
Der Einstellungstest für den mittleren nichttechnischen Dienst zeigt, ob du das Zeug zum Beamten hast.
Damit die Streitkräfte ihren militärischen Auftrag erfüllen können, brauchen sie Personal, Ausrüstung und verschiedene Dienstleistungen. Dafür ist die Wehrverwaltung zuständig. Sie stellt sicher, dass die Truppe alles hat und bekommt, was sie braucht. Wenn du die Wehrverwaltung in einer zivilen Laufbahn unterstützen möchtest, könnte der mittlere nichttechnische Dienst das Richtige für dich sein. Und wie du diesen Weg einschlagen kannst, erfährst du jetzt.
Einstellungstest mittlerer nichttechnischer Dienst
Die Arbeit als Beamter/-in im mittleren nichttechnischen Dienst der Bundeswehr lässt sich so zusammenfassen: Verwaltungsaufgaben und Büroarbeiten in den verschiedensten Bereichen vom Personalwesen über die Informationstechnik bis hin zum Gebäudemanagement oder dem Umweltschutz.
Klingt spannend? Wir zeigen dir, was die Tätigkeit ausmacht, wie du diese zivile Laufbahn einschlagen kannst und vor allem, wie du gut durch den Einstellungstest für den mittleren nichttechnischen Dienst kommst.
Was ist der mittlere nichttechnische Dienst bei der Bundeswehr?
Als Beamter/in im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst trägst du dazu bei, dass die Bundeswehr in ihren Kernfunktionen handlungsfähig bleibt und ihre Aufgaben erfüllen kann. Anders als Soldat/-innen, die direkt im Einsatz sind, kümmerst du dich im Hintergrund um die Organisation, die Verwaltung und unterstützende Dienstleistungen in Bereichen wie:
- Personalwesen
- Beschaffung und Einkauf
- Haushalts- und Rechnungswesen
- IT und Informationsverarbeitung
- Materialverwaltung und Logistik
- Umweltschutz
- Gebäude- und Liegenschaftsmanagement
Arbeiten kannst du an vielen Stellen innerhalb der zivilen Bundeswehrstruktur, zum Beispiel beim Bundesamt für das Personalmanagement (BAPersBw), beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (BAIUDBw), im Bundessprachenamt, beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (BAAINBw), im Bundesverteidigungsministerium oder auch in nachgeordneten Dienststellen.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Im mittleren nichttechnischen Dienst durchläufst du eine zweijährige Laufbahnausbildung, an die sich eine dreijährige Probezeit anschließt. Danach wirst du Beamter/-in auf Lebenszeit. Eine Beamtenlaufbahn ist aber an formale Bedingungen geknüpft. Dazu kommen die Anforderungen, die die Bundeswehr als Arbeitgeber stellt. Daraus ergeben sich diese Kriterien:
- unter 50 Jahre zum Zeitpunkt der Einstellung (Bist du älter, kannst du zwar als Angestellte/r eingestellt, aber nicht verbeamtet werden.)
- deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne von Art. 116 Grundgesetz
- mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder Hauptschulabschluss + abgeschlossene Berufsausbildung in einem förderlichen Beruf (z.B. Bürokaufmann/-frau oder Verwaltungsfachangestellte/-r)
- Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung
- Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung und ggf. zur Teilnahme an Auslandseinsätzen
- sicherer Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift
- gewissenhafte, sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise
Deine fachliche und persönliche Eignung für den mittleren nichttechnischen Dienst stellst du im Einstellungstest unter Beweis. Dazu gleich mehr.
Wie läuft die Bewerbung ab?
Auf der Bundeswehr-Karriereseite kannst du dich über das Berufsprofil informieren. Für deine Bewerbung rufst du dann das Bewerbungsportal auf. Dort findest du die Stellenanzeigen und kannst deine Bewerbung online einreichen. Alternativ kannst du auch eine klassische Bewerbungsmappe zusammenstellen und per Post an das zuständige Karrierecenter schicken.
Für deine Bewerbung, egal ob online oder auf Papier, brauchst du diese Unterlagen:
- Bewerbungsanschreiben, formlos
- Bewerbungsbogen für zivile Laufbahnen, Zusatzfragebogen und Erklärung für das Auswahlverfahren
- Kopie des aktuellsten Schulzeugnisses
- Nachweise über Praktika, Jobs und Qualifikationen, wenn vorhanden
- ggf. Kopie des Schwerbehindertenausweises
Bewerbungsfrist
Meistens musst du deine Bewerbung bis zum 30. November des Vorjahres einreichen, wenn du die Laufbahnausbildung im darauffolgenden Jahr beginnen willst. Ausbildungsstart ist im September. Der zeitliche Vorlauf wird für das Auswahlverfahren benötigt.
Je nach Personalbedarf kann es aber regionale Unterschiede und mehrere Einstellungstermine geben. Ein Blick in die aktuellen Stellenausschreibungen kann sich deshalb lohnen!
Was erwartet mich im Einstellungstest für den mittleren nichttechnischen Dienst?
Sieht deine Bewerbung vielversprechend aus, lädt dich die Bundeswehr zum Eignungstest ein. Der Einstellungstest ist das zentrale Element im Auswahlverfahren für deine zivile Laufbahn im mittleren nichttechnischen Dienst der Bundeswehr. Er prüft, ob du die fachlichen, sprachlichen und persönlichen Fähigkeiten mitbringst, die du für die vielfältigen Aufgaben in der Wehrverwaltung brauchst.
CAT-Test
Der CAT-Test (CAT steht für Computer-Assistiertes Testen) ist ein Computertest, der dein Wissen und dein geistiges Leistungsvermögen prüft. Statt berufsspezifischem Fachwissen stehen dabei grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Vordergrund. Typische Themenbereiche sind daher:
Bundeswehr Einstellungstest Online-Trainings-Center
- Speziell für alle Laufbahnen der Bundeswehr entwickelt
- Für Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel, Mannschaften, freiwilliger Wehrdienst, Ausbildung und Studium
- Bundeswehr Fachwissen
- Übungsmodus und 3 realistische Testmodi
- Aktuelle Testfragen aus diesem Jahr
- Detaillierte Auswertung
- Von Experten erstellt
- Läuft auf allen Geräten – sofortige Freischaltung
- Einmalzahlung, kein Abo!
- Deutsch
- Mathematik
- Allgemeinwissen
- Logik
- Konzentration
Alle Fragen beim CAT-Test sind Auswahlfragen. Auch Multiple-Choice-Aufgaben genannt, siehst du zu jeder Frage mehrere Antwortmöglichkeiten und wählst daraus die richtige Lösung aus.
Gleichzeitig ist der Test adaptiv. Das heißt: Beantwortest du eine Frage richtig, wird die nächste Aufgabe schwerer. Antwortest du falsch, folgt eine leichtere Aufgabe. Auf diese Weise kann der Test dein Leistungsniveau zuverlässig messen.
Persönlichkeitstest
Im CAT-Test kommen einige Fragen vor, die zum sogenannten Fragebogenverfahren gehören. Diese Aufgaben nennen dir Aussagen, zum Beispiel: „Dass ich etwas verlege und nicht wiederfinde, passiert mir nie.“ Anhand einer Skala mit mehreren Abstufungen sollst du einordnen, wie sehr die Aussage auf dich zutrifft.
Entscheidend hier ist, dass du ehrlich bleibst, damit ein glaubwürdiges und stimmiges Gesamtbild entsteht. Zumal deine Antworten im Vorstellungsgespräch noch einmal Thema werden können.
Aufsatz
Durch den Aufsatz möchte die Bundeswehr feststellen, ob du sinnvolle Überlegungen entwickeln, Gedanken nachvollziehbar gliedern und schlüssig argumentieren kannst. Auch Rechtschreibung, Grammatik und Allgemeinwissen spielen eine Rolle.
Für den Aufsatz bekommst du drei Themen zur Auswahl. Meist geht es darin um:
- Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik oder dem alltäglichen Leben
- Ereignisse aus dem aktuellen Zeitgeschehen
- Fragen mit Bezug zur Bundeswehr
- Vergleich und Analyse eines Wortpaares (z. B. „Was unterscheidet Mut von Tapferkeit?“)
Den Aufsatz schreibst du – wie du es aus der Schule kennst – von Hand auf Papier.
Kurzvortrag
Im mündlichen Prüfungsteil hältst du eine kurze Rede vor der Prüfkommission. Dazu bekommst du ein Thema vorgegeben und hast ein paar Minuten Vorbereitungszeit.
Der Kurzvortrag soll zeigen, ob du frei sprechen und deine Überlegungen verständlich und strukturiert vortragen kannst.
Vorstellungsgespräch
Das Einzelinterview dient dem persönlichen Kennenlernen. Es gibt dir Gelegenheit, die Prüfer von deiner Motivation, deinen Stärken und deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Rechne mit Fragen wie:
- Warum wollen Sie eine zivile Laufbahn als Beamter/-in bei der Bundeswehr?
- Wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsalltag vor?
- Worin sehen Sie Ihre größten Stärken und Schwächen?
- Was war bislang Ihr größter Erfolg?
- Welche beruflichen Ziele haben Sie?
- Was wissen Sie über die Aufgaben der Bundeswehr?
- Wie stehen Sie zu Auslandseinsätzen?
Gut möglich, dass die Prüfer auch ein paar deiner Angaben im CAT-Test ansprechen.
FAQ zum Eignungstest
Wie lange dauert der Einstellungstest für den mittleren nichttechnischen Dienst?
Der Einstellungstest verteilt sich über einen ganzen Tag. Du kommst dafür in das Karrierecenter, das für dein Bundesland zuständig ist. Von der Bundeswehr bekommst du ein Zugticket für deine Anreise.
Wie schwierig ist der Einstellungstest?
Der Eignungstest ist anspruchsvoll. Durch verschiedene Testverfahren möchte die Bundeswehr sichergehen, dass du den Anforderungen im Ausbildungs- und Arbeitsalltag gerecht werden kannst. Mit einer gründlichen Vorbereitung ist der Test aber gut machbar.
Was wird im Einstellungstest geprüft?
Der Test überprüft dein Wissen, deine sprachlichen Fähigkeiten, dein Denkvermögen und deine geistige Leistungsfähigkeit. Er zeichnet ein Gesamtbild von deiner fachlichen und persönlichen Eignung für die angestrebte Laufbahn. Aber keine Sorge: Niemand erwartet übermenschliche Leistungen. Es geht in erster Linie darum, ob du zur Bundeswehr passt und umgekehrt.
Darf ich beim Test Hilfsmittel verwenden?
Nein. Den Aufsatz schreibst du von Hand, der CAT-Test läuft komplett digital und für den Kurzvortrag sollst du dir deine eigenen Gedanken machen.
Wie kann ich mich auf den Eignungstest vorbereiten?
Der Assessment-Trainer auf der Bundeswehr-Karriereseite vermittelt dir einen ersten Eindruck vom CAT-Test. Wir haben für dich Übungsaufgaben und Testpakete erstellt, mit denen du die Aufgabenarten kennenlernst und trainieren kannst.
Zusätzlich solltest du das aktuelle Zeitgeschehen in den Nachrichten verfolgen. Schau dir außerdem die typischen Fragen im Vorstellungsgesprächen an und informiere dich gründlich über die Bundeswehr als Organisation und als Arbeitgeber.
Wie geht es nach dem Einstellungstest weiter?
Einige Zeit nach dem Test teilt dir die Bundeswehr schriftlich mit, ob du eingestellt wirst. Dann folgt noch eine Überprüfung deines Führungszeugnisses und eine medizinische Untersuchung. Ist hier alles in Ordnung, fällt die endgültige Einstellungsentscheidung – und du kannst schon bald als Beamtenanwärter/-in durchstarten.
Kann ich anstelle einer Ausbildung auch direkt in den mittleren Dienst eingestellt werden?
Ja, auch eine Direkteinstellung in den mittleren nichttechnischen Dienst ist möglich. Vorausgesetzt, du hast entweder eine Laufbahnbefähigung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung plus mindestens anderthalb Jahre Berufspraxis in einem förderlichen Beruf. Bewirbst du dich für eine direkte Einstellung, besteht dein Einstellungstest aus dem CAT-Test und dem Vorstellungsgespräch.
Was ist, wenn ich durchfalle?
Falls du den Einstellungstest nicht bestehst oder andere Bewerber/-innen deutlich besser abgeschnitten haben, kannst du dich im Folgejahr neu bewerben. Erfüllst du die formalen Kriterien weiterhin, wirst du erneut zum Einstellungstest eingeladen. Das Auswahlverfahren beginnt dann für dich komplett von vorne.
Fazit: Dein Weg in den mittleren nichttechnischen Dienst
Der mittlere nichttechnische Dienst bei der Bundeswehr bietet dir eine interessante und sichere Berufsperspektive im Verwaltungsbereich. Ob Personalmanagement, Materialbeschaffung oder Finanzwesen – vielfältige Einsatzbereiche ermöglichen dir, dazu beizutragen, dass die Abläufe bei den Streitkräften reibungslos funktionieren.
Wenn dir Verwaltungsarbeiten liegen, du organisatorisch geschickt bist und strukturiert arbeitest, bist du in dieser Laufbahn bestens aufgehoben. Der Einstellungstest ist zwar anspruchsvoll, aber absolut fair und mit einer gezielten Vorbereitung gut zu schaffen.
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