sein – und das fachlich, persönlich und körperlich.

Ob Du die notwendige Eignung mitbringst, prüft die Bundeswehr in einem ziemlich umfangreichen Auswahlverfahren. Nur: Wie läuft der Eignungstest ab? Was musst Du wissen und können? Und wann wirst Du überhaupt zum Einstellungstest eingeladen? Solche und weitere Fragen beantworten wird Dir in diesem Beitrag!

Eignungstest der Bundeswehr als Online Training

Bei der Bundeswehr arbeiten über 250.000 Personen. Das sind Soldatinnen, Soldaten und Kameraden, die Freiwilligen Wehrdienst leisten. Dazu kommen Beamte, zivile Angestellte und Azubis in zivilen Berufsausbildungen. Damit gehört die Bundeswehr zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Gleichzeitig ist die Vielfalt an Jobs so groß wie in kaum einem anderen Unternehmen. In über 1.000 verschiedenen Berufen sind so ziemlich alle Tätigkeiten vertreten, die es an Land, zu Wasser und in der Luft gibt.

Doch so vielseitig die beruflichen Möglichkeiten und die Chancen auf eine erfolgreiche Karriere auch sind: Der Soldatenberuf ist kein gewöhnlicher Job. Der Dienst ist anspruchsvoll, herausfordernd und mit viel Verantwortung verbunden. Und er geht mit Risiken einher. Längst nicht jeder ist den Herausforderungen gewachsen. Wenn Du Zeitsoldat werden willst, musst Du deshalb Deine Eignung beim Einstellungstest unter Beweis stellen. Und was Dich im Auswahlverfahren erwartet, erfährst Du jetzt!

Welche Möglichkeiten habe ich als Zeitsoldat bei der Bundeswehr?

Für Deinen Einstieg als Soldat auf Zeit – oder kurz SaZ – gibt es mehrere Möglichkeiten. Je nachdem, welchen Schulabschluss Du hast, kannst Du nämlich vier verschiedene Laufbahnen einschlagen. Das sind die Laufbahnen der Mannschaften, der Fachunteroffiziere, der Feldwebel und der Offiziere.

Außerdem hast Du die Wahl zwischen den verschiedenen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen. Je nachdem, in welchem Bereich Du arbeiten willst, kannst Du also zum Heer, zur Luftwaffe oder zu Marine gehen. Weitere Möglichkeiten bieten Dir der Sanitätsdienst und die Streitkräftebasis. Oder Du entscheidest Dich für das Cyber Kommando.

Welche Aufgaben Du übernimmst und wie sich Dein Berufsalltag gestaltet, hängt von Deiner Laufbahn ab. Gleichzeitig richtet sich danach auch der Zeitraum, für den Du Dich verpflichten musst. Denn bis Du die Ausbildung abgeschlossen hast und in der vorgesehenen Verwendung im Einsatz bist, dauert es ein bisschen. Deshalb ist für jede Laufbahn eine bestimmte Mindest-Dienstzeit festgelegt. In der Laufbahn der Mannschaft beträgt sie zum Beispiel zwei Jahre, während es in der Laufbahn der Feldwebel zwölf Jahre sind. Die maximale Dauer, für die Du Dich verpflichten kannst, sind 25 Jahre.

Kleine Randnotiz: Das Kürzel für Soldat auf Zeit ist SaZ. Dahinter steht meist eine Zahl. Diese Zahl besagt, für wie lange sich der Soldat verpflichtet hat. Demnach heißt zum Beispiel SaZ 12, dass der Zeitsoldat zwölf Jahre lang dienen will.

Ausführliche Infos zu den beruflichen Möglichkeiten als Zeitsoldat haben wir hier für Dich zusammengetragen. In dem Beitrag findest Du auch Tipps, wie Du am besten vorgehst. Und wichtige Informationen über die Bundeswehr als Arbeitgeber bietet Dir diese PDF.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Wie kann ich mich bewerben?

Bevor Du Deine Bewerbung in Angriff nimmst, wirfst Du am besten einen Blick auf die Karriere-Seite der Bundeswehr. Dort findest Du Beschreibungen von vielen Berufen. Und in den Beschreibungen ist auch aufgeführt, welche Voraussetzungen Du dafür mitbringen musst. Interessant kann außerdem das Jugendportal sein. Auf dieser Webseite gibt es Informationen über die Bundeswehr als Arbeitgeber, Erfahrungsberichte von Soldaten, Tests und viele andere unterhaltsame Dinge.

Dein nächster Weg wird Dich dann zur Karriereberatung führen. Den Termin kannst Du online über das Kontaktformular vereinbaren. Oder Du machst das telefonisch über die kostenlose Hotline 0800 9800880. Facebook ist eine weitere Möglichkeit.

Bei dem Beratungsgespräch wird der Berater abfragen, welche Vorstellungen und beruflichen Wünsche Du hast. Und er wird mit Dir über den Soldatenberuf sprechen. Auf Basis von Deiner Schulbildung und Deinem bisherigen Werdegang wird Dir der Berater anschließend aufzeigen, wie Deine Karriere bei den Streitkräften aussehen könnte. Sind alle Fragen geklärt, bekommst Du vom Berater dann auch die Formulare, die Du für Deine Bewerbung brauchst.

Übrigens: Du musst wegen des Beratungsgesprächs keine Bedenken haben. Der Termin ist kein Vorstellungsgespräch. Und der Berater hat keinen Einfluss darauf, ob Du eingestellt wirst. Sein Job ist, Dich ausführlich über Deine beruflichen Möglichkeiten zu beraten und Dich über das Auswahlverfahren zu informieren. Zudem gehst Du durch das Gespräch keine Verpflichtung ein. Ob und wann Du Dich bewirbst, ist ganz allein Deine Sache.

Entscheidest Du Dich für eine Bewerbung, füllst Du die Formulare aus und stellst Deine Unterlagen zusammen. Anschließend kannst Du Deine Bewerbung beim Karriereberater abgeben. Er leitet sie an die zuständige Stelle weiter. Oder Du bewirbst Dich online über die Bewerbungsplattform der Bundeswehr.

Das lesen gerade andere Bewerber für die Bundeswehr ►  Bundeswehr Einstellungstest Englisch: Trainingsmodul mit Antworten

Wann lädt mich die Bundeswehr zum Einstellungstest ein?

Egal welche Laufbahn und egal, ob Mann oder Frau: Eine Einstellung als Soldat setzt voraus, dass Du den Einstellungstest bestanden hast. Doch damit Du beim Eignungstest zeigen kannst, was Du drauf hast, brauchst Du erst einmal eine Einladung dazu. Und wann wirst Du eingeladen? Nun, wenn Deine Bewerbung vollständig vorliegt, schaut sich die Bundeswehr Deine Unterlagen an. Dabei prüft sie zum einen, ob Du die formalen Kriterien erfüllst. Je nachdem, wofür Du Dich beworben hast, können an dieser Stelle zum Beispiel Dein Alter und Dein Schulabschluss eine Rolle spielen. Aber auch Vorstrafen oder hohe Schulden können zum Problem werden.

Zum anderen fallen Deine Noten ins Gewicht. Neben einem ordentlichen Gesamtschnitt erwartet die Bundeswehr immer gute Leistungen in Deutsch und Mathe. Denn diese Hauptfächer brauchst Du überall. Zusätzlich dazu zählen die Fächer, die für Deinen angestrebten Tätigkeitsbereich besonders wichtig sind. Je nach Beruf können das zum Beispiel Physik, Technik, Biologie, Chemie oder auch Englisch sein.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Und nicht zuletzt spielt der Eindruck, den Deine Bewerbung insgesamt vermittelt, eine Rolle. Sieht hier alles gut aus und scheinst Du geeignet, bekommst Du eine Einladung.

Wo findet der Bundeswehr Eignungstest für Zeitsoldaten statt?

In den meisten Fällen wirst Du für den Einstellungstest in ein Karrierecenter fahren. Die Karrierecenter sind jeweils bestimmten Bundesländern zugeordnet. Deshalb wirst Du den Eignungstest im Normalfall in dem Karrierecenter ablegen, das für das Bundesland zuständig ist, in dem Du wohnst. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: Möchtest Du Offizier werden, nimmst Du im Assessment-Center für Führungskräfte in Köln am Auswahlverfahren teil. Und wenn Du Dich bei der Marine beworben hast, findet der Einstellungstest im Karrierecenter in Wilhelmshaven statt. Dein Wohnort spielt dann keine Rolle.

Der Bundeswehr Test setzt sich aus verschiedenen Prüfungen zusammen, die sich auf zwei Tage verteilen. Damit Du nicht zweimal anreisen musst, stellt Dir die Bundeswehr kostenlos eine Unterkunft in der Kaserne zur Verfügung. Die Mahlzeiten vor Ort sind ebenfalls kostenfrei. Und zusammen mit Deiner Einladung bekommst Du einen Gutschein, den Du für eine Zugfahrkarte einlösen kannst. Dir entstehen durch die Teilnahme am Eignungstest also praktisch keine Kosten.

Was kommt beim Einstellungstest auf mich zu?

Deinem Ziel, nach dem Bundeswehr Einstellungstest Soldat auf Zeit zu werden, bist Du mit der Einladung schon mal einen Schritt näher gekommen. Doch ob und wie Deine berufliche Zukunft bei den Streitkräften aussehen kann, zeigt sich erst jetzt. Beim Eignungstest hast Du nämlich verschiedene Prüfungen vor Dir, die Du alle erfolgreich meistern musst. Und von Deinem Abschneiden hängt ab, als was Du eingestellt werden kannst.

Grafik zum Bundeswehr Einstellungstest Soldat auf Zeit

Der Bundeswehr Eignungstest prüft, ob Du fachlich, persönlich, körperlich und gesundheitlich für den Soldatenberuf geeignet bist.

Der genaue Ablauf richtet sich nach der Laufbahn und der Verwendung. So ist etwa der Einstellungstest für die Laufbahn der Mannschaften nicht ganz so umfangreich wie der Eignungstest für Offiziersanwärter. Und wenn Du Dich für einen technischen Beruf bei der Marine beworben hast, wird Dein Test inhaltlich etwas andere Schwerpunkte haben, als wenn Du im Sanitätsdienst arbeiten oder im kaufmännischen Bereich tätig werden willst. Doch davon abgesehen, sind die grundlegenden Bausteine gleich. Und die einzelnen Abschnitte schauen wir uns jetzt an.

Aber ein Hinweis noch: Die Reihenfolge, in der Du die Stationen vom Bundeswehrtest durchläufst, ist verschieden. Um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten, teilt die Bundeswehr die Bewerber nämlich in mehrere Gruppen auf. Deshalb fängst Du vielleicht mit dem Computertest an, während Deine Mitbewerber zuerst den Sporttest machen oder zum Arzt gehen.

Begrüßung und Informationsrunde

Nachdem Du Dich angemeldet und Deine Sachen auf der Stube verstaut hast, findet eine Informationsrunde statt. Dabei triffst Du auch auf die Bewerber, die zusammen mit Dir am Test teilnehmen. Bei der Informationsrunde begrüßen euch die Prüfer und erklären euch die Abläufe. Oft folgt außerdem ein Vortrag über die Bundeswehr und Deine angestrebte Laufbahn.

Während der Einweisung kriegst Du eine Mappe. Die Mappe enthält Deinen Laufzettel. Er listet auf, wann Du wohin kommen musst, um die jeweilige Prüfung zu machen. Daneben befinden sich in der Mappe verschiedene Formulare und Fragebögen. Einige dieser Formulare füllst Du gleich aus, andere Fragebögen kannst Du Dir später noch vornehmen.

Wichtig ist aber, dass Du die Bögen sorgfältig ausfüllst und Dir gut überlegst, was Du dort einträgst. Denn das Ausfüllen ist schon ein erster kleiner Test – und Deine Angaben fließen in Deine Beurteilung ein.

Aufsatz (nur Offiziersanwärter)

Möchtest Du die Offizierslaufbahn einschlagen, gehört zu Deinem Einstellungstest ein Aufsatz dazu. Für den Aufsatz kannst Du Dir in aller Regel aus drei verschiedenen Aufgabenstellungen ein Thema aussuchen. Um welchen Inhalt es gehen wird, ist schwer vorherzusagen. Beliebte Themen sind das aktuelle Zeitgeschehen, Dinge aus dem alltäglichen Leben oder Fragen, die mit der Bundeswehr zu tun haben.

Ziemlich oft kommt außerdem eine Aufgabenstellung vor, bei der Du Dich mit einem Wortpaar beschäftigen musst. Die beiden Begriffe haben ähnliche Bedeutungen, beschreiben aber nicht das Gleiche. So ein Wortpaar ist zum Beispiel “Ruhm und Ehre”. Im Aufsatz musst Du die beiden Wörter erklären, miteinander vergleichen und die unterschiedlichen Bedeutungen herausarbeiten.

Wie in der Schule schreibst Du Deinen Text von Hand und ohne weitere Hilfsmittel. Denn beim Aufsatz geht es nicht nur darum, ob Du Deutsch kannst und Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung beherrschst. Sondern es geht auch ein bisschen um Dein Allgemeinwissen. Und die Bundeswehr will prüfen, ob Du strukturiert vorgehst, sorgfältig arbeitest und Deine Gedankengänge nachvollziehbar erklären kannst.

CAT-Test

Ein Baustein, der immer zum Bundeswehr Eignungstest gehört, ist der CAT-Test. Das Kürzel CAT steht für Computer-Assistierte Testung. Damit ist ein Test gemeint, der computergestützt durchgeführt wird. Es handelt sich also um einen Computertest, den Du am PC machst und der vom Rechner auch ausgewertet wird.

Der CAT-Test umfasst mehrere einzelne Tests. Dazu gehören Wissens- und Logiktests, aber auch ein Persönlichkeitstest. Insgesamt prüft der PC-Test Deine fachliche Eignung. Aufgaben, die besonderes Fachwissen abfragen, kommen aber nicht vor. Bei den Fragen geht es in erster Linie um allgemeine Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Bundeswehr will wissen, ob Du die notwendigen Grundlagen mitbringst, die Du für die Ausbildung und den Job brauchst. Konkret heißt das, dass Du auf Fragen aus beispielsweise folgenden Bereichen gefasst sein solltest:

Die einzelnen Abschnitte vom CAT-Test unterscheiden sich ein bisschen voneinander. Bei einigen Testverfahren steht für den ganzen Aufgaben-Block ein bestimmtes Zeitfenster zur Verfügung. Dann kannst Du Dir selbst ein bisschen einteilen, wie schnell Du die Aufgaben durcharbeitest. Hast Du zum Beispiel für eine Aufgabe etwas länger gebraucht, holst Du die Zeit bei einer anderen Frage vielleicht wieder rein. In anderen Abschnitten ist die Zeit pro Aufgabe festgelegt. Und sobald das Limit erreicht ist, erscheint die nächste Frage auf dem Bildschirm.

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  • Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
  • Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
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Durch dieses System kann es sein, dass Du schneller fertig bist oder länger brauchst als andere Bewerber. Lass Dich davon nicht verunsichern!

Auswahlfragen im adaptiven Testverfahren

Der CAT-Test enthält nur Auswahlfragen. Das heißt: Zu jeder Aufgabe siehst Du mehrere Antwortmöglichkeiten und musst die richtige Lösung daraus auswählen. Offene Fragen, bei denen Du selbst eine Antwort formulieren musst, gibt es beim PC-Test nicht. Und es ist auch immer nur eine Lösung richtig. Fragen, bei denen Du mehrere Lösungen anklicken musst, tauchen nicht auf.

Allerdings wird beim Computertest ein System angewendet, das sich adaptives Testverfahren nennt. Durch dieses System passen sich die Aufgaben von der Schwierigkeit her an Deine Fähigkeiten an. Und das geschieht so: Hast Du eine richtige Antwort gegeben, folgt eine etwas schwerere Frage. Andersherum wird die nächste Frage etwas leichter, wenn Deine Lösung falsch war. Durch dieses Testsystem kann die Bundeswehr recht genau einstufen, wie gut Du in den verschiedenen Bereichen bist.

Persönlichkeitstest

Beim Computertest geht es in erster Linie um Deine fachliche Eignung. Aber zu den Fragen, die Deine Kenntnisse und Fähigkeiten prüfen, kommen noch psychologische Fragen dazu. Dieser Persönlichkeitstest wird auch Fragebogenverfahren genannt. Die Aufgaben hier bestehen aus verschiedenen Aussagen, zu denen Du Stellung nehmen musst. So eine Aussage kann zum Beispiel “Ich brauche ein bisschen, bis ich mich in einem fremden Umfeld zurechtfinde.” sein. Mithilfe der Antwortmöglichkeiten kannst Du dann angeben, ob Du der die Behauptung ganz, teilweise oder nicht zustimmst.

Im Fragebogenverfahren gibt es keine richtigen oder falschen Lösungen. Denn die Aussagen beziehen sich ja auf Dich, Deine Eigenschaften und Deine Ansichten. Du fährst am besten, wenn Du spontan und ehrlich antwortest. Denn wenn Du versuchst, die Fragen zu analysieren und taktisch klug zu lösen, kannst Du Dich schnell in Widersprüche verstricken.

Je nach Laufbahn dauert der Computertest zweieinhalb bis vier Stunden. Zwischen den einzelnen Abschnitten gibt es aber immer mal wieder Pausen. Und es kann auch sein, dass Du den Test nicht an einem Stück machst.

Wenn Du Dir einen ersten Eindruck verschaffen willst, dann schau Dir den Assessment-Trainer auf der Webseite der Bundeswehr an. Der Online-Test enthält Prüfungsfragen aus verschiedenen Kategorien. Ausführliche Informationen zum PC-Test und den anderen Abschnitten vom Einstellungstest findest Du bei uns in separaten Beiträgen. Natürlich haben wir auch Tipps für Deine Vorbereitung und Aufgaben zum Üben für Dich. Außerdem bieten wir Dir kostenpflichtige Online-Kurse an.

Sporttest

Als Soldatin oder Soldat musst Du körperlich fit sein. Und generell solltest Du Dich für Sport begeistern können. Denn Sport ist ein fester Bestandteil vom Dienstalltag. Im Auswahlverfahren prüft die Bundeswehr Deine Fitness durch einen Sporttest. Er heißt offiziell Basis Fitness Test – oder kurz BFT – und umfasst drei Stationen:

1. Sprint-Test über 11 x 10 Meter

Die erste Disziplin beim Sporttest in eine Art Pendellauf, bei dem Du elf Mal eine Strecke von zehn Metern sprintest. Allerdings ist es kein klassischer Wendelauf. Denn Du läufst nicht nur hin und her, sondern legst Dich nach jeder Runde ab. Die Übung läuft so:

  • Für den Start legst Du Dich bäuchlings auf eine Turnmatte. Deine Beine streckst Du gerade nach hinten aus und Deine Arme liegen neben Dir. Du liegst also flach auf der Matte und schaust nach vorne.
  • Auf Startkommando springst Du so schnell wie möglich auf und rennst zu einer Pylone. Die Pylone steht zehn Meter entfernt und markiert das Ende der Strecke.
  • Um die Pylone läufst Du herum und rennst zurück zur Matte.
  • Dann legst Du Dich wieder bäuchlings auf die Matte. Dieses Mal klatschst Du Deine Hände aber einmal kurz auf dem Rücken zusammen. Das war die erste Runde.
  • Die zweite Runde startest Du erneut aus der Bauchlage heraus und wiederholst den ganzen Ablauf. Das machst Du insgesamt über fünf ganze Runden.
  • Nach dem sechsten Aufstehen folgt der letzte Sprint bis zur Pylone. Dort stoppt der Prüfer Deine Zeit.

Neben Geschicklichkeit geht es beim Sprinttest vor allem um Deine Schnelligkeit. Denn für Deinen Durchgang hast Du maximal 60 Sekunden Zeit. Du musst die fünfeinhalb Runden also in unter einer Minute laufen, um diesen Test zu bestehen. Doch je schneller Du bist, desto mehr Punkte bekommst Du.

2. Klimmhang-Test

An der zweiten Station stehen Deine Kraft und Dein Durchhaltevermögen auf dem Prüfstand. Für die Übung ist ein Reck aufgebaut. Du stellst Dich auf einen kleinen Kasten und greifst die Reckstange im Kammgriff. Kammgriff heißt, dass Du die Stange von hinten nach vorne umgreifst, mit Deinen Handrücken von Dir weg. Die Stange verläuft dabei ungefähr in Höhe Deiner Schultern. Letztlich nimmst Du also die gleiche Position ein wie am Ende von einem klassischen Klimmzug.

Bist Du bereit, nehmen Helfer den Kasten unter Deinen Füßen weg. Und ab dann wird Deine Zeit gemessen. Dein Ziel ist, die Position so lange wie möglich zu halten. Die Zeit läuft, bis Du soweit nach unten absinkst, dass Dein Kinn tiefer ist als die Reckstange. Als minimale Anforderung gilt, dass Du die Position fünf Sekunden halten musst. Auch hier gibt es aber umso mehr Punkte, je länger Du aushältst.

3. Fahrrad-Ergometer-Test über 3.000 Meter

Die dritte Übung ist eine Ausdauer-Disziplin. Du setzt Dich dafür auf ein Fahrrad-Ergometer und legst darauf eine Strecke von drei Kilometern zurück. Das musst Du in maximal 6:30 Minuten schaffen.

Bevor die Messung beginnt, radelst Du erst einmal eine Minute lang mit 70 Watt. Ist die Aufwärmphase abgelaufen, erhöht sich die Leistung auf 130 Watt. Und ab dann läuft Deine Zeit. Behältst Du die 130 Watt bei, schaffst Du es rechtzeitig ins Ziel, wenn Du mit knapp 90 Umdrehungen pro Minute in die Pedale trittst. Du kannst den Widerstand aber individuell einstellen und auch jederzeit verändern. Dabei gilt: Je höher der Widerstand ist, desto mehr Meter machst Du pro Umdrehung. Klar, dass dann aber auch das Radeln mehr Kraft erfordert.

Sobald Du die drei Kilometer zurückgelegt hast – oder wenn die Zeit abgelaufen ist – stoppt die Messung. Dann folgt noch einmal eine Phase, in der Du eine Minute lang locker radelst. Dieses Abkühlen soll Kreislaufprobleme vermeiden.

Die Wertung

Du hast den Sporttest bestanden, wenn Du bei allen drei Disziplinen wenigstens die Mindest-Anforderungen geschafft hast. Deine Leistungen werden dann erst in Punkte und anschließend in eine Note umgerechnet. Eine Tabelle dazu findest Du hier.

Solltest Du beim Sporttest durchgefallen sein, kannst Du ihn innerhalb von sechs Monaten wiederholen. Diese Möglichkeit gibt es aber nur beim Sporttest. Und auch nur dann, wenn Du alle anderen Abschnitte vom Einstellungstest bestanden hast.

Übrigens: Der BFT ist Standard bei der Bundeswehr. Deshalb wird er Dir regelmäßig begegnen. So zum Beispiel am Anfang und am Ende Deiner Grundausbildung. Und danach einmal pro Jahr. Denn alle aktiven Soldaten wiederholen den BFT jährlich als Nachweis für ihre körperliche Leistungsfähigkeit. Der Bundeswehr Sporttest für Soldaten enthält als Ausdauer-Disziplin aber einen 1.000-Meter-Lauf. Den Fahrradergometer-Test gibt es nur im Auswahlverfahren. Hier ist ein Video zum BFT.

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Ärztliche Untersuchung

Als Soldatin oder Soldat brauchst Du nicht nur ein helles Köpfchen und körperliche Fitness. Sondern Du musst auch gesund sein – und das physisch wie psychisch. Um Deine gesundheitliche Eignung festzustellen, wird beim Eignungstest deshalb eine ärztliche Untersuchung durchgeführt.

Die Untersuchung setzt sich aus mehreren Tests zusammen. Ein Sehtest und ein Hörtest gehören unter anderem dazu. Außerdem gibst Du eine Urinprobe für den Drogentest ab. Der medizinische Dienst ermittelt Deine Körpergröße und Dein Körpergewicht, rechnet Deinen BMI aus, misst Deinen Blutdruck und hört Deine Lunge ab. Der Arzt wirft einen Blick auf Deine Körperhaltung, testet Deine Reflexe und überprüft, wie beweglich Deine Gelenke sind. Manchmal musst Du auch Übungen wie Kniebeugen als Test für Deinen Gleichgewichtssinn machen.

Nach den ganzen Untersuchungen führst Du dann noch ein Gespräch mit dem Bundeswehr-Arzt. Dabei geht er mit Dir Deine bisherige Krankengeschichte durch und befragt Dich zu Allergien und Erkrankungen, die in Deiner Familie öfter vorkommen.

Bei der ärztlichen Untersuchung geht es um zwei Aspekte. Zum einen beurteilt der Arzt, ob Du aus medizinischer Sicht grundsätzlich für den Soldatenberuf in Frage kommst. Zum anderen prüft er, ob es Verwendungen gibt, die für Dich ausgeschlossen sind. Das betrifft dann vor allem solche Tätigkeiten, die ganz bestimmte Voraussetzungen erfordern.

Gruppensituation (nur angehende Feldwebel und Offiziere)

Möchtest Du die Feldwebel- oder Offizierslaufbahn einschlagen, nimmst Du beim Einstellungstest an einer Gruppensituation teil. Dabei bildest Du mit zwei oder drei anderen Bewerbern eine Gruppe. Von den Prüfern bekommt ihr dann Aufgaben, die ihr zusammen bearbeitet. Die Aufgabenstellung kann zum Beispiel eine Diskussion über ein bestimmtes Thema sein. Eventuell weisen Dir die Prüfer auch einen Standpunkt zu, den Du bei der Diskussion vertreten musst.

Eine andere Aufgabenstellung kann vorsehen, dass Du mit Deiner Gruppe eine Lösung für ein Problem finden musst. Beliebt ist dabei eine Aufgabe, die ungefähr so aussieht: Es findet ein Konzert statt, das ihr gerne besuchen wollt. Dafür habt ihr drei Eintrittskarten. Nur seid ihr vier Leute. Also müsst Ihr vereinbaren, wer auf den Konzertbesuch verzichtet.

Bei der Gruppensituation zählen Dein Auftreten und Dein Verhalten. Bringst Du Dich ein? Kannst Du Dich durchsetzen und Deinen Standpunkt behaupten? Arbeitest Du fair und kameradschaftlich mit den anderen zusammen? Triffst Du Entscheidungen? Bist Du kompromissbereit? Übernimmst Du die Führung? Wie drückst Du Dich aus? Auf solche Dinge achten die Prüfer. Immerhin willst Du als Feldwebel oder Offizier ja eine Führungskraft werden.

Neben den Gruppenaufgaben umfasst die Gruppensituation noch einen Kurzvortrag. Die Prüfer nennen Dir dafür ein Thema. Nach ein paar Minuten Vorbereitungszeit trägst Du Deine Überlegungen dann vor den Bewerbern aus Deiner Gruppe vor.

Studienberatung (nur für Bewerber der Offizierslaufbahn)

In der Offizierslaufbahn wirst Du nicht nur Soldatin oder Soldat. Sondern Du absolvierst auch ein Studium und erlernst so einen akademischen Beruf. Im Auswahlverfahren findet dazu eine Studienberatung statt. Der Berater schaut sich dabei vor allem Deine Ergebnisse vom CAT-Test an. Anschließend erstellt er ein Profil und schlägt Dir passende Studiengänge vor. Natürlich spielt hier auch eine Rolle, wofür es freie Studienplätze gibt.

Vorstellungsgespräch

Ein persönliches Gespräch gehört immer zum Einstellungstest dazu. Denn natürlich will Dich die Bundeswehr auch als Person näher kennenlernen und etwas über Deine Motivation erfahren. Das Gespräch führst Du meist mit einem Psychologen, oft ist noch ein ranghoher Soldat dabei. Deshalb wird das Interview manchmal auch psychologisches Gespräch genannt. Tatsächlich ist es aber ein klassisches Vorstellungsgespräch. Und die Prüfer werden Dir die Fragen stellen, die bei Bewerbungsgesprächen üblich sind. Nur halt bezogen auf die Bundeswehr und Deine angestrebte Tätigkeit. Rechne also zum Beispiel mit Fragen wie diesen:

  • Warum wollen Sie Zeitsoldat bei der Bundeswehr werden?
  • Was erwarten Sie sich von einer militärischen Karriere bei uns?
  • Wieso möchten Sie ausgerechnet diese Laufbahn einschlagen?
  • Was sind typische Aufgaben in Ihrer angestrebten Verwendung?
  • Welche beruflichen Ziele möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
  • Was würden Sie als Ihre größte Stärke und was als Ihre größte Schwäche bezeichnen?
  • Was machen Sie, wenn es bei uns nicht mit einer Einstellung klappt?
  • Welchen Hobbys gehen Sie in Ihrer Freizeit nach?

Viele Fragen beim Vorstellungsgespräch werden das aufgreifen, was Du in Fragebögen zu Beginn geschrieben hast. Daneben werden die Prüfer vielleicht die eine oder andere Antwort vom CAT-Test hinterfragen. Und sie werden kritische Themen ansprechen. Auslandseinsätze, die Risiken des Soldatenberufs, aber auch Lücken in Deinem Lebenslauf zum Beispiel.

Damit Du beim Vorstellungsgespräch gut abschneidest, solltest Du über die Bundeswehr und Deine Laufbahn Bescheid wissen. Denn sonst wirst Du es schwer haben, überzeugend zu vermitteln, warum es ausgerechnet diese Verwendung werden soll. Davon abgesehen, solltest Du versuchen, möglichst natürlich zu bleiben. Lasse Dich auf das Gespräch ein und bleibe ehrlich. Es bringt nichts, wenn Du den Prüfern etwas erzählst, hinter dem Du selbst nicht stehst.

Einplanung

Hast Du alle Stationen vom Eignungstest erfolgreich durchlaufen, geht es für Dich zur Einplanung. Beim Einplaner fließt alles zusammen: Deine Bewerbungsunterlagen, die Ergebnisse vom Computertest, die Note vom Sporttest, die Beurteilung vom Arzt, die Empfehlung vom Psychologen nach dem Vorstellungsgespräch und die Bewertung von der Gruppensituation. Alle diese Daten erfasst der Einplaner und erstellt so Dein Gesamtprofil.

Auf dieser Grundlage macht Dir der Einplaner ein Angebot. Im Idealfall stimmen Deine Wünsche, Deine Eignung und der Personalbedarf der Bundeswehr überein. Aber natürlich ist auch möglich, dass in Deinem Wunsch-Bereich kein Dienstposten frei ist. Oder dass Deine Leistungen beim Einstellungstest für die Verwendung, die Du eigentlich wolltest, nicht gut genug waren. Denkbar ist zudem, dass der Psychologe eine andere Laufbahn für Dich vorschlägt. Der Einplaner wird Dir dann andere Stellen anbieten. Nimmst Du das Angebot an, klärt ihr die Formalitäten. Und dann kannst Du schon bald Deine Ausbildung als Zeitsoldat antreten.

Ein letzter Hinweis zum Schluss

Wenn Du nach einer erfolgreichen Teilnahme am Bundeswehr Einstellungstest Soldat auf Zeit wirst, bist Du tatsächlich auch Zeitsoldat – und kein Berufssoldat. Ein direkter Einstieg als Berufssoldat ist beim Bund nicht möglich. Willst Du Berufssoldat werden, musst Du Dich während Deiner Dienstzeit als SaZ darum bewerben, in dieses Dienstverhältnis übernommen zu werden. Das geht aber grundsätzlich erst dann, wenn Du mindestens Feldwebel bist. Verwechsle die beiden Begriffe also nicht miteinander!

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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