Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg: Der komplette Ablauf

Aktualisiert am 11. Juli 2021 von Ömer Bekar
Infos zum Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg

Je nach Wohnort kann vor oder nach dem Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg Deine Anlaufstelle sein.

Rund 250.000 Angehörige in über 1.000 verschiedenen Berufen: Allein diese Zahlen lassen schon erahnen, dass die Bundeswehr als einer der größten Arbeitgeber in Deutschland jede Menge berufliche Möglichkeiten bietet. Zumal sie nicht nur Soldatinnen und Soldaten in unterschiedlichen Laufbahnen beschäftigt, sondern auch Beamte und zivile Mitarbeiter.

Interessierst Du Dich für eine Karriere beim Militär, fängt alles mit einer Beratung an. Dann folgt die Bewerbung. Doch erst danach wird es richtig spannend und aufregend. Denn als nächster Schritt ist der Einstellungstest an der Reihe. Wie er abläuft und was die Karrierecenter mit dem Auswahlverfahren zu tun haben, erfährst Du in diesem Beitrag.

Der Bundeswehr Einstellungstest in Nürnberg

Seit die Wehrpflicht ausgesetzt ist, kommt niemand mehr zur Bundeswehr, weil er muss. Und über mangelndes Interesse können sich die Streitkräfte nicht beklagen. Nur reicht Interesse an einer militärischen Karriere alleine nicht aus. Denn für den anspruchsvollen Soldatenberuf braucht es die notwendige Eignung. Aus diesem Grund müssen Bewerber einen Einstellungstest meistern. Um die Durchführung kümmern sich die Karrierecenter. Und was Du dazu wissen musst, erklären wir Dir im Folgenden.

Was hat es mit den Bundeswehr Karrierecentern auf sich?

Als eine Bundesbehörde im Bereich Personal gibt es beim Bund das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr – kurz BAPersBW. Seit Mai 2013 ist dieses Bundesamt für die vielfältigen Aufgaben im Bereich Personal zuständig. Dabei umfasst der Zuständigkeitsbereich sowohl die Streitkräfte als auch die Bundeswehrverwaltung. Das Bundesamt kümmert sich also als übergeordnete Behörde um die Gewinnung, die Ausbildung, die Weiterentwicklung und generell die Verwendung von militärischem und von zivilem Personal.

Vertreten wird das Bundesamt von 16 Karrierecentern und 110 Karriereberatungsbüros. Verteilt in ganz Deutschland, stehen sie für den Bund als Arbeitgeber. Sie organisieren Info-Veranstaltungen, sind Ansprechpartner für Bewerber und führen die Auswahlverfahren durch. Doch die Karrierecenter und Beratungsbüros kümmern sich nicht nur um die Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchskräften. Vielmehr übernehmen sie auch den Berufsförderungsdienst und betreuen Reservisten.

Karrierecenter mit und ohne Assessment

Die Karrierecenter sind im Prinzip das, was früher die Kreiswehrersatzämter waren. Doch mit der Neuausrichtung der Streitkräfte hat sich ihr Aufgabenbereich ein bisschen verändert. So sind sie dafür zuständig, den Personalbedarf der Bundeswehr einerseits zu decken und die Soldaten, die Beamten und die zivilen Mitarbeiter andererseits in das Unternehmen zu integrieren. Sie kümmern sich also nicht nur darum, Interessierte zu finden, Bewerber zu prüfen und Nachwuchskräfte einzustellen. Sondern die Karrierecenter sorgen auch dafür, dass das Personal gut ausgebildet und gefördert wird. Sie unterstützen die Bundeswehr-Angehörigen darin, die Weichen für ihre berufliche Karriere beim Bund und über die Dienstzeit hinaus zu stellen.

Dabei teilen sich die insgesamt 16 Karrierecenter in zwei Gruppen auf, nämlich in Karrierecenter mit und ohne Assessment. Ihre Standorte sind folgende:

Karrierecenter mit Assessment Karrierecenter ohne Assessment
Berlin Dresden
Düsseldorf Kassel
Erfurt Kiel
Hannover Magdeburg
Mainz Nürnberg
München Saarlouis
Stuttgart Schwerin
Wilhelmshaven Potsdam

Für Dich als Bewerber sind zunächst einmal die Karrierecenter mit eigenem Assessment wichtig. Denn sie bearbeiten nicht nur Deine Bewerbung und prüfen, ob Du die Voraussetzungen für eine Einstellung mitbringst. Sondern bei ihnen findet auch Dein Einstellungstest statt. Das gilt jedenfalls dann, wenn Du die Laufbahn der Mannschaften, der Unteroffiziere oder der Feldwebel einschlagen willst. Oder wenn Du Freiwilligen Wehrdienst leisten möchtest. Interessierst Du Dich hingegen für die Laufbahn der Offiziere, ist das Assementcenter für Führungskräfte in Köln Dein Ansprechpartner.

Hinweis: Im Bundeswehr Einstellungstest Trainings-Center sind alle Bundeswehr Fachfragen vorhanden.

Wie funktioniert die Bewerbung beim Bund?

Ablauf Bewerbung für den Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg

Das Bewerbungsverfahren beim Bund ist mehrstufig aufgebaut.

Wie bei jedem anderen Arbeitgeber gibt es auch bei der Bundeswehr ein Auswahlverfahren. Allerdings schreibst Du nicht einfach nur eine Bewerbung und führst ein kurzes Vorstellungsgespräch. Stattdessen gliedert sich das Verfahren in mehrere Schritte.

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Ein guter Startpunkt ist die Karriere-Seite der Bundeswehr. Dort kannst Du Dich über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche, die vielfältigen Jobs und die unterschiedlichen Laufbahnen informieren. So kannst Du Dir einen ersten Überblick verschaffen und auf dieser Basis überlegen, in welche Richtung es für Dich gehen könnte.

Die Beratung

Dein erster Weg wird Dich dann zur Karriereberatung führen. Die Adressen von Beratungsstellen in Deiner Nähe findest Du über die Karriere-Seite. Du kannst aber auch online, über die kostenlose Hotline 0800 9800880 oder über die sozialen Medien Kontakt aufnehmen.

Im persönlichen Gespräch wird Dich der Karriereberater ausführlich über Deine beruflichen Möglichkeiten informieren. Dazu wird er Dich zu Deinen Wünschen und Vorstellungen befragen und sich anschauen, welche Voraussetzungen Du mitbringst. Außerdem wird er Dir über die Bundeswehr als Arbeitgeber erzählen und auf die Besonderheiten des Soldatenberufs zu sprechen kommen. Natürlich beantwortet Dir der Berater auch alle Deine Fragen. Infos zum Auswahlverfahren bekommst Du von ihm ebenfalls. Und der Berater gibt Dir neben Info-Material die Formulare, die Du für Deine Bewerbung brauchst.

Übrigens: Das Beratungsgespräch ist kein Vorstellungsgespräch! Der Berater bietet Dir weder einen konkreten Dienstposten an noch stellt er Dich ein. Sein Job ist, Dich zu informieren und zu beraten. Ob Du Dich anschließend bewirbst, entscheidest Du selbst. Und ob Du eingestellt wirst, zeigt sich nach dem Eignungstest.

Die Bewerbung

Möchtest Du Dich nach dem Beratungsgespräch bewerben, stellst Du Deine Unterlagen zusammen. Deine Mappe kannst Du dann wieder beim Karriereberater abgeben. Er leitet sie an das Karrierecenter weiter, das in Deinem Fall zuständig ist. Du kannst Deine Bewerbung aber statt schriftlich auf Papier auch online über die Bewerber-Plattform übermitteln.

Bewerben kannst Du Dich das ganze Jahr über. Denn feste Einstellungstermine gibt es in der Laufbahn der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Feldwebel nicht. Deine Dienstzeit beginnt immer mit der dreimonatigen Grundausbildung, egal ob Du Dich als Zeitsoldat verpflichtest oder freiwillig Wehrdienst leistet. Und die Grundausbildungen beginnen seit einiger Zeit jeden Monat.

Etwas anders ist es in der Laufbahn der Offiziere. Offiziers-Anwärter stellt die Bundeswehr immer zum 1. Juli eines Jahres ein. Bei der Luftwaffe gibt es zusätzliche Einstellungstermine. Als Bewerber für die Offizierslaufbahn ist für Dich aber ohnehin kein Karrierecenter, sondern das Assessment-Center in Köln zuständig.

Werbung in eigener Sache: Im kostenpflichtigen Bundeswehr Einstellungstest Trainingscenter sind alle Testgebiete vorhanden. Welche das sind, erfährst Du hier.

Nach der Bewerbung

Liegt Deine vollständige Bewerbung vor, schaut sich die Bundeswehr Deine Unterlagen sehr genau an. Dabei prüft sie zum einen, ob Du die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllst. Je nach angestrebter Laufbahn sind das neben der deutschen Staatsbürgerschaft zum Beispiel Dein Alter und Dein Schulabschluss.

Zum anderen wirft der Bund einen Blick auf Deine Schulnoten. Dabei gilt, dass Dein Gesamtdurchschnitt insgesamt ordentlich sein sollte. Außerdem solltest Du in Deutsch und Mathematik gute Noten haben. Weil diese beiden Hauptfächer wichtige Grundlagen sind, erwartet die Bundeswehr hier immer solide Leistungen. Zusätzlich dazu fallen die Fächer ins Gewicht, die Du in Deinem angestrebten Berufsbereich besonders brauchst. Je nach Tätigkeit können das zum Beispiel Physik und Technik, Chemie und Biologie oder Englisch sein.

Und nicht zuletzt spielt der Eindruck, den Deine Bewerbung insgesamt macht, eine entscheidende Rolle. Dazu musst Du wissen, dass sich bei der Bundeswehr unzählige Interessenten bewerben. Sie alle zum Einstellungstest einzuladen, ist unmöglich. Wie jedes andere Unternehmen führt deshalb auch die Bundeswehr anhand der Bewerbungen schon eine erste Vorauswahl durch. Scheinst Du ein geeigneter Kandidat zu sein, bekommst Du jedenfalls ein paar Wochen nach Deiner Bewerbung eine Einladung zum Eignungstest.

Wo findet der Bundeswehr Einstellungstest statt?

Für den Einstellungstest kommst Du in ein Karrierecenter. Welches Karrierecenter das ist, hängt von Deinem Wohnort ab. Denn jedem Bundesland ist ein Karrierecenter zugeordnet. Und Du wirst in das Center eingeladen, das sich um die Auswahlverfahren von Bewerbern aus Deinem Bundesland kümmert. Mit einer Ausnahme: Möchtest Du zur Marine, ist immer das Karrierecenter in Wilhelmshaven zuständig.

Übrigens: Kommst Du aus Bayern und bewirbst Du Dich für das Heer, die Luftwaffe, den Sanitätsdienst oder die Streitkräftebasis, findet Dein Einstellungstest in München statt. Das Karrierecenter in Nürnberg führt keine Eignungstests durch. Trotzdem gibt es zum Nürnberger Karrierecenter einen interessanten Fakt. Es war nämlich das Karrierecenter, das bundesweit als erstes Karrierecenter seine Arbeit aufgenommen hat. Und es kann gut sein, dass nach dem Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg zum Thema für Dich wird. Nämlich wenn es um Deine Ausbildung oder Deine Verwendung geht.

Der Bundeswehrtest setzt sich aus mehreren Einzelprüfungen zusammen, die sich auf zwei Tage verteilen. Während Deiner Teilnahme wohnst Du in der Kaserne. Die Bundeswehr stellt Dir die Unterkunft und auch die Verpflegung kostenfrei zur Verfügung. Zusammen mit der Einladung bekommst Du außerdem einen Gutschein für eine Zugfahrkarte.

Wie läuft der Bundeswehr Eignungstest ab?

Bausteine vom Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg

Der Einstellungstest ermittelt, wie Dein beruflicher Weg bei den Streitkräften aussehen kann.

Damit Du überhaupt eingestellt werden kannst, musst Du den Einstellungstest bestehen. Und als was Du dann eingestellt werden kannst, hängt davon ab, wie gut Du beim Eignungstest abschneidest. Dabei setzt die Bundeswehr standardisierte Testverfahren ein. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Bewerber die gleichen Herausforderungen unter identischen Bedingungen meistern müssen. Dein Alter und Dein Geschlecht spielen keine Rolle. Und es ist auch egal, ob Du frisch von der Schule kommst, Berufserfahrung mitbringst oder als Wiedereinsteller zur Truppe zurückkehrst. Der Einstellungstest bleibt gleich.

Allerdings richtet sich das Auswahlverfahren nach Deinen beruflichen Zielen – sowohl was den Umfang als auch was die inhaltlichen Schwerpunkte angeht. So enthält der Test für Bewerber für die Laufbahn der Feldwebel zum Beispiel mehr Bausteine als der Test für Kandidaten für den Freiwilligen Wehrdienst. Und wenn Du einen technischen Beruf ausüben willst, sind die Inhalte etwas anders als für einen Job im medizinischen Bereich oder bei der Verwaltung.

Die einzelnen Stationen vom Einstellungstest schauen wir uns jetzt gleich in Ruhe an. Zuvor aber ein Hinweis: Die Reihenfolge, in der Du die Prüfungen machst, ist verschieden. Denn um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten, durchlaufen die Bewerber die Stationen in unterschiedlichen Abfolgen.

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Info-Runde

Nachdem Du Dich im Karrierecenter angemeldet und Deine Sachen auf der Stube verstaut hast, kommst Du zu einem Treffpunkt. Zusammen mit den anderen Bewerbern begrüßen Dich die Prüfer und erklären den Ablauf vom Einstellungstest. Außerdem bekommst Du eine Mappe. Sie enthält ein bisschen Info-Material und mehrere Fragebögen. Die Bögen fragen neben biographischen Daten auch Aspekte ab, die sich auf Deine Motivation und den Soldatenberuf beziehen.

Die Fragebögen solltest Du sorgfältig ausfüllen. Denn es geht hier nicht nur um Papierkram. Vielmehr ist das schon der erste kleine Test und Deine Angaben werden bei der Bewertung eine Rolle spielen!

Oft folgt nach der Informationsrunde ein Vortrag über die Truppe und den Tätigkeitsbereich, für den Du Dich beworben hast. Danach machst Du Dich auf den Weg zu der Station, die auf Deinem Laufzettel steht. Der Laufzettel informiert Dich darüber, wann Du wo welchen Test machst. Du findest ihn in Deiner Mappe.

CAT-Test

Ein fester Bestandteil vom Eignungstest ist der sogenannte CAT-Test. CAT steht für Computer-Assistierte Testung und beschreibt ein Testsystem, das per Computer durchgeführt wird. Testsystem deshalb, weil der CAT-Test mehrere Einzeltests in sich vereint. Bei den Tests geht es um Wissen und Intelligenz, Konzentration und Reaktion, aber auch um Deine Persönlichkeit.

Grundsätzlich will der CAT-Test vor allem Deine fachliche Eignung feststellen. Sein Ziel ist, herauszufinden, ob Du die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringst. Und er ermittelt, wie gut Dir die verschiedenen Themenbereiche liegen. Du musst nun aber nicht befürchten, dass sehr spezielles Fachwissen verlangt wird. Die Aufgaben und Übungen beim Computertest gehören eher in die Kategorie Allgemeinwissen und drehen sich um Grundlagen.

Dabei orientieren sich die inhaltlichen Schwerpunkte vom PC-Test an der Verwendung, für die Du Dich beworben hast. Insgesamt solltest Du aber auf Fragen aus folgenden Bereichen eingestellt sein:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Technik, Mechanik und Physik
  • logisches Denken
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Allgemeinwissen
  • Konzentrationsfähigkeit und Reaktion

Der Computertest gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die teils unterschiedlich ablaufen. Meistens ist es so, dass Du für den kompletten Abschnitt eine bestimmte Bearbeitungsdauer hast. Es gibt aber auch Tests, bei denen die Zeit pro Aufgabe vorgegeben ist. Manchmal sind das ein paar Minuten, manchmal nur wenige Sekunden. Und sobald die Zeit abgelaufen ist, verschwindet die Frage und die nächste Übung wird eingeblendet. Jedenfalls kann es sein, dass Du früher fertig bist oder umgekehrt länger brauchst als andere Bewerber. Lasse Dich davon nicht verunsichern – das ist normal!

Adaptives Testverfahren mit Auswahlfragen

Der Computertest enthält nur Auswahlfragen. Du bekommst also zu jeder Frage mehrere Lösungsvorschläge und musst daraus die richtige Antwort auswählen. Fragen, bei denen Du selbst die Lösung formulieren musst, tauchen beim CAT-Test nicht auf.

Deshalb: Wenn Du eine Antwort nicht weißt, kannst und solltest Du raten. Du riskierst damit zwar, dass Du Dich für eine falsche Lösung entscheidest. Aber Du fällst nicht gleich durch, bloß weil Du ein paar Fehler machst. Und Du verlierst so zumindest nicht unnötig Zeit, die Dir am Ende vielleicht fehlt.

Eine Besonderheit vom CAT-Test ist aber, dass eine Methode angewendet wird, die adaptives Testverfahren heißt. Sie führt dazu, dass sich die Fragen an Deine Fähigkeiten anpassen. Das geschieht so: Gibst Du eine richtige Antwort, folgt eine etwas schwerere Aufgabe. Andersherum wird die nächste Frage etwas leichter, wenn Deine Antwort falsch war. Du wirst vielleicht nicht großartig bemerken, dass sich der Schwierigkeitsgrad der Übungen verändert. Die Auswertung vom CAT-Test zeigt aber ziemlich genau, welche Bereiche Dir gut liegen und welche weniger.

Persönlichkeitstest

Wie schon erwähnt, prüft der CAT-Test nicht nur Dein Wissen und Können. Sondern er schließt auch einen Persönlichkeitstest mit ein. In diesem Abschnitt musst Du keine Fragen beantworten, sondern verschiedene Aussagen für Dich einordnen. So eine Aussage kann zum Beispiel lauten: “Wer einen guten Job machen will, kann auf persönliche Gefühle keine Rücksicht nehmen.” Durch die Antwortmöglichkeiten kannst Du angeben, ob Du der Aussage ganz, teilweise oder gar nicht zustimmst.

Da es beim Persönlichkeitstest um Dich als Mensch, Deine Eigenschaften und Deine Ansichten geht, gibt es hier keine richtigen oder falschen Lösungen. Und Du solltest ehrlich antworten. Wähle die Antworten ruhig spontan aus. Denn so entsteht ein in sich rundes Bild.

Insgesamt dauert der CAT-Test zwischen zweieinhalb und vier Stunden. Du machst den Test aber meist nicht an einem Stück. Vielmehr gibt es Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten. Und es kann auch sein, dass Du zum Beispiel den Deutsch- oder den Mathetest absolvierst, dann zum Arzt gehst und danach erst mit einem anderen Abschnitt vom CAT-Test weitermachst.

Einen ersten Eindruck vom Computertest vermittelt Dir der Assessment-Trainer auf der Bundeswehr-Karriere-Seite. Der Online-Test enthält ein paar Prüfungsfragen. Bei uns findest Du ausführliche Beiträge über den Computertest und die anderen Abschnitte vom Einstellungstest. Außerdem haben wir Tipps, Übungen und Tests für Dich zusammengestellt, mit denen Du Dich auf den Eignungstest vorbereiten kannst. Wenn Du intensiv üben willst, können wir Dir unsere kostenpflichtigen Kurse empfehlen.

Sporttest

Als Bewerber für den Freiwilligen Wehrdienst machst Du keinen Sporttest. Möchtest Du hingegen Soldatin oder Soldat auf Zeit werden, musst Du Deine körperliche Fitness in der Sporthalle unter Beweis stellen. Beim Einstellungstest legst Du dafür den Basis Fitness Test der Personalgewinnung ab. Dieser Test beinhaltet drei Stationen.

Den Anfang macht der 11 x 10 Meter-Sprinttest. Ähnlich wie bei einem Pendellauf sprintest Du dabei die zehn Meter lange Strecke hin und zurück. Als zusätzliche Schwierigkeit musst Du Dich aber nach jeder Runde auf den Bauch legen und Deine Hände einmal auf dem Rücken zusammenklatschen. Danach richtest Du Dich auf und startest in die nächste Runde. Deine elf Sprints musst Du in unter einer Minute laufen, um diesen Test zu bestehen.

An der zweiten Station erwartet Dich ein Reck. Hier machst Du den sogenannten Klimmhang-Test. Dafür nimmst Du am Reck die Endposition von einem Klimmzug ein. Anschließend ist Dein Ziel, diese Position so lange wie möglich zu halten. Als Minimum sind fünf Sekunden vorgegeben.

Nach den beiden Übungen zu Schnelligkeit und Kraft steht zum Schluss noch Deine Ausdauer auf dem Prüfstand. Beim Fahrrad-Ergometer-Test sitzt Du auf dem Sportgerät und legst möglichst flott drei Kilometer zurück. Dabei hast Du für die Strecke höchstens 6:30 Minuten Zeit.

Du hast den Sporttest bestanden, wenn Du bei allen drei Stationen die Mindest-Vorgaben erreicht hast. Je besser Deine Leistungen waren, desto besser ist aber natürlich Deine Wertung. Deine Ergebnisse werden dann in Punkte umgerechnet und anhand einer Tabelle anschließend in eine Schulnote übertragen.

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Kleines Extra bei der Feuerwehr

Möchtest Du zur Feuerwehr, gibt es noch eine vierte Übung. Sie gehört zwar nicht zum Sporttest, findet aber ebenfalls in der Sporthalle statt. Für die Übung läufst Du über einen Schwebebalken, kehrst darauf um, gehst bis zur Mitte zurück und springst nach drei Schritten rückwärts gerade vom Balken herunter. Dafür hast Du maximal 31 Sekunden Zeit. Die Übung soll zeigen, wie trittsicher Du bist und wie gut Dein Gleichgewicht funktioniert.

Übrigens: Der Basis Fitness Test ist Standard bei der Bundeswehr. Alle aktiven Soldaten legen ihn einmal pro Jahr ab. Zudem steht er am Anfang und am Ende der Grundausbildung auf dem Programm. Allerdings ist die dritte Übung dann ein Lauf über 1.000 Meter. Den Fahrrad-Ergometer-Test machen nur Bewerber. Hier kannst Du Dir ein Video vom Sporttest anschauen.

Ärztliche Untersuchung

Der Soldatenberuf kann körperlich anstrengend werden. Das gilt schon für die üblichen Arbeiten im alltäglichen Dienst, viel mehr aber noch bei Übungen und in Auslandseinsätzen. Ob Du die notwendige Gesundheit mitbringst, wird bei einer ärztlichen Untersuchung überprüft.

Für die medizinische Untersuchung durchläufst Du mehrere Stationen. Dabei stehen unter anderem ein Sehtest, ein Hörtest und ein Drogentest auf dem Programm. Die Mitarbeiter vom medizinischen Dienst ermitteln Deine Körpergröße und Dein Gewicht und rechnen damit Deinen BMI aus. Deine Lungen werden abgehört, Deine Reflexe getestet und Deine Körperhaltung begutachtet. Mitmunter musst Du Kniebeugen machen oder gerade auf einer Linie gehen. Solche Übungen prüfen Dein Gleichgewicht und Deine Koordination.

Auch ein persönliches Gespräch mit dem Arzt gehört zur Untersuchung. Dabei geht es dann um Allergien, alte Verletzungen und bestehende Erkrankungen. Oder auch um Krankheiten, die in Deiner Familie schon vermehrt aufgetreten sind.

Die ärztliche Untersuchung verfolgt zwei Ziele. Zum einen stellt der Arzt fest, ob Du die notwendige Gesundheit für den Soldatenberuf im Allgemeinen mitbringst. Und weil es um Deine gesundheitliche Eignung geht, wird der Check auch als Eignungsuntersuchung bezeichnet. Zum anderen beurteilt der Arzt, ob bestimmte Verwendungen für Dich ausgeschlossen sind.

Interview

Ein Vorstellungsgespräch gehört zum Einstellungstest ebenfalls dazu. Bei diesem Gespräch möchte Dich die Bundeswehr näher kennenlernen. Gleichzeitig nutzen die Prüfer das Gespräch, um ihre bisherigen Erkenntnisse zu vervollständigen.

Deine Gesprächspartner beim Interview sind meist ein Psychologe und ein Feldwebel oder Offizier. Weil es bei dem Gespräch um Dich als Person geht, ist mitunter von einem psychologischen Gespräch die Rede. Tatsächlich ist das Interview aber letztlich ein klassisches Vorstellungsgespräch mit den üblichen Fragen.

Die Prüfer interessieren sich für Deinen bisherigen Werdegang, Deine Eigenschaften, Deine Interessen sowie Deine Stärken und Schwächen. Außerdem wollen sie wissen, warum Du zum Bund willst und weshalb es die jeweilige Verwendung werden soll. Daneben möchten sie etwas über Deine beruflichen Ziele erfahren. Und sie wollen prüfen, ob Du Dich mit der Bundeswehr, dem Soldatenberuf und der Laufbahn beschäftigt hast.

Viele Fragen werden sich auf die Angaben beziehen, die Du zu Beginn des Einstellungstests in den Fragebögen gemacht hast. Vielleicht werden die Prüfer auch ein paar Deiner Antworten vom CAT-Test hinterfragen. Und sie werden kritische Themen wie die Risiken als Soldat oder Auslandseinsätze ansprechen.

Bei Deiner Vorbereitung auf den Einstellungstest solltest Du Dich auf jeden Fall gut über die Streitkräfte und Deine künftigen Aufgaben informieren. Sonst wird es schwer, überzeugend zu vermitteln, dass Du es mit Deiner Bewerbung ernst meinst. Viele nützliche Infos findest Du zum Beispiel in dieser PDF, in der sich die Bundeswehr als Arbeitgeber vorstellt. Ansonsten fährst Du am besten, wenn Du Dich offen auf das Gespräch einlässt. Bleibe Du selbst und gebe Dich so wie Du bist. Dann wirkst Du ganz von alleine glaubwürdig und sympathisch.

Gruppensituation (nur Bewerber für die Feldwebel-Laufbahn)

Zusammen mit den Offizieren gehören die Feldwebel zu den Führungskräften der Bundeswehr. Sie tragen Verantwortung und müssen Entscheidungen treffen. Als Ansprechpartner und Vorgesetzte führen sie ihr Team und bilden junge Männer und Frauen aus. Dafür brauchen sie ein gutes Ausdrucksvermögen, Teamgeist, ein Gespür für andere und die richtige Mischung aus Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft. Ob Du solche Qualitäten mitbringst, soll die Gruppensituation zeigen.

Für diesen mündlichen Teil vom Einstellungstest geben Dir die Prüfer zusammen mit zwei oder drei anderen Bewerbern Aufgaben. In der Gruppe müsst ihr die Aufgaben dann lösen. Meist geht es bei den Gruppenaufgaben um Situationen, die es notwendig machen, dass ihr eine Entscheidung trefft oder ein Problem löst. Zum Beispiel so: Ihr wollt als Gruppe eine Veranstaltung besuchen. Aber ihr bekommt statt vier nur noch drei Eintrittskarten. Was macht ihr jetzt? Bleibt einer zu Hause? Oder verzichtet ihr komplett auf den Besuch und unternehmt stattdessen gemeinsam etwas anderes?

Abgerundet wird die Gruppensituation durch einen Kurzvortrag. Auch dafür nennen Dir die Prüfer ein Thema. Du hast dann etwas Zeit, um Dir Gedanken zu machen und Argumente zurechtzulegen. Anschließend trägst Du Deine Überlegungen vor der Gruppe vor.

Einplanung

Hast Du alle Stationen vom Einstellungstest erfolgreich durchlaufen, führt Dich Dein Weg zur Einplanungsstelle. Beim Einplaner fließt alles zusammen: Deine Daten aus der Bewerbung, Deine Angaben in den Fragebögen, die Auswertung vom CAT-Test, die Note vom Sporttest, die Beurteilung vom Arzt und eventuell die Bewertung der Gruppensituation. Ergänzt wird das Ganze durch die Empfehlung, die der Psychologe nach dem Interview für Dich abgibt. Der Einplaner erfasst diese ganzen Ergebnisse in Deinem Profil. Auf dieser Basis bietet er Dir eine Dienststelle an.

Im Idealfall entspricht der Dienstposten genau dem, wofür Du Dich beworben hattest. Allerdings kann der Einplaner nicht nur Deine Wünsche berücksichtigen. Vielmehr muss er Deine Eignung, den Personalbedarf und die freien Stellen miteinander verbinden. Mitunter wird er Dir deshalb Alternativen aufzeigen. Beispielsweise, weil Deine Leistungen für Deine Wunsch-Verwendung nicht ganz ausreichen oder weil in diesem Bereich nichts frei ist. Denkbar ist auch, dass Dich der Psychologe in einer anderen Laufbahn sieht.

Jedenfalls wird der Einplaner versuchen, etwas Passendes für Dich zu finden. Neben militärischen Verwendungen können das auch Tätigkeiten im zivilen Bereich sein. Du kannst Dir dann überlegen, ob Du das Angebot annehmen möchtest.

Sagst Du zu, kann nach dem Bundeswehr Einstellungstest Nürnberg ins Spiel kommen. Denn je nachdem, als was Du eingestellt wirst, kümmert sich das Nürnberger Team möglicherweise um Deine Ausbildung.

 

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Willkommen, ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Seite. Seit dem Jahre 2006 erstellen wir Vorbereitungskurse für Einstellungstests. Unser Schwerpunkt ist das digitale Bewerbungsauswahlverfahren und Ermittlung von Kompetenzen. Wir konzipieren auch für Behörden und Unternehmen Online-Eignungstests sowie Bewerbungsauswahlverfahren. Mit dieser Seite möchte ich Jugendliche und Menschen, die eine Veränderung möchten, dazu ermutigen eine Laufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es, was Dich besonders interessiert, worüber ich schreiben sollte? Schreibe mir an oemer.bekar [at] bundeswehrtest.de.

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