
Eine gezielte Vorbereitung auf den Einstellungstest bringt dich deinem Wunsch, Fluggerätmechaniker/-in bei der Bundeswehr zu werden, ein großes Stück näher.
Hubschrauber und Flugzeuge interessieren dich – aber nicht als Pilot/-in, sondern wegen ihrer Technik? Dann könntest du als Fluggerätmechaniker/-in den perfekten Beruf für dich gefunden haben! Bei der Bundeswehr kannst du den zivilen Ausbildungsberuf in drei Fachrichtungen erlernen. Doch bevor es in den Hangar geht, steht erst einmal der Eignungstest an. Wie der Einstellungstest für Fluggerätmechaniker/-innen bei der Bundeswehr abläuft, erfährst du in diesem Beitrag.
Fluggerätmechaniker Bundeswehr Einstellungstest
Jets, Transportflugzeuge, Hubschrauber, Drohnen: Die Bundeswehr betreibt eine große Luftfahrzeugflotte. Damit diese Fluggeräte jederzeit funktionsfähig und einsatzbereit sind, müssen sie gewartet und instandgehalten werden. Dafür braucht es hochqaulifizierte Fachkräfte – die Fluggerätmechaniker/-innen.
Die Bundeswehr bietet den Beruf als zivile Ausbildung an. Du kannst aber auch eine militärische Laufbahn wählen. In beiden Fällen führt dein Weg über ein mehrstufiges Auswahlverfahren.
In diesem Beitrag erklären wir:
- welche Aufgaben Fluggerätmechaniker/-innen bei der Bundeswehr haben,
- wie die zivile Berufsausbildung aufgebaut ist,
- welche Voraussetzungen du mitbringen musst,
- wie der Einstellungstest abläuft
- und welche beruflichen Aussichten du hast.
So kannst du einschätzen, ob der Beruf bei der Bundeswehr zu dir passt – und wie du dich am besten auf den Einstellungstest vorbereitest.
Die Aufgaben von Fluggerätmechaniker/-innen bei der Bundeswehr
Als Fluggerätmechaniker/-in arbeitest du in Werkstätten, Fertigungshallen und oft auch direkt auf dem Rollfeld. Du stellst sicher, dass die Flugzeuge und Hubschrauber der Bundeswehr zuverlässig starten, fliegen und landen können. Dazu übernimmst du Aufgaben wie:
- Wartung und Funktionsprüfung von Fluggeräten
- Überholung und Instandsetzung von Triebwerken und anderen Baugruppen
- Montage von hydraulischen, mechanischen und elektronischen Anlagen
- Fehlersuche und Störungs- oder Schadensbehebung bei technischen Problemen
- Fertigung einzelner Bauteile oder ganzer Fluggeräte nach technischen Zeichnungen
Drei Fachrichtungen
Moderne Fluggeräte sind komplexe Systeme, die fachliches Know-how erfordern. Aus diesem Grund spezialisierst du dich während der Ausbildung auf eine von drei Fachrichtungen:
- Instandhaltungstechnik: Schwerpunkte sind Wartung, Reparatur und Überholung von Fluggeräten, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.
- Triebwerkstechnik mit Wartung von Triebwerken und Motoren als Tätigkeitsschwerpunkt
- Fertigungstechnik: Hier geht es vorrangig um die Fertigung und Montage von Bauteilen, Baugruppen und Systemen in Lufttfahrzeugen.
Die zivile Berufsausbildung bei der Bundeswehr
Fluggerätmechaniker/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und findet im dualen System statt. Das heißt: Du lernst und arbeitest in einer Betriebsstätte der Bundeswehr und gehst parallel dazu in die Berufsschule.
Die rechtliche Grundlage ergibt sich aus dem Berufsbildungsgesetz und der Ausbildungsverordnung für den Beruf. Der Lehrplan legt die Ausbildungsinhalte fest. Deine Ausbildung beendest du mit einer Abschlussprüfung vor der IHK.
Die Bundeswehr bildet Fluggerätmechaniker/-innen an mehreren Standorten in den sechs Bundesländern Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein aus.
Perspektiven nach der Ausbildung
Mit der Ausbildung von Azubis will die Bundeswehr ihren Bedarf an Fachkräften decken. Deshalb gibt es nach erfolgreichem Abschluss mehrere Möglichkeiten, wie es für dich weitergehen kann:
- Facharbeiter/-in: Du arbeitest als zivile/r Angestellte/r in deinem Beruf auf einem Luftwaffenstützpunkt.
- Beamter/in: Du absolvierst eine Laufbahnausbildung und wechselst in den mittleren technischen Dienst oder den mittleren Dienst der Feuerwehr.
- Soldat/-in: Du schlägst eine militärische Laufbahn als Fachunteroffizier oder Feldwebel ein.
Weil du bei der Bundeswehr eine vollwertige Ausbildung mit anerkanntem Abschluss absolvierst, kannst du aber natürlich auch außerhalb tätig werden. Arbeitsplätze für Fluggerätmechaniker/-innen bieten zum Beispiel:
- Flughäfen
- Fluggesellschaften
- Hersteller von Fluggerät und Zulieferbetriebe
Mit ein paar Jahren Berufserfahrung kommen außerdem Weiterbildungen zum Industriemeister oder Techniker oder ein Studium (z. B. Luftfahrttechnik) in Betracht.
Die Voraussetzungen für die zivile Ausbildung als Fluggerätmechaniker/-in bei der Bundeswehr
Damit deine Bewerbung um eine Lehrstelle als Fluggerätmechaniker/-in berücksichtigt werden kann, solltest du ein paar formale Anforderungen erfüllen:
- mindestens Hauptschulabschluss
- gute Noten in Deutsch und Mathematik
- handwerkliches Geschick
- Interesse an Technik und technisches Verständnis
- sorgfältige Arbeitsweise
- Teamfähigkeit
Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz
Vor einer Bewerbung rufst du am besten die Bundeswehr-Karriereseite auf. Dort findest du die Beschreibung des Berufs mit den wichtigsten Eckdaten zur Ausbildung. Außerdem ist der Link zur Bewerbungsplattform enthalten.
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Deine Bewerbung reichst du dann online über das Bewerbungsportal ein. Dafür brauchst du:
- Anschreiben
- tabellarischer Lebenslauf
- aktuellstes Schulzeugnis
- ggf. Zeugnisse von Praktika, Jobs und anderen Qualifikationen
- Einverständniserklärung deiner Eltern, wenn du unter 18 bist
Beachte die Bewerbungsfrist!
Die Ausbildung startet im August oder September eines Jahres. Bewerbungsschluss ist aber grundsätzlich der 30. September des Vorjahres. Der zeitliche Vorlauf wird für das Auswahlverfahren benötigt.
Der Einstellungstest für Fluggerätmechaniker/-innen bei der Bundeswehr

Beim Einstellungstest steht deine Eignung für den Job auf dem Prüfstand.
Weil die Prüfplätze begrenzt sind, nimmt die Bundeswehr anhand der Bewerbungsunterlagen eine Vorauswahl vor. Dabei fallen vor allem die formalen Kriterien, deine Schulnoten und der Gesamteindruck ins Gewicht. Wirkt deine Bewerbung vielversprechend, bekommst du eine Einladung zum Einstellungstest.
Der Eignungstest findet in einem Dienstleistungszentrum statt und gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.
Schriftlicher Teil
Im schriftlichen Teil steht deine fachliche Eignung im Vordergrund. Die Tests ermitteln, ob du die Kenntnisse und Fertigkeiten mitbringst, die du für die Ausbildung und im Beruf brauchst. Dazu schreibst du einen Aufsatz und absolvierst einen Computertest.
Aufsatz
Für den Aufsatz kannst du in aller Regel aus drei Aufgabenstellungen wählen. Typische Themen behandeln:
- Ereignisse aus dem aktuellen Zeitgeschehen
- alltägliche Fragen
- die Bundeswehr oder den Beruf
- Vergleiche von Wortpaaren (z. B. „Gewinn und Erfolg“)
Je nach Thema schreibst du handschriftlich und ohne weitere Hilfsmittel eine Erörterung oder eine Stellungnahme. Bewertet werden deine sprachlichen Kompetenzen, die strukturierte Arbeitsweise und Allgemeinwissen.
CAT-Test (Computer-Assistiertes Testen)
Der CAT-Test ist ein computergestütztes Testverfahren, das Wissens-, Intelligenz- und Persönlichkeitstests miteinander verbindet. Die Aufgaben behandeln Bereiche wie:
- Deutsch
- Mathematik
- Chemie und Physik
- Technik, Elektronik und Mechanik
- Logik
- räumliches und abstraktes Denken
- Allgemeinwissen (z.B. Geschichte, Politik und Erdkunde)
- Konzentration und Reaktion
- Persönlichkeit (Hier ordnest du Aussagen zu deinen Merkmalen und Eigenschaften ein.)
Als adaptives Verfahren passt sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben an deine Fähigkeiten an. Nämlich so: Antwortest du richtig, folgen schwierigere Fragen. Falsche Antworten führen zu leichteren Aufgaben. So kann der Test dein Leistungsniveau zuverlässig messen.
Nach den schriftlichen Tests
Es kann sein, dass nach dem Aufsatz und dem CAT-Test noch eine Arbeitsprobe folgt. Durch den Mini-Auftrag wird deine Arbeitsweise bei der Umsetzung von Anweisungen geprüft.
Anschließend wertet die Bundeswehr deine bisherigen Ergebnisse aus. Waren deine Leistungen gut, geht das Auswahlverfahren weiter. Andernfalls bist du aus dem Rennen.
Mündlicher Teil
Der mündliche Teil besteht aus dem Auswahlgespräch. Es ist letztlich ein normales Vorstellungsgespräch, das darauf abzielt, dich näher kennenzulernen und deine persönliche Eignung zu beurteilen. Rechne also mit Fragen zu:
- Motivation, Fluggerätmechaniker/-in bei der Bundeswehr zu werden
- berufliche Ziele
- bisheriger Werdegang
- Stärken und Schwächen
- Eigenschaften und Interessen
Entscheidung
Wenn alle Bewerber/-innen am Einstellungstest teilgenommen haben, teilt dir die Bundeswehr ihre Entscheidung mit.
Bei einer Zusage klärst du die Formalitäten. Kurz vor Ausbildungsbeginn gibt es dann eine Veranstaltung in deiner Ausbildungsstätte, bei der dir feierlich dein Ausbildungsvertrag überreicht wird.
Alternative: Fluggerätmechaniker/-in in militärischer Laufbahn
Auch im militärischen Bereich gibt es Fluggerätmechaniker/-innen, nämlich in der Laufbahn der Unteroffiziere ohne und mit Portepee (Fachunteroffiziere und Feldwebel). Reizt dich die Uniform, gibt es drei Möglichkeiten:
- Du absolvierst zuerst die zivile Ausbildung und verpflichtest dich danach als Zeitsoldat/-in.
- Du wechselst noch während der Ausbildung in den militärischen Bereich.
- Du verpflichtest dich von Anfang an als Soldat/-in auf Zeit und erlernst den Beruf während deiner Dienstzeit.
Allerdings sind die körperlichen und charakterlichen Anforderungen bei einer militärischen Karriere höher. Deshalb ist der Einstellungstest umfangreicher. Er umfasst zusätzlich einen Sporttest, eine ärztliche Untersuchung und für Feldwebel ein Assessment-Center.
Fazit
Die Tätigkeit als Fluggerätmechaniker/-in bei der Bundeswehr verbindet
- moderne Luftfahrtechnik,
- spannende Aufgaben in einem besonderen Umfeld,
- eine erstklassige Ausbildung
- und vielseitige Karrieremöglichkeiten innerhalb der Bundeswehr und in der freien Wirtschaft
miteinander. Wenn Technik deine große Leidenschaft ist, bist du mit diesem Beruf bestens beraten. Der Einstellungstest ist zwar eine Herausforderung, die du meistern musst – gleichzeitig aber auch deine große Chance, zu zeigen, was du drauf hast. Starte deshalb rechtzeitig mit einer systematischen Vorbereitung – damit du bestmöglich performst!
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